Katzii allein zu Haus.
Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 17:17
Lange noch wälzte sie sich im Bett hin und her. Auch Cuno schlief nicht. Er lag zwar mit dem Rücken zu ihr aber es waren nicht die vertrauten tiefen Atemzüge zu hören, ab und zu vernahm sie sogar ein Seufzen seinerseits. Sie rückte ganz nah an ihn heran, eine Hand legte sie auf seinen Oberkörper, dann küsste sie seinen Nacken und flüsterte: "Es geht ihr gut, wir finden sie." Er nahm darauf hin ihre Hand und fuhr sanft mit seinen Lippen darüber. "Hmmm.", war seine Antwort und ehrlich gesagt glaubte Deidrui auch nicht ganz an ihre Worte. Wie konnte das passieren? Warum hat sie nicht mehr aufgepasst? War sie innerlich doch nicht so bereit dazu wie Cuno? Sie schloß ihre Augen und sah dann das kleine Gesicht Evi`s vor sich. Wo bist du nur? An dem Abend bei Lili und Trutta wurde allen erst bewußt, dass Evi weg ist. Das komische daran, sie ließ Katzii bei Lili. Aber Evi kannte doch den Weg "nach Hause". Und wenn die Kleine bei Max gewesen wäre, das hätte er ihr gesagt. Sie schlief schließlich ein.
Am nächsten Morgen war das Bett neben ihr leer. Sie lauschte auf Geräusche von ihm im Haus, aber da war nichts. Sie rappelte sich auf und ging barfuß nach unten. In der Küche waren nur die Katzen, sein Arbeitszimmer war auch leer. Sein Bogen, Pfeile und Lastpferd waren weg. Er war also schon früh raus zum jagen. Und sicher auch zum suchen.
Gerade als Deidrui wieder nach oben wollte, sich ankleiden, klingelte es. Und das nicht nur einmal. Im leichten Hemdchen und fluchend ging sie zur Tür. Den passenden Spruch schon zurecht gelegt. "Was soll diese verdammte... ." sie hielt inne mit ihren Worten, als die Tür ganz offen war.
Draußen stand ein junger Mann und musterte sie von oben bis unten grinsend. Ihre Augen verengten sich. "Was wollt Ihr?" kam kurz und trocken von Deidrui. Sein Blick verlagerte er nun wieder in ihr Gesicht, immernoch grinsend. "Verzeiht, seid Ihr..." er blickte auf den Brief in seiner Hand, "......ähm Deidrui?" Er sprach ihren Namen auch noch falsch aus, sie wurde langsam wütend. "Ja allerdings, was kann ich für Euch tun?" Wieder grinste er, dabei ein paar verfaulte Zahnstummel entblößend, sein Blick würde etwas lüsterner. "Nun ja, Miss Deidrui" sein Blick bleibt auf ihren Brüsten hängen, "...ich habe hier Nachricht für sie." Mit einem Diener, den Blick weiter auf ihren Brüsten übergab er ihr den Brief. Wer sollte ihr denn schreiben? Sie schaute ihn sich an. Die Schrift kannte sie nicht. Der Bote stand nun wieder gerade vor ihr und hielt ihr die Hand offen hin. Deidrui blickte auf die Hand, dann in sein Gesicht. Nun grinste sie. "Einmal gucken macht 20 Goldmünzen und da Ihr ja nun ausreichend gegafft habt, seid froh, das ich nicht noch ein paar Münzen von Euch verlange." Und zu war die Tür. Auf das Geschimpfe von draußen gab sie nichts mehr. Sie setzte sich an den Tisch und öffnete den Brief, folgende Zeilen waren zu lesen:
Werte Deidrui, werter Cuno,
verzeiht, dass ich Euch erst jetzt schreibe, aber das Leben ist nun
turbulenter geworden und nun finde ich die Zeit, Euch alles in Ruhe zu erläutern. Mein Name ist Mary Rwn, wir haben uns noch nie gesehen, trotzdem verbindet uns eins, die kleine Evelyn Jade.
Ich bin ihre Tante mütterlicherseits und nachdem mein Mann und ich vom Tod meiner geliebten Schwester erfuhren, machten wir uns gleich auf Evi zu suchen.
Wir trafen in dieser Gegend viele Leute, die sie kannten oder wenigstens schon einmal sahen. Eine nette Dame verwies uns erst auf Frau Drachenfels und dann auf Euch. In der Heilerstube trafen wir niemanden an, so dass wir gleich zu Euch kommen wollten. Auf dem Weg dorthin lief uns Evi in die Arme. Sie sah mich erst zweimal in ihrem Leben, erinnerte sich aber trotzdem vage an mich und den Hof, den wir besitzen.
Auch in Eurem Haus trafen wir niemanden an. Wir hinterließen eine Nachricht, wo Evi nun sei, aber da wir diesen nur sporadisch befestigen konnten, wehte ihn der Wind sicher davon. Das ist die einzige Erklärung, die wir haben, warum wir noch nichts von Euch hörten. Über nacht bleiben konnten wir auch nicht, weil wir den Hof für kurze Zeit allein gelassen haben und mein Mann erst Ruhe fand, als wir wieder daheim waren.
Ich soll Euch von Evi ausrichten, dass sie jetzt viele Katziis hat. Euch sehr vermisst und wenn Ihr einmal zu Besuch kommt, dann will sie unbedingt mit Euch auf den Betten springen. Auch Tante Lili, womit sie sicher Frau Drachenfels meint, soll mitkommen. Mit ihrer herzerfrischenden Art hat sie hier alle eingenommen. Bitte glaubt mir, es geht ihr hier sehr gut. Sie ist für uns wie ein eigenes Kind und ruft immer wieder die schönsten Erinnerungen an meine Schwester hervor.
