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Besoffener Ärger

Verfasst: Dienstag 20. Januar 2009, 10:27
von Zoljana Steinbeis
Es war alles irgendwie so schnell gegangen. Gerade noch war alles ruhig gewesen. Siran sah zwar ziemlich verknautscht aus und hatte wohl Sorgen, aber Teo schien Bescheid zu wissen und kümmerte sich drum. Torben war mal wieder da, und benahm sich zur Abwechslung gesittet. Torben.. er kam ihr manchmal wie eine brennende Lunte vor. Nie wusste man ob oder wann er in die Luft gehen würde. Wenn er ruhig war, mochte Jepp ihn, er hatte einen guten Kern. Aber wehe es ging was schief, und er fühlte sich angegriffen... Aber heute war sie froh gewesen, dass er da war. In Einem konnte man sich eben auf ihn verlassen, Torben würde sie und ihre Familie hier beschützen.

Laila und sie saßen sich am Tisch gegenüber, als der Fremde die Tür auf stieß. Schon von ihrem Platz konnte man die Alkoholfahne riechen, die ihn umgab, schwankend stand der bullige Kerl da, eine Bierflasche in der Hand. Freundlich, aber ohne große Hoffnung bat sie ihn, die Herberge zu verlassen, Alkohol war hier unerwünscht. Halb taumelte er auf sie zu, wütend ob ihrer freundlichen Worte laut schimpfend.

Du wagst es mich hier rauszuwerfen Schlampe? Halt deine Klappe...

Nee, ich bitt dich nur zu jehn, rausschmeißn, werd'n andre dich. Jepp erhob ihre Stimme: Siran, bisse noch draußn? Denn komm doch bitte ma rein

Auch wenn er eigene Sorgen mit Teo draußen besprach, auf Siran war auch Verlass. Ernst aber ruhig gingen jetzt Siran und Torben auf den Betrunkenen zu, um ihn hinaus zu befördern. In dem Moment schlug dieser aber brutal zu, sein harter Lederhandschu traf sie mitten im Gesicht. Wütend packten Siran und Torben den Widerstrebenden und schliffen ihn hinaus vor die Tür, Laila sprang erschrocken auf und kam ihr zur Hilfe. Jepp war es leicht schwindelig, ihre Ohren rangen, und ihr ganzer Kopf schmerzte.

Draußen ging das Geschrei des Besoffenen weiter, man hörte Schläge und harte Worte. Torben kam herein, einen Knüppel zu holen. Jepp ging mit zur Tür,voller sorge. Siran schien leicht verletzt zu sein, Teo – der liebe ruhige Teo – stand mit wütendem Gesichtsausdruck, eine riesige Kampfaxt wie ein Holzfällerbeil in der Hand haltend, drohend da, Torben mit dem Knüppel. Der Betrunkene gab gerade angstvoll Fersengeld. Die Gefahr war wohl gebannt...

Siran kam langsam in die Herberge zurück, seine Mütze schien voller Blut zu sein. Erschrocken sprang Jepp in seine Richtung und konnte ihn gerade noch stützen. Die Flasche hatte ihm eine Platzwunde und eine Erschütterung des Kopfes eingebracht. Teo und Torben schleppten ihn ins Büro und legten ihn dort auf ihr Bett. Während Torben und sie Siran verarzteten ritt Teo los, einen Heiler zu suchen. Siran war nicht ganz klar und verlor immer wieder kurz das Bewusstsein. Sie machte sich Sorgen um ihn. Ihre Backe brannte höllisch und ein Zahn schien auch lose zu sein, aber das war egal, Hauptsache Siran gings schnell besser und Teo würde einen Heiler finden..

Verfasst: Dienstag 20. Januar 2009, 11:41
von Zoljana Steinbeis
Teo hatte keinen Heiler gefunden, aber Nachricht hinterlassen, dass einer gebraucht würde in der Herberge, Siran schlief etwas, Laila bewunderte Teo zu recht und Torben war wieder verschwunden. Jepp fühlte sich leicht schwindelig von dem Schlag, ihr halbes Gesicht war dick und rot, am liebsten würde sie sich in ihr Bett verkriechen, noch lieber sich in Cedrics Arme flüchten. Aber Cedric war auf Reisen, es würde noch Wochen dauern, bis er wieder zu hause wär...

