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Die Bürde eines Druiden
Verfasst: Freitag 23. September 2005, 16:58
von Serendo Radil
Vergeblich wartete und wartete er auf seine Brüder. Wo waren sie nur. Ist ihnen nicht klar wie wichtig diese Fest diese Tag und Nachtgleiche war.
Viel Arbeit war in diesen ganzen Wochen der Vorbereitung auf jenen Tag und auch auf den Bevorstehenden Winter zu verrichten. Doch nur die beiden Hände Serendos konnten dies alles, wie das Einbringen ihrer eigenen Ernte, so auch die nötigen Vorbereitungen für das Ritual zu verrichten, nicht bewerkstelligen. Enttäuscht lies er die Harke auf dem Feld fallen. Wüschte sich den Schweiß von der Stirn und blickte über den Fluss hinüber zu ihrem Hain in Vernementon.
Lediglich ein tiefes Seufzen konnte man vernehmen. Des jungen Elementar Druidens Gedanken schweiften nur über ein Thema.
Wo bleiben seine Brüder. Wo sind sie alle. Nahmen sie Mutters Geschenk einfach nur an, ohne aber auch die Bürde die sie aufgenommen zu sehen? Oder wollten sie es nicht.
Serendo schüttelte nur den Kopf und begab zu sich zu seiner kleinen Hütte. Dort suchte er aus seiner Kiste einige Dinge wie sein Arkame, einen kleinen einfachen Holzkelch, einen geschlossenen krug Wein. Vier kleine Kerzen. Viel platz gab seine kleine Tasche nicht doch versuchte er diese Dinge rasch zu verstauen. Und ehe einen Anschein machte als das in dem verborgenen Hain einer sein unwesen treibt, war er auch schon in dem tiefen und dichten Wald Vernementons verschwunden. Einige Jahre vergingen nun wohl in welchem er dieses verborgene Tal sein Heim nennen konnte. Und auch viel Zeit verging in der er allein durch diesen Wald lief. Viele geheimnissvolle, von den Energien des Liedes besonders durchflutete, Orte bekam er zu Gesicht. Einen solchen Ort in mitten des dichten Waldes suchte er auf. Dort angekommen lies er seinen Beutel nieder gleiten und schaute, sich im Kreis drehend, hinauf zu den Gifpeln der uralten Bäume.
Serendo schloss daraufhin seine. Und er konnte die geheimniss vollen Kräfte und energien so deutlich spüren wie nirgends wo anders. Nirgends wo anders könnte man Eluives Lied so klar und rein wahrnehmen.
An diesem Ort solle es wohl sein.
Die kerzen stellte er, den Himmelsrichtungen zugewandt, auf.
Den Wein lies er in dem Holzkrug ein.
Daraufhin lies sich Serendo auf seine Kniee nieder. Die Kapuze seiner Robe weit über seinen Kopf gestreift. In seiner rechten Hand den Stab, das Symbol seines stehts gerade aus laufenden Weges. In seiner linke Hand das Athame herunterhängend.
Sein Blick war nach Norden gerichtet. Dann senkte er seinen Blick und richtete ihn nach Osten. Die Kerzem um ihm herum waren gerade soweit von ihm entfernt das er mit seinem Langen Athame um sie herum eine Linie ziehen konnte.
So blickte er auf die Kerze, weche genn Osten aufgerichtet war.
Und begann einen mit den Worten: „ Im Osten wo alles begann..“
Eher er seinen Satz zu ende sprach, setzte er das Athame bereits hinter der Kerze an. Und stach in den Boden. Dann begann er im gleichmässigen Zug einen Kreis im Ohrzeigersinn sinn. Ein Beobachter hätte gemeint: Er schnitt die Erde wie ein stück Weichkäse.
Doch zog er nicht einfach nur den Kreis. Begleitend, stehts der Himmelrichtung, jener Kerzen, zugewandt, sprach er diese Worte.
"Im Osten wo alles gegann. Man den Lebenshauch vernahm.
Im Süden wo das Nichts verbrannt.
Im Westen wo der Lebenshauch sich nieder zu legen begann.
Und im Norden neues Leben enstand."
Ohne ein weiteres Wort schoss er dann wieder den Kreis im Osten.
Dann nahm er ein kleines Stück Holz vom Boden. Schon fast der Umwelt entsagt schloss er für einen Augenblick seine Augen. Als er sie wieder öffnete führte er das nun glimmende Holz und entzündete ebendso die Kerzen im Ohrzeigersinn. Mit eben den aufgesagten Worten, welche die Ziehung des Kreises ummalten.
Doch als sein Blick wieder genn Osten gerichtet war. Und alle Kerzen entzündet waren. Beendete er diesen Schritt mit den Worten
„ Bitte vergib Uns. Meinen Brüder. Mir.“
Mit diesen Worten leitete er lange Faße der Meditation ein. Zwei Nächte sollten vergehen in jener geknieten Haltung vergehen. Um sich von der Dieswelt, allen Sorgen, schuldzuweisungen und anderen Gedanken zu befreien. Das einzige was er noch hören und fühlen sollte ist die Unendlichkeit des Liedes Eluives. Um so einen näheren Kontakt herzustellen. Sie um Vergebung Bitten. Und ebendso ihr zu danken für all ihre Gaben.
