Briefe aus Tiaresh (Unas Kinder)
Verfasst: Dienstag 11. November 2008, 21:35
Es waren nun einige Tage vergangen seit sie das Land wieder erreicht hatte, seit der Krieg an den Grenzen sie wieder freiließ und sie in Richtung Heimat schickte. Doch nutzte sie jene Rückreise auch um bei einem ihrerseits sehr geliebten Menschen vorbeizusehen, Una, ihre Cousine. Der Besuch bei den entfernten Verwandten war der erste Moment an dem sie spürte dass all das Leiden wenigstens für einen Moment innehalten konnte, und es waren einige entspannende Tage ehe sie Richtung Heimat ritt.
Ein beinahe feistes Päckchen von einfachen Briefen, knappen Karten bis hin zu kunstvoll versiegelten und bemalten Schriftrollen ist die inhaltlich reiche Ausbeute, welcher nun Sorcha zu Last liegt. Von der Ritterin, der körperlich und seelisch Überlebenden eines Krieges nun also zur Botin, einer Freudenüberbringerin, denn das Hauptthema der Nachrichten strotzt geradezu vor froher Kunde. So finden sich unter vielen Anderen auch folgende Briefe und Karten:
1.)*eine einfache Schriftrolle, mit einem dunkelblauen Samtband zusammengefasst, in welcher wohl auch etwas eingerollt wurde. Die Nachricht ist in einer sauberen und doch eleganten Handschrift verfasst und explizit an Cathal Llastobhar adressiert. Sollte sie aufgerollt werden, so wird dem Leser zunächst ein wunderschöne, azurblaue Spitzenband entgegenfallen, welches eher von Klasse statt Kitsch zeugt und wohl ins Haar gebunden werden kann. Zu lesen ist Folgendes: *
Mein geliebter Sohn,
bevor du dich nun plötzlich fragst ob deine alte Mutter auf ihre späten Tage nun doch senil geworden ist und vergessen hat, dass Eluive in ewiger Güte ihr einen prachtvollen Sohn und nicht etwa ein Töchterlein geschenkt hat, möchte ich dich unterrichten, dass die Haarschleife natürlich nicht für dich, sondern für meine wunderbare, kleine Enkelin gedacht ist. Da euer Besuch nun wieder fast zwei Jahre zurückliegt, weiß ich nicht einmal, ob mir Niia heute die Anrede „kleine Enkelin“ übel nehmen würde, denn ich kann mir ausmalen, dass sie zu einer bildschönen, jungen Frau heranwächst. Una wird es mir sicher verzeihen, wenn ich dir schreibe, dass es mich sehr freut, dass sie so viel von ihrer Mutter und dir zu haben scheint und irgendwann wahrlich Frau statt ewig Mädchen genannt werden wird. Auch wenn Una diese Tatsache immer zu ignorieren schien, ringt so etwas schon viel Ärger mit sich. Ich bin fast versucht jetzt zu lachen, wenn ich bedenke, dass ihre eigene Tochter in nicht wenigen Jahren bald als ältere Schwester der eigenen Mutter angesehen werden könnte, gesetzt wir bekommen hier nicht doch bald alle Falten.
Ach, es gibt sowieso eine Menge an Neuigkeiten zu berichten, die uns Lach- und Sorgenfalten ins Gesicht treiben werden.
