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Alles Lügen?

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2008, 21:47
von Sarah Schwarzmourne
Was war das nur für ein Tag? *fest drückt sie sich in die Baumkrone des Apfelbaumes und schlägt den Mantel fest zu* Es ist viel zu kalt geworden, es wird wirklich Zeit dass Sie rasch eine Höhle findet und ihr eigenes Rudel gründet. Eigentlich hat der Tag recht gut angefangen, oder war es die Nacht? Wer weiß das schon noch und wen interessiert das im Moment überhaupt? Na ja erst war sie ein wenig jagen, aber die Zeit durfte wohl doch die falsche gewesen sein, und nachdem sie ein paar Federn aufsammelte die stark genug für ihre Pfeile waren lief sie rasch heim um sich etwas aufzuwärmen. Heim? Ja zu dem Zeitpunkt dachte Sie noch dass Sie ein Teil des Rudels war und fühlte sich auch recht wohl.
Kaum hatte sie die Türe hinter sich wieder verschlossen sah sie auch schon Seli die Treppe hochkommen und rasch war beschlossen dass Sarah heute baden müsste. Ja eigentlich war es wirklich zeit und Sarah vertraute Selina, sie würde sie nicht untertauchen oder hineinstoßen und nachdem der Besuch oben noch schlief und Arsen auch nicht zu sehen war folgte Sarah ihr rasch ins warme Nass. Und dann machte Sarah einen großen Fehler, sie vertraute Seli und drehte ihr den Rücken zu als erst Arsen und dann auch noch Mala in den Keller polterten, und um zu sehen wie nah sie waren musste sie ihr den Rücken zukehren um am kleinen Mauerchen vorbeilinsen zu können. Dies nutzte Selina schamlos aus und zog ihr einen Fuß weg sodass Sarah nach einem kurzen quietschen, der sicher alle weckte die noch schliefen, komplett unter Wasser. Prustend und noch lauter quietschend kam sie wieder hoch und wollte sofort raus, doch Selina schaffte es sie festzuhalten und sofort abzulenken sodass sie doch noch nach einiger zeit sauber wurde.

Alleine bei dem Gedanken an das Bad schuettelt Sie sich kräftig im Baum und hängt weiter den Erinnerungen nach. Ja im Bad erfuhr Sie was das seltsame Gefühl bei Selina war und dass sie doch recht behalten sollte, ein Baby war unterwegs, Selina erklärte ihr zwar dass es noch eine weile dauert bis sie es holen konnte aber Sarah war da schon wieder etwas weiter mit ihren Gedanken die sie später nochmals einholen und bewahrheitet werden sollten.
Nach dem Bad sollte sie auch noch ein Kleid anziehen, na ja Sarah hatte ja zwei oder drei mittlerweile und Kleid bedeutete immer einen schoenen Ausflug, der letzte zum Markt wo es an jeder Ecke nach anderen Köstlichkeiten duftete, auch wenn die vielen Menschen ihr gar nicht zusagten so war es doch ein schoener Ausflug, Sarah liebte Ausflüge mit Selina und Arsen und so war sie kurze Zeit später in ihrem schoensten Kleid und geflochtenem Zopf kaum wieder zu erkennen.

Der Ausflug kam zwar nicht wirklich, aber in der Akademie waren im Garten ein paar Stühle aufgestellt und ein großer mächtiger Tisch, viele Kerzen und Blumen und Malachai stand schon hinter dem Tisch, Sarah setzte sich wie es Selina ihr sag auf einen der Stühle und versuchte rauszufinden was da vor sich ging. So ganz gelang ihr das zwar nicht aber es dauerte zum Glück nicht soo lange bis alle wieder aufstanden und hineingingen, es war wirklich jedem kalt auch wenn Sarah ihre Füße immer wieder auf den Stuhl drueckte, sie fror fürchterlich und es wurde wirklich zeit endlich Schuhe zu tragen. Eine weile saßen sie alle bei Tisch und es wurde viel gesprochen, Sarah hoerte aufmerksam dem einen oder anderen Gespräch zu und fing dann irgendwann nachdem Selina rauslief, ja ihr war wirklich nicht gut das bekam Sarah gleich mit, ihren Gedanken wieder nachzuhängen. Sie blickte von einem zum anderen, alle unterhielten sich und schienen sie gar nicht wahrzunehmen, selbst als der neue Herr begann etwas zu sagen und sie Arsen darauf hin anstubste drehte er sich nur kurz zu Sarah und war schon wieder im Gespräch mit Severine und Thoran. Sie konnte auf ihrem Stuhl nur die hälfte der Leute sehen vor allem Seli und Arsen die ja neben ihr saßen und so hockte sie sich kurzerhand auf die Treppe wo sie den ganzen Raum schoen im Überblick hatte.

