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[ASK-Quest] Echo der Vergangenheit
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 19:11
von Malachai Schwarzmourne
Langsam und träge ging Malachai durch das Tor auf den Hof der Akademie, in seinen Armen ein Bündel Stoffe.
Die Dunkelheit, diese unerträgliche Dunkelheit...und doch...sie verführte ihn, sie liess ihn aufschlagen.
Warum dies nur?
Er träumte, er glaubte, er träumte...wie er über die Dächer der Stadt spring und lief, an Mauern empor, in der Dunkelheit...er war fröhlich, sein Herz raste schnell vor Aufregung...dennoch...er sah sich...er war nicht der, der sprang, nein, er war entfernt von diesem Szenario, er sah sich selber zu.
Doch dann, er erwachte, auf einen Aste einer Buche, weit weg von der Akademie, obwohl er sich dort zu Bett legte, dass wusste er noch. Und seine Kleidung...schwarz, wie die Dunkelheit...Umhang, Robe, Kaputze, Maske...es war seine alte Uniform, die des Schattenlords.
Doch wie war es möglich?
Er war sich sicher, Sie verbrannt zu haben, vor langer Zeit, als er in der Akademie ankam. Warum war diese Uniform wieder da?
Warum trug er Sie?
Sein Körper, er fühlte sich schwach an, ermattet, als wäre er Kilometer über Kilometer gelaufen...als wäre er....ja...Stundenlang von Dach zu Dach gesprungen.
Seine Knie schmerzten, an seinen Füßen bildeten sich Blasen und seine Hände waren Rau, als hätte er sich stetig irgendwo festgehalten...doch nein...er träumte es...ja...doch er sah sich, weit entfernt, wie er das tat. Wie sollte also sein Körper sich bewegen, wenn sein Geist es nicht tat?
Er ging zum Lagerfeuer, es war still auf dem Gelände, schienen alle zu schlafen, und als das Licht der lodernden Flammen sein Gesicht erhellte, merkte man, wie erschöpft und ausgemerzt es doch war...ein alter Mann, ohne Vitalität, ohne Kraft...als würde er dem Ende nah sein.
Er schaute ein letztes mal auf das Bündel Kleidung, so als würde er nicht glauben, dass er es wirklich in der Hand halten würde...dann schmiss er Sie ins Feuer.
Sein Herz, es schmerzte kurz, als würde es selber verbrennen, würde aufschreien über den Verlust, der schon lange hätte geschehen sollen und seine matten Augen fixierten nur diese schwarze Kleidung, wie Sie nach und nach Feuer fing.
Dieses male würde es zuende sein.
Eine Stimme, ruhig und sanft, kam von hinten, neugierig und forsch fragte Sie, was er da mache, ihren Blick auf das Feuer fixiert.
Malachai drehte sich um, sein Anblick schien Sie kurz zu erschrecken, denn Sie blickte sofort wieder auf das Feuer.
"Ich verbrenne meine alte Uniform des Schattenlords Sienara."
Sienara schaute verwundert und neugierig zu gleich, während Malachai sich erschöpft an den Baumstamm nieder liess.
Er musste es jemanden erzählen, doch es konnten nicht Selina und Arsen sein. Sie würden wieder mit ihrer Geschichte anfangen, dass Er nun einmal das war, was er war und es akzeptieren sollte.
Doch konnte es sein?
Würde sein Inneres, seine Schattenseite, sich selbstständig machen, weil es den Tot des Schattenlords nicht akzeptiert?
Er musste sich mitteilen, musste sich Rat von einer anderen Person holen...Sienara...klar, sie neckten sich oft...und waren ebenso oft auch anderer Meinung...doch Sie war eine Schatten...und eine starke dazu, selbst wenn Sie es selber noch nicht wahr haben will.
Er konnte ihr vertrauen, dass wusste er.
So began er zu sprechen, erzählte ihr von den Problemen, von diesem Traum, berichtete ihr von seiner Vergangenheit, seinen Eltern und dem spärlichen Wissen, was er über Sie hatte.
Er gab zu, dass er zu Feige ist, nachzuforschen, wer Sie überhaupt waren, obwohl er für Arsen und Selina forschte, so traute er sich nicht, sich seiner Vergangenheit zu stellen.
Sie verstand, sie hörte ihm zu und stellte Fragen, um sich sicher zu gehen nichts misszuverstehen. Sie teilte ihm ihre Meinung mit und ihre Bedenken...vorallem, schien Sie die Frage zu quälen, was kommen wird, wenn Sie ausgelernt hat. Ob Malachai Sie alleine lassen würde.
Eine gute Frage, ein Aspekt, den er nicht bedachte.
Ja, er nahm sich vor, Selina, Arsen und Sienara aufzuklären, Sie vor den Gefahren zu warnen, die existieren, dadurch, dass Sie Schatten waren...doch was dann?
Was würden Sie dann tun?
Doch es konnte nicht seine Last sein. Sicher, er war ihr Freund, vielleicht auch mehr, doch er war Malachai, nicht der Schattenlord und als Malachai würde er zu ihnen stehen, egal was kommen mag.
Sie redeten noch lange, Malachai gestand Sienara, dass auch er in ihren Träumen war, sah, was Sie sah und dass jene alte Frau sogar Kontakt zu ihm aufnahm, ihm sagte,er sei genauso starrköpfig wie sein Vater.
Wie sein Vater...da war wieder die Frage...waren Sie sich so ähnlich?
Sienara errötete, es schien ihr unangenehn zu sein...verständlich, schliesslich stellte Sie sich ihren Ängsten aus der Vergangenheit und jener Mann war dabei und beobachtete, was geschah. Es tat ihm ein wenig Leid, dass Er Sie nun in solch eine Lage brachte...und wieder damals seine Schattenbindungen nutzte...obwohl er diese abschwor...sich immer einredete, es sei bald schluß, wenn Sie alles gelernt hätten...doch hört es jemals auf?
Sie redeten noch Stunden...und irgendwann....Sienara schien zu merken, wie sehr Malachai dieses Thema zu schaffen machte und ohne das er etwas merkte, schwenkte sie mit dem Thema um...sie erheiterte ihn, ja sie scherzten und lachten...spotteten gegenseitig über den anderen, spaßten und stellten sich vor, Sie würden Heiraten...
Malachai lachte, herzhaft, wie schon lange nicht mehr und seine Gedanken und seine Sorgen waren verschwunden, für das erste.
Er war ihr so dankbar, dass Sie in diesem Moment da war und sich Zeit für ihn nahm, sie weiß es vielleicht nicht, doch er war es.
Verfasst: Freitag 21. November 2008, 12:20
von Sienara Schwarzmourne
Leise stöhnend wurde sie wach, ohne die Augen zu öffnen. Verdammt was war mit ihrem Kopf los. Selbst ein kurzes Blinzeln und der damit verbundene Lichteinfall verursachten ein Gefühl wie 1000 Nadelstiche in ihrer Kopfhaut. Dumme Gans, da hatte sie vergangene Nacht in Bajard vielleicht doch ein oder zwei Glas zuviel getrunken. Sie wusste doch genau dass sie dieses Gesöff nicht vertrug. Wenn sie nicht hätte aufpassen wollen auf Malachai, der den unsinnigen Plan hatte seine Sorgen zu ersäufen, wäre sie nicht im Traum auf so eine Idee gekommen. Aber sie konnte ihn einfach nicht alleine lassen. Nicht nachdem was er ihr alles erzählt hatte zwei Abende zuvor. Sie machte sich Sorgen um ihn. So verrückt es auch klingen mag. Und wenn sie ihn durch ihr Geplapper wieder auf andere Gedanken bringen konnte, dann bitte. Hauptsache er machte nichts unüberlegtes.
Vorsichtig öffnete sie ein Auge um sich der grauenhaft brennenden Kerze im Zimmer zu stellen. Die hatte sie wohl auch vergessen zu löschen. Irritiert öffnete sie das andere Auge um sich umzusehen. Das war nicht ihr Zimmer. Ganz eindeutig. Ähnlich aber doch nicht ihres. Dort lagen ihre Stiefel, daneben eine Jacke aus der ein gesiegeltes Pergament hing und noch mehr Schuhe. All der ergab ein wirres Durcheinander. Peinlich berührt schloss sie die Augen wieder. Schlafen, einfach noch etwas schlafen. Später war noch genug Zeit sich die Frage zu stellen, wessen Zimmer sie sich ausgesucht hatte für die Nacht.
Schlaftrunken drehte sie sich auf die andere Seite um einen Arm um den neben ihr ruhenden Mann zu legen. Den Kopf seufzend an seine Schulter bettend. Schlafen, eine wirklich gute Idee. Fast hatte sie schon das gnädige Dunkel eines Traumes in seinen Fängen als sie mit einem Schlag hellwach war. Was stimmte hier nicht? Mit der Hand tastet sie vorsichtig über die Brust des Mannes bevor sie erschrocken die Augen öffnete. Das Erste was ihr auffiel, mal ganz davon abgesehen dass sie nicht alleine in diesem Bett lag, war der Ring an ihrem Finger. Nur mit Mühe löste sie den Blick von ihrer Hand, um langsam das Gesicht des Mannes neben ihr in Augenschein zu nehmen. Malachai! Wie um alles in der Welt war das passiert.
Fassungslos wandert ihr Blick über das Gesicht des schlafenden Mannes. Kurz kam ihr in den Sinn dass sie ihn nie so friedlich gesehen hatte bevor sich einzelne Bruchstücke der vergangenen Nacht in ihre Erinnerung drängten. Die Taverne in Bajard wo sie gemeinsam tranken, viel zu viel tranken, das erneute Aufgreifen der irrsinnigen Idee sie könnten ja heiraten. Die Suche nach einem Priester den sie nicht fanden und am Ende die Überfahrt nach Lameriast wo sie der Kapitän des Schiffes traute. Sie wusste nicht wie er den Kapitän dazu überredet hatte oder wo auf einmal all die Leute herkamen, die kurzerhand zu Trauzeugen wurden. Sie wusste nur das sie auf einmal einen Ring am Finger trug und sie sich in den Armen lagen. Oh Himmel, sie hatten sich geküsst und sie hatte die böse Befürchtung dass es ihr sogar gefallen hat.
Fast hätte sie laut aufgelacht. Als wenn das ihr größtes Problem wäre, wenn man bedenkt wo sie sich grade befand. Es könnte durchaus sein das sie noch ganz andere Dinge gemacht hatten als sich zu küssen. Immerhin waren sie davon ausgegangen verheiratet zu sein. Errötend viel ihr Blick zurück auf sein Gesicht. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Das war wieder einer dieser Träume aus dem sie irgendwann erwachen würde. Wie konnten sie jemals wieder den anderen unter die Augen treten. Wie sollten sie das erklären? Sie waren nicht mal ein Paar gewesen. War er jetzt ihr Mann? Oder war all dieses nur ein böser Scherz.
So vorsichtig wie möglich, um ihn nicht zu wecken, legte sie ihren Kopf zurück an seine Schulter. Wenn das alles wieder nur ein Traum war, dann konnte sie genauso gut weiter schlafen. Später würde sie darüber lachen oder sich der Wahrheit stellen müssen. Sich die Frage stellen müssen wieso sie es, trotz all des Fusels, soweit hatte kommen lassen. Ja, später war noch genug Zeit sich zu Fragen, ob Gefühle mitgespielt hatten, von denen sie vorher gar keine Ahnung hatte. Oh sicher, sie mochte ihn schon immer sehr gerne, auch wenn er sie Wahnsinnig machte. Aber ihn gleich heiraten? Ob das dieser verrückte Instinkt war, von dem er immer sprach?
Und noch viel später würde sie an Andreas denken müssen der sie auf ewig hassen wird, für das was sie getan hatte, dann dafür hab es keine Entschuldigung. Selbst wenn diese Heirat nur ein böser Scherz war…
Verfasst: Freitag 21. November 2008, 21:52
von Andreas Myrtol
Ein Leben für Sienara
Es war ein Leben-
Nach den Geschehnissen des armen Andreas, der sein Tagebuch doch benutzte um das Problem mit seiner Geliebten zu verarbeiten, schaffte er es doch die Liebe seines Lebens zu gewinnen. Ja es war ein Kampf sie zu erobern, baute alles auf Missverständnissen auf und unwillkürlichen Schweigen. Jetzt aber konnte er mit seinen blauen Augen noch klarer sehen, denn war Sienara nicht diejenige, für die er sein Leben zu opfern bereit war? Er lächelte, sein Herz war so von Wärme umhüllt, und seine Schüchternheit war noch immer da, selbst als er sie leidenschaftlich küsste. Und obwohl er immer noch mit den Gedanken spielte, und das immer wenn er sie in den Armen schloss, dass er so eine bezaubernde Frau für ihn nicht realisierbar war, bestätigte ihr wundervolles Lächeln das ihm nichts besseres wiederfuhr. Ahja, diese Worte, ja er konnte es nicht oft genug sagen, er konnte keinen Tag auslassen, an dem er sie nicht liebte oder wenn sie fort war an sie dachte. Und wenn es Momente gab, an den Anstand mehr Griff hatte als die völlige Leidenschaft, konnte er sein Blick nicht von ihr abwenden, oder die Gefährlichkeit provozieren und seine Hand auf ihre zu legen, heimlich unter dem Tisch vor ihrem Bruder. Aber Andreas war dumm, denn der Konflikt mit Richards besten Freund erdrückten seine Schultern, und obwohl er das beste versucht zu tun um seine Liebe vor Gefahren zu schützen, dann warum konnte er nicht lügen ? :
- Eine abgerissene Seite
Die Müdigkeit zerrte an meinem Weltlichen; denn obwohl meine Schritte mich gen Tür führten, meinem Geiste sich unbewusst dessen war, dass es nicht bei dieser einzigen Hürde blieb.
Ich schritt hindurch, eine laute Stimme erklang, brachial und rau;- als käm von einem tummen Tor.
Mein Blinzeln, oh wünscht ich es wär für ewig Dunkel geblieben, richtete sich der Stimme, während meine Natur mich dazu verleitete hinzugehen. Ich traf Lieon, der Freund vom verstorbenen- getöteten- und im Wald Verscharten Richard. Wir grüßten uns wie gut Bekannte es taten, ohne feinem Manier, einem Lächeln der fast einem frechen Grinsen ähnelte;- und doch wer ahnte es, dass alles anders kommen würd‘. Wir kamen sofort ins Gespräch, denn Lieons Weg führte zu mir zur Akademie, da er seinen vermissten Freund suchte. Meine Mine verstimmte sich, lag die Schwierigkeit darin ihn anzulügen- wie Malachai es tat- (erzählte er mir über Malachais Reden), oder der Ehrlichkeit zum Wohl, die unverblümte Wahrheit offenzulegen, sie ihm vorzustellen wie eine Jungfer dem schüchternen Tenor? Es spielte auch keine Rolle, wenn dies umgekehrt der Fall war, aber ihn im Unwissen zu lassen konnt‘ ich nicht mir verantworten lassen.
Ich lobte Richard, mit Worten die seine Existenz zunächst erhielten, bat aber letztendlich Lieon mir zu folgen, zu einer kleinen Insel, jene mit der schmalen Brücke. Ich fing an zu Schwafeln, denn welcher Narr würde gefasst sein vor einem plötzlichen Vulkanausbruch? doch zum Schluss, riet ich ihm zu hinterfragen.
Ich deutete auf die Insel und meinte zu ihm, dass jenes Naturwerke, erschaffen von einem lieblichen Gesang, es beschützt gilt, und auch nur von jene- die sich als Teil des Ursprunges erkannten. Ich fuhr fort, dass jede Unnatürlichkeit, jede Veränderung auch wie klein sie erscheinen mag, den Kreislauf der Natur in ihrem Gefüge durcheinander bringen könnt‘. Und Täter wäre nicht er, sondern Missverständnis und Zorn, ob er das wusste?
Lieon antworte mir mit Schmeicheleien, ich war zerfressen, musste ich ihm das nun sagen? Ja ich musste! Ich lag meine Hand auf seine Schulter, und beichtete ihm den Tod seines Freundes. Würdig meines Blickes, ich könnt‘ nicht verstehen wie er sich fühlte- kannte er Richard länger als ich? Bestimmt, aber auch der Verlust betraf mich ebenso schwer. Er ging verzweifelt zu Boden, und auf seine Frage hin, was ihm passierte (Richard)– dauerte es bis ich ihm endgültig sagen konnte, das er von Arsen getötet wurde. Meine Hand lag auf seine Schulter, doch schlug er sie weg. Seltsam dramatisch war die Szenerie, setzte der Regen ein, sachte und verstärkte sich mehr und mehr.
Oh wie weh es mir tat, einen Freund, der auch kurz vor dem Tode war, jetzt schon einem ähnlichen Zustand zu betrachten. Ich wünschte mir er wär taub; würde er doch bloß dabei bleiben- bei den Lügen von Malachai. Ich musste es aber, er hatte es verdient; vielmehr war es meine Pflicht.