So verstrich die Zeit in regungsloser Stille....
Verfasst: Samstag 24. September 2005, 16:57
von Der Erzähler
Spürbar weht der Wind kälter in Vernementon und es liegt nicht daran, dass der Herbst Einzug hält im Tal.
Nein, es ist ein eisiger Wind, der durch die Bäume und um die Hütten streicht.
Beinahe alles was er mit seinem Atem berührt, wird bedeckt von einer hauchdünnen Eisschicht.
Inmitten des Waldes sitzt einer der Druiden und vollzieht Buße.
Buße für das Versäumnis des heiligen Festes Mabon. Sträflich haben diese Kinder Eluives Oberflächlichkeit über die Dankbarkeit gesetzt, vergessen, was sie ihnen schenkt, vergessen Dank zu sagen.
War es immer so, dass ein jeder Sonnenstrahl das Tal erhellte und es in seiner Schönheit erstrahlen ließ, so legt sich nun der graue Schleier des unnatürlichen Winters über Vernementon.
Auch dort, wo der junge Druide im Kreis sitzt, macht der eisige Atem kein Halt, jedoch umsäumt er ihn lediglich bis zum Rande.
Im Inneren des Kreises nimmt die Temperatur des Bodens sogar leicht zu und es scheint, als würde sich ein Tuch um die Schultern des Jungen legen, um ihm Wärme zu schenken.
Ein Blick hin zu den Obstbäumen und über die Felder zeigt, dass das Obst gefroren und die Feldfrüchte frostig sind.
Jeder Schritt auf dem sonst saftig grünen Gras zeugt knirschend von Eluives zürnen.
Verfasst: Sonntag 25. September 2005, 00:45
von Lukan
In sich gekehrt saß der Druide vor der Blockhütte, in der er vor wenigen Wochen Zuflucht gefunden hatte. Bisher war er erst wenige Male in den Hain zurück gekehrt. Zu schmerzlich waren die Erinnerungen, an die Zeit, in der er noch beide Hände besessen hatte. Zwei Mal war er dort gewesen um Kräuter und ein paar Flaschen zu holen. Doch lieber blieb er in der Nähe der Hütte. Alles hatte er hier, Wasser, Verpflegung und Gesellschaft, wenn Shaja wieder von der Jagt kam und sich an ihr Werk machte, ihre Pfeile wieder aufzufüllen. Doch heute war Mabon, Erntedankfest.
Shaja war bereits in den Wald gegangen, um zu schlafen oder das Rudel zu besuchen. Genau wusste er nie, wo sie hinging oder sich gerade herum trieb.
Die Kälte durchzog seinen Körper, als er sich versuchte zu regen um seinen Rücken noch grader zu strecken. Die tiefe Meditation und Dankmurmelei hatte ihm alle Glieder gefrieren und steif werden lassen. Immer wieder flüsterte er den Vers, mit dem er sich bei der Mutter bedanken wollte. Vor sich lag sein Buch, indem er alles Wissen angehäuft hatte. Trankrezepte, Gebete und Lieder zu ehren jener, die sie alle erschaffen hatte. Auf jenem Buch, dass er hatte in hellblaues Leder einbinden lassen stand sein Mörser. Eine schwarze Paste befand sich in ihm. Kurz bevor er sich zur Meditation hingesetzt hatte, hatte er totes Holz mit ein paar schwarzen Perlen zerkleinert und mit etwas Wasser aufgefüllt. Sie sollte für den Winter gestärkt sein.
Luft, mein Atem, Briese des Morgens.
Zuchthengst des Morgensterns.
Wirbelnder Wind, der alles Geflügelte emporträgt.
Biene und Vogel,
Süßer Duft,
Klagende Stimme des Sturmes
Trage uns
Durch die Luft, die Ihr Atem ist,
Mutter, sende uns dein Licht.
Das Licht für den Winter, um ihn zu überstehen brauchten sie ihren Beistand. Er hatte das Danken nicht vergessen. Nicht vergessen Mutter Natur für ihre Gabe und ihren guten Willen, ihre Taten zu gedenken. Nur tat er es auf seine eigene Weise und nicht wie jeder andere.
Ein ungutes Gefühl
Verfasst: Sonntag 25. September 2005, 15:35
von Balthasar
Der Morgen graute und Balthasar wurde von dem Gesagt wach den die kleinen Meisen wie jeden morgen in Bajard veranstalteten.
Mit müden Gesichts Ausdruck begab er sich zu einer kleinen Wasserschale und wusch sich über sein Gesicht.
Nach dem er den Morgendlichen Waschritus voll zogen hatte öffnete er mit einem knarren die Tür von Melenyas Kinderstube.
