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Das Spiel mit dem Feuer

Verfasst: Freitag 29. August 2008, 14:49
von Saajid Tamam
Es war schon tiefste Nacht als der junge Menekaner in der Türe eines leerstehenden Hauses stand. Es war zwar nicht dieses Viertel in welchem seine Familie für gewöhnlich zu wohnen pflegt, aber es war abseits und ruhig richtig gut um sich in aller ruhe seiner Forschungen zu widmen und fleißig zu lernen. Plötzlich ohne Vorwarnung stand eine Gestallt im Ramen, noch ehe Saajid selbst bemerken konnte das völlig unbehelligt jemand hinter ihm stand und ihn beobachtete erhob Sie ihre Stimme.

Nur all zu bekannt war ihm die liebliche Stimme der jungen Frau wie sie langsam in sein Ohr drang und er wendete den Blick über seine Schulter mit einem vorerst noch recht neutralen Blick.


"Ich hoffe du gedenkst nicht dieses Haus zu mieten mh?
Es gibt so viele freie Häuser hier auf Menek'Ur... schönere du braucht das hier doch nicht?!"


*Oh ich gedenke sehr wohl hier einzuziehen.... wenn du mich bitte vorbeilassen würdest?!*

Zischte er ihr nun mehr oder minder mit verengten Augen entgegen ehe sie sich aber anders seiner Erwartungen Nach tatsächlich einfach abwandte und die Straße gen Süden einschlug. Die Augen folgten Ihren Schritten ungläubig und weiteten sich um ein Vielfaches als er sag wie sie vor der nächsten Türe einen Schlüsselbund zog... Konnte dies wirklich sein? Sie wollte nicht das er dort einziehe nur weil sie nebenan wohnte? fassungslos blickte er ihr einige Momente lang entgegen und verengte die Augen ehe sie aus einem Anflug von Leichtsinnigkeit die Türe einfach offen stehen lies und er wohl nicht lange zögerte um unüberlegt in das Haus zu folgen nicht ohne sich dabei aber vorher nochmal umgesehen zu haben.
[img]http://www.arizonasteve.com/photos/papago0703/pap07.jpg[/img]
Sogleich umschloss ihn der Duft nach Orientalischen Blüten wie eine Fatamorgana einer Oase in der fernen Wüste und er zögerte einen Moment ob des unbekannten Geruches ehe er zu seiner Verwunderung die Hausbesitzerin nicht mehr erblickte. So folgte er unweigerlich in den nächsten Raum um aber dennoch gesittet seine Schuhe abzustreifen und mit einem hochgeschobenen Mundwinkel in den nächsten Raum zu treten, gerade noch sah er ihre nackten Füße die Stufen hinauftabsen ehe er sich dreist einfach der Anrichte widmete um sich ein Glass des süßen Kirschsaftes auszuschenken.

Der Blick ging nach oben und sogleich schob sich der andere Mundwinkel nach, die Stufen wurden genommen und ohne darauf zu achten das sie ihn wohl schon gesehen haben Mag bahnte er sich den Weg hinauf wohl die Tatsache das es ihr Gemach war auslassend. Noch nahm er das wallende Haar wahr welches sie jedoch hastig und halbherzig versuchte zu verdecken. Mit ihrer Schwungvollen wende flog ihm auch die Handfläche entgegen. Völlig perplex ließ er das Glass fallen welches ohnehin samt Hand an seinem Kopfe war und wehrte nun mit der freigewonnen selbigen die Ihre ab um sie am Handgelenk zu fassen und noch ehe er irgendetwas unternehmen konnte Zog sie sich einige Schritt zurück ihn zornig anblickend. Er jedoch wie er so gern mit dem Feuer spielte zumindest fern ab aller Sitten welche er nur zu gut wusste vor sich zu schieben.

[img]http://www.haremnights.co.uk/images/thems_01.jpg[/img]

Er Blickte durch den Raum sie für einen Moment außer acht lassend und sogleich steuerte er auf den Balkon zu ehe ihn ein stechender Schmerz davon zurückhielt. Hatte sie das nun wirklich getan? Ihm einfach einen Parfum Flakon in den Nacken geschmissen? Er wendete sich perplex um und verengtedie Augen bis jene fast nurnoch einen Schlitz darstellten. Ohne zu zögern bückte er sich nach dem Flakon um ihn sich genau zu betrachten... die Grunkenntnisse hatte er ja schon dank Rasheedas wunderbar aufklärendem Unterricht erhalten und so schnupperte er nun vorsichtig an dem Parfum wohl eindeutig festellend das sich eine größere Menge Alkohol darin befand. Die Augen nun bis zum Anschlag verengt voller Zorn über die Schmerzen die sie ihm verpasste richtete er den Flakon samt Sprühkopf ihr entgegen die daraufhin gleich Anlauf nahm um auf ihn zuzusteuern. Ehe sie noch in eine 5 Schritt Reichweite kam, wurde ein Sprühschwall offenbart der sich unter ausreichender Konzentration in verbindung mit den noch unkontrollieren Gefühlen in einen Feuerball verwandelte und sich nach einigen Wimpernschlägen in der Luft verflüchtigte.

Sie Stockte und riss die Augen auf sie wusste das er in eben jenen Zorn Situationen nur all zu gern unüberlegt Handelte fast sich schon nurnoch von Gefühlen lenken lassend zumindest bis er gelernt hatte damit umzugehen. Eine Schallende Ohrfeige war es die kurz durch den Raum ging ehe er sich langsam an die Wange fasste und sich wieder zu ihr zu drehen. Mit einem knappen deut zur Treppe ihrerseits stapfte er - erwacht - nach unten und stellte sich wieder ungeniert zur Anrichte dabei hielt er sich die 5 Finger Wange.
Doch anders als erwartet stellte sie sich ihm nun mit einem entspannten Lächeln in den Weg er legte immernoch voller Zorn den Kopf schief und als sie nun vor seinem Gesicht den Finger schwenken wollte griff er nach ihrer Hand nur um das Handgelenk fest zusammenzudrücken...


"DU spielst ein bischen zu viel mit dem Feuer Saajid...

Bist du es nicht die mit dem Feuer spielt wenn sie mich jedesmal trifft?!"

"Vielleicht sollte ich - wenn du behauptest nicht mit dem Feuer zu spielen - mit dem Feuer für zwei spielen? "


...Urplötzlich näherte sich die Freie Hand ihrer Maske ehe sie jäh zurückgeschlagen wurde und das Handgelenk umgriffen. Unglaublich viel kraft hatte sie schon für eine einfache Schneiderin und so schaffte sie es ihm die Hand bis auf den Rücken zu drehen was er aber auch ohne Gegenwehr zu ließ... nach einigen Minuten dieses Kräftemessens sprach er mit einer ernüchternden Stimme die dieser ganzen Situation ihre Schärfe nahm:

"Weist du... ich bin nicht hier um mir die Beine in den Bauch zu stehen !

Fein.... dann verschwinde, ich hab es dir schon im Kaktus gesagt wenn ich dich langweile brauchst du mich nicht zu sehen!"

Entgegnete ihm das hübsche Gesicht völlig erbost nun und lies mit einem Schlag von ihm ab, auch die Hand entriss sie ihm nun und entfernte sich einen Schritt. Er nun machte tatsächlich Anstallten zu gehen und steuerte Schnurstrax auf den Vorhang zu um dahinter zu verschwinden...



"Na fein dann gehe ich eben! ..... Frauen!!! "

Keifte er ihr hinterher und es sollte das einzige sein was sie an jenem Abend von ihm noch hörte ehe er erbost das Haus verließ. Jedoch gleich als er die Straße betrat wieder das Freundliche und höfliche Lächeln aufgesetzt. Dabei immernoch in den Gedanken umherwerfen.. wie konnte sie so Naiv sein ihn ein zweites mal ohne ein wenigstens Würdevolles Wort gehen lassen... doch er wusste genau was nun zu tun war. Sich auf die Akademie zu konzentrieren und einfach abzuwarten.

