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Gegen den Panther

Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 18:47
von Rafael von Arganta
Codename ....

Den Plan schmieden war eines ... ihn durchführen etwas anderes.
Die Gefahr war groß wenn man vorher entdeckt werden würde ... Rafael wollte gar nicht daran denken.
Deso und Arion beauftragte er damit die Gegend aus zu kundschaften, was am Ende dann Arion alleine machte.
Erneut bewies sich der Schütze der Allianz als besonnen. Er zeichnete alles genau auf, und am Ende lag ihnen damit eine detailgetreue Karte über die Gegend vor.
Alexandre, Tiberias und er besahen sich die ausgekugelten Möglichkeiten anhand dieser und verschoben die Wege noch einmal. Dann machten die drei sich auf diese noch einmal ab zu reiten.
Alles musste stimmen. Alles genauestens Vorbereitet, mit allen Eventualitäten.
Erst als die Drei zurückkamen und man sich ob der Begebenheiten sicher war, wurden weitere Taktiken beschlossen.

Wie würde die genaue Durchführung sein, wen oder was brauchte man dafür.
Rafael ließ sich auf jeden Fall einen Termin bei seiner Eminenz Sandroval geben, Priesterlicher Segen war doch niemals verkehrt.
Als dieser seinen Beistand erklärte machte sich Rafael gemeinsam mit Alexandre noch auf den Weg zu Lady Darna.
Rafael hoffte das er sie dazu bewegen konnte mit ihnen zu gehen, und seine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht.
Nur zu gerne stimmte die Paladina ein sie zu begleiten, und Rafael atmete auf.
Er selber konnte ob des Duells noch immer nicht zu kämpfen, und er hoffte auch das es gar nicht erst dazu kommen würde, aber man konnte niemals wissen und wenn ...
War es gut sie an der Seite zu haben.

Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 19:03
von Dalana D´Ron
Wie in einem Bienenstock, ging es in der Adlerfeste zu. Jeder schwirrte umher, jeder hatte etwas zu tun. Nur Dalana stand da wie hundert Meter Feldweg. Bis sie die Befehls gewohnte Stimme Rafaels vernahm. „Dalana was stehst du hier noch so rum? Seile und Spitzhacken werden benötigt. Abmarsch!“….“Öh..jawohl“ Kam es nur völlig entgeistert von Dalana. Seile, Spitzehacken. Hm ja, woher nur nehmen wenn nicht stehlen? Obwohl nein, da war doch erst neulich..! Schnell eilte sie sich zu einen der vielen Metallkisten der Allianz, immer wieder das gemurmel. „Was ein Chaos, was ein Chaos:“ Ehe sie dann doch mehrere kräftig, gedrehte Seile aus den tiefen der Kiste beförderte. Nur noch Spitzhacken, nachdem sie die Seile einfach auf den Tisch geworfen hatte, sattelte die Schützin ihr Pferd und preschte nach Bajard. Dort bei einem Schmied fragte sie an ob jener zufällig auch Spitzhacken hätte, er verneinte und schickte, die mittlerweile schon leicht genervte Dalana, zu seinem Nachbarn. „Wehe dem der hat keine..“ Knurrte sie. „Spitzhacken junge Frau? Jo die hab i da..wieviel wollen se den?“ Gute Frage, verdammt gute Frage. „Ich nehm mal so 6 Stück“. Der Mann hob leicht die Braue an. Dalana hob nur die Schultern und meinte: „Wisst ihr wenn mich mein Mann ab und zu nervt droh ich ihn mit einer Spitzhacke, nur das Problem ist er findet sie immer und nimmt sie weg.“ Dem Manne klappte die Kinnlade runter, jedoch als Dal ihm den Beutel mit Gold rüber reichte, war ihm wohl selbst ihre Aussage egal. Gold und Spitzhacken wechselten den Besitzer. Sie ritt nun zurück zur Feste.

