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Die Auslese

Verfasst: Donnerstag 6. November 2008, 15:38
von Kalisha Deslon
Die letzten Sonnenstrahlen berührten die Baumkronen Lameriast. Im Galopp ritt ein Pferd den Waldweg entlang zur eisenwartschen Burg. Die schweren Tore wurden aufgezogen und ließen die Reiterin passieren. Im Innenhof schwang sie sich vom Pferd und warf die Zügel wortlos dem Stallburschen hin. In der Ferne hörte sie aufgebrachte Worte. Ein Streit? Als sie sich dem Getümmel langsam näherte sah sie Aventius, Asmodan und Kaithlyn in einer Reihe vor Leon. Sie stellte sich neben die Drei und sah zu Leon hinauf. „Was geht hier vor sich?“ Es wurde durcheinander geredet, oft wurde die Stimme lauter erhoben. Man erklärte ihr, Leon würde nicht den Befehl des Fürsten, drei Runden um die Burg zu laufen, ausführen und müsse nun festgenommen werden. Der Blick glitt an den Dreien vorbei. „Und warum macht es dann keiner?“ Niemand gab ihr antwort, sie sah zu Leon hinauf und bot ihm an, mit ihm die drei Runden zu laufen, alles was sie erntete war Hohn. Uneinsichtig also. Selbst als sie erwähnte das der ehemalige Tribun drei Runden nackt lief als es der Fürst befehlte, stimme es ihn nicht um. Weshalb er dies tun musste, verschwieg sie jedoch. Mittlerweile stieß der Zenturio hinzu und beobachtete das Geschehen. „Gut Prätorianer, ihr seid hiermit festgenommen, bitte steigt ab und beugt euch.“ Sie sah an den drei Legionären vorbei und seufzte aus. Verflucht bin ich eine Legionärin?! Muss ich jetzt diesen Befehl ausführen, sind die Anderen zu feig? Sie erntete wieder Hohn von Leon, woraufhin sie nun ihren Bogen zog. „Nochmals, steigt ab.“ Nun warf Leon einen Trank und alle Vier waren Paralysiert. Fluchend wollte Kalisha gerade einen Pfeil einlegen. Leon ritt an ihnen vorbei. Und das alles nur wegen drei Runden! „Amtaris er griff uns an, greift ein!“, kam es nun lauter über Kalishas Lippen. Doch der Zenturio rührte sich nicht. „Ich habe keinen Befehl.“, er ließ Leon passieren. „Der Befehl der Festnahme kam vom Fürsten und wurde von den Legionären an euer Ohr getragen!“ Wieder berief er sich darauf, keinen Befehl vom Fürsten zu haben. Verdammt noch mal sind hier alle Inkompetent?! Nun verlies auch Aventius seine Geduld und er regte sich über das Verhalten des Zenturios auf. Als die Wirkung des Tranks nachließ stürmte sie los gen Tor. Dort angekommen sah sie Leon vor dem Fürsten stehen. Es schien nun alles seinen Lauf zu nehmen. Leon wurde aus der Burg verbannt, er legte seine Wappen ab, färbte seine Klamotten um und galoppierte daraufhin wieder aus der Burg. Derweile standen sich der Zenturio Silva und Legionär Aventius Vandokir gegenüber und beschuldigten sich. Der Legionär Khota kam nun ebenfalls zu dem Aufgebot der Legion hinzu. Irgendwann riss dem Zenturio der Geduldsfaden und zog seine Waffe, er stiefelte zu Aventius welcher nun eingekesselt war von Legionär Khota und dem Zenturio. Die Übriggebliebenen verfolgten das Geschehen fassungslos. Dann ging ein lauter Ruf durch die Reihen – „Was zum Geier ist hier los?!“ – Und es wurde Still. Khazkal trat an die Mannen heran, ohne lange zu reden deutete er an Aventius mitzukommen. Er setzte ihn in sein Büro, schnappte sich den Zenturio und redete mit ihm allein.

