Das Ende eines Kapitäns
Verfasst: Samstag 5. Juli 2008, 11:57
Manchmal konnte das Leben einem doch beweisen dass es unberechenbar war … und manchmal zu den ungünstigsten Zeitpunkten.
Zweihundert Kronen auf den Kopf eines einzelnen Mannes, eine stolze Summe, und eine Tatsache die sicher jeden Kopfgeldjäger dazu bewegt hätte Alatar selbst hinterherzujagen, zweihundert Kronen die auf den Kopf von Vincent Vandera ausgesetzt waren. Seit jenem Kopfgeld hatte sich sein Leben ein wenig verändert, war stiller geworden, ruhiger. Wenige Tage vergingen wo er nicht erkannt wurde, wenige Tage vergingen an denen er nicht jemanden bedrohen musste um mit heiler Haut davonzukommen. Er war ein gesuchter Mann, das war er schon immer gewesen aber nun hatte man ihn wirklich haben wollen und das war dann doch etwas Anderes. Zugegeben; die Kopfgeldjäger ließen nach einigen Monden endlich locker, wurden ruhiger und widmeten sich lukrativeren Beuten, aber trotz allem suchte man ihn noch, und eigentlich durfte er sich keinen Fehler erlauben. Aber eigentlich war auch alles in Ordnung … bis jetzt.
Er starrte auf den Lauf der Pistole, einer Pistole die er kannte, seine Pistole. Natürlich war es nicht seine gegenwärtige Waffe, diese war in seinem Mantel, griffbereit und tödlich. Nein diese Waffe da hatte ihn einmal gehört und die Frau vor seiner Nase hatte eine Kugel von dieser Waffe abbekommen und überlebt. Er hätte niemals gedacht sie wiederzusehen, der einzige Mensch der bereit war ihn über die ganze Welt zu jagen und nun hatte sie Erfolg gehabt und das mit einem simplen Trick. Ein einfaches Schreiben, unsauber und unauffällig genug dass es hätte von einen seiner Mannen sein können, ein paar dringliche Informationen betreffend Varuna und als Treffpunkt einen vermeintlich sicheren Ort von dem selbst Vincent sicher gewesen war dass niemand ihn sonst kennen würde, aber diese Frau war auch anders als alle anderen. Vanessa war der einfache Name, klang nicht besonders gefährlich, oder? Und doch war es jene Frau die ihn anfangs nur für eine lächerliche Summe von 10 Kronen an einen Baron ausliefern wollte, die nun bereit war ihn zu jagen, und er war alles andere als unschuldig daran. Das erste mal in seinem Leben verfluchte er sich dafür dass er einer Frau gegenüber milde gewesen war, dass er sie damals verschont hatte, denn damit hatte er irgendwas in ihr geweckt und seitdem wollte sie nur eines, seinen Kopf.
„200 Kronen … sind ganz schön treibend, was?“ Vincent war es der die Stille durchbrach und er richtete seinen Blick auf das Gesicht der braunhaarigen Frau vor sich. Sie sah gut aus, das musste er zugeben; schlank, ein zierlicher Körper der nicht vermuten ließ dass diese Frau mit allen Wassern gewaschen war, sonnengegerbte Haut und eine Entschlossenheit in den Augen dass es einem fast Angst einjagen konnte. Vanessa schenkte ihm ein schwaches Lächeln „Es ist nicht das Gold wenn du das meinst … das ist mir egal. Es ist die Tatsache dass ich nach acht Jahren endlich vor dir stehe und weiß dass es enden wird.“ Und sie richtete die Waffe auf seinen Kopf, der Lauf zeigte genau auf seine Stirn. „Irgendwelche allerletzten Worte Vincent? Irgendetwas wie, „Ich hab dich immer geliebt?“ oder dergleichen?“ Was sie erntete war ein bitteres Lächeln Seitens des Kapitäns. „Nein, nur eines; du bist eine schlechte Verliererin, Mädchen“
Der Knall der folgte erfüllte das ganze Haus, es ging schnell, und im Bruchteil jener Sekunde als er ihre verengten Augen sah, die Wut in ihrem Blick, die Tatsache dass er dem Tod nun doch ins Gesicht starrte ohne irgendetwas zu sagen was sie hören wollte, das war vielleicht das letzte bisschen Genugtuung. Ein Kapitän stirbt auf seinem Schiff, so hatte mal jemand gesagt, aber in Zeiten wie diesen war das Schwachsinn. Vincent Vandera wusste nur eines, er würde nun die Reise antreten vor der ihn jeder Priester, jeder gute Mensch gewarnt hatte, zu jenen Existenzen denen er seine Seele quasi verkaufte als er sich entschloss Vogelfrei zu werden, hinab in eine Welt, tiefschwarz wie das Meer, so hatte er es sich immer vorgestellt.
