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Kranke und andere Problemchen..

Verfasst: Montag 30. Juni 2008, 19:17
von Myra Myrtol
Myra konnte wiedermal nicht schlafen und wälzte sich von einer Seite auf die andere, sie war weder müde noch sonderlich wach und ging so im Dämmerzustand noch rasch alle Arten der Verletzungen durch und wie sie diese oder jene behandeln konnte..

Das Heilerhaus war wieder leer, die Patienten die noch vor wenigen Tagen in ihren Betten lagen waren wieder in ihrem Zuhause, seltsam wie schnell man sich an manche gewöhnte.
Wie sie eins wurden mit ihrem Tagesablauf und nun wieder Stille, kein Schnarchen mehr oder Husten oder Wehklagen..

Warum sollte sie auch Wehklagen oder Husten hören wollen..es würde wenigstens die Existenz von menschlichem bedeuten.
Nichts zu tuen, langweile, so sehr das sie schon einen Tag ihre ganzen Reagenzien fein gezählt, gewaschen und einsortiert hat.
Er war gegangen ohne Auf Wiedersehen zu sagen, das störte sie obwohl sie es nicht wollte das es sie störte, seine Art war ihr sympathisch geworden in der Woche und nach Analopes aussage fand er sie wohl auch recht ansehnlich..komischer Gedanke..

Ein Magier, wahrscheinlich im Inneren genauso eingenommen wie die hohen Adeligen in der großen Stadt...und doch interessant und..ja weg war er..Schande das sie zu dieser Zeit irgendwo im Wald herumlungerte und Beeren pflückte, vielleicht für ihn..
Ah und schon wieder waren die Gedanken auf ihn gekommen, sie hämmerte sich mit den Fingerspitzen gegen die Stirn..Raus aus meinem Kopf..hinaus..
Sie warf die Decke zur Seite und ging dann in ihrem einfachem Leinennachthemd, was wohl eher wie ein Sack aussah, zum Fenster..

Hoffte sie das bald wieder ein Patient kommen würde der ihre ganze Aufmerksamkeit forderte und vielleicht würden ihre Gedanken so gefährlich sie waren im Moment dann vielleicht auf etwas anderes kommen..

Verfasst: Montag 7. Juli 2008, 23:29
von Dantian Nibilus
Dantian schlug die Augen auf ...
Er lag im Bett, in seinem Bett gar, wie ihm langsam gewahr wurde. Fast hätte er die Vorhänge seines Krankenzimmers erwartet.. doch das war vorbei. Er war in der kleinen Herberge, in der er zu nächtigen pflegte.

Woran dachte er ? Seltsam, so dachte er ...
War es ihr Antlitz, ihr Charakter oder ihre Ausstrahlung gewesen? Was war so mächtig an diesem wundersamen Geschöpf, einem Einhorn gleich, ihn so betören zu können? Noch dazu in diesem unpassenden Augenblick, wo eine andere mit aller Macht versuchte, sich seiner Gefühle zu bemächtigen.

Analope war wie ein Wirbelwind wenn es um diese Beziehung ging. Sie lud ihn ihr nach Hause ein und bewirtete ihn, fragte ihn, ob er mit ihr schlafen wollte und andere Späße. Nach einem depressiven Anfall ihrerseits ging er. Dies war nicht seine Welt..

Doch selbst sie sprach von Myra .. offenbar war seine Zuneigung zu ihr aufgefallen ! War auch Myra selbst dessen gewahr geworden? Das wäre einerlei schön, andererseits peinlich.

Er war sich sicher , er musste sie wiedersehen. Doch er wollte sie nicht zwingen, wie könnte er auch?
Wusste er doch nicht einmal, was er genau wollte. Seine Weiber gingen davon, seis durch Pest oder durch lange Reise... nein .. das wollte er nicht schon wieder haben. Dennoch trieb es ihn zu ihr ...

Verfasst: Donnerstag 10. Juli 2008, 02:58
von Myra Myrtol
Ein Tohuwabohu! Ja wirklich..kaum waren die langweiligen zeiten vorbei so geht es nun mit rasender Geschwindigkeit zu..das lernen nahm nun die hälfte des Tages in Anspruch, was vorher wenige Stunden mit sich nahm, verlangte nun die Hälfte eines Tages..
Wie das untersuchen einzelner Reagenzien, Zeichnungen und Notizen..

Aber auch praktisch ging es im kleinen Heilerhäuschen rund Patienten kamen und gingen, ein paar Eisenwartler die Kinder aßen oder Pestverseuchte Patientinnen die sonst wo diese tückische Krankheit herhatten..Als wenn das so normal war diese zu haben..

Dann war da noch die Geschichte mit dem Elfen, wäre ihr gesagt geworden das ein Hochelf durch die Türe spazieren würde und sie über das Heilerhandwerk der Menschen ausfragen wollte dann hätte sie müde gelächelt und dann diesen armen Irren ignoriert oder sogar versucht ihm zu helfen, aber so..
Ein verpesteter Wald..den Rest der Zeit zerbrach sie sich den Kopf über verschiedene Seuchen und Giftelexiere versuchte sich vorzustellen was einen ganzen Wald verpesten könnte und doch schien nichts gescheites dabei zu sein.