Ja sie konnte Sie alle beobachten und da war wieder der Gedanke der ihr im Bad schon kurz aufkeimte. Das Baby wird ihren Platz einnehmen, sie musste sicher gehen, aber wohin nur? Ja sie hatte sich an das warme Haus gewöhnt, die Felle vor dem Kamin gaben einen bequemen Schlafplatz und Milch und Fisch war immer genug für Sie da, auch wenn sie einmal nicht jagen gehen wollte hatte Sie nie hungern müssen. Aber jetzt? Sie blickte auf ihren Milchkrug der bei Cyrion stand und der nun Marrick gehoerte. Ja auch hier in der Akademie war schon ein Junges und auch er brauchte seinen Platz. Sie musste sich rasch etwas einfallen lassen, irgendwo auf dieser Insel musste doch noch eine Höhle frei sein? Und dann? Ja dann musste ein starkes Männchen her. Schmunzelnd fiel ihr Blick wieder auf Thoran, ja er hatte etwas dass sie schon beim ersten Treffen mit ihm anzog, er war stark und gesund und sie mochte ihn wirklich sehr.

Kaum war der Gedanke zu Ende kam auch schon Selina zu Ihr und blickte sie mit sorgenvollem Blick an, sie dachte wohl Sarah sei krank und fragte sie ob es ihr gut ging. Sarah blickte sie eine weile an ehe sie fragte wo das Baby denn dann schlafen wird? Es ging wohl recht rasch ehe Selina mitbekam was Sarah durch den Kopf ging und rasch versuchte Sie Sarah zu beruhigen, auch Arsen kam dazu und erklärte ihr dass sie zur Familie gehoert, zu seinem Rudel und sie sich keine Sorgen machen brauchte deshalb. Sie beobachtete die beiden noch eine Weile und für kurze Zeit schien sie wirklich nicht mehr dran zu denken vor allem als sie mitbekam dass Severine wohl vorhatte Thoran mit Gift zu beglücken. Severine lies sie seitdem nicht mehr aus den Augen und ihre Gedanken gaben für einige Zeit frieden. Irgendwann ging das Gespräch am Tisch in eine Richtung die Sarah nicht mehr richtig mitbekam, Malachai brachte seinen Sohn zu Bett und Cyrion erzählte ueber Leute deren Namen sie noch nie hoerte, um was es wirklich ging bekam sie nicht mehr mit und da war dann wieder diese Unruhe. Immer länger blieb ihr Blick am Fenster haften und unruhig rutschte sie in ihrem Kleid auf den Stufen hin und her.

Selina hatte Sarah wohl doch im Auge denn schon bald kam ein :“Sarah, geh jagen“ aber Sarah wusste genau dass sie mit dem Kleid nicht rauskonnte, die Rehe würden sie schon von weitem wahrnehmen, damit konnte man weder klettern noch schleichen, na ja zweiteres wohl schon, vor allem ohne Schuhwerk, aber alleine diese gelbe Farbe, so finster konnte es gar nicht sein dass dieses Kleid nicht schon von weitem zu sehen war und so schuettelte sie resignierend den Kopf und blickte wieder durch die Runde. Wo auch immer Selina diese Rüste her hatte, plötzlich warf sie ihr diese zu und so rasch wie sie geflogen kam war Sarah auch schon dabei diese gegen das kleid auszutauschen, auf den Stufen wo sie gerade hockte.
Und schon kurze Zeit später huschte Sarah zur Türe hinaus und in den nächsten Wald wo die Rehe geradezu auf sie zu warten schienen und so dauerte es auch nicht lange bis sie einen Hirsch legte und auseinander nahm. Ein prächtiges Tier und Sarah hatte mühe das Leder abzuziehen und das Fleisch zu teilen dass sie zumindest die schoenen Stücke mitnehmen konnte. Es hat wohl doch eine Weile gedauert und zufrieden ging sie wieder zurueck in den Festsaal wo sie das Fleisch und das Leder ablegte und sich danach wieder zufrieden auf die Stufen zurueckzog.

Sie lauschte wieder den Gesprächen und beobachtet nun doch etwas besser gelaunt die doch etwas geschrumpfte Gruppe. Bis das Gespräch von Sienara auf das fehlende Gold für ein Haus kam. Sofort wurde Sie hellhörig und bevor sie noch richtig nachfragen konnte ob das was Selina als Schatz bezeichnete auch wirklich das Gold war das Siena fehlte und ob man damit ein zu Hause holen konnte, schickte Selina sie los ihr Gold zu holen für Sienara, rasch trieb sie ihr treues Pferd zum Haus, den Beutel mit all ihrem Schatz geholt und wieder zurueck wo sie Siena das Gold in die Hand drückte und wie Seli und Arsen es erwarteten sagte sie Ihr dass sie auf Lameriast bauen müssten. Sarah war glücklich, sie wusste jetzt wo sie eine Höhle oder ein zu Hause fand, sie musste nur genug von diesem Gold bekommen, aber auch da machte sie sich keine Sorgen, denn Thoran sagte ihr zu beginn des Festes dass er bald wieder mit ihr Jagen ging und diesmal würde sie das Gold auch annehmen und nicht Selina bringen. Ja es schien alles perfekt, es dauerte ja noch etwas bis das Baby geholt wurde und bis dahin wird sie es schon irgendwie schaffen, dachte sie zumindest und als sie wieder auf ihrem Stuhl neben Arsen sass kam auch noch Thoran zu ihr und forderte sie mit einer Schelle am Rücken die er ihr nach einiger Zeit auch schenkte.