Die schönste und großartigste Nachricht möchte ich dir nicht vorenthalten:
Una und Feoras sind nun zum dritten Mal Eltern geworden, denn vor vierzehn Tagen brachte Una mit dem kleinen Eoineth einen gesunden und entzückenden Sohn zur Welt gebracht. Du weißt doch, wie närrisch ich mich verhalte, wenn es um Säuglinge geht. Da sie von der Anstrengung noch sehr erschöpft und entkräftet ist, oblag es mir nach dem Kleinen zu sehen, da Feoras sich nicht besser als mein Bruder damals anstellte und so lange bei ihr am Kindbette wachte, bis sie beide im Kinderraum täglich einschliefen. Da Sorcha sich um die Zwillinge kümmerte, konnte ich den Kleinen ganze Stunden nach der Säugung umsorgen. Ach, schimpf nicht mit deiner alten Frau Mutter aber als ich ihm Schlaflieder gesungen habe, da fiel mir wieder ein, wie ich diese einst dir sang und später Una und Viljo und nun stehe ich da und lulle auch ihre Kinder in den Schlaf. Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Der Kleine wird seinen Eltern einmal viel Freude machen. Er ist kein schwächliches Kerlchen und wird wohl bestimmt einmal so groß wie sein Vater werden, doch hat er Unas sanftes Gemüt. Selten quengelt das Kind und wenn er seine großen, nebelgrauen Augen geöffnet hat, so wirkt er nachdenklich und verträumt. Ja, ich glaube, dass ich jetzt schon sagen kann, dass man sich einmal wenig Sorgen um ihn machen muss.
Anders verhält es sich mit den Zwillingen. Sie wirken beide zart und sanft, besonders Mio sieht ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten aus, doch wohnt ein unruhiger, trotziger und eigenwilliger Geist in den kleinen Körpern. Manchmal, wenn sie zur Erlangung ihrer persönlichen Ziele und Wünsche ohne jegliche Rücksicht agieren, fällt es mir schwer nicht sehr dunkle Gedanken zu hegen und einen Vergleich zu meinem jüngsten Bruder, möge er sein Gesicht weder nie mehr im Kreise der Familie zeigen, zu ziehen.
Ach, ich mache mir zu viel Sorgen und denke dabei wirren Unsinn!
Dennoch bin ich froh, dass Niia so eine wohlgeratene und liebreizende, junge Dame geworden ist. Du wirst noch deine Freude haben, wenn ihre Verehrer dir irgendwann die Tore einrennen werden. Doch da bin ich wiederum sehr froh, dass Shanna dir mit kühler Weisheit wohl zur Seite stehen wird. Bitte sei so lieb und umarme sie von mir und noch viel wichtiger: erinnere dich daran, dass euch allen stets die Türe offen steht, wenn ihr euch nach einem Besuch auf Tiaresh sehnt.
Ich vermisse dich mein Sohn.
Pass gut auf dich und die Deinen auf!
Deine Mutter, Ione
2.)*ein adretter, kleiner Brief, der hingegen eher knapp wirkt und mit kleiner, etwas krakeliger Handschrift munter verfasst wurde. Als Empfänger wurde all meine Lieben angegeben*
Phanodains Segen möge euch ebenso umfangen wie mich!
Lieber Cathal,
liebe Shanna,
lieber Demoar,
liebe Keara,
lieber Leith,
lieber Tarleed,
liebe Niia,
noch immer möchte ich die Welt umarmen und würde ich mich nicht so unendlich müde fühlen, dann müsste ich auch jetzt vor Freude tanzen. So ähnlich wie damals beim Fest der ersten Blüte, als du mir das blaue Kleid geschenkt hast, Cath, einfach vor innerer Begeisterung und Glück umherwirbeln. Eoineth ist gesund und wird seinem Namenspatron einmal alle Ehre machen. Das hat er mir schon versichert, als er das erste Mal seine Äuglein aufschlug, mich sah und zwinkernd blinzelte. Vater sieht ihn nun sicher und ist stolz auf seinen dritten Enkel. Lir und Mio wollten ihr Brüderchen so unbedingt sehen, dass sie, ganz zu Sorchas Entsetzen, den großen Eichenbaum neben dem Haupthaus erklommen haben und über das Fenster zu mir in die Kinderstube geklettert sind. Selten habe ich meine beiden Wirbelwinde so still und staunend gesehen. Dieses wunderbare Bild, mein Mann und meine drei Kinder beisammen, hat sich wohl auf ewig in mein Herz gebrannt.