Er spürte den Einschlag der Kugel nur kurz, ein Rucken das ihn nach hinten warf, dann nichts weiter als Leere. Ein glatter Durchschuss, ein lebloser Körper der zurücksank, der Raum stank nach Schießpulver und das letzte was man vielleicht noch hätte hören können war das Zischen einer gezogenen Waffe die sich daran machte Kopf und Rumpf voneinander zu trennen.
An jenem Tag erreichten drei Boten zwei unterschiedliche Ziele. Zwei Stück brachten einen kopflosen Körper nach Bajard zu einen der Seemänner die den Aufenthaltsort La Cabezas kannten oder zumindest einen der ansässigen Piraten. Sie gaben den Leuten zu verstehen dass Kapitän Vincent Vandera nicht mehr am Leben sei, der Körper mit all seinem Hab und Gut immer noch bei ihm, die Muskete, die persönlichen Schriftstücke und sein Messer, jeglich die Pistole scheint zu fehlen. Als einzigen Todesgrund geben die Boten schulterzuckend an dass der tote Körper ein Geschenk einer „Vanessa“ sei die eine alte Rechnung beglichen hätte.
Der zweite Bote überbringt eine einfache Holzschachtel zum Anwesen der de Argantas, versehen mit einer einfachen Notiz dass das Kopfgeld entfalle, die Belohnung sei bereits in anderer Form eingestrichen worden. In der Holzschachtel selbst ist der abgetrennte Kopf des Freibeuters Vincent Vandera zu finden der mit leblosen Augen ins Leere starrt.
Und somit endete letztendlich das Leben eines Kapitäns, ein Leben welches er niemals bereut hatte, nicht einmal in den letzten Sekunden seines Lebens. Denn er war eines, frei und sein eigener Herr. Der Kapitän zog seinen Hut, für immer und ewig.
Zweihundert Kronen auf den Kopf eines einzelnen Mannes, eine stolze Summe, und eine Tatsache die sicher jeden Kopfgeldjäger dazu bewegt hätte Alatar selbst hinterherzujagen, zweihundert Kronen die auf den Kopf von Vincent Vandera ausgesetzt waren. Seit jenem Kopfgeld hatte sich sein Leben ein wenig verändert, war stiller geworden, ruhiger. Wenige Tage vergingen wo er nicht erkannt wurde, wenige Tage vergingen an denen er nicht jemanden bedrohen musste um mit heiler Haut davonzukommen. Er war ein gesuchter Mann, das war er schon immer gewesen aber nun hatte man ihn wirklich haben wollen und das war dann doch etwas Anderes. Zugegeben; die Kopfgeldjäger ließen nach einigen Monden endlich locker, wurden ruhiger und widmeten sich lukrativeren Beuten, aber trotz allem suchte man ihn noch, und eigentlich durfte er sich keinen Fehler erlauben. Aber eigentlich war auch alles in Ordnung … bis jetzt.
Er starrte auf den Lauf der Pistole, einer Pistole die er kannte, seine Pistole. Natürlich war es nicht seine gegenwärtige Waffe, diese war in seinem Mantel, griffbereit und tödlich. Nein diese Waffe da hatte ihn einmal gehört und die Frau vor seiner Nase hatte eine Kugel von dieser Waffe abbekommen und überlebt. Er hätte niemals gedacht sie wiederzusehen, der einzige Mensch der bereit war ihn über die ganze Welt zu jagen und nun hatte sie Erfolg gehabt und das mit einem simplen Trick. Ein einfaches Schreiben, unsauber und unauffällig genug dass es hätte von einen seiner Mannen sein können, ein paar dringliche Informationen betreffend Varuna und als Treffpunkt einen vermeintlich sicheren Ort von dem selbst Vincent sicher gewesen war dass niemand ihn sonst kennen würde, aber diese Frau war auch anders als alle anderen. Vanessa war der einfache Name, klang nicht besonders gefährlich, oder? Und doch war es jene Frau die ihn anfangs nur für eine lächerliche Summe von 10 Kronen an einen Baron ausliefern wollte, die nun bereit war ihn zu jagen, und er war alles andere als unschuldig daran. Das erste mal in seinem Leben verfluchte er sich dafür dass er einer Frau gegenüber milde gewesen war, dass er sie damals verschont hatte, denn damit hatte er irgendwas in ihr geweckt und seitdem wollte sie nur eines, seinen Kopf.
