Es ist überall nichts in der Welt, als ein guter Wille...
Verfasst: Sonntag 22. Juni 2008, 12:57
Wie eine warme Decke, so legten sich die Sonnenstrahlen auf meine Körper als ich des Nachmittags in vollkommener Ruhe an einem Baum gelegen ins Leere blickte und ich mich lediglich von stillen rascheln der Blätter hoch oben in den Wipfeln der Bäume stören ließ, welches mir jedoch kein Unbehagen bereitete sondern ich mir meiner Umwelt noch bewusster werden ließ.
Meine Gedanken flossen dahin wie ein Quell der aus einem Berg entsprang und fanden ihren Weg in der Unendlichkeit. Nichts hätte meine Ruhe stören können, nicht einmal ein Stein der direkt auf meinem Kopf hätte
landen können. So verstrich die Zeit und es wurde langsam Abend.
Die Kälte begann langsam vom Boden aufzusteigen, durchfloss bereits meine Hände, ebenso Hände und Ohren waren nun deutlicher den je zu spüren und so öffnete ich meine Augen. Mein Blick wanderte über die sich vor meinen Augen eröffnende Landschaft. Ein großer See zwischen alten Bäumen in dem sich eine Vielzahl verschiedener Populationen befand. Drum herum kleine Holzhäuser die gerade zu einladen sie zu betreten und einen schönen Abend vor einen Kamin zu verbringen und so den Tag ausklingen zu lassen.
Meine Augen liefen weiter über die Szenerie als sie auf einem Mann hingen blieben der auf einer Bank saß, welche sich direkt vor dem See befand. Noch waren meine Augen von der Ruhe so überwältigt das ich sie ein wenig zusammen kneifen musste um zu sehen um wen es sich handelte. Nach wenigen Momenten klärte sich der Blick und ich erkannte des es sich im Kilyan handelte.
Sogleich legte sich ein sachtes Lächeln auf meine Lippen und ich stemmte mich, dabei die Hände auf den Boden drückend von jenem auf und ging Schnurtracks auf ihn zu. Meine Hand glitt zum Mund und ich ließ ein leises räuspern von mir, welches zur Wirkung hatte dass der Kopf Kilyans sich langsam zu mir drehte und seine Augen zu mir aufblickten. Leicht senkte ich meinen Kopf und sprach die Worte des Grußes gen ihn, welches er sogleich lächelnd erwiderte. Meine Hand deutete auf den freien Platz neben ihn worauf sogleich ein bejahendes Nicken auf meine unausgesprochene Frage folgte. So gleich glitt ich an ihm vorbei und ließ mich auf jener nieder.
Für einen Moment herrschte Stille, ehe Kilyan auf das Wasser blickend das Wort erhob und mich dennoch direkt ansprach. Seine Worte führten mich zu der Erkenntnis, dass es soweit war meinen geistigen Horizont zu erweitern und somit eine nächste Stufe in meiner Ausbildung einzuschlagen. Er stellte mir weniger ein Rätsel als die Aufgabe mich auf die Suche nach zwei Gegenständen zu begeben, welche weit von meiner Heimat ihren Aufenthaltsort auf Lameriast und dem Sumpf fanden. Etwas irritiert von jener Aufgabe hoben sich meine Augenbrauen und ein gewisses Gefühl der Angst oder Besorgnis über jenes Unterfangen schwebten einher mit einer inneren Spannung oder auch gar eine Art der Aufregung jener Aufgabe gerecht zu werden.
Doch nicht nur die Worte des Aufgabe folgten über Kilyan’s Lippen auch vernahm ich eine Warnung auf welche Ereignisse ich gewappnet sein muss und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten solle sodass ich mein Ziel mit Gewissheit erreichen würde. Später an einem anderen Tag und einer anderen Stunde würde ich mit bedauern genauer feststellen worum es sich bei jenen Worten, die er mir bei seinem Abschied sagte halten würde, denn durch mein nicht ganz richtiges Verhalten, verpasse ich die Chance den ersten Teil meiner Aufgabe zu lösen.