Kaithlyn, Asmodan und Kalisha standen nachdenklich vor dem Büro. Irgendetwas würde heut noch passieren, etwas.. was schlimmer war als der Austritt eines kampffähigen Prätorianers. Mittlerweile hielt sie schon eine Schnapsflasche in der Hand, sie ertrug dies alles nur noch mit ein wenig Schnaps. Irgendwann stiefelte der Zenturio an den Dreien vorbei mit Legionär Khota. Dann verschwand der fürst in das Büro, es dauerte nicht lang und Aventius kam heraus. Er schnappte sich seinen Bruder Asmodan und sie verschwanden, nun verschwand auch Kaithlyn. Der Fürst schnaubte und stiefelte vor Wut in der Burg herum. Ihr Blick glitt durch die große Halle. Schnaps. Sie hatte sich einst vorgenommen nicht mehr so viel zu trinken, aber dies erforderte eine Menge an Schnaps! Gerade als sie die erste Flasche vernichtet hatte kam ihr Lynred entgegen. „Ah Lange nicht mehr gesehen!“, kam es sofort von ihr und Lynred musste grinsen. Ashtar kam hinzu und fragte was den Tag über alles passiert sei. Als Kalisha in ihrem kleinen Suff alles herunter lallte weiteten sich die Augen des Heilers, auch Lynred war überrascht. Dann betrachtete er sie ein Stück länger und meinte kurzerhand: „Du siehst heiß in deiner Rüstung aus.“ Nun streifte ihr Blick an sich hinab. „Da muss ich dem Legionären zustimmen Frau Deslon, es steht euch ausgezeichnet.“, bestätigte der Heiler. Der Blick hob sich und sie sah von einem zum anderen. „Sucht euch eine Frau – Beide!“ Als Lynred einen Arm um sie legte und irgendwas labberte was sie eh nicht mehr verstand entschied sie sich in der Taverne nach noch mehr Schnaps zu suchen. Sie ließ ihn zurück, irgendjemand kam noch hinzu, doch wusste sie nicht mehr genau wer es war.

In der Taverne kamen sie dann alle zusammen. Aventius, Asmodan, Kaithlyn, Lynred, Ashtar und sie saßen um einen der Tische herum. Die Legionäre unterhielten sich energisch über die Zukunft der Burg und das es nicht so weitergehen konnte. Sie selbst schweifte langsam ab, der Schnaps verlor im Laufe des Abends seine Wirkung.
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Die Tür wurde aufgestoßen, der Zenturio Silva kam mit Legionär Khota in die Taverne. „Legionär Vandokir ihr werdet des Hochverrats angeklagt!“ Nun klatsche Kalishas Kopf auf den Tisch. Verfluchter Kindergarten das kann doch nicht sein! Kalisha reichte es, sie stand auf um mit dem Zenturio zu reden. Sie flüsterte Aventius zu, sich wieder zu setzen und er und sein Bruder befolgte ihren Ratschlag sogleich. In dem flüsternden Gespräch mit Amtaris kam nichts heraus. „Ihr habt mir nichts zu sagen.“ – „Richtig, aber ich kann Ratschläge bringen. Auch wenn ich nur eine Frau vom Fürsten bin. Ich sehe was hier vorsich geht und so erlangt ihr den Respekt der Legionäre nicht.“ – „Hört auf über meinen Ruf zu sprechen und hindert mich nicht daran einen Verräter festzunehmen.“ Sie seufzte aus. Es würde Folgen haben. Das wusste sie und sie hatte ihn gewarnt, nicht weil er sie beleidigte und ihr keinerlei Respekt zollte – sondern weil er sich wie ein kleines beleidigtes Kind verhielt weil sein Freund aus der Burg verbannt wurde. Sie wandte sich zur Seite und hielt den Zenturio nicht auf. Aventius ging mit ihm, ließ sich abführen ohne einen großen Aufstand zu machen.