Verfasst: Freitag 29. August 2008, 17:54
von Raniya Sahar
Nach und nach begann die Dunkelheit Menek'Ur einzunehmen. Nach und nach verloschen die Lichter in den Häusern der fleißigen Wüstenkinder und die Laternen, die an den Gassen ihren Platz inne hatten, begannen die Wüstenstadt in ihr Licht zu fangen.
Es war ein Abend wie jeder andere auch. Die Arbeit fand ein Ende und Raniyas Tag fing gerade erst an. Immer noch kreisten die Gedanken an Marwans Suche. Einerlei das man andere um Hilfe bat, eine andere, nicht einmal seine eigene Familie um Rate zu suchen. Während sie in ihren Gedanken herum schwamm, steuerte sie ihre Haustür an, ehe sie im Augenwinkel diesen Schatten bemerkte.
Es sei dahingestellt, ob ein anderes Kind der Wüste jenen sofort bemerkt hätte oder nicht. Raniya war von Anfang an immer vorsichtig gewesen, noch mehr, als sie das gemeinsame Spiel mit Ishaaq beendet hatte.
Neugierig wie sie nun einmal war, es wäre eine Lüge jenes zu leugnen, setzten die Füße der jungen Frau gemächlich, wieso sollte sie sich auch Eilen, gen des Hauses. Das Haus, welches direkt neben dem ihren anschloss und bis Dato stets unbewohnt, gar unbesucht war.
Der Oberkörper lehnte sich an die Wandverkleidung an, das dunkle Augenpaar spähte in das seicht belichtete Haus, um auch schon den Schatten einen Namen geben zu können.
Saajid.
Für einige Wimpernschläge überlegte sie. Ruhe kehrte ein und nur den stillen Betrachter mimend, sah sie ihm dabei zu, wie er die Räumlichkeiten in seinen Blick schloss.
Neda, das sollte sicherlich ein schlechter Scherz sein, als sie seine Worte später in ihr Ohr erfasste, das er gedenke sich eventuell hier niederzulassen.
Wahrlich unmöglich. Zudem eine Frechheit sich ausgerechnet das Haus auszuwählen, welches neben dem ihren ruhte.
Menek'Ur hatte wunderschöne Bauprachten. Es gab wirklich viele leerstehende Häuser, insbesondere im Ifreyviertel!
Neda, das konnte sie wahrlich nicht zulassen, das ein Ifrey! Aiwa ein Ifrey sich neben ihrem Heim breit machte.
Wäre es ein Yazir, gut, den hätte man noch akzeptieren können, aber bei Eluive nicht ein Ifrey.
Es war ihr seit der Rückkehr eh aufgefallen, das das Haus Ifrey sich wie die Ratten vermehrten oder war es wie sooft mehr ihre Einbildung?
Wo ihr Augenpaar hin huschte, erblickte sie ein Kind der Ifrey!
Die Ifreys hatten ihr Viertel. Raniya das ihre. Hier. Dort wo sie mit beiden Füßen fest auf dem Wüstenboden stand, war ihr Viertel. Es musste auch noch einen Ort geben, wo sie Ruhe vor den Ifreys hatte.
Sie würde Saajid schon dafür gewinnen können nicht hier zu verweilen. Irgendwie würde sie es schon hinbekommen....


Einige Stunden später huschte der Schatten Raniyas durch die Gassen Menek'Urs. Im Kopf schwirrten die Bilder der letzten Stunden herum. Die Hände wieder zu Fäusten ballend, zog sie die kühle Nachtluft in ihre Lungen.
Es war eine Frechheit anzunehmen sie würde nicht 'Spielen' können. Wenn er wüsste, wie gut sie ihre Spielchen bisher spielte, würden ihm die Ohren schlackern und dieses Lächeln aus dem Gesicht wischen.
Sie konnte sich nicht erklären wie er es jedes Mal schaffte sie aus der Ruhe zu bekommen.
Und erneut tanzte der Wortwechsel in ihren Kopf herum.
Das Spiel mit dem Feuer.
Sie spielte gerne. Zu gerne, doch bisher gab es nie würdige Spielpartner.
Feuer und Saajid Ifrey.
Das passte einfach nicht zusammen. Ein Ifrey in einem Spiel mit ihr.
Natürlich hatte sie ihre Spielchen mit Fuad gespielt. Sie waren recht amüsant, beflügelten die junge Menekanerin immer wieder, aber dieses Spiel mit Saajid war anders. Es begann auch von Anfang an anders.
Unkontrollierbar.
Sie erwischte sich, wie sie ihre eigenen Regeln dabei war zu brechen. Derzeit verbog sie jene nur, aber er schaffte das, was nicht jedem so schnell gelang, wobei bisher noch niemanden gelang.
Wieso ausgerechnet ein Ifrey.
Es konnte eigentlich nur die Strafe Eluive sein, das sie ihr Spielchen wieder mit einem Ifrey begann.
Das Spiel mit dem Feuer.
Das Feuer war auf seiner Seite, auch wenn er noch zu lernen hatte damit umzugehen, war das Feuer ihm gewogen.
Es wäre vermutlich das Beste, das Feuer erlöschen zu lassen. Schließlich war es das einfachste der Welt, Feuer ersticken zu lassen.
Jedoch dieses Feuer, wollte sie bisher nicht erlöschen lassen....

Verfasst: Sonntag 31. August 2008, 16:31
von Saajid Tamam
*Er fühlte sich sichtlich erleichterter als er die mehr oder weniger "Entschuldigung" in form eines hübschen Geschenkes erhalten hatte und ging mit sanften Lächeln über das Brunnenviertel um sich in der heißen Mittagssonne in seiner Nähe niederzulassen. Doch wie es der zufall wollte war niemand weniger als Raniya selbst schon daran seinen lieblingsplatz zu besetzen. Ein kurzes schnauben, ein verzücktes Augenrollen dann ließ er sich einen Schritt weiter von ihr nieder um sich mit einem lieblichen Salam ihr zu widmen. Da saß sie ihm mal wieder gegenüber die sanfte Blüte der Wüste aus dem Hause Bashir ruhig wie das Wasser störrisch wie die Wüste und temperamentvoll wie er selbst.

Das Gespräch war rasch wieder gefunden wohl war es das Geschenk das sie ihm gemacht hatte doch wie sie eben war wollte sie zuerst nicht preis geben welch Mühe sie eigentlich aufgebracht hatte um die Worte niederzuschreiben nach denen er sich gesehnt hatte.*

....spürst das Feuer an deinen Händen Saajid wenn die Flammen Züngeln...


...Es ist das Wasser allein das die Flammen zum erliegen bringen Kann Raniya...


*Kurz jedoch bestimmt mit direktem Augenkontakt wie er es eigentlich nie gelernt hatte wurden die Worte geführt ehe er demonstrativ die Feldflasche vom Gurt zu lösen und den kühl nassen Inhalt über seine Kehle zu ergießen. Stets dabei in ihrem Blick und sie griff nach ihrer Flasche nicht ohne dabei seine Fingerspitzen leicht zu berühren, dies war alles was ihm wohl zuteil wurde - doch es war wunderbar. Anders als erwartet ergoss sich in wenigen Herzschlägen das Wasser über den Pflanzen hinter sich und er legte den Kopf schief als habe er verstanden....



....Es war später Abend und er saß wie immer in der Akademie um zu lernen doch etwas lies ihn an diesem Abend keinen klaren Gedanken fassen, es lies ihn nicht ruhen und so tat er das was ihm seine verdiente Konzentration wieder zurückbringen würde, er machte sich mit mehr als nur mühe daran ein Pergament zu verfassen in welchem er zum ausdruck bringen konnte was er dachte.

[URL=http://www.directupload.net] [img]http://s2.directupload.net/images/080831/5ufx7834.jpg[/img][/URL]

Er würde sie am späten Abend aufsuchen doch bis dahin musste er ruhen sonst würde er sich nichtmehr auf das Wesentliche.. seine Ausbildung an der Akademie widmen können. *


Hat dir gefallen was auf dem Pergament geschrieben stand Raniya?...


....Neda

Nicht?! ...Mh... Ne...da..


*völlig Perplex sah er ihr entgegen geschockt und blass um das gebreunte Näschen stolperte er zurück um mitten im Kontor auf die Tränen der Mutter zu blicken und still zu warten, die Züge steif verzogen wie man es eigentlich nur von den Hässlichen Nordländern kannte. Ehe sie direkt auf ihn zuhielt um neben seinem Ohr halt zu machen. *


Ich habe gelesen was du geschrieben hast...