Mein erstes Ziel bestand darin die Insel Lameriast aufzusuchen. Meine Wege sollten mich nach Nord Osten führen zu einer Burg aus Holz. Meine Gedanken surrten um jene als ich mich mit dem Schiff von Bajard aus machte um in wenigen Stunden Lameriast zu erreichen. Es war eine grausige Fahrt dorthin. Es wippte so als wolle das Meer das Schiff zum sinken bringen, sodass ich nicht dort ankommen sollte, doch die Seemänner waren tüchtig in ihrer Arbeit und so erreichten wie den Harfen an jenem sogleich das Schiff anlegte.
Auch wenn ich ein flaues Gefühl in der Richtung des Magens hatte so gab es dennoch keine weiteren gesundheitlichen Komplikationen auf der Schifffahrt. Und so nahm ich lediglich einen Schluck Wasser in der örtlichen Taverne und ließ mir sogleich eine kleine Ration von Brot fertig machen, sodass ich bei meinem Marsch ins noch mir Ungewisse nicht all zu viel Hunger leiden musste. So wartete ich einen Tag und machte mich sogleich mit munterem Tatendrang am nächsten Morgen auf die Reise gen Nord Ost. Wohl gespannt was passieren würde überlegte ich den ganzen Weg über mit gerunzelter Stirn was mich wohl erwartet, doch konnte ich mir keinen rechten Reim auf den Worten machen „Lege deine Vorurteile ab, sei schweigsam aufgrund deines Könnens und sprich immer die Wahrheit“, jene Kilyan bei meinem Gespräch mit ihm als Rat hinterließ.
Meine Gedanken jedoch lösten sich von der Grübelei ab, als ein Schwarm von Vögeln aufgeschreckt über die Wipfel der Bäume emporstiegen und sich immer weiter auf den Horizont zu bewegten. Der Weg auf jenem ich wandelte führte nach Nord Osten und so verlor ich den sinn als eben jener Vogelschwarm mich zurück holte. Ich blickte mich blinzelnd um und versuchte herauszufinden wo genau ich war. So stieg ich auf einen Baum und versuchte von dort aus eine bessere Sicht zu bekommen. Doch jenes unterfangen kostete ein wenig Zeit, weil meine Fähigkeit für Tollpatschigkeit nur all zu stark an jenem Tag ausgebildet war und ich nach dem ich endlich oben war einige blaue Flecken an den Beinen aufweisen konnte.
Nun denn befand ich mich auf dem Baum und meine Augen verengten sich aufgrund der Sonne welche bereits hoch im Zenit stand und langsam ihren ruhigen Abstieg gen Westen begann. Als meine Augen sich jedoch an das licht gewöhnten zogen sie ratlos umher auf der Suche nach einem mir bekannten Ort, doch nichts wahr zu sehen als endlose Weite bestücket mit unzählbar vielen Bäumen. Nur kurz sah mein Auge in der Ferne etwas weit aus größeres als die Baumwipfel, doch mein Geist hatte jene Information noch nicht verarbeitet sodass ich mich wieder herunter bewegte, als dann mich innerlich ein Schlag traf, der mich straucheln ließ und ich das Gleichgewicht auf den Ast verlor. So kam es das ich einige wenige Meter auf den Boden mit einem dumpfen Ton auftraf. Der schlag im inneren war mehr Erstauntheit die Burg aus Holz übersehen zu haben, als etwas was durch eine Krankheit verursacht wurde.
So mein Geist von der Endlosigkeit beseelt war nahm ich erst nach dem ich wieder herunter ging die Burg war. Jene lag genau auf meinen Weg durch den Wald und ich machte mich unter kurzweiligem Stöhnen auf mich durch Geäst und Unterholz zu kämpfen, auf das ich mein Ziel immer näher komme.
Die Seele war stark doch der Körper schwach nach jenem Marsch durch den Wald. Ich wollte nicht aufgeben, doch wenn der Geist will der Körper ab nicht dann kann man nicht dem einen das andere überlassen und der andere dürfe sich ausruhen. So schleppte ich mich mit schwachem Körper aber munteren Geist weiter voran bis sich endlich etwas in naher Ferne zeigt was weit weniger wie ein Baum alleine aussah sondern wie aufeinander gestapelte Bäume. Ich hielt inne und musterte es aus der Ferne. Meine Hand legte sich auf den Hals und rieb nachdenklich jenen. Als dann ich meine Hand zur Faust ballte und in die andere vereinbarend mit mir selber einschlug und mein Schritt fester als zuvor sich auf jene Burg machte.
