Versprechen unter der heiligen Eiche
Verfasst: Freitag 14. Oktober 2005, 15:12
*Streit ... Zank ... Sticheleien, manche offen und direkt, andere versteckt, doch nicht weniger verletzend.
Seid Tagen nun schon lag diese unangenehme Spannung über der Insel. Kaum ein Gespräch drehte sich nicht um den Streit, der unter den Clans aufgebrochen war. Deutlich hatten sich zwei Seiten herausgebildet, zwei Clans standen sich mit völlig unterschiedlichen Meinungen gegenüber und ein Wort gab das Andere. Selbst die Natur schien angespannt und wenig angetan von diesen Zwistigkeiten.
Wie wohl hatte Lynn sich hier doch noch bis vor wenigen Tagen gefühlt. Herzlich hatte Caiti sie empfangen, ihr geholfen, wo sie nur konnte und auch die andere Bewohner Fuachtero's freuten sich offensichtlich über den "Zuwachs" auf der Insel.
Kurz erst war sie auf der Insel, Cousine Caitlin führte sie noch herum, als ein junger Mann zu den Beiden trat. Diese Begegnung sollte das Leben von Lynn und Jamie für immer verändern, auch wenn ihnen das in diesem Moment sicher nicht bewusst war.
Viel Zeit ... eigendlich jeden freien Moment verbrachten sie seid dem miteinander. Und nach nur wenigen Tagen war beiden klar, dass sie den Rest ihren Lebens miteinander verbringen wollte. Die tiefe Liebe, welche sie beiden füreinander empfanden, hatte sie zwar völlig überrascht, doch spürten beiden, dass die Ahnen es gut mit ihnen meinten. Beide wusste, dass die anderen es sicher nicht verstehen würden, vielleicht nicht konnten, weil sie so etwas selbst nie erlebt hatten, doch gegen ihre tiefe Liebe wollten und konnten sie beide nicht ankämpfen, sondern sie nur zügeln, bis sie den Bund fürs Leben eingegangen waren. Eigendlich hätte dieses Warten noch einige Monde dauern sollen, doch scheinbar hatten die Ahnen anderes im Sinn...
Und nun ... an diesem herbstlichen Abend saßen sich Lynn und Jamie unter der heiligen Eiche gegenüber.
Kurz zuvor hatte es eine Unterhaltung gegeben, mit Caitlin, Andrew und Thomas. Wieder war natürlich der Streit Inhalt des Gespräches gewesen und wieder war Lynn klar geworden, dass sie ebenbso wie Caiti zwischen den Parteien stand. Lynn war es schwer ums Herz geworden, erinnerten die harten Worte und Sticheleien sie doch sehr an die Art ihres Bruders. Und so hatte sie sich, wie in vielen Jahren zuvor, zurück gezogen und nur mehr schweigend der Unterhaltung gelauscht. Irgendwann kam Jamie hinzu und nach einem kurzem Blick auf Lynn wurde ihm wohl klar, wie sie sich fühlte und so schlug er ihr vor, einen Spaziergang zu machen. Auf diesen Vorschlag ging Lynn nur zu gerne ein und nach einer kurzen Verabschiedung machten die beiden Liebenden sich auf den Weg. Jamie überliess es Lynn, den Ort zu wählen, wohin sie wollten und für die junge Angurin kam in diesem Moment nur ein Ort in Frage ... die Heilige Eiche. Dort angekommen berührt Beide zunächst den Stamm des Baumes, spürten seine Kraft, seine Ruhe und versanken in ein stummes Zwiegespräch mit den Ahnen. Dann ließen sie sich im Gras nieder und unterhielten sich.
Jamie verstand Lynns Verzweiflung nur zu gut, wusste er doch um ihre Vergangenheit und wie sehr sie darunter gelitten hatte und wohl auch heute noch unter Schuldgefühlen litt. Erst hier auf Fuachtero war es ihr gelungen, sich ein wenig davon zu befreien, durch Gespräch mit Jamie aber auch durch die Liebe und Fürsorge, die ihr alle entgegen brauchten, hatten dazu beigetragen. Aber auch Lynn spürte, wie sehr Jamie dieser Streit zu schaffen machte, dass er helfen wollte, die Streitereien beizulegen. Doch irgendwie ... schien alles reden vergebens zu sein.
