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Ein Neuanfang
Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 11:21
von Juliette Fouquet
Es war ein warmer Sommerabend und sie saß am Ufer der kleinen Bucht bei Bajard in ihrem Garten. Ihr Blick war gen der sinkenden roten Kugel am Himmel gerichtet und verträumt dachte sie an die letzten Wochen und Monate. Viel war geschehen und viel hatte sich verändert für sie und für ihr Leben.
Als sie vor gut drei Monaten beschloss, aus dem riesigen Anwesen südöstlich von Rahal auszuziehen , wollte sie eigentlich nur noch weg. Weg von diesem Haus, weg von ihrem alten Leben und somit auch von Kelgor. Sie hasste ihn nicht, nein, es war fast noch schlimmer, dafür, dass sie noch verheiratet waren: Er war ihr gleichgültig. Es war ihr vollkommen egal was er tat und es war ihr verwunderlicher Weise auch vollkommen egal gewesen als er sie ohne Vorwarnung aus der Zunft geworfen hatte – angeblich hätte sie nicht genug gearbeitet.
Nunja, dieser ursprüngliche Plan des Wegwollens hat sich im Laufe der Zeit geändert. Sie wollte zwar noch immer alles hinter sich lassen, was sie einst ihr Glück nannte, doch wollte sie inzwischen auch einen Neuanfang. Sie wollte wieder leben, glücklich sein. Aus diesem Grund ging sie eines Tages zu einem Architekten und ließ sich von ihm beraten, bezüglich eines neuen Hauses. Es sollte klein werden, doch nicht zu klein. Der Architekt hatte das perfekte Haus für sie, sie musste nur noch einen Bauplatz finden, was sich ebenfalls nicht als sonderlich schwer erwies: Das Grundstück direkt am Meer in der Nähe Bajards musste gerade erst frei geworden sein, sonst wäre es sicher belegt. Sofort steckte sie es mit Stäben ab. Da der Tag lang und anstrengend war, beschloss sie, noch in eine Taverne zu gehen, doch woltle sie nicht nach Bajard oder Varuna, also führte ihr Weg sie nach Rahal in die berühmt-berüchtigte Hafentaverne. Skeptisch sah sie sich um, doch schließlich bestellte sie einen Wein, für den sie misstrauisch beäugt wurde, und setzte sich an einen Tisch.
Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 13:16
von Gajus Geizhals
Nachdenklich strich er sich mit den Fingern durch seinen verfilzten Bart und pustete eine fettige Haarsträhne aus seinem Gesicht. Mit einem wohligen Seufzen griff er nach seinem Bierkrug und legte kurzerhand die Beine auf den Tisch. Kurz musterte er das Innere der Taverne über den Rand seines Bierkruges hinweg, doch sie war leer wie eh und je. Niemand der recht bei Trost schien wagte sich in jene Taverne im Hafenviertel Rahals, niemand der wusste was er hier vor finden würde…die untere Schicht der Gesellschaft. Man munkelte sogar das jene zweifelhafte Gestalten, die man hier hin und wieder vorfand, für Gold so gut wie alles taten.
…..Ein lautes, ungeniertes Rülpsen hallte durch das Innere der Taverne….
Enttäuscht schaute er in die Leere seines Bierkruges und erhob sich, um ihn erneut nachfüllen zu lassen. Als er wieder seinen Platz eingenommen hatte, die Beine auf dem Tisch und er gerade seine löchrige Robe zurecht zupfte, öffnete sich plötzlich die Tür der Taverne.
Herein kam eine Dame…..im wahrsten Sinne des Wortes, gekleidet in feine Sachen -für seine Begriffe- , mit einer Mine auf dem Gesicht als würde ihr alles gehorchen.
Aufmerksam folgte sein Blick den nächsten Schritten jener Dame, denn jene ging zielstrebig auf die Wirtin zu und bestellte sich ein Glas Wein. Mit großen Augen beobachtete er die Wirtin, wie sie unter die Theke Griff und doch tatsächlich eine Flasche Wein hervor zog, jenen schenkte sie in ein Glas ein und reichte es der Fremden. Einen Moment lang verharrte die Fremde an der Theke bevor sie sich um drehte und sich an einem Tisch in seiner Nähe niederließ.
Gegen seinen Willen musste er Grinsen. Beide, die Dame und der Wein, erschienen ihm derart fehl am Platz in dieser Taverne, fast als würde ein Schneemann in der Wüste heißen Grog trinken.