Hah, dabei erinnere ich mich noch gut, wie ich mich ängstlich fragte, ob mir wohl jemals so ein Glück zu eigen werden kann, als ich die Abende noch mit dir, Shanna und Niia in Varuna verbrachte und fast schon etwas neidisch war.
Ach, Shannalein, wie geht es dir? Es ist hier wirklich schwer sich mit einem noch halbwegs normalem, weiblichen Wesen zu unterhalten. Entweder ist das dann Tante Ione, die ständig schimpft und mich behandelt, als wäre ich noch immer keine 13 Sommer alt oder eben die Besucher und Bediensteten, bei denen ich mit „Jawohl, hohe Herrin“ oder „Ganz recht, Frau Llastobhar y Tiaresh“ oder noch schlimmer „Eurer Meinung, hochwohlgeborene Magnifizenz“ abgewimmelt werde. Ich vermisse unsere Gespräche und hoffe, dass ich dich auch bald einmal wieder auf Tiaresh begrüßen darf.
Keara ist da aus dem Schneider, denn sie hat den Sommer ja teilweise bei uns verbracht und mit mir den halben Marillenbaum geplündert. A propos plündern: Demoar, du treulose Nuss, du bist mir auch noch einen Besuch schuldig aber den kann ich einfordern, denn du hast noch die Werke:
Vom Hutzliopochtli und dessen Untaten (gefährliche Spärenwesen) II (aus der Feder des Arcomagus Olbi der Ältere) und
Neue Bannkreisforschung: Variable Reagenzien & magische Orte (aus der Feder des: Orden der Ars Magicae)
und da du ungern Schulden hast und ich nicht möchte, dass du diese Werke per Post oder Boten einer anderen Person übergibst, musst du dich hier wohl blicken lassen.
So lange wünsche ich dir und euch allen eine Zeit voller Licht, Wärme und Gesundheit.
Eure Una
3.)*zwei Karten, welche fast den gleichen Wortlaut innehaben und mit gerader, fast gemalter Schrift verfasst worden sind. Es steht zwar kein Empfänger auf ihnen, dafür haben sich kleine Hände an doch recht ansehnliche Zeichnungen gewagt. Eine Karte, welche schwungvoll mit dem Namen „Lir“ unterzeichnet wurde, birgt als Motiv einen etwas rundlichen Höllenhund, der stolz die viel zu langen Zähne zeigt, während auf der Zweiten, mit dem Namen „Mio“ versehen, ein verwaschenes Elementarwesen eine Art pummeligen, lila Dämon bekämpft. Folgender Text ist in beiden, mit nur leichten Abwandlungen, zu lesen*
Liebe Verwandte,
Danke für die Päckchen und Karten. Der varunesische Winterkuchen war arg gut und der Lir (wahlweise: die Mio) war so verfressen, dass er (sie) ihn jetzt schon gegessen hat, weshalb wir auch gern noch einen nehmen tun.
Nur bitte sagt der Tante Keara, dass sie nimmer so Medizin und Zeug mitschicken soll, denn Großmama verwendet das dauernd bei den kleinsten Schrammen und das ist nicht gut. Lir (Mio) ist sich auch ganz sicher, dass das die *bei folgendem Wort hat man sich wohl schwerer getan* „kintliche Empfalltung“ kaputt macht, wenn man dauernd sowas schlucken muss.
Das Baby ist lustig und hat einen Kopf wie ein Lachmond aber Lir (Mio) hat gesagt, dass es zu Beginn eher wie eine zerknitterte Dörrpflaume aussah, so lila und knautschig war es.
Liebe Grüße und alles sowas!
Mio (Lir) Llastobhar
Alle weiteren Briefe bergen Nachrichten von den älteren Bediensteten, welche mal halbwegs leserlich, mal weniger adäquat Anekdoten und Grüße weitergeben. Meist sind diese an Cathal gerichtet, da sie ihn wohl noch als Kind kannten...