„Auf stehen mein schatz“ sagte er mit ruhiger und sanfter Stimmt.
Schlaf trunken quengelte seine kleine Tochter rum da sie noch etwas schlafen wollte, doch diesen Morgen wollte er sie nicht schlafen lassen den er hatte noch etwas vor.
Jeden Morgen gingen die beiden gemeinsam zu einer kleinen Lichtung und dankten Mutternatur für ihre Gaben, aber diesen Morgen hatte er etwas anderes mit ihr vor es sollte eine besondere Ehrung sein.
Mit viel Anmut suchte er ein paar kleine Opfergabe zusammen unter ihnen befand sich frisches Quellwasser ein erkalteter Lavabrocken etwas trockene Erde und einen kleinen Zweig.
Er verstaute alles gut in seinem Beutel und schaute noch mal nach Melenya die bereits am Spiegelstand und ihre zähne punzte.
Leicht schmunzelte er und holte ihr ein paar Klamotten aus dem Schrank.
Als sie fertig mit ihren Zähnchen war zog sie brav ihre Kleider an und beide machten sich auf in Richtung Wald.
Für Balthasar war es wichtig das Melenya schon früh lernen sollte wie wichtig es sei Mutternatur zu ehren und zu schützen.
Am heutigen tag wollte er mit ihr zu einem Alten mit Moosbedecktenstein wandern den Balthasar schon oft als Altar genutzt hatte.
Der Stein lag auf einer Lichtung die auf einem Berg lag.
Für den Weg brauchten sie de ganzen morgen doch wurde ihnen nicht langweilig ständig stießen sie auf kleine Vögel und andere Waldtiere.
Als sie endlich am Berg an kamen und auf die Lichtung hoch wanderten überkam Balthasar ein merkwürdiges Gefühl welches er noch nicht zu ordnen konnte.
Balthasar öffnete den Gabenbeutel und gab sie Melenya die mit viel Begeisterung den Stein schmückte mit der Erde mit etwas Quellwasser der erkalteten Lava und dem kleinen Zweig.
Unter sich legten sie eine kleine Decke auf die sie sich knieten und eine kleine andacht für Mutternatur hielten in der sie ihre Gebete an sie richteten und ihr in ihnen dankten.
Nach dem gebet hielten sie sich and en Händen und wollten wie immer gemeinsam Meditieren.
Doch nach einigen Minuten kehrte das Gefühl in Balthasar zurück und er dachte an Serendo und dem Erntedankfest an dem er nicht teilnehmen konnte, und er dachte and en Hain den er schon einige zeit nicht mehr aufgesucht hatte.
Das Gefühl in ihm wurde immer stärker und er wurde das Gefühl nicht los das irgendetwas nicht stimmte.
Balthasar verzog keine Mine den er wollte Melenya nichts spüren lassen.
Und so voll zog er die Meditation mit ihr wie gewohnt.
Als sie auf der heimreise waren beschloss Balthasar sich nach Serendo zusuchen und den Hain aufzusuchen.
Der nächste Morgen brach ins Land und Balthasar war schon vor Morgenanbruch auf einem Pferd los geritten um zu dem Hain zu gelangen.
Leicht abgehetzt übertritt er einen schmalen weg der ihn zum Hain führte.
Seine Augen erschraken etwas als er die vereisten Bäume und Häuser sah.
Schnell suchte er den Hain nach seinen Brüdern ab doch war keiner zu finden.
Balthasar wurde bewusst das er mehr zeit hier hätte verbringen müssen doch nahm seine kleine Tochter viel zeit in Anspruch.
Mit einem schrillen pfiff versuchte er zwei Falken dazu zu überreden das sie zu ihm kommen sollten was ihm auch gelang.
Leise flüsterte er ihnen ins Ohr das sie nach Lukan und Serendo suchen sollten.
Es dauerte nicht lange bis die Falken die beiden ausfindig gemacht hatten.
Und Balthasar beschloss sich als erstes zu Serendo zu Reisen.
Schnell Schwung er sich auf sein Pferd und ritt zu Serendo.
Einige Meter vor ihm blieb er verharren und stieg leise vom Pferd ab.
Serendo war vertieft in Meditation und kniete zusammen gekauert auf dem Boden.
Leise sagte Balthasar: “Sei gegrüßt mein Bruder“ und kniete sich ohne ein weiteres Wort zu verlieren neben ihn und fing an mit ihm gemeinsam zu Meditieren
Verfasst: Sonntag 25. September 2005, 17:59
von Dawoud Saddiq
Dawoud wachte auf. Der Wind zog kalt durch seine luftige Hütte in Vernementon. Erneutes Zudecken half wenig, so schien es als würde ihm dadurch nur noch kälter. Es half nichts, er musste aufstehen.