Draußen war Hufgetrappel zu hören, hoffentlich keine Gäste heute mehr ..doch, Andreas und Malachai, seine Verlobte und noch jemand kamen herein, kurz hinterher hetze Lili. Sie hatte Teos Nachricht bekommen, und war sofort her geeilt. Liebe, gute Lili ... Jepp brachte sie zu Siran und ging dann leicht schwankend wieder zurück. Irgendwie konnte sie nicht ganz klar denken, der Kopf schmerzte zu sehr.

Draußen fing das Gepoltere und Gefluche aufs Neue an, der Besoffene war wohl erneut zurück. Teo und Mala gingen zur Türe um ihn zu vertreiben. Auch die andren Männer folgten. Jepp wollte während dessen das Essen servieren, aber irgendwie konnte sie die Schüssel nicht halten, laut schepperte sie zu Boden, die Suppe verteilte sich. Als sie versuchte, die Schüssel wieder aufzuheben, wäre sie fast umgekippt, also ließ sie sie liegen. Laila würd sich schon drum kümmern. Nur.. was ging denn draußen vor? Ein Geschrei und Kampflärm war das.. Lili ging hinaus, Sienara und Laila versuchten etwas durch das Fenster zusehen. Plötzlich ein Schrei – ein Todesschrei? Jepp schreckte aus ihrer Lethargie auf. Wasn los da draußn? Besorgt und fragend schaute sie zu den beiden Frauen, da hörte sie auch schon Lilis laute, aufgeregte Stimme Das war Mord, das war eindeutig Mord! Der hatte doch keine Chance gegen Euch

Malas leise Stimme antwortete ihr, kalt und ruhig. Genaues konnte sie nicht verstehen, aber scheinbar hatte der Besoffene versucht, Mala in den Rücken zu stechen, worauf hin der ihn kaltblütig getötet hatte. Jepp senkte den Kopf, Tränen traten in ihre Augen, eine Art Verzweiflung kam über sie. Noch ein Toter, den sie auf ihrem Gewissen hatte, noch ein Menschenleben ausgelöscht. Egal ob der es 'verdient' hatte oder nicht, er war einmal ein wohl auch geliebter Mensch gewesen, jemand der einmal Eltern und Freunde gehabt hatte. Und jetzt war er tot, weil sie keine Möglichkeit gesucht oder gefunden hatte, um die ganze Situation zu vermeiden. Es hätte einen Weg geben müssen...

Sie zog sich in die Kaminecke im Keller zurück, dort konnte sie alleine sein. Aber auch das sollte ihr nicht vergönnt sein, Mala und Andreas brachte Siran runter und legten ihn in das Bett des großen Zimmers. Mala entdeckte sie schnell in ihrer Ecke und kam zu ihr. Er entschuldigte sich, dass er seine Waffe gezogen hätte auf ihrem Grund und Boden und für soviel Blutvergießen gesorgt hätte.
Sie brauchte einen Moment, bis es zu ihr durchdrang. Jepp schaute auf, Trauer in ihrem Blick, ihre Stimme leer und ausdruckslos.

Es is nich deene Schuld Mala, ich dank dir für deene Hilfe. Es is des zweete Blut, des an meen'n Händn klebt jetz.

Das des Mannes, ist nicht deine Schuld. Liliane hatte recht, ich hätte es unblutig regeln können...doch was wäre dann passiert?Wäre er wieder gekommen? Hätte er euch angegriffen?

er wär sicha irjndwann wieda jekomm'n sich zu rächn...

Hätte jemand, dessen Hände rein sind, ihn töten müssen und mit der Last des Mordes leben?

es wa richtich, des weiß ich. Wies damals och richtich wa...

Ich bin ein Mörder, ich kann damit leben.

Ich bin och eene, und ich muss damit lebn

Die Welt ist grausam, wir können uns ihrer nur anpassen und auf unsere Liebsten acht geben.

und ich hät nen andan Wech findn müssn, damals und heute..

Glaube mir, dafür kannst du nichts.