Als die Türen hinter den dreien zuflog sah Kalisha zum Tisch. Die entsetzten Gesichter bereiteten ihr Sorge. Was konnte sie tun? Sie musst eirgendetwas tun, er war Deslonit und dem Fürsten treu ergeben, diese Anklage war lächerlich, aber es war das Recht des Zenturio. „Ich werde nachgehen und sehen das ihm nichts geschieht, er wird die Nacht in Ruhe verbringen.“ – „Sollen wir mit?“ – „Nein, mich kann er nicht hinaus werfen, euch schon ihr untersteht dem Zenturio.“ Sie wandte sich herum und machte sich in den Kerker auf. Dort wurde Aventius gerade in eine Zelle gebracht, der Legionär Khota und der Zenturio gingen an Kalisha vorbei und Kalisha war allein mit Aventius. Sie redeten über all dies. „Ich habe Angst um den Fürsten. Leon Amtaris und Rhem agierten immer zusammen. Sie sind gut befreundet und ich glaube, wir werden noch einen Eidbruch erleben. Oder es wird noch schlimmer, sie werden Leon einschmuggeln und den Fürsten etwas..“, sie stockte und seufzte aus: „Ich rede nur Blödsinn.“ – „Nein, das tut ihr nicht, es sind berechtigte Bedenken.“ – „Ich sehe so viel, ich höre vom Fürsten all politischen Informationen, doch sehe ich auch die Legion und Dinge, die er nicht mitbekommt. So, mache ich mir Sorgen.. wir werden noch einiges erleben glaube ich.“
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Sie hörte Schritte und hob den Blick. Asmodan, Lynred und Ashtar kamen, nun musste Kalisha lächeln. Wer behauptete es gäbe hier keinen Zusammenhalt? So ein Blödsinn. Sie gesellten sich zu ihnen, Aventius wurden Bücher gereicht, Kalisha holte Kissen und Decke damit er die Nacht gut überstand. Die Legion hielt zusammen, nur wurde dieser Zusammenhalt, von Oben, von denen welche die Macht besaßen, immer wieder auf eine Probe gestellt.

