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Die Begegnung mit dem Nachtwandler

Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 11:37
von Aira Sokarth
Ihr Blick schweifte aus den Fenstern. Es war immer noch Dunkel. Etwas verdeckte die Sonne und bot ihren Kreaturen, selbst zu jener Zeit die Tag sein musste, Kräfte die sie sonst in dem Moment verloren, wenn die Sonne ihre Fühler ausstreckte und den Himmel in ein sanftes Rot tauchte. Sie mochte die Dunkelheit und die Ruhe, welche im Wald herrschte, wenn die Nacht sich ausbreitete. Rasch verließ sie das Haus und lies die Stadtmauern Varunas hinter sich um in den angrenzenden Wald zu gehen. An die Dunkelheit hatte sie sich grad so weit gewöhnt, dass sie das nötigste Erkennen konnte, Licht hinter ihre Augen zu bringen empfand sie daher nicht als notwendig, es würde die Ruhe stören, welche sie beim Sammeln von Pilzen genießen wollte.

Doch weit war sie nicht gekommen. Grade beugte sie sich hinunter zu vielen kleineren Pilzen als die natürliche Ruhe einer gespenstischen Ruhe wich und sich aus dem Boden Nebel erhob, welcher sie frösteln lies. Wage vernahm sie die Anwesenheit einer Gestalt, doch ihr suchender Blick konnte sie nicht finden. Zu dunkel war es und der Nebel, welcher um sie immer enger zu werden schien tat sein bestes um jener fremden Gestalt Schutz vor ihrem Blick zu bieten. Als sich etwas Kaltes auf ihre Schulter legte schreckte sie herum. Die Hand aus kaltem Nebel hatte sich in dem Moment der Berührung in ihre Haut gefressen und hinterließ dort beklemmende Kälte. Sie zog ihren Umhang enger um ihren Leib und lies nun den Dolch, welchen sie zuvor fest umklammert hielt, in der Tasche sinken. Wieder fuhren ihre Augen suchend durch den Nebel. Ein schimmern mochte eine Gestalt vor ihr Absetzen. Doch war sie sich nicht sicher. Langsam griff sie in ihren Rucksack um einen Trank welcher ihr das Sehen ermöglichen sollte zu suchen. Zu langsam. Denn in dem Moment war das Schimmern verschwunden und wieder legte sich diese eisige Kälte auf ihre Schulter und fraß sich in ihre Haut. „Das ist Kalt.“ Hauchte sie und schluckte leise während das Lachen der Kreatur sie schaudern ließ. Diesmal drehte sie sich nicht um blieb einen Moment stehen. Zu lang. Als der Nachtwandler erneut nach ihr zu greifen versuchte und sich die Kälte begann durch ihren gesamten Oberkörper zu fressen wirbelte sie herum. Der Nebel um sie war nun so dicht, dass sie um sich nichts mehr erkennen konnte. Ihr war als vernehme sie ein Fluchen, dann verschwand der Nebel und die gespenstische Ruhe wich der normalen Ruhe. „Bleib hier!“ rief sie. Doch nichts geschah und auch der Nachtsichttrank den sie nun nahm vermochte ihr von dem Passierten nichts mehr zeigen zu können. Einzig die eisige Kälte blieb in ihren Körper zurück.

Verfasst: Montag 24. November 2008, 22:08
von Aira Sokarth
Langsam gleiten ihr Augen über das Pergament welches sie in der Bibliothek des Turmkellers gefunden hatte. „Ein Unheil welches mit Wasser beschert wird.“ Langsam fixiert sie den Satz, ehe sie das Pergament wieder auf den Tisch sinken lässt. „Wasser bringt Unheil, es wird über sie kommen.“ Gleiten die Gedanken langsam durch ihren Kopf. Ob das etwas mit ihrer Begegnung zu tun hatte. Nebel entsteht durch Wasser. Wasser ist nur ein Schimmern in der Dunkelheit und Kälte, die Kälte die ihren Körper umgarnt seid sie jenem unerklärlichem Wesen begegnet ist, es widerspricht dem geschriebenen zumindest nicht. Sie seufzt leise während ihre Gedanken sich im Kreis drehten. „Der Mond bringt Angst, Schrecken in die Häuser eines jeden niederen.“ Leise liest sie, ehe sie ihren Blick abwendet und ihre Augen die Bücherrücken entlangfahren.

Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 22:34
von Aira Sokarth
In langsamen harmonischen Wellen schwappte das warme Wasser um ihren Körper und bildet damit einen angenehmen Gegensatz zu der Kälte ihres Körpers. Durch ihren Kopf wanderte die Antwort auf ihre Frage, die ihr Herr so großherzig war zu beantworten. „Das war eine Prüfung deiner ob du würdig bist.“ Sprach er und als er verschwand, hinterließ er an dem Platz wo er stand Nebel. Er hatte sie geprüft und ihr als Antwort eisige Kälte hinterlassen. Kälte die ihr ermöglichen würde ihren Sanftmut zurückzustellen. Ein Zeichen, welches sein Wohlwollen sicherte. Zufrieden ließ sich Aira zurücksinken. Sobald ihr Mann zu Haus war, würde sie ihm berichten, was der Seelenherr gesagt hatte und sie würden wissen es zu ihrem Vorteil zu nutzen.