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Ein kleines Geschenk, eine große Wirkung...
Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 02:29
von Malachai Schwarzmourne
Cyrions erscheinen zu so tiefer Stund hätte nicht besser sein können. Schon seit Tagen hatte er sich den Kopf zerbrochen, wie er nach Berchgaard reisen könne, ohne dass Sienara etwas merkt.
Doch dank Cyrion hatte Malachai entlich die passende Ausrede.
Es war dunkelste Nacht, man unterhielt sich, man zeigte ihm das schöne Anwesen und ja, Malachai wusste es, irgendwann wurde Sienara müde.
Malachai...er konnte wach bleiben, unter dem Vorwand, er würde sich mit Cyrion unterhalten wollen...und dann, als Sie schlief, sagte Malachai zu seinem Bruder, er hätte etwas was er ihm zeigen wollte und er solle mit ihm reisen.
Es war schwierig das Handwerkshaus zu Gerimor zu finden, doch nur hier konnte Malachai solch meisterliche Leistung erwarten.
Leistungen, die auch ihren Preis hatten: 12 Kronen...Sienara würde ihn sicherlich den Hintern dafür aufreissen...doch, dass war es ihm wert. Eine solch perfekte Frau hatte auch perfekte Arbeit verdient.
Alles sollte Perfekt sein...ja alles...
schon seit längerem grübelte Malachai darüber nach, wie er ihr es am besten geben könnte. Er wusste, der Zeitpunkt rückte näher...er wollte es so...und er konnte es kaum erwarten, ihr strahlendes Gesicht zu sehen....strahlend...so hoffte er zumindest.
Angst überkam ihn.
Was ist, wenn Sie das Geschenk zurück weißt...ist es doch zu früh, sich soetwas zu geben?
Er war sich sicher...doch war Sie es?
Könne er womöglich doch einen Fehler tun...vielleicht mehr Schaden als Freude anrichten, wie er es gerne hätte?
Es war ein Risikospiel...doch er würde es wagen...irgendwann...wenn die Zeit reif ist.
Er liebte sie so sehr...er musste ihr einfach diese Liebe beweisen...er würde es tun...selbst wenn bei dem bloßen Gedanken seine Hände zittrig wurden.
Doch...sie lebten nun zusammen in einem Haus...sie würde ihn nun nicht abweisen...das Geschenk...ja...vielleicht...aber nicht ihn....
Er schlich zurück in das Haus...die Reise war lang und Sie schlief weiter friedlich. Er versteckte das Geschenk und kuschelte sich dann an Sie heran, küsste ihre zärtlichen Lippen und streichelte ihr sanft über den Kopf.
Bald...bald würde er es wagen...er musste nur an das Glück denken, dass er hatte und welches noch kommen wird.
Verfasst: Mittwoch 17. Dezember 2008, 15:42
von Sienara Schwarzmourne
Fest in eine Decke gewickelt betrachtete sie sicher schon zum hundertsten Mal diesen Morgen den Ring an ihrem Finger. Sie war schon bei den ersten Strahlen der Sonne erwacht und hatte es sich vor dem Kamin im Schlafzimmer gemütlich gemacht. Noch immer viel zu aufgeregt um noch länger schlafen zu können. Verlobt, sie war tatsächlich verlobt. Wenn sie nicht den Ring an diesem Finger sehen würde, sie könnte es nicht glauben. Lächelnd blickte sie rüber zum schlafenden Malachai in ihrem neuen Bett. Er hatte sich soviel Mühe gegeben mit seinem Antrag und das dieser Ring sicher ein Vermögen gekostet hatte, darüber wollte sie lieber gar nicht erst nachdenken.