*Mehr wollte er nicht hören so gefangne in der Konzentration war er.. vielleicht hätte es auch garnichts gändert was er gehört hätte denn dazu war er zu verwirrt es war ihm nur sicher das sie nicht ständig das Feuer weiter anfachen konnte ohne gefahr zu laufen sich zu verbrennen.. es musste ein deutliches Beispiel eine Demonstration geschehen sonst - und das war gewiss - würde sie sich nie besinnen.*

Verfasst: Sonntag 31. August 2008, 23:32
von Raniya Sahar
Ein langer Tag, ein anstrengender Tag versprach sein Ende zu nehmen. Die letzten Besucher des Kontors nahmen ihre Heimreise gen Festland auf, die restlichen Menekaner, die fleißig ihre Arbeit vollzogen, besinnten sich es ihnen gleich zu tun und ihr Heim aufzusuchen.
Selbst Raniya folgte diesem Beispiel, verschloss die Türen des Kontors, löschte die letzten Lichtquellen um ihren Weg, ohne Umschweife Richtung Heim aufzunehmen.
Während sie die Gassen durch Menek'Ur passierte schweiften die Gedanken wie immer in ihrem Kopf herum. Selbst wenn sie nicht im Kontor war, dachte sie an die Arbeit die sie liegen lies, die sie vermutlich vergessen hatte. Wenn sie ehrlich zu sich selber war, dann war der Kontor ihr zweites Heim.
Auch wenn sie es nicht zugeben würde, die kleine Zwangspause, die sie durch Herrn Montego einnehmen musste, tat ihr gut. Es war eine gelungene Abwechslung im Kaktus sich einige Minuten nieder zu setzen, um mit den anderen Kindern der Wüste das ein oder andere Wort zu wechseln, auch wenn ihr Interesse mehr auf den Informationen ruhte, welche sie sich von diesen Gesprächen versprach.
Ein Segen und ein Fluch zugleich!
Ein Segen Abwechslung zu bekommen, ein Fluch das es wieder die Familie Ifrey war, die ihr jene Zwangspause schenkten.
Wo sie hinsah Ifreys.
Eingekesselt von einer Horde Ifreys.
Wo bei Eluive waren die anderen Wüstenkinder nur?
Es war nicht überraschend, das Raniya nicht all zulange im Kreis der Ifreys verweilte.
Man könnte nun viele Gründe aufzählen wieso sie lieber die Arbeit vorzog, als noch länger wie nötig im Kaktus zu verweilen.
Der Drang nach frischer Luft war einfach stärker.
Es mag sicherlich dazu beigetragen haben, das sein Verhalten, welches er an den Tag legte, im Gegensatz zu den Treffen, an denen sie alleine waren, recht kühl wirkte.
Es gefiel ihr.
Es erinnerte sie an sich selber. An ihre Maske die sie tagtäglich aufsetzte und erst in den tiefsten der Nacht, wenn sie alleine war, ablegte.
Wenn sie Raniya sein konnte.

Rückblickend gesehen kann man es nicht festlegen wann sie den Weg nach Hause fand. Es kam ihr länger wie sonst vor. Vermutlich nahm sie einen falschen Gasseneingang und schenkte sich weitere Minuten des umherirrens, ehe sie schlussendlich, in ihren Gedanken gefangen, vor ihrer Türe stand.
Das Gefühl von vollkommener Sicherheit umhüllte sie. Blicke der Vorsicht, der Überprüfung ob jemand ihr folgte, waren nun nicht mehr nötig.
Und mit diesem Lächeln auf den Zügen, mit diesen Gedanken wollte sie gerade die Schwelle in ihre Zuflucht betreten, als ein Schatten neben ihr erhellte.
Natürlich hatte sie sich erschrocken. Gewiss war sie für diesen Moment erbost, es fehlte nicht fiel und der griff ging an den Gurt wo ihr wunderschöner Begleiter ruhte, der schon das Blut anderer zu spüren bekam.
War es der innere Instinkt, das jene Bewegung ausblieb? War es das Gefühl das sie wusste das er dieser Schatten war?
Gar die Hoffnung?
Neda Raniya, lass es auf diese Gedanken zu hören.
Ihr Rücken streckte sich, die alte, gewohnte Maske nahm wieder Einzug und die trockenen, manchmal auch kühlen Worte verließen ihre Lippen.
Wie sooft wenn die zwei Wüstenkinder aufeinander trafen ergab ein Wort das andere. Eine Unterstellung folgte der anderen. Ein Wort wurde von dem anderen verdreht, völlig falsch interpretiert.
Die Funken, die wie Bälle von einem zum anderen geschmissen wurden, mit der Absicht das einer sich just daran verbrennen würde und ihn fallen lies, begann.

Nun, wo die Nacht Menek'Ur gänzlich eingenommen hatte, viele der Menekaner in ihren Schlaf verfielen, lag sie auf dem Rücken, in Kissen gebettet und starrte zum Himmelszelt hinauf. Die kühle Luft umfasste sie, lies ihr eine Gänsehaut auf der braunen Haut zurück, wie dieses zufriedene Lächeln.
Sie fühlte sich in diesem Moment frei und wohl.
Sie liebte jene Momente.
Solch einen Moment verspürte sie nicht viele Stunden zuvor.
Er war es, der sie erneut provozierte und darauf das versprochene Echo bekam.
Wer hätte erahnen können das ihr Echo so ausfallen würde, das sie wie in einem Bann, von ihm gefangen war?
Dieses Gefühl auf der Haut für die wenigen Bruchstücke die sie sich in die Augen blickten.
Es war die Vernunft. Die Einsicht. Es war Raniyas Innerstes, das sie aus diesen Bann zog.
Das Spiel mit dem Feuer hatte seinen Reiz. Es war unkontrollierbar und nach und nach zeigte sich an manchen Stellen, das es nicht so leicht zu bändigen war, wie gedacht..
Das Spiel mit dem Feuer, an dem keiner sich so schnell verbrennen wollte...

Wieder dieses Lächeln auf ihren Zügen, die Gedanken für diesen Moment bei ihm und dem Spiel mit dem Feuer..

Verfasst: Freitag 5. September 2008, 01:30
von Saajid Tamam
*Man sah wie grinsend zwei gestallten durch die Gassen von Menek'Ur huschten, erst am ende als sich die größere Männlich wirkende Gestalt umblickte und erkannte das die Situation völlig unbeobachtet zu sein sich direkt anbot um unsittliches zu tun griff er sie an der Hand und zog sie mit sich bis an hinterletzte Häuschen um dort in den Räumlichkeiten zu entschwinden.

Die Spinnenverwebte Treppe wurde bestiegen und oben sahen zwei dunkle Augenpaare sich in dem von der späten untergehenden Abendsonne um, das Ziel war der am Mittag zuvor ausgemachte Balkon, welcher zwar klein war jedoch Blick auf die weite Wüste direkt hinter der Mauer preis gab. Sie stellten sich voneinander weg und betrachteten den Sand unter dem Glutroten Himmel, so schien er ihr innerstes berührt zu haben und sie genoss die Aussicht auf die Wüste welche sie mit sich identifizierte sichtlich. Sogleich nahm er hinter ihr stellung und griff langsam nach ihrer Hand um sie zu halten

Einige geflüsterte Worte verließen die Münder der jungen Menekaner, vernab von jedem fremden Augenpaar lehnte sie sich an die seine Schulter.*


...Wie soll das weitergehen...

....es geht nicht anders!....

.....Du hast einen Tag zeit... dann ist es vorbei...