Ein lächeln huschte ueber ihr Gesicht und sie kramt rasch in der Tasche die Schelle vorholend und genauer betrachtend. Eigentlich brauchte sie so ein Ding doch gar nicht? Sie dreht sie hin und her und versucht herauszufinden was man damit ausser Lärm eigentlich machen koennte. Ob er wirklich der richtige ist? Soweit Sarah wusste hatte er noch kein Rudel und scheinbar mochte er sie auch, aber auch der Gedanke wurde unterbrochen als Sie Selina am Fenster sah, rasch blickte sie sich um, der Baum trug schon lange keine Blätter mehr und so blieb Sarah nichts anderes als rasch runterzusprinten und hinters Haus zu laufen wo sie sie nicht sehen konnte. Ja sie wollte nicht dass Selina wusste dass sie ganz in der Nähe war und sie war sich sicher dass Sie nicht mehr allzu oft hier sein wird, aber noch wusste sie nicht wirklich wohin, und am Feuer war es immer noch wärmer als im Wald.

Ja sie unterhielt sich mehr oder weniger mit Thoran und freute sich ueber seine Gesellschaft als Arsen und Selina aufstanden und gingen, erst als sie die Türe hoerte blickte sie erschrocken zu jener und da kam auch schon Malachais frage:“ Soll Sarah heute hier bleiben?“ Sarah kann sich nicht mal mehr dran erinnern wer sie fragte ob sie noch bei Thoran bleiben wolle oder lieber mit nach Hause, denn sie sind einfach gegangen, ohne Sie, sie hatten sie vergessen, oder war es Absicht? Alles Lügen, sie gehoerte nicht zur Famile, nicht zu Arsens Rudel, alles nur große Lügen und so kam lediglich ein leises Saa jagen bevor sie rausrannte und in die Wälder lief. Sie mag es nicht zu sagen wie lange sie gelaufen ist, bis zum Strand runter ist sie gelaufen und bei der Statue vorbei, einfach gelaufen ist bis sie voellig ausser Atem war und mit mitten im Wald auf ihre Knie sackte. Was tat sie da eigentlich? Wo sollte sie nun hin? Wieder kamen all diese fragen die sie sich heute schon einmal gestellt hatte, aber da dachte sie noch sie hätte Zeit.

Vorsichtig blickt sie wieder durchs Fenster und Selina schien es auch nicht viel besser zu gehen wie ihr, ständig lässt sie etwas fallen und scheint zwischen weinen und lachen zu hadern. Sarah schuettelt sich und zieht den Mantel wieder fester zu, ja Selina legte Feuerholz nach, drin ist es sicher bald wieder mollig warm und sie stand hier, versteckt Selina beobachtend, sie weiss nicht mal mehr wie sie zum Haus zurueckgekommen ist, erst an der Tüere machte sie halt und versuchte es sich im Apfelbaum bequem zu machen. Wie sollte es nur weitergehen? Sarah wusste es nicht und nachdem Selina weinend zusammenbrach und von Arsen nach einer weile wieder runtergeleitet wurde machte auch Sarah sich wieder am Weg, sie musste zumindest etwas finden das ihr Schutz vor dem Wind und dem Schneeregen bot für die nächste Zeit, bis sie ein neues Rudel gefunden hat.

Verfasst: Mittwoch 10. Dezember 2008, 10:59
von Arsen Talmar
Was war das nur für ein Tag gewesen! Wieso konnten wir nicht einfach nur einmal uns freuen, träumen und glücklich sein? Ich weiß es nicht, vielleicht hat Malachai mit seinem Gerede über diesen Fluch der auf den Schatten liegt wirklich recht, vielleicht kehrte sich bei uns alles Glück wieder ins Gegenteil … es musste ja alles im Gleichgewicht sein. Gleichgewicht … welch bitteren Beigeschmack dieses Wort haben kann wenn es eine Familie zerstört … zumindest sah es für uns grade so aus als wäre das passiert. Sarah war weg ... geflohen vor uns weil sie denkt sie hat keinen Platz mehr bei uns … jetzt da es immer sicherer erscheint das Selina ein Kind erwartet würde wir ja für sie keinen Platz haben, sie vergessen … und hatte sie so unrecht? Hatten wir sie nicht wirklich an jenem Abend vergessen der eigentlich so wunderschön gewesen war durch die nochmalige Trauung im Kreis der Akademiefamilie? Ich mache mir seitdem die größten Vorwürfe so was hätte uns nicht passieren dürfen … sicher man mag viele Erklärungen und Entschuldigungen finden so man suchen sollte und man bekäme von anderen sicher Trost und schöne Worte … doch die Tatsache bleibt dass wir erst ohne sie das Haus verließen, erst merkten dass sie nicht bei uns ist als Malachai uns darauf ansprach, auch wenn Selina sofort zurückging das eine Wort bleibt in unseren Köpfen … VERGESSEN!

