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Frei und doch unfrei
Verfasst: Freitag 23. Januar 2009, 17:01
von Nataley Julie Lorenz
Katze im Käfig
Ich musste tief durchatmen, bevor ich durch das rabenschwarze Tor zurück in das ‚andere’ Leben treten konnte.
Erst danach war ich mir sicher, wieder die feste und undurchdringbare Maske auf meinem Gesicht sitzen zu haben. Die zuvor einen kleinen kaum sichtbaren Haarriss bekomme hatte.
Aber ich war mir sicher, dass er ihn gesehen hatte. Er der mich mit seinen Augen in jenen Käfig gesperrt hatte und ich nichts anderes tun konnte, als auf und ab zu kaufen, zu warten, bis sich irgendwo eine für mich rechte Lücke in den Gitterstäben auf tat, um zu fliehen.
Er war sich jener Tatsache so bewusst gewesen, man konnte es in jedem seiner Bewegungen sehen, in jedem seiner Worte sogar hören, dass er jenes Spielchen spielte.
Das es mich schreckte aber dennoch hatte er mich dazu gebracht mit zuspielen.
Vielleicht war es daher so ersichtlich, da er wusste, dass ich nur dann darauf eingehen würde.
Rasch wechselte ich die Kleidung, weg mit jenem schwarz, weg mit der Erinnerung, an das eben geschehene. Aber egal wie oft ich die Falten des Kleides gerade rückte. Die Gedanken an seine Augen, wollten nicht verschwinden. Jener Blick. Der sich versucht hatte hinter den meinen zu drücken. Der in meine Gedanken eintauchen wollte, wie er es wahrscheinlich bei anderen Menschen schon so oft getan hatte.
Es hatte mich einiges an Überwindung und Willensstärke gekostet ihn hinaus zu treiben, dass ich nun zitterte. Denn niemand sollte jemals es gelingen die Katze zu sehen, jenes ungestüme Tier, welches fauchend in mir wartete.
Und dennoch konnte er jenen kurzen Blick erhaschen.
Ich rückte die Kette um meinen Hals etwas zurecht und blickte nochmals auf das Portal hinter mir. Revale war dort hinter diesem Tor und ich war hier. Die Finger verkrallten sich im Rock, als ich die Treppe erklomm.
Und wieder überkam mich jener innere Schauder, wie dass erste Mal, wo ich seine Gedanken spürte. Als er neben mir stand. Er dachte gerade an mich, ich war mir so sicher.
Ich würde ihn aus dem Weg gehen müssen, nie ihn wieder so nahe an mich heran lassen dürfen, wenn ich sicher gehen wollte, dass er nicht wieder versuchen würde, mich zu fangen.
Denn eines war sicher, ich war die Beute und er nun der Jäger.
Verfasst: Freitag 23. Januar 2009, 17:29
von Adarzar Rabenstein
Der Krieger... ein dunkler Pfad nichts als Unwissenheit was ihm begegnen würde... doch war es die gewisse Unwissenheit...im gegenzug zu der Ungewissen Unwissenheit die ihn stark machte... nur sein Schwert und er, völlig Nackt man könnte meinen nichtmal ein Gesicht habe dieser Krieger, Haarlos und ohne Falten...und was sich auftat, in der Ungewissheit war ein Wall, ein Wall mit einem kleinen Riss.
...Er sah sie an, etwas was er wirklich nicht oft im begriff ward zu tun, doch diente dies dem Zweck, wie ein Keil trieb er nun seinen Blick in den Riss um ihn zu bersten den Wall zu stürzen. Und das einzige was ihm den Riss in die Meterdicke Mauer aus Masken gab war die Kenntnis über sie und den Orden....
Doch was war das... raubtierartig bewegte sich etwas über die Mauer hinweg, blickte auf ihn hinunter und für einen Moment verlor sich der Krieger im Raubtier... genau das war der Zweck.. ihn am überwinden der Mauer zu hindern. Es sprang ihn an, wortlos doch aggressiv so überzeugt von dem was es tat das er ein ganzes Stück zurückgeworfen wurde, doch seine Unerschrockenheit... ohne Mimik... ohne Gefühl schlug selbst jene blanke Überzeugung - ja, wahrlich so konnte man es nennen - in die Flucht und er widmete sich wieder dem Spalt....