Ich wäre erfreut von Euch zu hören und Ihr seid selbstverständlich auf unserem Hof willkommen.
Vielen Dank, dass Ihr Evi zu Euch genommen habt.
Mit tiefen Respekt und lieben Grüßen von Evi
Mary Rwn
Deidrui ließ den Brief sinken, dann sprang sie vom Stuhl auf, rannte nach oben, zog sich an und machte sich rennend auf den Weg zu Lili, den Brief in den Händen....... .
Am nächsten Morgen war das Bett neben ihr leer. Sie lauschte auf Geräusche von ihm im Haus, aber da war nichts. Sie rappelte sich auf und ging barfuß nach unten. In der Küche waren nur die Katzen, sein Arbeitszimmer war auch leer. Sein Bogen, Pfeile und Lastpferd waren weg. Er war also schon früh raus zum jagen. Und sicher auch zum suchen.
Gerade als Deidrui wieder nach oben wollte, sich ankleiden, klingelte es. Und das nicht nur einmal. Im leichten Hemdchen und fluchend ging sie zur Tür. Den passenden Spruch schon zurecht gelegt. "Was soll diese verdammte... ." sie hielt inne mit ihren Worten, als die Tür ganz offen war.
Draußen stand ein junger Mann und musterte sie von oben bis unten grinsend. Ihre Augen verengten sich. "Was wollt Ihr?" kam kurz und trocken von Deidrui. Sein Blick verlagerte er nun wieder in ihr Gesicht, immernoch grinsend. "Verzeiht, seid Ihr..." er blickte auf den Brief in seiner Hand, "......ähm Deidrui?" Er sprach ihren Namen auch noch falsch aus, sie wurde langsam wütend. "Ja allerdings, was kann ich für Euch tun?" Wieder grinste er, dabei ein paar verfaulte Zahnstummel entblößend, sein Blick würde etwas lüsterner. "Nun ja, Miss Deidrui" sein Blick bleibt auf ihren Brüsten hängen, "...ich habe hier Nachricht für sie." Mit einem Diener, den Blick weiter auf ihren Brüsten übergab er ihr den Brief. Wer sollte ihr denn schreiben? Sie schaute ihn sich an. Die Schrift kannte sie nicht. Der Bote stand nun wieder gerade vor ihr und hielt ihr die Hand offen hin. Deidrui blickte auf die Hand, dann in sein Gesicht. Nun grinste sie. "Einmal gucken macht 20 Goldmünzen und da Ihr ja nun ausreichend gegafft habt, seid froh, das ich nicht noch ein paar Münzen von Euch verlange." Und zu war die Tür. Auf das Geschimpfe von draußen gab sie nichts mehr. Sie setzte sich an den Tisch und öffnete den Brief, folgende Zeilen waren zu lesen:
Werte Deidrui, werter Cuno,
verzeiht, dass ich Euch erst jetzt schreibe, aber das Leben ist nun
turbulenter geworden und nun finde ich die Zeit, Euch alles in Ruhe zu erläutern. Mein Name ist Mary Rwn, wir haben uns noch nie gesehen, trotzdem verbindet uns eins, die kleine Evelyn Jade.
Ich bin ihre Tante mütterlicherseits und nachdem mein Mann und ich vom Tod meiner geliebten Schwester erfuhren, machten wir uns gleich auf Evi zu suchen.
Wir trafen in dieser Gegend viele Leute, die sie kannten oder wenigstens schon einmal sahen. Eine nette Dame verwies uns erst auf Frau Drachenfels und dann auf Euch. In der Heilerstube trafen wir niemanden an, so dass wir gleich zu Euch kommen wollten. Auf dem Weg dorthin lief uns Evi in die Arme. Sie sah mich erst zweimal in ihrem Leben, erinnerte sich aber trotzdem vage an mich und den Hof, den wir besitzen.
Auch in Eurem Haus trafen wir niemanden an. Wir hinterließen eine Nachricht, wo Evi nun sei, aber da wir diesen nur sporadisch befestigen konnten, wehte ihn der Wind sicher davon. Das ist die einzige Erklärung, die wir haben, warum wir noch nichts von Euch hörten. Über nacht bleiben konnten wir auch nicht, weil wir den Hof für kurze Zeit allein gelassen haben und mein Mann erst Ruhe fand, als wir wieder daheim waren.
Ich soll Euch von Evi ausrichten, dass sie jetzt viele Katziis hat. Euch sehr vermisst und wenn Ihr einmal zu Besuch kommt, dann will sie unbedingt mit Euch auf den Betten springen. Auch Tante Lili, womit sie sicher Frau Drachenfels meint, soll mitkommen. Mit ihrer herzerfrischenden Art hat sie hier alle eingenommen. Bitte glaubt mir, es geht ihr hier sehr gut. Sie ist für uns wie ein eigenes Kind und ruft immer wieder die schönsten Erinnerungen an meine Schwester hervor.
Ich wäre erfreut von Euch zu hören und Ihr seid selbstverständlich auf unserem Hof willkommen.
Vielen Dank, dass Ihr Evi zu Euch genommen habt.
Mit tiefen Respekt und lieben Grüßen von Evi
Mary Rwn
Deidrui ließ den Brief sinken, dann sprang sie vom Stuhl auf, rannte nach oben, zog sich an und machte sich rennend auf den Weg zu Lili, den Brief in den Händen....... .