Meine Kinnlade viel herunter als ich das mächtige „Etwas“ sah, welches mir nachher als Grimwould bekannt gemacht wurde. Etwas zögerlich schritt ich drauf zu und blickte mich suchend um ob ich ein Punkt finde der dafür sorgte das ich genug Aufmerksamkeit bekomme damit jene die dort drin lebten wussten das ich vor ihren großen Toren stand. Doch reicht ein junges Stimmchen aus um auf sich aufmerksam zu machen. Nein, stellte ich fest als ich fast schwer nach Luft ringend zu der Burg empor rief. Etwas verbittert mit kratziger Stimme suchte ich nach etwas, als mein Blick auf ein Seil ging welches herunter ging und seinen Anfang in einer schweren alten Glock fand. Ich fühlte mich so als hätte ein Pferd mir die Hinterläufe direkt ins Gesicht geschlagen. Mit halben Schatten über den Augen ging ich auf die Glocke zu und zog kräftig an dem band, auf dass gleich ein lautes Läuten entstand.
Nach wenigen Momenten hörte ich bereits die mir noch unbekannte Stimme und ich blickt suchend nach jener zu den Palisaden auf. Von unten sah jene Person jedoch nur wie ein kleiner Fleck in meinen Augen aus da die Entfernung zu groß war als das ich irgendetwas genauer erkennen konnte. So rief ich erneut etwas zu jener Person hoch. Als Antwort sah ich lediglich wie der Kopf verschwand und in wenigen Sekundenläufen sich vor mir die großen Tore öffneten und eine in meinen Augen fast ebenso große Frau daraus hervor trat. Wie bereits am Anfang klappte sich die untere Hälfte meines Mundes herunter doch des Anstandes willen zog ich jenen wieder empor und versuchte ein Lächeln auf den Lippen zu zaubern. Ich vollführte eine Verbeugung welche mich etwas nach vorne straucheln ließ und bekundete somit meinen Respekt.
Ich erkannte nun an der Größe des es sich um Tiefländer handelte zu jenen mich Kilyan schickte. Aus vorherigen Stunden unter den Menschen lernte ich einige wenige Worte in ihrer Sprache und so stellt ich mich vor ihr und schlug mit der geballten Faust auf meine Brust und rief laut aus…“Stolz und Ehre“. Also Antwort erhielt ich jedoch nur ein warmes Lächelnd und ein grüßendes Lächeln. Später würde ich erfahren das ich mich verabschiedete denn einen Gruß aussprach.
Die Folge meiner Ankunft war die Frage der großen Frau, welche mich weit überragte weshalb mich meine Wege hier herführten und so erklärte ich ihr ohne alle Worte meines Ziels auszusprechen mein Anliegen. Kilyan gab mir die Aufgabe einen Gegenstand zu finden der die Inkarnation etwas vollkommen reinen zu finden. Doch hielt ich es für unangebracht mich gleich meiner Sorge bei jener Frau zu entsorgen und schwieg noch überjenes Anliegen, was mir jedoch später das Genick brechen sollte. Ich wollte erst das Vertrauen jener Menschen gewinnen, gar hoffte ich dass es vielleicht zu späteren Tagen, Monaten und Jahren zu einer Freundschaft zwischen mir und den Tiefländern kommt.
Doch das wird eine andere Geschichte sein dachte ich mir als die Frau mich bereitwillig dazu einlud mir die Burg Grimwould zu zeigen. Ebenso war ihr Sohn dabei. Die Namen der beiden erfuhr ich erst später doch ist jenes dorthin kommen weit aus weniger wichtig als mein eigentliches Ziel. Sie hießen Jolinn und Ansgar.
Als ich nun den Innenhof jener Burg betrat ward mir erst jetzt die gewaltige Anwesenheit der Kraft der Tiefländer bewusst, welche jenes errichtet haben. Ihre Erklärungen erzählten von der Burg von den Menschen die hier wohnte und lebten.
Der Weg führte an einem baum so hoch das man meinen könnte er wäre unendlich weit vorbei, jenen erblickte ich jedoch nur aus der Peripherie und so nahm ich keine weitere Notiz von ihm, sondern konzentrierte mich noch immer auf alles andere um mich herum. Der Fehler wie mir später ebenso bewusst war, das ich nicht nur alles sagte was ich wollte, sondern auch das was genau um mich herum geschah nicht all zu genau beobachtete.