Ich versuchte ihm klar zu machen, warum Arsen seinen Freund tötete, aber er schien nicht davon wissen zu wollen. Auch seine Worte wandten sich mehr und mehr gegen mich, aber ich verblieb in meine Sichtweise, es war Notwehr? Welcher Mensch könnt‘ sich zumuten, eine Person die er nicht kannte, zornig auf einen zueilte- was könnt er vor haben? Es blieb nichts übrig, und seine Worte nachher, wie ich Lieon auch erzählte, waren Drohgebärden. Er schien mir nicht zu glauben.
Oft versuchte ich an seinem Verstand zu appellieren, er sollte es doch verstehen müssen?!
Er fragte mich aus, über Dinge wo ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, denn zu jenem Abend fixierte mein Blick des Blut von Richard; - ich wusste es einfach nicht mehr. Ich empfahl ihm den Tod seines Freundes hinzunehmen, er sollte sich damit zu Recht finden, dass Richard einen Fehler begann – aber er fragte mich aus – die Lüge von Malachai, sie sollte dieses Gefecht verhindern. Doch ab dem Punkt, ich weiß nicht was in ihm fuhr, seine Worte waren fremd;
So habe ich Lieon noch nie gesehen. Er sprach, dass er jeden einzelnen der Akademie befragen würd‘, und jeder der ihn belüge, sollte gestraft werden.
Ich hörte nicht richtig? Was wollt‘ er? Wär er bereit meine Liebe zu zerschlagen, ihr etwas anzutun?
Niemals lasse ich ihr Schmerz zukommen, nicht noch einmal will ich sie gepeinigt sehen; wenn ihre Familie zu Schaden käme, würde sie sich das nie verzeihen. Meine Worte wurde wirrend, ich bat ihn es nicht zu tun – er konnt‘ nicht ahnen- das ich bereit war ihn zu töten; wenn er ihr was antun würd‘.
Aber dann raffte er sich auf, und wollte weg von dieser Insel- und nein! Ich durfte ihn nicht ziehen lassen, denn ich sah mich bedroht und gedrängt, und so geschah es- das Freunde sich gegen sich wandten. Ich stellte mich vor seinem Weg, während meine Hand auf dem Schwertknauf ruhte. Ich forderte ihn auf, er solle nicht die Schuld auf uns oder auf ihn schieben- er solle sich bekennen das Richard einen Fehler machte. Er Fauchte und mehr und mehr kamen meine Gefühle zum Ausdruck, denn ein Surren zeugte von meiner Bereitschaft ihn umzubringen – meine Pyrian Klinge war in meine Hand. Ich verdeutlichte ihm, so er bereit wär meine Geliebte ein Haar zu krümmen, müsste er sterben.
Darüber hinaus sogar, seine Absicht die er behalten wollte Rachegelüste zu entwickeln, oder Worte wechseln - jener Nachdruck der uns erreichen sollte: ich sagte es ihm nicht- aber ich werde mich dann auf die Suche nach ihm begeben müssen. Er wirkte entsetzt über meine Absicht, aber ließ mich entscheiden ob ich gewillt war ihn niederzustrecken oder ihn ziehen zu lassen- und ich wollte ihn nicht ziehen lassen. Ich machte Schritte nach hinten, um ihn nicht zu töten. Nun drohte ich, sollte er Sienara noch einmal als Mörderin und Verbrecherin abstempeln (was er in seinem Ausbruch erwähnte), würd ich ihn niederstrecken.
Aber ich konnte es auf eine Art und Weise nicht mit mir vereinbaren, einen Menschen umzubringen?
Ich nutze den Kehrwert, rief ihm zu, wenn er vorbei schreiten wollte, müsst‘ er mich umbringen. Er versteinerte, aber er gab wieder er würde mich nicht umbringen wollen, den, den er vertraute? Seltsam.. wieso vertraute er mir so rasch? Mehr und Mehr füllte sich mein Herz mit unbeschriebenen Seiten, aber es änderte nichts an mein Denken. Ich sagte ihm, solang er meinen Entschluss nicht teile, würde er niemals das tun, was ich von ihm erwarten würd‘.
Der Regen durchnässte uns, meine Haare klebten an meine Stirn und die Wasserperlen rannten die Einkerbung meines Bastardsschwertes hinab.
Er versprach mir sodann, er würde niemanden etwas antun wollen, aber es reichte mir nicht. Er könnte jemanden auf sie hetzen. Doch er gab mir sein heiligstes Wort, was mich dazu veranlasste meine Klinge zurück in die Schwertscheide zu führen. Sachte ging er an mir vorbei, und in einer Linie, widmete ich ihm Worte zu: Halte dich bitte an dein Wort.. bitte..
Er sollte wissen, wie die Bitte zu verstehen war.
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Die Ehrlichkeit spielte für ihn eine Rolle, denn entweder sprach man die Wahrheit oder schwieg. Und er verschwieg das Problem mit Lieon für eine Weile, bis zu jenem Tage hin, als er zum vollwertigen Mitglied der Akademie wurde, die seine Standhaftigkeit und „Ehrlichkeit“ honorierten. Ja, sie honorierten seine Ehrlichkeit, dass ist das was Andreas doch ausmachte. Seine Ehrlichkeit, denn stets glaubte er, nur die Ehrlichen würden das Gute im Leben bekommen, denn Temora und Eluive zeigten ihre Gnade und schenkten ihm die Frau seiner Träume. Ja so dachte er, so dachte unser kleiner Tor.
Herrje, was dachten sich die Götter dabei? Wieso konntet ihr diese arme und ehrliche Seele so ins Verderben bringen? Ach, ich selbst weiß eure Absichten, und mehr kann man sagen das nur eine Person Schuld dran war, aber warum ausgerechnet er? Jedenfalls, sprach Malachai ihm später darauf an, das Lieon vorbei kommen würde und nach seinem toten Freund Richard fragt. Zu spät war alles schon, und Andreas zog seinen Freund außerhalb der Akademie und erzählte ihm von den Geschehnissen. Zornig packte er Andreas am Kragen, ließ von ihm ab und drohte ihm. Und erst nach diesen Worten sah sich der Tor, der Sienara es doch schaffte in Gefahr zu bringen, in Bedrängnis.
Alle von der Akademie erwarteten ihn auf der Arena, aber nein! Nein Andreas, warum stiegst du stattdessen auf dein Pferd und machtest dich auf dem Weg nach Lieon? Ach, du wolltest ihn ja umbringen? Stimmt. Ja und so machte er sich auf dem Weg nach Bajard, von dort nach Varuna nach ihm Ausschau haltend. Du dachtest dir ja, wenn du ihn tötest, würden sich alle Probleme erledigen, und dir war auch völlig egal ob du selber sterben könntest, du würdest sie ja glücklich machen; ihr ein Leben bieten ohne sich fürchten zu müssen. Aber dann traf er auf Fandor, ja der bot ihm ja schließlich noch die Hilfe an ihn zu finden, und er erzählte ihm auch, er hätte Lieon zuletzt in Rahal gesehen. Auf und davon, geschwind waren die Beiden auf dem Weg, aber sie fanden ihn nicht. Andreas konnte aber nicht aufhören ihn zu suchen und hinterließ Arsen und Malachai einen Brief, ehe er sich wieder rasch nach Rahal aufmachte:
--
An Malachai-
Letztendlich wünsche ich euch keinen Gruß, tätigte ich heute das unwürdigste bisher, den Segen auszusprechen in der Stadt Rahals.
Ich verzichte hier auf meine künstlerische Ader, und schreibe euch nur diesen Brief, da ich euch selten sehe. So ihr ein Gespräch wollt, lasst es mich wissen und wir vereinbaren ein Treffen.
Ich begab mich auf die Suche, die ganze Nacht lang nach Lieon. Warum werdet ihr euch sicherlich fragen, lautet die Antwort darin, dass ich ihn umbringen wollte und noch werde. Ich bin nicht trunken, noch irgendwie benebelt, noch haben mich eure indirekten Drohgebärden gestört, aber ich werde nicht zulassen das Sienara etwas passieren wird. Ich habe den Entschluss gefasst, und wenn ihr mich dran hindern wollt tut es, ich verweile noch in der Akademie, und mein Armband liegt auf dem Tisch.
So ihr mir aber nochmal mir dem Leben drohen wollt, habe ich euch letztendlich nicht missverstanden, macht es bitte direkter. Doch dachte ich mehr, das ihr Vertrauen habt, etwas als ein Freund in mir seht, aber ich irrte mich. Diese Zeilen schreibe ich aus Nervosität, und ich gebe zu das ich verwirrt bin, aber ihr seid derjenige der mich dazu trieb.
Ich werde niemals Lügen wie ich euch sagte, und wenn ihr mir die Schuld zusprechen wollt, tut das. Ich werde aber nicht tatenlos zusehen wie Sienara ein Haar gekrümmt wird
An Arsen
Es geht um einen Konflikt. ich muss mit euch dringend sprechen.
Nur so viel, er weiß von Richard.
--
Es war dunkel, und der Mond leuchtete in seiner vollen Herrlichkeit. Aber es betäubte nicht seine Sinne und auch seine innere Unruhe. Ja er schritt weiterhin nervös durch die Straßen von Rahal, grüßte die Gardisten bis er letztendlich Malachai traf. Zornig forderte er Andreas auf ihn zu folgen, und beide Verschwanden in einem Dunklen Eck im Hanfeviertel. Ja sie stritten, und sein Freund versuchte ihm klar zu machen das er kein Mörder wäre, und viel Falsches täte wenn er es wirklich durchziehe. Och Andreas, jetzt siehst du es auf einmal ein? Du wirktest so verbittert, ja dir kamen schon fast die Tränen nahe, denn du wusstest jetzt von deinem Egoismus, von deinem bösen Plan sie im Stich zu lassen- und nur das, weil du sie so sehr liebtest? Ja Malachai beruhigte ihn, und auf der Heimfahrt beichtete Andreas seine Anerkennung zu seinem guten Freund Malachai, mit Worten die sein menschliches mehr befürworte. Bevor beide sich zur Nachtruhe begaben, bekam der der Tor noch mitgeteilt, das Arsen davon Bescheid wusste.
WAS?! – dachte sich der Andreas, und machte sich hin und her auf dem Platz, und der Tag ging vorüber ohne ein Auge zugedrückt zu haben. Ja und so traf er auf Sienara, die anscheinend davon auch wusste, und Worte in ihrem Mund legte, die Andreas dazu brachten sich von ihr abzuwenden.
Und ebenso dauerte es nicht lang, bis er auf Selina und Arsen traf und die ihm ebenso davon erzählten. Ja- er sah alles ein- sah ihre richtigen Gesichter- und erkannte seinen Fehler mehr als vorher ein, seinen übertriebenen Beschützer-Denken, den er versprach abzulegen. Er schritt langsam auf seine große Liebe zu und bat sie um Verzeihung, ja es tat ihm unendlich Leid sie ganze Zeit bevormundet zu haben. Ja und er versprach Besserung, ja er wollte ab dem Tage zu ihr so ehrlich sein und das Schweigen, das was ihm zu Problemen brachte, für immer niederlegen! Ja er wollte das Sienara es nicht mehr schwer haben sollte, er versprach es ihr.
Oh du Tor…
Ja die Tage wirkten leicht für ihn, er genoss das Leben förmlich. Denn obwohl das Gespräch mit Arsen und Selina doch rau war, hatte es ihm Kraft gegeben mehr für seine Liebe zu kämpfen, sich zu bemühen, ihr Raum zu gewähren und sie zu verstehen. Achja, und dann war das Geschehen da mit Fandor. Ja, der junge Bengel schien sich verguckt zu haben in die Schmiedin Jeanette, und er war von seinen Gefühlen so übermannt worden, dass er Andreas bat ihm einen Rat zu geben. Er tat es auch, und am Ende des Tages, sah der Tor die Beiden jungen Dinger, Arm in Arm auf der Bühne. Er lächelte, denn ihn entzückte das Bild so sehr, und sofort dachte er an Sienara. Er wollte sie in diesem Augenblick auch bei sich haben, aber er war nicht traurig, er dachte sie würde schon nichts Dummes anstellen. Und kurz bevor er zu Bett ging traf er die Malachai und Sienara. Sie wurschelte Andreas wie immer durch sein Haar, meinte zu ihm, sie würde ihren neuen Bogen austesten, und das alleine. Andreas nickte ihr nur zu, er vertraute ihr so, wie er es ihr versprach. Er hatte keinen Grund zu schweigen, er hatte keinen Grund böses zu denken, er dachte lediglich dass er sie liebte und ihr vertraute. Ebenso verabschiedete sich Malachai rasch von Andreas, als Sienara ging. Etwas seltsam war ihm das schon, aufeinmal war er so alleine. Nunja,.. er machte sich aber wohlen Gewissens auf zur Bettruhe.
Ja der nächste Tag war doch so herrlich, dabei störte ihm die seltsame Dunkelheit die über Alathair herrschte nicht so sehr, aber er begab durch durch die ganzen Landen, hin und her. Durchforstete das Land, ja nach Abenteuern und um neue Gesichter zu kennen. Er dachte keinen Stück an Sienara, denn er dachte sie würde schon wissen was sie tun würde. Aber letztendlich wurde ihm doch ein wenig flau im Magen; nicht nur weil er Hunger verspürte- der Tag hatte etwas Seltsames an sich.
So begab sich Andreas zur Akademie und traf seinen Freund Fandor, - oh bitte nicht! –
Fandor kam herbeigeeilt und meinte zu unserem Tor, das er ihn doch aufhalten solle, denn er würde Stephanus etwas antun. Andreas fasste sich ein Herz, versuchte seine Lage zu verstehen und ihm zu erklären, welch Folgen es hätte Gewalt in der Akademie auszuüben. Andreas Worte waren ruhig, wie immer eigentlich, denn obwohl etwas für ihm in der Luft lag, setzte er noch immer sein charmantes Lächeln auf und bot Fandor Alternativen an, um sein Problem zu lösen. Auch appellierte er an seiner neuen Geliebten Jeanette, er solle mehr sein Fokus auf ihr richten als auf Andere.
Andreas beugte sich wieder zur Kiste hinab und griff sich einige Bandagen, als Fandor den Tor fragte, wie es ihm und seiner Geliebten ginge. Andreas lächelte zu ihm auf, meinte das alles in Ordnung wär,
bis Fandor erzählte, dass er von Stephanus hörte- dass Malachai seine Geliebte geheiratet habe.
WAS?!- Schrie Andreas auf, und versuchte klarzustellen ob es sich um ein blöden Witz handelte, und wenn ja- hätte Fandor nun einen Fehler gemacht. Aber nein- es schien Fandors ernst zu sein, und nach einigen Wortfetzen fragte er seinen Freund wo Stephanus sich befinde. Fandor deutet die Richtung nur an und schon war er draußen, schwang sich auf seinen Ross und begab sich nach draussen. Rufend nach Stephanus, ja wo war er? Ritt er schnaufend durch Lameriast, bis er ihn letztendlich fand. Er packte ihm am Mantel und fragte ihn aus, was an der Geschichte mit Sienara und Malachai wahr wäre, der daraufhin entgegnete- das sie ein Paar sein könnten. Andreas schrie auf, -EINE LÜGE! Ich bin mit ihr zusammen!- Sein Gegenüber wusste was er nun falsch gemacht hatte, und erzählte die Geschichte von anfang an, wie sich beide in der Taverne besäuften, spaßten und Malachai einen Priester suchte für die Heirat. Lustig war das gerade nicht, denn sodann weiteten sich seine Augen, und die Hand griff um den Schwertknauf an Andreas Waffengurt so stark wie er konnte. Ja und als Stephanus im Schiff war, und sah wie Malachai den Kapitän anstiftete sie zu trauen, da brach für ihm schon die Welt in tausend scherben, aber das war nicht genugt- wie ein Tritt noch hinterher war es, als er hörte das sie sich geküsst hatten. Er konnte es nicht fassen, sein Vertrauen war wie weggeblasen, er wollte nur weinen, schreien und jemanden umbringen.
Als sie dann den Hafen erreichten, wünschte Stephanus den Beiden eine wundervolle Hochzeitsnacht (Verweis auf Tagebuch eines Schwermütigen- dort wird die Empfindungen näher beschrieben).
Immer wieder nein, nein, nein- das konnte nicht wahr sein! Ohje armer Andreas, armer Tor- so naiv? Vertraute er seinen Freund und der spannte ihn die Frau weg? Er glaubte Stephanus letztendlich, denn welchen Grund hatte Andreas zu belügen. Er wandte sich ab, ritt zur Akademie und traf auf die Beiden- sie wussten davon. Der Tor bat Jeanette um einen Gefallen, dem sie ihm auch erledigte. Daraufhin rüstete sich der Tor, schaute gen Akademie :
„Ich bin auf der Jagd…“
und bevor er entgültig das Gelände verließ, riss er sich seinen Abzeichen der Akademie ab und verschwand.