Jepp schaut auf zu Mala, ihre Augen traurig. Mala kniete sich nieder und nahm ihre Hand.
Du has des Rechte jetan, des weiß ich
Mala seufzte leise und nickte dankbar.

Ich hoffe, dass ich es tat. Doch ich bin jemand, der kein Risiko eingeht.

Er wr wieda jekomm'n und hät wohl wieda Streit jesucht und wenn Laila alleene da jewesn wär, denn..

Jepp erschauderte etwas.

Denk nicht an sowas.

Da iss's bessa, die Schuld licht bei uns

Wie gesagt, und das kannst du jeden hier sagen, jeder kann mich rufen...oder Zuflucht bei uns finden. Nur wenn man gemeinsam auf den anderen Acht gibt, kann man leben.


Jepp schaute ihn ernst an.
Ich weiß nichs von deena Verjangnheit oda sons viel von dir, aba du bis nen juta Mann in meen'n Aujn
Malas Blick schweifte kurz zum Feuer und dann zu ihr zurück.
Danke...vielen dank. Es beweist, dass ich auf den richtigen Wege bin.

Ejal, ob du dich Mörda nenns oda sons was. Ich seh dich, wie'e jetz bis. Und jetz bin ich froh und stolz, dich zu kenn'n

Das ist schön, so etwas zu hören.Worte, die ich lange nicht mehr hörte. Ich denke, in dieser grausamen Welt, muss es einfach jemanden geben, der sich um den Abschaum kümmert...der seine Seele verdirbt, um andere vor soetwas zu bewahren...Andreas... er wollte auch einst jemanden umbringen...ich liess es nicht zu.

er wär daran zerbrochn..
ich jeb nie was auf des, was die Leutz sagn. Ich bild mir meene egene Meinung

Eure eigene Meinung...und das Ihr sie bewahrt...macht Euch aus...es stellt Euren Charakter da, den die Menschen lieben und schätzen.


Mala erhob sich langsam und ging zur Treppe. Ihr solltet auch hoch kommen

Jepp nickte nachdenklich und schaute Mala hinterher, etwas ruhiger wieder.
Danke... ihre Stimme war nur ein Flüstern, das er sicher nicht mehr gehört hatte.

Verfasst: Dienstag 20. Januar 2009, 12:30
von Liliana van Drachenfels
Nachdem sie Siran's Wunden versorgt hatte, wurde es draußen immer laute. Sie ging hinaus und bekam mit wie der Betrunkene versuchte Malachai mit einem Dolch von hinten anzugreifen. Sie wollte ihm noch eine Warnung zu rufen, doch die war nicht nötig. Er stach mit dem Schwert zu, drehte das Schwert im Bauch des Mannes noch ein mal um..
Lili sah sofort, daß sie nichts mehr für ihn tuen konnte. Die Verletzungen waren zu schwer. Zwar versuchte sie aus Gewohnheit die Blutungen zu stillen, es war besser als einfach zu zu zusehen wie er verblutete. Doch sie wußte schon daß ihre Bemühungen umsonst waren.
Malachai warf sie einen eisigen Blick zu, der Mann war in ihren Augen ein Mörder. Sicher konnte er sich auf Notwehr berufen. Doch das war für sie nicht maßgebend. Er hätte den Betrunken sicherlich auch waffenlos und unblutig entwaffnen können und das war es was für sie zählte.
Sie sollte Bajard lieber meiden und nachdem auch Jepp's Verletzung versorgt war, verließ sie rasch die Herberge. Sie wollte nur eines, so schnell wie möglich nach Hause.
Jedoch kam sie nur wenige Schritte weit. Alea stand dort, ein maskierter Mann, ein zweiter maskierter mit Schild und Rapier sowie ein riesiger Angure der sich mit seiner gewaltigen Axt auf den Mann stürzte. Dieser fiel nach ein oder zwei Schlägen zu Boden. Liliana trat auf den Anguren zu und fragte diesen ob sie den Verwundeten behandeln dürfe. Doch dieser verneinte, ritzte dem am Boden liegenden noch ein blutiges Mal auf die Wangen.
Alea rief ihr zu, daß der Verletzte ein Rabendiener sei, der Angure solle ihn ruhig fressen. Sie verstand nicht daß sie helfen mußte
Sie konnte es ihr im Moment auch nicht erklären, wollte sich dann um den Verletzten kümmern, als die Situation eskalierte. Der Angure bestieg sein Pferd, ritt ein paar Schritt, griff nach Alea und hob sie mühelos hoch. Aleea zappelte und schrie um Hilfe. Lili griff zu ihrem Bogen, zielte auf den Angurer. "Lass sie sofort los!" Doch dauerte es noch einen Moment bis dieser sie wieder absetzte und dann davon ritt. Alea war immer noch in Panik, trat nach jedem der ihr zu nahe kam. Traurig schaute Lili zu ihr, sie würde nie verstehen, warum sie so handeln mußte. Da noch andere da waren, die sich sicherlich um Alea kümmern würden, bestieg sie ihr Pferd und ritt heim. Alea würde sie wohl nicht mehr besuchen kommen und das machte sie sehr traurig. Zuhause angekommen ging sie in Haileys Zimmer, kuschelte sich an die schlafende Hailey, wobei ihr die Tränen übers Gesicht rannen und schlief nach einer Weile unruhig ein. Wüste Träume hatte sie in dieser Nacht und so wirkte sie am nächsten Morgen wie gerädert.

