Das Leben im Rudel - Mein Leben
Verfasst: Freitag 12. September 2008, 09:50
Lange Zeit ist es nun schon her, als ich zu Hause ankam. Dah wieder zu sehen, genauso Jolinn, meine Zwillingssistr, genau das war für mich der freudigste Anblick. Soviele andere waren noch hier, die Namen fallen mir heute schon gar nicht mehr ein. Ein fröhliches Zusammensein, das war die Hauptsache. Und jetzt? Verstreut haben sie sich aufs ganze Land und keiner weiß, ob sie je wieder zurück zum Rudel finden. Der Clan, das Rudel ist klein geworden, doch am schlimmsten trifft uns das Fehlen unseres Anführers, Falk. Unser Leitwolf ist weg, verschollen und nicht mehr auffindbar. Wäre Falk nie auf Reisen gegangen, dann wären Argos und Jolinn niemals hinterher gereist. Dann wär alles noch wie damals.
Es macht mir Sorgen, grosse Sorgen. Das Rudel wird schwach. Ich wünschte mir inbrünstig, dass ein Jarl wieder wie früher auf seinem Thron saß.
Evja übernahm nun die Aufgaben, die eigentlich Argos zugefallen wären, aber wer hätte es denn sonst machen sollen? Einer der Welpen, die sich noch nicht zu kontrollieren wissen? Spjall, ja Spjall, er musste sich um die Ausbildung der Schwerter und uns Hände kümmern, damit hatte er alle Hände voll zu tun, dazu stand er Evja noch mit Rat und Tat zur Seite.
Aye Spjall ... ich bekam ihn oft die ganze Woche nicht zu Gesicht und er fehlt mir so. Er hat sich damals schon in mein Herz geschlichen, damals als ich ihn das erste Mal sah, nur schien es, das er mich nie wahr genommen hatte und so musste ich meine Liebe zu ihm bekämpfen, ich durfte mir nie anmerken lassen, was ich wirklich für ihn empfand. Jolinn und Kadlin waren die einzigsten, die wussten, was mich so unglücklich machte und ich gab mein bestes, um meine Gefühle zu verbergen. Aye, mit der Zeit stumpfte ich sogar ab. Spjall hatte Elina, und mit ihr sogar den zweiten Segen ... was es doch für ein Drama war, als Spjall einfiel, daß er sich ins Unglück stürzte, wenn er sich für ewig mit Elina binden würde. Die Geister mussten ihm das zugeflüstert haben. Ich kann mich noch daran erinnern, wie wenn es gestern gewesen wäre. Elina war sehr verletzt und beschuldigte mich an seiner Entscheidung, derweil habe ich nie, nein nie, Anstalten gemacht die beiden trennen zu wollen. Wirklich nie. Ich hielt meine Gefühle immer unter Kontrolle, nicht mal Spjall wusste, wie ich wirklich empfand. Jetzt ist Elina bei den Ahnen und dort geht es ihr wesentlich besser, als hier. Das ist beruhigend zu wissen, schließlich waren es Schuldgefühle die mein Herz umlagerten. Spjall hat sie wegen mir verlassen. Er sagte es mir noch am selben Tag mitten ins Gesicht. Ich war verblüfft und wusste selbst kaum noch wie man Luft holt vor Glück oder vor Scham, das konnte ich nicht mehr auseinander halten.
Er verlor seine Ehre und für mich sah es nun endgültig aussichtslos aus. Ich glaubte ihn für immer verloren zu haben. Ein Thyre ohne Ehre? Wer wollte sowas schon?
Mühsam musste er sich den Weg zu mir zurück erkämpfen, seine Ehre musste erst wieder hergestellt sein, was mittlerweile auch der Fall ist. Lange Zeit verstrich, ich war geduldig, ich hab gewartet, obwohl ich ihn oft schon aufgegeben hätte, er war einfach oft zu lange fort. Aber immer dann, wenn ich glaubte es wäre das Warten nicht mehr Wert, da tauchte er wieder wie aus dem Nichts auf und stand vor mir. Sowie letztens auch. Mein Herz schlägt jedes Mal, dreimal, nein, zehnmal so schnell, als üblich. Er war einfach einzigartig in seiner Art und überraschte mich immer wieder aufs Neue.
