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Der Flug der Krähe..
Verfasst: Freitag 23. Januar 2009, 17:29
von Sarya Lenia Vhelvet
Wer war sie?Wer war ich?Wo bin ich? Wer kennt mich wirklich?Wem zeige ich die Seite die wirklich ich bin? Kann jemand direkt in meine Seele schauen?
Die Krähe..
so unscheinbar, so still im Hintergrund und doch da, jedes Schaben der Krallen scheint kreischend in den Ohren und das Klackern des Schnabels wird so manchem einen unwohlen Schauer über den Rücken jagen.
Die Krähe wird unterschätzt, viel zu oft, denn der Rabe hat schon lange geschafft sie zu überholen und zu verstecken, dort und dort.
Nur wenige gibt es noch die das Wissen und die innere Reife dazu haben etwas zu sein was niemand sieht.
Was ist passiert? Wo komm ich her und wo geh ich hin?
Sie war neun Jahre als er sie befreite..Sarya war die Tochter eines Fischers und einer Schneiderin, sie lebten in einer kleinen Lehmhütte am Rande der Stadt, dort wo all jene wohnten die weder Macht noch Gold hatten. Das Armenviertel.
Das sich ihre Eltern entschlossen zwei Kinder zu bekommen das fragte sie sich noch heute, denn das Gold reichte weder hier noch da.
Sie trug die alten zerlumpten Kleider ihres Bruders und sah selber aus wie ein Bursche in den Sachen. Einzig besonders waren ihre weiß-grauen Haare die ihr schon als Kind zum Verhängnis wurden.
Sie wurde getriezt auf der Straße und die Kinder warfen Steine nach ihr, nannten sie junge Großmutter und jagten sie schließlich aus der Stadt heraus.
Schon damals mochte sie keine anderen Menschen, sie verschloss sich mehr und mehr und begann zu klauen, da ihre Eltern kaum Gold hatten sie alle zu ernähren.
Doch Sarya klaute keine Lebensmittel, sie sah sich vor wenn einer sein Buch einen moment weglegte und im nächsten Atemzug war es in ihrer Tasche verschwunden.
Ihre Mutter brachte ihr die Buchstaben bei und dann begann Sarya zu lesen und zog den Inhalt der wenigen Bücher die sie erwischte tief in ihren Geist ein.
Meist war es nur unsinniges Gekraxel, doch sogar jenes unwichtige Zeug behielt sie in ihrem Gedächtniss, vielleicht wäre es einmal ganz hilfreich.
Weil die Eltern kein Gold hatten, kaufte sich ihr Vater natürlich von seinem niedrigen Lohn jede Woche zwei Flaschen hochprozentigen Schnaps, diese trank er dann meist am ersten und dritten Tag der Woche.
Schnell lernte Sarya an diesen Tagen entweder gar nicht nach Hause zu kommen oder so früh das sie sich vorher ins Strohbett legte um dann dem Geschrei der Mutter und den Hieben des Vaters zu lauschen.
Auch sie hatte schon einige schmerzhafte Stunden gelitten als der Vater seinen ledernden Gürtel abband und sie verprügelte, wohl seine einzige Freude war dies.
Sarya lernte dies zu genießen, sie stellte sich vor sie würde dadurch Respekt und Anerkennung bekommen von irgendjemanden da oben, denn sie war sich sehr sicher das irgendjemand ganz sicher genau in diesem Moment von ganz oben herunter schauen würde.
Eines Tages jedoch schlug ihr Vater jedoch so hart auf ihre Mutter ein, das Sarya herbeilief um ihrer Mutter beizustehen, doch ihr Vater schlug weiter auf die Mutter ein und Sarya schrie auf und ihre hand griff dann in den Gürtel und mit ungeahnter Kraft zog sie den Gürtel aus der Hand des Vaters. In diesem Moment waren wohl beide mehr als erstaunt und schon schoss die offene Hand als Ohrfeige auf sie nieder und wutentbrannt stapfte er mit dem Gürtel aus dem Haus.
Was sie in dem Moment gespührt hatte als die Wut in ihr hochstieg verwirrte sie, es war als etwas beschützendes sich um sie gelegt hatte und als ob sie ein Geflecht aus verschiedensten Strängen im Raum sah, doch schon im nächsten Moment wurde es weggefegt wie ein Traum.