Nach einer Weile, als sein Bierkrug abermals mit gähnender Leere gefüllt war, erhob er sich, leicht wankend und rief der Dame mit angetrunkener Stimme zu: „Was macht ne feine Dame wie ihr hier?.....Ihr seit hier falsch.“, wobei er langsam aber stetig an ihr vorbei und in Richtung Ausgang wankte. „Ihr gehört hier nesch her….schert euch doch zu Euresgleichen in die Stadt.“, meint er leiser, fast schon murmelnd als er die Tür aufdrückt und nach draußen entschwindet.
Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 13:38
von Juliette Fouquet
Verwirrt blickte sie dem Mann hinterher. Es war ihr klar, dass diese Taverne anders war, doch war sie zuvor noch nie hier und kannte auch die Gerüchte über das Milieu hier nicht. Und doch, nachdem der Mann die Taverne verlassen hatte fühlte sie sich seltsam, bedrückt, fast schon ängstlich. Plötzlich hatte dieser Ort eine andere Ausstrahlung.
So schnell sie konnte trank sie ihr Glas leer und verließ die Taverne, dabei nahm sie sich vor, beim nächsten Mal doch wieder das andere Gasthaus zu besuchen.
Am nächsten Tag ging sie erneut zum Architekten, um ihm das Grundstück zu zeigen. Er wollte sofort damit beginnen, die Pläne zu zeichnen, doch sagte er sofort, dass dies einige Zeit dauern wird.
Zufrieden verließ sie die Arbeitsstätte des Mannes, als endlich alles besprochen worden war. Die Sonne färbte sich bereits langsam in blasses orange, als sie gen des Himmels blickte, viel Zeit war verstrichen. So ging sie nur noch kurz zu ihren Pferden bei der Stallmeisterin, veranlasste deren Fütterung und nahm sich schließlich eines der beiden, um erneut nach Rahal zu reiten. Dieses Mal mied sie das gesamte Hafenviertel und hielt sofort auf die „gewöhnliche“ Taverne am Marktplatz zu, wo auch schon einige Leute saßen und ihr Abendbrot mit einem Krug Bier oder Wein einnahmen. Auch sie ging zum Wirt und bestellte eine kleine Mahlzeit und wieder einen Krug Wein, den sie – seit sie überhaupt wieder Alkohol in geringen Mengen trank – sehr liebte und auch genoss.
Fast schon neugierig erwartete sie, was wohl an diesem Abend geschehen mochte, ist diese Stadt doch nie ruhig und überraschungslos.
Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 19:40
von Gajus Geizhals
Auch er war an jenem Abend wieder unterwegs und wie es der Zufall wollte führten ihn seine Füße ebenfalls zu jener Taverne. Freilich ging er nicht ebenso angezogen wie an dem Abend zuvor in der Taverne im Hafenviertel. An jenem zweiten Abend ‘trug er eine andere Identität‘, wie er es nannte.
Er passte sich stets seiner Umgebung an. So trug er das Haar sauber und zu einem Zopf gebunden, den Bart gestutzt, dazu saubere Kleidung in verschiedensten Blautönen, sowie einen schmalen Hut.
Auf Fremde wirke er in jenem Aufzug mehr wie ein Händler und als das gab er sich auch aus.
Als er nun so gekleidet die Taverne betrat und Juliette -zum damaligen Zeitpunkte kannte er ihren Namen noch nicht, doch das sollte sich bald ändern- entdeckte musste er unwillkürlich Lächeln.
Schon am Abend zuvor war sie ihm aufgefallen und das nicht nur aufgrund ihrer Kleidung oder des Weines. Kurz entschlossen bestellte er sich einen Wein und setzte sich einige Tische von ihr entfernt, doch in Sichtweite nieder. Freilich, sie würde ihn nicht wieder erkennen, kannte sie ihn so nicht, doch wenn er ehrlich war gefiel sie ihm und daher fand er Gefallen daran in ihrer Nähe zu bleiben……
Nun…jener Abend war nun Wochen und Monate her…und Heute?
Wenn er ehrlich zu sich selbst war, konnte er es immer noch nicht so recht glauben, dass er nun in ihrem Garten saß und Fische fing.
Sie hatte ihn wieder erkannt und natürlich hatte sie ihn auf den Abend im Hafenviertel angesprochen. Natürlich konnte er ihr nicht erzählen was genau er da getan oder gewollt hatte, dennoch hatte er es geschafft ihre Neugierde zu beruhigen ohne zu viel von sich selbst zu verraten.