Lange Zeit saßen sie dicht beieiander unter der Heiligen Eiche, sprachen miteinander, versuchten Lösungen zu finden. Doch eine Lösung fanden sie beide nicht. Irgendwann sagte Lynn, sie würde zur Zeit am liebsten Fuachtero verlassen, um irgendwo zur Ruhe zu kommen. Sollten die anderen sich doch die Köpfe einschlagen ... vielleicht würde das ja die Streitigkeiten endlich beenden. Mehr mit einer gehörigen Portion Galgenhumor hatte sie dies gesagt, war beiden doch klar, dass sie nicht einfach so gemeinsam verschwinden konnten. Jamie war nunmal der Mimir des Clans MacIora und hatte auch schon den anderen mehrfach beigestanden ... er konnte nicht einfach so verschwinden und mit den Traditionen brechen. Lynn würde dies niemals von ihm verlangen. Alles war so verfahren und nur die Ahnen würden wohl noch helfen können.
Sanft schloss Jamie sie in die Arme und drückte sie an sich, sprach beruhigend zu ihr, deutlich konnte er Lynns Anspannung spüren, auch wenn sie versuchte diese vor ihm zu verbergen.
Mit sich hadernd zunächst, doch zunehmend zuversichtlicher rang der junge Mimir mit sich. Weilen, in denen er Lynn einfach nur sanft im Arm wiegte und beruhigend auf sie einredete. Er konnte es einfach nicht ertragen, die geliebte Frau so verzweifelt zu sehen und so sprach er schließlich mit leiser, sanfter Stimme zu ihr.*
"Du bist meine Sonne, Lynn. Ohne dich will ich keinen Tag mehr verbringen!"
*Ein wehmütiges Lächeln lag auf ihrem Gesicht , als sie mit leiser Stimme antwortete.*
"Das weiss ich, mein Herz und das musst du auch nicht."
*Jamie aber ließ sich nicht beirren, griff in seine Tasche und holte einen Gegenstand heraus. Verwundert blickte Lynn zu ihm und es dauerte einen Moment, bist sie erkannte, was er da in der Hand hielt.
Das traditionelle Handfasting-Seil, dreifarbig wie es seid vielen Jahren üblich war. Schwarz, rot und weiss.
Sanft ergriff Jamie ihre Hand, hielt sie zärtlich in der Seinen und schlang das Seil drum herum, auf das diese miteinander verbunden waren. Sprachlos sah sie bei seinem tun zu ... sicherlich war ihr erster Gedanken, ihm ihre Hand zu entziehen und fortzulaufen ... doch irgend etwas schien sie genau an diesem Ort zu halten. Mit fester Stimme begann Jamie schließlich wieder zu sprechen, ihr dabei tief in die Augen schauend.*
"Ich weiss, wir kennen uns noch nicht sehr lange, aber du bist die Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte.
Du bist meine Sonne ... dein Lächeln wärmt mich in der kältesten Winternacht und so frage ich dich ... hier und jetzt...
Willst du meine Gefährtin sein ... bis ans Ende aller Tage ...?"
*Gebannt hatte sie jedem seiner Worte gelauscht. Mühsam schluckte sie, vergeblich bemüht, die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Doch als Jamie schließlich vor ihr niederkniete und gebannt zu ihr aufsah, rannen Tränen des Glücks über ihre Wangen.*
"Wenn du ja sagst Liebling, gehen wir erst einmal fort von hier, nur für eine Weile ... bis sich alles gelegt hat! Ich will nicht, das du unglücklich bist, meine Sonne ..."
*Stockend atmete sie ein, wischte sich die Tränen von den Wangen und es dauerte einige Moment, bis sie sich soweit gesammelt hatte und leise zu sprechen begann.*
"Aye ... ich will deine Gefährtin sein ... jetzt und bis ans Ende unserer Tage ... ich will am Abend an deiner Seite einschlafen und am Morgen erwachen ... auch wenn wir uns erst so kurz kennen, kann ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen ...
Die Ahnen haben mich zu dir geführt und niemals wieder möchte ich ohne dich sein."
*Vor unbändiger Freude strahlend lächelte Jamie sie an und hauchte leise*
"Aye, meine Sonne!"
