Die Köchin und die Räuber
Verfasst: Montag 7. Juli 2008, 10:50
Die dreckigen Straßen Bajards waren in der heutigen Mittagshitze beinahe wie leergefegt. Nur wenige hatten sich auf den Bänken vor der Taverne und der Bank niedergelassen, die Einwohner blieben in ihren schattigeren Häusern und die Gäste sammelten sich in der Taverne um etwas zu trinken, und wer arbeiten musste, nun der hatte Pech gehabt.
Eine zierliche Gestalt trat durch den Ortseingang des kleinen Dorfes, sah sich flüchtig um und ging dann in die Taverne. Die junge Frau, Kaelynn ihr Name, ließ sich alle Zeit der Welt, denn solch eine angenehme Wärme musste man genießen. Zweiundzwanzig Lenze zählte sie nun, seit vier Jahren streifte sie durch die Welt und immer wieder hatten sie ihre Wege zurück nach Bajard geführt, dieses kleine, charismatische Fischerdörfchen. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrat sie die Taverne, nickte jedem freundlichst zu und trat zum Wirt, doch anstelle eines Getränkes nahm sie einen kleinen Zettel entgegen, legte zwei Münzen auf den Tisch und ließ die Augen über den zettel wandern ehe sie schmal lächelte und hinausblickte; bis zum nächsten Schiff das nach Lameriast ablegte war noch etwas Zeit und so konnte sie sich auch setzen und das Treiben um sich herum genießen, denn es gab doch nichts schöneres als eine lebendige Taverne.
Während sie auf ihren Stuhl so dasaß, gingen ihr die verschiedensten Dinge durch den Kopf und sie musste sich fast schon amüsiert selbst fragen ob sie jemals gedacht hätte einmal da zu sein wo sie nun war, denn früher hatte alles noch irgendwie anders ausgesehen
Früher, das war von ihrem ersten Lebensjahr, bis hin zu ihrem achtzehnten Geburtstag, also eine recht weitgefächerte Zeitspanne. In dieser Zeit wuchs Kaelynn in einem Waisenhaus auf, ohne jegliches Wissen wer eigentlich ihre wirklichen Eltern waren. Nun könnte man denken dass solch ein Schicksal alles andere als schön ist, das Kind eines Tages deprimiert die Wahrheit erfährt und dann niedergeschlagen bis an das Ende seines Lebens seine wahren Eltern sucht weile s das für sein Schicksal hält … nicht so Kaelynn. Wieso genau, das weiß wohl nicht einmal sie, aber das Mädchen war schon seit jeher eine Frohnatur, jemand, der allem etwas Gutes abgewinnen konnte und immer ein Lächeln auf den Lippen trug. Und so war es nun einmal so dass sie ihre Eltern nicht kannte, vielleicht waren sie ja gar nicht so nette Personen oder sie hatten ihre guten Gründe dafür sie vor dem Waisenhaus abzulegen, aber eine böse Absicht unterstellte sie ihnen nicht einmal. Diese gewisse Naivität vermischt mit der bereits erwähnten Frohnatur begleitete sie ihr ganzes Leben lang und selbst an dem Tag an dem sie das Waisenhaus verließ (man muss ja auch mal die Welt sehen) ging ihr dieser nicht verloren, sie würde sie alle sicher irgendwann wiedersehen, und so zog sie dann auch hinaus in die große, weite Welt.
Anfangs ging alles eher schleppend voran, da Kaelynn tatsächlich nur das Waisenhaus und die kleineren Dörfer in der Umgebung kannte, war der erste Besuch einer großen Stadt fast so etwas wie eine Reizüberflutung, viele Dinge lernte sie kennen und es fanden sich auch einige Möglichkeiten sich etwas Gold zu verdienen, vor allem mit ihrer kleinen Leidenschaft welche sie im Waisenhaus entdeckt hatte; dem Kochen. Sie war zwar keine Meisterköchin aber sie konnte leckere Gerichte zubereiten und in so manch kleiner Taverne half sie ab und an gegen ein kleines Entgelt aus.
Es lief jedoch nicht immer alles so gut, auch wenn das der guten Laune der jungen Frau keinen Abbruch tat. Ganz gleich ob sie nun ausgeraubt wurde („die Herren können das Gold sicher besser brauchen als ich um ihre Messer zu schleifen … und Gold ist ja schnell mal verdient.“ ), sie in eisiger Kälte draußen übernachten musste („Es ist gar nicht einmal so verkehrt wenn man den Körper an kältere Temperaturen gewöhnt“), sie sich hoffnungslos in Wäldern verirrte („Wer kann schon von sich behaupten die Natur von solch einem Blickfeld gesehen zu haben?“) oder man sie für eine Vagabundin hielt und aus der Stadt jagte („Das ist doch verständlich, so ein Stadtbild muss doch angenehm aussehen“), es gab nichts was sie wirklich aufgeregt oder zu Tode deprimiert hatte. Und wenn es doch einmal etwas Härteres gab, dann war da das zweite Laster Kaelynns; das Rauschkraut. Das erste mal hatte sie das seltsame Kraut in einer kleinen Taverne geraucht und sich dabei fast totgehustet, aber die Wirkung war … faszinierend. Immer wieder rauchte sie etwas von dem Zeug, doch Abhängigkeit konnte man ihr nie wirklich zusprechen, es war einfach nur dann zur Hand wenn sie sich entspannen wollte.