Das war wichtig für ihn…und heute auch für sie.
Beide hatten sie Gefallen aneinander gefunden und so kam es das sie sich immer wieder trafen.
Viele schöne Tage und Abende verbrachten sie so miteinander.
An einen konnte er sich besonders gut erinnern…jenen Abend am Fluss. Sie hatten sich zuvor in der Rahaler Taverne getroffen, bevor er sie zum Fluss ‘entführt hatte‘…..
Vorsichtig nahm sie einen Schluck aus dem mit Wein gefüllten Glas vor sich und musterte ihr Gegenüber. Er war so ganz anders, als sein erster Eindruck in der Hafentaverne es gezeigt hatte. Noch während sie das Glas an ihre Lippen hob sprang Tamino plötzlich auf und lief davon. überrascht folgte sie ihm durch einige Straßen und Gässchen und fragte sich: "Wo wollte er nur hin..?"
Inzwischen hatte sie schon das Stadttor erreicht und Juliette war es fast leid, im Laufschritt umherzuhetzen, doch irgendetwas in ihr wollte nicht aufgeben, wollte hinterher. So verfolgte sie ihn also weiter, bis sie schließlich an eine Quelle kamen. Sofort faszinierte dieser Ort Juliette, was man ihr wohl auch recht schnell anmerkte, da sie fast schon verträumt zum Wasser ging, sich hinsetzte und zaghaft mit der fingern die glatte Wasseroberfläche zerriss. Sie spürte dabei Taminos Blick in ihrem Rücken und seltsamer Weise löste es etwas wie Zufriedenheit in ihr aus.
Mit einem sanften Schmunzeln beobachtete er Juliette dabei wie sie die Quelle entdeckte und sich am Wasser nieder ließ. Er war froh sie mit hier her genommen zu haben, denn ihr schien jene Stelle sichtlich zu gefallen. Nach einem kleinen Moment, sie saß weiterhin am Wasser, ging er zurück zu einigen Baumstämmen und suchte etwas Kleinholz zusammen. Rasch entzündete er ein kleines, gemütliches Feuer, welches Licht und Wärme in der heraufziehenden Nacht spenden sollte.
Abermals hob er seinen Blick leicht an um zu ihr herüber zu schauen und ein warmherziges Lächeln erschien auf seinen Lippen. Sie saß nachwievor an der Quelle und strich verträumt mit der Hand durch das kühle Nass. Leise, um sie nicht zu stören, griff er in seine Tasche und holte einige Stücken rohen, frisch filetierten Fisch hervor. Vorsichtig spießte er zwei Stücken des Fisches auf einen langen Stock und hielt sie so über das leise vor sich hin knisternde Feuer. Alsbald garte der Fisch durch und wurde sanft braun, während sich ein sanfter Bratfischgeruch ausbreitete. Schon fast spitzbübig grinsend wedelte er die vom Fisch aufsteigende warme Luft in Juliettes Richtung….
Ruckartig wurde sie durch den köstlichen Geruch nach gebratenem Fisch aus ihrer Faszination gerissen. Sogleich blickte sie gen Tamino, ehe auch schon ihr Magen leise grummelte. Sie hatte den ganzen Tag nichts gegessen - einmal wieder - und war deshalb ziemlich hungrig. Leise erhob sie sich und tapste mit inzwischen nackten Füßen, die sie zuvor ein wenig im Wasser gebadet hatte, gen des kleinen Feuers, um sich zurückhaltend neben Tamino auf einem Baumstamm zu setzen. Während ihre Finger unruhig in ihrem Schoß miteinander spielten beobachtete sie das Feuer und den goldbrauner werdenden Fisch. Ab und an huschte ihr Blick auf sein Profil, doch verweilte er nie lange dort, es war wohl zu lange her, dass sie allein mit einem fast Fremden war.
Sanft schmunzelnd nahm er den Fisch vom Feuer als er sie neben sich spürte und reichte ihr jenen.
Selbst nahm er das zweite Stück und biss genüsslich hinein. Er war recht gut gelungen und Juliettes Reaktion nach schien er ihr auch zu munden.