Der Unterricht ging mäßig fort doch lernte sie in großen Sprüngen, lernte neue Menschen kennen und versuchte von den beiden ihr liebsten Menschen zu lernen..und wahrlich ihr Wissen verfächerte sich und sie spührte eine zunehmende Sicherheit..

Wenn da nicht diese eine Sache wäre..Nichts ahnend untersuchte sie gerade die Wirkung von Wachs und Honig, bekleckert und beschmiert mit beiden fuhr sie erschrocken hoch als sie die tür hörte..Rasch hinter den Vorhang gesprungen was im Nachhinein doch recht lächerlich aussah für Aussenstehende..
Und er..er war es..derjenige von dem sie jeden Tag hoffte das er kommen würde und doch der Glauben verschwunden war, dass er noch an sie dachte, wieso auch war sie doch nur eine einfache Frau mit einer einfachen und doch edlen Berufung..
Die Stimmung war angespannt, kaum locker wie vorher als er noch Patient bei ihnen war..Irgendetwas schien ihn zu beschäftigen und im Laufe des Gesprächs schien die Anspannung sogar zuzunehmen, bis es schließlich zum Wendepunkt kam, als er schließlich ging..Zurück blieb..ein über sich selbst fluchendes Weib..

Zu viel von ihm und sich verlangt und doch in einem inneren Konflikt..
Mutter hatte zu ihr gesagt das sie niemals unter keinen Umständen Gefühle für einen Mann entwickeln soll und Myra hatte amüsiert gelächelt, die Vorstellung war so fern in diesem Moment gewesen..
Sie hatte es versprochen, ewiglich.. Ihre Mutter würde sich dreimal im Grab umdrehen würde sie dies nun sehen..

Verfasst: Montag 28. Juli 2008, 01:27
von Myra Myrtol
andere Problemchen

Wut


Sie hatte Angst vor diesem Gefühl was sie scheinbar innerlich durch die ganze Welt fliegen lies, so erstarkt fühlte sie sich als sie aus dem Haus des Freiherrn trat..Wut darüber mit welcher Ruhe er sie abgeschoben hatte, weil ihre Lehrerin und liebste Freundin ihren Adelstitel abgegeben hatte?
Wie konnte sie für einen Mann arbeiten der jegliche Skrupel verloren hatte, ein Heiler vielleicht, aber wer würde sich schon von einem kalten Stein behandeln lassen?

Rilas von Avaryn

Ein Name der sie wieder ein Stück hochspringen ließ. War denn die Menschheit so verkommen teilweise, das man auf das Blut oder die Familie achtete anstatt auf Charakter und Persönlichkeit?
Es schüttelte sie stark und sie wusste das sie keinen Schritt mehr in diese Stadt setzen wollte, zu jenen Menschen die sich zu fein ansahen als auch nur einen Finger schmutzig zu machen..

Sie wollte Liliana nichts davon berichten, dies war für Myra Schande genug und so verbrannte sie den Brief von dem adeligen Tunichtgut rasch bevor einer der anderen beiden ihn lesen konnte..
Was war nur aus den Lehren Eluives geworden, waren sie verklungen in der Welt von Stolz und gehobenem Ambiente? Musste jeder wirklich perfekt sein?

Sie war es nicht und wenn dann hätte sie wohl keinen Anreiz mehr zum Leben..

Verfasst: Sonntag 17. August 2008, 00:43
von Myra Myrtol
Der erste Kuss und ewige Zeit ohne Nachricht

Halb zog er sie, halb sank sie hin, in seine Arme sah sein Gesicht dich vor sich und dann der Kuss..
Sie schrak auf, aus dem gleichen Traum, sah sich um und ihr wurde klar das sie wieder wie jede Nacht zuvor immer wieder diesen Traum hatte..
Dabei war es nicht einmal ein Traum, es war die Wirklichkeit oder nicht?

Täuschte sie sich? Denn wenn er etwas empfinden würde, würde er sich da nicht melden?Nicht jeden Tag bei ihr sein wollen und sie in seinen Armen halten wollen?
So zumindest stellte sie sich Liebe vor, genau das wünschte sie sich und nichts passierte..

Sie raufte sich die blonde Mähne und seufzte lautstark, ehe sie dann die hand vor ihren Mund legte, erschrocken, kurz lauschte sie aber es blieb alles ruhig und sie sank zurück in die Kissen..
Vielleicht musste sie ihm auch einfach Zeit geben, Wochen, Monate vielleicht Jahre..
Manche warten lange auf die Liebe..vielleicht täuschte sie sich auch in sich selber..

Wer wusste das schon so genau..

Verfasst: Sonntag 17. August 2008, 01:00
von Dantian Nibilus
Dantian ging in der Residenz der Thyrmon auf und ab, in welcher er sich einquartiert hatte.
Es plagte ihn ... er wusste nicht, was er tun sollte..