_Befehl ausgeführt!_

Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 19:21
von Kara OConner
Auch Kara bekam eine Aufgabe zugeteilt, sie wurde damit beauftragt die Pferde zu füttern, also ging sie schnellen schrittes richtung Stall und begann damit den Pferden einige Äpfel und Pfirsiche zu geben, da sie diese sehr gern Essen, einem nach dem anderen hatte sie zu ende gefüttert, damit war ihre Aufgabe erledigt. Da Kara nun ziemlich schnell mit ihrer Aufgabe fertig war, erkundigte sie sich über eine neue Aufgabe, letztendlich bekam sie dann den Auftrag, einige Pfeile zu besorgen, da sie selber eine Bognerin ist und Pfeile schnitzen kann, hatte sie sich an die riesige Holztruhe gesetzt und sich nach und nach das Holz herausgenommen, und daraus einige Schäfte gefertigt, nun ging sie mit vollen Armen zurück zum Stall, sie öffnete die große Holztruhe, welche im Stall steht, und nimmt sie die für die Pfeile benötigten Federn heraus, nun begann sie die Pfeile zu vollenden, als sie auch damit fertig war, ging sie los und berichtete dies dem Sir.

Verfasst: Mittwoch 23. Juli 2008, 09:23
von Arion de Lanzugi
Arion war eines Tages in die Feste gekommen und sah den Befehl des Sire am Schwarzen Brett der Allianz. Schnell war er Feuer und Flamme für den Auftrag, den er und Deso von Rafael erhielten. Arion machte sich auf den Weg Deso zu suchen, doch dies leider ohne Erfolg. Letzten Endes machte sich Arion, nach vielen organisatorischen Vorbereitungen, auf den Weg, um den Befehl des Sire zu erfüllen.

Lang und beschwerlich war die Reise schon für Arion, doch wollte der Ehrgeiz in ihm diesen Auftrag zur vollen Zufriedenheit des Sire vollenden. Er war nun nicht mehr der kleine schüchterne, aber sehr fleißige Schütze des Hohenfelser Regiments, nein, er war nun ein zu achtender und genauso gründlicher und fleißiger Schütze geworden, welcher nun auch in der Allianz verkehrt. Er wollte es ihnen zum einen Teil beweisen, dass auch er in der Lage ist, für die Allianz die Gegend aus zu kundschaften und somit auch allein Erfolg zu haben, vor allem in den Augen des Sire, welcher viel Vertrauen in seine Fähigkeiten legte. Stunden vergingen und lange suchte er den Ort, an welchen der Sire das Ziel des Auftrags vermutete. Arion erinnerte sich dabei immer wieder an Rafaels Worte:"Das Ziel müsse irgendwo dort am Wasser liegen". Am Wasser sollte das Ziel also sein und fleißig begab er sich weitere Stundenläufe auf die Suche nach dem Ziel. Nach weiteren drei Stundenläufen war das Ziel endlich gefunden. Arion begab sich auf es um sicher gehen zu können, dass es auch das Ziel war, was ihm der Sire nannte. "Ja, dies ist das Ziel!",meinte Arion zu sich, als er es genau musterte. Auch vielen seine Blicke oft durch die Gegend, da er ja nicht gesehen werden durfte. In Hoffnung, dass ihm seine zivile Kleidung genug Schutz einbrachte, fertigte er zwei Karten an, welche den Hinweg und das Ziel selbst, in sich verzeichnet hielten. Als er nun alle wichtigen Informationen hatte, machte er sich rasch wieder auf den Heimweg. Wieder vergingen Stunden, bis er endlich gesund und völlig erschöpft vor den Toren des Anwesens des Sires stand und an der Hausklingel läutete. Auch war nun der Rückweg vom Ziel in der Karte verzeichnet worden, sodass man nun einen festen Weg vor Augen hat, den man wählen könne. Der Sire kam rasch mit Alexandre aus dem Haus hervor, welche ihm die Pforte öffneten und ins Haus baten. Kaum war er im Haus eingetreten, stand auch Cyprian noch im Raume des Hauses und grüßte Arion ebenso wie es der Sire und Alexandre vorher taten. Arion setzte sich und verschnaufte kurz, als er die beiden Karten, welche er fertigte, auf den Tisch im Raum legte und sie aufrollte. Die anderen Anwesenden, also Sire Rafael, Alexandre und Cyprian, sahen erstaunt, als auch grinsend auf die Karte und lobten Arion für seine Arbeit. Einen halben Stundenlauf benötigte Arion dazu, um ihnen zu erklären, wie man am besten zum Ziel kommen mag. Es gab soweit keine Gefahren, nur eine Engstelle, an der sie aufpassen mussten, diese liegt auf dem Hinweg. Alle anderen Anwesenden waren der Überzeugung, dass Arion einen anderen Weg finden solle, um das Ziel erreichen zu können. Außerdem hieß nun Arions neuer Befehl, den Weg so gut einzustudieren, dass er ihn selbst im Schlafe abgehen könne. Nach noch einer recht kurzen Unterhaltung brach er erneut die Reise zum Ziel an um einen anderen Weg dorthin zu finden.