Sie führte mich eine robuste und weitläufige Treppe empor welche ihr Ende in einer Halle fand in dessen Mitte ein Feuer loderte. Das Leuchten des Feuers war in meinen Augen unbeschreiblich. Es war als würden die Flammen ein Eigenleben erfinden und auf jener Feuerstelle umher tanzen so als seien sie sich selber bewusst so etwas zu vollbringen. Ebenso waren die unsere Schatten so lang und reihten sich umher an der Wand so dass ein Lichtspiel aus Schatten und Licht an der Wand entstand.
Mein Blick wanderte zu Jolinn und Ansgar und wir erzählten von einander. Dinge über die Burg und über die Familie der Hinrahs. Doch ein Wermutstropfen haftete immer noch an mir denn ich konnte nichts von dem entdecken was ich suchen und letzen Endes finden sollte.
So fragte ich ob es mehr zu sehen gäbe als jene Hallen. Ich machte sie aufmerksam auf den Baum welcher mir in Gedanken kam. Und so kam es das sie auch mit Misstrauen in Blick und stimme mich hinunter zu jenen begleitete, da jener eine Verbindung bzw. ein Gegenstück oder das Gegenstück zu jenem Baum darstellt welcher sich auf Gerimor befindet. Um zu beweisen das ich jenen anderen kenne erzählte ich ihr von dem Aufenthaltsort jenes Baumes auf Gerimor. Ein bejahendes nicken folgt und nun fanden wir uns vor dem baum wieder.
Ein Klingeln ertönt und Jolinn machte sich auf zum Eingang der Feste. Ihr Sohn Ansgar dagegen befand sich in meiner Nähe und begann nun in ein Lied durch Pfeifen einzustimmen, welches mich nach einer graumen Sekunde ansteckte und ich seiner vorgegebenen Melodie folgt, wobei es weniger als gelernt klang denn mehr dem Zufall entsprach.
Von dem Pfeifen ablenkt nahm ich nur unterbewusst die Reinheit der Erde wahr, welche sich um den Baum befand und durch einen Steinkreis begrenzt war. Jolinn berichtete mir von Geistern die um jenen herum hausten und ihn bewachten. Kaum einer ihrer selbst durfte an jenen Baum zu nahe heran, warum sollte ich es denn dürfen? Fragte ich mich als ich erkannte worin die Reinheit des Objektes welchen ich suchte befand.
Ich hätte den Augenblick nutzen sollen etwas Erde um den Baum zu nehmen als Jolinn draußen bei dem Neuankömmling war, doch waren meine Gedanken noch durch die Melodie und das sachte hin und her wippen zu jener benebelt und so kam mir erst jener als es bereits zu spät war.
Nachdem Jolinn wieder zurück kehrte, sagte sie mir dass es bald Zeit sein würde die Burg wieder zu verlassen, das sie noch einige Dinge zu erledigen hat. Unbehagen machte sich in mir breit. Ich erkannte das Gesuchte doch war durch die Erkenntnis ferner denn je, denn ich durfte zwar nahe heran doch Jolinns Augen waren auf mir wie ein Fuchs seine Beute beobachtete. Ich erzählte ihr nun von meinen weiteren Grund weshalb genau ich hier her gekommen sei. Jener Punkt führte dazu das sie zu mir sagte ich hätte nicht die Wahrheit gesprochen.
In meinen Gedanken und Geiste webten sich die Worte zusammen doch blieben sie unausgesprochen. So dachte ich wenn ich nicht die Wahrheit gesagt habe dann hätte ich gelogen doch so kam kein Wort der Lüge über meine Lippen, lediglich sagte ich noch nicht alles was genau ich wollte und jenes darf man nicht als Lüge bezeichnen. So folgte ich der Maxime das Lügen nie etwas zu rechtfertigendes ist, denn ich möchte ebenso nicht das man mich belügt und so blieb mein Gewissen rein, auch wenn es nicht die Ansicht von Jolinn entsprach dessen Bild sich von mir leider änderte mit meiner weiteren Erklärung. So kam es das ich Grimwould verlassen musste und mit betrübtem Blick die Burg verließ. Der erste Teil meiner Aufgabe war somit fehlgeschlagen. Und so nahm ich mir vor mehr auf das von anfang an einzugehen was mein Begehr ist ohne umher zu schweifen gar vom eigentlichen Thema abzuschweifen.