Doch eines Tages kam er, der Ordenspriester in ihre Ecke, er suchte neue Schüler und als er sie sah und ihre ganzen Schrammen an den Armen und Beinen so war schnell ein Sold bezahlt und er nahm sie mit.
Was aus ihrem Bruder und ihrer Familie wurde wusste sie nicht, vielleicht würde sie sie eines Tages wiedersehen.
Das Kloster Alatars war einige Tagesritte entfernt von diesem kleinen Dorf und als sie es sah wusste sie das es hier sicherlich besser gehen würde.
Ihr wurden die Lehren beigebracht, sie lernte was es hieß zu glauben und zu dienen. Sie lernte Gehorsamkeit und Fleiss zu zeigen.
Montesquier war ein geduldiger Lehrer und lies sie alle ihre zahlreichen Fragen stellen und beantworte sie alle geflissentlich. Er sagte immer das etwas in ihr schlief und sie eines Tages es selbst erwecken würde und dann müsste sie vorbereitet sein auf das was auf sie wartete.
Dies hinterfragte sie nie, sie wusste zu diesem Zeitpunkt nie was er meinte und so lies sie es einfach im Raum stehen.
Sarya las viel, den gesamten Vorrat an Büchern die dieses Kloster stellte verschlang sie regelrecht.
Mit 15 begann sie Wunden in ihre Haut zu brennen oder schlitzen mit einem Dolch, sie wusste das es den Körper reinigte und die Gebete reinigten ihre Seele. Somit würde nie die Gefahr aufkommen das sie innerlich oder äusserlich verschmutzen würde.
Als ihr Lehrer das mitbekam lächelte er wohlwollend und reichte ihr einen der Büßergürtel, diesen schnallte sie um ihren Oberschenkel so das die Dornen in ihre Haut drangen.
Sie würde irgendwann ein Vorbild sein für junge Gläubige, für alle Gläubige so waren die ersten Zeilen des Montesquier in seinem Abschiedsbrief an Sarya.
Diesen fand sie auf ihrem Kopfkissen genau nach seinem Tode.
Sarya solle nach Rahal gehen dort würde sich ihr weiterer Weg offenbahren, sie würde wissen wo sie hinmuss wenn sie dort war.
Lebe im Glauben und Lebe den Glauben denn dann wirst du die Erleuchtung vom Herrn erfahren. Deine Gabe steckt tief in dir und du musst sie nur erwecken.
Der Schmerz reinigt meinen Körper, ich tue damit Buße für meine Vergehen die ich getan habe und noch tuen werde. Das Gebet reinigt meine Seele für die Gedanken die verworren und schwarz hinter meinen Augen hängen, unsichtbar für alle jene die sie am Tage begegnen.
Verfasst: Mittwoch 18. März 2009, 22:44
von Sarya Lenia Vhelvet
Die Krähe ist wissbegierig, ihre schwarzen mysteriösen Augen durchdringen alles..Papier, Haut, Fleisch..
Sie hat gelernt, gelernt ihre äussere Hülle zu zeigen und das innere gut zu verschließen um es aufzubewahren für eine andere Krähe.
Sie lernt weiter und weiter damit die Wissgier dieser Hunger irgendwann aufhört sie zu quälen.
Sie noch weiter durch die Welt zu treiben, sie tut es nicht für sich. Eine Krähe macht nichts was eigennutzig ist, sie tut es für einen höheren Zweck.
Seinen Zweck, ob Krathor oder Alatar, in einem sind sie gleich..
Die Krähe konnte es nicht aussprechen, zu wertvoll war dieses eine Wort, zu wertvoll es in diese Welt zu entsenden um damit Unheil über sich zu bringen.
Allein dieses Wissen machte die Krähe ein wenig satter.
Viele Schmerzen hatte sie überlebt, viele würde sie noch überleben.
Das Nest mag noch den nötigen Schutz für sie bieten doch wie lange?
War dieses was sie Heimatgefühl nannte nur ein Trug um ihr in der nächsten Gelegenheit den Dolch tief in den Rücken zu treiben?