Rasch fand er auch diesen Weg und prägte ihn sich sehr gut ein. Er war zwar ein wenig länger als der erste Hinweg, doch schien dieser genauso sicher, wie der Rückweg. Endlich hatte Arion auch diesen Auftrag erledigt und kehrte wieder zur Allianzfeste zurück. Dort angekommen, traf er auf Alexandre, welcher schon unbedingt im Vorfeld der Aktion einmal das Ziel sehen wollte. Arion willigte seinen Wunsch ein und sie machten sich vorher noch auf den Weg jemanden abzuholen, es war Tiberias Lefar. Gemeinsam machten sie sich nun auch auf den Weg zum Ziel und wanderten einige Stundenläufe, bis sie dort ankamen. Alle drei, in ziviler Kleidung, standen nun vor dem Ziel und waren sich sicher, dass es dieses sein müsse. Als sie nun den Rückweg antreten wollten, erkannten sie ein merkwürdiges Bauwerk, welches sie auch sofort auf einer dritten Karte verzeichneten. Nun brachen sie ihren Heimweg wieder an und erreichten das Anwesen des Sires recht früh, sodass sie sich noch zu ihm setzten und ihm die Lage des Ziels und des seltsamen Bauwerks erläuterten. Der Sire war zufrieden und nahm die Karten, die Arion gefertigt hatte an sich und machte sich nun auf den Weg, anderen wichtigen und auserwählten Leuten über diese Aktion zu informieren um sie dann für die Gruppe rekrutieren zu können. Arion und Alexandre brachten nun Tiberias heim und machten sich rasch auf den Weg zur Allianzfeste, wo nun plötzlich großes Regen herrschte. Während Alexandre zurück in die feste ging, machte sich Arion erneut auf den Weg zum Ziel, um es weiter zu studieren und sich den Weg noch genauer ein zu prägen.

Verfasst: Mittwoch 23. Juli 2008, 16:59
von Sharina Faris
Der Befehl war angebracht, mit Sorge hatte sie ihn gelesen. Sicher es wäre ein Vorhaben, das nötig war. Sie verstand die Beweggründe. Sollte sie helfen? Sie musste auch an die kleine Mia denken. Andererseits, sollte sie ihr ein Vorbild sein, indem sie sich vor wichtigen Belangen und Befehlen zurückzog? Der Sir würde gewiss für ihrer aller Sicherheit sorgen.

Der Entschluss stand fest, sie würde sich anschliessen in diesen Plänen. Mia würde derweil gewiss unter Obhut gemeinsam mit ihrer Freundin Rehya spielen können und noch bevor sie richtig vermisst waren, würden sie alle zurück sein. So packte sie einige Spielzeuge Mia's ein und ja auch ihre Häschen durften natürlich mit. "Mama geht ein wenig in die Wälder auf Rehya's Papa aufpassen und du darfst in der Zeit mit Rehya spielen.", war alles was sie Mia erklärte, unterstrichen von einem Lächeln, als Mia sich doch darauf freute.

