Seite 1 von 1
Das verlassene Haus
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 08:04
von Esgaron
Esgarons Blick wanderte noch einmal über die Fassade des Hauses, er hatte es nicht für sich gebaut, nicht für sich allein, deshalb fiel es ihm nicht schwer es hinter sich zu lassen, er schloss das Gartentor ab, in der Gewissheit das es egal war, aber er tat es aus Gewohnheit.
Er umrundete das Haus noch einmal nachdenklich und musterte es von allen Seiten, er würde es nicht wieder betreten, zumindest erwartete er das nicht, er hatte nur sehr wenig aus dem Haus mit genommen, das meißte befand sich immer noch darin, aber das kümmerte ihn nicht, die Dinge die für ihn einen ideellen Wert hatten hatte er mit in sein neues Heim genommen.
Gedankenversunken wandte er sich vom Hause ab und spazierte dahin, dachte über dies und jenes nach… nach einer nicht zu verachtenden Weile fand er sich an der Küste wieder, sein Blick schweifte über das scheinbar schier endlose Gewässer und seine Hand fuhr in die Manteltasche wo sie den Schlüsselbund fand.
Im nächsten Moment holte er aus und schleuderte die Schlüssel dem Meer entgegen, er brauchte sie nicht mehr.
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 09:26
von Reyven ya Yassan
Gedankenverloren drehte er das Weinglas in der Hand, desinteresse heuchelnd, während er doch gut zuhörte.
Seit Tagen hatte niemand mehr Esgaron bei seinem Haus gesehen.
Es schien verlassen, und man unterhielt sich darüber welch schönes Haus es doch wäre, so schön eingerichtet, und ob man es nicht doch irgendwie beerben könne ...
Ooooh jaaaa... man konnte. Ganz sicher.
Zögerten die Beiden Gäste der Kaschemme noch, ihr Interesse mit unlauteren Mitteln durch zu setzen, so hatte Vincent diese Bedenken nicht.
Fast schon wollte er die Hände aneinanderreiben in froher Erwartung dessen, was man dort vielleicht zufällig alles finden konnte... natürlich NUR um es zu sichern vor irgendwelchen Strauchdieben.
Die Hände umklammerten das Weinglas und er trank einen Schluck davon, die Augen blitzend vor unterdrückter Unternehmungslust.
Das war nun wirklich eine Sache an denen die Vogelfreien sicher ihren Spaß haben würden.
Brauchte ihr Haus nicht doch noch einige Gegenstände?
Er erhob sich um Kimroth auf zu suchen.
Dieses war sicherlich eine Sache die den alten Freund interessieren könnte.
Denn alleine, konnte und wollte er diese Aktion nicht durchführen.
Verfasst: Dienstag 25. November 2008, 09:30
von Hermann Hufeisen
Grunzend sass Hermann in der Schmiede. Beständige Schläge wurden draussen höhrbar und hier und da ein Grunzen oder Fluchen vernehmbar. Das fallen vonn Metallstücken und das schaufeln von Kohle waren in den letzten Stunden ununterbrochen in einem wahren Stakato gefolgt. Seit geraumer Zeit schwelte der schwarzgraue Rauch aus dem Kamin und nach einer Weile wurden Stimmen im Inneren laut
"Wat.. zuviel von de schlechte Eise.. ich jeb dich Schlechte Eise" Wieder ein schaben und erneutes Zimmern bis aus der Schmiede die Laute drangen. "Klauenhänd hier Ditriche Doa wat häs du Bursch wieder vor! du tätst da doch wat plane Wär dat so? wie wär dat den hä?"
"Och nichts nichts.. ich Plan doch nie etwas als würde ich sowas tun" Sprach eine Stimme die versuchte betohnt gebildet und Edel zu klingen fast schon hätte man meinen können einer aus dem Adel selbst wäre zugegen in der Schmiede und liesse sich etwas anpassen.
Irgendwas Stimmte nicht und das fühlte Hermann regelrecht in seinen Alten Knochen. Der Jung hatte was vor und das Ohne ihn und dazu noch mit seinen Werkzeugen !Sauerrei! der sollte gefälligst was abgeben wenn er schon was plant JAWOHL!.
