Der Geist der Eisenwart
Verfasst: Sonntag 21. September 2008, 02:47
Dunkle Gedanken
oder
der Geist der Eisenwart
Khazkal Deslon von Eisenwart
Khazkal saß in seinem Schreibzimmer und dachte, wie so oft, nach... doch nein , da war mehr noch .. er rang mit sich selbst.
Ein wohl endloser Kampf, welchen so wenige verstehen würden, kaum aber Jemand würde damit rechnen. Die meisten hatten die Geschichte des Fürsten und das schwere Laster für seine Macht schlicht vergessen. Es war eine geringe Anzahl derer, die ihm von Damals geblieben waren, Männer und Frauen, die glaubten, der Fürst sei stark genug gewesen, sich zu wandeln, alte Gelüste und Regeln abzulegen... doch sie irrten.
Der Fürst Khazkal Deslon von Eisenwart war einst einst das Vorbild eines Fürsten des Chaos gewesen. Er hatte für den dunklen Gott Land erobert, es mit einer Schar Getreuen des Panthers besiedelt und mit einer wehrhaften Festung gesichert. Er war der Patriot des Glaubens gewesen, der hohe Diener des Herrn, nicht anerkannt, denn man sah sein Tun als Entfernung vom Glauben, so weit ab von Rahal, der Stadt der Dunkelheit. Khazkal jedoch brauchte die Lobpreisungen der Glaubensvertreter aus Rahal nicht. Er tat es nicht für Ruhm oder Ansehen, er tat es für Ihn. Für den Gott. Seinen Gott. Und er war erfolgreich damit. Hatte Alatar ihn einst nur als Fußsoldat des heiligen alatarischen Heeres geschickt, so empfand er sich nun zu etwas höherem berufen. Nicht nur er dachte so. Sein Gefolge wuchs an.
Durch ein übles Missgeschick und anschliessendem Hohn und Verrat durch Rahal, beflügelt von dem Bestreben, ihn loswerden zu wollen, entzweihte die Eisenwart mit Rahal. Die Glaubensbrüder in der Stadt hatte der Neid gepackt .. der Hohn, der damit einher ging. So war man froh, Khazkal in die Exkommunikation schicken zu können. Er ging .. doch man setzte ihm in dem Wuteifer nach. Ab diesem Moment an herrschte Krieg zwischen Rahal und der Eisenwart. Ein Krieg, der auf Hass aufgebaut war. Ein gnadenloser, kompromissloser Kampf.
Dennoch loderte in Khazkal das alte Feuer, welches er seit dem Tage der Berührung hatte. Einst, als Fußsoldat, war er im Kampf schwer verletzt worden. Es war die Eroberung der Arbeiterkollonie Berchgard, Grafenland von Hohenfels. Er wurde nach Rahal geschafft, wo er im Lazarett starb. Eine Ahad jedoch berührte ihn .. griff nach ihm .. leitete Seine Kraft zu dem Soldaten, Khazkal. Er erwachte. Mit ihm erwachte damals das Vorhaben der Eisenwart. Khazkal hatte zum Schein Alatar und seine Getreuen verspottet.. hatte es seiner Dienerin verboten, von ihm zu sprechen .. doch er selbst war es, der noch nicht losgelassen hatte. Er sah in all dem eine Berufung von Alatar selbst. Er war freigesagt von ihm. Frei von dem Verrat der Dummen und Schwachen.. schwach im Glauben waren sie ...
Und doch konnte er es nicht öffentlich machen. Seine neue Freiheit würde davon geweht werden.
Und so entstand nach vielen Jahren das Fürstentum Eisenwart in seinen Grundzügen. Gebiet hatte er für sich beansprucht, ein Söldnerheer hatte sich ihm angeschlossen und Grafen und andere hohe Herren erkannten seinen Rang an.
Er war nun kein Burgherr mehr, wie einst .. er war der Fürst zu Lameriast. Er sah wie ein strenger, hart gewordener Mann mit diplomatischem Talent und einem Hang zum Gerechten aus. Ein Vorbild für eine Machtperson.
Doch was steckte dahinter?
Streng war er, ja .. das hatte man ihm während der Zeit im alatarischen Heer ins Gedächtnis gemeisselt.
Hart geworden war er ebenso, die Zeit auf der Eisenwart, in der er oft auf sich allein gestellt war, hatten ihn gezeichnet. Ebenso der Krieg. All jenes hatte ihn auch die Diplomatie gelehrt. Aus Überzeugung übernahm er diese selbst – er vertraute nicht auf die Geschicke der Anderen.