Der Tag war früh und nebel bedeckte den Boden, der sich schon in seiner Hütte etwas härter unter seinen Füßen angefühlt hatte. Seine müden Schritte führten ihn zum Feld und zu den Obstgärten der Druiden, doch als er sich eine Frucht greifen wollte, zuckte er zurück. Das konnte doch nicht sein. Eine Eisschicht umhüllte jede einzelne Frucht und den gesamten Baum. Jetzt wo er sich umschaute bemerkte er dass auch der Boden frostig war und die Feldfrüchte hinüber. War der Winter über nacht gekommen? Eis im Searum? Das konnte doch nicht sein. Was war hier geschehen?
Hatten die Hexen diesen Ort gefunden und spielten nun ihr Spielchen mit den Druiden? Oder waren es die Druiden selbst die sich Eluives Ungnade zugezogen hatten?
Dawoud zog seinen Umhang enger und eilte zurück zur Hütte um sich eine Robe überzuwerfen und eine Hose aus Ogerhaust anzuziehen, die er von Safiya geschenkt bekommen hatte. Er stolperte aus Vernementon heraus und eilte durch die Höhle um nach Berchgard zu kommen. Dort angekommen nahm er das nächste Schiff, das nach Menek'Ur fuhr. An Bord fielen ihm erst die Blessuren auf, die er wohl bei seinem Sturm durch die Katakomben des Unheilsberges abbekommen hatte. Sorgsam säuberte er die kleinen Schürfwunden und ihm fiel ein Stein vom Herzen als seine Bitte an Mutter sich seiner Wunden anzunehmen, erhört wurde.
Wenigstens ist sie noch bei uns
Nachdenklich sah er den Rest des Weges auf die Wellen, die eh und je das noch warme Sonnenlicht des Searums spiegelte und dabei hübsch glitzerte.
"Wir sind da" rief der Kapitän und das schiff wurde wurde rasch langsamer bis die Taue an dem Hafen festgezurrt waren und die Landeklappe ausgefahren wurde.
Dawoud verlor keine Zeit und eilte zum heiligen Berg, wo ihm auf halbem Weg sein Freund mit vier Hufen herangeeilt kam. Dieser trug ihn den Berg hinauf und ließ ihn dort mühelos absteigen.
Der Ort war unverändert seit er das letzte mal hier war. Das Salz schimmerte in der Sonne und es fühlte sich noch immer an als wäre er hier Eluive am nächsten, obwohl er rein theoretisch auf dem Berg am weitesten weg sein müsste. Andächtig näherte er sich den wenigen vorhandenen Steinfliesen vor dem gehäuften Salz und kniete sich darauf nieder. Leise wisperte er die Fragen vor sich hin:
"Was ist geschehen? Haben wir uns etwas zuschulden kommen lassen? Wir brauchen Deine Hilfe, bitte lass uns wieder Deine Wärme spüren..."
Lang verweilte er so in dieser Pose, doch nur der Wind streich ihm durch die Haare, die unter dem Turban noch hervorschauten. Die Sonne stand im Zenit und Dawoud schmerzten die Knie, als er aufstand und seinen Partner an seinem starken Hals tätschelte und entlangstrich. "Lass uns gehen" sprach er zum Hengst und ging langsam den Berg mit ihm hinunter und den langen Weg bis zur Stadt zurück.
Wenn er heute keine Antwort bekommen hat, vielleicht dann morgen.
Oder fehlte noch etwas? Hatte er etwas übersehen oder nicht beachtet? Der morgige Tag würde es zeigen...
[img]http://sunsethouse.apro-g.com/archives/images/paul_sauvanet_nomad.jpg[/img]
Verfasst: Montag 26. September 2005, 17:26
von Serendo Radil
Seit Tagen verharte der Druide regungslos, kniend, umhüllt von dem schützenden Kreis in mitten des Waldes Vernementons. Ein Schleiher der Wärme bewahrte ihm vorm Erfrieren. Die Ankunft Balthasars vernahm er nicht. Zu tief verharte er in jener Meditation. Serendo sagte sich los von der Dieswelt und sein Geist schien, getragen von dem Lied zu sein, einen Weg um Mutter näher zu kommen zu suchen. Unbewusst, einer Trance gleichend, ergriff der Druide den Opferkelsch, welcher mit Wein gefüllt war. Er erhob ihn mit beiden Händen den Krug und goss einen Teil des darin ruhendenWeines zu Boden.
„Nimm dieses Opfer. Mein Opfer. Schenke deinen ergebenen Kindern deine Liebe.“
Dann senkte er wieder den Krug. Doch bevor er ihn zu Boden stellte, nahm er seinerseits einen kleinen Schluck des Weins.
Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass er Mutter seine in sich ruhende Energie, ihr nicht nur als Geschenk sondern auch als Opfer da bietet. Um ihr einen Teil ihrer Kraft wieder zu geben, welche sie ihrem Werk jedes Jahr von neuem schenkte.