Tage an denen man leiber nicht aufstehen sollte

Verfasst: Dienstag 20. Januar 2009, 23:02
von Siran van Zac
Sollte der Tag enden, wie das Elend am Vortag begonnen hatte ?
Langsam kroch er aus einem notdürftigen Nachtlager hervor, welches er sich in einer Ecke der Höhle bei Berchgard aus Fellen errichtet hatte. Sein Kopf dröhnte leicht, denn einer der zahlreichen, um sich verstreuten Krüge Wein, musste wohl schlecht gewesen sein. Sein Magen schmerzte, nicht auf Grund von Hunger, sondern wegen dem unsagbaren bitteren Gefühl, welches ihn keinen Bissen herunterbekommen lies.
Murrend machte er sich schwer beladen mit seiner Beute auf den Weg zurück nach Bajard. Mit wütenden Schwerthieben tötete er noch einige Ausgeburten der Hölle die sich auf ihn stürzten, bis er endlich den Ausgang erreicht hatte.
Dort angekommen, streckte er sich und begann einige Rüstungsteile abzuschnallen. Doch wie sollte es anders kommen, ein Unglück kommt selten allein, zerfielen ihm sein Plattenärmlinge förmlich beim Abschnallen. Sonst sehr zurückhaltend, gab er sich diesmal einer wüsten Fluchtirade hin.
Was half es, es lies sich nicht ändern, dieses edle Meisterstück von Thancred war dahin. So stapfte er missmutig und wie ein Strauchdieb aussehend Richtung Berchgard, als er von einer Frau auf einem Pferd abgelenkt wurde. Sie stand da, ganz allein in der Wildnis und es schien ihm, als würde sie vor Angst nicht wissen, was sie tun sollte. Er hielt an und es ergab sich ein Gespräch, das ihn gelegentlich auflachen lies und zeitweise seine miesen Gefühle vergessen lies.
Ein Wende ?
Sollte sich dieser Tag wirklich zu Besserem wenden ?
Er fand, etwas Ablenkung wäre gut, gerade wenn sie so nett lächelte.
Nach einiger Zeit machte sich wieder dieses miese Gefühl in der Magengegend bemerkbar. So versuchte er das Gespräch so gut es ging zu beenden, um schnell an einen Ort zu kommen, der ihm half sein Kummer zu überwinden, gleichwohl dem Abend zuvor.
Auf dem Weg versuchte er noch beim Handwerkshaus Gerimor vorbeizusehen, doch er klingelte vergeblich. Schnell ging von obigen Drang getrieben zur Postkutsche und schwang sich hinein und ab ging die Fahrt nach Bajard. Dort angekommen ging er schnellen Schrittes in Richtung Dorf und stoppte am Schild zur Herberge, denn in diesem Moment erinnerte er sich noch daran, seine Schulden bei Jepp zu bezahlen.
Er hasste Abhängigkeiten dieser Art und ging schnellen Schrittes zur Herberge.
So wie die Tür auf ging, fiel sie nachdem er hineintrat gleich wieder ins Schloss.
*rums*
Jepp schien ihr Lächeln im Gesicht zu ersterben als sie ihn so sah. Kurz und knapp reichte er ihr den offenen Geldbetrag und verschwand sogleich wieder durch die Tür.