Als sie gegessen hatten erhob er sich in einer fließenden Bewegung und ging zu der Quelle, wo er zwei mitgebrachte Krüge mit frischem Quellwasser füllte. Zurück bei Juliette ließ er sich auf die Knie herab und reichte ihr in einer fast schon feierlichen Geste den Krug Quellwasser. Doch wahr er kaum wegen des Wassers auf die Knie gegangen, denn in jenem Moment suchte sein Blick den ihren. Auch wenn sie seinen Blickt vielleicht nur kurz erwidert haben mag -in all der Aufregung war er sich dessen schon am selben Abend nicht mehr sicher, überhaupt fühlte er sich in ihrer Nähe immer wie ein kleiner Schuljunge- begann er leise zu sprechen, erst zögerlich dann flüssiger trug er ihr leise ein Gedicht vor, welches er für sie in einer durchwachten Nacht geschrieben hatte.
Gespannt und wohl auch recht unsicher schaute er danach zu ihr hoch….
Schon als er vor ihr auf die Knie ging stockte ihr der Atem und während sie dem Gedicht voller Faszination und Verlegenheit zugleich lauschte, versuchte sie, regelmäßig ein- und auszuatmen, sonst würde sie es wohl komplett vergessen. Fast schon stiegen ihr Tränen der Rührung in die Augen, doch unterdrückte sie diese und murmelte leise, als er sein Gedicht beendet hatte: "Das war wunderschön... Noch nie hat mir jemand ein Gedicht vorgetragen..." Schüchtern griff sie nach seinem Arm und wollte ihn an sich heranziehen, um ihn zaghaft zu Umarmen, dabei wartete sie gespannt auf seine Reaktion.
Als er ihre Umarmung sacht erwiderte fiel ihr ein Stein vom Herzen, ihre Erleichterung dürfte wohl deutlich spürbar gewesen sein.
Jener Moment würde ihm wohl immer in Erinnerung bleiben, jenes Gefühl als sie ihn zu sich zog und umarmte. Es war einer der schönsten Abende an die er sich überhaupt erinnern konnte.
Zum Glück sollte es nicht der letzte sein den er mit ihr erleben durfte…..
Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 20:59
von Juliette Fouquet
Am nächsten Morgen führte sie ihr erster Weg gleich wieder zur Quelle in der Nähe Rahals und schon als diese in ihr Blickfeld rückte, begann wieder ein noch leises Feuerwerk der gefühle in ihr, sodass sie sich erst einmal hinsetzen musste. Genießerisch shcloss sie die Augen und schien alles von diesem Moment gestern, was übrig geblieben war in sich aufnehmen zu wollen.
Wie der Zufall es einmal mehr so wollte, kam auch tamino zu dieser Zeit an die Quelle und als sie ihn sah, begann ihr Herz zu flattern. Sie fühlte sich als wäre sie 13 und zum ersten Mal verliebt, doch begriff sie gerade noch so schnell, dass sie ihm den Platz neben sich auf dem umgestürzten Baum anbieten konnte.
Genau wie gestern abend briet er wieder Fischsteaks über einem kleinen Feuer, während sie sich zaghaft an ihn lehnt, den Kopf auf seiner Schulter und die Augen geschlossen.
Dieses mal genoss sie sogar den Luxus, von ihm gefüttert zu werden, wobei ihre Lippen immer prickelten, wenn seine Finger sie zufällig berührten.
Sie saßen wohl einige Stunden dort und genossen es einfach, sich nahe zu sein, bis seine Lippen schließlich zuerst ihre Stirn, dann ihre Wange und endlich auch ihre Lippen fanden.
Genau wie einen tag zuvor entbrannte ein Feuerwerk der Gefühle und ein Kuddemuddel der Gedanken in ihr, nur noch vie viel schöner - und viel viel heftiger.
Schon jetzt wusste sie, dass sie darauf nie wieder würde verzichten können.
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 17:18
von Gajus Geizhals
Langsam, denn zufrieden wanderte sein Blick über das Meer. Er mochte diese Aussicht sehr, denn das Meer vermittelte ein Gefühl absoluter Freiheit, gepaart mit einem Hauch Einsamkeit und Leere. Und dennoch fühlte er sich nicht allein oder gar verloren, fühlte die Nähe anderer Menschen, besonders eines Menschen. Unbewusst musste er lächeln und ganz sanft nur mochte seine Hand die Ihrige etwas fester drücken, denn beide saßen zusammen auf ihrer Terrasse, welche wiederum ein kleines Stück über das Ufer und ins Meer hinaus reichte. Sie war der Mittelpunkt ihres kleinen Gartens, der wiederum an ihr Haus grenzte. Die letzten Tage waren sehr anstrengend für beide gewesen und doch sehr schön. In Windeseile hatten sie Haus und Keller wohnlich und recht gemütlich eingerichtet. Besonders der Keller war ihnen traumhaft gelungen, bot er doch für kalte Wintertage den Luxus eines eigenen Bades, welches sozusagen den Ersatz zum Meer vor ihrer Tür darstellte.