Dann verharte er weiter in dieser regunglosen Meditation. In der Hoffnung ein Zeichen zu bekommen. Ob sein Opfer angenommen wird. Doch verlor er, ob es nun Minuten, Stunden oder ein weiterer Tag war, die Kraft und sackte kraftos zusammen. Regungslos blieb er dann in dem gezogenen Kreis liegen.
Verfasst: Dienstag 27. September 2005, 12:48
von Der Erzähler
Vielleicht läßt sie gerade in diesem Moment ihren Blick über ihre Kinder schweifen und betrachtet sie aus der Entfernung.
Vielleicht zeigt ihr Blick traurige Milde.
Vielleicht steht die Traurigkeit für die gedankliche, als auch die körperliche Verstreuung ihrer Söhne, die nun schon so lange anhält und die Milde für ihre große Güte und ihre immerwährende Liebe.
Einem jeden Einzelnen von ihnen mag sie in sein Herz sehen und es mag ihr Eigenes mit Freude aber auch mit Trauer füllen.
Sie schaut zu Serendo, der regungslos im Kreis der Elemente liegt.
Sie weiß um seinen starken Willen und seine Geduld im Einklang mit dem Wasser, die ihn unermüdlich immer wieder von vorne beginnen läßt, um fortzuführen, was begonnen.
Sie weiß aber auch um seine Sehnsucht und Verzweiflungen, dies nicht zu erreichen und sie ist ihm nahe.
Sie blickt zu Balthasar, der den Weg zu seinem Bruder gefunden hat.
Sie weiß um das Feuer, welches in ihm lodert, was dafür Sorge trägt, dass er Dinge mit flammendem Eifer tut.
Sie weiß aber auch um seine Befürchtungen und Ängste, nie genug zu wissen und sie ist ihm nahe.
Sie sieht zu Dawoud, der auf dem Berge kniet, versunken in Meditation.
Sie weiß um seine Ruhe und sein gefestigtes Wesen, wie es der Geborgenheit der Erde entspringt und dafür sorgt, dass er beruhigend auf Andere einwirken kann.
Sie weiß aber auch um seine Unsicherheit, die seine Festigkeit ins wanken bringt und sie ist ihm nahe.
Sie schaut zu Lukan, der vor der Hütte sitzt, in ihrem Gedenken.
Sie weiß um seine Gabe der Weitsicht, die der Luft zu eigen und ihn Verantwortung tragen läßt.
Sie weiß aber auch um die Träume, in die er sich zuweilen fallen läßt und um seine Zweifel, ob sie ihm Strafen auferlegt und sie ist ihm nahe.
Sie blickt zu den jungen Söhnen, die gewillt waren zu lernen und anzunehmen, deren junger Geist jedoch so flatterhaft, jungen Schmetterlingen gleicht und sie ist ihnen nahe.
Nein, es ist nicht ihre Absicht zu strafen, es ist ihre Absicht aufzuzeigen.
Denn haben sie auch nicht vergessen Dank zu sagen, so haben sie doch die alten Werte vergessen.. die Werte der Gemeinschaft zueinander.. die Werte der gemeinsamen Rituale.. die Fürsorge zu den Menschen, die den Rat und Zuspruch brauchen und auch die Geselligkeit, die ein Fest des Dankes begleitet und die Menschen einander näher bringt, in Demut, aber auch Ausgelassenheit.
Am Kreise der Elemente mag es den Anschein haben, als würde die Luft wärmer.. nur einen Hauch... der dafür sorgt, dass die Eiskristalle um den Kreis herum einem sachten Schmelzvorgang unterworfen sind.
Helfendehand Balthasar's
Verfasst: Mittwoch 28. September 2005, 09:38
von Balthasar
Nicht ganz so vertieft war Balthasar in seine Meditation und so konnte er den dumpfen auf prall Serendos hören den er von sich gab als er auf den Wald Boden landete.
Schnell erhob sich Balthasar und kniete sich vor seinem Bruder Serendo nieder.
Mit sorgevollem Blick schaute er auf ihn nieder.
„Serendo,Serendo?“ etwas lauter versuchte er ihn mit diesen Worten an zu sprächen doch er regte sich nicht.
Balthasar tätschelte ihm leicht ins Gesicht doch es hatte keine Sinn zu tief viel er in die Ohnmacht zu erschöpft zu Kräfte zehrend war die Meditation, zu spät war Balthasar zu ihm gestoßen um ihn bei seinem Ritual zu unterstützen.
Mittlerweile war der Morgen angebrochen und kleine Tautropfen bildeten sich auf den Blättern.
Vorsichtig begann Balthasar in einem Großenblatt Tauwasser zusammeln die er Serendo langsam einflößte.
Nach einigen Minuten bewegten sich Serendos Augenglieder langsam doch noch immer hatte er sie geschlossen.
Balthasar rief ein umherstreifendes Wildpferd um Hilfe an welches bereit willig war ihn zu unterstützen.
Vorsichtig hob er Serendo aufs Pferd und Schwung sich danach selber auf den Rücken des vier Beiner’s.