Es war wirklich alles perfekt gewesen als er sie ins Wohnzimmer rief um ihr etwas zu zeigen. Sie dachte er würde Möbel aufstellen und bunte Kissen im Raum verteilen. Diesem Mann traute sie schon lange so ziemlich jede Verrücktheit zu. Also betrat sie den Raum mit der Erwartung ein völliges Einrichtungschaos vorzutreffen. Sie musste bald einsehen das sie sich gründlich geirrt hatte. Der Raum war leer bis auf vielen Kerzen am Boden. Aufgestellt zu einem großen Herzen. Und mitten drin stand Malachai. Ihr blieb fast die Luft weg als er die Hand nach ihr ausstreckte damit sie zu ihm kam. Sie wusste nicht wer in dem Moment nervöser war, er oder sie. So hatte sie ihn noch nie gesehen. Lächelnd dachte sie an den Moment zurück, die schönen Worte die er für sie fand, das Zittern seiner Hand als er die ihre hielt. Die Unsicherheit in seinem Blick für die sie ihn noch jetzt am liebsten fest in die Arme schließen würde. Ja auch ihren verdutzen Blick als ihre alte Heiratsurkunde von ihm ins Feuer geworfen wurde malte sie sich im Geiste noch einmal aus. Was sagte er auch gleich dazu, es wurde Zeit für neue Erinnerungen? An den genauen Wortlaut konnte sie sich beim besten Willen nicht mehr erinnern zumal er im nächsten Moment vor ihr kniete um ihr ein hübsches kleines Kästchen zu überreichen. Und als er sie dann noch fragte ob sie seine Frau werden möchte da setzte sicher für einige Sekunden ihr Herzschlag aus.
Ja! Natürlich hatte sie ja gesagt. Hatte er wirklich geglaubt sie könnte etwas anderes sagen? Ach was liebte sie ihn für seine Nervosität, seine Unsicherheit, die kleine Angst sie könnte nein sagen. Lachend und weinend war sie ihm um den Hals gefallen, musste sich glücklich an ihm festhalten damit die zittrigen Beine ihr nicht den Dienst verweigerten. Seine Frau, oh sie hatte niemals zu hoffen gewagt diese Frage wirklich von ihm zu hören. Und ganz sicher nicht so schnell. Ihr zitterten noch immer die Hände als er ihr den Ring an den Finger steckte, diesen wunderschönen Ring mit der liebevollen Gravur.
Abermals musste sie sich den Ring an ihrer Hand im Schein des Kaminfeuers betrachten um sich davon zu überzeugen dass sie nicht träumte. Sie konnte es kaum erwarten mit ihm verheiratet zu sein, zusammen mit Marick in diesem neuen schönen Heim eine Familie zu gründen. Endlich all den Schmerz der Vergangenheit vergessen und einfach nur glücklich sein. Er hatte etwas Glück so verdient und so dringend nötig. Sie würde sich alle Mühe geben ihm eine gute Frau zu sein, eine gute Mutter für Marick und vielleicht, eines Tages, würde sie einmal selber Mutter werden.
Nach einem letzten glücklichen Blick auf den Ring erhob sie sich von den Fellen um zurück zum Bett zu gehen. Jeden Tag ein bisschen mehr dachte sie als sie auf den schlafenden Malachai hinab blickte. Ja, es war wirklich wahr, sie liebten ihn von Tag zu Tag mehr auch wenn sie dachte das so was gar nicht mehr möglich wäre. Zärtlich gab sie ihm einen Kuss auf die Stirn um dann ums Bett herum zu gehen und sich zu ihm zu legen. Eng an ihn gekuschelt schloss sie noch einmal die Augen um noch etwas zu schlafen. Sie würde ausgeschlafen sein müssen um sich mit ihrer Schwägerin über die kommende Festlichkeiten beratschlagen zu können. Wobei sie jetzt schon ahnte das die gute Selina die meiste Arbeit alleine tun würde während sie lächelnd wie eine Träumerin vor sich in die Luft gucken würde.
Verfasst: Donnerstag 18. Dezember 2008, 09:43
von Arsen Talmar
Er hatte es wirklich getan, erstaunlich. Nicht das völlig abwegig gewesen wäre dass Malachai meiner Schwester einen Heiratsantrag macht, schließlich hatten beide eh schon mal geheiratet, auch wenn da ziemlich viel Alkohol im Spiel gewesen war und wohl auch der Abtrünnige kräftig mitgeholfen hatte. Nein, eigentlich hatte ich seid die beiden sich kennen lernten damit gerechnet lag doch von Anfang an diese gewisse Spannung in der Luft zwischen den beiden, dieses berühmte Knistern, als wären die beiden von Anfang an füreinander bestimmt gewesen. Vielmehr war es der Zeitpunkt gewesen der mich erstaunte war er doch noch vor einigen Tagen im Zwiespalt gewesen sich zwischen Sienara und Inara entscheiden zu müssen, nun aber schien die Entscheidung gefallen zu sein und sie fiel zu Gunsten meiner Schwester aus, kein Wunder dass sie mit Sonne und Mond gleichzeitig um die Wette zu strahlen schien.