*Noch immer waren ihrer beiden Hände durch das dreifarbige Seil miteinander verbunden, als Jamie sich nun erhob und seine Gefährtin sanft mit sich hoch zog. Völlig versunken im Anblick des anderen standen sie dicht bei einandern, Jamie legte seine freie Hand an den mächtigen Stamm der Eiche und sogleich tat Lynn es ihm gleich. Tränen des Glück rannen noch immer an ihren Wangen herab und mit einem überglücklichen strahlen in den Augen blickte sie zu ihm, als Jamie leise zu ihr und den Ahnen sprach.*
"Vor den Ahnen schwöre ich, dir immer ein guter Gefährte zu sein ...
dich zu lieben...
dich zu ehren ...
solange ich lebe...!"
*Alle Last und Sorge schien in diesem Moment von ihr abzufallen und überglücklich strahlend lächelte sie ihn an, ehe sie ihm leise antwortete.*
"Vor den Ahnen schwöre ich, dich immer zu lieben und zu ehren...
stets an deiner Seite zu sein und immer für dich zu sorgen...
ich verspreche dir, alles in meiner Macht stehende zu tun, um dir eine würdige Gefährtin zu sein ... solange ich lebe!"
*Grenzenlos war ihr Vertrauen ineinander, spürbar die tiefe Zuneigung und Liebe. Es erschien beiden, als würden die Ahnen sie mit ihrer Zustimmung einhüllen ... und nach einem Moment der stillen Besinnlichkeit hauchten sie sich ein Liebesgeständnis zu.*
"Ich liebe dich, Lynn Alister MacIora!"
"Ich liebe dich, Jamie MacIora!"
*Sanft und zärtlich umarmten sie sich und ihre Lippen fanden sich zu einem erst zarten, dann zunehmend leidenschaftlicheren Kuss, der all ihre Gefühle füreinander auszudrücken schien. Einige Zeit noch standen sie dicht beieinander, die Nähe des anderen geniessend, dann eilten sie nach Hause, um dort einige Sachen zu packen und für die Familie Nachrichten zu hinterlassen, ehe sie sich dann gemeinsam auf dem Weg zum Hafen machten ... das nächste Schiff aufs Festland würde bald ablegen ...*
Seid Tagen nun schon lag diese unangenehme Spannung über der Insel. Kaum ein Gespräch drehte sich nicht um den Streit, der unter den Clans aufgebrochen war. Deutlich hatten sich zwei Seiten herausgebildet, zwei Clans standen sich mit völlig unterschiedlichen Meinungen gegenüber und ein Wort gab das Andere. Selbst die Natur schien angespannt und wenig angetan von diesen Zwistigkeiten.
Wie wohl hatte Lynn sich hier doch noch bis vor wenigen Tagen gefühlt. Herzlich hatte Caiti sie empfangen, ihr geholfen, wo sie nur konnte und auch die andere Bewohner Fuachtero's freuten sich offensichtlich über den "Zuwachs" auf der Insel.
Kurz erst war sie auf der Insel, Cousine Caitlin führte sie noch herum, als ein junger Mann zu den Beiden trat. Diese Begegnung sollte das Leben von Lynn und Jamie für immer verändern, auch wenn ihnen das in diesem Moment sicher nicht bewusst war.
Viel Zeit ... eigendlich jeden freien Moment verbrachten sie seid dem miteinander. Und nach nur wenigen Tagen war beiden klar, dass sie den Rest ihren Lebens miteinander verbringen wollte. Die tiefe Liebe, welche sie beiden füreinander empfanden, hatte sie zwar völlig überrascht, doch spürten beiden, dass die Ahnen es gut mit ihnen meinten. Beide wusste, dass die anderen es sicher nicht verstehen würden, vielleicht nicht konnten, weil sie so etwas selbst nie erlebt hatten, doch gegen ihre tiefe Liebe wollten und konnten sie beide nicht ankämpfen, sondern sie nur zügeln, bis sie den Bund fürs Leben eingegangen waren. Eigendlich hätte dieses Warten noch einige Monde dauern sollen, doch scheinbar hatten die Ahnen anderes im Sinn...
Und nun ... an diesem herbstlichen Abend saßen sich Lynn und Jamie unter der heiligen Eiche gegenüber.