Meine Gedanken flossen dahin wie ein Quell der aus einem Berg entsprang und fanden ihren Weg in der Unendlichkeit. Nichts hätte meine Ruhe stören können, nicht einmal ein Stein der direkt auf meinem Kopf hätte
landen können. So verstrich die Zeit und es wurde langsam Abend.
Die Kälte begann langsam vom Boden aufzusteigen, durchfloss bereits meine Hände, ebenso Hände und Ohren waren nun deutlicher den je zu spüren und so öffnete ich meine Augen. Mein Blick wanderte über die sich vor meinen Augen eröffnende Landschaft. Ein großer See zwischen alten Bäumen in dem sich eine Vielzahl verschiedener Populationen befand. Drum herum kleine Holzhäuser die gerade zu einladen sie zu betreten und einen schönen Abend vor einen Kamin zu verbringen und so den Tag ausklingen zu lassen.
Meine Augen liefen weiter über die Szenerie als sie auf einem Mann hingen blieben der auf einer Bank saß, welche sich direkt vor dem See befand. Noch waren meine Augen von der Ruhe so überwältigt das ich sie ein wenig zusammen kneifen musste um zu sehen um wen es sich handelte. Nach wenigen Momenten klärte sich der Blick und ich erkannte des es sich im Kilyan handelte.
Sogleich legte sich ein sachtes Lächeln auf meine Lippen und ich stemmte mich, dabei die Hände auf den Boden drückend von jenem auf und ging Schnurtracks auf ihn zu. Meine Hand glitt zum Mund und ich ließ ein leises räuspern von mir, welches zur Wirkung hatte dass der Kopf Kilyans sich langsam zu mir drehte und seine Augen zu mir aufblickten. Leicht senkte ich meinen Kopf und sprach die Worte des Grußes gen ihn, welches er sogleich lächelnd erwiderte. Meine Hand deutete auf den freien Platz neben ihn worauf sogleich ein bejahendes Nicken auf meine unausgesprochene Frage folgte. So gleich glitt ich an ihm vorbei und ließ mich auf jener nieder.
Für einen Moment herrschte Stille, ehe Kilyan auf das Wasser blickend das Wort erhob und mich dennoch direkt ansprach. Seine Worte führten mich zu der Erkenntnis, dass es soweit war meinen geistigen Horizont zu erweitern und somit eine nächste Stufe in meiner Ausbildung einzuschlagen. Er stellte mir weniger ein Rätsel als die Aufgabe mich auf die Suche nach zwei Gegenständen zu begeben, welche weit von meiner Heimat ihren Aufenthaltsort auf Lameriast und dem Sumpf fanden. Etwas irritiert von jener Aufgabe hoben sich meine Augenbrauen und ein gewisses Gefühl der Angst oder Besorgnis über jenes Unterfangen schwebten einher mit einer inneren Spannung oder auch gar eine Art der Aufregung jener Aufgabe gerecht zu werden.
Doch nicht nur die Worte des Aufgabe folgten über Kilyan’s Lippen auch vernahm ich eine Warnung auf welche Ereignisse ich gewappnet sein muss und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten solle sodass ich mein Ziel mit Gewissheit erreichen würde. Später an einem anderen Tag und einer anderen Stunde würde ich mit bedauern genauer feststellen worum es sich bei jenen Worten, die er mir bei seinem Abschied sagte halten würde, denn durch mein nicht ganz richtiges Verhalten, verpasse ich die Chance den ersten Teil meiner Aufgabe zu lösen.
Mein erstes Ziel bestand darin die Insel Lameriast aufzusuchen. Meine Wege sollten mich nach Nord Osten führen zu einer Burg aus Holz. Meine Gedanken surrten um jene als ich mich mit dem Schiff von Bajard aus machte um in wenigen Stunden Lameriast zu erreichen. Es war eine grausige Fahrt dorthin. Es wippte so als wolle das Meer das Schiff zum sinken bringen, sodass ich nicht dort ankommen sollte, doch die Seemänner waren tüchtig in ihrer Arbeit und so erreichten wie den Harfen an jenem sogleich das Schiff anlegte.