Mit Wohlwollen betrachtet sie wie die anderen in dem Nest untergingen, aus eigener Rachsucht, Schwäche oder anderen Gründen, denn wen sich jemand still, zurückhaltend und unauffällig blieb, würde es keinen stören.
Das was ihr Aufgetragen wurde getan, sie würde weitermachen, komme was wolle. Die stille Kämpfernatur war gefährlicher als es von aussen den Anschein hatte.
Es war gut so das niemand sich bedroht fühlte, es war gut nicht aufzufallen.
Der Schmerz reinigt meinen Körper, ich tue damit Buße für meine Vergehen die ich getan habe und noch tuen werde. Das Gebet reinigt meine Seele für die Gedanken die verworren und schwarz hinter meinen Augen hängen, unsichtbar für alle jene die sie am Tage begegnen.
Verfasst: Mittwoch 17. Juni 2009, 22:05
von Sarya Lenia Vhelvet
Die Strahlen der ersten Sonnenstrahlen scheinen wie Stiche auf dem weißen Krähenkleid.
Schien es doch als würden tausend kleine Nadelstiche in die dünne Haut des Tieres eindringen.
Es wirkt noch recht abgemagert doch scheint es sich momentan im Umkreis recht wohlzufühlen..Würde es sich an die Wärme gewöhnen oder würde es untergehen in diesem Meer aus Ungewissheit und Misstrauen.
Die Krallen schaben über den Steinfußboden, sie war einen Schritt vorangegangen und doch..schien es für sie eher ein Schritt in die falsche in die andere Richtung.
Es war das erste Mal etwas wie Ohnmacht zu empfinden, hier unten ganz allein, wo niemand sie sehen und spühren konnte.
War sie eine Marionette geworden in der letzten Zeit, einmal gespielt von den Schatten und einmal gespielt von jenen anderen die sich Gemeinschaft nannten?
" Du bist einen Schritt zu weit gegangen..du hast dich nun bereits auf die Schlachtbank gelegt.., wie kommst du da wieder heraus?", flüsterte die Stimme leise und qualvoll in ihrem Kopf.
Die eigene Stimme, das Bewusstsein, das schlechte Gewissen und vielleicht ein wenig Ohnmacht.
Halb gefangen in einer und halb gefangen in der anderen Welt.
Nichts und doch so viel.
Verfasst: Montag 27. Juli 2009, 23:33
von Sarya Lenia Vhelvet
Und so verwandelte sich die Raubkatze in ein Lamm, einfach so.
Sie musste schmunzeln, als sie später an diesen Abend zurückdachte. Es bot sich die passende Gelegenheit die eigenen Spuren ein wenig zu verwischen die ich bisher im Orden gesetzt hatte.
Natürlich war ich nicht erfreut über den Wechsel der sich da vollzog vor meinen Augen, aber was sollte man tuen, ausser sich weiter an dem Ordenleben beteiligen und auf den gewissen Moment zu warten.
Zu Ihren Zeiten hätte ich vermutlich einfach so weitermachen können, nicht aber so, nicht bei diesen Menschen.
Sie dachten sie hätten durch meine Fassade geblickt und erwarteten ein blühendes Beet voller ungepflückter Früchte.
Wie kann man seine eigenen Spuren verwischen, die eigenen Früchte vorher verschwinden lassen, bevor überhaupt jemand sie jemals essen könnte.
Die Schere glitt durch das weiß-gräuliche Haar und Strähne für Strähne fand ihren Weg auf den Boden der Tatsachen.
Eine Veränderung für sich um zu zeigen das sie etwas veränderte.
Wie konnte Ich nur Ihm es erzählen, was sie tat, warum vielleicht nicht, er würde es nicht verstehen...
Aber Ich wollte es so und verstand mich selbst nicht.
Die Krallen schoben sich in das schwache Fleisch und ihrer entrinnt das süssliche, unwiderstehliche rote Blut.
Lechzend nahm ich einen Schluck.
Verfasst: Samstag 8. August 2009, 18:41
von Sarya Lenia Vhelvet
"Menschen begleiten einen das ganze Leben lang.."