Grunzend schob sich der dicke Bauch des Schmiedes mit dem fleckigen Hemd in das Sichtfeld und die kleinen Äuglein des alten musterten den Pickfein herausgeputzten mann. Heute hatte er keine weiss gefärbten Schläfen heute machte er wieder auf Edelmann also hatte er irgendwas vor und das im Reich darauf wettete Hermann.
"ick Kümm dich hinter de Plan do". grunzte er und machte sich wieder daran die Krallen an den neuen Handschuhen zu schmieden welche leicht röttlich im Halbdunklen schimmerten. Immer wieder erklangen die Schläge durch die Nacht bis sehr spät ein hoch zufriedener Kunde die Schmiede verlies mit einem Grinsen auf dem Gesicht bevor jener in das Dunkel der Nacht verschwand sich zufrieden die Hände reibend.[/i]
Verfasst: Samstag 29. November 2008, 10:19
von Reyven ya Yassan
Entspannt sah er auf seinen neuen Stuhl, einen der Teuren Sessel wie er sie immer schon haben wollte.
Ja, es hatte alles geklappt wenn auch es ein wenig Schweißtreibend war.
Das Haus lag im Dunkel als sie herantraten, die Umgebung ruhig und Vincent versuchte erst im „Guten“ das Schloss des Tores zu knacken, aber es hielt allen Versuchen stand.
Also sollte sich Lubbo mit seiner Axt darum kümmern, befahl Kimroth und Vincent sprang schnell zurück.
„Aber machs leise! Egal wie ... nur LEISE.“ Zischelte er wohl lauter als gewollt, obwohl .. wie sollte man beim Schloss durchhacken nicht laut sein.
Aber DAS war Vincent egal.
Lubbo ging auf das Tor zu und besah sich das Schloss. „Och das ist ja niedlich.“ Brummelt er gutmütig und taxierte die Mitte des Tores.
Während Kimroth abgebrüht scheinend danebenstand, sah Vincent sich eher hektisch um.
Wenn das nur gut ging.
Lubbo holte haus und unwillkürlich spannte sich Vincent und raunte dem Klops ein „Sei ... blos... Leise !!!“ zu, doch der Riese brüllte ihm ein. „Boah halt dein Maul jetzt!“ zu und ließ die Riesenaxt mit einem, riesen Getöse auf das Tor krachen, und so das dieses Aufsprang.
Vincent zuckte augenblicklich zusammen. „Himmel Klops!!!“ Fauchte er ihn laut an und beide Mannen waren dabei wohl lauter als die Axt es vermocht hätte.
Vincent war sich sicher das das weitab zu hören gewessen sein musste und sah sich hektisch um was Kimroth ein amüsiertes Grinsen auf die Züge zauberte. „Du bist ja auch nicht leiser.“ Meinte er trocken. „Dein Zischen hört eine Maus aus 10 Meilen Entfernung“
Mit diesen Worten ließ er die Beiden stehen und marschierte, als wäre es das Normalste der Welt durch das Tor hindurch. „Hm, schönes Grundstück.
Etwas leer aber schön.“
Vincent zog das Tor so gut es ging wieder hinter sich zu. „Ah die Tür ... Vincent die bekommst du doch aufgetreten oder?“ Er hatte den Dietrichbund schon gezogen um erneuten Lärm zu verhindern, aber was sollte es. Seufzend blickte er gen Lubbo. „Klobs mach du!“
Meinte er und ließ den Riesen den Vortritt der die Tür so gut es ging aus den Scharnieren Trat.
„Ja Wunderbar.“ Seufzte Vincent kleinlaut, und ließ die Beiden wieder an sich vorbeitreten um dann die Tür halbwegs in die Schniere zu hängen das man von Außen keinen Unterschied merken konnte. „Wenn hier jemand vorbeikommt haben wir ein Problem“ motzte er nicht gerade glücklich über diesen Umstand.
Ein Elexier zu sich nehmend das sie sehen konnten, begannen sie direkt das Haus zu untersuchen. „Hui, da haben wir aber gute Beute.“ Ließ sich Kimroth vernehmen der eine Schublade nach der anderen herauszog und sich genauestens umsah.
300 Giftpfeile, ein Fass gefüllt mit irgendeinem Grünen Gemisch, „Giftnebel.“ Las er leise und steckte das fass nickend in eine der mitgebrachten Beutel.