Plötzlich fehlte etwas und riss ihn damit aus seinen Gedanken. Er brauchte einen Moment bis er begriff das Juliette ihre Hand aus der seinen gezogen hatte und einen weiteren bis er sie ansah und bemerkte, dass sie ihn aufmerksam musterte. Er sah, dass sie ihre Lippen bewegte und dennoch brauchte er einen Wimpernschlag bis er auch die Worte dazu verstand. Ihr Ton machte deutlich, dass sie ihn nicht zum ersten Male fragte ob er Lust hätte im Meer baden zu gehen. Nachdenklich ließ er seinen Blick abermals über das Meer streifen. Für sie mochte er dabei den Eindruck erwecken er träume immer noch vor sich hin und hätte sie abermals nicht vernommen. Doch kurz bevor sie ihn wohl mit der erhobenen Hand fassen wollte meinte er das es wohl dazu doch schon recht kühl sei, er aber gerne mit baden gehen wolle, wenn sie es zuerst probiere.
Gesagt, getan….rasch viel sämtliche Kleidung von Leibe, die Hecke um den Garten herum war schließlich hoch genug, und schon war Juliette auf der Strickleiter, welche von der Terrasse herab aufs Wasser führte. Grinsend schaut er von oben auf sie herab als sie ihren Zeh ins Wasser steckte und sichtlich erschauerte. Umso erschrockener war er als sie plötzlich die Strickleiter los ließ und ansatzlos ins kalte Wasser sprang und untertauchte. Rasch folgte er ihr die Strickleiter herab, zögerte aber selbst ins kalte Wasser zu springen. Doch als er sah wie sie auftauchte und nach Luft rang, wohl raubte ihr die betäubende Kälte des Wassers den Atem, sprang er ihr nach. Er versuchte gar nicht erst sich innerlich gegen die, wie er jetzt erst spürte, Eiseskälte des Wassers zu wehren, sondern konzentrierte sich ganz darauf die 2 oder 3 Meter bis zu ihr zu schwimmen. Ohne lange zu zögern griff er nach ihrem Arm und zog sie mit sich zur Strickleiter zurück. Dort angekommen klammerte sie sich regelrecht an ihn, vor Kälte und Überraschung zitternd. Doch er konnte ihr nur eine kurze Pause gönnen, denn es gab nur eine Rettung….raus aus dem eiskalten Wasser.
Mit raschen Gesten wies er sie an die Strickleiter hinauf zu klettern und folgte ihr selber so dicht wie möglich, für den Fall das sie fallen sollte. Oben angekommen griff er nach ihrem Umhang und wickelte sie notdürftig darin ein, bevor er sich seine Robe überwarf und sie dann zum Haus führte.
Im Haus angekommen löste er die immer noch leicht vor Kälte zitternde Juliette aus ihrem Umhang und legte sie in ihr Bett, bevor er noch 2 heiße Gläser mit Milch erwärmte und ihr dann folgte.
So hatte er sich dem ersten gemeinsamen Badetag eigentlich nicht vorgestellt. Doch zum Glück hatte auch jener noch einmal ein gutes Ende gefunden.
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 17:37
von Juliette Fouquet
Der Kälteschock saß noch recht tief, als sie am nächsten Morgen mit bis zur Nasenspitze gezogener Decke erwachte. Suchend tastete sie neben sich und lächelte zufrieden, als sie Taminos Arm erwischte, an den sie sich auch sofort kuschelte und die Augen wieder schloss, um noch ein oder zwei Stunden zu schlafen, schließlich war die Sonne noch nicht ganz aufgegangen und erst einige wenige Vögel zwitscherten zurückhaltend.
Als sie einige Stunden später mit jeweils einer heißen Tasse Milch in der Hand am Frühstückstisch im großen Wohnraum im Erdgeschoss saßen, war der gestrige Abend schon fast vergessen, doch würde sie sich trotzdem merken, nicht mehr einfach so ins Meer zu springen, wenn es ihr danach war.