Vielleicht für diejenigen die schwach und hilflos waren und jemanden benötigten den sie vertrauen konnten und die einem helfen sollten wenn man selbst zu schwach war um all das Wissen für sich zu behalten.
In ihrem Leben hätte es vielleicht soetwas geben können, die Schwäche ließ sie einen Moment unachtsam erscheinen. Doch Schmerz stärkt sie in ihrem Fortkommen und sie war ein Naturtalent wenn es um das Erleben von jedem Schmerz war.
Etwas wichtigeres lag vor ihr und das Buch sprudelte über vor Notizen und Zeichnungen.
Es war nie einfach gewesen zu lernen und zu leben unter den Bedingungen und sie verlangte von sich immer mehr ab als von jedem anderen, doch musste es sein.
Es galt niemanden stolz zu machen, denn es gab ja niemanden. Doch war sie ihr strengster Kritiker und würde es auch bleiben bis zum Ende der Gezeiten.
Der neue Magier der dem Orden das Leben ein Stück schwieriger machte faszinierte sie ungewollt. Er würde vermutlich irgendwie das zeitliche segnen, denn der Erhabenen und den anderen würde sicher etwas einfallen um ihn zu töten.
Doch hatte er einiges erreicht was ihn wohl unvergesslich macht in der magischen Welt.
Unglaubliche Macht. Vermutlich ein Traum von vielen, doch nur die stärksten würden dieses Ziel irgendwann wirklich erreichen. Bis dahin würde man harte Arbeit und viel Leben reinstecken müssen.
Da lohnte es sich nicht gefährlichen Gefühlen zu folgen.
Verfasst: Mittwoch 4. November 2009, 15:52
von Sarya Lenia Vhelvet
Was würde passieren wenn alles drohte aus der festen Umklammerung der Krallen zu rutschen.
Nichts würde sein wie es einmal war oder war es überhaupt je anders?
Wer Sie kannte wusste nicht genau womit er es zu tun hatte, sie hatte einen wachen und klugen Geist sicherlich, eine militärische Strenge, Disziplin und Körperbeherrschung die keinen anderen so auszeichnete.
Würde man sie noch in irgendeiner Weise menschlich bezeichnen können?
Das fahle Lächeln was hier und da erschien, war nur ein Schatten eines Gefühls, einer Emotion die schon von Anfang an aus dem dürren Leib herausgeprügelt wurde.
Im späteren Leben hatte sie selbst jede Gefühlsregung abgeschnitten wie einen sechsten Finger, der nur ein Makel nur eine zusätzliche Last war.
~Die Stacheln drangen durch die weiße, narbenbesetzte Haut ein, immer tiefer und tiefer bohrten sie sich durch das rote Fleisch und ein Rinnsal an Blut nahm seinen Lauf an die Oberfläche und bedeckte jene mit seiner Schönheit. Spührst du diesen Schmerz? Spührst du wie das Herz sich im Takte verschnellert, die Erregung durchströmt den Körper und verleiht ihm neue Kraft.~
Eine vorzeige Gläubige. So waren die Worte des Templers damals. Niemals würde sie zulassen das jemand anderes sie verletzen kann, ihre Schwächen kannte, Vertrauen gab es für sie nicht. Dies war ein Wort welches sie niemals in ihrem Wortschatz akzeptieren würde.
~Bis zum letzten Atemzug werde ich auf dem Schlachtfeld stehen, aufrecht und ohne Angst, ich werde dem entgegentreten wogegen ich kämpfte, mein ganzes Leben lang. Niemand wird mich zurückhalten können, niemand wird mich aufhalten können~
Verfasst: Montag 21. Dezember 2009, 23:49
von Sarya Lenia Vhelvet
Würde man es Ende nennen, konnte sie in ihren jungen Jahren schon hier und jetzt das Ende ihrer Tage erfahren haben?
War sie bereit dafür den nächsten Schritt zu gehen, aufzugeben ihr irdischen Da-sein und einfach loszulassen?