Der Augenblick für seine Entscheidung war nun auch noch wirklich mehr als günstig gewählt, nicht nur das Sienara voller Eifer an der Einrichtung ihres neuen Heims war, wer sich so emsig für ein gemeinsames Zuhause einsetzt der wird wohl kaum einen Antrag annehmen, nein, auch Malachai erwischte auch just jenen Moment an dem Selina nach unserer Versöhnung wie ein Kätzchen schnurrte und nur allzu empfänglich für solche Nachrichten war. Schon am vor seinem Antrag, als er uns unsicher um unsere Meinung ob sie wohl ja sagen würde, da strahlten ihre Augen. Ob sie in diesem Moment wohl an unsere erste Trauung dachte, jenen wundervollen Moment der uns für immer verbundne hatte? Sicher dachte sie daran, ihr langer Blick den sie mir zuwarf sagte alles und auch bei mir tauchten jene Bilder wieder aus dem Herzen empor wo sie für immer fest eingeschlossen waren, jener Moment an dem jenes Band um unsere Handgelenke geflochten wurde welches in uns schon lange Bestand hatte. Würden Sienara und Malachai ebenso glücklich wie mein Stern und ich? Ich wünsche es beiden von ganzem Herzen.
Mit Schmunzeln hatte ich seine Frage beantwortet ob ich als der ältere Bruder etwas dagegen hätte. Ich war versucht zu antworten ich könne mir sicher schlimmere Schwäger denken, aber ich beließ es dann doch bei einem Nein, ich wollte ihn nun nicht auch noch herausfordern, versuchten wir uns ohnehin bei jeder Gelegenheit uns in aller Freundschaft eins auszuwischen. Was sollte ich schon gegen einen Mann wie Malachai einwenden? Die beiden passten zusammen wie Topf und Deckel und was die Liebe zusammengeführt hat soll der Mensch nicht trennen, so sagt man doch. Außerdem hätte ich mir von Selina sicher einiges anhören dürfen hätte ich da Einwände erhoben und da ich die letzte Zeit nur zu oft ihren Unmut abbekommen hatte würde ich mit Sicherheit auch nicht noch bewusst das ganze herausfordern.
Zum Schmunzeln war mir dann aber doch weniger als sie uns ihre Verlobung bekannt gaben wollte Malachai doch das ich die beiden trauen sollte. Ich, ausgerechnet ich! Allein der Gedanke schien mir schon völlig abwegig, hatte ich doch gedacht nur der Schattenlord könne solch eine Trauung vornehmen, aber nun erfuhren wir das auch der Schattenmeister dies durfte. Nur... ich war nicht der Schattenmeister, mein Vater war es gewesen, und so sollte ich mich nun bis zur Hochzeit jenen Prüfungen stellen die mich in sein Erbe führen sollte. Prost Mahlzeit... schöne Bescherung! Jetzt kam das zu Selinas Schwangerschaft nun auch noch dazu... also langweilig dürfte mir die nächsten Wochen und Monate sicher nicht werden. Na hoffentlich setzte Malachai da nicht zuviel Vertrauen in mich.
Nur am Rande bekam ich noch mit das Selina das Drumherum der Hochzeit übernehmen wollte und sich ausbat entweder noch beweglich genug zu sein, wenn die Trauung stattfand, oder doch erst wenn das Kind bereits auf der Welt war. Für mich war in diesem Augenblick sicher das die Hochzeit bald sein würde, bis zur Entbindung würde sicherlich keiner der anderen drei warten wollen, mir wäre der Zeitaufschub schon recht gewesen. Nun gut, zu ändern war’s eh nicht also würde ich mich ins Lernen stürzen. Und die Trauung musste ich ja auch noch vorbereiten und davon hatte ich so richtig gar keine Ahnung, hoffentlich würde ich die richtigen Worte finden. Na mein Stern wird mir da sicher helfen, auch wenn sie grade wieder leise schnurrend an mich gekuschelt schläft. Ja Sternchen, auf uns wird ne Menge Arbeit zu kommen aber einiges davon wird ne menge Spaß machen ... hoffe ich... und vor allem ... hoffentlich war bis dahin Sarah wieder bei uns...