...Sie wandte sich ab, doch das was sich mittlerweile den Weg bahnte und den Kampf mit dem Raubtier führte war nicht ein Blick, ein Kontakt es war auf einer höheren Ebene. Ihre Abwendung erst ermöglichte den finalen Schlag in die Mauer die nun in tausende Glassplitter zerbarst welche nicht mal zu Boden fielen sondern in der eisigen Luft verpufften...
der Krieger kniete vor dem Wall, auf dem nicht vorhandenen Gesicht, dort wo nur eine blasse zartrosa Haut saß tat sich nun ein schmunzeln auf, ein selbstbewusstes Schmunzeln... den zeitpunkt zu genießen einen Blick hinter die Mauer zu reskieren... der Kopf hebte sich und auf dem nichtvorhandenen Gesicht taten sich zwei smaragd-grüne Augen auf, in die Leere blickend, einzig ein schwacher Lichtschein war zu erblicken schon wollte er auf jenen zu gehen....
...Sie wandte sich ab, ohne den Kontakt zu halten... sie hatte es bemerkt... sie wusste was er im begriff war zu tun, oder zumindest ahnte sie es... welch Zweck hätte sein tun hätte er nun geäußert wie ärgerlich er darüber eigentlich war? Nein dieser niederen Regungen hatte er sich lange schon entledigt... dies war nicht das Ende...
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 10:28
von Adarzar Rabenstein
Der Puma und das Kätzchen
Die Kerze wurde angestarrt, als mittel der tiefen meditation genutzt, wie sie da so vor sich hin züngelte sich am Sauerstoff nährend und doch unter Kontrolle am Docht. Konnte man selbst soetwas unberechenbares wie das Feuer unter Kontrolle halten, wieso konnte er sie noch nicht kontrollieren? Viele Gedanken schossen ihm dieser Stunden durch den Kopf wieso hatte sie ihm nicht offenbart was ihr innerstes war vielleicht sind doch nicht alle Menschen so leicht zu beeinflussen...
Er spürte es schon als sie mit sanften Schritten die Stufen der kleinen Hütte erklomm, ihre Finger um den Türgriff legte, der Atem ging schwer immernoch ruhig und die halbgeöffneten Augen blickten zwischen Kapuzensaum und Maske zur Türe hin. Wieso wusste er so genau das sie es war obgleich sie sich doch so gut hinter der Physischen wie auch der Geistigen Maskerade versteckte. Die grünen Augen blickten ihr entgegen, sie schien nicht zu ahnen wer er war. Dies war was er wollte doch warum war er nicht zu frieden? Warum erfüllte ihn das selbe leere Gefühl welches er noch vor wenigen Sanduhrenläufen bei sich trug. Der Blick so verzehrend blickte wieder zur Kerze er wollte sich nichts anmerken lassen und so erwiederte er ihre Begrüßung monoton und ausdruckslos. Sie erkannte ihn nun.. dessen war er sich ausnahmsweise mal wieder sicher, war es beabsichtigt... seinerseits?
Er hätte sich nie im mindesten für die Welt des Weiblichen Geschlechts interessiert, seine Gedanken verfolgten einen Narzistischen und Egoistischen Weg so schien es ihm auch egal das sie sich direkt vor ihm dem Schmutz der normalen Welt entledigte und in die Kleidung der ewigen Erfüllung schlüpfte, doch zuvor wollte sie seine Standfestigkeit noch einer Probe unterziehen, das Korsett sollte er öffnen. Und vielleicht war diese Geste die er auch geradezu bereitwillig erfüllte ein Zeichen dafür wie egal ihm das ganze doch eigentlich war, das ließ er sie spüren...
...und so zog der Puma um die Mauer herum, der Blick geradewegs voraus anmutig und wachsam die Ohren leicht angelegt wärend die Katze ihm folge auf leisen Pfoten der Schwanz der entzückt und dennoch gereizt hin und her schlug. Die Schultern ragten über dem rest des Rückens hinaus und er ging geduckter als gewöhnlich, es hätte ihm doch nun das erste mal klar sein sollen vielleicht hatte sie doch für einen Moment die Oberhand im Spiel gewonnen? Nein er war so in seiner Selbstverliebtheit verloren er hätte es nicht gemerkt... noch nicht.