Es war als würde sie in ein Schwarzes dickflüssiges Meer fallen, sie würde versuchen zu schwimmen, versuchen ihr Haupt über Wasser zu halten, sodass sie atmen könne. Doch nichts, die Luft die sie als das sah, brannte in ihrer Kehle wie Feuer, die Schlieren an Armen, Beinen und am Rücken leuchteten stark Violett auf und das Meer aus wabernden Schatten sog sie langsam unter die Oberfläche.
Doch es war nicht das Ende, es war ein neuer Anfang. Saryas Glieder wurden wieder angefüllt mit Wärme und Stärke, die Finger spreizten sich in ihrem tiefen Schlafe weit und sie bekam Luft.
Alles was sie gebraucht hatte waren die Schatten, diese Wesen die ihr Leben begleiteten seid sie es für den Orden aufgegeben hatte. Sie allein wussten die Wahrheit, wussten das dieses Mitglied des Ordens noch nicht in den tiefen Fluten des Todes ertrinken soll.
Wie ein Marathonläufer begann das Herz in der Nacht wieder seinen gewohnten Lauf zu tätigen, würde sie allerdings die Alte bleiben wie sie war?
Die Seelenpeitsche, eines der gefürchtetesten Folterinstrumente überhaupt, erschaffen aus den chaotischen Strukturen des Lieds. Diejenigen die der lichten Magie nachgingen, verschwendeten keinen einzigen Gedanken an dieses Instrument der Brutalität, denn allein der Gedanke daran konnte einen die Schmerzenswellen durch den Körper jagen, könnte einen vielleicht schon Teile des Bewusstseins nehmen. Für diejenigen die weder Schmerz noch Grausamkeit kannten.
Verfasst: Dienstag 22. Dezember 2009, 23:08
von Sarya Lenia Vhelvet
Ein neuer Tag.
Die Kraft die ich zurückgewonnen habe durch den Schlaf ist nicht viel, doch sie hilft mir aufzustehen. Mein Körper ist bedeckt von festen Schattengeweben während ich durch die Korridore des Ordens wandere. Die Augenfarbe hat einen hellbraunen Ton angenommen nach der Prozedure gestern.
Sie wird nie wieder aus meinen Gedanken entrissen werden können und jedes Mal wenn ich ihr Gesicht sehe, werde ich auch an die Schmerzen erinnert, keinesfalls so stark wie zu diesem Moment, eben doch nur eine Erinnerung.
Über meine Gliedmaßen habe ich noch nicht die ganzheitliche Kontrolle wiedererlangt. Mein Kopf dröhnt und ich ärgere mich über meine Hilflosigkeit, gegen die ich jede Minute ankämpfe, genauso wie ich gestern um mein Leben stritt.
Ich hatte noch einige Dinge in meinem Leben zu tun, bevor ich ins Licht übertreten konnte, also musste ich diese Kreaturen um mich, die meine einzige Familie waren und doch meine größten Feinde noch etwas ertragen.
Ein schrecklicher Gedanke, ich musste stärker werden. Rasch bevor neue Order von der Ordensleitung kam und ich wieder auf die Knie sinken musste.
Das ich Recht behielt in allen meinen Taten sperrte ich tief in eine dunkle Ecke meines Gedächtnisses, auch dies würde nur seinen weiteren Tribut in Form von Schmerzen fordern.
Ich liebe sie, Schmerzen ist das einzige was mich daran erinnert das ich lebe und atme, ich spühre wie die Macht durch meine Zellen strömt und jeden Centimeter meines Körpers und meines Geistes mit Leben und Stärke füllt.
Kämpfen, um jeden Schritt, um jede Handlung, um jeden einzelnen Atemzug. Für Macht und Stärke, Wissen und Schatten.
Verfasst: Sonntag 24. Januar 2010, 01:28
von Sarya Lenia Vhelvet
Die Gestalt der jungen weißhaarigen Frau verschmolz mit den Schatten um sie herum als sie durch die Straßen der schwarzen Stadt schritt, aufrecht und klar, als wäre jeder Schritt schon vorher geplant und durchstrukturiert.
Was man ihr sicher nicht ansah, was auch weit tiefer ging war das Innenleben der Arkoritherin, die es mit der Zeit zu einer Macht gekommen war, die durchaus nicht nebensächlich war und sich weiterhin aufbaute. Schritt für Schritt arbeitete sie sich mit Studien die Stufen empor, doch würde nur ein Dummkopf nur theoretisch arbeiten und so weitete sie ihre Kraft aus. Manche arkane Wirkungen zog sie in die Länge um den Geist zu schulen.