Schwere Schritte hallten bis zu den Kerkerzellen. Ein Mann in einer Robe gekleidet, welche die Farbe der Burg trugen kam näher. Er begrüßte alle mit dem eisenwartschen Gruß. Als er seine Maske lüftete stockten alle: „Leon..“ Er schlich sich wieder ein. Kalisha trat an den Kerker und Aventius steckte ihr einen Schlüssel zu, sie verstand welcher Schlüssel dies war und sah zu Leon zurück. „Er hat noch eine Rüstung von mir, die will ich haben.“ Der Zenturio und Legionär Rhem kamen Leon nach und stellten sich hinter ihn. „Gebt ihm die Rüstung.“ – „Legt sofort diese Farbe ab, ihr seid nicht befugt sie zu tragen!“, rief Kalisha aus und zeigte auf Leon. Er durchschnitt die Robe und deutete gen Aventius. „Ich will meine Rüstung.“ – „Wie seid ihr hier hinein gekommen?“ – „Ich habe nur eure kleine Schützin als Geisel genommen.“ Es reicht! Wieso sieht der Zenturio zu? Er soll Befehl geben ihn zu töten, was ist hier los zum Geier! Nun hallte wieder ein lauter ruf durch die Gänge. „Was ist das hier?!“ Die Stimme des Fürsten lies alle inne halten. Als er Leon sah gab er endlich den Befehl auf welchen Kalisha wartete. „Was macht Leon hier! Tötet diesen Eindringling!“ Sie zog ihren Bogen, öffnete die Kerkerzelle Aventius, welcher sich sofort rüstete und hinaus trat. Ashtar ging beiseite, Asmodan rüstete sich. Und es kam zum Kampf. Kaithlyn stieß hinzu. Doch Amtaris und Rhem rührten sich nicht. Sie redeten davon, das es nun genug sei.. das wir aufhören sollten. Was sollte dieser Müll, Befehl war Befehl! Alle schlugen sie auf Leon ein, Kaithlyns und Kalishas Pfeile hagelten nieder, ehe die ersten beiden Krieger lagen. Dann hatte es Leon auf Kalisha abgesehen, drehte sich herum und durchbrach die Reihe von den übrigen Kriegern. Verfluchter Mist, scheisse! Weg hier! Der schwere Krieger stürmte ihr nach, mit erhobenen Schwert. Sie huschte die Treppe hinauf und rannte durch die Große Halle. Hinterher der Fürst und andere Krieger. „Amtaris, greift an! Rhem!“ Doch sie standen nur herum und sahen zu. Kalisha floh weiter, irgendwann schien es Leon zu reichen und er wandte sich wieder den Kriegern zu. Nun sah Kalisha wie Amtaris mitangriff, doch mitten im Kampf wandte er sich herum und schlug in den eigenen Reihen. „Verräter!“ schallte sie sofort, dreht den Bogen herum und schoss auf ihn. Es war ein guter Treffer und Amtaris wurde sofort auf sie Aufmerksam. Er zog seine Armbrust und anstatt einen Fehler seiner seits oder anderes einzuräumen, griff er sie an. „Amtaris schlachtet in den eigenen Reihen!“, warnte sie die Anderen lauthals, dann traf sie auch schon ein Bolzen Amtaris, Leon wandte sich herum und folgte Kalisha, durch den Bolzen im Oberschenkel gehindert, streckte sie der Krieger im Nahkampf zu Boden. Als sie gerade wieder auf die Beine kam sah sie die drei aus der Burg fliehen, sie folgte und beobachtete noch wie sie Hals über Kopf aus der Burg galoppierten. „Solche Bastarde, Mistkerle!“, schrie der Fürst laut durch die Burg. Aventius zog mit einem Ruck den Kalishas Bolzen aus dem Oberschenkel, Ahstar verteilte gerade Heiltränke. Sie wickelte kurz eine Bandage um die Wunde im Oberschenkel und wandte sich den Anderen zu. „Verräter!“, schrie der Fürst. „Vielleicht war es ja..“, die Stimme Kaithlyns nervte Kalisha gerade und sie hörte nur wie der Fürst ihr noch entgegen rief: „Aber sie griffen mich an! MICH den Fürsten! MICH! Verräter!“ Sie kamen zur Ruhe. „Es ist ein Neuanfang, es kehrt Ruhe in die Burg.“ Gab Kalisha in die Runde. Nun sind wir wieder bereit.. zu Vertrauen. Es war eine Auslese, diejenigen die dem Fürsten nicht bedingungslos gehorchten wurden verjagt.

Ihr wurde schummrig, sie schob es aus den Alkohol der noch in ihrem Körper steckte und verabschiedete sich. „Heil der Eisenwart!“, rief sie laut und ging in ihr Gemach. Kurz darauf kam auch der Fürst nach. Sie redeten eine Weile, Kalisha musste sich hinlegen. Nun wurde es schwarz vor ihren Augen und ihr war schwindelig. Khazkal kam zu ihr ans Bett, tupfte ihr Schweiß von der Stirn und sie bekam nicht mehr wirklich mit was geschah. Ashtar war da und versorgte sie, er redete irgendetwas von Fieber und dreckiger Wunde. Ihr Wurde heiß, kalt, sie zitterte und verfluchte sich für diesen verdammten Abend. Als sie die Stimme Khazkals hörte: „Ich bin da Kalisha, ich bin für dich da..“, wurde sie ruhiger und fiel endlich in einen unruhigen Schlaf. Er wachte über sie, die gesamte Nacht.

Verfasst: Samstag 8. November 2008, 15:31
von Amtaris Silva
Traurig stand er an jenem Abend am Meer und blickte trübsinnig in die Ferne. Angelehnt an einen Baum blickte er den Vögeln nach die so frei und unbekümmert über das Meer flogen.
Die Sonne ging langsam unter und er beschloß sich wieder auf den Weg zu machen. Noch immer traurig hängte er seinen Umhang an einen Ast, das letzte Überbleibsel was er noch von der Legion hatte. Mit schlurfenden Schritten und hängendem Kopf ging er seines Weges.