Die Schnüre des Korsetts wurden mit einem mal angezogen, stramm so stark es ihm möglich war und ihr blieb die Luft aus. Auf dem sonst so ausdruckslosen Gesicht spiegelte sich nun ein Lächeln wieder, diabolisch? Vielleicht, lüstern? Niemals, neckend? Eventuell... Der Puma schlug nach dem Schwanz und für einen moment tastete sich die Kralle daran entlang, doch als er sie zu haben schien ließ er wieder ab nur um das ungewisse vorherrschen zu lassen. Er lies die Schnüre locker öffnete sie nun mit einem geschickten Fingerschlag nach unten und blickt eihr einen moment auf den freien Rücken. Und wieder war es geschehen, was sie vorhatte zeigte Wirkung doch war auch sie noch nicht bereit eine Seite im Spiel überwiegen zu lassen. Mit einem gezielten Blick vereinten sich beide wieder, es gleichte geschmolzenem Metall das in eine Form gegossen wurde und dort verhärtete. Die Blicke verloren sich gegenseitig der innere Kampf führte sich durch Gedanken und Gefühle aus. Das Kleid fiel geradezu sinnlich auf den Boden, nackter Gestalt stand sie nun vor ihm die Haut weiß wie Schnee doch jedweder Reiz welcher für die Schwachen instinktgetriebenen ausschlagebend waren schien ihn nicht im mindesten zu interessieren.
Der Blick wurde durch seinen blanken Willen unterbrochen und so wendete er sich stumm ab um das Portal zu durchschreiten, er wollte das Ungewisse beibehalten... niemals sollte ihn jemand in der Lage einzuschätzen und erstrecht kein "Spielzeug", doch ob es das war dessen war er sich nun längst nichtmehr gewiss... doch das konnte sie nicht ahnen, jedenfalls nicht so früh am Abend. [/u]
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 10:59
von Nataley Julie Lorenz
Süße Schnäutzchen und scharfe Krallen
Er war so konservativ so schrecklich von sich selbst überzeugt, dass es sie förmlich anekelte sein selbstverliebtes Inneres zu sehen und doch zeigte er es Stückchenweise auf dem Präsentierteller.
Und egal wie sehr sich ihre Augen dagegen wehrten, sie musste hinsehen. Jeden Winkel und jede Ecke so genau betrachten um das Bild später rekonstruieren zu können. Ob er wusste, dass sie das tat. Ob er daher genau jenes alles ihr Zeigte?
Sie folgte ihm durch das Portal hindurch, die schwarzen Gedanken wirbelten einen Moment durch ihren Kopf, fegten ihn leer, bevor ihre Füße wieder festen Boden auf der anderen Seite fanden. Er war bereits über die Brücke getreten und einen Moment rasten ihre Gedanken durch ihre Windungen.
‚Nicht folgen!’ hämmerte es in ihrem inneren Ohr und so entschied sie sich den anderen Weg zu gehen, über die kleine Lücke in der Mauer hinter dem Stuhl der Maestra. Jene Abkürzung, die nicht viele beschreiten konnten, denn der Spalt war schmal und mit spitzen Steinen gespickt. Geschickt schob sie ihren Körper hindurch ohne sich nur einen einzelnen Riss in der Robe zu holen, die ihren zerbrechlichen Leib schütze.
Er kam an ihr vorbei, nur kurz spürte sie seinen Blick auf ihrem Gesicht, aber nicht auf ihren Augen, er betrachtete ihr Kinn. Wieso bei aller Welt betrachtete er ihr Kinn.
Wäre sie eine normale Frau gewesen, hätte sie sicher überleget ob sie dort einen Pickel oder dergleichen hätte, aber ihre Haut war makellos ohne jeglichen Fehler, daher hatte sie noch nie einen Gedanken über so etwas verschwendet und wenn wäre es ihr wohl einerlei gewesen, denn Äußerlichkeiten zählten für sie schon so lange nicht mehr. Denn hinter jeder so schönen Fassade konnte die Höhle stecken.
Der Puma schlich um die Mauer herum, setzte zum Sprung an und doch war das Pollwerk noch zu hoch für ihn. Selbstgefällig schmunzelte die Katze und wackelte mit dem Puschel an der Spitze ihres Schwanzes hin und her. Dieser selbstgefällige Puma.