*rums*
Er konnte noch Teo hören der ihm nachrief er solle warten.
So wartete er 2 Schritte vor der Tür bis Teo hinauskam.
Beide waren geraume Zeit in ihr Gespräch vertieft. Während dieser Zeit war ein massig aussehender Mann unbemerkt an ihnen vorbei gekommen und konnte so ungesehen in die Herberge eintreten.
Plötzlich ein lauter Ruf.
Siran !
Ja ?
Komm schnell rein !
Er wartet nicht lange und stürmte förmlich in die Herberge, überblickte kurz die Situation und ermahnte einmal kurz den sich übel aufspielenden Mann. Ihm war es heute keineswegs danach lange zu fackeln und so schnappte er sich den Typ am Kragen und zog ihn wie angewiesen zur Tür. Diese öffnete er kurzerhand mit dem Fuß und zerrte ihn weiter die Treppen herunter vor die Tür.
Genau in diesem Moment, der Zug am Kragen lies wohl wegen den unterschiedlichen Höhen auf der Treppe nach, drehte sich der Typ mit seiner Bierflasche in der Hand und schlug ohne zu zögern direkt auf seinen Schädel.
Er ließ den Mann sofort los, wankte kurz hin und her und fiel dann mit lautem Poltern vorwärts in den Schnee.
Eine Zeit lang umgab ihn Dunkelheit, bis sich die Kälte in seinem Gesicht bemerkbar machte und ihn wieder zurück ins Licht brachte.
Alles darauffolgende ging schnell, den irgendwie lag auch der Kerl im Dreck. Er schnappt sich einen Arm und zerrte ihn durch den Schnee von der Herberge weg. Es war schwer und darum rief er Teo zu sich, damit beide den Typen endlich vom Haus wegschleifen konnten. Irgendwie schaffte der Typ es sein Messer zu ziehen und fuchtelte damit wie wild herum. So ließen sie von ihm ab. Der Typ blieb dann weit genug vom Haus entfernt im Schnee liegen. Schnell zog er seine Schlachtaxt hervor und jede weitere Bewegung der Hand des Typen mit dem Dolch hätte wohl unweigerlich darin geendet, dass diese körperlos im Schnee liegen würde.
Selbst Teo hatte sich seine Axt aus der Kiste geholt und so gab der Typ Fersengeld und verschwand unter wüsten Beschimpfungen gegen die Herberge in Richtung Bajard.
Schweren Schrittes stapfte er in die Herberge, wo es um ihn herum schwarz wurde. Er schient zu fallen, fiel und fiel
Bilder seines Lebens glitten ihm Laufe der kommenden Zeit vor seinen Augen vorbei, die unterbrochen worden von gelegentlich hellen Momenten, in denen er an diesen Abend wohl 3x gelbe Engel sah, bevor er wieder in Dunkelheit versank.

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2009, 22:27
von Malachai Schwarzmourne
[Selber Post wie in folgenden Threat: http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=38361]