Der Mantel flatterte im Wind, wurde dann losgerissen und vom Wind aufs Meer hinausgetragen, wo er irgendwann ins Wasser flog.

Sein Weg führte ihn weit übers Land bis er zu einem Haus kam vor dem ein kleiner, dicker behaarter Mann stand und mit einem Hammer ein glühendes Stück Eisen bearbeitete.

Er schaute ihm ein wenig zu. Nargh, guten Tag Kerle, brauchst was? frage ihn der Schmied, doch Amtaris blickte gebannt in die Flammen des Feuers, wohl in Erinnerungen an alte Geschehnisse versunken.
Heda Kerle, hörst mir zu? frage der Schmied ihn etwas lauter, woraufhin er aufblickte und ihm in die Augen starrte. Dabei hielt er sich sein rechtes Schulterblatt, das auf einmal wieder Schmerzen spürte.
Hast dich da verletzt? Brauchst du was? Lass mal sehn

Amtaris stand still vor ihm und bewegte sich nicht, auch nicht als der Schmied den Mantel beiseite zog um nachzusehen was er dort wohl haben möge.


Hossa was hasten da Kerle? Das aber nicht schön. Was soll überhaupt BEW bedeuten?

Von Amtaris kam keine Antwort. Er blickte nur zum Boden und dachte drüber nach was es einmal für ihn bedeutet hatte.

Machs weg sprach er zum Schmied. Egal wie machs weg, brenns raus sos sein muss

Kerl Kerl du bist wohl was verwirrt, weißt das wird dich schmerzen

Es kam keine Antwort. Der Schmied gind zurück zu seinem Feuer, und holte eine Gerätschaft hervor die an einen Kartoffelstampfer erinnern mag. Diese legte er ins Feuer, wandte sich dann um und meinte

Noch hast Zeits dir zu überlegen Kerle. Denk nochmal drüber nach

Aber das musste er nicht mehr, sein Entschluß stand fest

Der Schmied nahm das Eisen aus dem Feuer ging hinter ihn und zögerte kurz ehe er Amtaris das Eisen auf das Schulterblatt drückte.

Es zischte, es schmerzte es stank. Der Schmied drückte es feste in seine Haut um alles raus zu brennen. Amtaris schrie vor Schmerzen auf.
Danke sagte er nur, benommen von Schmerzen. Er drückte dem Schmied einen kleinen Beutel Gold in die Hand und ging Wortlos nach Hause.

Dort angekommen fiel er ins Bett und schlief nach einigen Flaschen Alkohol ein.

Verfasst: Mittwoch 12. November 2008, 15:32
von Asmodan Vandokir
Es war schon einige Zeit vergangen, seid dem Trouble auf der Burg. Doch die Supuren waren dennoch noch nicht verheilt. Dennoch sollte man meinen, dass genau dieser Trouble die Burg zusammenschwieß. Asmodan, welcher selber miterleben musste, wie drei Mitglieder zu Verrätern wurden stellte sich derweil nur eine und die selbe Frage "Wie kann man nur so blöd sein?"

Am gleichen Abend sah er zu, wie sich sein bruder Aventius die Kante gab und am liebsten alleine währe für einen gewissen Augenblick. So suchte sich Asmodan seinen Lieblingsplatz, den hohen Turm und starrte gedankenverloren über die Insel. Er hatte eine Narbe davon getragen, welche immernoch blutete, jedoch war es ihm im Moment egal. Er dachte nur noch an die Folgen, welche den Verrätern wohl erwarten würden, falls diese bald irgendwann in den Kerkern erwarten würden. Doch diese waren ihm nach einer Zeit egal. Er dachte vielmehr an den morgigen Tag...