Inzwischen hatten sie ja auch einen wirklich guten Ersatz in ihrem Keller: das riesige Wasserbecken sogar mit einem kleinen Wasserfall, auch wen Juliette das System, wie das Wasser immer wieder da hinaufkam um herunterzuplätschern immer noch nicht verstanden hatte.
Der tag verging schnell, da sie recht spät aufgestanden und einige Kunden Juliettes unerwartet vorbeigekommen waren, sie sie natürlich gerne und ausgiebig beriet. Als es schließlich abend geworden war und sie gerade das Essen eingenommen hatten, gingen sie noch in den Keller, um noch die letzten Kerzen aufzustellen, die letzten Handtücher an ihre Plätze zu legen und auch die gerade gekauften Wasserzusätze auf einen kleinen Tisch neben dem Becken zu stellen.
Gemeinsam genossen sie dann das Ende des Tages bei einem gemeinsamen Bad in dem angenehm warmen Wasser, wo sie wie kleine Kinder umherplantschten, sich gegenseitig unter Wasser zogen und voreinander wegschwammen, wobei selbstverständlich romantische Annäherungen nicht fehlen durften, denen die Spielereien am Schluss sogar komplett wichen.
Glücklich und zufrieden gingen sie schließlich recht spät ins Bett und schliefen auch sofort ein, wobei sie schon voller Neugierde und Vorfreude auf den nächsten Tag warteten. was er ihnen wohl bringen mochte?
Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 11:32
von Juliette Fouquet
Den halben Tag lang war sie umhergehetzt um dies zu erledigen und das zu besorgen und jenen Fleck noch aus dem Kleid zu bekommen, denn der heutige abend sollte anders werden, als die anderen.
Liebevoll hatte sie auf der Terasse Rosenblätter verstreut und war stundenlang vor dem Herd gestanden, und zwar genau so lange, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war, was nicht gerade schnell ging, da sie keine besonders gute Köchin war. Nachdem auch das geschafft war, stellte sie das Essen in einem Topf ind er Glut des feuers warm und machte sich daran, Kerzen vorsichtig auf Seerosenblättern zu befestigen und diese ins Wasser zu setzen, um dann noch Laternen an den Rand der Überdachung der Terasse zu hängen.
Als schließlich noch einige Fackeln aufgestellt waren, betrachtete sie zufrieden ihr Werk und hastete schnell nach oben, um ihr bestes kleid anzuziehen. Sie wusste schon gar nicht mehr, wann sie es das letzte Mal getragen hatte, doch fand sie es angemessen für dne heutigen Abend. Nur noch shcnell das Essen auf den Tisch nach draußen getragen, der mit Muscheln fein säuberlich dekoriert war und auf dem schon eine Flasche des besten portweins stand, dann konnte es losgehen.
Aufgeregt stieg sie die Treppe zum Keller hinab, wo tamino auf einigen Fellen lag und döste. Leise räusperte sie sich und meinte mit flatteriger Stimme: "Grüß dich Schatz" Als er sichdann endlich hochgerappelt und ein müdes "Hallo Liebling" von sich gegeben hatte, meinte sie nur kurz "Kommst du bitte kurz mit?" und streckte ihm ihre Hand entgegen, um seine zu ergreifen. Kurz darauf zog sie ihn nervös die Treppe hinauf zur Haustüre, wobei er schon deutlich an ihrer kalten hand gemerkt haben dürfte, dass sie ziemlich aufgeregt war.
Als sie daraufhin die zweiflüglige Tür öffnete und er die Fackeln entdeckte, merkte sie schon, wie Tamino verwundert stehen blieb und wohl darüber nachdachte, ob er irgendwas vergessen hatte oder ob heut irgend etwas besonderes war, doch Juliette wusste, dass es kein besonderer Tag war, es sollte einfach ein gemeinsames Abendessen bei Kerzenschein auf der Terasse werden.
Recht lange bewunderte Tamino alles, bis er doch letztlich gegenüber von Juliette an dem großen Tisch Platz nahm und nach deren Aufforderung dazu auch nach Fisch und Brot griff, während sie sich an dem gebratenen Vogel und ebenfalls einem Stück Brot bediente.
Dass Essen verlief recht kurz und wortlos, wonach Juliette dann gekonnt die Flasche Portwein öffnete und in zwei Gläser eingoss, die sie dann vor Tamino und sich selbst stellte, um ihm zuzuprosten. Glücklich tranken sie auf sich und ihre gemeinsame Zukunft, die hoffentlich noch lange während sollte.