Sie schritt an ihm vorbei, ein Windstoß wehte ihre Haare dabei auf und einzelne lose Haare wehten ihm in das Gesicht. Ihre Schritte beinahe schwebend über die Stufen hinauf lenken. Begann sie ganz bewusst unter seinen Augen das Lied zu verziehen um die heilige Rune auf die Tür zu malen, die noch als sperre zwischen ihr und der Burg stand.
Rot war die Farbe die sie sich ausgesucht hatte, sie hätte auch blau oder grün nehmen könnte. Aber sie hatte sich ganz bewusst für das rot Entschieden, denn es war die Farbe die sein inneres Beherrschte. Das Feuer brannte so laut knisternd in seinem Inneren, dass er sich sicher nicht bewusst war, dass sie es hören konnte.
Als sich die Tür öffnete stand er bereits hinter ihr, so nah, dass sie die wärme spüren konnte, die von ihm ausging, der Geist der von hinten in sie eindringen wollte, ihren Kopf durchforsten wollte um darin zu lesen wie in einem Buch. Aber das Schloss war so verriegelt und gesichert, dass kein Herkömmlicher Schlüssel hineinpassen würde.
Und jene bittere Erkenntnis, müsste er schlucken, ob er wollte oder nicht.
Die Mauer schwand unter ihren Augen, sie fiel und fiel und wand sich in der Luft herum, bevor kalter eisiger Boden unter ihren Tatzen zu spüren war und der kalte Wind sie umwehte.
Was war passiert, die Gedankenwelt hatte gewechselt.
Sie war in seinen Gedanken, es war seine Welt wo er nun die Oberhand haben würde. Sie konnte die scharfen Eckzähne blitzen sehen, als er im Schneesturm voranging.
Wie soll ich mich entscheiden, was richtig ist
Wenn du mich so durcheinander bringst
Ich kann deinen verlorenen Kampf nicht immer gewinnen
Wie kann ich jemals besitzen, was sowieso mein ist
Wenn du immer Partei ergreifst
Aber du wirst mir nicht meinen Stolz nehmen, diesmal nicht
Diesmal nicht...
Die Wahrheit versteckt sich in deinen Augen
Und sie liegt dir auf der Zunge
kocht in meinem Blut
Aber du denkst, ich kann es nicht sehen
Was für ein Mensch du bist
Wenn du überhaupt ein Mensch bist
Na ja, ich werde es schon heraus finden
Ganz alleine
(Ausschnit aus Paramore Decode)
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 11:31
von Saajid Tamam
*löschen*
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 11:33
von Adarzar Rabenstein
Der Turm war hoch, man konnte über das Dach und die Mauern der Burg sehen, das Meer so fern und doch nahe, die Stille herrschte dort oben vor man würde jede einzelne Regung auf dem Gelände vernehmen und so brach ein hitziges Wortgefecht aust...
Sei vorsichtig wie weit du dein Spiel treibst.. ich bin das Gift...
Du bist das Gift geträufelt auf den Zucker...
...Lass dich nicht blenden das Gift hat schon so manchen getötet.
...Würdest du es merken wenn ein Mann dem Gift imun ist nur vorgibt zu verenden, nur um dir die Oberhand zu lassen?
Die Worte seinerseits sie mussten auf sie solch faszinierende Wirkung haben denn es machte ihr schlicht deutlich wie oberflächlich das ganze Spiel noch war...
...Der Puma legte sich auf den Vorleger, die Augen zum Kamin er war sich so sicher, so bewusst das ihm die Katze auf schritt und Tritt folgte das es geradezu eine Freude war sich die Tatzen zu putzen und in dem flauschigen Fell zu welzen. Er wandte sich um und ging zur anderen Seite der Brüstung, der Blick ging auf das Meer hinaus doch folgte sie ihm, es war zu spät keiner der beiden konnte nun voneinander lassen... so schien es? Sie legte den Kopf auf seine Schulter und krallte sich förmlich fest.. oder doch nur eine Illusion?
Was nun geschah, ob Real im Sinne anderer ersichtlich oder der Geistigen Verbindung ausgedrückt in Gedanken und Gestik... Ein außenstehender hätte zwei ausdruckslose Gesichter erblickt umrahmt von der schwarzen Farbe der Kleidung gut einen Schritt von einandern entfernt stehend...
