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Das Ende vo(r)m Neuanfang
Verfasst: Mittwoch 10. September 2008, 00:03
von Aram Inos
http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=34792
(Fortsetzung)
Müde lässt er sich an seinem Arbeitstisch nieder, als sein Blick auf die Briefe darauf fällt. Etwas zögerlich nimmt er Anas Brief und liest. Zorn steigt in ihm auf und er zerknüllt den Brief in der Faust.
PAHH… ein Kind! Das sagt sie nur um mich weich zu kochen. Als ob ich der einzige wäre, der dafür in Frage kommt!
Sein Blick fixierte dabei nachdenklich einen Punkt an der Wand.
Ständig war ich nur dazu da um mir ihre Probleme anzuhören und Unverständnis für meine zu ernten.
Sein Zorn wurde stärker bis plötzlich der Brief in seiner Hand Feuer fing. Schnell warf er ihn mit einer wedelnden Handbewegung zu Boden. Mit schnellen und starken Tritten, löschte er die Überbleibsel.
Tief atmete er ein. Seine Gedanken ordnend und ruhe suchend.
Nach einer Weile stand er auf und ging langsam zum Regal. Dort zog er eine Schatulle hervor und öffnete diese. Alle Sorgen, all seine Schmerzen waren in diesem Moment verflogen. Langsam und Sanft strich er über die Smaragdhalskette die auf Seide gebettet in dem kleinen Kästchen lag.
Kurz verweilte er noch, bevor er das Kästchen wieder schloss und es behutsam zurück ins Regal schob. In diesem Moment war die Realität wieder eingekehrt.
Er zog ein Schlüsselbund hervor und schob einen Schlüssel vom Ring. Dann nahm er einen Umschlag zur Hand und lies den Schlüssel hineingleiten. Den Umschlag adressierte er an Analope und legte ihn zu der Post.
Es ist vorbei!
Verfasst: Freitag 19. September 2008, 00:37
von Aram Inos
*Sobald Alina das nächste Mal zu ihrem Haus kommt, wird sie dort vor der Tür eine kleine Truhe vorfinden. In dieser Truhe befindet sich ein Schlüssel auf Samt gebettet. Der Schlüssel ist aus purem Gold und zu gross um für eine gängige Tür bestimmt zu sein. Dennoch ist er fein verziert. Der Schlüsselkopf hat die Form eines Herzens. Weder an der Truhe, noch an dem Schlüssel ist ein Hinweis auf den Absender zu erkennen.*
Verfasst: Freitag 19. September 2008, 08:24
von Alina Urwen
Erschöpft von der Arbeit kehrte sie in ihr Haus zurück, als ihr Blick auf die Truhe fällt. Stirnrunzelnd nimmt sie diese an sich und öffnet sie. Als ihr Blick auf den Schlüssel fällt schaut sie sich etwas irritiert um, scheinbar in der Hoffnung, jemanden zu sehen, dem sie diese seltsame Gegebenheit zuordnen kann. Als sie niemanden entdeckt und auch keinen Ursprung dieser Truhe ausmachen kann, klemmt sie sich diese unter den Arm und betritt das Haus.
Vielleicht würde es sich ja noch aufklären, oder sie war einfach zu müde um die Zusammenhänge zu sehen...
Verfasst: Samstag 20. September 2008, 12:06
von Aram Inos
Der Tag war gekommen. Er feierte heute seinen Geburtstag. Und SIE würde auch kommen.
Ein Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht.
Es ist Zeit. Zeit sich fertig zu machen. Waschen, ein frisches und schöne Gewand anziehen und...
Er ging zu dem Regal und holte erneut die Schatulle hervor. Nachdem er sie geöffnet und noch kurze Zeit davor gestanden hatte, nahm er die Kette heraus und legte sie an.
Ich hoffe, es fällt ihr auf!
Verfasst: Sonntag 21. September 2008, 01:29
von Aram Inos
Die Begrüßung verlief nicht übermäßig herzlich. Nunja, immerhin war sie gekommen und hatte ihn nicht direkt mit einem Schmiedehammer erschlagen. Ein Fortschritt wie er fand.
Als alle Gäste eingetroffen waren, stellte er jeden einzelnen vor.
Dies ist eine Frau, bei der es mich wundert, dass sie überhaupt meiner Einladung gefolgt ist. Doch freut es mich deshalb umso mehr sie hier begrüßen zu dürfen!
Ihr irritierter Blick war nicht zu übersehen. Gleich mit dem als sie die Kette an seinem Hals erblickte.
Als die Bardin aufspielte und es kaum noch jemanden auf den Stühlen hielt ging Aram mit Liralia auf die Tanzfläche. Zu seinem Missfallen, kam dieser Stephan mit Alina auf die selbige. Schlimmer noch dass die Beiden nach kurzem Tanz wieder in die Festhalle gingen um dort ein Gespräch zu zweit zu führen. Es Schmerzte. Ein Grund mehr gut auf sie Acht zu geben.