[OOC: damit möchte ich, die Spielerin des Charakters Una Llastobhar, den noch verbliebenen Spielern des Hauses und des Shards liebe Grüße senden, einen kleinen Überblick über die mögliche "Zukunft" des Charakters, fernab des Hauptgeschehens auf Gerimor, abgeben und euch allen weiterhin viel Spaß am Spiel wünschen!]
Ein beinahe feistes Päckchen von einfachen Briefen, knappen Karten bis hin zu kunstvoll versiegelten und bemalten Schriftrollen ist die inhaltlich reiche Ausbeute, welcher nun Sorcha zu Last liegt. Von der Ritterin, der körperlich und seelisch Überlebenden eines Krieges nun also zur Botin, einer Freudenüberbringerin, denn das Hauptthema der Nachrichten strotzt geradezu vor froher Kunde. So finden sich unter vielen Anderen auch folgende Briefe und Karten:
1.)*eine einfache Schriftrolle, mit einem dunkelblauen Samtband zusammengefasst, in welcher wohl auch etwas eingerollt wurde. Die Nachricht ist in einer sauberen und doch eleganten Handschrift verfasst und explizit an Cathal Llastobhar adressiert. Sollte sie aufgerollt werden, so wird dem Leser zunächst ein wunderschöne, azurblaue Spitzenband entgegenfallen, welches eher von Klasse statt Kitsch zeugt und wohl ins Haar gebunden werden kann. Zu lesen ist Folgendes: *
Mein geliebter Sohn,
bevor du dich nun plötzlich fragst ob deine alte Mutter auf ihre späten Tage nun doch senil geworden ist und vergessen hat, dass Eluive in ewiger Güte ihr einen prachtvollen Sohn und nicht etwa ein Töchterlein geschenkt hat, möchte ich dich unterrichten, dass die Haarschleife natürlich nicht für dich, sondern für meine wunderbare, kleine Enkelin gedacht ist. Da euer Besuch nun wieder fast zwei Jahre zurückliegt, weiß ich nicht einmal, ob mir Niia heute die Anrede „kleine Enkelin“ übel nehmen würde, denn ich kann mir ausmalen, dass sie zu einer bildschönen, jungen Frau heranwächst. Una wird es mir sicher verzeihen, wenn ich dir schreibe, dass es mich sehr freut, dass sie so viel von ihrer Mutter und dir zu haben scheint und irgendwann wahrlich Frau statt ewig Mädchen genannt werden wird. Auch wenn Una diese Tatsache immer zu ignorieren schien, ringt so etwas schon viel Ärger mit sich. Ich bin fast versucht jetzt zu lachen, wenn ich bedenke, dass ihre eigene Tochter in nicht wenigen Jahren bald als ältere Schwester der eigenen Mutter angesehen werden könnte, gesetzt wir bekommen hier nicht doch bald alle Falten.
Ach, es gibt sowieso eine Menge an Neuigkeiten zu berichten, die uns Lach- und Sorgenfalten ins Gesicht treiben werden.
Die schönste und großartigste Nachricht möchte ich dir nicht vorenthalten:
Una und Feoras sind nun zum dritten Mal Eltern geworden, denn vor vierzehn Tagen brachte Una mit dem kleinen Eoineth einen gesunden und entzückenden Sohn zur Welt gebracht. Du weißt doch, wie närrisch ich mich verhalte, wenn es um Säuglinge geht. Da sie von der Anstrengung noch sehr erschöpft und entkräftet ist, oblag es mir nach dem Kleinen zu sehen, da Feoras sich nicht besser als mein Bruder damals anstellte und so lange bei ihr am Kindbette wachte, bis sie beide im Kinderraum täglich einschliefen. Da Sorcha sich um die Zwillinge kümmerte, konnte ich den Kleinen ganze Stunden nach der Säugung umsorgen. Ach, schimpf nicht mit deiner alten Frau Mutter aber als ich ihm Schlaflieder gesungen habe, da fiel mir wieder ein, wie ich diese einst dir sang und später Una und Viljo und nun stehe ich da und lulle auch ihre Kinder in den Schlaf. Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Der Kleine wird seinen Eltern einmal viel Freude machen. Er ist kein schwächliches Kerlchen und wird wohl bestimmt einmal so groß wie sein Vater werden, doch hat er Unas sanftes Gemüt. Selten quengelt das Kind und wenn er seine großen, nebelgrauen Augen geöffnet hat, so wirkt er nachdenklich und verträumt. Ja, ich glaube, dass ich jetzt schon sagen kann, dass man sich einmal wenig Sorgen um ihn machen muss.