Kaum, da sie Mia im Hause des Sir Rafael untergebracht hatte, eilte sie Heim und nahm vor, was sie vor Mia's Augen vermeiden wollte. Sie begann sich für den Abend zu rüsten und legte die nötigen Waffen bereit. Die gute Armbrust, für einen Augenblick war sie unsicher, ob sie diese mitnehmen sollte. Diese Waffe durfte nicht in die falschen Hände geraten, sie dachte an ihren Schwur. Andererseits, war es ihre beste Waffe. Sie wollte hier nicht auf sie verzichten. Es würde schon alles gutgehen. Schließlich war sie bereit. Alles war verstaut, sie selbst gerüstet. Es wurde Zeit gen Adlerfeste aufzubrechen.

Verfasst: Mittwoch 23. Juli 2008, 18:12
von Alexandre von Galbadan
Leise machte er sich ebenso fertig stand doch nun einiges an. Ein Tagewerk muste geleistet werden und er würde dem Sire wie immer zur Seite stehen. Befehl war nunmal Befehl und wenn das Ziel erreicht werden sollte musten alle mit anpacken.
Sorgsam kontrolierte er seine Ausrüstung. Er hatte extra zusätzliches Seil besorgt jene festen stricke die im Hafen Bajards rege benutzt wurden. Sie würden bei der Aufgabe nicht so schnell reissen und einer der Seemänner hatte ihm beim Kauf gleich geraten jene Stricke vor dem Gebrauch gut einzunässen. Nass solten die Seile noch stabiler werden und sich die Fasern zusammenziehen so das ein reissen nur noch sehr sehr unwarscheinlich war. Auch würde ein Nasses Seil etweiigen Problemen wie Feuer zumindest eine Weile standhalten um gegebenenfals im Ernstfalle das Ziel doch noch zu erreichen. Was passieren würde wuste man ja nie also galt es vorbereitet zu sein für Jedwede eventualität.
Er legte sorgsam neutrale saubere Kleidung raus und schaute das möglichst an keinem Stück irgendwo Zeichen vorhanden waren die darauf hinwiesen wer oder was er sei. Sicher war sicher und im Ernstfalle muste alles sehr schnell und unauffällig geschehen. Sodann kontrolierte er die seine Rüstung und ölte die Klinge nach bevor er alles im wehrgerödel verstaute und mitnahm. Sein Pferd hatte nun keinen Kettenkürass sondern lediglich einen leichten reitsattel auf dem Rücken da der Kürass zu auffälig war. Auch benutzte er absichtlich kein Allianzpferd damit auch jenes nicht erkannt werden konnte. Am ende nickte er zufrieden die Dinge fertig und zurecht legend bevor er in Richtung Allianzfestung aufbrach. Warscheinlich waren bereits mehrere der Anderen vor Ort also wolte er sich sputen um nicht der Letzte zu sein der eintraff.
Die Anwesenden mit dem gewohnten "Ehre dem Reich" grüssend setzte er sich an den Tisch und ein reges Gespräch über Geschehnisse im Reich brannte auf und wurde von Mal zu Mal interessanter. Bald würde es Zeit sein und bald würden sie Aufbrechen zur erfüllung ihres Zieles. Temora würde ihnen beistehen soviel zumindest stand für ihn fest.

Verfasst: Freitag 25. Juli 2008, 08:18
von Rafael von Arganta
Es kam ihnen vor als würden sie von Hunderten von Augen beobachtet werden.
Kälte umfing sie als sie sich dem Schrein Alatars näherten, aber das mochte auch Einbildung sein.
Alles war vorgeplant gewesen, der Ort der Weg von ihren Spähern zig mal gegangen worden, so das sie ihn im Schlaf beherrschten.
Seile, Pickäxte alles ausgegeben und im Gefolge ... die Priesterschaft um Sandroval.
Nur ein mal wurde ihr Weg gestoppt.
Panter!
Mit rot glühenden Augen ... oder war das auch nur Einbildung... griffen sie an.
Doch wurden sie von den Mannen der Allianz mit Hilfe der Priester schnell erledigt.
Nun nicht nur Mannen ... die beiden Schützinnen nicht zu vergessen, man musste ja Gerecht bleiben.
Gemeinsam kämpften sie sich durch das Rahaler Gebiet.
Die Späher voran, um nicht auf jene verhasste Brut zu treffen.