*Mit jenen raschen Worten zum Ende entschwand Raniya aus dem leerstehenden Haus und ließ ihn mit traurigem Blick zurück. Am nächsten Tag... es war wieder einer der seinen Kopf rauchen ließ an der Akademie lag wieder unverhofft ein Pergament in seinem Postkasten. Ein einziges Wort stand darauf.. "Die Perle der Wüste" Und so tat er was er zu tun dachte er machte sich auf zur Oase.
[img]http://www.carstenbehler.de/images/chile/03AtacamaOase.jpg[/img]
Dort schien ungewöhnlich zur nächtlichen Stund ein kleines Licht... ein Kerzenschein als er sich durch die Plamen näherte wurde der Blick auf ein liebevoll hergerichtetes Plätzchen deutlich mit allen köstlichekiten die das schöne Land bot.. einem Teppich direkt am Wasser.. doch die richtige Begleitung fehlte.... noch. Nach kurzer Zeit näherte sich Raniya der Stelle und er war gereade dabei sich üerb das Obst her zu machen als er mit einem unverhofften lächeln zu ihr tabste, sie wohl nicht erwartend. Voller sehnsucht an die Perle der Wüste - Raniya selbst war dies für ihn - blickte er sie an, sie jedoch packte ihn lediglich an der Hand und zog ihn zu den Kissen. Alsbald sich mit ihm zusammen daraufniederlassend und wieder gingen einige Worte whispernd über die Lippen die beiden wärend sich die Körper aneinander schmiegten. Alles was ihm jedoch aus diesem Abend im Gedächtniss bleiben sollte waren die kurzen Worte - vernichtend*

...Es gibt so viele andere hübsche Blüten du solltest deine Augen offen halten....

*Perplex blieb er einfach nur sitzen er merkte nichtmal wie Raniya sich aufmachte die Oase zu verlassen. So mögen es die Palmen sein die ihn erst in den frühen Morgenstunden haben gehen sehen.*

Verfasst: Freitag 5. September 2008, 12:02
von Raniya Sahar
Die Oase, der Platz war leer.
Kühle Morgenluft umfing sie, der Wind spielte seine altbekannte Melodie, lies die Sandkörner in die Luft tragen, um als sandiges Kleid einige Fuß weiter wieder hinab in den Wüstensand sich zu begeben.
Unvorstellbar das an diesem Ort, wo Ruhe und Zufriedenheit herrschte, einige Stunden zuvor Worte die Lippen verließen, die man lieber hinter der Maske gelassen hätte.
Dieses Wohlbekannte, zuerst Denken, dann Sprechen, schien an diesem Abend völlig vergessen.
Langsam setzten sich die Füße der jungen Frau zur Wasserquelle. Die Reste des Abends schenkten der Perle der Wüste trotzdem ein wunderschönes Bild.
Es schien wirklich ein wahrhaftig schönes Bild zu sein.
Palmen. Dunkelheit die durch einige Kerzen und deren Flammenspiel erhellt wurden, eine gemütliche Sitzmöglichkeit, der Duft der Wüstenfrüchte, die zwei Kinder der Wüste.
Und nun?
Nun erhellten die ersten Sonnenstrahlen die Oase, zauberten einen glitzernden Schimmer auf der Wasserquelle, der Wind umfasste einen jeden mit seinem Kleid.
Die Kerzen waren erloschen.
Die Sitzmöglichkeiten wirkten nicht mehr einladend und warm. Kühle, abneigende Gefühle kamen zum Vorschein.
Es war unnötig weiter hier zu verweilen und den vergangenen Stunden, den schönen Momenten nachzutrauern.
Es dauerte nicht lange um der Perle der Wüste den Rücken zu kehren und sie wieder als das Geschenk der Mutter zu besehen.
Manchmal sollten Vorhaben und Gedanken, minder Ideen die man hegte, nicht sein.

Sicherlich war es ihr Fehler, das der Abend für beide nicht zufriedenstellend ausklang.
Der Gedanke ihm, trotz seines Ultimatums, in ihren Augen ein unverschämter und völlig unpassender, dennoch zeigen zu wollen, das ein Ende nicht immer ein Ende sein muss, schien gescheitert.
Es waren die Worte, die ihr Angst machten.
Rückblickend war es ein Fehler, das wusste sie, aber sie war nun mal Raniya, die immer ihre Schutzmauer aufrecht hielt und darauf beharrte sie von niemanden mehr nur ansatzweise brechen zu lassen.
Er vermochte jene Mauer Stück für Stück auf seine Art und Weise zu umgehen. Seine Worte trugen dazu bei und sie wäre nicht dieses kleines Miststück, wenn sie nicht wusste, wie man jemanden leicht zum Wanken, zum Fall bringen würde.
Sie tat jenes durch die gesagten Worte.
Treffer versenkt.
Es brauchte nicht viele Wimpernschläge um seine Reaktion auf ihre Worte zu spüren.
Kälte.
War es das was sie nun wollte?
Nicht wirklich, aber zugeben würde sie es ebenso wenig.
Es viel ihr schwer Farbe zu bekennen.
Ebenso erschien es ihr als falsch, weiter an diesem Ort, wo die Gefühle von beiden die Luft dünner machten, länger zu verweilen.
Ihre Worte hatten die bis dahin wunderschöne Atmosphäre zu Nichte gemacht.
Es war ein Fehler, aber er war gemacht.
Zwei Abende die wunderbar begannen, nahmen kein schönes Ende.


Es ist nicht leicht,
um Vergebung zu bitten,
wieder von vorne anzufangen,
großmütig zu sein,
einen Rat anzunehmen,
einen Irrtum einzugestehen,
Hohn zu ertragen,
nachsichtig, wohltätig
und beständig zu sein,
auf andere Rücksicht zu nehmen,
Fehler zu vermeiden,
andererseits aus seinen Fehlern zu lernen,
zu vergeben und zu vergessen,
zuerst zu denken, dann zu handeln,
alte Geleise zu verlassen,
auch aus Wenigem das Beste zu machen,
ein störrisches Temperament zu zügeln,
verdiente Schuld auf sich zu nehmen,
aber es zahlt sich immer aus.

Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 17:05
von Saajid Tamam
*Die Nacht war mal wieder hereingebrochen über ihrer schönen Insel Menek'Ur. "Zieh dir was drüber!" Erklang eine dunkle Männerstimme als zwei Gestalten durch die Gassen von MenekUr Stadt huschten, Das Ziel war die Wüste. Er wusste Raniya liebte die Wüste und er wusste wie er seinem Ziel näher kommen konnte. Lange dauerte es nicht bis er den zurechtgesuchten Pfad vom Vormittag fand und einschlug, das Ziel war die Brandung am Donnerfels direkt neben dem Lager der Ausgestoßenen. Es war ruhig, eine kühle briese wehte ihnen vom weiten Mehr richtung Süden entgegen. Unten schlugen die Wellen aufeinander und mit ausreichend Konzentration entflammten alsbald die zurechtgelegten trockenen Ästchen.
[img]http://www.hey-du.de/images/reunion/brandung3.jpg[/img]
Die beiden lagen nun auf Bettrollen im Sand, vor ihnen der Abrung hinter ihnen das prasselnde Feuer und über ihnen das weite Himmelszelt, konnte er ja nicht ahnen was für einen Bezug sie zu eben jenem hatte. Er griff ihre Hand und führte sie sanft über die Sternenbilder ehe er leise zu ihr flüsterte. "Den schenk ich dir, er leuchtet in der Nacht ebenso hell für mich wie du Tag ein Tag aus. Sie sah ihn geradezu verzehrend liebevoll an und näherte sich seinem Ohr. "Wenn du einen Wunsch frei hättest... was wäre es?"

Kaum hatte sie das ausgesprochen stand sie sogleich auf ihm befehlend die Augen zu schließen, der Turban wurde gelöst und die Maske abgenommen, sie sah ihm nun völlig unverschleiert und offen entgegen in all ihrer wunderbaren Schönheit die sie besaß. Seine Augen weiteten sich doch bei selbigem Ereigniss sollte es am Abend bleiben. War dies zu glauben? Die Bashir und der Ifrey mal völlig ohne streit? Aiwa. es war zu schön um wahr zu sein der nächste Abend wurde dafür doppelt so spannungsgeladen. Sie saßen in Saajids neu eingerichteten Haus. Die Ecke war vorbereitet und alles schien gut zu laufen ehe das Thema angeschnitten wurde was beide auseinander bringen sollte:

...Fuad....

"Ich meine.. er wurde so erzogen..." ...."Soll das heißen meine Eltern haben mich nicht wohl erzogen?"