Und Gerechtigkeit sollte seine Sache sein? Für wahr, das war sie. Er betitelte sich selbst als ' Richter'. Gerechtigkeit jedoch musste nicht zwingend etwas Gutes sein, denn wenn er von Gerechtigkeit sprach, dann nicht von dieser, welche in den Köpfen der meisten Menschen verankert ist. Er sprach von seiner Eigenen.
Er hatte damals zu lange mit den Letharen zu tun, zu Lange war er mit den Lehren dieser Geschöpfe beschäftigt gewesen .. zu lange hatte er die Macht seines Gottes gelehrt. Pein und Schmerz waren es, was er seinen Jüngern zeigte. Es war die Macht, welche der Herr gab. Wer sie wohl zu nutzen wusste, predigte er, war ein ausgezeichneter Streiter des Herrn. Alles Andere sei Dienerschar, so spottete er über die Schwachen. Letztendlich hatte er Recht behalten. Die Schwachen knieten nun in Rahal vor dem Tempel ... doch Khazkal stand aufrecht auf seinem höchsten Turm und genoss die Freiheit, die Macht, die Gewalt, über die er verfügte.
Doch entfesseln durfte er es nicht. Er hatte wohl daran getan, sein Heer umzubenennen. So wurde aus der ' Dunklen Legion' die ' Legion Eisenwart'. Alatar war nicht mehr auf dem Banner der Eisenwart.
Sein Gefolge bestand nicht mehr aus den blutgierigen, fanatischen Männern und Weibern, die ihn damals zu manchem militärischen Erfolg brachten .. nein .. sie waren weich geworden. Fanatisch folgten ihm wenige.. es waren Lichtblicke mit Potenzial, sicher, dennoch waren ihm die Hände gebunden. Er konnte keinen solchen Feldzug mehr führen, das entspräche nicht dem Bild, welches man mittlerweile von ihm hatte, welches er sich aufgebaut hatte. Eine Fassade.
Denn tief im innern tobte der Kampf zwischen Gewalt, Hass, Zorn und Gerechtigkeit. Von Krieg und Frieden.
Er würde seine Ziele auf anderem Wege erreichen müssen .. er würde es weiter so halten müssen, wie er es seit langem tat. Das Wort dem Schwerte vorziehen.
oder
der Geist der Eisenwart
Khazkal Deslon von Eisenwart
Khazkal saß in seinem Schreibzimmer und dachte, wie so oft, nach... doch nein , da war mehr noch .. er rang mit sich selbst.
Ein wohl endloser Kampf, welchen so wenige verstehen würden, kaum aber Jemand würde damit rechnen. Die meisten hatten die Geschichte des Fürsten und das schwere Laster für seine Macht schlicht vergessen. Es war eine geringe Anzahl derer, die ihm von Damals geblieben waren, Männer und Frauen, die glaubten, der Fürst sei stark genug gewesen, sich zu wandeln, alte Gelüste und Regeln abzulegen... doch sie irrten.
Der Fürst Khazkal Deslon von Eisenwart war einst einst das Vorbild eines Fürsten des Chaos gewesen. Er hatte für den dunklen Gott Land erobert, es mit einer Schar Getreuen des Panthers besiedelt und mit einer wehrhaften Festung gesichert. Er war der Patriot des Glaubens gewesen, der hohe Diener des Herrn, nicht anerkannt, denn man sah sein Tun als Entfernung vom Glauben, so weit ab von Rahal, der Stadt der Dunkelheit. Khazkal jedoch brauchte die Lobpreisungen der Glaubensvertreter aus Rahal nicht. Er tat es nicht für Ruhm oder Ansehen, er tat es für Ihn. Für den Gott. Seinen Gott. Und er war erfolgreich damit. Hatte Alatar ihn einst nur als Fußsoldat des heiligen alatarischen Heeres geschickt, so empfand er sich nun zu etwas höherem berufen. Nicht nur er dachte so. Sein Gefolge wuchs an.
Durch ein übles Missgeschick und anschliessendem Hohn und Verrat durch Rahal, beflügelt von dem Bestreben, ihn loswerden zu wollen, entzweihte die Eisenwart mit Rahal. Die Glaubensbrüder in der Stadt hatte der Neid gepackt .. der Hohn, der damit einher ging. So war man froh, Khazkal in die Exkommunikation schicken zu können. Er ging .. doch man setzte ihm in dem Wuteifer nach. Ab diesem Moment an herrschte Krieg zwischen Rahal und der Eisenwart. Ein Krieg, der auf Hass aufgebaut war. Ein gnadenloser, kompromissloser Kampf.