Im schnellen Galopp ritt er mit Serendo in den Hain.
Immer noch war der Boden vereist mit leichtem seufzen brachte trug er Serendo in seine Hütte und legte ihn auf eine Strohmatte damit er sich hier unter Balthasars Aufsicht erholen konnte.
Verfasst: Mittwoch 28. September 2005, 10:32
von Dawoud Saddiq
Auch am nächsten morgen begibt sich Dawoud zur Altarstätte.
Zuerst im Knien, dann im Schneidersitz meditiert er an diesem vertrauten Ort. In der heißen Sonne Menek'Urs sitzt er, und doch ist ihm Kalt.
An was fehlte es ihm? An was fehlte es Verementon? An was fehlte es den Druiden? Was verursachte seine innere Kälte..?
Ein Windhauch spielte mit dem Sand vor seinen Füßen.
Es tat so gut. Ein Zeichen Ihrer Existenz, ihres Atems?
Er fühlte sich nicht mehr ganz so einsam, aber immer mehr wie ein Verräter. Hatte er sein Vokl im Stich gelassen? Hatte er die Druiden im Stich gelassen weil er hier her kam um zu meditieren, anstatt mit Ihnen zu Gemeinschaft zu pflegen?
Beide Missstände verunsicherten ihn erneut. Wie dieses Abenteuer auch ausging; er wusste nun, ein menekanischer Druide würde es wohl nie leicht haben...
Verfasst: Donnerstag 29. September 2005, 11:06
von Irmion
Einsam streift Irmion durch die Wälder immer weiter auf seinem Weg gen Vernementon. Diesem wundervollen Hain, den er nun seine Heimat nennen darf. Lange war er unterwegs in den Landen und wollte den Menschen die Kunde von dem Entedankfest Mabon zu tragen. Jedoch gelang ihm dies leider nicht recht. Vielleicht liegt es an seinem jungen Alter, an seiner Unerfahrenheit ? Oder nahmen die Menschen einen so jungen Druiden wie ihn nicht für voll ?
Als er jedoch spürte, dass die Zeit des Festes immer näher rückte begab er sich auf den Rückweg. Er wollte um jeden Preis zum Mabon in Vernementon sein. Leider musste er feststellen, dass er sich in der Entfernung um einiges verschätzt hatte. Es lagen nun mehrere Tagesmärsche vor ihm.
So begab es sich, dass Irmion am Tag des Mabon an einem kleinen Bächlein in den Wäldern, 2 Tagesmärsche entfernt, von seinem gelobten Hain aufwachte.
Leicht verärgert schaute er drein. Jedoch konnte er nun nichts mehr daran ändern. Er holte einen kleinen hölznernen Kelch aus seiner Tasche und beugte sich zu dem Bach nieder um ihn mit dem kühlen frischen Nass zu füllen.
Dann stellte er diesen Kelch vor sich auf den Boden, anschliessend holte er die letzten Essenreste aus seiner Tasche und legte sie daneben.
Jetzt kniete er sich vor seine Opfergaben und verviel in eine tiefe Meditaion. Er schwor sich bin zum nächsten Morgengrauen in dieser Haltung und Meditation zu verharren. Einmal aus Dankbarkeit gegenüber der Mutter und aus andacht und schlechtem Gewissen seinen Brüdern gegenüber, dass er nicht bei ihnen sein konnte und mit ihnen gemeinsam das Mabon abzuhalten.
Als er sich sich am nächsten Morgen mit steifen gliedern aus seiner Meditaion löste, hob er mit den Händen ein kleines Erdloch aus und legte die Früchte dorthin ein, dann schüttet er das Wasser aus dem Kelch darüber und schüttet das Loch wieder mit Erde zu.
Dann erhob er sich langsam griff nach seinem Stab und seiner Tasche und wandte sich schnellen schrittes nach Vernementon.
Verfasst: Donnerstag 29. September 2005, 11:21
von Irmion
Nach zwei harten Tagen und Nächten der Wanderung erreicht Irmion endlich den Hain. Doch kaum traut er seinen Augen. Es liegt Schnee. Nein eher eine Art von Reif und Eis liegt über den Pflanzen in Vernementon.
Stirnrunzelnd schaut er sich um. Langsam Schrittes geht er auf die Lichtung zu auf der die Hütten seiner Brüder stehen.
Als er dort ankommt, lässt er seinen Blick über die Häuser schweifen. Auf den Dächern und überall sonst ist dieser Reif zu erkennen.
Wie in einem fremden Bann fällt er auf die Knie, eine Träne mag seine Wange herunter laufen. Mit grossen geweiteten Augen schaut er sich ängstlich um. Dann murmelt er leise :" Was ist hier geschehen, was haben wir getan ?".
Nach einer etwas längeren Phase des Entsetzens erlangtr er seine fassung wieder und erhebt sich langsam.
Dann schreitet er von einem Haus zum Nächsten und ruft die Namen seiner Brüder.