Verfasst: Samstag 22. November 2008, 17:29
von Malachai Schwarzmourne
"Was ist mit mir los? Träume ich, bin ich wach? Dieser Schmerz, warum nur schmerzt es so sehr...mein Kopf..."
Langsam öffnet Malachai seine Augen, schwer und spärlich, geblendet vom Lichte der Kerzen.
Er wusste nicht wie spät es war, bei dieser verdammten Dunkelheit hätte es jede Zeit, gar jeder Tag sein können.
Er fühlte sich, als hätte er Monate im Bett gebracht...doch erinnern, tut er sich, als wäre es gerade geschehen.
Er war in Bajard, dass weiß er noch, in seinen alten Haus. Doch dann, reisst es ab.
Verschwommen erkennt er die Decke des Zimmers in der Akademie, doch wie nur, wieso ist er auf einmal hier, wenn es gefühlt nur wenige Sekunden her ist, dass er in Bajard war?
Seine Hand gleitet an seine Stirn, die Kopfschmerzen werden schlimmer...doch nicht nur jenes Körperteil rebelliert gegen seinen Träger, nein, sein Arm schmerzt, seine Beine fühlen sich an, als wollen Sie sich von ihm losreissen und alleine von dannen laufen.
Er will sich erheben, langsam, doch da ist etwas, etwas, das ihn drückt, nur leicht, wenige Kiligramm schwer, aber es reicht, um den geschwächten Körper auf dem Bett gefangen zu halten.
Dann, etwas bewegt sich, leicht schlängelnd, über seinen Bauch.
Malachai hielt die Luft an. Doch ein Traum?
Diesmal nahm er seine andere Hand und wollte seinen Kopf nach oben stützen, um zu erblicken, was dort auf ihn lag, als er mit etwas gegen den Kopf stosste.
Wieder ein schrecken, riss er die Hand vor seine Augen.
Ein Ring...ein Ring?
Warum hatte er einen Ring am Finger.
Lange starrte er ihn an, viele Gedanken gingen ihn durch den Kopf, doch seine Schmerzen verbieteten ihn, auch nur einen davon klar zu erfassen.
Dann hebt er seinen Kopf und blickt auf seinen Bauch.
Ein Arm...ein Arm lag über seinen Bauch, die Finger kraulten leicht Gedankenverloren seine Seite.
Die Augen folgten dem Arm, nach links, zu einen Körper, der halb in Decken eingehült war. Er stockte, folgte aber weiter und ein Kopf direkt auf seiner Schulter.
Doch nicht die merkwürdige Tatsache, dass jemand sich offenbar an ihn herangekuschelt hatte liess ihn schwer atmen, nein, sondern die Person, die es war: Sienara.
Es war Sienara, sie hatte sich an ihn rangekuschelt, an ihrer Hand auch ein Ring.
"Kann es Möglich sein?"
Sein Kopf viel zurück, der Schmerz verblasste, denn nun musste er nachdenken.
Sienara lag neben ihn, in seinen Bett und beide hatten Ringe.
Er kniff die Augen zusammen, versuchte angestrengt nachzudenken, was geschehen war...doch es wollte sich ihm nicht offenbaren.
"Denk nach, Malachai....",murmelte er leise, ohne Sie aufzuwecken.
Sienaras Kopf drehte sich leicht auf seiner Schulter, wieder hielt Malachai den Atem an...doch...es war nicht unangenehm.
Wielange misste er dieses Gefühl von einen liebenden Menschen, der sich an einen herandrückt und ihn nicht mehr los lassen will.
Abermals hob er den Kopf und schaute ihr nun genauer ins Gesicht.
Sie lag richtig niedlich dort, den Arm über seinen Bauch, einige Haarsträhnen hingen ihr ins Gesicht...ruhig...friedlich...in ihren Träumen...fern ab von allen Sorgen.
Doch nein...er musste sich fassen, seine Gedanken ordnen.
Er lag mit ihr im Bett, Sie hatten beide Ringe....Ringe?
Ohh nein.
Es kam Malachai wie ein Blitzschlag.
Sie scherzten erst...gestern...vorgestern...na vor kurzem...gemeinsam am Lagerfeuer.
Er war deprimiert und voller Sorge...und Sie brachte ihn zum Lachen. Sie alberten rum, späßten damit, dass Sie heiraten sollen.
Heiraten?
Nein...er kann nicht...sie würde nicht...
Nein...Sie ist Arsens Schwester...Sie ist mit Andreas zusammen...nein...Malachai würde Sie nicht heiraten...er war ein Mörder...ja...er folterte Menschen...ja...doch immer nur jene, die es verdient hatten. Nie würde er einen Freund schaden zufügen, sei es körperlich, sei es seelisch.
Wieder glitt seine Hand an den Kopf, wieder diese Schmerzen.
Er streifte sich damit durchs Gesicht, da roch er es, als er ausatmete.
Alkohol?
Er stank nach Alkohol, er drehte seinen Kopf zu ihr...sie roch auch danach.
Haben Sie getrunken? Haben Sie in diesem Zustand etwas dummes getan? Geheiratet?
Und was dann?
Haben Sie sich geküsst? Vielleicht tiefere zärtlichkeiten ausgetauscht? Aber...das konnte er nicht...das konnte Sie nicht...er war verheiratet, sie vergeben...nein.
Wieder blickte er zu ihr und seufzte.
Er tat eine Dummheit von großem Ausmaß...er schadete seinen Freunden, seinen Schüler...und er schadete ihr...er hat ihr Probleme bereitet, wie solle Sie es den anderen erklären? Ihrer Familie? Ihren Geliebten...er hätte ihr gleich einen Dolch in ihr Herz rammen können, dann wären die Qualen für Sie nicht so schlimm als Sie vielleicht sein werden, wenn Sie erwacht und bemerkt, was geschah.
Er hatte Sie gerne...vielleicht hatte er mehr für Sie empfunden, als er glauben mag. Doch wäre es Liebe?
Sein Körper...er stritt durch die Nacht, sprang von Dach zu Dach und war aufgeregt, gar glücklich...und hat sich die Kleidung des Schattenlords übergezogen...
Und Malachai hatte keine Kontrolle darüber.
Tut sein Körper das, wonach sich Malachai sehnt? Ist er nahe des Randes zum verrückt werden?
Stillt er selbstständig seine Sehnsüchte, schreit danach, wieder ein Schattenlord zu sein, brüllt die Gefühle für andere hinaus.
Ja...vielleicht empfand er doch mehr für Sie...trotz der inneren Unruhe, die sich über die Situation breit machte, würde er solch eine Situation mit niemanden anderen teilen als mit ihr...und auch wäre Sie der letzte Mensch, den Er in solch eine Situation brachte.
Doch nein...es ging nicht...es wäre nie seine Art.
Er wusste, wie sehr Andreas Sie liebte, was er für Sie tun wollte...
er sprach ihm ein...er predigte ihm immer, dass man nur solange kämpft, solange es um etwas zu kämpfen geht...und das...der Verlust....
Malachai wollte nicht weiter nachdenken, doch nun kamen die Gedanken unkontrollierbar.
...der Verlust eines Liebenden einen Menschen verändern kann...negativ...
Nein, was hat er getan...was hat er nur getan?
Andreas...Sienara...er hatte die beiden zusammen geführt...und nun zerstört er es?
Er wäre am liebsten aufgesprungen und auf Schattenhuf geflüchtet und weit weit weg geritten, fern ab von jenen Menschen, die ihm etwas bedeuteten....
Leid, Hass, Zerstörung, Tot...das sind die Attribute, die er verbreitet, ungewollt, doch er tut es und jeder, der in seiner Nähe ist, leidet schrecklich.
Abermals bricht unheil über die Akademie herein...Abermals ist es Malachai, der daran beteiligt ist...und abermals...
...hat er keine Ahnung, wie das geschehen konnte.
Er schloss die Augen, er musste ruhen, die Schmerzen brachten ihn um den Verstand.
Sicher, innerlich brüllte sein Inneres, abzuhauen...doch nein...er würde nicht fliehen, er würde einen Menschen, der ihm seit dem ersten Tag so sehr ans Herz gewachsen war nicht alleine lassen und sich dem kommenden Stellen.
Ja, er hat Sie öfters dem Wahnsinn nahe gebracht...und dennoch...konnte er nicht verleugnen Sie nicht zu mögen.
Dann, sein Körper, gab auf, sein Arm rutschte langsam aus seinem Gesicht hinüber auf ihre Schulter, während sein Geist schon wieder im Schlafe versunken ist.
Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 11:06
von Selina Talmar
Immer noch war es dunkel und so langsam zerrte die Dunkelheit an ihren Nerven. Immer nru Dunkel und keine Sonne den ganzen Tag nur künstliches Licht. Sie wand sich seufzend vom Fenster ab. Es zerrte einerseits an den Nerven andererseits fand sie die Dunkelheit anziehend. Sie konnte ungesehen überall hin, ungeniert konnte sie lauschen und beobachten.
Doch diese Zerrissenheit zerrte mehr an den Nerven, als die ewige Dunkelheit. Warum konnte sie das Ganze nicht einfach als nervig betrachten. Nein sie musste es ja genießen.
Und auch Arsen schien die Dunkelheit zu faszinieren, gar anzuziehen, doch was geschah mit ihnen?
Sie waren gewohnt sich im Schatten zu bewegen, aber nun brauchten sie keinen Schatten, es war schlicht weg egal. Sie fügten sich nahtlos in die Dunkelheit ein.
Doch das war nicht das einzige was sie beunruhigte. Vor einigen Tagen erst war sie durch Bajard geschlichen, nein das konnte man nicht sagen, sie war einfach durch die Straßen gegangen. Es war ein seltsames Gefühl. Irgendwie berauschend. Kurz schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf. Warum durch die Straßen gehen, wenn sie auch über den Straßen verweilen konnte.
Doch sie verwarf den Gedanken rasch wieder. Auch wenn die Fässer und Bretter sehr verlockend waren. Was um alles in der Welt wollte sie dort oben?
Es war halsbrecherisch und doch? Der Wind riss ihr die Kapuze vom Kopf und sie blickte unwillkürlich hoch.
Doch keine Sterne erhellten den Himmel kein Mond. Sie zog die Kapuze schnell wieder über ihr Haupt. Selbst in dieser Dunkelheit fiel ihr Blondschopf auf.
Sie kehrte den Brettern den Rücken und ging zum Hafen. Doch irgendwas veranlasste sie immer wieder zu den Dächern empor zu sehen auch wenn sie teilweise in der Dunkelheit verschwanden und man nichts sah. Irgendetwas zog ihren Blick immer wieder an. Doch die Dunkelheit verschluckte alles.
Und dann hörte sie es. Ein Jubelschrei. Befreiend klang er und vollkommen aus dem Herz desjenigen entspringend.
Doch er war seltsam vertraut. Selina blickte wieder zu den Dächern hoch. Doch nichts war zu sehen. Selina blickte sich um. Bretter und Fässer an einer Hauswand. Geschickt kletterte sie über den Müll und zog sich auf das Dach hinauf. Nun war sie doch oben und blickte über das kleine Dörfchen hinab.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl sie taste sich zum Schornstein und lehnte sich gemütlich an.
Es war seltsam das Dorf von oben zu sehen. Ein berauschendes Gefühl.
Der Wind zerrte an ihrem Umhang und riss ihr wieder die Kapuze vom Kopf. Einen kurzen Moment stand sie mit wehendem Zopf, stolz aufgerichtet auf dem Dach und Blickte auf die anderen Dächer. Dann zog sie den Kapuze wieder über und sprang hinunter. Sie landete sanft im Gras hinter dem Haus und verschwand Richtung Hafen. Auch auf dem Dach hatte sie niemanden gesehen.
Und doch hatte sich etwas verändert, sie konnte nur nicht sagen was.
Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 23:54
von Malachai Schwarzmourne
Die Wellen schlugen gegen die Seiten des Schiffes. Ein Sturm zog langsam auf und ein Matrose kam zu einer, am Buck einsamen stehenden und verhüllten Person.
"Aye der Käpt´n meint, ihr solltet lieber unter Deck gehn...das wirdn schlimmes Unwetter und die Dunkelheit macht es nicht einfacher."
Der Vermummte blickte nur auf das kleine Fleckchen Lameriast, was er noch erkennen konnte und welches mehr und mehr von der Dunkelheit verschlungen wurde.
"Aye...nun gut...ich soll´s nur ausrichten...soviel Gold wie ihr bezahlt habt...damit ihr schnellstmöglich nach Bajard kommt...ist schon irgendwie krank."
Er lächelte, der Matrose, als hoffe er, der Vermummte verstünde seinen Humor und würde nun eine Reaktion zeigen, doch dem war nicht so.
"Ähm..nun gut...ich geh unter Deck...sagt bescheid, wenn ihr über Bord geht, dann können wir umkehren."
Er lachte und ging von danen, doch der Vermummte blickte nur weiter in die Richtung, wo er gerade noch Lameriast sehen konnte.
Der Wind liess seinen schwarzen Umhang über den Boden tänzeln, während ein ab und an aufkommender Blitz kurz seine Konturen zeigten.
Er fasste an die Reling, und seufzte.
Soviele Gedanken gingen Malachai durch den Kopf...und ebenso viele Ängste.
Was tat er bloß?
Was hat er angerichtett?
Arsen...Selina...
Andreas...
Sienara...
Soviel Leid...mit einem Schlag.
Er erinnerte sich an sein Gespräch mit Sienara...Sie zeigte Gefühle...er war innerlich erschrocken.
Sie war wütend...wütend darüber, dass Er vor Selina ihre Ehe als großen Fehler bezeichnete.
Sicher, es war eine Dummheit, aber nicht, mit ihr liiert zu sein, sondern die Art, wie Sie es taten.
Er war verheiratet, Sie war Vergeben...mit einen seiner Schüler...mit einen Freund.
Er hatte ihn von seinen rechten Wege abgetrieben, all das, wovor er ihn warnte, hatte er nun ausgelöst.
Der Verlust der Liebe kann einen Menschen gar schrecklich werden, ihn zu einen Monster wandeln...Malachai wusste es nur zu gut.
Er hielt ihre Hand, Sienaras, Sie sorgte sich um ihn, sie wollte ihn nicht alleine ziehen lassen.
Doch Sie musste, Sie war nicht sicher bei ihm...keiner war es.
Wieder hellte ein Blitz auf und die Wellen wurden stärker.
Das Schiff began stark zu schaukeln, doch weiter nur steht der Vermummte dort.
Sienara...er hatte Gefühle für Sie...ja...dem war er sich klar. Doch wie weit reichten Sie? Er sorgte sich um Sie, er hatte Angst um Sie...doch war es Liebe?
Er liebte Inara, dem war er sich sicher und daran hatte er keinen Zweifel...doch Inara...Sie war Melora...und liebte Melora Ihn?
Oder verlor Sie auch die Kontrolle, wie es Malachai nun verliert. Hat ihr inneres sich ihren Wünschen statt ihrem Verstand gebeugt? Hat jenes Sie dazu veranlasst, zu vergessen? Ihn nicht mehr zu lieben?
Er könnte es verstehen...welch Ängste und Qualen Sie erleiden musste, nur weil sie mit dem Schattenlord verheiratet war.
Wie oft kam er nachhause, Blutüberströmt, mit vielen Wunden...wie oft hatte Sie Angst, wenn er nicht kam, dass er Tot sein könne...oder sich stetig fragend, wieviele Menschen er selber getötet hatte?
Stetige Angst, Feinde von Malachai könnten sich an Sie vergreifen...an ihren Sohn...und wissend, dass ihr Sohn auch ein Schatten ist.
Und nun, er drang wieder in ihr Leben und Sie leidete wieder...Melora...
Er seufzte, eine Träne ran ihn hinab, während seine Finger sich in das Holz des Schiffes bohrten.
Arsen...
Diese Wut, die er spürte. Er war nicht kalt, nein, so wie man es vielleicht erwarten würde.
Er war voller Zorn...Zorn, den Malachai spürte. Ihn traf es am härtesten...und Malachai verstand nicht, warum.
Sicher, Sienara war seine Schwester...doch nein...da musste mehr dahinter stecken. Er wäre wohl am liebsten gen Malachai gestürmt und hätte ihn einen seiner Dolche in den Bauch gerammt. Malachai wusste, dass er mehr als einen im Ärmel hatte, doch er hätte es darauf ankommen lassen...es wäre sein verdientes Recht. Getäuscht hat er ihn...und er atmete aus, nicht gegen Arsen antreten zu müssen. Seine Kraft in jenen Moment wären sicherlich durch den Zorn von denen Malachais bei weitem überlegen gewesen.
Und Selina...sie ist eine starke Schatten...das Gegenpol zu Arsen...Sie ergänzen sich beide wunderbar und das macht beide so gefährlich. Sie rief nach ihm, wo er im Bette lag...noch mit ihr...