Kurz zuvor hatte es eine Unterhaltung gegeben, mit Caitlin, Andrew und Thomas. Wieder war natürlich der Streit Inhalt des Gespräches gewesen und wieder war Lynn klar geworden, dass sie ebenbso wie Caiti zwischen den Parteien stand. Lynn war es schwer ums Herz geworden, erinnerten die harten Worte und Sticheleien sie doch sehr an die Art ihres Bruders. Und so hatte sie sich, wie in vielen Jahren zuvor, zurück gezogen und nur mehr schweigend der Unterhaltung gelauscht. Irgendwann kam Jamie hinzu und nach einem kurzem Blick auf Lynn wurde ihm wohl klar, wie sie sich fühlte und so schlug er ihr vor, einen Spaziergang zu machen. Auf diesen Vorschlag ging Lynn nur zu gerne ein und nach einer kurzen Verabschiedung machten die beiden Liebenden sich auf den Weg. Jamie überliess es Lynn, den Ort zu wählen, wohin sie wollten und für die junge Angurin kam in diesem Moment nur ein Ort in Frage ... die Heilige Eiche. Dort angekommen berührt Beide zunächst den Stamm des Baumes, spürten seine Kraft, seine Ruhe und versanken in ein stummes Zwiegespräch mit den Ahnen. Dann ließen sie sich im Gras nieder und unterhielten sich.
Jamie verstand Lynns Verzweiflung nur zu gut, wusste er doch um ihre Vergangenheit und wie sehr sie darunter gelitten hatte und wohl auch heute noch unter Schuldgefühlen litt. Erst hier auf Fuachtero war es ihr gelungen, sich ein wenig davon zu befreien, durch Gespräch mit Jamie aber auch durch die Liebe und Fürsorge, die ihr alle entgegen brauchten, hatten dazu beigetragen. Aber auch Lynn spürte, wie sehr Jamie dieser Streit zu schaffen machte, dass er helfen wollte, die Streitereien beizulegen. Doch irgendwie ... schien alles reden vergebens zu sein.
Lange Zeit saßen sie dicht beieiander unter der Heiligen Eiche, sprachen miteinander, versuchten Lösungen zu finden. Doch eine Lösung fanden sie beide nicht. Irgendwann sagte Lynn, sie würde zur Zeit am liebsten Fuachtero verlassen, um irgendwo zur Ruhe zu kommen. Sollten die anderen sich doch die Köpfe einschlagen ... vielleicht würde das ja die Streitigkeiten endlich beenden. Mehr mit einer gehörigen Portion Galgenhumor hatte sie dies gesagt, war beiden doch klar, dass sie nicht einfach so gemeinsam verschwinden konnten. Jamie war nunmal der Mimir des Clans MacIora und hatte auch schon den anderen mehrfach beigestanden ... er konnte nicht einfach so verschwinden und mit den Traditionen brechen. Lynn würde dies niemals von ihm verlangen. Alles war so verfahren und nur die Ahnen würden wohl noch helfen können.
Sanft schloss Jamie sie in die Arme und drückte sie an sich, sprach beruhigend zu ihr, deutlich konnte er Lynns Anspannung spüren, auch wenn sie versuchte diese vor ihm zu verbergen.
Mit sich hadernd zunächst, doch zunehmend zuversichtlicher rang der junge Mimir mit sich. Weilen, in denen er Lynn einfach nur sanft im Arm wiegte und beruhigend auf sie einredete. Er konnte es einfach nicht ertragen, die geliebte Frau so verzweifelt zu sehen und so sprach er schließlich mit leiser, sanfter Stimme zu ihr.*
"Du bist meine Sonne, Lynn. Ohne dich will ich keinen Tag mehr verbringen!"
*Ein wehmütiges Lächeln lag auf ihrem Gesicht , als sie mit leiser Stimme antwortete.*
"Das weiss ich, mein Herz und das musst du auch nicht."
*Jamie aber ließ sich nicht beirren, griff in seine Tasche und holte einen Gegenstand heraus. Verwundert blickte Lynn zu ihm und es dauerte einen Moment, bist sie erkannte, was er da in der Hand hielt.
Das traditionelle Handfasting-Seil, dreifarbig wie es seid vielen Jahren üblich war. Schwarz, rot und weiss.