..."Geh nicht Raniya.. ich liebe dich... meine Worte hätten dich nicht verletzen dürfen... verlass mich nicht"

Doch es war ihr gleich, ebenso kalt und emotionslos wie man sie in der öffentlichkeit mit ihm sah, verließ sie auch das Haus. Er war verzweifelt würde ihm eine Entschuldigung weiterhelfen? Könnte es das sein was ihm die Liebe bringt? Aber andererseits... er war ein Ifrey er durfte sich doch nicht jedesmal so unterwerfen... aber dennoch er liebte sie und für den Weg der Liebe war ihm nichts zu schade.


Der nächste Tag würde es zeigen....

Verfasst: Freitag 12. September 2008, 13:54
von Raniya Sahar
Mit langsamen Schritten striff die junge Frau durch die Gassen von Menek'Ur. Die Feierlichkeiten hatten bereits begonnen und sie würde mehr als nur zu spät erscheinen. Es war ihr gleich.
Nur widerwillig setzte sie ein Fuß vor den anderen um nach und nach mehr die Palastmauern zu erblicken, wo die restlichen Menekanerinnen schon im vollen Gange waren zu feiern.
Jetzt, wo Khalida sie durch den Palast führte, in einem Gang der einer Wüstenrennmaus sehr nahe kam, schweifte der Blick herum und wie in einem Traum kamen die Bilder zum Vorschein, die sie vor einer Ewigkeit selber erlebt hatte.
Der Geruch von verschiedenen Ölen und Kräutern zogen sich in ihre Nase, das Gekicher der jungen Blüten drang in ihr Ohr und der Blick aus den dunklen Augen ruhte nun auf Rivkah, die ihre 'Waschung' soeben durchzogen hatte.
Als ob es erst gestern war, sah Raniya nicht Rivkah dort in den Kissen mit einem zufriedenen, gar glücklichen Lächeln sitzen, sondern sich selber.
Es war wie ein Stich in die Magengegend dass sie sich zurück versetzt fühlte.
Sie wollte sich an diesen Tag nicht mehr erinnern und es schnürte ihr den Hals zu wenn sie noch länger über Hochzeitsgeplänker reden, gar zuhören musste.
Alles drehte sich nur um eine Hochzeit. Verdammt nochmal, wieso machte ein jeder aus solch Feier ein riesen Drumherum.
Es war nur eine Hochzeit. Man gab seine Freiheit auf.
Sie war Eluive sei dank frei.
Sollte sie nun Khaldia danken? Die Worte, das die nächste Körperbemalung zur bevorstehenden Hochzeit Raniyas wäre, ließen den Treffer des Abends versenken.
Volle Punktzahl.
Die Lust auf diese Feier wich noch ein Stück mehr, daher war es wohl nicht sonderlich überraschend, das Raniya sich verabschiedete und den Weg Richtung Heim antrat.
In ihren Gedanken versunken steuerte sie ihre Haustür an, als lallende Worte, nicht sonderlich leise gewählte, in Ohr drangen.
Das war nicht sein ernst oder?
Er kniete betrunken vor ihrer Haustür und unterhielt nicht nur die nicht vorhandenen Nachbarn mit seiner Lautstärke, es fehlte nicht mehr viel und man würde seine Stimme noch in den Palast hören.
Saajid war also bei der Feierlichkeit von Irfaan.
Kaktusschnaps.
Die Luft roch nach Kaktusschnaps, seine Fahne die ihr entgegen schlug als er auf sie zu torkelte, bestätigte ihren Verdacht.
Hier, mitten auf dem Weg vor ihrem Haus konnte er nicht bleiben.
Was würden die anderen Bewohner von solch einem Bild denken?
Einige Worte verließen ihre Lippen. Den Vorschlag ihn zu sich zu bringen schien nicht wirklich bei ihm anzukommen.
Er sprach stetig von einer Heirat und Kinder.
Bei Eluive, man sollte den Kaktusschnaps verbieten in Massen auszuschenken.
Spätestens am nächten Tag würde er es vermutlich bereuen so tief ins Glas geschaut zu haben. Man könnte nur hoffen, dass die Kopfschmerzen dazu beitragen würden.
Ebenso sollte man verbieten Kaktusschnaps auf Hochzeiten und Feierlichkeiten für Hochzeiten auszuschenken, da es viele nur auf eine dumme Idee, minder Gedanken brachte.
Ihr Ziel Saajiid Heim zu bringen, ohne das es großes Aufsehen erweckte schien gelungen. Nun lag er in seinen Kissen, sabbelte noch immer von Hochzeit und Kindern und würde sicherlich bald in einen tiefen Schlaf fallen.
Sie konnte nur hoffen, das er sich an den Abend nicht mehr erinnern würde, war es doch für keinen Menekaner angenehm seine Schwäche vor einer jungen Menekanerin preis zu geben....

Verfasst: Samstag 6. Dezember 2008, 22:56
von Saajid Tamam


Lang lang war es her das er das letzte mal Menek'Ur die wunderschöne Stadt betreten hatte. Lange lange war es her das er das letzte mal seinen Emir bewundern durfte, und ebenso lange und das war entscheident - war es her das er die Nähe zu Raniya das letzte mal gespürt hatte, nach dem ersten und wahrscheinlich auch letzten Kuss hatte er oft an sie gedacht, zu oft? Sie wurde im Laufe der Zeit die er auf dem Festland verbringen musste von der geliebten Person zu einem Gedanken der sich Fanatisch in jede einzelne Faser seines Gehirn gefressen hatte. Der Gedanke an sie war schöner als die Tatsache irgendwann zurückzukehren und sie in die Arme zu schließen.

Das Feuer das einst Loderte in mir,
wird es das sein was du mir geben kannst
Rani, wird es das sein was ich will?
Nun war ich so lange fort
etwas verwerfliches angerichtet zu haben -akzeptabel-
verwaschene Gefühle auffrischen ein schwieriges Unterfangen.

Er schlich durch die Gassen auf leisen Sohlen, niemand sollte ihn aus den Gedanken stehlen keiner sollte ihn davon abhalten den direkten Weg zu ihrzu finden. Nicht auszumalen wäre es sie in den Armen eines Mannes zu finden der um sie geworben hätte, inakzeptabel und unvertretbar wenn sie auch nur einen traurigen Gedanken wegen ihm gehabt hätte. Die Blicke aus seinen Augen schoben sich immer öfter zur Wüste und dem Horizont wo eine glut rote Sonne am untergehen war er dachte an die Tage mit ihr auf dem Balkon den einzigen Ort an dem sie zusammen sein konnten. Ihr Haus lag nur einen Steinwurf entfernt doch war es der Wüstensand den er aus der Hocke betrachtete, so war es doch selbiger welcher sie verkörperte.

Die unverbrauchten Finger strichen über den Sandstein und bei dem letzten erleuchteten Augenaufschlag schillerte der Grünstich nocheinmal auf ehe die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwunden war. Noch stieg bodennahe die Warme luft auf und er umschloss sie in allen Zügen. Die Schritte waren Zeitlupenartig über den Dächern. Eine Schemenhafte Gestalt eingehüllt und dick verpackt.


Das Haus konnte er schon sehen, auch die Liebevoll eingerichtete Wohnung war von den Dächern aus zu sehen, doch Licht brannte keines. Allein schon diese unregelmäßigkeit schien ihn zum Zweifeln zu bringen und riss einen tiefen Spalt in seine Gefühle. Die Zahnreihen pressten sich aufeinander als er vor ihrem Haus stand und die verwitterten Sandsteine mit tiefen Furchen betrachtete die der Peitschende Sand mit den Jahren zurückgelassen hatte.