Und solche Wut...Malachai hatte solche Wut noch nie in ihr gehört. Unberechenbar...und dann, am Feuer, so kühl.
Sie schlug ihn...er hatte es verdient.
Doch, im Gegensatz zu Arsen, hörte Sie ihn an...und nahm Marick mit.
Und dann Cyrion...sein Bruder...ihn liess das wohl alles am ehesten kalt..er stand zu ihm...er war da...wie immer, wenn Malachai ihn brauchte. Er war sein Blutsbruder...und das würde er immer bleiben...er sorgte sich um Malachai, er will ihm helfen, bot ihn an, bei sich zu übernachten...und auch, wollte er seine eigenen Probleme zurück stecken. Im Hause Elbenau? Er würde dort dienen. Malachai missfiel der Gedanke, dass Cyrion soviel mit dem Adel zu tun hatte, doch er sah in seinen Augen Cyrions Wunsch danach. Niemals würde er ihn davon abhalten, mehr wird er immer an Cyrions Seite bleiben...und ihn Unterstützen...so wie er es tat.
Dann Andreas....
Er hätte Malachai umgebracht, dies war er sich sicher. Und doch, lastete nur auf seinen Schultern, dass er womöglich jemanden zu einen Mörder gemacht hat, welchen er erst vor einigen Tagen davor abhielt.
Andreas...nein...er war ein guter Mensch...
Malachai vergrub sein Gesicht in seine Hände, die Gedanken, was nun geschah, zerreissen ihn innerlich und lassen ihn immer schwächer werden. Nicht nur körperlich...nein...geistig...
Andreas...er hat nun den Glauben verloren...den Glauben an Freunde...das Vertrauen in seine Liebste...
Er würde gehen...und würde er irgendwann Morden, dann war es Malachais Schuld. Er hat eine gute Seele verdorben...und welcher böse Geist ihn befangen hatte, er verstand es, Leid zu verursachen..mehr, als Malachai es jemals bewusst jemanden zufügte.
Zuletzt...er liess nun Sienara alleine...Sie, die sich all dem nun stellen muss. Sie wollte ihn nicht ziehen lassen, sie wollte mitkommen, bei ihm sein...sie sorgte sich um ihn...
Doch nein...so war sie sicher...wer weiß...was er ihr antun würde...
Er solle nicht vergessen, wer er ist...solle sich nicht dagegen sträuben...das predigt Sie ihm schon solange ein.
"Für Selina, Arsen und für mich bist du der Schattenlord..."
Ihre Worte hallten durch seinen Kopf...er soll es sein...sich nicht dagegen sträuben...doch er wollte es nicht...nicht mehr...er wollte doch nur ein Vater sein...fern ab von all dem Unheil...fern ab von all den Kriegen...und seinen Sohn ein friedliches Leben geben.
Und nun?
Er liess alle zurück, die ihm wichtig waren...aus Angst, ihnen mehr Leid anzutun, als er es schon tat.
Tränen ringen seiner Wange hinab, vermischt mit den Tropfen des Regens, der nun stark vom Himmel hinunter prasselt, als wolle er dem Leid das richtige, szenische Bild liefern.
Er verlor sich...langsam, in einen Meer aus Gefühlen und Gedanken...und er wusste nicht, wie er all dies aufhalten konnte.
Verfasst: Montag 24. November 2008, 10:04
von Arsen Talmar
Dunkelheit liegt über dem Gelände der Akademie und damit meine ich nicht jene welche mir so vertraut ist, die meine Augen durchdringen als wäre sie durch Kerzen schwach erleuchtet, die mir ein Hochgefühl bereitet, mich immer wieder hinaus ins Freie lockt und meinen Leib umschmeichelt wie eine zweite Haut. Nein es ist eine andere Dunkelheit, die der Herzen, der Schwermut, des Verrats … Verrat durch zwei Menschen die mir so nahe schienen und nun weiter entfernt scheinen als je zuvor, Verrat durch Sienara und Malachai. Wieder spüre ich diese Wut in mir, diesen unbändigen Zorn, den ich vor Stunden ihnen entgegen warf, als ich diese ungeheuerliche Nachricht aus Selinas Munde vernehmen musste: Verheiratet! Einem Fluch gleich schallt das Wort noch immer in meinen Ohren, martert mein Gehirn und lässt es erdröhnen als würde eine Glocke in ihm geschlagen. In einem einzigen Moment wurde dieses Wort, welches soviel Frieden und Glück bedeutet, ins Gegenteil verkehrt von diesen Zweien, traten sie das, was mir als einziges wirklich heilig ist, mit Füssen und zogen es ins Lächerliche durch eine Laune aus Trunkenheit!
Die Holzwaffe in der Hand trete ich an die Strohpuppe damit ich diese schmerzende Wut herausschlagen kann, die mich zerfrisst wie ein schleichendes Gift, die mein Blut immer mehr zum rasen bringt. Der erste Schlag und hab ihn wieder vor Augen, jenen Augenblick als Sienara und Malachai zu uns ans Feuer traten, sie mit erhobenem Kopf, mit stolzen, ja fast arroganten Blick. Stolz! Sie war auch noch stolz auf diese … diese Farce! Mit aller Kraft schlage ich zu um dieses brennende Blut zu kühlen das aufs neue Hochzulodern scheint, will sie schlagen, ihr diesen Stolz herausprügeln, ihre Arroganz … und ihr Entsetzen. Selina hatte das bemerkt was ich nicht mehr sah in meiner Wut, wie sie schreckensbleich wurde bei den Worten die ich ihr entgegenschleuderte. Ich halte inne und blicke kurz dorthin wo ich sie weiß, vielleicht in unruhigem Schlaf, vielleicht wach liegend. Warum, Schwester, warum? Stumm auch jetzt diese Frage, stumm auch in dem Moment am Feuer, unausgesprochen, ungefragt … ein Fehler mag sein, aber zu groß die Enttäuschung auch noch jetzt, jene Enttäuschung die vor allem ihn trifft … Malachai!
Oh, es brennt das Blut … Malachai … ausgerechnet er, der von unendlicher Liebe sprach, das er seine Frau für alle Zeit lieben würde, er bat nun um Verständnis … Verständnis!! Oh dieses Feuer, diese Gluthitze in mir … immer mehr treibt es mich, immer mehr scheine ich zu verbrennen bei dem Gedanken! Ich muss etwas tun, ihn treffen, schlagen … ja schlagen muss ich ihn! Wild hämmert die Waffe auf das Stroh der Puppe, ich merke es nicht mehr, denn sie ist es nicht die ich treffe, nein, ihn treffe ich wieder und wieder, so wie ich ihn treffen wollte als er Verständnis erhoffte. Verständnis für jenen Verrat den er beging … Verrat … Verrat an dem was mir heilig ist, an der Ehe diesem Bund der zwei Menschen für immer vereinte, jener Bund der Liebe, die wahre Königin und Göttin der Menschen … Verrat an Inara, mit der er eben diesen Bund einging und nie löste, von der er noch sprach mit Sehnen und Hoffen, die er nun wieder fand und nun so schändlich missachtet … Verrat an seinem Sohn, dem kleinen Wurm der zuhause bei uns schlummert, dem er so die Mutter nimmt, den er zurückließ für eine Hochzeit aus Laune ... ! Oh diese Hitze ...sie wird mehr, immer mehr, ich koche, ich rase und mit mir diese Wut, dieser Zorn auf ihn … wie konnte er so schwach sein, sich dem Trunke hingeben, die Kontrolle verlieren! Wahrscheinlich noch der Lust frönen und sie mit meiner Schwester hinausschreien in die Dunkelheit! Das Blut rauscht in meinen Ohren, fließt durch die Adern wie brennendes Öl, ich verbrenne innerlich bei dem Gedanken dass die beiden … ein Schattenlord hat nicht schwach zu sein! ‚Hast du so auch alle anderen in den Tod getrieben’ schreie ich stumm und schlage immer wieder mit der Waffe in seine grinsende Fratze, die mich höhnisch anlacht. Nein, er ist es nicht wert sich so zu nennen, diese Macht in den Händen zu halten, die er nun achtlos liegen lässt wie Abfall, Dreck … ja er beschmutzt sie, er ist unwürdig sie weiter die seine zu nennen. ‚Unwürdiger!’ schleudere ich ihm meine Verachtung entgegen ‚ gib sie her! Mir gebührt sie diese Macht, dieses Blut, mir nicht einem Schwächling wie dir, einem Verräter, nein mir, mir, MIR …’
Auf einmal kein Widerstand mehr, ich falle, die Waffe fällt und ich mit ihr, finde zurück in die Welt als ich zu Boden sinke. Die Raserei weicht von mir, klärt sich wieder meinen Blick, bringt Kälte dort wo vorher Feuer und Brand war. Was geschieht mit mir, woher diese Raserei, diese Mordgier, beginne ich dem Wahnsinn zu verfallen? Hat Selina doch recht wenn sie sagt etwas geschieht mit uns, nimmt uns die Kontrolle über uns, hat dann auch … er recht, er, Malachai? War auch er nicht mehr Herr seiner Sinne? Aber er ist doch der Schattenlord, er muss doch … nein halt ein, Arsen, er ist kein Gott, er ist Mensch wie du, kann schwach werden, kann Schmerz erleiden, kann sterben! Und wenn selbst er nicht mehr er selbst ist, wie wenig war dann meine Schwester sie selbst. Ich stehe wankend auf meinen Beinen, sehe zu der zerfetzten Puppe, sehe das Werk meines Wahns, meines Rausches und beginne zu begreifen. Nein, ich heiße es immer noch nicht für gut was beide taten, es war falsch und wird immer falsch bleiben, aber ich habe nun am eigenen Leib erlebt was mit uns passiert, wie sehr uns das bewusste Handeln aus den Fingern entgleitet, und wenn darauf einer Antwort geben kann dann er, Malachai! Ja, Selina hat recht, ich sollte, ich muss ihn anhören, ebenso wie Sienara…
Der Weg zurück ist lang und einsam, auch wenn ich einmal glaube Hufschlag zu vernehmen und einen Schatten vorbeifliegen zu sehen, wahrscheinlich wieder ein Anflug dieses Wahns. Kann ich meinen Sinnen noch trauen die mich zu dem machen was ich bin? Aber ist das überhaupt die Frage die ich mir überhaupt stellen, auf die ich eine Antwort finden muss? Nein, diese Antwort ist es nicht die ich suchen muss, ich weiß es, ich fühle es … den ich höre sie die Frage, als ich die Türe öffne, den Brief finde, sie begleitet mich hinab in den Keller wo ich Selina vorsichtig wecke um Sarah und Marrik nicht zu stören, ihr diesen Brief zeige und als sie mich fragend anblickt da er tönt sie so laut als würde sie jemand neben meinem Ohr in die Welt schreien:
WER BIST DU WIRKLICH, ARSEN?????
Verfasst: Montag 24. November 2008, 12:56
von Selina Talmar
Dunkelheit. Tiefe schwarze Dunkelheit. Sie sah nichts, war blind. Wann war das das letzte mal geschehen?
Niemals zuvor. Noch nie hatte sie solche tiefe Wut empfunden wie in dem Moment, als Stephanus unbedacht die Worte aussprach :” Malachai hat Sienara geheiratet”
“MALACHAI” der Schrei halte durch die Gebäude der Akademie, sie hörte ihn jedoch nahm sie ihn nicht als ihren wahr. Wo war er?
Blind rief sie durch die Akademie immer wieder. Bis er endlich auftauchte. Sie sah ihn an. Und sah ihn nicht. Zorn kochte in ihr. Zorn der nicht zu ihr gehören konnte. Sie sah Malachai und fauchte ihn an er solle sein allerwertesten zum Feuerbewegen und zwar sofort.
Cyrion ihn hatte sie fast vergessen, tauchte verwirrt auf, sie nahm ihn nur eben wahr in ihrem Zorn auch er kam nicht ungeschoren davon. Sie scheuchte ihn los Arsen zu holen, sie würde sonst Malachai zerfleischen.
Der Zorn gehörte ihr nicht, sie war nicht sie selbst. Blut kochte in ihren Ohren, es rauschte, übertönte jeglichen Gedanken. Sie musst edle Wut bezwingen, musste ruhig werden, sie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie musste die Wut herauslassen, sie konnte so nicht ihm gegenübertreten, sie würde ihn zerfleischen, ihrer Wut freien Lauf lassen. Sie krallte die Fingernägel in den Lederschutz ihrer Arme. Es knirschte. Sie riss Spuren in das Leder, sie merkte es nicht. Wieder sprang sie auf und schrie nach Malachai. Kalt und fern klang ihre Stimme, noch immer wusste sie nicht, woher diese Wut kam, diese unbarmherzige Wut. Dieser Drang ihre Nägel in das Gesicht von Malachai zu graben. Ihm Schmerz zu zufügen. Nein sie gemusste sich beherrschen, sie konnte , nicht er war ein Freund. Sie vertraute ihm, es gab eine Erklärung für alles, es musste eine geben.
Beruhige dich Selina, beruhige dich, du kannst ihm so nicht entgegentreten. Du darfst ihn nicht verletzen es geht nicht. Sie wartete. Sie wartete und immer noch rauschte ihr Zorn in ihren Ohren. Er kochte, schwoll an, wurde lauter, wie ein Orkan. Und dann? Stille.
Nichts mehr. Keine Wut mehr, sie öffnete die Augen. Sie sah wieder deutlich, sie sah das Feuer, sie sah die Wiese, sie drang durch die Dunkelheit.
Was war jetzt los?
Sie blickte auf ihre Finger. Nun schien alles langsamer zu laufen, sie sah schärfer. Alles um sie herum nahm Konturen an, die sie so noch nie gesehen hatte. Sie sah deutlich die Schatten eines jeden Gegenstandes. Schärfer und klarer traten sie hervor. Sie hatte ihre Wut nicht weggesteckt sie war noch spürbar, sie fühlte es als sie ihren Finger auf ihr Handgelenk legte und den Puls darunter rasend spürte. Was geschah mit ihr?
Was war los? Warum auf einmal diese Ruhe? Wo war der ohrenbetäubende Lärm hin? Sie spürte noch das rauschen, aber ihr Verstand arbeitete wieder sie hatte nicht mehr das blinde Verlangen ihre Fingernägel in sein Gesicht zu graben, sie hatte nicht einmal verlangen sonst irgendwo ihre Wut abzulassen. Die Wut half ihr erstaunlicher Weise kalt zu denken. Doch als sie auf ihre Arme schaute erschrak sie, dunkel traten die Adern hervor, aber sie waren nicht schwarz, nur deutlich zu sehen und dunkler. Sie sah wie sie pulsierten, wie sie unaufhörlich pulsierten, ja sie kochte noch.
Arsen trat hinter sie, sie drehte sich und schleuderte ihm mit schärfe die Worte entgegen. Er begriff nicht, er schaute sie stumm an. Er dachte an einen Scherz, doch Sie scherzte nicht, über die Ehe machte sie keine Scherze, wusste sie doch, dass es für ihn das heiligste war, was sein Leben begleitete und nun wurde dies einfach mit Füßen getreten. Noch immer schien sie nicht Herr ihrer Sinne zu sein, seltsam kühl betrachtete sie die Situation. Es schien Ewigkeiten zu dauern bis Malachai und Sienara kamen.
Sie blickte beide kalt an und sah direkt, es ging ihnen nicht gut. Sie sah jedes zusammenzucken der Beiden, sah die Blässe, sah die Schmach, die Trauer, die Verzweiflung. Wieder der Blick auf ihre Hand. Immer noch spürte sie das Pulsieren ihres Blutes, immer noch kochte die Wut in ihr.
Doch sie ließ sie nicht die Oberhand gewinnen. Sie sah weiterhin klarer denn je. Doch Arsen er war wie im Wahn. Sie wusste, der Dolch neben ihr im Stamm hatte keine Bedeutung.
Sie wusste nur, sie musste schnell handeln. Als Malachai sich erhob., stand sie vor Arsen ohne recht zu wissen, wann sie aufgestanden war. Sie wollte Malachai nicht hindern auf Arsen zuzutreten sondern Arsen Malachai zu verletzen-. Mit Worten hatte er bereits getroffen, dass sollte reichen. Dann spürte sie den Luftzug hinter sich und wusste Arsen war weg.
Sie schleuderte Malachai entgegen das die Ehe für Arsen heilig ist, doch sie blieb. Sie hörte zu und sie begriff. Doch nun kochte es wieder in ihren Ohren, Sie griff zum Dolch. Denn Malachai hatte Arsens werte mit Füßen getreten, hatte ihrer aller Bemühungen getreten, hatte sie verraten. Nein hatte er nicht sie rang mit sich und dann, ohne es wirklich zu wollen, zog sie ihre Hand zurück und schlug zu, ein einziger Schlag reichte aus, damit das Rauschen aufhörte. Geistesgegenwärtig hielt sie Malachai fest um zu verhindern, dass er fiel. Sie hatte sich unter Kontrolle, sie beherrschte sich, sie hörte ihn an.