Leider kam der Moment wo auch sie nach hause wollte. Natürlich dürfte er sich nicht anmerken lassen wie es ihn störte und so begleitete er sie noch vor das Tor.
Danke, dass du da warst. Das hat mir wirklich etwas bedeutet.
Wieso fällt es mir so unheimlich schwer dir dies zu glauben? Und ich frage mich immer noch wieso du mich eigentlich eingeladen hast?!
Du wirst es irgendwann verstehen! Ich hoffe es hat dir gefallen?!
Gewiss, es hat mir ein nettes Gespräch und einen neuen Kunden eingebracht.
Ihr Blick war dabei mehr als strafend. Wandelte sich jedoch in ein Lächeln. Natürlich wusste er womit er das verdient hatte und schaute enttäuscht zum Boden.
Der Abend war wahrlich schön.
ENDLICH! Ein nettes Wort aus ihrem Munde. Auch wenn es ihm nicht sehr viel brachte. Es baute ihn auf. Der nächste Angriff um ihre Gunst zu erringen sollte nicht lange auf sich warten lassen.
Verfasst: Sonntag 21. September 2008, 11:11
von Alina Urwen
Als sie am nächsten Tag wieder ihrer Arbeit nachging, wandten sich ihre Gedanken wieder zurück. Sie hatte noch immer nicht wirklich den Sinn verstanden, warum sie dort eingeladen war. Auch hatte sie die Blicke nicht verstanden, welche Aram ihr zugeworfen hatte. Sie war dorthin gegangen, in der festen Meinung, sie solle vorgeführt werden, Arams Neue kennen lernen.
Nun, sie wußte noch immer nicht, welche dies nun sein sollte, aber es war ihr auch egal. Dies gehörte der Vergangenheit an.
Sie hatte sich angenehm unterhalten, auch kurz getanzt und vielleicht sogar einen weiteren Kunden für ihre Schmiede gewonnen, nachdem sie dort nicht an den Amboss durfte, um die Rüstung gleich vor Ort zu reparieren.
Dennoch kam ihr das ganze seltsam vor, wie ein abgekatertes Spiel. Und sie war sehr, sehr mißtrauisch... sie hatte mit der Vergangenheit abgeschlossen, war dabei sich etwas Neues aufzubauen... da konnte sie solcherlei Spielchen, deren Hintergründe sie nicht verstand, wahrlich nicht gebrauchen.
Verfasst: Mittwoch 15. Oktober 2008, 01:13
von Aram Inos
Das Paket erreichte ihn am frühen Abend. Er hatte es bei seinem Vater bestellt. Die Schnitzkunst aus Eril war weithin bekannt. So lag es nahe, dass er die kleine Truhe dort bestellte. Auch würde so niemand auf ihn schließen können. Seine Vater hatte auch umgehen auf den Brief reagiert und eine Antwort geschickt.
Ich grüsse dich mein Sohn!
Natürlich habe ich den Auftrag sofort an Karim, unseren fähigsten Holzarbeiter weitergeben. Rechne damit, dass dich die Truhe in wenigen Wochen erreicht. Liebste Grüsse auch von Mutter.
In Liebe,
In der Tat hatte es nur wenige Wochen gedauert. Trotz der schnellen Arbeit, stand sie anderen Werken in der Qualität in nichts nach. Die Truhe war aus feinstem Holz. Verziert mit filigranen Blumen, die kleine Herzen umschlugen. Den Deckel zierte ein großes Herz welches aus Blumen geformt war. In der Mitte des Herzens, waren die Initialen A. U. eingraviert. Von innen war es mit blauem Samt ausgekleidet. Die Truhe war perfekt für sein Vorhaben.
Sorgsam stellte er die Truhe auf dem Tisch ab und ging zum Regal. Dort zog er ein Buch mit dem Titel „Maikäfer im Juni“ heraus und schlug Seite 126 auf. Doch anstatt zu lesen, entnahm er dort die blaue Blume, welche er mit viel Mühe und Sorgfalt dort zum trocknen gebracht hatte. Mit äußerster Vorsicht und lediglich zwei Fingern, legte er die Blume in die Truhe und bettete sie vorsichtig auf dem Samt. Die Blume wirkte etwas verloren in dieser riesigen Truhe. Doch genau so sollte es sein.
Eine blaue Blume welche das Sinnbild für die Sehnsucht darstellte, einsam und verloren in einer großen Truhe. Genau das war es was er fühlte und was er ausdrücken wollte.
[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/de/XN_Centaurea_cyanus_00.jpg/180px-XN_Centaurea_cyanus_00.jpg[/img]
Er hatte seinem Vater einen Schlüssel mitgeschickt, welcher für die Truhe sein sollte. Der Schlüssel war aus purem Gold und irgendwie zu groß für diese Truhe. Dennoch ist er fein verziert. Der Schlüsselkopf hat die Form eines Herzens. Mit diesem Schlüssel schloss er nun die Truhe und legte ihn in eine Kiste.