Auch wenn ich ein flaues Gefühl in der Richtung des Magens hatte so gab es dennoch keine weiteren gesundheitlichen Komplikationen auf der Schifffahrt. Und so nahm ich lediglich einen Schluck Wasser in der örtlichen Taverne und ließ mir sogleich eine kleine Ration von Brot fertig machen, sodass ich bei meinem Marsch ins noch mir Ungewisse nicht all zu viel Hunger leiden musste. So wartete ich einen Tag und machte mich sogleich mit munterem Tatendrang am nächsten Morgen auf die Reise gen Nord Ost. Wohl gespannt was passieren würde überlegte ich den ganzen Weg über mit gerunzelter Stirn was mich wohl erwartet, doch konnte ich mir keinen rechten Reim auf den Worten machen „Lege deine Vorurteile ab, sei schweigsam aufgrund deines Könnens und sprich immer die Wahrheit“, jene Kilyan bei meinem Gespräch mit ihm als Rat hinterließ.
Meine Gedanken jedoch lösten sich von der Grübelei ab, als ein Schwarm von Vögeln aufgeschreckt über die Wipfel der Bäume emporstiegen und sich immer weiter auf den Horizont zu bewegten. Der Weg auf jenem ich wandelte führte nach Nord Osten und so verlor ich den sinn als eben jener Vogelschwarm mich zurück holte. Ich blickte mich blinzelnd um und versuchte herauszufinden wo genau ich war. So stieg ich auf einen Baum und versuchte von dort aus eine bessere Sicht zu bekommen. Doch jenes unterfangen kostete ein wenig Zeit, weil meine Fähigkeit für Tollpatschigkeit nur all zu stark an jenem Tag ausgebildet war und ich nach dem ich endlich oben war einige blaue Flecken an den Beinen aufweisen konnte.
Nun denn befand ich mich auf dem Baum und meine Augen verengten sich aufgrund der Sonne welche bereits hoch im Zenit stand und langsam ihren ruhigen Abstieg gen Westen begann. Als meine Augen sich jedoch an das licht gewöhnten zogen sie ratlos umher auf der Suche nach einem mir bekannten Ort, doch nichts wahr zu sehen als endlose Weite bestücket mit unzählbar vielen Bäumen. Nur kurz sah mein Auge in der Ferne etwas weit aus größeres als die Baumwipfel, doch mein Geist hatte jene Information noch nicht verarbeitet sodass ich mich wieder herunter bewegte, als dann mich innerlich ein Schlag traf, der mich straucheln ließ und ich das Gleichgewicht auf den Ast verlor. So kam es das ich einige wenige Meter auf den Boden mit einem dumpfen Ton auftraf. Der schlag im inneren war mehr Erstauntheit die Burg aus Holz übersehen zu haben, als etwas was durch eine Krankheit verursacht wurde.
So mein Geist von der Endlosigkeit beseelt war nahm ich erst nach dem ich wieder herunter ging die Burg war. Jene lag genau auf meinen Weg durch den Wald und ich machte mich unter kurzweiligem Stöhnen auf mich durch Geäst und Unterholz zu kämpfen, auf das ich mein Ziel immer näher komme.
Die Seele war stark doch der Körper schwach nach jenem Marsch durch den Wald. Ich wollte nicht aufgeben, doch wenn der Geist will der Körper ab nicht dann kann man nicht dem einen das andere überlassen und der andere dürfe sich ausruhen. So schleppte ich mich mit schwachem Körper aber munteren Geist weiter voran bis sich endlich etwas in naher Ferne zeigt was weit weniger wie ein Baum alleine aussah sondern wie aufeinander gestapelte Bäume. Ich hielt inne und musterte es aus der Ferne. Meine Hand legte sich auf den Hals und rieb nachdenklich jenen. Als dann ich meine Hand zur Faust ballte und in die andere vereinbarend mit mir selber einschlug und mein Schritt fester als zuvor sich auf jene Burg machte.