Dennoch loderte in Khazkal das alte Feuer, welches er seit dem Tage der Berührung hatte. Einst, als Fußsoldat, war er im Kampf schwer verletzt worden. Es war die Eroberung der Arbeiterkollonie Berchgard, Grafenland von Hohenfels. Er wurde nach Rahal geschafft, wo er im Lazarett starb. Eine Ahad jedoch berührte ihn .. griff nach ihm .. leitete Seine Kraft zu dem Soldaten, Khazkal. Er erwachte. Mit ihm erwachte damals das Vorhaben der Eisenwart. Khazkal hatte zum Schein Alatar und seine Getreuen verspottet.. hatte es seiner Dienerin verboten, von ihm zu sprechen .. doch er selbst war es, der noch nicht losgelassen hatte. Er sah in all dem eine Berufung von Alatar selbst. Er war freigesagt von ihm. Frei von dem Verrat der Dummen und Schwachen.. schwach im Glauben waren sie ...
Und doch konnte er es nicht öffentlich machen. Seine neue Freiheit würde davon geweht werden.
Und so entstand nach vielen Jahren das Fürstentum Eisenwart in seinen Grundzügen. Gebiet hatte er für sich beansprucht, ein Söldnerheer hatte sich ihm angeschlossen und Grafen und andere hohe Herren erkannten seinen Rang an.
Er war nun kein Burgherr mehr, wie einst .. er war der Fürst zu Lameriast. Er sah wie ein strenger, hart gewordener Mann mit diplomatischem Talent und einem Hang zum Gerechten aus. Ein Vorbild für eine Machtperson.
Doch was steckte dahinter?
Streng war er, ja .. das hatte man ihm während der Zeit im alatarischen Heer ins Gedächtnis gemeisselt.
Hart geworden war er ebenso, die Zeit auf der Eisenwart, in der er oft auf sich allein gestellt war, hatten ihn gezeichnet. Ebenso der Krieg. All jenes hatte ihn auch die Diplomatie gelehrt. Aus Überzeugung übernahm er diese selbst – er vertraute nicht auf die Geschicke der Anderen.
Und Gerechtigkeit sollte seine Sache sein? Für wahr, das war sie. Er betitelte sich selbst als ' Richter'. Gerechtigkeit jedoch musste nicht zwingend etwas Gutes sein, denn wenn er von Gerechtigkeit sprach, dann nicht von dieser, welche in den Köpfen der meisten Menschen verankert ist. Er sprach von seiner Eigenen.
Er hatte damals zu lange mit den Letharen zu tun, zu Lange war er mit den Lehren dieser Geschöpfe beschäftigt gewesen .. zu lange hatte er die Macht seines Gottes gelehrt. Pein und Schmerz waren es, was er seinen Jüngern zeigte. Es war die Macht, welche der Herr gab. Wer sie wohl zu nutzen wusste, predigte er, war ein ausgezeichneter Streiter des Herrn. Alles Andere sei Dienerschar, so spottete er über die Schwachen. Letztendlich hatte er Recht behalten. Die Schwachen knieten nun in Rahal vor dem Tempel ... doch Khazkal stand aufrecht auf seinem höchsten Turm und genoss die Freiheit, die Macht, die Gewalt, über die er verfügte.
Doch entfesseln durfte er es nicht. Er hatte wohl daran getan, sein Heer umzubenennen. So wurde aus der ' Dunklen Legion' die ' Legion Eisenwart'. Alatar war nicht mehr auf dem Banner der Eisenwart.
Sein Gefolge bestand nicht mehr aus den blutgierigen, fanatischen Männern und Weibern, die ihn damals zu manchem militärischen Erfolg brachten .. nein .. sie waren weich geworden. Fanatisch folgten ihm wenige.. es waren Lichtblicke mit Potenzial, sicher, dennoch waren ihm die Hände gebunden. Er konnte keinen solchen Feldzug mehr führen, das entspräche nicht dem Bild, welches man mittlerweile von ihm hatte, welches er sich aufgebaut hatte. Eine Fassade.
Denn tief im innern tobte der Kampf zwischen Gewalt, Hass, Zorn und Gerechtigkeit. Von Krieg und Frieden.
Er würde seine Ziele auf anderem Wege erreichen müssen .. er würde es weiter so halten müssen, wie er es seit langem tat. Das Wort dem Schwerte vorziehen.