Er blickte sich um, konnte er sicher sein das nicht ein naidisches Familienmitglied dem Oberhaupt anvertraute? Das Vergehen am ende verriet? All das wäre ihm gleich gewesen wenn es sich wenigstens lohnen würde. Zum ersten mal in seinem Leben drehte sich nicht alles nur um seine Bildung und seine Gabe. Gerade das machte es so schwer, wie sollte man ihm beibringen das gegebene wieder genommen zu bekommen? Er war sich im laufe der Jahre bei vielem unsicher und das wusste ein jeder der ihn kannte. Doch diesmal wusste er genau was er wollte, er wollte sie die Wüstenblume mit all ihren Unebenheiten.

einem schmalen Gässchen zwischen den Stadtmauern und ihrem Haus folge er und erst in der hintersten Ecke traute er sich die gut 4 Meter zwischen den Wänden hinaufzuschieben. Er tat es, niemals hätte er gedacht das er um seine Ziele zu erreichen kriminell werden würde doch das war ihm egal. Über den Balkon erreichte er mühelos ihr Reich. Der Duft den er so lange in der Nase gehabt hatte und viele Stunden auf Zehenspitzen verbracht hatte um ihn noch einmal in der ganzen Fülle wahrnehmen zu können durchflutete den Raum. er Stieg die Treppe hinab in die warme Wohnstube sie war im Kontor! Ja es konnte für ihn nur diese Möglichkeit geben. Nie wäre ihm etwas anderes in die Sinne gekommen. Wie kann man seine Ziele erreichen wenn man nicht vollständig daran festhielt? Eine einzige Kerze wurde endzündet und das Mitbringsel vom Festland, eine der getrockneten Rosen zu ihren Füßen gelegt.

Sie würde sich daran erinnern können was er ihr einst über das spiel mit dem Feuer beibrachte. "Wenn du es willst kannst du die Flamme in einem Zug löschen Raniya", "noch bist du dazu in der Lage aber irgendwann wäre das Feuer zu Stark!" Doch die Zeit des Fernbleibens wirkte auf die zehrende Flamme gleich einem Luftleeren Raum der ihr die Existenz nahm. Und so war das was er von ihr vermutete wieder die anfänglich kleine Falmme welche zwar klein und schwach war aber die heiße in sich schlummernde Kraft nicht verloren hatte. Er setzte sich still auf ein Kissen nichtmal für sich alleine Laut zu sein traute er sich sosehr befürchtete er einen Fehler gemacht zu haben. Die Flamme wurde ruhig betrachtet die Augen immer wieder zur Türe werfend... *

Wird sie kommen?
Würde sie kommen?
Bestimmt würde sie kommen?!
Nein, sie kommt!

Etwas anderes galt für ihn nicht.
[img]http://www.himmelundmeer.de/wp-content/061123_dunes_sunset.jpg[/img]

Verfasst: Mittwoch 8. Juli 2009, 14:11
von Raniya Sahar
Die Wochen und Monate vergingen, in Menek'Ur ging auch weiterhin alles seine Wege. Es wunderte die junge Menekanerin nicht, als sie von einen ihrer Ausflüge vom Festland wiederkehrte und keine wirklichen Veränderungen wahr nahm.
Gut, es gab sicherlich die ein oder andere Veränderung, aber wenn sie wirklich ehrlich war, interessierte es sie nicht, welche Menekaner sich mit wem verlobten oder sich zerstritten. Es interessierte sie für die ersten Tage auch nicht, welche Familie sich mit einer anderen beim Emir wiedersehen musste, weil es wieder eine Intrige mehr als sooft gab.
Nein, vorerst sollte sie all das nicht interessieren.
Die Tage an denen sie sich wieder in Menek'Ur eingelebt hatte wehten wie der sanfte Wüstenwind daher und es war eine gute Entscheidung, sich für die Heimat zu entscheiden.

Es war keine Überraschung dass die Abende mit Saajid stets anders verliefen als beide Menekaner sich des öfteren erhofft hatten. Wobei, wenn sie ehrlich war, machte dass ihre Beziehung aus. Sie waren nicht wie die anderen und dass spiegelte sich mehr als deutlich in ihrer Partnerschaft wieder.
Eine Partnerschaft. Begonnen mit einem Spiel, zogen sich die Wochen und Monate daher und aus einem Spiel wurde tiefe Verbundenheit, tief greifende Gefühle und schlussendlich Liebe.

Liebe.

Ein reines Chaos war diese ganze Beziehung. Höhen und Tiefen und doch gingen sie diesen schweren Weg gemeinsam. Sie hatten es vor und bisher, mit einigen Umwegen und Stolpereinheiten, schien es auch zu funktionieren.
Gut, dass es funktionierte konnte man wohl eher Raniya zuschreiben, war sie es stets, die die Launen des Magiers aushielt oder mit einem Kopfschütteln überging. Ja, sie war es, die diesen arroganten und eingebildeten Menekaner auf den Boden der Tatsachen zurück holte.
Es war und ist noch immer ein reiner Kampf und doch ihr Spiel.
All das war die Würze der Gesamtmischung.

So war es nicht verwunderlich, dass aus einem schönen und ruhigen Abend, an denen man gemeinsam zusammen saß und die Zeit genoss, ein Abend wurde, der einem Wüstensturm, den Menek'Ur nicht nur einmal miterleben durfte, ähnelte.
Sie wollte ihm mit dem Geschenk eine Freude bereiten, ihm auf ihre Art und Weise zeigen, dass er ihr nicht gleich war. Doch was musste sie über sich ergehen lassen?
Demütigungen und Herablassungen.
Eine Frechheit sich als etwas besseres darzustellen, nur weil er über eine Gabe besaß die nicht jedem zu teil wurde. Elender Bücherwurm, Staubwedel! Sämtliche Flüche, die sie auf dem Festland als auch in den Gassen von Menek'Ur auf geschnappt hatte, wurden dem jungen Menekaner entgegen geschleudert.
Faul! Eine faule Menekanerin?!
Nun ging er aber wahrlich zu weit!
Raniya lies sich ja eine Menge gefallen und bieten, aber irgendwann war auch mal ihr Punkt erreicht, wo das gefüllte Fass überlief.
Richtig, es dauerte auch keinen Augenblick, als er auf seine Worte die passende, nein, die passenden Antworten bekam.
Unverschämtheit!
Wiedererwartens und ja, das waren die Momente, die sie an diesem Menekaner liebte, waren jene, wenn sein Temperament mit ihm durch ging. Das wilde, unkontrollierbare wurde geweckt, sie weckte es wie sooft und das Feuer knisterte erneut. Es war und würde wohl immer das Spiel der beiden bleiben.

Schlussendlich, verlief der Abend nach einen starken Wort und Handabklatsch mit einem Moment der Stille, Verwunderung, Fassungslosigkeit, Bestätigung und doch nicht völliger Zufriedenheit...

Der Abend, an dem er sich mit ihr verloben wollte, oder tat, so genau wusste man es am Ende doch nicht, verging und der Alltag der beiden Wüstenkinder ging gewohnt einher.
Natürlich nicht ohne den ein oder anderen Zwist mit sich zu bringen, aber auch er gehörte zum Alltag der beiden. Er gehörte zu Raniya und Saajid.

Ewig dein,
Ewig mein,
Ewig uns.

Verfasst: Mittwoch 22. Juli 2009, 00:36
von Saajid Tamam
Ewig dein,
Ewig mein,
Ewig uns.


Er betrachtete den wunderschönen güldenen Armreif nochmals ehe er ihn in ein seidiges Kissen legte. Selbiges wurde mit bedacht und sanftmütigkeit - zwei eigenschaften die bei dem jungen Magier einen gewissen Misstand erlangt haben! - in den kleinen Nebenraum in den hiesigen Kellerräumlichkeiten gebracht. Der Blick aus den Rehbraunen Augen welche dabei die ganze Zeit von dem Armband in ihren Bann gezogen wurden schienen traurig, auch die grünen Sprenkel welche in der Sonne - der realen und der in seinem Herzen - aufzuleuchten vermochten waren verblasst. Das Gesicht schien sich diesem Zustand auch anzugleichen. Eine ebenso anmutende güldene Schatulle wurde hervorgezogen und aufgeklappt, mit einem sehr leisen knarzen nur... aiwa das war alles was den Raum des jungen Magiers mit Ton erfüllte. Das Kissen wurde feinsäuberlich platziert, Ecke um Ecke, Falte um Falte wurde glattgestriffen und so betrachtete er einfach eine Weile das Kissen in der Schatulle. Ein langezogenes Seufzen kam über seine Lippen.. doch was war geschehen? Die Schatulle auf dem Arm humpelte er in die Wohnstube - hinauf auf den Dachgarten um sich dort auf einer der Treppenstufen niederzulassen.... die Füße baumelten einige Meter über dem Meerwasser, der Blick aus dem verwegenen feinen Menekanischen Gesicht ging über das nächtlich erleuchtete Meer hinüber zum Festland welches in seiner Pracht leuchtete... Bajard.. der Leuchtturm... aiwa man konnte sich vorstellen wie sich genau zu dieser Zeit jemand dort prügelte und man hätte nicht gelogen. Dies schien ihm ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern... doch was war geschehen?