Ich bin das Regen du das Meer....
Bist du dir sicher dessen was du sagst Schwester? Der Regen zieht sich aus dem Meer, das Meer fordert das Wasser zurück... es ist ein ewiger Kreislauf würde der Regen aufhören zu fallen wäre der Himmel alsbald schwarz, das Meer ausgetrocknet und beide seiten verendet...
Sind wir wirklich so weit?
Es schien gar so als verstummten beide nun für eine Zeit, doch der innere Kampf wurde weitergeführt der Puma folgte der Katze als wolle jene ihm etwas Zeigen zumindest war ihr Weg so klar und bestimmt vorraus fernab aller Gedanken über das Erlebte. Und ja es schien als wäre das Spiel für einen Moment unterbrochen es endete an einem Tisch blutverschmiert... Schwere Ketten hielten ein zittriges Mädchen fest.. das Puppenartige Gesicht, ausdrucklos... die wallenden Haare mit Blut verklebt am Tisch... und eine zerreißende Stimme, sie war so schlimm für Sie das selbst er den Schmerz spüren konnte so real wie ein Dolchstoß mitten in das Innerste seiner selbst...
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 14:14
von Nataley Julie Lorenz
Gedanklich zog sie an den Ketten, die sich fest in ihr Fleisch schnitten und die Handgelenke blutend aufrissen.
Das Bild war so real vor ihren Augen obwohl es schon Jahre her war, der Schmerz war so real der ihren Körper durchzuckte. Das einzige was anders war, war der Puma der um den Tisch schlich, wie auf der Jagt nach der Beute die Zähne gefletscht.
Aber dann hörte sie die Stimme, die wie eine Klinge schneidend durch ihr Fleisch ging.
Sie wollte aufwachen, zurück in das wirkliche Leben tauchen, zurück auf den Turm in dem der Wind durch die hohen Fenster wehte.
Aber egal wie sehr sie die Augen nur aufriss, sie tauchte nicht auf. Das Gift in ihren Adern pulsierte so wirklich, der Schmerz der ihren Körper zerriss war so fühlbar.
Er denn sie so hasste, was so fühlbar.
Der Schmerz übermannte sie, lies das Herz stocken und den Atem ausbleiben. Unregelmäßig schlug es fest gegen ihre Brust, als wollte es hinausspringen in die Freiheit, doch es geschah nichts.
Sie wollte Atmen, aber es geschah nichts. Die Lunge schmerzte und ächzte nach Luft, aber so sehr sie einatmen wollte, so sehr ihr Willen dagegen kämpfte.
Es wollte nicht geschehen.
Sie sah die Szenerie vor ihren Augen nochmals wechseln, sie sah das Zimmer in dem sie so viele Jahre gefangen war. Sie sah die Gitter vor den Fenster, die verhindern sollten, dass sie sich in den Tod stürzt.
Sie sah die goldenen Kettenringe die um ihr Handgelenk gelegt waren und sie hörte die Schritte auf dem Gang, die Ankündigten, dass er kommt… kommt um mir ihr zu spielen.
Das Bild erstarb in dem Moment wo ihre Knie nachgaben und sie zu Boden gleiten ließen. Ein guter Moment zum Sterben. Hier oben, dem Himmel so nah und der Gefangenschaft so fern. Sie dachte einen Moment an Nilas, denn sie nie wieder sehen würde, seine Augen, die so zärtlich waren, dass es ihr förmlich wehtat, ihm immer wieder enttäuschen zu müssen.
Doch sie war was sie war, eine Arkoritherin und jenes war gefährlich für ihn, wenn er es entdecken würde.
Sie spürte den Griff schon nicht mehr, der sie hielt, auch die Arme nicht die sie die Stufen hinab trugen fest an sich gedrückt. Sie hörte auch die Stimme des Bruders nicht, der Edward darauf ansprach, was mit ihr geschehen war.
