Der Liebestrank
Verfasst: Donnerstag 21. August 2008, 22:44
Als Aira die Zunft der Freien Handelsakademie betrat, war sie überrascht Kelgor wieder anzutreffen. Er war recht lang weg und scheinbar haben sie sich in ihren Reisen nahezu abgewechselt, so dass sie sich eine recht lange Zeit nicht gesehen haben müssen. Dennoch schien es ihm gut zu gehen. Einzig eine tiefe Sehnsucht nach dem Mädchen Trixie, schien sein fröhliches Gemüt zu belasten. Dem jungen Mädchen schien Kelgor einfach zu alt. Und auch, wenn sie sonst keine größeren Abneigungen gegen ihn vorbrachte, so schien er nicht der Typ Mann in den sie gewillt war sich zu verlieben. Aira musste über den Gefallen um den er sie bat schmunzeln. Einen Liebestrank sollte sie brauen, so sie Trixie nicht anders überzeugen könne. Nun sie würde es versuchen, denn in ihren Gefühlen verwirrte Menschen werden dem Raben gegenüber empfänglicher, was nur in ihrem Sinn ist. Wenn Kelgor wüsste, dass er sich eine Rabendienerin zur Hilfe geholt hatte, ob er dann gefragt hätte? Bei dem Gedanken musste Aira erneut schmunzeln.
Liebe, es gibt kaum ein kompliziertes Gefühl und doch ist es das schönste Gefühl welches einen ergreifen kann. Sie ist dem Hass so nah, dass es manchmal nur eine Gradwanderung sein mag, welche beide Gefühle voneinander trennt. Doch wie erschafft man Liebe?
Ihre pechschwarzen Augen wandern langsam über einige sehr alte Pergamente, wobei sie sich auf einem zweiten gelblichen Pergament einige Notizen macht. Die Feder kratzt dabei leise und rhythmisch über das Papier. Leise murmelt sie:
„Zunächst wirst du also vergessen müssen Trixie, nichts entscheidendes, aber dein Gefühl muss frei von Vorurteilen sein. Die passende Reagenz dafür sollen Henkerskappen sein.
Liebe entwickelt sich in einer entspannten und schönen Atmosphäre, um jene zu schaffen werde ich Mistelzweige nutzen, sie stehen für Versöhnung und Frieden.
Zweifel wollen wir betäuben bevor sie entstehen können, dafür werden wir Seerosen verwenden.
Und die für die reine und unschuldige Liebe scheint mir das Herz eines Rehkitzes zu passen. Brauchen wir also noch etwas, was dem ganzen die Macht verleiht wirksam zu werden.“
Aira kramt in dem Stapel Pergamente auf der Suche nach der passenden Reagenz ehe ihr Blick auf ihre halb geöffnete Tasche fällt. Ihr Mann hatte ihr vor einigen Tagen Dämonenknochen mitgebracht, welche nun halb aus der Tasche herausguckten.
„Dämonenknochen. Ja das könnte klappen.“ Sie beendet ihre Notiz und rollt diese sorgfältig zusammen.
Die Reagenzien waren schnell besorgt. Zufrieden trat Aira wieder in ihre Wohnung und breitet jene auf dem Steintisch aus. Einige Flaschen stellte sie bereit ehe sie auf dem Kocher eine kleine Flamme entzündet, welche sich gierig um das Glas über ihr züngelt.
Vorsichtig nimmt sie das Rehkitzherz in ihre Hände und hält jenes über das Gefäß wobei sie vorsichtig drückt, so dass das Blut in das Gefäß tropfen kann. Als das Gefäß halbvoll war und das tiefrote Blut in seichten Bahnen in dem Gefäß schwimmt, legt sie das Herz zur Seite. Geschickt schneidet sie die Henkerskappe in hauch dünne Streifen und lässt sie vorsichtig in das Blut eintauchen. Von den Mistelzweigen entfernt sie das Holz und reibt dann den Saft aus den Blättern, welchen sie vorsichtig unter das Blutgemisch rührt. Dann wartet sie bis der Sud langsam zu kochen beginnt. Von dem leisen Blubbern begleitet nimmt sie die Dämonenknochen zur Hand und beginnt diese langsam zu zermalen. Das dadurch entstandene Pulver stellt sie zur Seite und nimmt die Seerosenblätter zur Hand. Diese zerrupft sie grob und gibt sie in den kochenden Sud. Das Rehkitzherz zerschneidet sie schließlich in kleine herzgeformte Stücke und gibt sie ebenso in das Gefäß. Zu guter letzt rührt sie das Dämonenknochenpulver in den brodelnden Sud und vermengt alles mit drei Tropfen Apelwein.
Vorsichtig dreht sie die Flamme klein und lässt das Gemisch vor sich hin köcheln.
Als der Sud ein zartes Rose annimmt erstickt sie die Flamme und lässt die Flüssigkeit durch ein Sieb tropfen, ehe sie eine Flaschen abfüllt, welche sie verstaut, für den Fall, dass sie jenen Trank noch mal untersuchen müsste. Das Pergament mit ihren Notizen legt sie in eine Steinschale und mag jenes dort verbrennen lassen. Dann legt sie ein paar Äpfel auf den Steintisch. Um den Schaft der Äpfel bindet sie je einen Faden um dann die Äpfel in den Trank zu hängen, wo sie diese über Nacht hängen lässt.
