Der Gejagte und seine Jäger
Verfasst: Dienstag 2. September 2008, 11:30
Auf der Flucht. Was ist, wenn der Gedanke, auf der Flucht zu sein das Einzige ist was einen noch ausfüllt? Das Schiff legte in Bajard an, der Kapitän wollte dem einzigen Passagier am heutigen Tag noch um einen Gefallen bitten, ein einfacher Botengang, doch der Fremde verließ das Schiff so schnell wie er nur konnte. Vielleicht war das nicht einmal so schlecht; zwar hatte der alte Seefahrer sehr oft seltsame Gestalten an seinem Kahn, aber selten hatte er jemanden erlebt wie diesen Kerl. Dauernd hatte er sich umgesehen, war die Kabinen abgelaufen um sie „zu inspizieren“ wie er meinte, nur um dann irgendwann wieder an Deck zu stehen und mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit auf die See zu starren, dass man sich doch ernsthaft fragen musste wieso dieser Kerl so nervös war. Eine Antwort hatte er nicht bekommen, sein Passagier hüllte sich in Schweigen.
Er war eine recht unauffällige Erscheinung, sah man von seinem Kopf ab, welcher kahlgeschoren war und diverse kleinere Schnittwunden aufwies, so als ob er sich beim Rasieren des Schädels mehrmals geschnitten hatte. Sein Dreitagebart ließ ihn rauer und etwas ungepflegter wirken, die einfache Stoffkleidung mehr alt als dass man sie wohl modisch benennen konnte und dann dieses alte, rostige Schwert. Der Kapitän hatte sich im Stillen gefragt wem dieser Kerl mit solch einer Waffe entgegentreten wollte, sie war schon fast im Begriff auseinander zu fallen.
Als er an Land gegangen war hatte der Passagier die Straßen Bajards angesteuert, kein Dank, keine Worte des Abschieds, er hatte im Voraus bezahlt und wollte nun nur noch weg. Weg von diesem Schiff … denn sie waren hier. Leonard war sein Name, Leonard Jaron und er wurde verfolgt. Er wusste dass seine Peiniger ihm nahe auf den Fersen waren, sie waren schon sehr lange hinter ihm her und sie würden sich von einer Bootsfahrt sicher nicht so einfach beirren lassen. Seine zerlaufenen Schuhe wirbelten den Staub der Straße an diesem Tag auf, er sah sich immer wieder um, hinter jeder Ecke konnten sie lauern und er wusste sie waren hier irgendwo, und er musste sie abschütteln, er musste ihnen entkommen, einem Kampf konnte er sich nicht stellen, nicht jetzt. Seine Augen wanderten zur Seite und er erblickte ein Ladenschild und er hörte Geräusche von innen.
Ohne überhaupt Zeit zu verschwenden indem er das Schild las, trat er in den Laden, sah sich um und er stellte fest dass er sich hier eher in einer kleinen Wohnstube zu befinden schien, eine Frau war im Inneren, sie redete mit ihm, aber er ignorierte sie, er musste sicherstellen dass sie weg waren, dass sie ihn nicht beobachtet hatten. Sein Herz hämmerte immer noch, sein ganzer Körper war bis zum Zerreißen angespannt als er sich dem Fenster des Hauses näherte, die Blicke der Ladenbesitzerin spürte er in seinem Rücken aber er konnte jetzt keine Zeit aufbringen um ihr alles zu erklären, nur ein kurzes Blick um sicherzugehen, um festzustellen dass sie weg waren, dass sie ihm nicht folgten … und tatsächlich, sie waren fort. Er gönnte sich das erste mal einen tiefen Atemzug zu nehmen, die grauen, müden Augen wurden etwas ruhiger, entspannter, er hatte sie abgehängt, jedenfalls für den einen Moment.
Jene Frau, Myra war ihr Name wenn er sich recht erinnerte, oder sowas ähnlich, war eine Heilerin und sie hatte darauf bestanden zu erfahren was mit ihm los sei, wieso er so gehetzt gewirkt hatte. Er hatte ihr ein wenig erzählt, von der Tatsache dass man ihm folgte, davon dass er nicht wusste wieso man ihn verfolgte und dass er sich seiner Peiniger bewusst war. Dann fragte sie allen Ernstes noch ob seine Verfolger reell wären, natürlich waren sie das … hatte er doch einen von ihnen getötet und ihn auf der Straße verbluten lassen.