Ja sie begriff, sie merkte es gerade am eigenen Leib, das etwas nicht stimmte, aber was?
Was geschah mit ihnen.
Arsen war immer noch im Wahn. Auch als sie nach hause kamen. Sie mussten weg. Sie hatten Marick mitgenommen. Selina redete auf ihn ein, versuchte ihm deutlich zu machen, das etwas nicht stimmte, doch sie konnte ihm nicht sagen, was sie vorher gespürt hatte, sie konnte es nicht in Worte fassen. Denn als sie seine Hand sah erschrak sie. Schwarzes Blut. Sie sah ihn an forschend ihr Blick. Und sie sah es in seinen Augen, er hörte zwar ihre Worte, aber sie drangen nicht zu ihm durch. Er verstand nicht. Er wollte nicht, zu sehr war er gekränkt, verletzt und verraten. Sie wusste es, sie kannte ihn und sie wusste auch er würde Malachai verletzen. Sie brachte ihn zumindest soweit, dass er Malachai nicht töten würde. Mehr konnte sie wohl nicht verlangen.
Sie döste in seinem Schoß ein, nachdem das Rauschen in ihren Ohren nachließ. Es klang ganz langsam ab.
Doch dann wurde sie wieder wach. Sie hörte dumpf den Hufschlag eines Pferdes. Er war weg.
Und etwas sagte ihr wo er war und wie er weg geritten war, zeiget ihr, dass er immer noch im Wahn war. Sie band ihr Pferd los und folgte ihm ruhig.
Sie hatte recht gehabt, er war in der Akademie. Wie von Sinnen drosch er auf die Puppe ein. Sie stand einfach da und sah ihm zu. Sie hatte sich vollkommen beruhigt, ihre Adern waren wieder normal, ihr Puls raste nicht mehr. Und dennoch sah sie deutlich durch die Dunkelheit, sah fast seine Gedanken vor sich. Eine Weile stand sie da und sah ihm zu. Dann verschwand sie in der Dunkelheit so leise wie sie gekommen war. Sie wusste er hatte sie nicht bemerkt. Mit einigen Umwegen kehrte sie nach Hause zurück, sie genoss die Nacht und ordnete ihre Gedanken. Als sie zum Haus kam sah sie eine Gestallt sie ahnte wage wer es war, doch sie machte keinen versuch ihn aufzuhalten, es war zu früh, die Wunde zu frisch.
Sie hob den Brief auf las ihn kurz und legte ihn zurück, Arsen sollte nicht wissen, das sei ihm gefolgt war. Das musste er mit sich selbst abmachen, er musste aus diesem Wahn kommen.
Also tat sie so als schliefe sie und wartete auf seine Rückkehr.
Ihre Gedanken schossen durch ihren Kopf wie zu vor das Blut in ihren Ohren.
Was waren sie, was geschah mit ihnen?
Verfasst: Montag 24. November 2008, 15:05
von Sarah Schwarzmourne
Die letzten Tage und Nächte waren seltsam, die Menschen zu denen sie langsam aber stetig vertraute veränderten sich. Veränderten sie sich wirklich? Sarah war bemueht endlich zu lernen sich vernuenftig auszudruecken und sich anderen mitteilen zu koennen was wirklich nicht einfach für sie war, ständig neue Worte und oft war keiner da den sie fragen konnte. Arsen und Selina waren sehr bemueht doch ist es schwer etwas zu erklären wenn man nicht weiss was eigentlich zu erklären wäre. Aber selbst ihre Wissbegierde hielt sich die letzten Tage in Grenzen, wo ist sie hin die wärmende Sonne, weshalb geht sie nicht mehr auf? Aber es war nicht einfach nur Nacht, nein, Sarah liebte es Nachts durch die Wälder zu streifen, zu jagen oder einfach nur im nächsten Baum zu hocken und hochzublicken, aber da war diesmal nichts zu sehen, weder Sterne noch ihr geliebter Mond. Und doch, diese Dunkelheit faszinierte auch, am liebsten würde Sie wieder draussen bleiben, laufen bis zum umfallen, in den Bäumen hocken und beobachten, aber es war nicht nur dunkel, nein es wurde immer kälter und auch wenn das Sarah nicht so viel ausmachte, Selina hatte erst ein längeres Gespräch mit ihr, sie sollte nicht alleine durch die Gegend laufen, sollte bei Ihr und Arsen bleiben, auch wenn Sarah nicht verstand weshalb und wer dieser Lion eigentlich war von dem Selina dabei sprach, sie spürte dass es Selina wichtig war und so wartete sie auch an diesem Abend bis die beiden zurueckkamen.
Sarah sass unten vor dem Kamin und spitzte neue Pfeile an als die beiden von der Akademie wiederkamen, rasch packte sie ihre Sachen zusammen und eilte hoch um sie zu begruessen, aber sie blieb dann halb in der Lucke stehen und sah die beiden erstmal nur still an. Selina stand noch halb an der Tüere, scheinbar bemueht Arsen nicht anzusehen und Arsen mit dem Rücken zur Lücke, die Luft schien so dick dass man sie schneiden konnte, und die Stimmen mit denen sich die beiden unterhielten klangen ganz und gar nicht wie sonst, kalt, bedrueckt, vorwurfsvoll und teilweise richtig agressiv kamen ihr die Worte vor. Leise und unsicher drueckte sie sich hinter Arsen die letzen Stufen hoch und lies sich rasch auf den Fällen nieder, die beiden beobachend und still zuhoerend.
Schon wieder so viele Worte die sie nicht zuordnen konnte, um was ging es da eigentlich? Malachais Name fiel kurz, aber was hatte er getan dass die beiden sich angingen? Hat er vielleicht vor den Leitwolf abzuloesen? Nein das war es nicht denn nun sprachen sie auch ueber Sienara, und in dem Zusammenhang wieder ein neues Wort. Sarah gab es irgendwann auf herauszufinden worum es eigentlich geht, aber irgendetwas stimmte nicht, spätestens als Selina auf Arsen zuging und die Hand ausholte wusste Sarah dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Es dauerte nach diesem vorfall nicht mehr lange bevor die beiden hinuntergingen und Selina Sarah noch fragte ob sie mitkommt.
Natuerlich blieb sie nicht alleine oben, aber dieses Gespräch, wenn man es so nennen wollte hat sie auch sehr verunsichert und sie blieb auf den Stufen sitzen. Anfangs. Denn schon kurze Zeit später machte sich Marrick bemerkbar, und von den Stufen konnte sie den kleinen nicht sehen. Die beiden waren noch immer damit beschäftigt sich Worte an den Kopf zu donnern von denen Sarah ohnehin nur die hälfte verstand und so machte sie sich dran wieder nach oben zu gehen und Milch zu holen mit der Sie dann rasch wieder runterging und sie Selina hinhielt mit den Worten: Marrick nicht satt. Aber anstatt ihm die Milch zu geben setzte sie sich auf die Felle, nahm den Kleinen und winkte Sarah zu sich, sie zeigte ihr wie sie es machen musste und drueckte ihr kurz drauf Marrick in die Arme sie weiter beobachtend ob sie hilfe braucht dabei. So vorsichtig wie sie noch nie bewusst war hielt sie den Kleinen fest und war bemueht ihm die Milch zu geben, ein zufriedenes lächeln machte sich nach einiger Zeit auf Sarahs Gesicht breit. Ja für eine kurze Zeit war die Unruhe weg die sich die letzten Tage bei ihr breit machte und selbst dass die beiden langsam ruhiger und wieder etwas friedlicher wurden bekam sie erst mit als Selina es sich auf Arsens Schoss bequem machte. Es dauerte eine Weile bis die Milch fast leer war und Marick nach ein wenig spielen wieder einschlief und Sarah ihn vorsichtig vor ihr zwischen zwei Kissen legte und fragend zu Arsen sah. „Arrsen auuch schlaaft?“
Sarah war alles andere als muede und erneut machte sich diese Unruhe in ihr breit, der Drang hinauszulaufen, über die feuchten Wiesen zu toben, ein wenig zu jagen, sie konnte einfach nicht mehr still sitzen und das versuchte Sie Arsen auch klar zu machen. Arsen erklärte sich dann auch bereit auf Marrick zu achten bis sie wieder zurueck ist und lies sie nach einer Mahn auf sich zu achten und aufzupassen loslaufen was sie auch sofort tat.
Rasch nahm sie Ihren Bogen auf und den Koecher und schon war sie draussen in der Dunkelheit. Wie eine irre rannte sie kreuz und quer ueber die kleine Insel bevor sie ueber die Brücke eilte um nun ihrem Jagdinstinkt zu folgen der sich die letzten Tage immer stärker zeigte. Jagte sie bisher nur wenn Sie hunger hatte, war es jetzt wie ein Zwang jagen zu gehen, aber sie empfand dabei eine Art Befriedigung, ein angenehmes Gefühl nicht weil Sie das Fleisch und das Leder brauchte sondern einfach des Jagens willen. Spontan lief sie hoch zu der kleinen Landzunge nicht weit von der kleinen Insel und auch wenn Sie Arsens Worte deutlich hoerte dass sie da nicht alleine hin solle, ihre füsse liefen wie von alleine und noch bevor sie Bogen richtig in der Hand hatte kam auch schon ein kleiner Ork auf sie zu, schnell und zielstrebig, als ob auch er nur auf Sie gewartet hätte, auch wenn sie schnell und wendig den Schlägen auswich traf er sie doch zwei mal etwas heftiger was sie veranlasste rasch wieder zurueckzulaufen. Nach einem kurzen blick ob sie auch ausser den ueblichen blauen Flecken, und die kommen garantiert nach den dumpfen Schlägen, irgendwelche Schrammen hatte die Arsen oder Selina sehen koennten fielen ihr auch schon ein paar Rehe ins Auge.
Leise und halb geduckt pirschte sie sich zwischen den Bäumen in Ihre Nähe, ja jetzt war sie wieder am jagen wie sie es von Marrrouuu lernte, und rasch zirrte der erste Pfeil auf das groesste der Tiere in der Gruppe, doch bevor es den anderen hinterherlaufen konnte kam auch schon der zweite für das Tier toedliche Pfeil. Zufrieden zog sie es etwas aus dem Wald und gerade als sie damit beginnen wollte es vom Leder zu befreien und zu zerlegen hoerte sie Hufe die genau in ihre Richtung kamen. Aber anstatt rasch das weite zu suchen oder in den Bäumen Schutz blieb sie wie angewurzelt stehen und blickte auch schon auf einen maskierten Reiter. Das Messer in Ihrer Hand hielt sie krampfhaft umklammert, als ob sie damit etwas ausrichten koennte, und blickte unsicher hoch. „Haallooo“ kam es unsicher und leise von Ihr. Der Lärm den man hoeren koennte als der Stein von Ihrem Herzen fiel als die Maske abgenommen wurde und Merrick vor Ihr stand wäre sich laut genug gewesen um ganz Lamerias zu wecken. Rasch stellte sich herraus dass Merrick auf der Suche nach Deidrui ist, doch Sarah hat Sie den ganzen Abend nicht gesehen und konnte leider nicht helfen. Noch groesser wurde aber Ihre Freude als Merrick anbot mit ihr zu jagen. Und was bot sich dafür besser an als dieser Ork mit dem Sie ohnehin noch ein Huehnchen zu rupfen hatte, Arsen sagte nicht alleine, aber das war sie ja nun nicht und so machten sich die beiden auf den Weg hinauf zur Landzunge. Es dauerte wohl einige Stunden bis die meisten der dort lebenden Orken, Zweikoepfe und Oger besiegt waren aber das war wohl beiden nicht bewusst. Zwischendurch schaffte es Sarah sogar zu erfahren dass die kleinen schnellen Ork genannt werden und die grossen langsam Oger waren.
Rasch wurde ueberlegt wohin nun, was konnte man noch zu zweit Jagen, aber ausser dem Orkfort suedlich der Insel fiel Sarah nichts anderes ein und so führte sie Merrick auch dahin, zwar nicht auf direktem Wege, denn von da oben lief sie noch nie hinunter und es gab auch keine Sterne oder den Mond nachdem sie sich hätte orientieren koennen, aber sie fand hin. Doch nicht lange hielt die Freude darueber denn rasch wurde klar dass sie da zu zweit nicht hinein gehen brauchten, Merrick war wohl einer der wenigen die noch klar denken konnte und so machten sich die beiden auf den Weg zur Akademie, auf die Suche nach Gefährten die sie vielleicht begleiten wollten. Erst am Gelände der Akademie wurde Sarah bewusst wie viel Zeit wohl verging seit sie Arsen und die mitlerweile eingedoeste Selina verlies und schlechtes Gewissen machte sich in Ihr breit. Natuerlich war es still in der Akademie, alle schliefen bereits und so verabschiedete sich Sarah und bedankte sich bei Merrick bevor sie rasch nach Hause eilte.
Leise betrat sie das Haus und legt Leder und etwas Fleisch vom Reh in die Truhe am Tisch, danach packte sie Ihren Bogen wieder an seinen Platz und rasch schlupfte sie aus den feuchten Sachen in etwas bequemeres bevor sie ebenso leise hinabschlich. Vielleicht schläft Arsen ja schon und merkt nicht dass sie erst so spät heimkam? Sie schuettelte den Kopf, sie glaubte an vieles aber daran nicht, schmunzelnd ueber sich selbst linste sie um die ecke zum Kamin, Selina und Marrick schliefen und Arsen blickte sie forschend an. Rasch begann sie leise zu erzählen dass sie mit Merrick jagen war und dass sie nun weiss dass ein Oger gross und stark aber sehr langsam ist, und ein Ork kleiner aber viel schneller und nicht weniger Gefährlich, er fragte kaum etwas nach und hoerte ihr recht still zu, scheinbar spürte er wie gut ihr das tat und vielleicht kommen die Vorwuerfe wegen der späten heimkehr ja auch erst morgen, aber das war Sarah nun auch egal, muede und zufrieden kuschelte Sie sich nach einiger Zeit neben Marrick und auch wenn sie ja aufpassen wollte schlief sie doch recht rasch erschöft ein.
Verfasst: Montag 24. November 2008, 16:22
von Sienara Schwarzmourne
Grotesk. Die ganze Situation war grotesk. Nun saß sie hier im Dunkeln, alleine. Alle waren sie in verschiedenen Richtungen und verschiedenen Gefühlszuständen davon geeilt. Arsen mit einer Wut die schon unheimlich war. Nicht mal gegen sie, nein.. gegen Malachai. Sie hatte nur Verachtung geerntet von ihrem Bruder bevor er sie links liegen lies. Als wenn sie nur ein unbedeutender Teil dieser Geschichte war. Nicht wert dass man sich noch länger mit ihr befasst. Dumme kleine Sien!
Malachai erschüttert, verwirrt, es war schwer zu sagen was in diesem Mann vor sich ging. Vielleicht Angst, Scham über das was er getan hat und vor allem mit wem. Wie sagte er, zu Arsen und Selina? Es tat ihm alles so leid. Diese Heirat und alles was geschah. Regungslos stand er vor ihnen. Fast schien es als wünschte er sich den Dolch von Arsen zu spüren. Oh es musste wirklich furchtbar sein für ihn. Die arme Inara. Was hatte man die gute Frau doch verraten mit dieser Tat. Der arme Marrik, sein kleiner Sohn. Man stelle sich vor Sienara müsse für ihn sorgen. Es wäre ein zu dummer Gedanke grade sie mit so was zu beauftragen. Dumme kleine Sien. Sie wusste nicht was sie mehr verletzte, die Tatsache das Arsen sie für eine Hure hielt oder die Tatsache das Malachai es so unangenehm schien grad mit ihr verheiratet zu sein. Verheiratet… Unsinn. Dieses Stück Papier war nicht die Tinte wert mit der es geschrieben war. Er hatte eine Frau und das war nicht sie.
Wieder das Gefühl ein nur unbedeutender Teil zu sein des Ganzen. Je mehr die Wut aufloderte in Arsen und Selina, umso ruhiger wurde sie. Kälte, sie spürte Kälte. Keiner von den Streitenden beachtete sie noch weiter. Niemand sah oder wollte sehen was in ihr vorging. Sie lies sie alleine, verlies das Gelände und irrte durch die Nacht. War es überhaupt Nacht? Sie wusste es nicht. Es war Dunkelheit und das war die Hauptsache. Gnädig kam sie ihr vor in diesem Moment. Die irrsinnigsten Gedanken kamen ihr in den Sinn. Sie würde alle erlösen und nicht zurückkehren. Der Streit würde sich legen und sie bald vergessen sein. Oder ein Kloster! Vergraben hinter dicken Mauern konnte sie keinen Schaden mehr anrichten. Konnte den Schattenlord nicht mehr durch ihre bloße Anwesenheit in Verlegenheit bringen oder zu noch dümmeren Taten verleiten.
