Verpflichtungen, Untote und ...Lavendel im Winter
Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 22:45
Vivaldi - Concerto da Camera in Sol Minor
Lange noch saß sie vor dem Kamin, ein weiches Fell hatte sich um ihre Schultern gebettet. Und dennoch fand sie keine Ruhe. Finja war längst zu Bett gegangen. Das ganze Haus lag in endloser Stille dar. Nur das leise, zärtliche Knistern des Holzes, welches in völliger Leidenschaft vom Feuer verzehrt wurde.
Mara stand auf, zog das samtige Fell enger um ihren Leib und trat auf die Veranda. Der erste Schnee war gefallen und hatte sich sanft in weißer Pracht auf die Erde niedergelegt… wie weißes Haar um ein Gesicht, dieses sanft umschließend.
Mara erfasste die Unruhe wie ein gewaltiger Griff. Das Fell fiel zu Boden. Die ledernde Hose wurde übergestreift, das Nachthemd einfach in jene gesteckt. Ein dichter warmer Fellumhang legte sich nun um ihre Schultern, die Schwertscheide nahm um ihre Taille Platz. In festen Winterstiefeln huschte Mara leise aus dem Haus. Liebevoll knarrte der erste Schnee unter ihren Füßen, die sie aus der Stadt hinaus trugen.
Der Vollmond legte ein bizarres und gleichsam wunderschönes Licht auf die weite Ebene. Nur einige Bäume ragten wie schwarze Schatten aus dem weißen Schleier. Fern ab jedweder Häuser und Straßen, inmitten der weißen Natur, hielt sie inne. Sanft umspielten sie einige Schneeflocken, die tanzend um sie herum schwebten.
Die kleine Hand tastete zum Schwertknauf, liebevoll legten sich die Finger um die filigrane Arbeit. Surrend zerschnitt die silberne Klinge die Luft, die Stille…
In langsamen Bewegungen ließ Mara die Klinge durch die Luft gleiten. Tief sog sie die kalte und so klare Nachtluft in sich hinein, schloss die Augen und hörte der entstehenden Melodie zu, die das Schwert im Einklang mit der Natur, ihren Atem in Gleichklang mit dem sanften Wind, betrachtend.
Mara schien gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen, weniger war es der Kampf um Leben und Tod, denn vielmehr der filigrane, gewünschte Kampf. Krieger gegen Krieger, im Zeichen der Kunst, der Leidenschaft…zum Schwert. Ein Tanz der Schwerter.
Maras Gedanken, eben noch gebündelt, der Konzentration unterlegen, wirbelten plötzlich wieder in ihr auf. Unachtsam fuhrt die Klinge über den Schnee und stiße ihn empor… Die Augen öffneten sich…
Der aufgestobene Schnee fiel langsam wieder zu Boden. Für einen Moment hatte sie gar das Bild einer Gestalt vor sich… etwas außer Atem, der sich in Form sachten Dunstes aus ihren blassen Lippen stahl, schüttelte sie die Illusion von sich, während sich der Schnee wieder auf die Erde niederlegte.
Kurz schweiften die Gedanken zu dem heutigen Abend, der durchaus mit gemischten Gefühlen verbunden werden konnte. Sachte strich sie sich einige Strähnen aus dem Gesicht. Da stand sie nun, zwischen Verpflichtungen, Gefühlen und… Untoten.
Als sie durch die Gassen Varunas ging, sah sie hier und da noch Licht durch die Fenster scheinen, hörte dumpfe Worte und hier ein gedämpftes Lachen. Zunächst, da ihr Geist wieder etwas zur Ruhe gefunden hatte, sollte sich ihre Konzentration auf die Verteidigung des Volkes lenken. Es galt jene Menschen, die in den warmen Stuben saßen, die auf jene vertrauten, die das Schwert zu führen vermochten, vor den Horden der Untoten zu verteidigen. Doch lag Ruhe und Vertrauen in ihr. Die Gräfin würde sich kümmern, Rafael leistete bereits den Dienst am Unheilsberg, um diese Horden aufzuhalten, ebenso Cathal…
Sie zog den schweren Umhang enger um sich, ehe sie endlich ihr Anwesen erreichte.
Heimlich und leise glitt sie aus den Stiefeln, tapste ins Haus hinein und legte den Umhang ab. Schnell noch aus der Hose gestiegen, stand sie wieder im Nachthemd da, als sei sie nie fort gewesen. Die Hand glitt über das Holz des Treppengeländers, die Stufen knarrten leise, als sie endlich in ihrem Bett lag und sicher war, dass Finja ihren nächtlichen Ausflug nicht bemerkt zu haben schien. Sie zog die große, schwere Decke bis zur Nase hinauf und starrte hinauf.
Eminenz Sandroval zur Gräfin einladen…
Shanna…. Der Gräfin …vorstellen….
Untote….besiegen….
Ihre Gedanken wurden von merkwürdigen Träumen dieser Nacht unterbrochen… Schneefall, Schwerter… Lavendel…Lavendel im Winter? Doch um diese Gedanken auszuführen, ward sie bereits zu fern in ihren Träumen versunken.