"Wassss... bisssst.. duu?" Zischelte die Stimme in ihrem Kopf als der junge Menekaner als Schlange gemorpht sein spielchen mit ihr in dem Kontor trieb. Sie war einfach zu außergewöhnlich für eine normale Wüstenblume.. das war gewiss. Sie hatte etwas an sich was gleichzeitig abschreckend und doch so hinreißend war. Um nichts in der Welt hätte er sie durch irgendetwas eingetauscht, doch wollte er mit offenen Karten spielen und musste wissen was sie war.. wieso sie es war! Sie konnte mit Schlössern umgehen wie keine Zweite... sie konnte Karten lesen.. und aiwa den Dolch konnte sie besser werfen als Khalida - zugegeben diese war versiert im Umgang mit dem Dolche! Und eben das wurde ihm zum verhängniss.. weder in der Öffentlichkeit noch hinter verschlossenen Türen würde sich Raniya ihm unterwerfen oder gar auf drohungen, seien sie noch so gut ausgeführt eingehen. ZACK!! der Dolch wurde intuitiv in Richtug Schlange geschleudert und kupierte dieser ihren Schwanz um einige Milimeter. Sogleich fiel sie zu Boden.. keine zwei Sekunden später spürte sie einen breiten Fuß auf ihrem kleinen mit Schuppen besetzten Körper.


"Zeig dich Magier".



Zischelte der Schlange die liebliche Stimme Raniyas entgegen, aiwa sie war es.. lieblich.. und wenn auch nur für ihn... sie war es. Die Schlange windete sich unter dem Fuß, Blut lief aus der kleinen Wunde... als die Konzentration zu schwinden begann und der Morph seine Wirkung verloren hatte lag der nackte Magier vor ihr... ein lauter gelllender Schrei trat aus der feinen Kehle für welche dies gar ein fremder ungewohnter Ton war. Er hielt sich seinen Zeh... nein... den Zeh? Dieser lag einige Schritte weiter - abgetrennt. Blut schoss aus der Wunde... er blickte sie mit einem herzzereißenden Blick an und wollte etwas sagen.. Doch es schien als formten sich diese Worte die bereits im Anmarsch waren zu einem stummen einatmen. Als er dann seinen Stummel betrachtete und den daneben liegenden Fußzeh kam alles zusammen - der Blutverlust... die Tatsache über den abgetrennten Zeh.... Raniya die ihn besiegt hatte. Er kippte nach hinten um und klatschte wie ein nasser Sack auf den Kontorboden.


etwas später am Abend...



Raniya hatte ihn wohl nachhause verfrachtet... alleinig die Augen von der Stadtwache aus dem Hause Zaki konnten verfolgen wie der Bewusstlose Körper unter den Armen einer weiteren Wache und Raniya in das Ifrey Viertel verfrachtet wurde. In seine Bett liegend öffneten sich die Augen langsam wieder, sahen zu Raniya hinüber. Alles was er hervorbrachte war ein sanftes Lächeln....

unverständlich für jemanden der die beiden nicht kannte. Es gehörte für die Beiden dazu sich zu streiten und so schien die Tatsache über den Verlust des Fußzehs ihn nur etwas mehr zu amüsieren.. es musste ja irgendwann dazu kommen. Was für ihn viel schlimmer zu sein schien war die Tatsache das sie sich aufmachte zu gehen.. niemals wollte er sie nun gehen lassen!! Nicht jetzt?! Ganz der Mann begannen schon die Leidbekundungen, ein Stöhnen.. ein Röcheln... ein Herzzerreißendes Krächzen, oh ja... die Gute hatte einen Sterbenden zu versorgen!! So erbahmte sie sich doch zu ihm in die Kissen zufrieden legte er seinen schwer überanstrengten Kopf in ihren Schoß... und als sie da so saßen betrachtete er ihren Bauch. Wahrlich schön, flach zart gebräunt - was er natürlich nicht sehen konnte... die Sitte wurde gewahrt - und so ließ er es sich nicht nehmen einen Kommentar seinerseits von sich zu geben.


"Pass gut auf dich auf.. ich werde für dich sorgen, schließlich wirst du bald unser Kind in dir tragen Rani."


Sie erstarrte förmlich, die Liebkosende Handbewegung über sein Haupt stockte dabei... es schien ihm zuerst nicht wirklich aufzufallen denn er war breit lächelnd und fröhlich damit beschäftigt seine weiche und reine Hand - welche unweigerlich noch nie harte Arbeit gesehen hatte - über ihren Bauch fahren zu lassen und sich schier vorzustellen wie bald schon sein Sohn zu wachsen begann.


" Ich hoffe für dich das du fruchtbar bist!"



Merkte er noch schnippisch an, aiwa man wusste ja das er nicht derjenige war der in gewissen Situationen die Romantik lange zu wahren vermochte auch wenn er sie auf eine gewisse Weise in all seinen Zügen und der selbstlos liebenden und leidenschaftlichen Art verkörperte, aber das sie nun wie von einer Biene gestochen aufspringen musste und das weite suchen? Neda das war ihm unbegreiflich.. der Blick war finster... düster... voller Trauer. Er konnte nur ahnen das Raniya ihn gewiss nicht für gut genug hielt... er konnte sich ausmalen das sie von ihm kein Kind wollen würde. Es machte ihn traurig... es ließ ihn nicht schlafen.


Der Nächste Tag.



Er wollte doch alles so viel besser machen, so viel besser als es bisher war.. Für sich, für sie.. für ihre gemeinsame Familie. Er stellte sich sogar freiwillig in des Emirs erste Reihe der Kampfmagier nur um sein Ansehen und das seines Hauses wiederherzustellen welches er so unwissend beschmutzt hatte. Dem Gespräch der schnatternden Weiber und alter Greise konnte er nicht folgen.. wollte er nicht folgen. Raniya - seine Liebe - sie war die ganze Zeit in seinen Gedanken, wie so oft. Weshalb hatte sie das getan? Was war falsch an ihm? Hielt sie ihn für unreif? War er reif? War sie reif? Es war doch das.. das was beide zusammenschweißte. Er lud die letzten reste der standhaften Menekaner zu sich auf den Dachgarten ein.. selbigen einweihen. So lange schon wartete er nun darauf das Fuad seinen Segen für beide Ausspricht und noch viel länger hatte er gewartet bis er Fuad überhaupt darum bittete. So nahm der Abend seinen Lauf und wie immer war das Thema "Ifrey - wer heiratet wen und vorallem wann!" Dieses Thema war Saajid kein rechtes... all diese liebenden all jene... die lieben durften. Es machte ihn mittlerweile ncihtmehr traurig.. nein es ließ seinen Hass auflodern.


Saajid.. meinen Segen für Shirin hast du



Nein... Nein... das hat er jetzt nicht gesagt. Worte die in des Magiers Kopf umherwandelten, nicht wissend ob er nun in der Zukunft.. der Gegenwart.. der Vergangenheit war. Die Flammen der Kerzen und Lichter loderten kurz auf.. er verstummte. Fuad bereitete ihm damit nicht nur schmerz, neda er beging einen Vertrauensbruch er beschmutzte Saajids Stolz. Dachte er wirklich Saajid wäre nach all der Zeit in Verbindung mit der Weisheit so blind sich jemanden auszusuchen der gar noch Schande über sein Haus brachte.. oder warum sagte er dies? Dachte er wirklich so schlimm über die Frau die Saajid so sehr und über alles liebte.. war er so falsch in seinem Haus? Dachte er wirklich Saajid würde sein Vorhaben aufgeben... eine Jugendsünde... gab er ihm deshalb den Segen nicht? Zuviel war zuviel...