Wir saßen bei Svala am Hof. Es war eine lustige Runde. Sigfastr, Svala und ich. Sigfastr meinte mich zu provozieren, indem er sich über uns Weiber lustig machte und glaubte wir wären nicht stark genug, um ihn im Kampf zu besiegen. Ha! Das mußte sofort bewiesen werden. Zum Schluß stellte sich heraus, wie peinlich diese Aktion doch war. Mir zerriss das Kleid am Bein entlang und Sigfastr konnte somit zuviel sehen. Wie peinlich! Es treibt mir immer noch die Röte ins Gesicht, wenn ich ans Gespräch mit Systra, der Schamanin im Clan Bunjam denken muss. Wegen mir verlor der Gute die Hälfte seiner Haare, derweil konnte er doch gar nichts dafür. Aber dennoch, ich hatte ihn im Kampf besiegt. Mein Stolz überwiegt somit. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, darüber zu lachen. Sigfastr ist wirklich ein lieber Kerl. Manchmal frage ich mich sogar, ob er sich nicht doch ein bißchen mehr für mich interessiert, als ich es mir eingesteh. Aber was muß ich mir schon eingestehen? Ich habe Spjall, mit ihm den ersten Segen und ich glaube damit bin ich glücklich, aber das wird sich herausstellen. Doch mußte es so sein. Ein Lächeln umspielte meine Lippen, bei diesen Gedanken, doch verwarf ich den Gedanken schnell und konzentrierte mich wieder auf andere Dinge.
Ich fühlte mich wohl mit meiner neuen Aufgabe als Oberste Hand, endlich hatte ich Arbeit die mich von meinen Gedanken und Sorgen ablenkten. Es gab soviel zu Tun, der Clan musste wieder stark werden. Das Lager mußte gefüllt werden, einige Dinge mussten auf Gerimor beschafft werden, Handelsbeziehungen mußten aufrecht gehalten werden. So vieles kam auf mich zu und ich wußte, daß ich dieser Aufgabe gewachsen war. Jetzt mit Spjall an meiner Seite konnte nichts mehr schief gehen.
Es macht mir Sorgen, grosse Sorgen. Das Rudel wird schwach. Ich wünschte mir inbrünstig, dass ein Jarl wieder wie früher auf seinem Thron saß.
Evja übernahm nun die Aufgaben, die eigentlich Argos zugefallen wären, aber wer hätte es denn sonst machen sollen? Einer der Welpen, die sich noch nicht zu kontrollieren wissen? Spjall, ja Spjall, er musste sich um die Ausbildung der Schwerter und uns Hände kümmern, damit hatte er alle Hände voll zu tun, dazu stand er Evja noch mit Rat und Tat zur Seite.