„Oh Andreas, was hab ich getan. Du bist der letzte Mensch den ich jemals verletzten wollte.“
Nur dieser Gedanke, dieser leise gesprochene Satz im dunkel der Nacht trieb sie wieder auf das Gelände zurück. Ihm war sie Rechenschaft schuldig. Mit ihm wollte sie reden, sich erklären. Auf Knien um Vergebung flehen wenn es nötig war. So hoffnungslos der Gedanke an Vergebung auch sein mag in dieser Situation. Sie musste ihn noch einmal sehen, auch wenn es ihr das Herz brach. Und was fand sie vor als sie die Akademie betrat? Malachai und Andreas wie sie einander gegenüber Standen. In der Hand des einen eine Waffe, abermals auf Malachai gerichtet. Übelkeit überkam sie. Der Gedanke einer der Männer könne wegen ihr den Tod finden war unerträglich. Für einen Moment wollte sie sich vor die Waffe stellen. Wenn es jemanden traf dann sie. Doch auch das wäre Irrsinn gewesen. Ihr blieb nichts anderes als von einem zum anderen zu blicken und zu gehen. Sie ließ sie einfach stehen, gelähmt vor Angst einem könne etwas geschehen und trotzdem ging sie. Auch da war sie nur eine Beobachterin. Überall Wut und Hass. Und nichts davon schien sie zu betreffen. War sie bereits unsichtbar im Schatten gefangen?
Zurück am Lagerfeuer verharrte sie eine Weile, wie lange? Sie wusste es nicht. Keinerlei Gefühl mehr für die Zeit. Und auf einmal stand er neben ihr. Andreas. Sie sprachen einige Worte und sie weinte. Das erste mal seit all dem Unglück. Er war so gut, wo war der Zorn auf sie, warum richtete er nicht auch auf sie die Waffe? Nein, er ging neben ihr in die Hocke, sprach ruhig mit ihr. Sie hatte ihn so verletzt und doch spürte sie noch immer Liebe in ihm. Sie sagte ihm dass sie ihn liebt. Sie sagte ihm es tue ihr alles so Leid aber warum hatte sie nicht einfach geschwiegen bei seiner einfachen Frage, ob sie Malachai liebe? Warum hatte sie nicht einfach gelogen? Warum musste sie sich mit Erklärungen über eine andere Art von Liebe verzetteln. Die Liebe zu einem Freund, einen Verbündeten, ihrem Lord. Er verstand es nicht, das hatte sie gleich gemerkt. Sie verstand es ja selber nicht. Wieso sprach sie über die Liebe zu einem anderen Mann, egal welcher Art diese Liebe auch sein mag. Sie liebte doch nur Andreas auf diese eine Weise. Oder etwa nicht? Wie gerne hätte sie Andreas einfach jetzt in den Arm genommen und ihn angefleht ihr doch zu verzeihen, noch einmal von vorne zu beginnen. All das vergessen was geschah. Aber den richtigen Moment dafür gab es nie. Er ging. Für einen Moment hatte sie Hoffnung für sie beiden und im nächsten ging sie, gemeinsam mit Andreas. Hatte er sie jetzt für immer verlassen? Sah er keine Hoffnung mehr für sie beiden? Warum nur hatte sie ihm all das nicht richtig erklären können. Warum verdarb sie alles.
Nur kurz blieb ihr um sich zu fassen. Das leere Gefühl das abermals drohte von ihr besitzt zu ergreifen fast herbei sehnend. Es würde alles so viel einfacher machen. Nichts mehr fühlen, sich auflösen im Schatten. Einfach frei sein. Aber da stand auch schon Malachai. Auch er sprach auf sie ein, ruhiger als erwartet. Die Wut die sie auf ihn hatte völlig verflogen. Er hielt ihre Hand um sie zu trösten, wohl um sie drauf vorzubereiten das auch er ging. Er musste gehen, er suchte nach etwas und sah für alle Gefahr, die ihm auf dieser Suche begleiteten. Zumindest hatte sie es so verstanden. Wieder diese Sorge um ihn, diese Sorge die all das erst hatte geschehen lassen. Wieder wollte sie mit ihm kommen um auf ihn zu achten, doch er lies es nicht zu. Natürlich nicht, ihr auf ihn achten war nicht von großem Erfolg gekrönt bisher, hatte alles noch viel schlimmer gemacht.
Hatte er sich Sorgen gemacht um all diejenigen die er liebte, die ihm nahe standen? Sie war kein Stück besser. Wahrscheinlich war es nur noch eine Frage der Zeit bis auch sie den ersten in den Tode trieb, wie auch er es einst getan hatte. Vielleicht war das der Preis des Schattens, die Kehrseite des Ganzen. Langsam fing sie an zu begreifen was er ihr immer zu sagen versuchte. Seine Ängste, seine Abneigung gegen seinen Titel. Und ausgerechnet sie trieb ihn dazu an sich dem zu stellen was er ist. Der Schattenlord. Sie sollte ihm vergessen wünschen, sich vergessen wünschen. Aber das war nicht möglich, sie würde niemals mehr vergessen sie würde sich dem Schatten stellen so gut sie konnte und sie würde das erste mal die ihr gegebenen Fähigkeiten nutzen. Sie würde versuche über all die Menschen zu wachen die ihr nahe waren, in ihren Träumen. Wenn Malachai das konnte, dann wollte sie das auch versuchen. Sie sah sonst keinen anderen Weg mehr.
Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 18:29
von Sienara Schwarzmourne
Es war schon spät und sie fand noch immer keinen Schlaf. Eingedreht in einer Decke lag sie wach in diesem Bett. Noch immer klangen ihr seine Worten in den Ohren. Sie solle acht geben das er nicht versucht den Keller zu betreten. Ihn auch mit der Waffe aufhalten wenn nötig. Er hatte unsagbare Angst er könne seinem Sohn, dort unten im Keller etwas antun. Auch schlief der ruhig zusammen mit Arsen, Selina und Sarah. Schon diese drei würden dafür sorgen dass dem Kleinen nichts geschieht. Aber wenn es ihn beruhigt, ja wenn er dadurch etwas Schlaf finden konnte, dann wachte sie eben über ihn. Und wenn er, getrieben von einem noch unbekannten Wesen den Weg zum Kellereingang suchen sollte, dann würde sie sich ihm entgegen stellen.
Zum sicher hundertsten Mal blickte sie rüber zum Kamin, vor dem der schlafende Malachai lag. Gebettet auf Fellen in einem unruhigen Schlaf. Wieder fiel ihr auf wie der Schlaf das Aussehen dieses Mannes doch veränderte. Er war jünger als man annehmen könnte. Der gequälte Gesichtsausdruck fehlte ganz im gnädigen Schlaf. Nur die Narbe in seinem Gesicht und die noch gut sichtbaren Ringe unter den Augen zeugten von viel Leid in seinem Leben. Leise seufzend wendet sie den Blick ab von seinem Gesicht um die Unordnung in seinem Haus in Augenschein zu nehmen. Überall Zerstörung.
Wieso war sie hier, sie hatte doch noch eben in der Akademie gesessen und sich entschlossen ihm aus dem Weg zu gehen. Zu gefährlich war die Sorge um ihn. Hatte alles noch viel schlimmer gemacht. Selina, genau.. Selina stürmte auf das Gelände und rief ihr zu sie solle mitkommen. Der Ton in der Stimme ihrer Schwägerin ließ ihr Augenblicklich die Haare zu Berge stehen. Es war etwas passiert, etwas Schlimmes. Andreas? Arsen? Ging es beiden gut? Ohne noch weiter drüber nachzudenken eilte sie der Frau hinterher. Während sie zum Hafen rannten kamen einige stockende Worte aus der Schwägerin raus. Es ging um Malachai um Hilfe die benötigt wird… von allen. Er sei nicht er selbst. Die Überfahrt lag überwiegend in erschrockenem Schweigen und schien noch viel länger zu dauern als normal. Wenn sie schon dachte von der Aufforderung Selinas erschrocken zu sein, dann traf sie der Anblick eines völlig verstörten Malachais, in einem verwüsteten Haus wie ein Schlag. Seine zusammenhangslosen Worte verstand sie nicht, sie verstand überhaupt rein gar nichts von dem was hier vorgefallen war. Den hilflosen Blick den sie ihrem Bruder zuwarf musste herzzerreißend gewesen sein, veranlasste er doch Arsen ihr die Hand entgegen zu strecken. Ihr, die er doch so verachtet hatte noch einen Tag vorher.
Es dauerte eine ganze Weile bis sie verstand was zu diesem Chaos geführt hatte, was mit ihm geschehen war. Er war besessen. Besessen von einer Macht die verhindern wollte das sich die Schatten vereinten. Dieses Etwas in ihm trieb ihn zu Dingen, die er niemals sonst getan hätte, versuchte Unfrieden zu stiften zwischen den Schatten, sie zu entzweien. Der Ärger der vergangen Tage, die Dinge die sie getan hatten, all das nur gelenkt von etwas Bösem? Sollte sie dankbar diese Erklärung annehmen und die Schuld für ihr Tun von sich weisen? Ja, es wäre so einfach. Würde es ihr doch die Last der Schuld von den Schultern nehmen.
Etwas wusste um die Schatten, etwas versuchte sie zu schwächen, sie einander fern zu halten. Sie waren in großer Gefahr, alle wie sie im Raume standen. Nun, vielleicht nicht alle gleichermaßen, wenn sie die folgenden Erklärungen richtig verstand. Dieses Etwas schien das schwarze Blut von Selina, Arsen und Malachai zu spüren, aber nicht ihres, sie war kein reiner Schatten wie die Anderen. Sie hatte man übersehen, nicht spüren können. Darin sah Malachai einen Vorteil der zu nutzen war. Auch ihre Fähigkeit die eigenen Träume zu lenken, oder gar in andere eintreten zu können schien etwas Ungewöhnliches zu sein. Sie dachte immer das sei völlig normal, bis zu diesem Moment. Es folgten viele Fragen und noch viel mehr Antworten, Möglichkeiten die sie hatten oder nicht hatten bis das sehr müde Auftreten von Sarah mit dem schlafenden Marrick im Arm die meisten veranlasste zu Bett zu gehen. Keiner dachte daran noch zu reisen, also verschwanden Arsen und Selina kurzerhand mit Sarah und Marrick im Keller um es sich dort gemütlich zu machen.
Wenn die ganze Situation nicht so ernst wäre, hätte man durchaus lachen können. Da ließ man sie doch wieder alleine mit ihm. Und diesmal mit dem Wissen das etwas in ihm schlummerte, das allen viel Leid und Schaden zufügen konnte. Und dann das Leid das sie gemeinsam verursacht hatten. Nun, wenigstens schien das jetzt in Vergessenheit geraten zu sein. Wäre doch nur Andreas hier gewesen bei den Erklärungen. Vielleicht wäre er jetzt im Stande gewesen ihr zu verzeihen. Aber nein, es war besser so. Sie war nicht gut genug für ihn, das hatte sie sich kurz vorm ins Bett gehen eingestehen müssen. Hatte es auch Malachai eingestehen müssen. Wie konnte ein Mann mit dem edlen Herzen eines Andreas jemals eine Frau wie sie lieben. Wie mit den Veränderungen leben die in ihr vorgingen. Er würde sie noch mehr verachten als bereits jetzt. Die leise gesprochenen Worte von Mala, Andreas war es der nicht gut genug für sie sei, waren lieb gemeint, ließen sie auch einen Augenblick lächeln, aber helfen würden sie ihr nicht.
Aus ihren Grübeleien aufschreckend blickte sie wieder rüber zu dem schlafenden Mann. Er lag noch genauso da wie eben. Was immer es war das ihn im Griff hatte, es schien für den Moment zu ruhen. Sie sollte die Zeit nutzen um auch etwas Schlaf zu finden. Sie würde die Kraft brauchen falls er tatsächlich versuchen sollte an ihr vorbei zu kommen. Sie brauchte sich nichts vorzumachen, an Körperkraft übertraf er sie bei weitem. Sie würde also wirklich eine Waffe nutzen müssen falls es soweit kam. Also legte sie ihren Dolch griffbereit unter das Kopfkissen, auch wenn sie sich niemals vorstellen konnte ihn auch zu benutzen.
Es war ein Traum, das war ihr sofort klar, nur wessen Traum? Noch nie sah sie soviel Finsternis, soviel Kälte, ein Hass den man förmlich spüren konnte umgab sie. Wie gelähmt stand sie an der Schwelle dieses Traumes, Angst davor einen Schritt weiter zu gehen. Keines der Bilder oder der Gefühle erkannte sie. Das war nicht ihr Traum, konnte nicht ihrer sein. Sie würde spüren wenn es sie betraf. Zögernd drang sie weiter vor und je mehr sie sich umschaute umso bekannter kamen ihr einige Dinge vor. Nein sie hatte sie nicht erlebt, sie hatte sie gehört. Jemand hatte ihr einige dieser Bilder beschrieben. Sie war in Malachais Traum. Hatte sie unbewusst den einzigen ihr möglichen Weg gewählt, auch im Schlaf über ihn zu wachen? Oh wie konnte sie nur. Sie wusste doch genau wie es sich anfühlt im Traum überrascht zu werden, wie peinlich diese Situation für den Schlafenden werden kann. Sie wollte schon beschämt den Weg zurück finden als eine Bewegung in ihrem Augenwinkel sie innehalten ließ. Wie ihre alte Frau, ihre Großmutter, schien auch dieses Wesen sie direkt anzusehen im Traum. Nur fehlte der Gestallt jede Güte, jedes Mitleid.. und es kam näher…
Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 20:54
von Malachai Schwarzmourne
"Närrin, Verräterin, Elendiges etwas....aufhalten? Es haben Tausende versucht, nicht einer schaffte es. Ich bin hier, ich lebe noch und ich werde weiter leben, während ihr weiter sterben werdet und dann, ist der Sieg mein...der Sieg über jene, die ich so sehr verabscheue...so sehr Hasse."
Die schwarze Gestalt trat näher, der Zorn, der Hass, der in jenem etwas aufloderte, war spürbar für jene, die da waren.
"Du tanzt also durch die Träume...siehst, was andere nicht im Stande sind zu sehen...dann sei willkommen...und sehe dein eigenes Ende. Denn du hast etwas betreten, was du lieber nicht betreten solltest."
Die schwarze Gestalt hebt ihren Arm...und auf einen Male schiesst eben jener aus dieser Entfernung nach vorne, streckt sich und versucht Sienara zu ergreifen.
Ein Schrei.
Malachai blickte sich hektisch um. Doch woher?
Er stand an jenen verfallenen Hause...sein Zuhause. Das Gebäude, was er einst vorfand...worin er seinen Vater traf.
Doch er verbrannte es...es könne nicht mehr stehen.
Er lief los, abermals ein Schrei.
Es war Sienara.
Malachai rief nach ihr, schrie, verzweiflung machte sich in ihm breit. Konnte es sein? Ist Sie hier?
Wenn ja...wo sind Arsen und Selina? Haben Sie Sie nicht begleitet? Beschützen Sie Sie nicht?
Er stürmte durch die Türe des Hauses und fiel.
Tiefer...immer weiter hinab, es kam ihn vor wie eine Ewigkeit...und er konnte nichts sehen...diese Dunkelheit...diese Finsternis...man sah nicht einmal die Hand vor Augen.
Dann, ein dumpfer Aufprall, Schmerz durchfuhr seinen Körper. Doch er ist gelandet...irgendwo...ist er gelandet.
Langsam öffnet er die Augen, blickt sich um...doch nur verschwommes erscheint vor ihm.
Er erhebt sich, abermals ein Schrei, ein Hilferuf. Er stand auf, lief los, unwissend wohin...es hallte, der Schrei hätte von überall kommen können.
Eine Tür, er rannte hindurch....
Das Licht blendete sein Auge...er war auf den Hof...den Hof von Stefanie...
Ihr Vater, er stand dort, neben einen jungen Mann...und gab ihm ein Schwert, ehe der junge Mann von danen tritt.
Malachai wollte weiter, wollte zurück, doch Stefanies Vater drehte sich zu ihm.
"Du musst ihn besiegen. Gemeinsam seit ihr stark...er kann euch nichts tun, solange ihr zusammen haltet."
Er tritt näher und legt die Hand auf die Schulter und Malachai fühlt sich wie vor vielen Jahren, als Sie am selben Orte standen und jener Mann dem jungen Malachai das Schwert gab.
"Du bist der Schattenlord...doch jener ist nichts ohne seine Schatten...und die Schatten...sie sind nichts ohne den Schattenlord."
Wieder ein Schrei, ehe Malachai etwas sagen konnte, blickte er zur Scheune, lief los und stürmte hindurch.
Wieder ein anderer Raum, Sienara blickte sich hektisch um.
Sie fühlte die Kälte, die auf Sie zu kam. Jenes verschlingende Unwesen, welches Sie jagde.
"Komm her, Komm her, wer immer du bist. Komm her zu mir."