Sanft ergriff Jamie ihre Hand, hielt sie zärtlich in der Seinen und schlang das Seil drum herum, auf das diese miteinander verbunden waren. Sprachlos sah sie bei seinem tun zu ... sicherlich war ihr erster Gedanken, ihm ihre Hand zu entziehen und fortzulaufen ... doch irgend etwas schien sie genau an diesem Ort zu halten. Mit fester Stimme begann Jamie schließlich wieder zu sprechen, ihr dabei tief in die Augen schauend.*
"Ich weiss, wir kennen uns noch nicht sehr lange, aber du bist die Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte.
Du bist meine Sonne ... dein Lächeln wärmt mich in der kältesten Winternacht und so frage ich dich ... hier und jetzt...
Willst du meine Gefährtin sein ... bis ans Ende aller Tage ...?"
*Gebannt hatte sie jedem seiner Worte gelauscht. Mühsam schluckte sie, vergeblich bemüht, die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Doch als Jamie schließlich vor ihr niederkniete und gebannt zu ihr aufsah, rannen Tränen des Glücks über ihre Wangen.*
"Wenn du ja sagst Liebling, gehen wir erst einmal fort von hier, nur für eine Weile ... bis sich alles gelegt hat! Ich will nicht, das du unglücklich bist, meine Sonne ..."
*Stockend atmete sie ein, wischte sich die Tränen von den Wangen und es dauerte einige Moment, bis sie sich soweit gesammelt hatte und leise zu sprechen begann.*
"Aye ... ich will deine Gefährtin sein ... jetzt und bis ans Ende unserer Tage ... ich will am Abend an deiner Seite einschlafen und am Morgen erwachen ... auch wenn wir uns erst so kurz kennen, kann ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen ...
Die Ahnen haben mich zu dir geführt und niemals wieder möchte ich ohne dich sein."
*Vor unbändiger Freude strahlend lächelte Jamie sie an und hauchte leise*
"Aye, meine Sonne!"
*Noch immer waren ihrer beiden Hände durch das dreifarbige Seil miteinander verbunden, als Jamie sich nun erhob und seine Gefährtin sanft mit sich hoch zog. Völlig versunken im Anblick des anderen standen sie dicht bei einandern, Jamie legte seine freie Hand an den mächtigen Stamm der Eiche und sogleich tat Lynn es ihm gleich. Tränen des Glück rannen noch immer an ihren Wangen herab und mit einem überglücklichen strahlen in den Augen blickte sie zu ihm, als Jamie leise zu ihr und den Ahnen sprach.*
"Vor den Ahnen schwöre ich, dir immer ein guter Gefährte zu sein ...
dich zu lieben...
dich zu ehren ...
solange ich lebe...!"
*Alle Last und Sorge schien in diesem Moment von ihr abzufallen und überglücklich strahlend lächelte sie ihn an, ehe sie ihm leise antwortete.*
"Vor den Ahnen schwöre ich, dich immer zu lieben und zu ehren...
stets an deiner Seite zu sein und immer für dich zu sorgen...
ich verspreche dir, alles in meiner Macht stehende zu tun, um dir eine würdige Gefährtin zu sein ... solange ich lebe!"
*Grenzenlos war ihr Vertrauen ineinander, spürbar die tiefe Zuneigung und Liebe. Es erschien beiden, als würden die Ahnen sie mit ihrer Zustimmung einhüllen ... und nach einem Moment der stillen Besinnlichkeit hauchten sie sich ein Liebesgeständnis zu.*
"Ich liebe dich, Lynn Alister MacIora!"
"Ich liebe dich, Jamie MacIora!"
*Sanft und zärtlich umarmten sie sich und ihre Lippen fanden sich zu einem erst zarten, dann zunehmend leidenschaftlicheren Kuss, der all ihre Gefühle füreinander auszudrücken schien. Einige Zeit noch standen sie dicht beieinander, die Nähe des anderen geniessend, dann eilten sie nach Hause, um dort einige Sachen zu packen und für die Familie Nachrichten zu hinterlassen, ehe sie sich dann gemeinsam auf dem Weg zum Hafen machten ... das nächste Schiff aufs Festland würde bald ablegen ...*