Aye Spjall ... ich bekam ihn oft die ganze Woche nicht zu Gesicht und er fehlt mir so. Er hat sich damals schon in mein Herz geschlichen, damals als ich ihn das erste Mal sah, nur schien es, das er mich nie wahr genommen hatte und so musste ich meine Liebe zu ihm bekämpfen, ich durfte mir nie anmerken lassen, was ich wirklich für ihn empfand. Jolinn und Kadlin waren die einzigsten, die wussten, was mich so unglücklich machte und ich gab mein bestes, um meine Gefühle zu verbergen. Aye, mit der Zeit stumpfte ich sogar ab. Spjall hatte Elina, und mit ihr sogar den zweiten Segen ... was es doch für ein Drama war, als Spjall einfiel, daß er sich ins Unglück stürzte, wenn er sich für ewig mit Elina binden würde. Die Geister mussten ihm das zugeflüstert haben. Ich kann mich noch daran erinnern, wie wenn es gestern gewesen wäre. Elina war sehr verletzt und beschuldigte mich an seiner Entscheidung, derweil habe ich nie, nein nie, Anstalten gemacht die beiden trennen zu wollen. Wirklich nie. Ich hielt meine Gefühle immer unter Kontrolle, nicht mal Spjall wusste, wie ich wirklich empfand. Jetzt ist Elina bei den Ahnen und dort geht es ihr wesentlich besser, als hier. Das ist beruhigend zu wissen, schließlich waren es Schuldgefühle die mein Herz umlagerten. Spjall hat sie wegen mir verlassen. Er sagte es mir noch am selben Tag mitten ins Gesicht. Ich war verblüfft und wusste selbst kaum noch wie man Luft holt vor Glück oder vor Scham, das konnte ich nicht mehr auseinander halten.
Er verlor seine Ehre und für mich sah es nun endgültig aussichtslos aus. Ich glaubte ihn für immer verloren zu haben. Ein Thyre ohne Ehre? Wer wollte sowas schon?
Mühsam musste er sich den Weg zu mir zurück erkämpfen, seine Ehre musste erst wieder hergestellt sein, was mittlerweile auch der Fall ist. Lange Zeit verstrich, ich war geduldig, ich hab gewartet, obwohl ich ihn oft schon aufgegeben hätte, er war einfach oft zu lange fort. Aber immer dann, wenn ich glaubte es wäre das Warten nicht mehr Wert, da tauchte er wieder wie aus dem Nichts auf und stand vor mir. Sowie letztens auch. Mein Herz schlägt jedes Mal, dreimal, nein, zehnmal so schnell, als üblich. Er war einfach einzigartig in seiner Art und überraschte mich immer wieder aufs Neue.
Wir saßen bei Svala am Hof. Es war eine lustige Runde. Sigfastr, Svala und ich. Sigfastr meinte mich zu provozieren, indem er sich über uns Weiber lustig machte und glaubte wir wären nicht stark genug, um ihn im Kampf zu besiegen. Ha! Das mußte sofort bewiesen werden. Zum Schluß stellte sich heraus, wie peinlich diese Aktion doch war. Mir zerriss das Kleid am Bein entlang und Sigfastr konnte somit zuviel sehen. Wie peinlich! Es treibt mir immer noch die Röte ins Gesicht, wenn ich ans Gespräch mit Systra, der Schamanin im Clan Bunjam denken muss. Wegen mir verlor der Gute die Hälfte seiner Haare, derweil konnte er doch gar nichts dafür. Aber dennoch, ich hatte ihn im Kampf besiegt. Mein Stolz überwiegt somit. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, darüber zu lachen. Sigfastr ist wirklich ein lieber Kerl. Manchmal frage ich mich sogar, ob er sich nicht doch ein bißchen mehr für mich interessiert, als ich es mir eingesteh. Aber was muß ich mir schon eingestehen? Ich habe Spjall, mit ihm den ersten Segen und ich glaube damit bin ich glücklich, aber das wird sich herausstellen. Doch mußte es so sein. Ein Lächeln umspielte meine Lippen, bei diesen Gedanken, doch verwarf ich den Gedanken schnell und konzentrierte mich wieder auf andere Dinge.
Ich fühlte mich wohl mit meiner neuen Aufgabe als Oberste Hand, endlich hatte ich Arbeit die mich von meinen Gedanken und Sorgen ablenkten. Es gab soviel zu Tun, der Clan musste wieder stark werden. Das Lager mußte gefüllt werden, einige Dinge mussten auf Gerimor beschafft werden, Handelsbeziehungen mußten aufrecht gehalten werden. So vieles kam auf mich zu und ich wußte, daß ich dieser Aufgabe gewachsen war. Jetzt mit Spjall an meiner Seite konnte nichts mehr schief gehen.