Am Schrein selber angekommen, übertönte die Stille alles.
Während die Priesterschaft begann den Ort von dem Einfluss des Panters zu befreien, nahmen die AdLer drumherum Aufstellung um den Betenden Schutz zu gewähren.
Drakhon schien ob der Situation etwas überfordert. Blass sich fast an der Fahne der Gemeinschaft stützend stand er da. Etwas grünlich im Gesicht.
Wohl einer seiner ersten Einsätze in Feindesgebiet.
Er konnte einem fast leid tun
„Jetzt könnt ihr!“
Erklang die Stimme Sandrovals und Rafael gab Anweisungen.
Sharina, Mortys, Selissas Knappe sollten die Panterstatue stürzen.
Alexandre, und einigen Anderen gab er den Befehl die Spitzhacken ein zu setzen.
Und so zerstörten sie was einst des Panters war.
Noch einmal sprach Sandroval einen Segen. Dann stellte Rafael die mitgebrachte Adler Statue, Zeichen Temoras auf das Podest, wo einst der Panter Stand.

Mitten in Rahal ... nahe der Hauptstadt der Brut, war nun ein Ort der Streitbaren.
Wie lange ...
Nun das würde sich zeigen.
Sicher würde Rahal nicht lange damit warten den Urzustand wieder her zu stellen.
Aber erst einmal ...
Mussten sie es bemerken.

Verfasst: Freitag 25. Juli 2008, 11:23
von Sephira von Tecklenstein
Einen Moment schnaufte sie aus, als sie in dem Büro ankam und die Türe hinter sich abschloss. Sie wollte am liebsten keinem mehr begegnen. Zu sehr war ihr Kopf voller Gedanken, ein Ordnen jener würde einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Stirn lag in tiefen Falten, die so gar nicht zu ihrer jungen Miene und den weichen Zügen passen wollte. Rasch schritt sie zu dem Schreibtisch und ließ sich in den Sessel gleiten, während der Umhang auf die Lehne fiel und die Mütze auf der Tischfläche auflag. Sie würde auf Klopfen einfach nicht reagieren, zu umständlich und lang würde das Verstecken ihrer „Haarpracht“ dauern.
Einen Moment schloss sie die Augen, um tief ein und auszuatmen. Sie musste nun einen klaren Kopf behalten und kalkuliert planen: Briefe mussten aufgesetzt, Boten ausgesandt werden.

Kaum die Augen wieder geöffnet, schien die Ruhe langsam wieder einzukehren. Die Finger der Rechten griffen nach dem Federkiel, während sie mit der anderen Hand ein Pergament vor sich schob.
Die Worte der Ritterin waren nur teilweise ihr zurückgeblieben, zu sehr war sie damit beschäftigt....nein! Schnell schüttelte sie den Kopf und kneifte die Augen zusammen. Die Entdeckung des letzten Abends musste endlich bekannt gemacht und weitergegeben werden, man musste dafür sorgen, dass diese Tat...
Konzentrieren, die Gedanken auf das Wichtige lenken...die heilige Stadt und das Strafen jenes Frevels. Die Haltung wurde korrigiert, die Miene wurde wieder sachlicher.
Briefe mussten geschrieben, Boten ausgesandt werden. Es galt, begangene Taten zu sühnen und zu strafen. Solch Frevel...solch Ketzerei. Wie konnte man es nur wagen, die Grenzen so ungeachtet zu lassen, sich durch Gestrüpp und sonstwo zu schlagen?! Nur, um ein Exempel zu statuieren und eine Macht zu demonstrieren, die niemals die wahre sein konnte. Sie wusste nur allzu gut um die Lüge, wusste, wie leicht die Menschen lenkbar waren durch die ach so feinen Gebote der Götter und Gesetze des Grafen. Nur allzu leicht ließ man sich täuschen, wie ein frommes Lamm zur Schlachtbank führen und....
Mit einer fahrigen Bewegung knüllte sie das Papier zusammen und warf es in die nächstbeste Ecke. Schnaufend zog sie ein neues Pergament vor, es jedoch tatenlos betrachtend, während die Feder wieder in das Tintenglas wanderte. Ruhig....ruhig....
Dir zu dienen heißt sich in der Sprache zu schulen, denn ein wohl gesprochenes Wort vermag Wälle einzureißen, die jeder Armee getrotzt hätten.
Sie musste die Worte gut wählen, keinen allzu großen Aufruhr schüren, um die Verständer der anderen nicht zu lähmen oder gar zu verunsichern. Was bedeutet, dass zunächst ihr Kopf wieder klar sein musste und...nicht verunsichert.
Nein, dieser Frevel, diese Schandtat verunsicherte keinesfalls. Es zeigte, dass man sich zu lange in Sicherheit gewogen hatte und man handeln musste. Man würde sich rüsten, würde die Augen wachsamer werden lassen und warten....bis die Schwäche des Gegners offenbart und genutzt werden konnte: Die Kriegserklärung zumindest...war angekommen.