Davon ab war die Frau freundlich, doch wurde es ihm mit der zeit zuviel als immer mehr Freunde oder Kunden einzutreffen schienen, Leonard suchte das Weite, die Frau hatte ihm noch irgendetwas hinterher gerufen, aber das hörte er nicht mehr wirklich. Er nickte nur zu ihren Worten, öffnete die Tür und er spürte wie sich sein Herz begann zu verkrampfen, seine Brust spannte sich an, es war an der Zeit wieder hinauszutreten, seine Flucht fortzusetzen. Er wusste sie würden ihn finden, früher oder später und dann würde er sich ihnen stellen Müssen. Doch er würde nicht kampflos aufgeben. Das war nicht seine Art, das hatte er noch nie getan … die gesamten letzten drei Jahre seiner Flucht nicht. Es war an der Zeit einen sicheren Schlafplatz zu suchen.
Er war eine recht unauffällige Erscheinung, sah man von seinem Kopf ab, welcher kahlgeschoren war und diverse kleinere Schnittwunden aufwies, so als ob er sich beim Rasieren des Schädels mehrmals geschnitten hatte. Sein Dreitagebart ließ ihn rauer und etwas ungepflegter wirken, die einfache Stoffkleidung mehr alt als dass man sie wohl modisch benennen konnte und dann dieses alte, rostige Schwert. Der Kapitän hatte sich im Stillen gefragt wem dieser Kerl mit solch einer Waffe entgegentreten wollte, sie war schon fast im Begriff auseinander zu fallen.
Als er an Land gegangen war hatte der Passagier die Straßen Bajards angesteuert, kein Dank, keine Worte des Abschieds, er hatte im Voraus bezahlt und wollte nun nur noch weg. Weg von diesem Schiff … denn sie waren hier. Leonard war sein Name, Leonard Jaron und er wurde verfolgt. Er wusste dass seine Peiniger ihm nahe auf den Fersen waren, sie waren schon sehr lange hinter ihm her und sie würden sich von einer Bootsfahrt sicher nicht so einfach beirren lassen. Seine zerlaufenen Schuhe wirbelten den Staub der Straße an diesem Tag auf, er sah sich immer wieder um, hinter jeder Ecke konnten sie lauern und er wusste sie waren hier irgendwo, und er musste sie abschütteln, er musste ihnen entkommen, einem Kampf konnte er sich nicht stellen, nicht jetzt. Seine Augen wanderten zur Seite und er erblickte ein Ladenschild und er hörte Geräusche von innen.
Ohne überhaupt Zeit zu verschwenden indem er das Schild las, trat er in den Laden, sah sich um und er stellte fest dass er sich hier eher in einer kleinen Wohnstube zu befinden schien, eine Frau war im Inneren, sie redete mit ihm, aber er ignorierte sie, er musste sicherstellen dass sie weg waren, dass sie ihn nicht beobachtet hatten. Sein Herz hämmerte immer noch, sein ganzer Körper war bis zum Zerreißen angespannt als er sich dem Fenster des Hauses näherte, die Blicke der Ladenbesitzerin spürte er in seinem Rücken aber er konnte jetzt keine Zeit aufbringen um ihr alles zu erklären, nur ein kurzes Blick um sicherzugehen, um festzustellen dass sie weg waren, dass sie ihm nicht folgten … und tatsächlich, sie waren fort. Er gönnte sich das erste mal einen tiefen Atemzug zu nehmen, die grauen, müden Augen wurden etwas ruhiger, entspannter, er hatte sie abgehängt, jedenfalls für den einen Moment.
Jene Frau, Myra war ihr Name wenn er sich recht erinnerte, oder sowas ähnlich, war eine Heilerin und sie hatte darauf bestanden zu erfahren was mit ihm los sei, wieso er so gehetzt gewirkt hatte. Er hatte ihr ein wenig erzählt, von der Tatsache dass man ihm folgte, davon dass er nicht wusste wieso man ihn verfolgte und dass er sich seiner Peiniger bewusst war. Dann fragte sie allen Ernstes noch ob seine Verfolger reell wären, natürlich waren sie das … hatte er doch einen von ihnen getötet und ihn auf der Straße verbluten lassen.
Davon ab war die Frau freundlich, doch wurde es ihm mit der zeit zuviel als immer mehr Freunde oder Kunden einzutreffen schienen, Leonard suchte das Weite, die Frau hatte ihm noch irgendetwas hinterher gerufen, aber das hörte er nicht mehr wirklich. Er nickte nur zu ihren Worten, öffnete die Tür und er spürte wie sich sein Herz begann zu verkrampfen, seine Brust spannte sich an, es war an der Zeit wieder hinauszutreten, seine Flucht fortzusetzen. Er wusste sie würden ihn finden, früher oder später und dann würde er sich ihnen stellen Müssen. Doch er würde nicht kampflos aufgeben. Das war nicht seine Art, das hatte er noch nie getan … die gesamten letzten drei Jahre seiner Flucht nicht. Es war an der Zeit einen sicheren Schlafplatz zu suchen.