Hatte er sie überrumpelt? Er wollte ihr nicht zu nahe treten .. war es vielleicht so, dass sie es insgeheim garnicht wollte und ihm einfach nur nicht wehtun wollte und deswegen mitspielte? Verdammt ... ein Plagegeist von Gedanke !

Er hatte sich noch nie um so etwas geschert ... aber nun war auf einmal dieser seltsame Gedankengang da ...

Durfte er das? Durfte er sie berühren, küssen ... war es rechtens?

Er seufzte lautstark.. griff nach seinem Mantel ...


und ging in die Nacht hinaus ...

Verfasst: Montag 1. September 2008, 01:11
von Myra Myrtol
Das Leben in Bajard

Die kleinen Probleme und Freuden des Alltags

Myra fiel erschöpft in das große weiche Bett und blickte an die Zimmerdecke.
Alles war ruhig und sie genoss diesen kurzen Moment der Stille und des Insichkehrens, des Grübelns..

Dantian war abgehauen und seitdem nicht wiedergekommen, hatte sich wohl in Rahal verschanzt, der Gedanke an ihn macht sie nur wütend..
Sie mochte ihn, doch sein Verhalten entfernte beide jedes Mal mehrere Schritte.
Sie wusste nicht ob er sie noch hören konnte wenn sie redete und er sie noch erreichen wollte mit dem was er sagte.
Es hatte an Bedeutung verloren..

Das Leben in Bajard war wie ein lebendiger Wirbelwind..jeder Tag brachte neue Überraschungen mit sich.
So wie herumstreifende Skelette Nachts.
Oder die Begegnung von verschiedenen Kulturen und Glauben in ihrem kleinen Häuschen.

Viele neue Bekanntschaften hatte sie gemacht und besonders fühlte sie sich wohl wenn Jepp, Anna oder einer der Reensdorf gemeinschaft bei ihr war.
Dann fühlte sie sich unbeschwert und akzeptiert.

Aber auch ein Zwerg kam des Öfteren in ihre Stube, aß etwas Fleisch, trank ein Bier hinternander..
Sie hatte ihm angeboten in einem der leeren Patientenbetten zu schlafen und er schnarchte munter die Nacht hindurch.

Im Groben und Ganzen könnte es ihr nicht besser gehen, der kleinen Bajarder Bürgerin.

Verfasst: Montag 1. September 2008, 12:36
von Myra Myrtol
Ihre Gedanken streiften oft zu einem bestimmten Menschen, der erst vor kurzem in ihr Leben getreten ist und dann mit diesem Auftreten einiges durcheinander brachte in ihr.

Zhertos, er war derjenige dem sie zweimal das Leben gerettet hatte als Dantian und noch einer seiner dunklen Freunde ihn zu Lilianas Heilerhaus brachten, sein Gesicht vollkommen verunstaltet von einem Anguren, diese riesigen Nordmänner waren wohl wirklich nicht zum Spaß aufgelegt.

Zhertos beschützte sie als eines Nachts gruselige Stimmen hinter dem Vorhang der Heilerstube hervordrangen und überwältigte den Einbrecher..
Seitdem hatte sie sich auch angewöhnt die Türe immer abzuschließen..wer weiß schon was da durch die Türe kam..

Zhertos wusste die richtigen Worte wenn sie wiedereinmal Krach mit Dantian hatte und brachte sie wieder auf fröhliche Gedanken.

Seine Gegenwart war seltsam schön und wenngleich sie sauer war auf Dantians Eifersucht so war sie ab und an wohlbegründet.
Fasst hätte sie sich hinreissen lassen von seiner Aura und hätte vielleicht einen Fehler begonnen..

Er war ein guter Freund

Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 21:38
von Myra Myrtol
Lange schon lebte sie in Bajard, hatte sich dort ein gemütliches kleines Haus gemietet und es so eingerichtet wie sie es schön fand..
Sie war hier an der Quelle, die Menschen prügelten sich vor ihrem Haus auf der wohl belebtesten Straße Gerimors und sie bekam dann die Opfer auf ihren Untersuchungstisch.. Ob vom Blitz getroffene, von Anguren erschlagene oder einfach manche mit einer schweren Erkältung.

Tag ein und Tag aus war sie beschäftigt, auch der Orden verlangte ihr einiges ab, dennoch lagen auch ihre Aufgaben vom Orden aus in Bajard, wenngleich sie immernoch neutral alles sah und bestellte.

Der Liebe hatte sie vorerst die Tür zugeschlossen, sie wollte keinen Schmerz mehr spühren und warten bis sie die wahre Liebe finden würde. Wahre Liebe..
Ob es das überhaupt gab das wusste sie nicht, dennoch war sie immer ein Mädchen gewesen alles mit einem Lächeln begrüßt hatte und selbst in der schlimmsten Stunde noch das Gute sah.

Bürgermeister, Heilerin, Alchemistin, Freundin und Schwester, sie hatte schwere Aufgaben auf ihren Rücken geladen, doch ging sie jenen mit einem Lächeln entgegen, denn alles war zu schaffen mit den richtigen Menschen an ihrer Seite, die diese Last ein wenig abhoben.