Verfasst: Samstag 2. August 2008, 17:45
von Cira Ad Ethir
Zurück in ihrem Haus, saß sie noch lange Zeit nachdenklich vor dem Kamin. Den Blick starr ins Feuer gerichtet, nahm sie das Spiel der Flammen wohl nicht wahr, zu sehr in den Gedanken und Ereignissen des Abends gefangen...
Unglaublich schien es ihr immer noch zu sein, die Worte der Baronin hallten in ihrem Geist wider. Diese Untat, dieser Frevel am Herrn, begangen auf heiligen Boden, in seinem Reich. Sie musste es mit eigenen Augen sehen.
Nur Augenblicke später, so schien es ihr, stand sie mit der Baronin am Ort der Untat, musste erkennen welch Schändlichkeit vorgefallen war. Nicht schwer jedoch war es, zu erkennen, aus wessen Reihen wohl die Tat stammen mochte. Sprach doch die errichtete Statue eine zu deutliche Sprache.
Mit geschlossenen Augen, ihren Geist offen haltend, stand sie vor dem Schrein. Doch von seiner ursprünglichen Stärke, der Präsenz des Herrn an diesem Ort, war nichts mehr geblieben. Sie fühlte sich beinah leer, jedoch wuchs auch der Zorn in ihr bei diesen Gedanken. Diese Tat würde nicht ungesühnt bleiben, die Frevler und Ungläubigen würden sich vor dem Herrn dafür verantworten müssen.
Doch zuerst musste dieser Ort gereinigt werden, musste seine Macht wieder hergestellt werden. Eine Aufgabe einzig für den Tempel des Herrn. Die Baronin hatte bereits ein Schreiben an jenen gesandt, doch galt es, sie noch umfangreich zu unterrichten, daher kehren beide in die heilige Stadt zurück.

Am Abend noch traf sie auf Vicarius Anastra, Ritterin Tefra und Magus Lypsan, denen sie von der Untat berichtete. Unglaublich schien es allen, wie es jemand wagen konnte – und vor allem unbemerkt gelingen konnte – so weit in das Reich einzudringen und einen Ort des Herrn zu entweihen. Vorkehrungen müssen getroffen werden, um solche eine Tat nicht wieder zuzulassen.
Vicarius Anastra würde mit dem Tempel dafür Sorge tragen, dass der Ort des Herrn von der Schändlichkeit befreit würde, und seine ursprüngliche Macht zurückerhielt. Dies sollte alsbald geschehen und sie würde dabei zusehen, wie der wahre Glaube Einzug halten würde am Ort seiner Bestimmung, und das Werk der Frevler und Ungläubigen zerstört würde. Bald...
Dann sollen jene, die diese Untat begangen haben, dafür ihre Strafe empfangen und die Macht Alatars zu spüren bekommen. Bald...