Weiter ging die Suche.
Kleidung, Möbelstücke, Esswaren, und eine verschlossene Truhe die Vincents Dietrichen nicht standhielt.
Über 1000 Goldstücke waren darin die sie einstreichen konnten.
Oh ja dieser Besuch lohnte sich wirklich.
Kaum gedacht, hörten sie jedoch von draußen ein lautes fragendes „HALLO?!“
Vincent sah sich panisch um, der Blick flog zu den Fenstern, die Überlegung sich einfach hinaus zu stürzen. Er brauchte seine Hände noch.
Wie zu einer Giftnatter blickend, schaute Vincent drohend auf die Tür, die Gedanken bereits mit einer Flucht beschäftigend.
Auch in dem Blick Kimroths lag eine Spur von Panik bevor er leise zu ihm trat. „Vince, gib dich als Hausherr aus!“ zischelt er ihm zu, und der junge Schurke sah ihn für den Moment verzweifelt an. Sich über den Nacken fahrend nickte er und deutete die Treppe hinauf. Wohin dann auch Kimroth mit Lubbo verschwanden.
Hoffentlch waren sie dieses mal leise! Murmelte Vincent eher betend vor sich hin.
Dann nahm er sich flugs Kleidung die er gefunden hatte und zog sie sich über.
Eine noble Hose, einen Umhang, räusperte sich noch einmal um seiner Stimme Klang zu verweilen bevor er an die Tür trat und lautstark aber mit einem Ängstlichen hineingelegten Tonfall zu rufen.
„ Ist da wer?! Ich habe ein Messer ... ich weiß mich zu verteidigen ... ich rufe um HILFE!!! Ich rufe die Garde !!“
„Ich bin Gardist des Hohenfelser Regiments....!!!“ kam prompt die Antwort von draussen und
Vincent wäre am liebsten sofort in den Boden versunken. Erneut der Blick fliehenderweise gen der Fenster, die Chancen taxierend.
Warum ein Gardist, warum nicht ein Nachbar, Hoteras sei ihnen gnädig.
Sofort um dem Mann nicht merken zu lassen das die Tür nicht wirklich sicher war, öffnete er sie einen Spalt, mit dem Fuß sie in den Fugen haltend.
„Woher weiß ich das ihr wirklich einer seid? In dieser Dunkelheit treiben sich genug Halsabschneider herum.“
„Nun,.. ihr werdet mich an meine Uniform erkennen,... mir ist aufgefallen, das ihre Türen in einen Mangelhaften zustand sind.“
Vincent versuchte sein Unbehagen zu überspielen.
„Ja leider habt ich Recht. Aber kommt doch erst einmal herein.“
Ihn hinein bittend hatte viele Vorteile....
Solange seine Verbündeten da oben ruhig waren.
Zum einen, war damit der Fluchtweg für ihn frei zum anderen schaffte es Vertrauen.
Der Gardist winkte zu Vincents heimlicher Erleichterung ab.
Er wollte nur nach dem Rechten sehen. „ihr seid alleine?“ Fragte er misstrauisch.
Vincent nickte und machte eine Einladende Geste hinein.
„Sicher, aber kommt nur herein, dann könnt ihr selber sehen das alles in Ordnung ist.
Noch ein wenig spärlich eingerichtet, aber das wird schon noch. Ich bin gerade erst eingezogen.“
Der Gardist musterte ihn genauestens, und schüttelte den Kopf. „Nein danke es scheint ja alles in Ordnung zu sein.“
Fast hätte er aufgeatmet, doch er beherrschte sich.
Sein Aussehen, die grünen Haare, er hatte sich gut verwandelt das ihm eine Beschreibung des Kerls nicht gefährlich werden konnte.
„Aber lasst die Tore in Ordnung bringen.“ Empfahl der Mann vor ihm noch und Vincent nickte.
„Ich mache es gleich Morgen früh!“ Versprach er zuversichtlich während der Mann sich verabschiedete.
Vincent schloss die Tür hinter ihm und sank daran erleichtert zu Boden.
Es war geschafft.
Erst als Kimroth und Lubbo die Treppe wieder herabkamen, atmete er wirklich auf.
Sie packten noch ein was sie gebrauchen konnten dann verschwanden sie ...
Bepackter aber Leiser
als sie gekommen waren.