Schon seit Tagen war zu spüren gewesen wie unsicher Sarah war, wie sie uns misstrauisch und auch traurig immer wieder ansah. Sie hatte es gespürt, natürlich hatte sie es gespürt schließlich hatte sie das gleich Blut in sich wie wir und genau das hatten wir vergessen, wir hätten viel früher mit ihr reden sollen vielleicht wäre es dann anders gekommen. Dann hätten wir vielleicht auch in einem ganz anderen Bewusstsein gehandelt, sie nicht vergessen und sie wäre auch jetzt bei uns und würde sich mit und freuen, aber so war sie weg, verschwunden. Wenn ... aber … vielleicht … verdammt noch mal was mache ich hier eigentlich! Jetzt ist es nicht mit Selbstvorwürfen und Selbstmitleid getan! Sarah ist irgendwo da draußen in der Kälte, irrt umher weil sie sicher denkt wir wollen sie nicht mehr, weil sie sich sicher ist sie hätte ihr Rudel verloren … was sie natürlich nicht hat. Sie gehört zu uns, sie gehört schon längst zu unserer Familie, zu Selina und mir und das müssen wir nun beweißen. Da reichen keine sorgenvollen Blicke aus dem Fenster, kein banges Hoffen auf ihre Rückkehr, nein sie wird nicht von alleine zurückkommen, zu groß ist ihre Angst, ihre Enttäuschung, jetzt müssen wir zeigen wie viel uns an ihr liegt, ich muss zeigen dass die ein Teil von uns ist. Selina schläft das erste Mal seid Tagen wieder fest, ich hatte ihr auf ihren eigenen Wunsch hin etwas gegeben das ihr gegen die Übelkeit und die Schlaflosigkeit half, aber ich wusste das dies nicht der einzige Grund war warum sie tief schlafen wollte. Ich hatte auch in ihren Augen die Sorge um Sarah gesehen und jene stumme Bitte ich solle sie suchen und zurückbringen, zurück nach Hause. Sie konnte es im Augenblick in ihrem Zustand nicht und so wollte sie mir keine Last sein, wollte schlafen damit ich mir keine Sorgen auch um sie machen muss wenn ich da draußen durch die Dunkelheit streife.

Ich streife die Robe über, werfe den Umhang um mich und ziehe die Kapuze tief ins Gesicht. Ich trete leise aus dem Haus und atme tief die kalte Nachtluft ein. Unbewusst führen mich meine Schritte zu jenem Baum auf dem wir sie damals fanden und mit Wehmut streiche ich über den Stamm. Aber halt, was war das! Ein Stückchen Stoff, Stoff von ihrem Umhang den sie trägt, sie war hier gewesen! Hatte sie uns beobachtet und Abschied genommen? Nein! Kein Abschied darf es werden! Wir haben einen Fehler gemacht, das ist wahr, aber wir werden sie nicht einfach so ziehen lassen und schon gar nicht vergessen! Sarah gehört zu uns und wird immer zu uns gehören! Es wird eine ungemütliche Nacht werden, vielleicht werden es auch Nächte die ich keinen Schlaf finden werde, aber das ist gleich. Ich werde sie suchen und ich werde sie auch finden das habe ich mir und Selina geschworen und dann werde ich sie zurückbringen, dorthin wo immer ihr Platz sein wird, zu uns, zu dem noch ungeborenen kleinen Schatten … nach Hause!

Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 15:14
von Malachai Schwarzmourne
Lange saß Malachai auf dem Baume, die Kaputze tief in sein Gesicht gezogen, den Umhang um sich geschlungen. Sein Blick ruhte auf der Bank, in einer Hand hielt er einen Brief von Sienara.
Ab und an wich sein Blick und er schaute über das Dorf Neuhaven, vielleicht würde er Merrik erspähen...dann würde er ihn entweder zur rede stellen oder einfach nur bewusstlosschlagen und irgendwo einsperren.
Es regte sich etwas an der Bank, Malachai hielt den Atem an...doch nichts...nur ein Schmied, der einige Waffen hinein brachte.
Sie schien nun zu schlafen, zumindest ist sie seither nicht mehr hinaus gekommen....Sarah...
Sie verstand so wenig, wusste aber dann doch wieder soviel.
Er hatte ihr ein Zimmer bei der Bank gemietet, er hatte dem Bankier extra viel Gold gegeben, damit er auch auf Sie aufpassen würde, ihr Essen vor die Tür stellte und vorallem, dass er Malachai kund geben würde, wenn etwas nicht stimmen würde.
Er lehnte sich langsam auf den Ast zurück an den Stamm lehnend, es war schon sehr lange her, dass er auf einer Esche die Nacht verbrachte. Das letzte mal ist er runtergefallen und war nicht bei Sinnen, also könne man das wohl nicht zählen.
Er schmunzelte leicht, dachte über das Geschehene nach, wie er Sarah vor fand, halb erfroren im Hause der Akademie.
Er machte ihr einen Tee und schürrte das Feuer. Gab ihr seinen Umhang, damit Sie sich wärmen konnte.
Sie sprachen, sofern man das sprechen nennen konnte, über die Situation.
Malachai versuchte ihr klar zu machen, dass ihr Zuhause, ihr Rudel bei Selina und Arsen wäre und das Sie doch eine große Schwester für das Baby sei und auf Selina und das Baby aufpassen müsse.
Doch Sarah schien in diesem Falle sturr zu sein.
Die Kerzen erloschen langsam in der Bank und die Kälte machte sich nun mehr spürrbar für Malachai.
Doch er würde seine Augen auf Sie legen, dass hatte er Selina und Arsen versprochen.
Vielleicht, so hoffte er, würde Sarah nun im warmen liegen und über die Worte nachdenken, die er ihr sagte...über ihr Rudel, darüber, dass Selina und Arsen ganz traurig wären und Angst hätten um Sarah, dass das Baby nichts schlechtes sei.
Ja, vielleicht...und hoffentlich kommt sie schnell zu diesem Entschluß, dass Zuhause doch am schönsten ist, nämlich da, wo man willkommen ist...denn es ist fraglich, wielange Sienara Malachai erlauben würde, nachts auf einen Baum zu campieren.
Sein Blick ging gen Himmel, so fern man es also Nachts nennen kann. Die Zeit hat er schon lange verloren, nur müheseelig konnte er erahnen, welch Stund es war.
Dennoch...er würde warten...und Sarah beistehen...und wenn Sie partout nicht zurück will, dann würde er ihr helfen, ein neues Zuhause zu finden.
So heiss es also, ruhe bewahren und warten...einfach nur warten...und Sie ihre Wege gehen lassen. Er würde wie ein Schatten an ihr kleben, würde Sie jagen gehen, würde er Ihr lautlos folgen, in der Dunkelheit, auf Abstand, nur um das wache Auge über Sie nicht zu verlieren.

Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 22:11
von Sarah Schwarzmourne
Lange streifte sie durch die Wälder, die Kälte und der immer öfter fallende Schneeregen setzten ihr immer mehr zu, es schien so viel kälter zu sein als es früher war, da war sie doch auch unterwegs, ohne Mantel und nicht so warmen Sachen wie sie sie heute hatte. Gebannt blickte sie sich überall um, jeder Bau wurde untersucht ob er groß genug für sie wäre aber egal wo sie auch suchte es schien wie verhext, nichts passendes zu finden wo sie sich auch nur ein bisschen ausruhen konnte. Ihre Füße brannten, mittlerweile spiegelten sie von Blau bis Violett alle Farben die sogar durch den Schmutz noch erkennbar waren. Und dann, eine kleine Wolfsgruppe, das war ihre Gelegenheit, irgendwo mussten die Ihren Bau haben und den musste Sie finden.
Vorsichtig pirschte sie hinter der Gruppe her, geschickt in den Schatten der Bäumen versteckt bleibend gelang es ihr doch eine ganze Weile unbemerkt in Ihrer nähe zu sein, doch sie stand recht oft still und die Kälte kroch dabei immer weiter in die feuchten Kleider an ihrem Leib. Gerade als sie wieder einige Schritte zum nächsten Baum machen wollte war da ein klapperndes Geräusch, beinahe als ob ein Skelett in ihrer nähe war, hastig blickte sie sich um, aber außer ihr und den nun auch wachsamen Wölfen konnte sie nichts entdecken. Sie versuchte so still wie möglich stehen zu bleiben, zum glück kam der wind aus der anderen Richtung und die Wölfe nahmen sie nicht wahr, zumindest für einen kurzen Moment, denn gerade als sie dachte sie gehen wieder weiter war da wieder dieses Geräusch und erschrocken hielt sie sich den Mund zu, denn diesmal wusste sie wo es her kam, ihre Zähne klapperten. Leider bekam es diesmal nicht nur Sie mit, denn die Wölfe liefen was das Zeug hielt und Sarah schaffte es nicht allzu lange Ihnen zu folgen.
Resignierend blickt sie sich um, weit und breit nichts wo man etwas ausruhen konnte und sie ging einfach drauf los, so viele Gedanken schwirrten durch ihren Kopf, sie konnte sie nicht ordnen und wusste auch nicht wohin sie grade ging, erst als sie schon fast über der kleinen Brücke war blickte sie wieder auf. Wieso ging sie wieder zurueck? Sofort war sie wieder wachsam und blickte sich rasch um, zum Glück schien niemand in der Nähe aber gleich umdrehen wollte sie auch nicht. Leise und nun doch recht rasch schlich sie zum Haus, sie musste nicht einmal durch eines der kleinen Fenster sehen, sie spürte dass die beiden daheim waren. Sollte sie einen Blick riskieren? Sie lauschte an der Wand ob sie was hören konnte, aber es schien recht still zu sein und vorsichtig streckte sie sich hoch zu einem der Fenster. Da waren sie alle beide, Arsen stand am Kamin und machte scheinbar Tee, und Selina, sie sass auf den Fällen davor und beobachtet ihn. Wie gerne wäre sie jetzt bei Ihnen am warmen Kamin mit einer Tasse des guten Tees. Der Blick war ihr aber nur sehr kurz gegönnt, denn als ob Sie es ahnten blickten die beiden immer wieder zu Fenstern, ob sie Besuch erwarteten? Vielleicht wollten Mala und Siena ja wieder kommen? Was es auch immer war Sarah konnte nicht länger stehen bleiben, aber der Drang nach ein wenig wärme und vielleicht sogar nach einer Tasse Tee wurde immer stärker und wenn schon alle hier waren, konnten sie nicht an der Akademie sein und so machte sie sich doch recht rasch am Weg dahin, schön versteckt durch die Wälder sah sie schon recht bald den Schein des Kaminfeuers durch die großen Akademiefenster.
Vorsichtig und leise pirschte Sie sich an die Fenster und blickte sich erstmal um, es schien wirklich niemand da zu sein und Sarah hielt es nicht mehr länger aus, nur ein bisschen wärmen und einen Tee trinken, dann war sie auch gleich wieder weg, zumindest war dies ihr Plan. Rasch lief sie hinein, zuerst zum Kamin, oh war das angenehm, und dann fiel ihr blick auf das kleine Regal, da waren sicher irgendwo einige Kräuter für einen Tee, rasch lief sie dahin und hastig durchsuchte sie die Laden nach den Kräutern. Fleisch, Obst, Gewürze, alles Mögliche fand sich in den Laden wo war denn nur….
Erschrocken dreht sie sich zur Türe als diese Aufging und noch bevor sie davoneilen konnte war sie wieder verschlossen und Malachai stand vor dieser. Ungläubig blickte er sie an und kam dann einige Schritte näher. Rasch wich Sarah zurück und blickte sich um, zur Türe konnte Sie nicht, da war Malachai noch zu nahe dran, die Stufen vielleicht? Sie blickte kurz hoch, als ob sie durch die Decke sehen könnte ob oben noch wer war, aber außer Marrick nahm sie nichts wahr. Noch bevor sie den Gedanken weiterspinnen konnte ging Mala zu dem Regal, kramte kurz drin herum und hielt ihr etwas Fleisch hin. Wieder einen Schritt zurückweichend schüttelte sie nur den Kopf. Eigentlich war Fleisch gar keine so schlechte Idee, sie wusste gar nicht mehr wann sie zuletzt etwas aß, aber nein an Essen wollte und konnte sie grad nicht denken. Was hatte er nur vor? Sie musste hier raus, sicher sind Arsen und Selina auch schon am Weg, wie konnte sie nur hier her kommen? Ihr Körper zitterte noch immer vor Kälte und sie drückt sich unwillkürlich etwas an die Kaminwand, diesmal hält er ihr einen Umhang hin, während er immer wieder ruhig auf sie einredet: Selina und Arsen machen sich große Sorgen, sie suchen Sarah, Sarah muss zurück zu Selina und auf das Baby aufpassen wie sie auf Marrick aufgepasst hat. Immer wieder drangen die Worte zu Ihr, es sei Ihr Rudel, ihr zu Hause, aber Sarah konnte es einfach nicht glauben, es geschah gerade das gleiche wie bei Marrrouu, ihre Jungen kamen, zwei Stück an der Zahl und das Rudel wurde zu groß, oder lag es an Ihr, war sie zu alt geworden? Was auch immer es war weshalb sie sie plötzlich Wegbiss, es geschah das gleiche genau wieder. Einfach vergessen, wie konnten Sie das wenn sie nicht wollten dass sie geht? Wieder überkommt sie ein Frostschauer und ruhig redet Malachai die ganze Zeit weiter, ihr genug Abstand lassend dass sie nicht panisch wieder davonläuft. Teee? Diese Frage kam gleich nachdem er ihr versprochen hatte Arsen nicht zu sagen dass sie hier ist und Malachai ging zum nördlichen Regal und holte einige Kräuter. Rasch war der Tee fertig und nachdem er sich auch eine Tasse nahm trank auch Sarah endlich ihren Tee, er war heiß und gut, auch wenn er nicht halb so gut war wie Selinas, aber in dem Moment wohl der beste Tee der Welt.
Für kurze Zeit hat sie sich vor den Kamin gehockt und Malachai hat immer weiter geredet, ruhig und leise bis sie durch ein aufheulen wieder hochschreckte. Sie weiß nicht mal weshalb sie so lange blieb, aber irgendwie spürte sie keine Gefahr im Moment und die Wärme vor dem Kamin war angenehmer wie der kalte Schneeregen draußen. Malachai blickte sich auch um, auch er hat es gehört und fordernd bat er Sarah im Haus zu bleiben während er nachsah was draußen los war bei den Schafen.
Draußen war Merrik, Sarah beobachtete die beiden eine ganze Weile bis sie ein Ihr schon bekanntes Wort aufschnappte, alle Lügen. Ja Arsen hat ihr noch erklärt was das Wort bedeutet und nun musste auch Sarah erkennen dass alle Lügen. Der warme Tee und der Kamin taten das Ihre und Sarah verspürte eine Müdigkeit die sie die letzten Tage immer wieder verdrängt hat, ein paar Stunden in den Bäumen, mehr ein dösen bevor sie ihre Suche fortführte, aber nun konnte Sie sich kaum noch auf den Beinen halten, die wohl durch die Wärme hier drin auch zu arbeiten beginnen und fürchterlich schmerzten, aber sie würde später etwas drauftun, das verging schon wieder aber jetzt musste sie erstmal hier weg und einen Platz zum schlafen suchen. Der Umhang, so warm er auch ist er gehoert Mala und so nimmt sie ihn vorsichtig ab und legt ihn über den nächsten Stuhl und noch bevor sie die Türe erreicht hat kommt Malachai auch schon wieder rein und bleibt genau in der Türe stehen.
Nein diesmal wollte Sie sich nicht zurueckdrängen lassen und so sagte sie ihm auch dass sie wegmüsse, sie musste schlafen, daran gab es keinen Zweifel, aber Malachai dachte gar nicht daran sie so einfach gehen zu lassen und so schaffte er es doch nachdem sie partout nicht zu Selina und Arsen wollte, nach einigen Überredungskünsten und erneuten Versprechen keinem zu sagen wo sie war, dass sie in einer Höhle schlafen wollte die er kannte. Na ja die Höhle war ein Zimmer im Bankgebäude, aber Sarah war froh dass sie vor dem Wetter geschützt etwas zu Kräften kommen konnte und endlich ein wenig zu schlafen. Rasch rieb sie noch ein paar Kräuter zu einer Art Paste die sie sich auf die Füße packte und sich auf einem alten Stück Fell zusammenrollte und einschlief.
Wie lange Sie wirklich schlief mochte wohl keiner so genau wissen, aber der alte Mann war schon wieder fleissig bei der Arbeit als Sarah vorsichtig hinunterlinste. Sie stand vor der Türe und da war es wieder, dieses Gefühl, das leichte Ziehen am Bauch, ja er war draußen, sie spürte es deutlich und seine Wunde ist immer noch nicht verheilt. Wie war das noch? Ja er wollte sie am nächsten Tag besuchen kommen, war es schon wieder Tag? So lange kann sie doch auch nicht geschlafen haben, sie war immer noch müde, aber sie musste hier raus, zu viele Menschen kamen hier immer wieder vorbei um etwas in ihren Schliessfächern zu verstauen oder abzuholen.
Eine ganze Weile stand sie wohl vor der Türe und der alte wurde immer unruhiger, und er hatte wohl kein Interesse daran Ihr zu helfen und Ihr mitzuteilen ob es noch einen anderen Ausgang gab, dafür machte er auf einmal alles mögliche was recht laut war, sei es seine Klingel zu säubern oder sich laut zu räuspern, was auch immer er vorhatte damit, auch Sarah machte es nervös und rasch lief sie zum nächsten Fenster um ihn zu suchen, vielleicht schläft er ja? Bei dem Krach wohl eher unwarscheinlich, aber jeder musste irgendwann schlafen. So sehr sie sich auch bemühte, sie konnte ihn nicht entdecken, sie wusste er war da draussen, irgendwo bei den Bäumen, aber sehen konnte sie ihn nicht. Sie fauchte den alten mittlerweile böse an und langsam bekam er wohl mit dass er es nicht übertreiben sollte aber helfen wollte er ihr dennoch nicht.
Wie sollte sie da nur rauskommen ohne dass Sie ihm direkt in die Arme läuft? Nun nervt der Bankier auch noch rum wegen der Paste die sich schön gleichmässig im Raum verteilt bei jedem Schritt den sie tat und noch während er bemüht ist alle Spuren etwas zu beseitigen hatte Sarah eine Idee….

Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 15:37
von Sarah Schwarzmourne
Rasch blickte sie zu dem alten, ja er war gut beschäftigt, zum einen mit den Leuten die hier ständig reinkamen und irgendwas von ihm wollten, zum anderen mit dem versuch ein wenig Ordnung zu halten im Schalterbereich was momentan gar nicht so einfach war durch das feuchte und matschige Wetter draußen.
Sie lief wieder hoch zum Zimmer und blickte aus dem Fenster, ja sie hatte sich nicht geirrt, der Baum reichte fast bis zum Fenster und es war auf der anderen Seite vom Eingang, aber war es das Risiko wirklich wert? Sie musste raus, musste dem Drang nachgeben, aber sie wollte auch nicht riskieren dass Malachai sie davon abhielt oder gar mit ihr Jagen wollte, sie hatte es immer noch nicht geschafft eine Höhle zu finden und auch wenn es hier noch so warm war, es war alles fremd, zu viele Fremde die ständig ein und ausgingen unten, quietschende Truhen die geöffnet wurden und wieder verschlossen, ja sicher die Nacht hat ihr gut getan, aber hier konnte und wollte sie nicht bleiben. Eigentlich vermisste Sie ja Selina und Arsen und vielleicht hatte Mala ja doch recht? Hat sie sich geirrt und sie suchten sie vielleicht wirklich? Sie schüttelte rasch den Gedanken ab, nein das konnte nicht sein, sie liesen sie in der Akademie, gingen heim ohne Sarah. Wieder klärte sich ihr blick und folgte nun dem Weg zwischen Fenster und Baumkrone, Blätter hingen schon länger keine mehr in den Bäumen, nichts dass ihren sprung etwas abfangen würde, aber wenn sie ungehindert Jagen und eine neue Bleibe suchen wollte musste sie es einfach riskieren.
Sie packte rasch ihre Sachen ein die sie brauchte, einige Kräuter waren noch uebrig und auch der Umhang wurde sorgsam im Rucksack verstaut, den Mantel rasch uebergezogen lauschte sie noch mal nach unten, ja die Zeit war günstig, es schienen wieder Leute beim alten zu sein und so waren alle abgelenkt falls sie doch etwas mehr Lärm als gewollt machen sollte. Das Fenster wurde weit geoffnet und sie hockte sich still auf den Sims wo sie eine weile ihren Sprung immer und immer wieder im Gedanken durchging, es musste einfach klappen.
Mit einem weiten Sprung war sie unterwegs in die Baumkrone oder dessen was der Winter übrig lies. Tatsächlich konnte sie einen Ast greifen, der aber mit einem knirschen und knacksen erkennen lies dass sie mit zu viel Schwung ankam, auch die nächsten Äste waren nicht viel stärker….

Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 23:07
von Malachai Schwarzmourne
Ein lautes krachen, das zersplittern von Holz und Sarah stürzte in die Tiefe. Welch Gedanken mögen ihr nun durch den Kopf wandern, als der Boden immer näher rückt. Wie groß ist der Schmerz? Wie würde Sie landen? Ob sie sich etwas brechen würde?
Ehe solche Gedanken zuende gedacht werden konnten, fing Sie etwas auf, weich, in seinen Armen landete Sie. Malachai hebte leicht die Lippen, als er Sarah in die Augen schaute. Dann liess er sie runter, so dass Sie fest auf ihren Füßen stand.
"Ich halte dich nicht gefangen Sarah, du kannst gehen wohin du willst."
Er wandte sich ab, ging einige Schritte von ihr fort. Der Umhang wurde vom Winde getragen und flatterte gegen seinen Körper. Er blieb stehen und sein Kopf drehte sich wieder zu ihr.
"Ja, ich werde auf dich aufpassen, das ist meine Pflicht. Und wenn du weiter eine Höhle für dich suchst, bitte ich dich, dennoch mit Arsen und Selina zu reden. Vielleicht haben Sie eine Idee....tue mir den gefallen...du bist doch ein großes Mädchen mit soviel Verantwortung...rede mit den beiden."
Dann ging er weiter, um die Ecke des Hauses rum und war fort.
Sie war eine Schatten...und als Schattenlord lag es in seinen Aufgaben dafür zu sorgen, dass es seinen Schützlingen allesamt gut ging. Und Sarah war ein besonderer Schützling. Sie verstand, was Sie konnte...doch verstand Sie auch, was Sie ist? Was Arsen, Selina, Sienara, ja Malachai sind. Wusste Sie, dass Sie miteinander verbunden waren, durch ihr Erbe, gereicht von ihren Eltern und das solch ein Bund niemals gelöst werden kann?
Er würde unsichtbar bei ihr bleiben, er versprach es nicht nur Selina und Arsen, nein er versprach es sich auch selber. Sie könne ein eigenes Heim haben, ja, eine eigene Familie gründen...alt genug war Sie. Doch niemals solle sie sich alleine fühlen, noch von irgendwem ausgestossen.
Und so würde der Schattenlord weiter in den Schatten wandeln, weiter ihr folgen und wissend, dass Sie davon weiß. Solange, bis Sie nachhause findet...zu ihrem nachhause und er hoffte, dass es jenes bei Arsen und Selina war,welche Sie schmerzlichst vermissten und sich um Sie sorgten. Gefühle, die ihnen niemand nehmen konnte....verständliches Gewissen...man konnte ihnen versuchen zu helfen...doch mehr auch nicht.
Und Sarah...sie war klug...sie hatte einen scharfen Verstand...sie lernte noch, ja, und auch dies war Unterricht für Sie...die Findung der Zugehörigkeit...ein Weg, den Sie gewiss alleine gehen musste...doch nicht unbeobachtet.
Es wird sich richten, die Zeit wird es zeigen und im Oprimismus des Schattenlords wusste jener, dass sich alles zum guten wenden würde.