Wie noch nie in seinem Leben zuvor begehrt es ihn danach sie zu sehen, mit ihnen zu reden, mit ihnen gemeinsam zu Meditieren, von ihnen zu lernen.
Er setzt sich auf die kleine, mit reif überzogene Bank, welche an dem kleinen See in der Mitte ihrer Häuser stand.
Gedanken verloren starrt er auf den Teich, auf dem sich eine dünne Eisschischt ausgebreitet hat.
Dann murmelt er :" Wo seid ihr nur meine Brüder."
Ein Traum. Eine Vision? Oder nur ein Geschenk.
Verfasst: Montag 3. Oktober 2005, 23:06
von Serendo Radil
Regungslos lag er in seinem Bett. Behütet von Balthasar. Tief und ruhig schien sein Schlaf. Doch sein Geist glich dem unruhigen Lauf eines eng, von Hindernissen gespeisten, Laufes eines Flusses.
Es schien eine Reise durch die Zeit. Er sah Bruchstücke von Bildern wie er auf Gerimor strandete. Sein Weg den seines Bruders Balthasar kreuzte- Sie gemeinsam mit anderen Brüdern zusammenfanden, um das heilige Hain zu finden- Ihren vorbestimmten Platz einzunehmen.
Lange schelgte sein Bild vor ihm auf jenen Tag.. Als sie das Hain betraten und gemeinsam einen Schwur ablegten. Einen Schwur den Mutters wohl, wie auch ihrem Schaffen, beinhaltet. Ein Gelobnis zum ewigen Erhalt des Zusammenhaltes. Seine reise führte ihn weiter und weiter. Zu freudigen, wie auch erfahrungsreichen Begegnungen. Doch endete die letzten Augenblicke seiner Reise wieder in Vernementon. Seine Brüder standen vereint an dem Altar. Serendo stand zu weit Weg um zu sehen was sie machten. Auch konnte er sich ihnen nicht nähern. Er konnte nur Beochten. So schaute er umher. Doch erblickte er das Hain nicht in seiner vollen Pracht. Er verspürte kälte. Eiszapfen hingen überall herunter. Reif unhüllte das sonst so saftigen Grün nieder. Er blickte umher. Und seine Gesichtszüge vefielen in Trauer. Darauhin sank er auf seine Knie. Den Blick gen Boden. Er wollte es nicht glauben. „Soll das das Ende sein?“
Doch als er mit diesem Gedanken abschließen wollte. Eluive ihm mit dieser Reise zeigen wollten wie er versagte, erhellte sich eine sanfte Frauenstimme.
Sanft und beruhigend klangen die Worte. Auch wenn er nicht jene erblicken konnte, welche sie Aussprach.
„Komm ins Licht. Und verzweifel nicht. Dies ist kein Gericht.“
Langsam blickte der erschöpfte Druide auf und schaute umher. Nun füllten seine Blicke erinen grünen Wald. Erfüllt mit Gesängen und Leben. Eluive schenkte Serendo daraufhin eine letzte Erinnerung. Nur kurz erblickte er sie. Anmutig und scheinbar schwebend war ihr gang durch den Wald. Nur kurz schenkte sie ihm einen Blick. Doch dieser kurze Augenblick reichte. Und seine Augen verfielen wie einst, in die Ihren. Tief blaue Augen, scheinbar so unendlich das ihnen nur wenige standhalten konnten, verfielen abermals in die unergründlichen, golden schimmernden Augen Fay'las.
Damals schien es, als könne sie den Druiden hinein blicken. Sein Leid und auch seine Freuden nachvollziehen. Seine Erfahrungen, welche er gemacht hatte und welche auf ihn zukommen, erblicken. Sie ehrte seinen freigewählten Weg. Aber erblickte sie auch Angst vor der Ungewissheit, stehts das Richtige zu machen. Und so auch die Zweifel, welche seinem sonst so ruhigen, geradlinigen Strom, unbemerkt in wanken brachten.
Angst, Verzweiflung, Unsicherheit ist das Gift, welches einen noch so starken Geist und Willen ins Wanken bringen kann.
Serendo entsinnte sich dieser ihrer Worte....Und begann zu verstehen....
Nach diesem Augenblick, des verfallens in die ihren Augen, umhüllte den Druiden langsam ein dunkler Schleiher und Kühle, welche seinen ganzen Körper begann zu umhüllen.
Langsam öffnete er seine Augen und er erblickte, verschwommenen Blickes, seinen Bruder Balthasar, welcher regungslos neben ihn wachte. Serendo griff nach seinem Arm und schenkte ihm ein verschobenes, erschöpftes Lächeln....
Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 16:09
von Lukan
Vorsichtig strich er über das gefrorene Blatt. Die Eiskristalle schmolzen unter der Wärme seiner Finger.