Meine Kinnlade viel herunter als ich das mächtige „Etwas“ sah, welches mir nachher als Grimwould bekannt gemacht wurde. Etwas zögerlich schritt ich drauf zu und blickte mich suchend um ob ich ein Punkt finde der dafür sorgte das ich genug Aufmerksamkeit bekomme damit jene die dort drin lebten wussten das ich vor ihren großen Toren stand. Doch reicht ein junges Stimmchen aus um auf sich aufmerksam zu machen. Nein, stellte ich fest als ich fast schwer nach Luft ringend zu der Burg empor rief. Etwas verbittert mit kratziger Stimme suchte ich nach etwas, als mein Blick auf ein Seil ging welches herunter ging und seinen Anfang in einer schweren alten Glock fand. Ich fühlte mich so als hätte ein Pferd mir die Hinterläufe direkt ins Gesicht geschlagen. Mit halben Schatten über den Augen ging ich auf die Glocke zu und zog kräftig an dem band, auf dass gleich ein lautes Läuten entstand.
Nach wenigen Momenten hörte ich bereits die mir noch unbekannte Stimme und ich blickt suchend nach jener zu den Palisaden auf. Von unten sah jene Person jedoch nur wie ein kleiner Fleck in meinen Augen aus da die Entfernung zu groß war als das ich irgendetwas genauer erkennen konnte. So rief ich erneut etwas zu jener Person hoch. Als Antwort sah ich lediglich wie der Kopf verschwand und in wenigen Sekundenläufen sich vor mir die großen Tore öffneten und eine in meinen Augen fast ebenso große Frau daraus hervor trat. Wie bereits am Anfang klappte sich die untere Hälfte meines Mundes herunter doch des Anstandes willen zog ich jenen wieder empor und versuchte ein Lächeln auf den Lippen zu zaubern. Ich vollführte eine Verbeugung welche mich etwas nach vorne straucheln ließ und bekundete somit meinen Respekt.
Ich erkannte nun an der Größe des es sich um Tiefländer handelte zu jenen mich Kilyan schickte. Aus vorherigen Stunden unter den Menschen lernte ich einige wenige Worte in ihrer Sprache und so stellt ich mich vor ihr und schlug mit der geballten Faust auf meine Brust und rief laut aus…“Stolz und Ehre“. Also Antwort erhielt ich jedoch nur ein warmes Lächelnd und ein grüßendes Lächeln. Später würde ich erfahren das ich mich verabschiedete denn einen Gruß aussprach.
Die Folge meiner Ankunft war die Frage der großen Frau, welche mich weit überragte weshalb mich meine Wege hier herführten und so erklärte ich ihr ohne alle Worte meines Ziels auszusprechen mein Anliegen. Kilyan gab mir die Aufgabe einen Gegenstand zu finden der die Inkarnation etwas vollkommen reinen zu finden. Doch hielt ich es für unangebracht mich gleich meiner Sorge bei jener Frau zu entsorgen und schwieg noch überjenes Anliegen, was mir jedoch später das Genick brechen sollte. Ich wollte erst das Vertrauen jener Menschen gewinnen, gar hoffte ich dass es vielleicht zu späteren Tagen, Monaten und Jahren zu einer Freundschaft zwischen mir und den Tiefländern kommt.
Doch das wird eine andere Geschichte sein dachte ich mir als die Frau mich bereitwillig dazu einlud mir die Burg Grimwould zu zeigen. Ebenso war ihr Sohn dabei. Die Namen der beiden erfuhr ich erst später doch ist jenes dorthin kommen weit aus weniger wichtig als mein eigentliches Ziel. Sie hießen Jolinn und Ansgar.
Als ich nun den Innenhof jener Burg betrat ward mir erst jetzt die gewaltige Anwesenheit der Kraft der Tiefländer bewusst, welche jenes errichtet haben. Ihre Erklärungen erzählten von der Burg von den Menschen die hier wohnte und lebten.
Der Weg führte an einem baum so hoch das man meinen könnte er wäre unendlich weit vorbei, jenen erblickte ich jedoch nur aus der Peripherie und so nahm ich keine weitere Notiz von ihm, sondern konzentrierte mich noch immer auf alles andere um mich herum. Der Fehler wie mir später ebenso bewusst war, das ich nicht nur alles sagte was ich wollte, sondern auch das was genau um mich herum geschah nicht all zu genau beobachtete.