Am nächsten Tage wird Alina vor ihrer Tür diese Truhe finden. Ohne Absender oder Zeichen einer Herkunft.
Verfasst: Donnerstag 16. Oktober 2008, 10:42
von Alina Urwen
Als Alina die Türe öffnete, fiel ihr Blick auf diese Truhe. Sichtlich überrascht hob sie diese auf, ehe sie sich umsah, fast in der Erwartung, jemanden zu sehen. Doch niemand war da. So nahm sie die Truhe mit und stellte diese auf den Tisch, sie ingehender betrachtend.
Es war wahrlich eine wunderschöne Arbeit, die drehte und wendete diese, um sie genau zu betrachten, she sie die die Truhe zu öffnen versuchte. Doch sie war verschlossen. Ein Stirnrunzeln war zu sehen, sie verstand es nicht. Es war nicht das erste mal, daß etwas vor ihrer Türe lag, ohne Hinweis auf den Absender, diese Truhe, wunderschön, jedoch verschlossen, vor einiger Zeit noch ein Päckchen... ja, dort war ein Schlüssel drin gewesen. Ob es jener war, der zu dieser Kiste paßte? Wenn ja, dann mußten diese Dinge von langer Hand vorbereitet gewesen sein.
Sie ging zu einer kleinen Kommode, zog eine Schublade heraus und entnahm dieser den Schlüssel, mit welchem sie zu der kleinen Truhe zurück ging. Sie steckte ihn in das Schloss, drehte und... klick... das Schloss sprang tatsächlich auf.
Mit einer Mischung aus neugierde und Skepsis im Blick, offnete sie behutsam die Truhe und ihr Blickfiel auf die blaue Blume, welche in die Truhe gebettet wurde.
Einige Zeit sah sie darauf... die Truhe war viel zu groß für eine einzelne Blume... aber... irgendwie sah es schön aus, mit viel Mühe zusmamn egstellt, auch wenn sie nicht wirklich etwas damit anfangen konnte, kannte sie sich doch mit Metallen aus, nicht mit Blumen oder deren Bedeutung, falls sie eine hatte.
Immer wieder sah sie auf dieses Geschenk und ihre Gedanken rasten. Von wem konnten diese Dinge sein? Wer machte sich so viel Mühe um ihr eine Freude zu machen? Ihr viel niemand ein. Sie kam ja vor lauter Arbeit kaum noch unter, war nur entweder in der Mine oder in der Schmiede anzutreffen....
Leicht schüttelte sie den Kopf, ehe sie die Truhe vorichtig schloss und sie auf die Kommode stellte, den Schlüssel legte sie in die Schublade zurück.
So verließ sie das Haus um in das Handelshaus hinüber zu gehen, jedoch gingen ihre Gedanken immer wieder zu der Truhe zurück...
Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 02:00
von Aram Inos
Den ganzen Abend war er herumgeritten und hatte nach einem Bauern gesucht. Bis er sich letztendlich für die Kirschen entschieden hat. Grosse schöne knallrote Kirschen. Im Winter wahrlich schwer zu bekommen. Doch hatte er Glück. Die Frau, die vor Bajard wohnt und sich Jepp nennt, verkaufte sie ihm dann schließlich.
Kurze Zeit später stand er auch schon in seinem Haus. Eine Truhe musste her. Eine edle Truhe, die dem Anlass würdig war.
Birke, nein!
Buche, nein!
Perfekt!
Eine mit Samtausgekleidete Mahagonietruhe stand ganz unten. Diese sollte es werden. Edel und schön.
Mit den Kirschen formte er ein Herz in der Truhe. Der Samt machte es ihm etwas leichter die Kirschen an seinem Platz zu halten.
Stolz betrachtete er sein fertiges Werk. Das war genau das richtige um mal wieder auf sich aufmerksam zu machen und ihr zu zeigen was er noch immer für sie empfand. Ständig pochte sein Herz als er an sie dachte und es wurmte ihn, dass er sie nicht bei sich haben konnte. Bald würde er es ihr sagen müssen. Doch nicht jetzt.
Zügig ging er zum Schreibtisch. Eines seiner feinsten Pergamente wird aus einer der Schubladen genommen. Die Feder wird eingetunkt und er beginnt zu Schreiben:
„Nicht so süß wie du, doch hoffe ist, dass es dir dennoch Freude bereitet.
gez. ein Narr“
Langsam und vorsichtig rollt er das Pergament zusammen und legt es zu den Kirschen.
Sein Herz pocht wie wild, als er mitten in der Nacht vor Alinas Haus steht. So leise wie es ihm möglich ist, öffnet er ihren Briefkasten. Kurz prüft er mit einem hastigen Blick noch einmal ob die Luft rein ist, bevor er die kleine Truhe in ihren Briefkasten legt. Fast schon schneller, als er angekommen, hat er sich schon wieder aus dem Staub gemacht und ist in der dunklen Nacht verschwunden.