Spät stand er am nächsten tag auf und musste erstmal wach werden. Dazu schüttete er sich einen ganzen Eimer vom kalten klarem Wasser, welher im Waschraum zu finden war über den Kopf. Er musste wach werden. Allerdings dauerte seine Wachheit nicht lange an und er war wieder müde. So ging er wieder auf den Turm und dachte nach.
Am Abend war es dann zoweit. Asmodan ging mit Aventius, welcher vor ihm ging zum Rittersaal, wo Khazkal schon wartete mit einigen Mitgliedern. Sie standen nach einer Weile auf und begaben sich zum Gildenstein.
Es waren nur wenige Meter bis sie jenen erreichten. Asmodan kniete sich vor dem Fürsten nieder und sagte folgendes auf, den Eid, welcher ihn bis sein Lebensende begleiten sollte. Er sprach somit Lynred nach.
Der Wille des Burgherren leitet mich.
Dem Willen des Burgherren bin ich ausschließlich verpflichtet.
Demut soll mich leiten, sodass ich jeden im Range über mir mit Gehorsam ehre.
Die Mauern der Burg will ich stets so schützen, wie sie mich auch schützen.
Ewige Treue dem Burgherren und der Legion bis in den Tod.


Nach der Aufnahme begaben sich dann Aventius und Asmodan in die Taverne und stießen auf Asmodans Aufnahme an...
Einige Tage später kam noch eine Neue auf die Burg, ihr Name war Faye Doraja, danach Kain...die Burg wuchs und gedieh....
Ob die Burg bald eine ganze Armee werden sollte? Das währe mit den Neuansturm wohl sicher bald zu erwarten.

Verfasst: Mittwoch 12. November 2008, 19:53
von Lynred Yuiai
*An jenem Tage als soviel schande über die Burg kam*
Als Lynred die Toren der Burg Eisenwart betrat, kam der erste Wachposten auf ihn zu und erzählte ihm was mit Leon geschah...

Fassungslos stand er eine weihle da. Zuviele Gedanken huschten ihm in kürzerster Zeit durch den Kopf...
Leon? Das kann nicht sein?
Einst jener der mit ihm soviel erlebte.
Verbannt, von der Burg? Dass kann nicht sein? Wieso?

Als er auf Kalisha traf, erzählte sie ihm alles...
Die Legionäre suchten Unterschlupf in ihrer Traverne um nach zu denken.
Doch dies schien noch nicht das Ende zu sein.

Fassungslos und ohne Macht etwas daran zu ändern, schauten sie dem Zenturio zu, als er Aventius anklagte und ihm in den Kerker verwieß...


Als sie im Kerker vor Aventius standen, um ihn die nacht zu erleichtern, stand auf einmal Leon hinter ihnen.

Es ging alles zu schnell. Es kam zu einem heftigen Wortwechsel...
Nun stand Khazkal auch im Gang. Er fackelte nicht lange und befahl Leon zu töten.
Langsam sehr langsam verging die zeit ab diesem befehl für Lynred.
Leon töten? Er bekam dies nicht wirklich mit, doch als die anderen die waffen zogen, war es ihm klar. Leon musste sterben...

Einen Freund töten? Schwirrte es ihm nur noch durch den Kopf. Doch als er zu seinem Fürsten blickte und von seinen Lippen ablesen konnte
AUF IHN
wusste er, was er tun musste...

Denn Lynred wusste was er einst geschworen hatte! Und nichts geht über diesen Schwur. Egal was kommen möge!


Er jagde wie die anderen Leon durch die Burg. Lynred wusste, dass dies nicht leicht werden würden Leon zu bewältigen... Doch als Leon ihm in eine Ecke drücken konnte wusste er, er oder ich.
Es dauerte nicht lang und Lynred bekam einen kräftigen Stoß von der Seite und fiehl zu boden. Sein Kopf neigte sich zur Seite und sah, bevor er das bewusstsein verlor, wie sie flohen...


Ashtar half ihm nach einer weihle wieder auf die Beine.
Verwirrt stand er da und blickte an sich herab. Er sah wie er von einigen Bolzen getroffen wurde, die glücklicherweise nicht in seinen Körper eindrungen, sondern in seiner Rüstung stecken blieben...

Nun war ihm einiges klar...