Anders verhält es sich mit den Zwillingen. Sie wirken beide zart und sanft, besonders Mio sieht ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten aus, doch wohnt ein unruhiger, trotziger und eigenwilliger Geist in den kleinen Körpern. Manchmal, wenn sie zur Erlangung ihrer persönlichen Ziele und Wünsche ohne jegliche Rücksicht agieren, fällt es mir schwer nicht sehr dunkle Gedanken zu hegen und einen Vergleich zu meinem jüngsten Bruder, möge er sein Gesicht weder nie mehr im Kreise der Familie zeigen, zu ziehen.
Ach, ich mache mir zu viel Sorgen und denke dabei wirren Unsinn!
Dennoch bin ich froh, dass Niia so eine wohlgeratene und liebreizende, junge Dame geworden ist. Du wirst noch deine Freude haben, wenn ihre Verehrer dir irgendwann die Tore einrennen werden. Doch da bin ich wiederum sehr froh, dass Shanna dir mit kühler Weisheit wohl zur Seite stehen wird. Bitte sei so lieb und umarme sie von mir und noch viel wichtiger: erinnere dich daran, dass euch allen stets die Türe offen steht, wenn ihr euch nach einem Besuch auf Tiaresh sehnt.
Ich vermisse dich mein Sohn.
Pass gut auf dich und die Deinen auf!
Deine Mutter, Ione
2.)*ein adretter, kleiner Brief, der hingegen eher knapp wirkt und mit kleiner, etwas krakeliger Handschrift munter verfasst wurde. Als Empfänger wurde all meine Lieben angegeben*
Phanodains Segen möge euch ebenso umfangen wie mich!
Lieber Cathal,
liebe Shanna,
lieber Demoar,
liebe Keara,
lieber Leith,
lieber Tarleed,
liebe Niia,
noch immer möchte ich die Welt umarmen und würde ich mich nicht so unendlich müde fühlen, dann müsste ich auch jetzt vor Freude tanzen. So ähnlich wie damals beim Fest der ersten Blüte, als du mir das blaue Kleid geschenkt hast, Cath, einfach vor innerer Begeisterung und Glück umherwirbeln. Eoineth ist gesund und wird seinem Namenspatron einmal alle Ehre machen. Das hat er mir schon versichert, als er das erste Mal seine Äuglein aufschlug, mich sah und zwinkernd blinzelte. Vater sieht ihn nun sicher und ist stolz auf seinen dritten Enkel. Lir und Mio wollten ihr Brüderchen so unbedingt sehen, dass sie, ganz zu Sorchas Entsetzen, den großen Eichenbaum neben dem Haupthaus erklommen haben und über das Fenster zu mir in die Kinderstube geklettert sind. Selten habe ich meine beiden Wirbelwinde so still und staunend gesehen. Dieses wunderbare Bild, mein Mann und meine drei Kinder beisammen, hat sich wohl auf ewig in mein Herz gebrannt.
Hah, dabei erinnere ich mich noch gut, wie ich mich ängstlich fragte, ob mir wohl jemals so ein Glück zu eigen werden kann, als ich die Abende noch mit dir, Shanna und Niia in Varuna verbrachte und fast schon etwas neidisch war.