Würde sie die Zauber lange durchhalten so würde sie zwar erschöpft sein aber der Erfolg wäre ihr sicher.
Eine sture Frau die wusste was sie wollte und wäre das Leben so einfach wäre sie schnurstraks darauf zu. Doch stellten sich in jedem Leben ungeahnte und teilweise auch ungewollte Hindernisse in den Weg.
Manche Dinge musste sie lernen vor dem allwissenden Umfeld in dem sie lebte zu verbergen, sonst wäre es ein leichtes sie einfach auszuschalten.
Doch was in den Gehirnwindungen der Maga vor sich ging, das wusste nichtmal der Orden, nur Sie.
Es gab sicherlich die eine oder andere Möglichkeiten sein Ich vor anderen zu verschließen, selbst vor einer so hohen Macht die sie noch über sich hatte, doch die Studien dazu waren kompliziert und umfassend.
Es ging ihr auch nicht darum das manche zu neugierig waren um alles über ihre Person und damit die weltlichen Taten zu wissen, sondern eher um andere verborgene Studien, die unter gewissen Umständen dem ganzen Orden weiterhelfen würden.
Aber dies nun schon zu einem Gesprächsthema zu machen, wäre unpassend und so hüllte sich in dieser Hinsicht noch ein dicker wabernder Schatten um die junge Strenge.
Doch was diejenigen die diese Macht besaßen herausfinden konnten war ihre neue verlockende Schwäche, wie sie selbst es betitelte.
Wie ein junger Schüler ihr den Atem nahm und ihre Welt ein wenig erweiterte das wusste sie nicht, doch es war so und das Schicksal schlug nunmal gerne zu wo es konnte.
Sie würde sich nicht weiter dagegen wehren wie einst, sondern es zulassen und von diesem Verhältnis lernen und zehren, denn was war schon ein Magier im Vergleich zu zweien, welche ihre Macht gemeinsam bündelten.
Gerade dieser Gedanke verlockte Sarya dazu nachzugeben und den störrischen Gegner dieses Bündnisses in sich selbst in die Schranken zu weisen.
Wir werden uns gemeinsam im Blute unserer Feinde baden und uns an unserem Erfolg ergötzen. Dann werden wir gottlgleich sein und unser Leben fristen in den Erinnerungen unserer Taten. Die Welt wird leiden und untergehen, doch wir werden ewig bestehen.
Verfasst: Montag 29. März 2010, 12:15
von Sarya Lenia Vhelvet
Was ist gescheh'n in dieser Nacht?
Ich bin erlegen jener Macht,
die in mir wütet, mich zu brechen droht.
Sie jagt mich, treibt mich weit hinaus
zu suchen meinen Festtagsschmaus,
zu jagen voller Wut
nach rotem, heißem Blut
Die zweite Seele brennt in mir,
so glühend heiß, so schwarz.
Sie führt, wenn ich die Macht verlier',
sie verbrennt mich.
Mein Antlitz fahl, die Lippen rot
aus den Augen blickt der Tod,
alljene Seelen, die mein Opfer war'n.
Doch schier endlos ist die Gier,
sodass ich jede Macht verlier'.
Mein altes Leben ist den Flammen nah.
Verfasst: Samstag 30. Oktober 2010, 23:48
von Sarya Lenia Vhelvet
Veränderungen.
Das gesamte Leben und alles um sie herum war ständig im Begriff sich zu verändern. Jene die einen begleiteten, blieben oft zurück und an deren Stelle traten neue, einfach so.
Vielen die einen begleiteten wollten viel, doch bekamen sie selten das was sie wollten und nur das was Sie wollte, genauso nahm Sie stets was Sie brauchte.
Sarya saß sogar recht gemütlich in ihrem Sessel vor dem kamin und überdachte noch einmal ihre strengen Regeln in der Vergangenheit. Du sollst kein Alkohol trinken und nur von dem Leben was du dringend brauchst. Diese Regeln hatte sie vor kurzer Zeit schon über Bord geworfen, schließlich brachte es ihr auch keinen früheren Tod.