Am nächsten Morgen betrachtet sie die rotbäckigen Äpfel zufrieden und verstaut diese in einem Beutel. Ihre Wirkung sollte einen Mondzyklus andauern, ehe das Gefühl der Liebe abflauen mag und seinen alten Zustand einnimmt. Schmunzelnd macht sich Aira auf in die Zunft, wo sie hofft nur Trixie und Kelgor anzutreffen, denn der Trank wirkt auf den ersten Blick, des Risikos mag sie sich durchaus bewusst sein. Sie selbst sollte nach Möglichkeit also wieder aus dem Raum gehen.
Liebe, es gibt kaum ein kompliziertes Gefühl und doch ist es das schönste Gefühl welches einen ergreifen kann. Sie ist dem Hass so nah, dass es manchmal nur eine Gradwanderung sein mag, welche beide Gefühle voneinander trennt. Doch wie erschafft man Liebe?
Ihre pechschwarzen Augen wandern langsam über einige sehr alte Pergamente, wobei sie sich auf einem zweiten gelblichen Pergament einige Notizen macht. Die Feder kratzt dabei leise und rhythmisch über das Papier. Leise murmelt sie:
„Zunächst wirst du also vergessen müssen Trixie, nichts entscheidendes, aber dein Gefühl muss frei von Vorurteilen sein. Die passende Reagenz dafür sollen Henkerskappen sein.
Liebe entwickelt sich in einer entspannten und schönen Atmosphäre, um jene zu schaffen werde ich Mistelzweige nutzen, sie stehen für Versöhnung und Frieden.
Zweifel wollen wir betäuben bevor sie entstehen können, dafür werden wir Seerosen verwenden.
Und die für die reine und unschuldige Liebe scheint mir das Herz eines Rehkitzes zu passen. Brauchen wir also noch etwas, was dem ganzen die Macht verleiht wirksam zu werden.“
Aira kramt in dem Stapel Pergamente auf der Suche nach der passenden Reagenz ehe ihr Blick auf ihre halb geöffnete Tasche fällt. Ihr Mann hatte ihr vor einigen Tagen Dämonenknochen mitgebracht, welche nun halb aus der Tasche herausguckten.
„Dämonenknochen. Ja das könnte klappen.“ Sie beendet ihre Notiz und rollt diese sorgfältig zusammen.
Die Reagenzien waren schnell besorgt. Zufrieden trat Aira wieder in ihre Wohnung und breitet jene auf dem Steintisch aus. Einige Flaschen stellte sie bereit ehe sie auf dem Kocher eine kleine Flamme entzündet, welche sich gierig um das Glas über ihr züngelt.
Vorsichtig nimmt sie das Rehkitzherz in ihre Hände und hält jenes über das Gefäß wobei sie vorsichtig drückt, so dass das Blut in das Gefäß tropfen kann. Als das Gefäß halbvoll war und das tiefrote Blut in seichten Bahnen in dem Gefäß schwimmt, legt sie das Herz zur Seite. Geschickt schneidet sie die Henkerskappe in hauch dünne Streifen und lässt sie vorsichtig in das Blut eintauchen. Von den Mistelzweigen entfernt sie das Holz und reibt dann den Saft aus den Blättern, welchen sie vorsichtig unter das Blutgemisch rührt. Dann wartet sie bis der Sud langsam zu kochen beginnt. Von dem leisen Blubbern begleitet nimmt sie die Dämonenknochen zur Hand und beginnt diese langsam zu zermalen. Das dadurch entstandene Pulver stellt sie zur Seite und nimmt die Seerosenblätter zur Hand. Diese zerrupft sie grob und gibt sie in den kochenden Sud. Das Rehkitzherz zerschneidet sie schließlich in kleine herzgeformte Stücke und gibt sie ebenso in das Gefäß. Zu guter letzt rührt sie das Dämonenknochenpulver in den brodelnden Sud und vermengt alles mit drei Tropfen Apelwein.
Vorsichtig dreht sie die Flamme klein und lässt das Gemisch vor sich hin köcheln.
Als der Sud ein zartes Rose annimmt erstickt sie die Flamme und lässt die Flüssigkeit durch ein Sieb tropfen, ehe sie eine Flaschen abfüllt, welche sie verstaut, für den Fall, dass sie jenen Trank noch mal untersuchen müsste. Das Pergament mit ihren Notizen legt sie in eine Steinschale und mag jenes dort verbrennen lassen. Dann legt sie ein paar Äpfel auf den Steintisch. Um den Schaft der Äpfel bindet sie je einen Faden um dann die Äpfel in den Trank zu hängen, wo sie diese über Nacht hängen lässt.
Am nächsten Morgen betrachtet sie die rotbäckigen Äpfel zufrieden und verstaut diese in einem Beutel. Ihre Wirkung sollte einen Mondzyklus andauern, ehe das Gefühl der Liebe abflauen mag und seinen alten Zustand einnimmt. Schmunzelnd macht sich Aira auf in die Zunft, wo sie hofft nur Trixie und Kelgor anzutreffen, denn der Trank wirkt auf den ersten Blick, des Risikos mag sie sich durchaus bewusst sein. Sie selbst sollte nach Möglichkeit also wieder aus dem Raum gehen.