„200 Kronen … sind ganz schön treibend, was?“ Vincent war es der die Stille durchbrach und er richtete seinen Blick auf das Gesicht der braunhaarigen Frau vor sich. Sie sah gut aus, das musste er zugeben; schlank, ein zierlicher Körper der nicht vermuten ließ dass diese Frau mit allen Wassern gewaschen war, sonnengegerbte Haut und eine Entschlossenheit in den Augen dass es einem fast Angst einjagen konnte. Vanessa schenkte ihm ein schwaches Lächeln „Es ist nicht das Gold wenn du das meinst … das ist mir egal. Es ist die Tatsache dass ich nach acht Jahren endlich vor dir stehe und weiß dass es enden wird.“ Und sie richtete die Waffe auf seinen Kopf, der Lauf zeigte genau auf seine Stirn. „Irgendwelche allerletzten Worte Vincent? Irgendetwas wie, „Ich hab dich immer geliebt?“ oder dergleichen?“ Was sie erntete war ein bitteres Lächeln Seitens des Kapitäns. „Nein, nur eines; du bist eine schlechte Verliererin, Mädchen“
Der Knall der folgte erfüllte das ganze Haus, es ging schnell, und im Bruchteil jener Sekunde als er ihre verengten Augen sah, die Wut in ihrem Blick, die Tatsache dass er dem Tod nun doch ins Gesicht starrte ohne irgendetwas zu sagen was sie hören wollte, das war vielleicht das letzte bisschen Genugtuung. Ein Kapitän stirbt auf seinem Schiff, so hatte mal jemand gesagt, aber in Zeiten wie diesen war das Schwachsinn. Vincent Vandera wusste nur eines, er würde nun die Reise antreten vor der ihn jeder Priester, jeder gute Mensch gewarnt hatte, zu jenen Existenzen denen er seine Seele quasi verkaufte als er sich entschloss Vogelfrei zu werden, hinab in eine Welt, tiefschwarz wie das Meer, so hatte er es sich immer vorgestellt.
Er spürte den Einschlag der Kugel nur kurz, ein Rucken das ihn nach hinten warf, dann nichts weiter als Leere. Ein glatter Durchschuss, ein lebloser Körper der zurücksank, der Raum stank nach Schießpulver und das letzte was man vielleicht noch hätte hören können war das Zischen einer gezogenen Waffe die sich daran machte Kopf und Rumpf voneinander zu trennen.
An jenem Tag erreichten drei Boten zwei unterschiedliche Ziele. Zwei Stück brachten einen kopflosen Körper nach Bajard zu einen der Seemänner die den Aufenthaltsort La Cabezas kannten oder zumindest einen der ansässigen Piraten. Sie gaben den Leuten zu verstehen dass Kapitän Vincent Vandera nicht mehr am Leben sei, der Körper mit all seinem Hab und Gut immer noch bei ihm, die Muskete, die persönlichen Schriftstücke und sein Messer, jeglich die Pistole scheint zu fehlen. Als einzigen Todesgrund geben die Boten schulterzuckend an dass der tote Körper ein Geschenk einer „Vanessa“ sei die eine alte Rechnung beglichen hätte.
Der zweite Bote überbringt eine einfache Holzschachtel zum Anwesen der de Argantas, versehen mit einer einfachen Notiz dass das Kopfgeld entfalle, die Belohnung sei bereits in anderer Form eingestrichen worden. In der Holzschachtel selbst ist der abgetrennte Kopf des Freibeuters Vincent Vandera zu finden der mit leblosen Augen ins Leere starrt.
Und somit endete letztendlich das Leben eines Kapitäns, ein Leben welches er niemals bereut hatte, nicht einmal in den letzten Sekunden seines Lebens. Denn er war eines, frei und sein eigener Herr. Der Kapitän zog seinen Hut, für immer und ewig.