Eins allerdings da hielt sie daran fest, die Liebe.
Jedes Gefühl sollte verbannt werden in das dunkles Verliess in den Abgründen ihrer Seele, doch ab und an schien sich die Tür zu öffnen und ein Gefühl überraschend aber wahr sich zu offenbahren.
Sie dachte an den heutigen Morgen zurück und schüttelte nur verständnislos den Kopf während sie in die Flammen des Kamins blickte.
Es war nur ein Streit. Sie kannte ihn ja kaum und dennoch weckte er ihr Interesse.
Umso wichtiger weitere Treffen zu verhindern.
In Rahal fiel das kaum auf, in den dunklen Ecken des Hauses krochen die Schatten wirr umher, kratzten an den Türen und den vergitterten Fenstern, ein Abbild ihres Seins?
Sie lebte ganz gut so wie es bisher war, aber das Leben brachte doch immer stehts ein wenig Veränderung.
Verfasst: Sonntag 5. Dezember 2010, 14:33
von Sarya Lenia Vhelvet
Langsam streckte die weiße Krähe ihre Flügel aus begann sich in ihrer wahren Pracht zu offenbahren.
Sie hatte sich verändert, hatte sich aus dem kränkligen Vogel, mehr tot als lebendig entwickelt und hatte vor allem überlebt.
Vieles was die dunklen Schatten in ihrem Leben an Fallen und Hindernissen stellten hatte sie überwunden, hatte überlebt und war an jedem Schmerz gewachsen und nun strotzte sie vor Kraft.
Auch sie war ein Schatten, die Jahre ließen auch ihre Spuren auf dem Körper der jungen Frau, die wieder mehr Mensch als Krähe war und sich dennoch weiterhin verbunden sah mit dem Boten von Wissen und Erkenntnis und doch auch des Todes.
Fern im inneren blühte etwas neues auf, was sie nie erkannt und doch hoffte sie das jenes verblieb und würde auch jenes Hinderniss überwinden, so wie die anderen aus den verschiedensten Etappen des Lebens.
Etwas aus Fleisch und Blut ließ sie fühlen, ließ sie wissen und entführte sie in ungeahnte Welten. All dies verborgen unter dem Mantel der Kälte und des Todes.
Wer konnte ahnen das ein verkrüppeltes, tot gedachtes sich noch zu etwas menschlichem entwickeln konnte, aber auch das nur auf eine gewisse Dauer.
Das was aus der weißen Krähe wurde, war eine Mischung aus Tod und Leben, all dies vereint im Körper einer Sterbenden, jeden Tag ein wenig mehr. Diese Erkenntnis blieb und um dies zu verhindern würde sie so einiges auf sich nehmen müssen.
Verfasst: Mittwoch 4. Januar 2012, 00:42
von Sarya Lenia Vhelvet
Das Gesicht was sie im Spiegel vor sich sah, hatte sich in den letzten Jahren nicht viel verändert, während sie ihr Leben im Orden fristete und doch schien als sähe sie in ein fremdes Gesicht. In fremde walnussbraune Augen die sie verachtend anstarrten und nur darauf hofften da sie im nächsten Augenblick tot umfiel.
Es wäre sicher besser für viele um sie herum, einfach die Segel streichen und verschwinden im weiten Meer des Todes..
Doch solange das Herz pochte, solange das kühle Blut durch die Bahnen gepumpt wurden, solange würde sie kämpfen und eine Möglichkeit suchen zu überleben.
Was in der letzten Zeit war ihr nicht genehm, sie musste oft an die Zeit zurückdenken als sie im Keller des Tempels ihren früheren Mentor geholfen hat die Lehren des Raben zu verinnerlichen, eine Mischung aus alatarischen und krathorischen Glaubenseinflüssen.
Für sie waren die Rabendiener immer eine Art verschollener Bruder, der hin und wieder auftauchte ohne ein Leid zu verkünden, doch die neulichen Angriffe waren auch ihr zuwider.
Warum hatte Krathor einem Pakt zugestimmt, wenn einer der seinen diesen mit nur einigen Taten zum erzittern brachte.