Sie führte mich eine robuste und weitläufige Treppe empor welche ihr Ende in einer Halle fand in dessen Mitte ein Feuer loderte. Das Leuchten des Feuers war in meinen Augen unbeschreiblich. Es war als würden die Flammen ein Eigenleben erfinden und auf jener Feuerstelle umher tanzen so als seien sie sich selber bewusst so etwas zu vollbringen. Ebenso waren die unsere Schatten so lang und reihten sich umher an der Wand so dass ein Lichtspiel aus Schatten und Licht an der Wand entstand.
Mein Blick wanderte zu Jolinn und Ansgar und wir erzählten von einander. Dinge über die Burg und über die Familie der Hinrahs. Doch ein Wermutstropfen haftete immer noch an mir denn ich konnte nichts von dem entdecken was ich suchen und letzen Endes finden sollte.
So fragte ich ob es mehr zu sehen gäbe als jene Hallen. Ich machte sie aufmerksam auf den Baum welcher mir in Gedanken kam. Und so kam es das sie auch mit Misstrauen in Blick und stimme mich hinunter zu jenen begleitete, da jener eine Verbindung bzw. ein Gegenstück oder das Gegenstück zu jenem Baum darstellt welcher sich auf Gerimor befindet. Um zu beweisen das ich jenen anderen kenne erzählte ich ihr von dem Aufenthaltsort jenes Baumes auf Gerimor. Ein bejahendes nicken folgt und nun fanden wir uns vor dem baum wieder.
Ein Klingeln ertönt und Jolinn machte sich auf zum Eingang der Feste. Ihr Sohn Ansgar dagegen befand sich in meiner Nähe und begann nun in ein Lied durch Pfeifen einzustimmen, welches mich nach einer graumen Sekunde ansteckte und ich seiner vorgegebenen Melodie folgt, wobei es weniger als gelernt klang denn mehr dem Zufall entsprach.
Von dem Pfeifen ablenkt nahm ich nur unterbewusst die Reinheit der Erde wahr, welche sich um den Baum befand und durch einen Steinkreis begrenzt war. Jolinn berichtete mir von Geistern die um jenen herum hausten und ihn bewachten. Kaum einer ihrer selbst durfte an jenen Baum zu nahe heran, warum sollte ich es denn dürfen? Fragte ich mich als ich erkannte worin die Reinheit des Objektes welchen ich suchte befand.
Ich hätte den Augenblick nutzen sollen etwas Erde um den Baum zu nehmen als Jolinn draußen bei dem Neuankömmling war, doch waren meine Gedanken noch durch die Melodie und das sachte hin und her wippen zu jener benebelt und so kam mir erst jener als es bereits zu spät war.
Nachdem Jolinn wieder zurück kehrte, sagte sie mir dass es bald Zeit sein würde die Burg wieder zu verlassen, das sie noch einige Dinge zu erledigen hat. Unbehagen machte sich in mir breit. Ich erkannte das Gesuchte doch war durch die Erkenntnis ferner denn je, denn ich durfte zwar nahe heran doch Jolinns Augen waren auf mir wie ein Fuchs seine Beute beobachtete. Ich erzählte ihr nun von meinen weiteren Grund weshalb genau ich hier her gekommen sei. Jener Punkt führte dazu das sie zu mir sagte ich hätte nicht die Wahrheit gesprochen.
In meinen Gedanken und Geiste webten sich die Worte zusammen doch blieben sie unausgesprochen. So dachte ich wenn ich nicht die Wahrheit gesagt habe dann hätte ich gelogen doch so kam kein Wort der Lüge über meine Lippen, lediglich sagte ich noch nicht alles was genau ich wollte und jenes darf man nicht als Lüge bezeichnen. So folgte ich der Maxime das Lügen nie etwas zu rechtfertigendes ist, denn ich möchte ebenso nicht das man mich belügt und so blieb mein Gewissen rein, auch wenn es nicht die Ansicht von Jolinn entsprach dessen Bild sich von mir leider änderte mit meiner weiteren Erklärung. So kam es das ich Grimwould verlassen musste und mit betrübtem Blick die Burg verließ. Der erste Teil meiner Aufgabe war somit fehlgeschlagen. Und so nahm ich mir vor mehr auf das von anfang an einzugehen was mein Begehr ist ohne umher zu schweifen gar vom eigentlichen Thema abzuschweifen.