Verfasst: Mittwoch 12. November 2008, 22:43
von Shessidyr Shartir
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Später Abend.

Es war dunkel und nur eine Kerze beleuchtete die kleine, unscheinbare Kammer an einem Ort, den nur wenige erahnen konnten.

Es war wie ein Stich ins Herz, als Shessidyr von der Bettstatt aus Stroh unter der Kellerstiege aufschreckte. Schweiss liess das einfache Hemd an ihrem Körper kleben und ihr Herzschlag war dermaßen stark, dass man diesen noch aus fünf Metern Enfernung hätte beobachten können.

Die fast völlig herunter gebrannte Kerze warf bedrohliche Schatten, als sie flackerte und Shessidyr sich langsam wieder beruhigte.

Was im Namen Alatars war geschehen?

Das letzte Mal, als sie sich so fühlte, war ihr Vater in Gefahr. Doch dieses Mal... war es etwas anderes. Als hätte etwas ihr *eigenes* Leben selbst bedroht.

"Der Fürst!" hallte es in ihren Gedanken. War er etwa in Gefahr? Sofort sprang sie auf und zog sich jenen Fummel an, den kleine Gänschen vom Lande wohl schick nennen würden und war im Begriff, die kleine Kellerabsteige zu verlassen, als mit einem aggressiven Zischen die Kerze erlosch und mit der überraschenden Dunkelheit eben so schnell Friede und Ruhe in ihr rasendes Herz zurück kehrten.

Was immer geschehen ist... es war vorbei. Nur... was war es?

"Aventius..." hörte sie eine Stimme wie einen Windhauch aus der Dunkelheit sprechen und sah sich unruhig um, bis sie erkannte, dass es ihre eigene war.

Er hatte wohl getan, was sie ihm aufgetragen hatte. Also war es gut, ihm die Sicherheit des Fürsten anzuvertrauen. Er würde die Dinge schon so formen, wie sie zu sein hatten... niemand über ihm ausser der Fürst.

Schliesslich war er, Aventius, ihre Vertretung.
Und der Fürst vertraute ihr.
Und sie gehorchte ihm.
Denn schliesslich war sie sein Eigen.

Verfasst: Donnerstag 13. November 2008, 08:23
von Aventius Vandokir
Anklage gegen einen Diener des Fürsten...?

Jenen der den Eid und den Willen des Fürsten zu seinen eigenen machte...?

Welch abartige Ironie wurde an diesen Tage gelegt?

Die Legion des Fürsten; eine Gemeinschaft, welche schwor dem Fürsten ewige Treue und Loyalität zu gewährleisten bis in den eigenen Tod...

Zweifel, zweifel legte Aventius schon immer in diese... Legion.
Nicht das jene nicht genügend ausgebildet wird...
Oder gar das Wort des Fürsten missachten...
Es waren gewiss gute Soldaten, jedoch...

Ekel...
Dies wird wohl das richtige Wort sein, welches am besten beschreiben würde was er von ihr hält. Er mochte die Legion nicht. Noch nie.

Dieser Tag würde erneut zeigen woran das liegen könnte...


'In Namen der Eisenwart klage ich, Amtaris Silva - Zenturio der Legion, euch an... Aventius Vandokir!'

Diese Worte ertönten strengen, wenn auch Hochmütigen Tones in Aventius Ohren. Ein stumpfes Geräusch war die Folge als er seinen Krug auf den Tischboden stellte.
Es ward Stille in der Taverne zur Eisenwart.

Einzig das Geflüster und Gemunkel der Burg Dame, Kalisha Deslon und des Zenturios war zu vernehmen. Leise Worte huschten über deren Lippen, kaum verständlich - mehr wie zischen erklang es.


'Rhem, nehmt ihn Fest und hinunter mit ihm in den Kerker!'

Diese Worte waren nun mehr als Verständlich das selbst die Burgdame, ihn nicht vor sein Unheil bewahren könne. Er versteht seine eigene Taten nicht.