Der Abend fand dann auch shcnell sein Ende, denn schon kurz darauf lagen beide erschöpft - was zumindest für Juliette zutraf - und glücklich im gemeinsamen Bett und träumten vermutlich voneinander, was auch immer sie genau dachten oder erhofften.
Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 12:43
von Juliette Fouquet
Es war einmal mehr Abend geworden und sie lag wach im bett und dachte nach.
Unbewusst war es ihr schon lange klar, aber erst jetzt schien es genaue Konturen in ihr anzunehmen. Sie konnte sich nicht mehr Ehefrau eines Mannes nennen, den sie nicht mehr liebte, und eben so wenig konnte sie dessen Namen behalten und als den ihren bezeichnen. Nein, sie musste zurück, zurück zu ihrer Freiheit: Sie wollte wieder den Namen ihres Vaters, sie wollte endlich wieder als „Juliette de Fouquet“ bezeichnet werden!
Gleich am nächsten Tag schickte sie einen Brief mit dem entsprechenden Inhalt an die nächstgelegene zuständige Institution und wartete gespannt die Antwort ab. Ob es wohl so einfach ging, sich wieder ‚umzubenennen’? Sie wusste es nicht, doch war es einen Versuch wert, sie wollte es darauf ankommen lassen, denn sie wusste genau: Erst wenn sie wieder offiziell frei war, konnte sie die Beziehung zu Tamino unbeschwert genießen und ihr reines Glück annehmen.
Verfasst: Freitag 25. Juli 2008, 00:10
von Gajus Geizhals
Sanft wanderte sein Blick über die Weite des Meeres.....alleine
Ruhig saß er am Ufer, auf der Terasse des Gartens am Haus....alleine
Veträumt hingen seine Gedanken bei Ihr, warm war Ihm ums Herz.....alleine
Wohl war sie diesen Abend nur bei einem Kunden, doch nicht bei Ihm und er......alleine
So kurz nur weg und doch so lang....alleine
Sein Seufzer wehte über die Stille des Meeres hinweg.....alleine
Leicht erzittert sein Körper in der kalten Abendluft.....allleine
Betrübten Blickes geht er zum Haus zurück....alleine
alleine....und doch in Gedanken nur bei Ihr
Verfasst: Montag 4. August 2008, 16:34
von Juliette Fouquet
Glücklich lächelte sie, als sie endlich das Antwortschreiben der für Namen zuständigen Institution in Händen hielt. In fein geschwungenen Lettern boten sich ihr folgende Zeilen:
Seid gegrüßt, werte Dame de Fouquet,
wie schon der Begrüßung zu entnehmen ist, wurde eurem Antrag statt gegeben. Euch sei hiermit erlaubt, mit dem Namen 'Juliette de Fouquet' zu unterschreiben, ebenso seid ihr mit diesem Namen in jeglichen Akten, die von euch vorhanden sind, ab sofort vermerkt.
Mit den freundlichsten Grüßen
Estolan Baarensberg
Beamter des Bürgeramtes zu Gerimor
Wieder und wieder las sie sich den Brief durch und ihr Lächeln wurde immer breiter und strahlender. Sie konnte es gar nicht wirklich fassen und sofort musste sie sich ein Blatt Papier zur Hand nehmen und, so wie früher immer, ihren Namen fein säuberlich schreiben. 'Juliette de Fouquet'... 'Juliette de Fouquet'... 'Juliette de Fouquet'
Endlich.... endlich durfte sie sich wieder so nennen, endlich war sie frei, endlich konnte sie der Ehre ihrer Familie wieder durch das stolze Tragen des Namens wieder gerecht werden.
Endlich!
Überglücklich rannte sie die Treppenstufen hinauf zu Tamino und plapperte ihn aufgeregt über den brief und ihren Namen zu, wobei es allerdings fraglich sein dürfte, ob er wirklich etwas verstand.
Ungeduldig riss er ihr nach einer Zeit das Blatt Papier aus den Händen und besah es sich kurz und erst nun schien er es zu verstehen, denn auch auf seinem Gesicht breitete sich nun ein immer breiter werdendes Lächeln aus.
Nun war der Weg geebnet für eine gemeinsame sorgenlose Zukunft. Endlich waren die Fesseln der Vergangenheit und des goldenen Käfigs abgeschüttelt.