Nach einigen Wochen hatte er endlich den Mut gefunden entgültig wieder in seine Hütte im Hain zurück zu kehren. Doch als er durch den Wald trat wurde ihm kalt. Nicht wie sonst, wo ihn die Wärme begrüßte und er sich wie zu Hause fühlte. Diesmal war es anders. Der kalte Hauch, der über den Hain zog drang ihm durch die Knochen und durch seine Seele. Sie hatten etwas falsch gemacht, nur was? In seinem Kopf wuchsen die Fragen. Er hatte sie nicht vergessen, nicht alleine gelassen. Er lebte nach ihren Regeln. Nahm sie es ihm übel, dass er lange nicht im Hain gewesen war? War dies alles seine Schuld?
Mit einem Kopfrucken rief er sich zur Vernunft. Es war geschehen, nichts, dass er daran ungeschehen machen könnte. Nun war es eher an der Zeit zu ändern was passiert ist. Er strich über das große Blatt einer Pflanze die am Teich in der Mitte der Hüttenansammlung liegt. Auch hier waren die Kristalle zu sehen. Das Feld, worum sich die Druiden bemühten und das Korn und die Kräuter normalerweise gut gedeihten, waren eingegangen oder verfroren. Die Wärme sollte nach Vernementon zurückkehren soviel stand für ihn fest, die Frage war nur noch wie. Er ließ sich auf eine Bank am Teich nieder. Sie müssten ihr zeigen, dass sie immer noch unterstützt wird, immer noch an sie gedacht wird, sie nicht alleine ist, dass viele Menschen den Glauben an sie teilen und bereit sind ihr Gaben zur Unterstützung zu Teil werden zu lassen. Wie sollte er das umsetzen und war dieser Einfall überhaupt sinnvoll? Er würde Serendos Schüler fragen. Der junge Bursche war voller Ideen und die Lebensfreude, die von ihm ausging würde auch dem Druiden gut tun. Außerdem wäre dies eine Chance die bisher gelernten Lektionen ein wenig in die Praxis zu übernehmen. Sicher wird er eine Idee haben. Ob es wirklich sinnvoll wäre in die Tat umzusetzen würde er Balthasar fragen.
So machte er sich auf, erst bei dem jungen Irmion die Idee zu verbreiten, dann im Hause Balthasars, wo er gleich auch Serendo auf der Bahre fand den Einfall zu unterbreiten. Er war gespannt, was sie dazu sagen würden. Ein Feuer sollte lodern für sie. Ein Feuer voll von Liebe und Hingabe, voll Lebenslust und Glaube.
Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2005, 17:06
von Irmion
Ruhig sitzt Irmion auf einer Bank, die mit Reif überzogen ist. Lange starrt er schon auf den mit einer dünnen Eisschicht überzogenen kleinen See.
Er ist so in Gedanken versunken, das er den sich nähernden Lukan erst dann bemerkt, als dieser fast neben ihm steht. Sogleich beginnen Irmions Augen zu leuchten und Hoffnung steigt in ihm auf. Gewiss hörte er von den Strapatzen, die Serendo auf sich genommen hatte. Jedoch hatte er bis zum heutigen Augenblick nicht mit ihm oder Balthasar zu reden gewagt. Zu gross war die Ehrfurcht. Er wollte nicht zu neugierig wirken und einfach in Balthasars Hütte gehen und nach Serendo schaun. Doch nun, wo er Lukan neben sich stehen sieht, da wächst die Hoffnung des jungen Druidenschülers wieder auf. Zusammnen könnten sie vielleicht etwas bewirken.
Diese Hoffnung muss Lukan wohl in seinem Blick erkannt haben. So erzählte er ihm von einem Vorhaben, von dem Irmion sogleich begeistert war.
Nach einer kurzen Unterhaltung sagte Lukan zu ihm, dass er nun noch mit Balthasar reden wolle. So entfernte sich Lukan wieder und Irmion sass abermals alleine an dem kleinen See. Jedoch starrte er nun nicht mehr auf das Wasser. Er erhob sich und eielte in seine Hütte. Tausende Gedanken durchfluten sein Gehirn und es galt vieles Vorzubereiten.
Verfasst: Donnerstag 17. November 2005, 09:43
von Der Erzähler
Plötzlich brachen die Sonnenstrahlen ein in das Tal der Söhne und senkten sich auf sie.
Ihnen nicht nur äußerlich den Anflug spätherbstlicher Wärme schenkend, nein auch das Gefühl wärmender Geborgenheit füllte sie im Inneren aus.
Die Elemente waren gerufen und taten das ihre dazu.
Der Sonnenwärme, Symbol des Feuers, getragen bis in die kleinsten Winkel des Tales vom lauen Winde, hatte die unnatürliche Eisschicht nichts entgegen zu setzen und gab nun wieder frei, was zuvor in Kälte erstarrt.
Ein letztes sanftes Glitzern der kleinen Eiskristalle, ehe sie geschmolzen in die Erde sickerten, die sie gierig aufsog. Zu Wasser geschmolzen, ward dem natürlichen Fluß Genüge getan.
Der Kreis hatte sich geschlossen.