Und dann sog sie die Luft tief ein…
Siehst du, was wir getan haben
Wir machen solche Idioten aus uns
Siehst du, was wir getan haben
Wir machen solche Idioten aus uns
Wie sind wir hierhin gekommen
Wo ich dich doch so gut kannte
Aber wie sind wir hierher gekommen
Ich denke, ich weiß
Ich sehe da etwas in dir
Was mich vielleicht umbringt
Ich will, dass es wahr ist
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 19:47
von Acasas Merion
In Gedanken verloren schritt er auf die Burg der Arkorither zu. Dort angekommen zeichnete er das Zeichen in die Luft um das Tor öffnen zu können. Acasas trat in die Eingangshalle ein und mit schnellen Schritten ging er in den Aufenthaltsraum um sich am Kamin zu wärmen. Er richtete seine Robe zurecht und strich sie glatt. Eine kurze Handbewegung und seine Identität wurde enthüllt. Verloren schien er ohne seine Maske zu sein. So schwach und gebrechlich wirkte er, als seine blauen Augen verloren in das Feuer starrten. Seine dünnen Arme und knöchernen FInger hielt er dem Feuerschein entgegen und er genoss die Wärme die seinen ganzen Körper nun umhüllte. Plötzlich schreckte er auf und sein verlorener Blick und sein müdes Gemüt erwachten und er sah sich im Raum um. Mit hastigem Gang kam Edward aus dem Turm heraus. Leblos lag ein in schwarz gehüllte Frau in Edwards Armen und er schine mit ihr zum Ausgang zu gehen.
Nur ein flüchtiger Blick traf Acasas, doch Edwards Ausdruck sagte mehr als es Worte beschreiben könnten. Verdutzt schaut er den beiden hinterher. Im Vorbei gehen erkannte er die Frau, es schien sich um Revale zu handeln. Was hatte Edward mit ihr getan?! War er im Begriff ihr zu helfen oder sie zu töten? Seine Geist schien verwirrt zu sein, so viele Fragen warf diese Situation auf, die er nicht beantworten konnte. Paranoide Gedanken folterten seinen Geist. Sein Gewissen lies ihm keine Ruhe mehr und er eilte den beiden hinterher.
Acasas trat hinaus und hörte Stimmen. Er fand beide nahe der Burg und Revale schien wieder wach zu sein, denn sie erhob sich als Acasas näher kam und stapfte los. Der junge Magier Acasas kräuselte die Stirn und Revale, die nun schon einige Schritte gelaufen war, schien den Vorfall der Magistra erzählen zu wollen, denn sie murmelte was von Rahal und Magistra. Edward schien völlig in Panik zu sein und eilte ihr hinterher. Acasas schüttelte verwirrt seinen Kopf und auch er folgte den beiden. Kurz vor dem Ausgang blieben sie stehen und schienen sich heftig zu streiten. Edward hielt sie grob am Arm fest und wollte sie wohl aufhalten, doch er bekam eine deftige Ohrfeige zu spüren und der junge Arkorither schien die Kontrolle zu verlieren. Acasas erhob seine recht leise klingende Stimme, die aber bedrohlich und bestimmend klang und er forderte den jungen Arkorither auf sie in Ruhe zu lassen. Edward drehte sich herum und ließ Revale nun endlich los. Er schien aber nicht ganz bei sich zu sein und erzählte Acasas etwas von einem Theaterspiel und das sie für dieses grade probten.
Der junge Magier Acasas ließ das Geschehene nochmal vor seinem inneren Auge ablaufen und kam zu dem Entschluss, das es zwar weit her geholt war, aber durchaus stimmen konnte. Was sollte er auch anderes glauben? Edward war sein Bruder und Revale seine Schwester. Die Gefühle spielten ihm wohl einen Streich, hatte er die ganze Situation einfach nur überbewertet, war es wirklich nur ein Theaterspiel was die beiden da veranstalteten, oder war es doch purer Ernst? Acasas war sich nicht ganz sicher was genau er glauben sollte.
Er musste Edward blind vertrauen, was anderes blieb ihm nicht übrig, war er doch mit ihm zur gleichen Zeit in den Orden eingetreten, was ihre Schicksale auf die eine oder andere Weise miteinander verschweisen ließ. Auch Revale bestätigte Edwards Erzählungen zu dieser ganzen für Acasas sehr verwirrenden Geschichte, also schien sich der junge Arkorither Acasas wieder zu beruhigen und versuchte seine paranoiden Gedanken zu verdrängen um den Nebelschleier den die beiden offensichtlich um sich gehüllt hatten zu durchschauen.