Das ließ das Gesicht der Arkoritherin vor Wut erzittern und leicht fingen die Holzdielen ihres Schlafzimmerbodens an zu beben.
Doch dies währte nur kurz und ein zufriedenes Lächeln legte sich über die blassen, trockenen Lippen. Die Zeit würde kommen um ihm sein Handwerk zu legen.
Die Schüler ausgeschickt um einen Köder zu besorgen, den er vermutlich nicht einmal schief angucken würde, wenn er so klug war wie sie dachte.
In den nächsten Tagen würden sie den Köder vor die Tore Düstersee's bringen und man würde sehen, ob der Diener sich blicken ließ oder nicht.
Ihre Gebete richteten sich in diesen Stunden nicht nur an Alatar, sondern auch an einen alten Bekannten, einen früheren Vorfahr, mit der Bitte dem Paktbrecher Einhalt zu gebieten.
Zeige dich mir Rabe!
Verfasst: Dienstag 10. Januar 2012, 02:36
von Sarya Lenia Vhelvet
Das Leben in der Siedlung wurde allmählich zur Farce. Diese dummen ungebildeten Menschen bildeten sich wirklich ein ihre Worte in Frage zu stellen, ihr gar mit Misstrauen zu begegnen aufgrund der Findung der Leichen.
Hätte sie jene einfach da gelassen wäre sie nun vermutlich genauso im Bilde wie vorher auch.
Sie verspührte Abscheu gegen die Menschen die sich selbst als so erhaben sehen, ohne zu wissen das sie lediglich bürokratische Macht besitzen, aber niemals wirkliche Macht.
Vielleicht war es wirklich Zeit die Zelte aufzubrechen und sich in die Hauptstadt wieder zurückzuziehen, aber das würde bedeuten, dass sie fliehen würde und niemand sollte zu irgendeiner Zeit auch nur annehmen das diese durchaus mächtige Magierin vor einem Kampf fliehen würde, auch wenn er in den eigenen Reihen stattfindet.
Ein wenig bereute Sie es diesen Schmarotzern nicht einfach ins Gesicht zu spucken, dass Sie Schuld daran ist das kein weiterer Überfall auf Düstersee zu erwarten ist.
Nun bereute sie es zudem diesen Handel mit dem Rabendiener eingegangen zu sein, dann könnte er nun einfach einem nach dem anderen den Tod zu bringen. Süß und dunkel.
Aber nein, diese Gedanken waren zu schwarz und würden dem Alka sicher nicht gefallen, der ihr doch diese Aufgabe anvertraut hat.
Respekt würde sie schon noch bekommen und wenn sie dabei über Leichen gehen musste.
Verfasst: Freitag 24. August 2012, 16:25
von Sarya Lenia Vhelvet
Der scheinbar leblose Körper der mächtigen Magierin lag auf dem Podest, was als Bett diente. Nur das zarte Heben und Senken des Brustkorbs verriet das das Leben noch in ihr verweilte. Das weiße Haar, Hände und Gesicht waren mit Blut verschmiert und ein fahles Lächeln lag auf den blutigen Lippen der schlafenden Arkoritherin.
Neben dem Podest befanden sich die menschlichen Überreste des einstigen Meisters, ein fauliger, abartiger Geruch entrann dem Gemach, als würde der Körper schon seit mehreren Tagen, sogar Wochen von der Seele verlassen und dem Verfall nahe sein.
Langsam hoben sich die Augenlider und die Gestalt mühte sich mit deutlicher Anstrengung empor. Die Füße traten die Treppen zum Podest hinunter, traten in eine Blutspfütze und sie verschwendete keinen Gedanken daran, als sie auf den Balkon tritt.
Nackt wie ein weißer Racheengel stand sie dort oben und sah herunter auf ihr Reich, hinunter von der mächtigen Ordensburg. Die Schatten drängten sich im nächsten Moment in einem machtvollen und doch so bestialischem Eingriff um den Körper der neuen Meisterin, verhüllten das Antlitz.
In den nächsten Tagen würde jeder von diesem Umschwung erfahren.
Der Kopf des alten Meisters wurde für alle sichtbar an der Statue abgesetzt.