Das Haar wehte ihm ein letztes mal in die Züge ehe er in die Schatulle auf den Armreif blickte und mit fest zusammen gezogenen Lippen auf dem Gesicht. Nein einer Träne durfte er sich nicht abringen, niemals.. nicht der stolze und übermütige Kampfmagier aus dem Hause der Ifrey... nie und nimmer dieser. Und so wanderte die Fingerspitze in den Augenwinkel um sich dort von etwas zu befreien.. man würde es wohl im Nachhinein als ein Staubkorn bezeichnen. Die Truhe wurde mit einem festen Blick geschlossen.. selbiger ging wieder zurück aufs Meer die ferne suchend doch in seinem Kopf wandelten stetig die selben Worte auf und ab... keine Ruhe findend..


Liebe ist mehr als nur ein Wort.

Verfasst: Freitag 10. Juli 2015, 01:12
von Raniya Sahar Omar
Langsam, sehr langsam bewegt sie sich auf die Stadt zu. Aus der Ferne blicken die braunen Augen über die Mauern der Stadt- der Wind zischt sein Lied durch die Nacht und der Kopf neigt sich seicht zur Seite. Wiedereinmal lenkt die Mutter sie nach Hause und trotzdem hält sie etwas zurück......
Die Dunkelheit kehrt ein. Die Schatten erwachen zum Leben und hinterlassen ihre Spuren.....
Wenn Saajid am morgen sein Arbeitszimmer aufsucht, wird er auf seinem Schreibtisch seine Korrespondenz vom Vortag auffinden und vermutlich nicht auf den ersten Blick das vergilbte und leicht abgegriffene Stück Pergament unter einigen seiner Schriftstücke erblicken. Sobald er das gefaltete Stück Papier erblickt und öffnet, wird ihm eine prise Wüstensand entgegen rieseln. Richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Schriftstück, so wird ein einziger Satz zu lesen sein:


„ Ewig dein, ewig mein......-“

Verfasst: Freitag 10. Juli 2015, 01:36
von Saajid Tamam
*Die Situation war schwer genug. Während er des Tages genug mit dem Rudel zu kämpfen hatte... hier und da in einige Ohren kneifen musste und die eine oder den anderen am Nacken zurück in das Nest tragen musste, saß er des Nachts allein mit seinen Gedanken über dem Schreibtisch. Schlaf war das kostbarste Gut dieser Tage... mit dem Blick auf all die Goldtürme in denen er sich so gerne badete brachte diese Tatsache nun lediglich ein müdes und verzweifeltes Lächeln auf die Lippen.

Den nächsten Brief vom großen Stapel greifend und entfaltend traute er seinen Augen kaum. Mindestens einen halben Sanduhrenlauf saß er still und mit geöffnetem Mund über dem Schreiben eindeutiger Herkunft. Nur sehr langsam krallten sich die gepflegten Finger des Shojen in das Pergament um es unschön zu zerknittern. Ein lauter Schlag gefolgt von einem bebenden Donnern erschütterte das Familienhaus als er das Schreiben auf den Tisch prügelte.*

Gift.... menekanisches Gift.
Wie kann etwas, dass so wundervoll ist wie die Blüten der Durrah, so tödlich sein.


https://www.youtube.com/watch?v=UsxXEhC5eA4

Verfasst: Dienstag 11. August 2015, 18:12
von Raniya Sahar Omar
Die Nacht kehrt ein und hüllt Menek'Ur in ihr schwarzes Kleid. Genau jetzt war Raniyas Zeit. Sie liebte die Nacht, die Stille und Einsamkeit. Der Blick aus den schockfarbenen Augen, die von dichten Wimpern gerahmt waren schweiften über die Mauern der Stadt - ruhten auf dem ein oder anderen Lichtschimmer in den Häusern, jedoch ein Kerzenlicht wurde intensiv fixiert und hatte für einige Stundenläufe die volle Aufmerksamkeit der Natifah. Die Gedanken der letzten Tage, die gesprochenen Worte und Taten ließen ein Lächeln auf blitzen, eines der seltenen, echten Lächeln, die ihre Augen erreichten. Ein kurzer, prüfender Blick galt der Hand und mit einem kurzen Nicken drückte sie sich von der kalten Hausmauer ab, um gänzlich mit dem Schatten zu verschmelzen.

Für den normalen Betrachter wird sich nichts verändert haben, jedoch wird Saajid in den frühen Morgenstunden eine Veränderung in seinem Büro wahrnehmen. Der Stapel mit den Papieren scheint um paar Zentimeter verschoben zu sein und unter einigen gelesenen Schriftstücken wird ein älteres Stück Pergament auf blitzen und für ihn einige Zeilen inne haben.


Du begegnest vielen Personen und keiner berührt dich. Und dann begegnest du den einen und dein Leben ändert sich - für immer. Egal wo du bist oder wohin ich gehe, ich trage dein Herz mit mir. Ich trage es in meinen Herzen.
Ewig dein, ewig mein...

Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 15:14
von Saajid Tamam
Sieben lange Jahre....

*Vor den säuberlich sortierten Pergamenten saß der junge Menekaner und betrachtete den fasrigen Rest der ausgerissenen Pergamentseite in seinem Scheckbuch. Die Lippen vermochten an diesem Tage kein Stück weniger zu einem breiten Schmunzeln verzogen zu sein....*

Fuad... mein geliebtes Oberhaupt... einst hast du mir verboten diese Natifah zu ehelichen, sie hätte mir neda gut getan. Heute weiß ich, was du meintest und worauf ich hätte warten sollen. Manchmal ist es wirklich schwer, das Ziel der Weisen zu erkennen, wenn Steine das einzige sind, dass einem auf dem Weg entgegen rollt.

Irfaan... meine Launen musstest du ertragen, mein geschundenes Herz und meinen Sturkopf der mich vermutlich des Öfteren beinahe mein Leben kostete... durch deine Schule bin ich gegangen, dein Talif war ich. Ich wünschte es gäbe die Möglichkeit mich für die Härte und das Pflichtbewusstsein zu bedanken, das du mir schenktest.

Kemail... ein Bruder warst du für mich, ein Bruder für den ich mein Leben gelassen hätte. Du zeigtest mir, was es bedeutet zu vertrauen. Was es bedeutet, zu hassen. Manchmal schmerzt die Seele mehr, als jedes Lehrgeld das man zahlen könnte.

Sieben, unendlich lange Jahre. Gab es so viele die den Weg begleiteten, warst du es doch die stetig in meinem Herzen und meinen Gedanken ruhte. Magst du wohl nicht die Natifah sein, die ein Ranim sich wünschen würde... bist du doch genau der Ausgleich den ich brauche um einen gesunden Blick auf meine Aufgaben und Bürden zu behalten.


Und wenn ich dich zur Frau nehme, dann erweitere ich mein Leben nicht um eine angenehme Nebensache...
Und wenn ich dich zur Frau nehme, dann kaufe ich mir nicht lediglich eine gute Partie für die Mutter meiner Söhne...
und wenn ich dich zur Frau nehme, dann nicht, weil es Brauch und Sitte ist...

Wenn ich dich mit stolz geschwollener Brust zum Altar führe, Rani, dann weil du mich vervollständigst, die zweite Hälfte meines Geistes bist.
Meine Kraft, meine Gedanken, meine Gabe und meine Liebe gehörten bisweilen meiner Familie allein. Doch nun, da die Mara unseren Weg ebnen wird und den gemeinsamen Bund beschließt, wird mein Handeln und alles was ich bin für dich und den Spross unserer Liebe kämpfen.

Respektiere Saajid, der um sich und sein Recht kämpft...
Fürchte ihn, wenn er verteidigt was ihm bedeutsamer ist als sein eigenes Leben.

Wie die Liebe selbst, bist du über Zeit und Umstand erhaben. So war getrennt was zusammen gehörte und so wird schlussendlich verschmelzen, was für einander bestimmt ist.

Abeer Eluiv'


*Die gedachten Worten schlossen mit einem längeren Atemzug und so verbrachte er den restlichen Tag damit, in Erinnerungen zu schwelgen. Viel war geschehen, tausende Gespräche hatten sie geführt und die Zeit da sich ein junges Mädchen und ein ehrgeiziger Schüler in der goldenen Stadt gegenüberstanden war lange vergangen.*