Sachte erhob sich Aventius und schreitete gen der Türe wo sich der Legionär Kota befand. Die Burgdame warf Aventius noch einen jenen Blick zu, den man oft als 'Keine Sorge' zu verstehen bekommt.


'Also Gut - Gehen wir.'

Jene Worte warf er Zenturio Silva und Legionär Kota zurück während er straffen Schrittes die Taverne verließ und beide zurückließ. Kurz darauf folgten sie jedoch den 'Angeklagten'.

Welch Ironie...
Die Kläger folgten selbst jetzt noch, in ihrer erhofften und falschgeglaubten Überlegenheit, dem Diener des Fürsten.


'Soviel zur Autorität und Führungsqualität...'


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Die Festnahme war ein Festmahl für diesen Tag. Es war wahrlich ein Freudenfest, die Krone der Absurdigkeit.

Erst kurz zuvor waren es jene Personen die tatenlos zusahen wie ein Mitglied der Burg einen Fürstlichen Befehl verweigerte. Selbst die Personen, welche ihn diesen Befehl überbrachen wurden verspottet oder ignoriert. Ja, selbst als dieses Mitglied, Leon Dellen letzendlich die eigenen Mannen angriff wurde von diesen sogenannten Zenturio nichts unternommen. Tatenlos sah er zu und hörte nicht auf den Willen des Fürsten. Sollte er nicht auf die Anwesenden Legionäre hören, oder der Burgdame so sollte er sich den Willen des Fürsten beugen! Der Wille des Fürsten war Aventius! Er vertrat seinen Willen und setzte jenen durch. Doch trafen seine Worte auf taube Ohren, oder jene Träger waren von der Unwissenheit gezeichnet.


'Jetzt reicht es mir!'

Der Zenturio, welcher keine Worte mehr finden konnte um seinen eigenen Standpunkt zu vertreten, ward scheinbar gezwungen seine Waffe zu ziehen. Ebenso der Legionär Kota, jener verblendet auf die Worte des Zenturio horchte, zog seine Waffe. Zumindest drohte er jenes an, Aventius jedoch konzentrierte sich in diesen Moment auf den Zenturio welcher ihn aufforderte jene Worte zu wiederholen während er seine Waffe auf ihn richtete.

'So ihr mir nicht zuhörtet solltet ihr einen Heiler auffinden. Dennoch sprach ich davon das ihr eure Männer nicht unter Kontrolle habt und scheinbar nicht in der Lage seid euch Respekt einzuholen. Ich missbillige eure Entscheidungen, da ihr nicht in der Lage seid euren Rang gerecht zu werden!'

Einige Worte des Hasses wurden gegenseitig ausgeteilt als die Stimme des Fürsten über den Hof erklang.

Er beendete diese Diskussion. Er selbst sprach nun mit den Zenturio und anschließend mit Aventius. Jene Gespräche werden wohl nie ein Gesprächsthema in einer Taverne werden.


'Die Legion... Nein, falsch. Nicht die Legion, diese Untreuen drei, verrieten ihren Fürsten, der so viel für sie tat. Selbst einen hohen Posten gab es unter ihnen. Doch die typische Schwäche dieser schwachen Menschen trieb sie zu solchen Fehlentscheidungen...

Übermut
Gier
Rachsucht...'


Doch sie werden bald ihre Strafe erhalten...
Sehr bald...
Ihre Strafe dafür die Macht des Fürsten stürzen zu wollen...



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'Tötet ihn!'

Diese zwei Worte klangen noch Tage nach den Verrat und Angriff der Legion in Aventius Ohren. Es waren tatsächlich diese drei Mannen welche den Fürsten persönlich angriffen.

Amtaris Silva...
Leon Dellen...
Rhem Kota...

Sie griffen den Fürsten an.
In der eigenen Burg.

Sie würden ihren Verrat schon büßen...
Sehr Bald werden es deren Kadaver sein, die die Burgmauer schmücken werden. Wenn vielleicht auch nicht in den nächsten Monden...

Aber sie werden ihr Strafe bekommen.

Natürlich werden sie das...