Verfasst: Sonntag 21. Dezember 2008, 19:23
von Sarah Schwarzmourne
Überrascht blickt sie Malachai nach und huscht kurz hinter ihm her bis sie ihn nicht mehr sieht. Sie reibt sich über die Hüften und scheint jetzt erst bewusst den Schmerz wahrzunehmen den die Äste hinterlassen haben, aber auch wenn sie nicht weiß welcher Körperteil mehr schmerzt so scheint zumindest keine ernste Verletzung bei ihrem Versuch unbemerkt rauszukommen entstanden zu sein. Wo kam der den plötzlich her? Rasch blickt sie sich wieder um, sie spürt dass er noch da ist irgendwo, aber zu sehen war weit und breit nichts von ihm. Seufzend blickt sie in alle Richtungen, wohin nur? Rasch wird der Mantel fest zugezogen und langsam macht sie sich wieder auf den Weg, ziellos folgt sie einfach ihrem Instinkt und setzt etwas humpelnd einen Fuss vor den anderen.
Es dauerte eine ganze weile die sie in den Wäldern herumlief, so man von laufen noch sprechen konnte, aber schwer hatte es wohl diesmal niemand ihr zu folgen und sie erkannte rasch dass sie auch nicht in der Lage war sich irgendwo anzupirschen und langsam kroch auch wieder diese vermaledeite Kälte durch ihren Körper. Immer wieder machte sie eine kurze Pause bevor sie weiterging bis sie wieder hochblickte und erkannte dass sie wie schon am Anfang ihrer Reise wieder vor dem Apfelbaum stand. Rasch suchte sie hinterm Haus wieder Deckung und versuchte zum Fenster hineinzusehen. Hüpfen war nicht drin und so ging sie langsam ein wenig zurueck um mehr zu erkennen, noch ein Schritt, noch einer und noch einer bis ein lautes Platsch und ein noch lauteres quietschen ihrerseits das erkennen liesen dass das Land zu Ende war und das Wasser doch schon etwas angestiegen war. Prustend versuchte sie wild mit den Händen schlagend am Ufer halt zu finden…..