Eine sehr unruhige Nacht…
Lange noch saß sie vor dem Kamin, ein weiches Fell hatte sich um ihre Schultern gebettet. Und dennoch fand sie keine Ruhe. Finja war längst zu Bett gegangen. Das ganze Haus lag in endloser Stille dar. Nur das leise, zärtliche Knistern des Holzes, welches in völliger Leidenschaft vom Feuer verzehrt wurde.
Mara stand auf, zog das samtige Fell enger um ihren Leib und trat auf die Veranda. Der erste Schnee war gefallen und hatte sich sanft in weißer Pracht auf die Erde niedergelegt… wie weißes Haar um ein Gesicht, dieses sanft umschließend.
Mara erfasste die Unruhe wie ein gewaltiger Griff. Das Fell fiel zu Boden. Die ledernde Hose wurde übergestreift, das Nachthemd einfach in jene gesteckt. Ein dichter warmer Fellumhang legte sich nun um ihre Schultern, die Schwertscheide nahm um ihre Taille Platz. In festen Winterstiefeln huschte Mara leise aus dem Haus. Liebevoll knarrte der erste Schnee unter ihren Füßen, die sie aus der Stadt hinaus trugen.
Der Vollmond legte ein bizarres und gleichsam wunderschönes Licht auf die weite Ebene. Nur einige Bäume ragten wie schwarze Schatten aus dem weißen Schleier. Fern ab jedweder Häuser und Straßen, inmitten der weißen Natur, hielt sie inne. Sanft umspielten sie einige Schneeflocken, die tanzend um sie herum schwebten.
Die kleine Hand tastete zum Schwertknauf, liebevoll legten sich die Finger um die filigrane Arbeit. Surrend zerschnitt die silberne Klinge die Luft, die Stille…
In langsamen Bewegungen ließ Mara die Klinge durch die Luft gleiten. Tief sog sie die kalte und so klare Nachtluft in sich hinein, schloss die Augen und hörte der entstehenden Melodie zu, die das Schwert im Einklang mit der Natur, ihren Atem in Gleichklang mit dem sanften Wind, betrachtend.
Mara schien gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen, weniger war es der Kampf um Leben und Tod, denn vielmehr der filigrane, gewünschte Kampf. Krieger gegen Krieger, im Zeichen der Kunst, der Leidenschaft…zum Schwert. Ein Tanz der Schwerter.
Maras Gedanken, eben noch gebündelt, der Konzentration unterlegen, wirbelten plötzlich wieder in ihr auf. Unachtsam fuhrt die Klinge über den Schnee und stiße ihn empor… Die Augen öffneten sich…
Der aufgestobene Schnee fiel langsam wieder zu Boden. Für einen Moment hatte sie gar das Bild einer Gestalt vor sich… etwas außer Atem, der sich in Form sachten Dunstes aus ihren blassen Lippen stahl, schüttelte sie die Illusion von sich, während sich der Schnee wieder auf die Erde niederlegte.
Kurz schweiften die Gedanken zu dem heutigen Abend, der durchaus mit gemischten Gefühlen verbunden werden konnte. Sachte strich sie sich einige Strähnen aus dem Gesicht. Da stand sie nun, zwischen Verpflichtungen, Gefühlen und… Untoten.
Als sie durch die Gassen Varunas ging, sah sie hier und da noch Licht durch die Fenster scheinen, hörte dumpfe Worte und hier ein gedämpftes Lachen. Zunächst, da ihr Geist wieder etwas zur Ruhe gefunden hatte, sollte sich ihre Konzentration auf die Verteidigung des Volkes lenken. Es galt jene Menschen, die in den warmen Stuben saßen, die auf jene vertrauten, die das Schwert zu führen vermochten, vor den Horden der Untoten zu verteidigen. Doch lag Ruhe und Vertrauen in ihr. Die Gräfin würde sich kümmern, Rafael leistete bereits den Dienst am Unheilsberg, um diese Horden aufzuhalten, ebenso Cathal…
Sie zog den schweren Umhang enger um sich, ehe sie endlich ihr Anwesen erreichte.
Heimlich und leise glitt sie aus den Stiefeln, tapste ins Haus hinein und legte den Umhang ab. Schnell noch aus der Hose gestiegen, stand sie wieder im Nachthemd da, als sei sie nie fort gewesen. Die Hand glitt über das Holz des Treppengeländers, die Stufen knarrten leise, als sie endlich in ihrem Bett lag und sicher war, dass Finja ihren nächtlichen Ausflug nicht bemerkt zu haben schien. Sie zog die große, schwere Decke bis zur Nase hinauf und starrte hinauf.
Eminenz Sandroval zur Gräfin einladen…
Shanna…. Der Gräfin …vorstellen….
Untote….besiegen….
Ihre Gedanken wurden von merkwürdigen Träumen dieser Nacht unterbrochen… Schneefall, Schwerter… Lavendel…Lavendel im Winter? Doch um diese Gedanken auszuführen, ward sie bereits zu fern in ihren Träumen versunken.
Eine sehr unruhige Nacht…