Verfasst: Donnerstag 18. Dezember 2008, 15:40
von Selina Talmar
Der Tag fing so gut an. Sie war wohlig seufzend neben Arsen aufgewacht sie hatten sich scherzhaft unterhalten und zusammen das Geschir abgewaschen. Abends wollten sie zu Sienara und Malachai und das neue Heim bewundern. Selina ging es gut genug, dass sie später sogar reiten wollte und sie plapperte die ganze Zeit, was sie für die bevorstehende Hochzeit vorbereiten wollte. Arsen schaute sie die ganze Zeit grinsend an. Er dachte seit dem Vorabend genau wie sie selbst, an ihre Hochzeit. Ja Malachai hatte sich endlich getraut. Wovor er allerdings vorher Angst hatte, war ihr Schleierhaft und es war auch unwichtig geworden, sie hatte ja gesagt. Und die zweite Hochzeit sollte für die beiden unvergesslich bleiben. Denn die erste zählte nicht. Selina und Arsen lachten herzhaft und neckten sich gegenseitig auf dem Weg zum Hafen. Denn Arsen war nicht einfach Trauzeuge sondern er sollte seine Schwester mit Malachai verbinden. Selina fand dies als Anlass ihn zu necken Grund genug. Doch er neckte sie ebenso. Sie waren guter Stimmung als sie am Hafen ankamen. Selina nur etwas grün vom Ritt, aber es besserte sich langsam wieder.
Doch ihre gute Laune verging schlagartig, als sie vom Schiff klettern wollte. Es versperrte doch tatsächlich irgendein Idiot den Steg. Selina grummelte leise, doch der Kerl bewegte sich nicht und ihr wurde kalt. Also fauchte sie ihn an. Endlich er machte platz und sie stapften weiter zu Malachai und Sienara. Doch an diesem Abend sollte sie ihre gute Laue nicht wieder finden.
Zu erst der Vorfall in Bajard, dann das leichte ziehen im Unterleib und dann bekam sie auch noch eine Tür vor die Nase. Malachai hatte sie etwas zu schwungvoll umgeklappt um ihnen den Weg freizumachen in die Küche. Sie rieb sich brummend die Nase. Doch sie wollte sich zusammen reißen, der Anlass war zu freudig, als ihn mit schlechter Laune zu verderben. Das Haus war schon hübsch eingerichtet doch es fehlte noch etwas Gemütlichkeit und Farbe.
Sie saßen dann gemütlich im Wohnzimmer und sprachen über die Hochzeit. Sicher es war seine Hochzeit, aber warum ausgerechnet Khazkal und Armoran? Das musste doch nicht sein. Selinas Laune verschlechterte sich zusehends. Doch sie beließen es dabei, dass beide im Zweifelsfall rausgeworfen wurden. Sie würde sich sogar zusammenreißen, naja so gut es ging zumindest. Sie konnte das schwer kontrollieren zur Zeit. Und dann kam es, was Malachai ihren Unmut zu spüren bekam und diesmal nicht Arsen. Er wollte das Arsen Geheimnisse vor ihr hatte, sie durfte bei manchen Unterrichten zum Schattenmeister anwesend sein aber nicht bei allen. Was fiel ihm eigentlich ein?
Sie hatten noch nie Geheimnisse voreinander gehabt und nun das. Das war doch nicht sein ernst. Selina wäre ihm fast an die Gurgel gegangen, hätte Arsen sie nicht sanft auf seinem Schoß festgehalten. Nein sie hatte wirklich keine gute Laune mehr. Und er war schuld. Hätte er das Arsen nicht unter vier Augen sagen können, oder am besten gar nicht? Doch er blieb stur und beharrte auf diesen Punkt. Sie ballte die Fäuste und merkte, wie ihr Blut zu kochen begann. Wusste er eigentlich was er da verlangte?
Ob nun als Freund oder Lord, es war nicht zumutbar. Was er Sienara verbot, war seine Sache, aber das war doch lächerlich. Sie erfuhr es doch eh, zumindest ging sie davon aus. Arsen hatte irh noch nie etwas verschwiegen und sie hoffte er fing nun nicht damit an, denn dann konnte er sich warm anziehen.
Schließlich gingen sie. Selina war zu verärgert um sich vernünftig zu verabschieden. Sicher vielleicht hätte sie unter anderen Umständen anders reagiert, aber so war es eine Zumutung von Malachai gewesen und er würde es noch zu spüren bekommen. Immerhin sie organisierte die Hochzeit.