Ihr atem ging schnell, ihr Herz pochte. Sie schliesste die Tür und rannte weiter. Die Wände...dies alles...es kam ihr bekannt vor.
Die Akademie...doch...sie war anders eingerichtet.
Sie rannte über die Gänge, die Treppe hinab in den großen Aufenthaltsraum mit dem riesen Tisch.
Dort saßen Sie, ein vermummter Schwarzer, Selina und Arsen. Sie redeten leise...und der Vermummte griff in seine Tasche und holte eine schwarzfunkelnde Münze heraus mit einem "S" eingraviert.
"Dies ist ein bindender Vertrag. Er ist das Zeichen dafür, dass wir einander ein Bündnis auf Lebzeiten haben. Wenn einer es bricht, bedeutet es die Feindschaft bis zum Tot. So fern ihr Hilfe braucht, zeigt jene Münze einen Schatten, er wird wissen, woher Sie stammt und euch dienlich sein. Ebenso seit ihr verpflichtet, einen jeden Schatten eure Hilfe anzubieten."
Sie erkannte Malachais Stimme in dem Vermummten, wollte zu ihr laufen, rief Sie, doch Sie reagierten nicht.
Sie nickten nur...es wurde weiß vor Sienaras Augen...das Bild schwam um in eine andere Szene. Sie war nun draußen....einige Meter von der Akademie entfernt.
Der Vermummte trat hinaus. Ging Richtung des Waldes, direkt auf Sienara zu. Doch er machte keine Mimik, keine Gestik, das er Sie sehen würde. Nur kurz, als er auf ihrer Höhe war, blieb er stehen und sprach in ruhigem Tone zu ihr:
"Ihr müsst ihn dazu bringen, zu erkennen, wer er ist. Ihr müsst ihm zeigen, dass mehr in ihm steckt. Mehr im Namen Schwarzmourne. Nur ihr könnt es schaffen...du...Selina...Arsen. Ihr seit einen Pack mit den Schatten eingegangen, weil ihr Schatten seit. Er stand seit eurer Geburt fest...die Münze, Sie wäre unnötig gewesen."
Dann ging er weiter, in die Dunkelheit.
Die Bäume raschelten, Sienara drehte sich um und sah, wie riesige, schwarze Schlingen die Bäume entwurzelten und wegriss. Sie drehte sich zu dem Vermummten, er war weg.
Dann lief Sie los, zu der Akademie, durch die Tür.
Er fiel. Die Treppe kam unterwartet und er blieb kurz vor einen steinernen Alatr stehen.
Es war ein großes Gewölbe...unterirdisch. Die Fackeln brannten an den Wänden und viele Vermummte standen herum.
Vor jenen Altar stand eine junge Frau, mit einem Kind...ebenfalls vermummt. Der Kleine gluckste ein wenig, verhielt sich aber angesichts dieser unheimlichen Räumlichkeit still.
Hinter dem Altar stand auch ein Vermummter, neben ihm ein anderer Mann, er war nicht vermummt und Malachai erkannte in ihn den Abtrünnigen, der neben dem Schattenlord stand.
Der Schattenlord streckte die Hand nach dem Kinde aus, die Frau gab es ihn ohne zu zögern. Er nahm einen schwarzen Dolch, der vor ihm bereit lag und ging damit zum Arme des Babys. Er stach nur leicht rein, nur ein Tropfen quält heraus. Er ist schwarz...das schwarze Blut. Das Kind ist weiter ruhig, es verzieht kurz das Gesicht, als wenn es weinen würde, doch als seine Mutter es wieder nahm, blieb er ruhig.
Der Schattenlord schaute sich das Blut an, schaute zu dem Abtrünnigen und nickte, jener gab eben dieses nicken zurück.
"Es ist ein Schatten...und ein prachtvoller Junge. Mut, Stärke, Weisheit und die Kraft der Führung sollen ihm vorbestimmt sein."
Alle anderen Vermummten klatschten und und freuten sich, der Kleine fing angesichts des Lärmes nun an zu weinen.
Seine Mutter nahm sich die Maske ab und zog sich die Kaputze hinunter, um den kleinen Fratz auf ihrem Arm einen Kuss zu geben.
Malachai erschrack.
Dieses Gesicht..diese langen, schwarzen Haare...ohhh...Sie hatte seine Augen.
Das erste mal sah Malachai nun seine Mutter. Und sie strahlte über das Gesicht, den Blick auf das Baby fixiert.
War er dieser kleine Fratz auf ihrem Arme? Er hatte keine Narbe im Gesicht, wirkte so rein, so unschuldig...so unbeschwert.
Er blickte sich um, er schaute zu den anderen Vermummten...wo war sein Vater nun?
Er schrie nach ihm, er wollte ihn warnen, wollte alle Warnen...ihnen sagen, dass jener Unvermummte Berater des Schattenlords der Abtrünnige sei...das Sie alle sterben wollten.
Dann auf einmal Stille.
Ein Schatten trat heraus, aus der hintersten Reihe und stellte sich vor Malachai. Er nahm die Kaputze und die Maske ab und Malachai erkannte auf den Schlag jenen, der vor ihm stand: Elir....der Vater Selinas. Diese Haare, diese Augen, dieses Lächeln...es war unverkennbar.
"Du bist nicht alleine. Sehe die Stärken meiner Tochter. Nutze Sie...geschickt, so wie wir es einst taten, als wir uns IHM in den Weg stellten. Nutze ihre Gewandheit, ihre Schnelligkeit. Lass Sie der Köder eines Monsters werden...Sie ist taff, sie ist klug...sie wird sich nicht erwischen lassen. Tue das, was du kannst...und ihr werdet all dies überstehen Schattenlord."
Er verbeugte sich leicht, Malachai wollte ihn eine Frage stellen, doch abermals Sienaras Schrei. Er drehte sich um, ohne zu zögern lief er auf eine Tür auf der anderen Seite jenes Gewölbes zu und riss Sie auf.
Sienara schloß schnell die Tür und schaute sich hektisch um. Sie war auf dem Gelände einer Burg, um Sie herum lagen viele Soldaten...entweder bewusstlos oder getötet. Sie trugen das Zeichen der Burg Eisenwart.
Eine Frau schrie, Sie kam hinaus gelaufen..verfolgt von einer anderen vermummten Person, die Sie angreifen will.
Ein schwarz Vermummter, Sie erkannte nun sofort, dass es Malachai war, stellte sich jener bewaffneten entgegen. Sie kämpften.
"Inara, VERSCHWINDE."
Malachai schien unterlegen, Sienara zog ihre Waffe, wollte helfen, doch Sie konnte sich nicht bewegen. Immer wenn Sie los lief, um Sie zu erreichen, entfernten die Personen sich von ihr.
Es schien alles schnell zu gehen, Licht flackterte auf...die Szene änderte sich und Inara beugte über den schwer verletzten Malachai, ihn im Arme haltend.
"Und Vyra?"
"Sie lebt nocht, ruhe dich aus, du hast schwere Wunden. Du musst dich schonen."
Inara rinnen auf diese Worte hin Tränen hinab. Nur einige Meter neben ihnen liegt die andere, vermummte Frau, gegen die Sie vorher gekämpft hatten.
"Sie ist befreit. Nie wieder wird ER Ergriff von ihr Ergreifen. Nie wieder wird man Sie benutzen wie eine Marrionette...Nie wieder wird Sie Ihresgleichen töten und die Schatten fanden abermals eine. Sie wird die Schattentänzer ausbilden können."
Malachai hustete, doch er lächelte, als er diesen Satz gesagt hatte. Voller Zuversicht, voller Hoffnung. Ein Blick, wie Sienara ihn noch nie an Malachai gesehen hatte, vielleicht niemals im Traum daran dachte, dass er so lächeln könne.
Eine der toten Soldaten stand auf und ging zu Sienara. Es war abermals jene alte Frau, die Sie in ihrem Traume so oft sah.
"Ihr bildet ein Kreis, Sienara,", sprach die alte Dame in ruhiger Stimme und legte die Hand auf Sienaras Schulter.
"...ihr müsst euch Gegenseitig ergänzen. Des einen Schwäche ist des anderen Stärke. Halte dich an Arsen, deinen Bruder. Er ist zu dem Zustande, zu was du dich nicht traust. Er hat die Kraft und die nötige Kälte, um zu vollenden, was du begonnen hast. Wenn du merkst, dass es soweit ist, dann gehe zurück, und stehe niemanden im Wege. Achja...und bring diesen alten Sturrkopf von Malachai dazu, dass er erkennt, was er ist. Er ist ja bald schlimmer als sein Vater."
Die alte Frau lächelte, die Burgzinnen hinter ihr beganen zu Bröckeln und das ganze Gemäuer began einzustürzen. Die Burg zerfiel, wie ein Kartenhaus, und begrub alle, die dort standen, leideten und sogar mit ihr redeten. Aus dem Haufen von Schutt quoll etwas schwarzes, etwas flüssiges hervor. Wie Tentakel peitschten Sie nach oben, schwungen hin und her und schlugen wild um sich.
"Wo bist du...du entkommst mir ja doch nicht."
Sienara blickte sich um. Sie sah das Tor nach draußen, die einzige Tür, die stehen geblieben ist, obwohl die Mauer fehlte.
Sie rannte los, die Tentakel, als ob Sie Sie sehen könnten, beganen nach ihr auszuholen und schlugen zu. Sienara weichte aus und mit einen letzten Satz sprang Sie durch die Tür.
Es regnete und Malachai schaute sich um. Nacht, es war finsterste Nacht. Nur ab und an ein Blitz erhellte diese Gegend, liess es Aufleuchten und gaben Malachai schnell zu erkennen, wo er war.
Es war jenes Steinhaus, was nahe der Küste stand. Jenes Haus, was für lange Zeit sein zu Hause war. Es überkam ihn wie ein kalter Schlag auf den Rücken. Hier wuchs er auf unter der Tyranei seines Stiefvaters...und hier endete die junge Ära von einen friedlichen Jungen, indem er einen Mord began.
Er wollte gerade durch die Tür hindurchstreiten, als er Pferdegetrampel wahr nahm. Er sprang zur Seite, denn der Reiter hielt direkt auf ihn zu und nur wenige Meter vor ihm kam es zum stehen.
Es war ein edles, schwarzes Ross, Malachai kam sofort Schattenhuf in den Sinn, doch im Gegensatz zu seinem Pferde, besaß dieses Pferd schon einige graue Stellen an seiner feinen, langen Mähne.
Der Reiter stieg ab, klopfte dem treuen Ross auf den Hals und ging eiligst zum Haus, in deren Arme einen Korb, der aussah, wie voller Deckchen und Tücher.
Der Reiter legte ihn vor die Tür und schob die Deckchen ein wenig zur Seite. Ein Baby kam zum Vorschein, es schlief...doch es schlief unruhig, quarkte manchmal kurz auf und verzog das Gesicht. Eine Narbe zierte sein Auge...Sie schien frisch zu sein und im Heilungsprozess zu stecken.
Malachai fasste sich unbewusst an seine Narbe, als er jene sah.
Der Reiter nahm die Kaputze ab und die Person sprach in ruhigen Tone, doch mit trauriger Stimme.
"Es tut mir Leid mein Sohn...es tut mir Leid. Doch ich kenne keinen anderen Weg...ich weiß nicht, wie ich dich sonst vor ihm verstecken soll."
Die Frau nahm den Kleinen auf den Arm und drückte ihn, ein Blitz zuckte abermals auf und liess das Gesicht von Malachais Mutter erhellen. Ihre Augen waren verheult, die Tränen rannen ihr an der Wange hinab und Sie schluchzte. Dann gab Sie dem kleinen Malachai einen langen Kuss auf die Wange und legte ihn zurück.
"Verzeih uns mein Sohn."
Sie erhob sich, zog die Kaputze über und klopfte an die Tür. Sie wartete erst gar nicht, dass wer aufmacht, stieg auf ihr Pferd und jenes Pferd wandte sich der Tür zu, als ein älterer, fülligerer Mann mit einen kleinen Jungen, gerade einmal 3 Jahre alt, die Tür öffnete.
Er schaute zu dem Korb, nahm ihn hoch und blickte dann auf die Reiterin.
"Du weißt, was du zu tun hast. Du bekamst dein Gold und kannst hier nun als Edelmann weiter leben. Doch warne ich dich...wenn mein Sohn ein größeres Leid zu teil kommt als deine Erziehung, dann wirst du den Zorn der Schatten am eigenen Leib erfahren."
Malachai´s Ziehvtaer nickte, sein Blick wirkte unsicher, gar ängstlich, als er die wieder kraftvolle Stimme von Malachai´s Mutter hörte. Ein Blitz zuckte, wie gewollt, hinter der Reiterin und der Mann zuckte zusammen, sichtlich eingeschüchtert.
Dann, als die Reiterin das Pferd wendete und in der tiefen Dunkelheit verschwand, verschwand auch der Mann mit dem Baby und dem Jungen neben sich im Hause.
Malachai liefen die Tränen, dies war der letzte Augenblick, als er seine Mutter sah...und der Beginn einer schlimmen Kindheit.
Dennoch, er musste weiter, er griff zu der Türklinke, wollte Sie öffnen, als ein weiterer Schatten um die Ecke kam.
Er zog die Kaputze hinab, und wie auf einen Schlag, schien die Zeit still zu stehen. Der Regen war weg, ebenso wie der Wind und die Blitze.
Er stellte sich vor Malachai, er war ein großer Mann, größer als Malachai und muskelbepackt.
In seinen Gesicht zeichneten sich einige Narben ab, die von Schwertern, Äxten und was weiß sonst was für Sachen gewesen sein.
Seine Haare waren schwarz und kurz und er starrte Malachai nur an, der eigentlich durch die Tür gehen wollte.
"Nutze seine Stärke. Er ist kalt, er kann seine Gefühle abstellen...er ist angriffslustig und weiß seine Kraft im richtigen Moment einzusetzen."
Er hob leicht die Lippen und nun erkannte er, zwar schwer, doch ein wenig, die Gesichtszüge von Arsen. Jener hier musste sein Vater sein.
"Er und Selina. Sie fanden sicherlich nicht zufällig zueinander. Ihr Geschick, seine Kraft. Sie können IHM den Todesstoß geben. Gemeinsam, werdet ihr alle euch ergänzen, wie wir es einst taten...mit ihrem Vater...mit deinem Vater und jenen vernichteten."
Dann trat er zur Seite, zeitgleich wieder ein Schrei. Malachai schritt sofort durch die Tür.
Sienara rannte, durch Hallen. Es war, als hätte Sie aus all diesen Träumen und Erinnerungen nun den Wegweiser gefunden. Sie lief, an vielen, vielen Türen vorbei. Sie vernahm aus jenen Stimmen, lachen, weinen, Angstschreie...Schmerzensschreie...Stimmen, die nach dem Tot bettelten, Babygeschrei...und Jubel.
Hinter ihr, Sie spürte die Kälte. Es war hinter ihr, diese schwarze Gestalt und es schien, als würden die Tentakel, die nun aus seinen Rücken ragten, nach ihr greifen wollen.
Doch Sie blickte nicht zurück, nur sein höhnisches, dem wahnsinn nahe Lachen und diese nie endenwollenden Hallen, so gleich aufgebaut, eine Tür, eine Säule und das an beiden Seiten.
Ihr Herz raste, sie bekam kaum Luft, wollte hinfallen, wollte Aufgeben...und hoffen, dass dieser Alptraum endet.
"Es haben soviele versucht, Schatten...auf alle Arten und Weisen. So oft...und jedesmal scheiterten Sie. Ihr seit schwach...ihr seit eine schwache Generation. So uneinig, so leicht zu spalten...und mit einen schwachen udn erbärmlichen Schattenlord. Er wird aufgeben...und ich werde dann stärker und stärker...ich werde seinen Körper gänzlichst an mich nehmen und dann werdet ihr alle sterben."
Er lachte, Sienara blickte zurück, die Tentakel, sie kamen näher, waren fast da. Gleich hatten Sie Sie, Sienara spürte, wie die Spitzen jener schwarzen Schlingen ihr leicht über den Rücken streiften.
Sie schloss die Augen, den Blick wieder nach vorne, nur weiter rennend, und hoffend, dass es enden wird.
"SIENARA...."
Diese Stimme, Sie blickte auf. Etwas riss Sie, direkt nur wenige Meter vor ihr, lief Sie ihn in den Arm. Er packte Sie und sprang mit ihr zur Seite, den Tentakeln ausweichend, blickte Malachai in die Augen von Sienara, die sie nun öffnete, ehe er Sie an die Hand nahm und durch eine Tür zerrte.
Malachai schrie und schoß wie ein aufgeschreckter Hund hoch. Er schlug um sich...seine Augen waren matt, er sah kaum etwas. Er griff ins leere und fasste dann in die Glut des Kamins.
Er kam zu besinnen, dort lag er, auf den Fellen in seinen Haus. Dem Traume entkommend.
Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 11:55
von Arsen Talmar
Bajard – der letzte Ort in dem oder dessen Nähe ich mit Freuden die Nacht verbringen würde, und das es nun Malachai’s Haus ist macht das Ganze auch nicht viel angenehmer. Verflucht noch mal, was bei allen Dämonen, machen wir hier, wieso sitzen wir in diesem engen Loch anstelle unseres gemütlichen Zuhauses, wieso sind wir überhaupt hier? Ja, verdammt, ich bin gereizt, gereizter als eine Raubkatze, die man in einem Käfig hält, würde am liebsten meine Unruhe an irgendetwas auslassen oder sie zumindest herausschreien, aber ich beherrsche mich mühsam um Selina und Sarah nicht zu wecken, die, den kleinen Marrik zwischen sich, in einen unruhigen Schlaf gefallen sind. Am liebsten würde ich nach oben stürmen und diesen Narren Malachai schütteln, der viel zu lange in sein eigenes Selbstmitleid verliebt war und erst jetzt, da es fast zu spät ist begreift was wirklich vor sich geht. Zumindest hoffe ich es denn für mich ist noch zu vieles unklar, verborgen hinter einem dichten Nebelschleier der sich nur spärlich heben will, ja fast scheint es wo sich eine Lücke zeigt wehen neue Nebelschwaden die Klarheit wieder hinweg. Zu vieles war an diesem Abend geschehen oder gesprochen worden und auch wenn ich mich mit dem Begreifen wahrlich nicht grade schwer tue, dieses mal war ich an die Grenzen meines Verstandes gestoßen, wie mir diese bohrenden Kopfschmerzen bewiesen. Dabei wollten wir doch nur reden…
Selina hatte beschlossen das es an der Zeit wäre ich sollte mit Sienara und Malachai reden und sie ließ nicht locker, und zwar mit solcher Hartnäckigkeit dass mir bald klar wurde entweder ich gab jetzt nach oder es würde in einem handfesten Streit enden. War es das wert wo ich doch selbst wusste dass ich um diese Gespräche keinen Bogen machen konnte? Sicher nicht also zog ich mürrisch die Robe über und folgte den beiden, denn Sarah war sofort aufgesprungen als Selina den kleinen Marrik auf die Arme nahm und ihr erklärte wir wollen zu Malachai. Auch sie hatte eine merkwürdige Unruhe erfasst seit diese seltsame Dunkelheit über der Welt lag und sie ließ den kleinen nicht einen Augenblick mehr als nötig aus den Augen. So führte uns also zu dritt der Weg nach Bajard zu jener kleinen Hütte, in welcher Malachai seinen Unterschlupf hatte, in der Hoffnung ihn dort anzutreffen, und scheinbar hatten wir Glück, denn Schattenhuf stand angepflockt im Gatter. Und da war sie wieder diese Wut, dieses brennende Blut das mich wieder übermannen wollte, dieser Wahn der mich zu verschlingen drohte. Zum Glück schienen Selina und Sarah es nicht zu bemerken, ginge sie doch mit dem Kleinen in die Hütte und ließen mich alleine. Nein, ich durfte mich nicht wieder übermannen lassen, durfte dem Drang nicht nachgeben hinein zustürmen und diesen Verräter meinen Dolch in den Leib zu stoßen. Nein ... ich kann .... ich darf nicht … nein, nicht ..beherrsch dich, Arsen … NEIN! Knirschendes Holz brachte mich zur Besinnung und Selina an meine Seite, ihr Gesicht schreckensbleich als sie das zersplitterte Holz sah, die herausgerissene Planke des Gatters, aber ich wusste nun ich konnte ihm widerstehen diesem Verlangen, dem Rausch der Macht, dieser unheilvolle Wahn hatte keine Gewalt mehr über mich.
Und dann .. nun ich schleuderte Malachai meine ganze Wut und Verachtung entgegen für das was er tat, aber auch diese Wut legte sich schnell, zu frisch waren die Erinnerungen selbst nicht mehr Herr meiner selbst zu sein. Seine Erklärungen, Entschuldigungen, seine ..ja Hilflosigkeit, sie wischten beiseite was zwischen uns stand, ja sein einwilligen Hilfe anzunehmen, das brachte endgültig die kühle Vernunft zurück. Malachai und Hilfe? Er musste ratlos, ja verzweifelt sein wenn er so angebotene Hilfe ohne Murren und Ausflüchte annahm, ja nicht mal seinen Sohn, den er über alles liebte und den Sarah mit nach draußen genommen hatte, wollte er in die Arme nehmen, solche Angst hatte er wieder unberechenbares zu tun. Unberechenbares … wir erlebten bald das er nur zu wahr gesprochen hatte! Ein Buch wollte er uns geben, wir sollten es lesen, Hinweise finden was hier geschah und dann … seien Augen glasig, sein Lächeln, das Lächeln eines Wahnsinnigen, er nahm das Buch, warf es ins Feuer, hinderte Selina gar daran es zu retten und dann … Malachai in seiner Hilflosigkeit und Verzweiflung. Was in der sieben Höllen Namen ging hier vor? Irgendetwas spielte mit uns, nein, spielte uns gegeneinander aus … das war es … wir wurden benutzt wie die Marionetten von einem Puppenspieler! Zu dieser Erkenntnis waren wir gekommen, als nun auch Sienara dazukam, die von Selina geholt worden war.
Der Rest des Abends? Ich kann mich kaum erinnern denn die Kopfschmerzen werden schlimmer, bohrender, wie glühende Nadel stechen sie in mein Gehirn. Ich kann sie kaum noch ertragen und dann höre ich es … höhnisches Gelächter voller Bosheit und Hass. Ich springe auf .. Sienara! Ich eile die Treppe nach oben … dort liegt sie … seltsam starr, die Augen zur Decke gerichtet … Malachai windet sich unruhig auf den Fellen dort vor dem Kamin … ich kenne diese Zeichen nur zu gut. Diese kleine Närrin!! Sie mag wohl die Fähigkeiten haben durch die Träume zu tanzen … aber sie hat doch keine Ahnung was sie erwartet .. welcher Grauen in seinen Träumen schlummert! Die Kopfschmerzen sind verschwunden, nun kann ich wieder klar denken ..doch es ist zu spät .. selbst wenn Selina nun neben mir stände .. wir können ihr nicht helfen … nur Malachai kann es … sie selbst kann es … SIE MUSS ES KÖNNEN! Unbewusst fahren meine Hände in die Ärmel der Tunika, krallen sich um die Griffe der dort verborgenen Dolche während ich selbst vor Anspannung kaum zu Atmen wage. „Kommt da raus .. verdammt… kommt endlich da raus!“ Da! Ein markerschütternder Schrei Malachais … er lässt mich die Dolche ziehen, mich zum Sprung ducken … nun fährt er auf .. sitzt auf den Fellen … mein Blick geht zum Bett und dort … Sienara verwirrt und verängstigt ..aber wach ...
Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 15:03
von Selina Talmar
Ein lauter Schrei drang durch die Dunkelheit. Selina sprang auf, den Dolch in der Hand Marick schnell zugedeckt, dass er außer Sicht war. Auch Sarah war aufgesprungen und blickte Selina fragend an.
Selina blickte sich verwirrt um. Wo war sie? Keine der Umrisse kamen ihr Bekannt vor und wo war Arsen. Wieder ein Schrei.
Selinas Augen gewöhnten sich jedoch schnell an die Dunkelheit und ebenso schnell war sie die Treppe hoch, Sarah unten lassend bei Marick. Warum nur hatte sie die beiden mitgenommen?
Jetzt war es zu spät, nun mussten beide da durch. Zumindest Sarah. Während der wenigen Momente die Selina vom Aufstehen bis zum ende der Treppe brauchte, drang immer wieder ein Name in ihren Kopf. Cyrion. Ja sie musste Marick wegbringen, es war zu unsicher. Er war ein Kind. Ein Baby.
Oben im Haus angekommen blickte sich Selina um. Arsen direkt vor ihr,, Malachai am Kamin, Sienara im Bett. Anspannung lag in der Luft. Selina spürte wieder, wie ihr Blut pulsierte, sie war in Alarm Bereitschaft. Irgendetwas war geschehen.
In diesem Moment fielen die Erinnerungen über sie herein.
Das Buch: Ein schwarzes kleines Buch mit einem “S” auf der Forderseite. Dieses “S” sie kannte es. Es hatte sich mehr als einmal in ihre Haut gedrückt, während die Münze in ihrem Dekoltee weilte
Diese schwarze Münze war der Anfang von allem, so lange war es her.
Es war kurz nachdem sie Arsen wieder gefunden hatte und die Akademie in die Leitung Arsens überging. Heute wusste sie, dass sie nie mit einem Boten des Schattenlords zu tun hatten, sondern mit ihm selbst.
Er war faszinierend. Stolz und gebieterisch. Und er verkörperte Macht, sie war greifbar bei ihm, ebenso seine Stärke. Vom ersten Moment an erinnerte er sie an die Geschichten ihrer Mutter, an einen dunklen Fremden mit grünen Augen, ihren Vater wie sich vor kurzem herausstellte. Doch dieser Fremde vermummte hatte dunkle Augen keine strahlend grünen, wie ihre Mutter sie ihr beschrieben hatte. Und doch war dieser Mann irgendwie vertraut. Die Treffen blieben in seltsamer Umnebelung. Sie kamen nicht mehr klar hervor. Sie waren unwichtig geworden. Doch umso deutlicher trat die Münze hervor. Eine schwarze Münze nicht größer als ein Goldstück mit einem verschlungenem “S” auf der einen Seite. Sie waren einen Pakt eingegangen der ihnen im Blute lag. Welch Ironie des Schicksals. Und doch dieser Pakt war ihr heilig, auch wenn der Schattenlord nun ihr Freund war, ein Mitglied ihrer Familie. Sie gehörten zusammen. Doch er wollte nie Hilfe, sprach sie nie aus, bis zum vergangenen Abend.
Die Münze hatte gestern wieder ihren Besitzer gewechselt und war zurück in seine Hand gegangen.
Selina hatte sie seit der ersten Begegnung immer im Dekoltee bei sich getragen.
Nun hatte sie diesen Fand dazu genutzt ihn zu erinnern. Ihn der dies eigentlich hätte wissen sollen. Sie saß neben ihm vor dem Bett, bereit aufzuspringen so sich etwas verändern sollte. Doch sie redeten lediglich. Auch wenn das Thema heikel war. Er lehnte zuvor jede Hilfe ab immer nur er und niemand in Gefahr bringen. Doch dann änderte sich das Thema. Er sprach von einem Buch was ihnen Helfen könne, doch mussten sie alle zusammen sein. Vier waren bereits anwesend von Fünfen. Auch wenn einer noch ein Kind war und geschützt werden musste.
Selina wollte Sienara holen, je eher desto besser, denn etwas sagte ihr sie hatten nicht mehr viel Zeit.
Denn der Stolze und macht verströmende Mann von einst, war gebrochen. Nein noch nicht ganz. Er hatte Freunde Familie, aber er war geschwächt. Er wollte niemanden mehr in Gefahr bringen. Doch das überhörte Selina wie immer. Und der Entschluss war da.
Dann wollte er das Buch holen, doch es war nicht er der dieses Buch in die Hand nahm und verbrannte und sogar dafür sorgte, dass es nicht gerettet werden konnte.
Danach zögerte keiner mehr. Selina drückte Sarah Marick in die Hand und verschwand, lautlos und ungesehen, schlich sie durch Bajard. Gruß Janette und Fandor grüßend eilte sie weiter. Schneller und schneller. Dann die qualvoll langsame Überfahrt nach Lameriast und die Rückfahrt.
Kurz erklärte sie Siena was geschehen war und sie eilten zu Malachai zurück.
Und dann drehte sich das Gespräch im Kreis. Viel war nicht hängen geblieben, nur das sie zusammen arbeiten mussten um zu gewinnen. Nichts durfte zwischen sie kommen. Vier Leute eine Einheit. Selina und Arsen waren es bereits, sie konnten nicht anders und Sienara und Malachai gehörten einfach mit zu ihrer Familie. Doch wie leicht sich Zorn ausbreiten konnte hatten sie am eigenen Leib gespürt.
Doch hatte ihr Gegner, was auch immer es war, einen Fehler gemacht. Er hatte sie unterschätzt. Sie hatte den Zorn abgewandt und ihr Geist war wacher denn je. Schnell hatte sie gemerkt, hier geschah etwas nicht mit rechten Dingen. Es war zwar mühsam Arsen davon zu überzeugen, doch sie hatte es geschafft. Sie waren hier zusammen. Entgegen aller Vorraussetzungen und sie gingen sich nicht an die Gurgel.
Nun fiel ihr Blick wieder in den Raum. Malachai wirkte gequält, Sienara verwirrt und verängstigt. Was hatten beide gesehen?
Denn das sie geschlafen hatten war mehr als deutlich. Beide hatten zersauste Haare und vom Schlaf noch kleine Augen.
Doch der Anblick gab ihr einen Stich. Malachai sah verhärtet und verzagt aus. Er war zu einem Schatten seiner selbst geworden. Schwach und grau, nein eher leichenblass. Es war fast spürbar, wie sehr seine Kräfte gelitten hatten, während der Nacht und in den letzten Tagen.
Wieder fiel ein Bild in ihr Gesicht. Ein Altar. Ein wartender Bräutigam eine vermummte Gestallt.
Eine hochschwangere Frau die auf den Altar zu watschelte. So amüsant wie die Szenerie war, so sehr war die Macht greifbar, die Malachai an diesem Tag als Schattenlord ausströmte.
Sie war fast greifbar. Sie bewunderte ihn in diesem Moment. Erschreckend stand dagegen nun dieses Bild. Das war nicht er. Zu ihm gehörten die Maske und der Stolz, der ihn damals umgab. Nicht das was er nun ausstrahlte. Doch wie machte man einem gebrochenem Mann klar, dass er sich straffen soll, sich aufrichten und mit Stolz das annahm, was ihm gehörte?
Sie zuckte unbewusst mit den Schultern und ihre Hand legte sich um ihr Handgelenk. Wieder oder immer noch pulsierte das Blut durch die Adern, schwach aber da. Was geschah gerade, was hatten sie gesehen?
Sie legte Arsen die Hand auf die Schulter und blickte abwartend zu den beiden anderen. Und mit einmal wusste sie, dass sie eine Einheit waren, nicht einfach zusammen sondern wirklich eins. Sie ergänzten sich. Sie und Arsen waren unterschiedlicher, wie es wohl nicht sein konnte. Wie hatte Cyrion sie bezeichnet. Katze und Schlange. Ja das mag sein. Er berechnend, sie unberechenbar. Er kalt und wendig. Sie Chaotisch und emotional. Und doch ergänzte einer den anderen vollkommen. Malachai führte sie, er musste es nur wieder lernen und Siena sah Dinge im Traum und konnte sie warnen, oder zurück rufen. Jeder von ihnen hatte seine Stärken und zusammen wurden sie ein vollkommenes Ganzes.
Doch bevor sie weitergingen musste Selina sich frei bewegen können ohne Angst. Sie brauchte ihren ganzen Körper und der kleine Fratz war hinderlich. Schränkte ihre Bewegung ein und Sarah wollte sie ihm nicht ganz überlassen, denn sie war nun einmal hier und sie würde mitgehen.
Verfasst: Mittwoch 26. November 2008, 22:51
von Malachai Schwarzmourne
Die Nacht war für alle wohl die längste in letzter Zeit. Nicht nur der fehlende Tagwechsel und somit die ständige Dunkelheit machte allen zu schaffen, nein, auch das Wälzen der Bücher, das dauernde gestarre auf Buchstaben und das verinnerlichen dessen, was darin stand, machte alle zu schaffen.
Doch Sie waren voller Zuversicht, voller Mut, selbst Malachai schöpfte neue Kraft. Sie wussten, um wen es sich handelte und würden sich nun wappnen, um den ewigen Feind der Schatten ein für alle male zu vernichten.
Malachai saß viele Stunden an seinen Schreibtisch über dem Buch der Schatten, nicht bemerkend, wie einige sich schlafen legten oder wach wurden, wie einige hinaus gingen um die Luft zu schnuppern und neue Kraft zu tanken.
Nein, er war besessen davon, diesem Spuck ein Ende zu setzen, egal wie, und die anderen in Sicherheit vor dem alten Feind wiegen zu können.
Stetig setzte er die Feder neu an, kritzelte irgendwelche Notizen, strich Sie durch und seufzte, ehe er wieder ins Buch schaute.
Nach vielen Stunden mag es irgendwann irgendwen auffallen, aber Malachai ist verschwunden, nicht mehr an seinen Platz.
Nur das Buch der Schatten, versiegelt liegt da und direkt auf dem darauf ein Schmierpergament mit seinen Notizen:
[img]http://marsgoli.ma.funpic.de/sigs/pergament_02%20Kopie.jpg[/img]