Wieder schaute er auf seine Hände. Der Mond schien in dieser Nacht hell... für Malachai abermals in einem blutroten Ton. Er hatte wieder seine Waffe gen eines Mannes gestreckt und ihn hingerichtet. Es war kein Gegner, nein, ein namenloser Trunkenbolt...jemand, der sicher durch Rückschläge im Leben gezeichnet wurde.
Er hätte ihn verschonen können, ja, er hätte ihn der Bajarder Garde überstellen können...doch was dann?
Er wäre wieder gekommen...hätte mehr Ärger gemacht.
Die Wut besiegte abermals die Vernunft, als er Zoljana sah, mit geschwollener Wange...von diesem Mistkerl geschlagen...er wünschte sich so sehr, er würde ihn finden.
Leah würde sicherlich abstreiten, dass dies die Fügung der Götter sein sollte...Malachai war es egal.
Er kam wieder...er machte Ärger vor den Türen des Gasthauses.
Malachai befahl ihm, zu verschwinden und erst, als er seine 4 Schwerter zum Vorschein brachte, schien der Trunkenbolte gehörig zu werden und wandte sich ab, ebenso wie Malachai ihm den Rücken zu drehte.
Er wusste, dass man immer seinem Feinde im Auge behalten sollte, solange, bis jener wirklich weg ist...doch er hörte nicht auf seine eigenen Regeln, nein, innerlich flehte er nach der primitiven Handlungsweise eines Trunkenboltes, einen Manne, der ihm den Rücken zu drehte, zu attackieren.
Und er behielt recht. Er brauchte nicht die Warnrufe der Beteiligten, nein...er wusste, dass er es tun würde...mit gezücktem Messer auf ihn stürzen würde und innerlich tat sich im Genugtuung.
Er wandte sich schnell um und griff nach der Hand mit dem Messer. Er drückte zu, fest, man hörte einige Knochen aneinander Scharben und der Trunkenbolt liess sein Messer auf den Boden fallen.
Malachai schaute ihm tief in die Augen, die Klinge gezückt, leicht in den Bauch des Trunkenbolts drücken. Angst spiegelte sich in jenen wieder, ein leises, kaum hörbares flehen...ja...die Reue eines Mannes, der dem Tode geweiht war und nun erkannte, dass die letzten Sekunden seines Lebens antraten, als er in die Augen Malachais blickte.
Die Zeit schien wie stillgestanden, soviele Gedanken...vorrangig, der Wunsch, das Bedürfniss, jenen vor sich niederzustrecken und ehe er überhaupt eine Entscheidung treffen konnte, hörte man schon das aufspiessen von Fleisch einer Klinge.
Ein Stocken, ein zucken, dann taumelte der Trunkenbolt einige Schritte zurück, auf seinen Mörder blickend.
Er sprach etwas...stammelte Worte vor sich hin, trat nach vorne, ein zweiter Stich, diesmal in sein Herz, dann fiel er rücklings um.
Von der Seite schrie eine Frau, die Heilerin. Sie beugte sich hinab, versuchte die Blutungen des Trunkenbolts zu stillen...vergeblich...dass wusste auch sie. Nicht nur die gezielten Stiche, die definitiv einen langsamen, schmerzhaften Tot bedeuteten, nein, auch das Gift, das sich von der Klinge in den Körper rammten sollten verhinden, dass er überleben würde.
Es war gespaltene Meinung...einige Stimmten dem Handeln zu, andere beschimpften ihn als Mörder, als er ein Tuch hervorholte und seine Klinge reinigte. Doch ihm, Malachai, war es herzlichst egal.
Er tat es einfach...der Mann...ob verdient oder nicht...hatte in Malachais Augen sein Leben verspielt.
Wieder blickte er auf seine Hände, wieder die Frage...ob er so vor einigen Monden auch gehandelt hätte.
Er war ein wandelbarer Charakter...mit vielen Seiten...vielen Gesichtern. Wird er noch Herr über all jene? Oder verliert er sich nun in jene...nun...wo sein Herz began zu brechen.
Er entsorgte die Leiche, indem er Sie ins Meer schmiss...in seinen Innereien Gefüllt mit Steinen, dann ging er zurück...hinab...zu Zoljana. Sie begrüsste sein Handeln, sie war ihm dankbar...sie sprach Worte, die Malachai misste.
Er brauchte keine Bestätigung, noch Mitleid...nein...er bekam das Gefühl, dass er doch etwas gutes tat...ein Gefühl, wofür er ihr dankbar war.
Ja...er war ein Mörder...und ja...er mordet weiter...doch er bleibt dabei: Lieber er, dessen Seele schon verdorben und unrein vom vielen Blute seiner Opfer war, als jemand, dessen Leben unschuldig und friedlich ist...und der sein Leben lang über Sinn und Unsinn seiner Tat nachdenken würde.
So war es besser...vorsicht...ist am Ende immer klüger als nachsicht.