Ach, Shannalein, wie geht es dir? Es ist hier wirklich schwer sich mit einem noch halbwegs normalem, weiblichen Wesen zu unterhalten. Entweder ist das dann Tante Ione, die ständig schimpft und mich behandelt, als wäre ich noch immer keine 13 Sommer alt oder eben die Besucher und Bediensteten, bei denen ich mit „Jawohl, hohe Herrin“ oder „Ganz recht, Frau Llastobhar y Tiaresh“ oder noch schlimmer „Eurer Meinung, hochwohlgeborene Magnifizenz“ abgewimmelt werde. Ich vermisse unsere Gespräche und hoffe, dass ich dich auch bald einmal wieder auf Tiaresh begrüßen darf.
Keara ist da aus dem Schneider, denn sie hat den Sommer ja teilweise bei uns verbracht und mit mir den halben Marillenbaum geplündert. A propos plündern: Demoar, du treulose Nuss, du bist mir auch noch einen Besuch schuldig aber den kann ich einfordern, denn du hast noch die Werke:
Vom Hutzliopochtli und dessen Untaten (gefährliche Spärenwesen) II (aus der Feder des Arcomagus Olbi der Ältere) und
Neue Bannkreisforschung: Variable Reagenzien & magische Orte (aus der Feder des: Orden der Ars Magicae)
und da du ungern Schulden hast und ich nicht möchte, dass du diese Werke per Post oder Boten einer anderen Person übergibst, musst du dich hier wohl blicken lassen.
So lange wünsche ich dir und euch allen eine Zeit voller Licht, Wärme und Gesundheit.
Eure Una
3.)*zwei Karten, welche fast den gleichen Wortlaut innehaben und mit gerader, fast gemalter Schrift verfasst worden sind. Es steht zwar kein Empfänger auf ihnen, dafür haben sich kleine Hände an doch recht ansehnliche Zeichnungen gewagt. Eine Karte, welche schwungvoll mit dem Namen „Lir“ unterzeichnet wurde, birgt als Motiv einen etwas rundlichen Höllenhund, der stolz die viel zu langen Zähne zeigt, während auf der Zweiten, mit dem Namen „Mio“ versehen, ein verwaschenes Elementarwesen eine Art pummeligen, lila Dämon bekämpft. Folgender Text ist in beiden, mit nur leichten Abwandlungen, zu lesen*
Liebe Verwandte,
Danke für die Päckchen und Karten. Der varunesische Winterkuchen war arg gut und der Lir (wahlweise: die Mio) war so verfressen, dass er (sie) ihn jetzt schon gegessen hat, weshalb wir auch gern noch einen nehmen tun.
Nur bitte sagt der Tante Keara, dass sie nimmer so Medizin und Zeug mitschicken soll, denn Großmama verwendet das dauernd bei den kleinsten Schrammen und das ist nicht gut. Lir (Mio) ist sich auch ganz sicher, dass das die *bei folgendem Wort hat man sich wohl schwerer getan* „kintliche Empfalltung“ kaputt macht, wenn man dauernd sowas schlucken muss.
Das Baby ist lustig und hat einen Kopf wie ein Lachmond aber Lir (Mio) hat gesagt, dass es zu Beginn eher wie eine zerknitterte Dörrpflaume aussah, so lila und knautschig war es.
Liebe Grüße und alles sowas!
Mio (Lir) Llastobhar
Alle weiteren Briefe bergen Nachrichten von den älteren Bediensteten, welche mal halbwegs leserlich, mal weniger adäquat Anekdoten und Grüße weitergeben. Meist sind diese an Cathal gerichtet, da sie ihn wohl noch als Kind kannten...
[OOC: damit möchte ich, die Spielerin des Charakters Una Llastobhar, den noch verbliebenen Spielern des Hauses und des Shards liebe Grüße senden, einen kleinen Überblick über die mögliche "Zukunft" des Charakters, fernab des Hauptgeschehens auf Gerimor, abgeben und euch allen weiterhin viel Spaß am Spiel wünschen!]