Sie schreckte aus ihren Gedanken auf und sah zum Fenster. Das Schiff hatte angelegt und es war an der Zeit nach Lameriast zu reisen zu jemanden, der ihr etwas Wildkraut verkaufen wollte, und dessen Name stand auf dem kleinen Zettel; Kimroth Grünfels, ein alter Bekannter und sie freute sich schon ihn wiederzusehen.
Eine zierliche Gestalt trat durch den Ortseingang des kleinen Dorfes, sah sich flüchtig um und ging dann in die Taverne. Die junge Frau, Kaelynn ihr Name, ließ sich alle Zeit der Welt, denn solch eine angenehme Wärme musste man genießen. Zweiundzwanzig Lenze zählte sie nun, seit vier Jahren streifte sie durch die Welt und immer wieder hatten sie ihre Wege zurück nach Bajard geführt, dieses kleine, charismatische Fischerdörfchen. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrat sie die Taverne, nickte jedem freundlichst zu und trat zum Wirt, doch anstelle eines Getränkes nahm sie einen kleinen Zettel entgegen, legte zwei Münzen auf den Tisch und ließ die Augen über den zettel wandern ehe sie schmal lächelte und hinausblickte; bis zum nächsten Schiff das nach Lameriast ablegte war noch etwas Zeit und so konnte sie sich auch setzen und das Treiben um sich herum genießen, denn es gab doch nichts schöneres als eine lebendige Taverne.
Während sie auf ihren Stuhl so dasaß, gingen ihr die verschiedensten Dinge durch den Kopf und sie musste sich fast schon amüsiert selbst fragen ob sie jemals gedacht hätte einmal da zu sein wo sie nun war, denn früher hatte alles noch irgendwie anders ausgesehen
Früher, das war von ihrem ersten Lebensjahr, bis hin zu ihrem achtzehnten Geburtstag, also eine recht weitgefächerte Zeitspanne. In dieser Zeit wuchs Kaelynn in einem Waisenhaus auf, ohne jegliches Wissen wer eigentlich ihre wirklichen Eltern waren. Nun könnte man denken dass solch ein Schicksal alles andere als schön ist, das Kind eines Tages deprimiert die Wahrheit erfährt und dann niedergeschlagen bis an das Ende seines Lebens seine wahren Eltern sucht weile s das für sein Schicksal hält … nicht so Kaelynn. Wieso genau, das weiß wohl nicht einmal sie, aber das Mädchen war schon seit jeher eine Frohnatur, jemand, der allem etwas Gutes abgewinnen konnte und immer ein Lächeln auf den Lippen trug. Und so war es nun einmal so dass sie ihre Eltern nicht kannte, vielleicht waren sie ja gar nicht so nette Personen oder sie hatten ihre guten Gründe dafür sie vor dem Waisenhaus abzulegen, aber eine böse Absicht unterstellte sie ihnen nicht einmal. Diese gewisse Naivität vermischt mit der bereits erwähnten Frohnatur begleitete sie ihr ganzes Leben lang und selbst an dem Tag an dem sie das Waisenhaus verließ (man muss ja auch mal die Welt sehen) ging ihr dieser nicht verloren, sie würde sie alle sicher irgendwann wiedersehen, und so zog sie dann auch hinaus in die große, weite Welt.
Anfangs ging alles eher schleppend voran, da Kaelynn tatsächlich nur das Waisenhaus und die kleineren Dörfer in der Umgebung kannte, war der erste Besuch einer großen Stadt fast so etwas wie eine Reizüberflutung, viele Dinge lernte sie kennen und es fanden sich auch einige Möglichkeiten sich etwas Gold zu verdienen, vor allem mit ihrer kleinen Leidenschaft welche sie im Waisenhaus entdeckt hatte; dem Kochen. Sie war zwar keine Meisterköchin aber sie konnte leckere Gerichte zubereiten und in so manch kleiner Taverne half sie ab und an gegen ein kleines Entgelt aus.
Es lief jedoch nicht immer alles so gut, auch wenn das der guten Laune der jungen Frau keinen Abbruch tat. Ganz gleich ob sie nun ausgeraubt wurde („die Herren können das Gold sicher besser brauchen als ich um ihre Messer zu schleifen … und Gold ist ja schnell mal verdient.“ ), sie in eisiger Kälte draußen übernachten musste („Es ist gar nicht einmal so verkehrt wenn man den Körper an kältere Temperaturen gewöhnt“), sie sich hoffnungslos in Wäldern verirrte („Wer kann schon von sich behaupten die Natur von solch einem Blickfeld gesehen zu haben?“) oder man sie für eine Vagabundin hielt und aus der Stadt jagte („Das ist doch verständlich, so ein Stadtbild muss doch angenehm aussehen“), es gab nichts was sie wirklich aufgeregt oder zu Tode deprimiert hatte. Und wenn es doch einmal etwas Härteres gab, dann war da das zweite Laster Kaelynns; das Rauschkraut. Das erste mal hatte sie das seltsame Kraut in einer kleinen Taverne geraucht und sich dabei fast totgehustet, aber die Wirkung war … faszinierend. Immer wieder rauchte sie etwas von dem Zeug, doch Abhängigkeit konnte man ihr nie wirklich zusprechen, es war einfach nur dann zur Hand wenn sie sich entspannen wollte.
Sie schreckte aus ihren Gedanken auf und sah zum Fenster. Das Schiff hatte angelegt und es war an der Zeit nach Lameriast zu reisen zu jemanden, der ihr etwas Wildkraut verkaufen wollte, und dessen Name stand auf dem kleinen Zettel; Kimroth Grünfels, ein alter Bekannter und sie freute sich schon ihn wiederzusehen.