Die Wege trennen sich
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2008, 12:51
Die Wege trennen sich
Die Tür schlug hinter Crean zu. Seine blauen Augen, blasser noch als sie gewöhnlich schimmerten, sahen den steinernen Boden vor sich, als er den sonnendurchfluteten Turm die schmale Treppe hinunterstieg. Niemand außer ihm und dem Paladin wusste, was in dem Zimmer gesprochen wurde – und vermutlich würde es nie jemand erfahren. Er stand im Eingang des Kirchenhauses und drehte sich nocheinmal um. Er atmete Tief ein und aus, sein Blick schweifte durch die Kirche, als wolle er den Eindruck für immer im Geiste konservieren. Dann ging er weiter. Sein Weg führte ihn, am plätschernden lebensspendenden Quell vorbei, in seine kleine Unterkunft. Das Buch auf dem Schreibtisch war noch aufgeschlagen. Er schloss es. Der blaue Ring, der früher so fest am Finger saß, löste sich nun wie von allein und er legte ihn in das kleine Kästchen auf dem Tisch. Er legte seine Kleider ab, die das Siegel des Ordens trugen. Sein letzter Weg in diesen Mauern führte ihn in die Stallung. Er hatte seinen Mustang immer gemocht doch heute war er besonders froh, den treuen Begleiter an seiner Seite zu wissen. Er befestigte sein weniges Hab und gut, dann schwang er sich in den Sattel.
Langsam trabte er durch das offene Tor. Die Sonne schien ihm hell ins Gesicht. Heller den je, so kam es dem Mann der Kirche vor. Und die Worte, die ihm nun in den Sinn kamen, malten ein zufriedenes Lächeln auf die blassen Lippen des Mannes:
Pro lucro tibi pone diem, quicumque sequetur!
Sieh' jeden Tag, der noch kommen wird, als Gewinn an!
Die Tür schlug hinter Crean zu. Seine blauen Augen, blasser noch als sie gewöhnlich schimmerten, sahen den steinernen Boden vor sich, als er den sonnendurchfluteten Turm die schmale Treppe hinunterstieg. Niemand außer ihm und dem Paladin wusste, was in dem Zimmer gesprochen wurde – und vermutlich würde es nie jemand erfahren. Er stand im Eingang des Kirchenhauses und drehte sich nocheinmal um. Er atmete Tief ein und aus, sein Blick schweifte durch die Kirche, als wolle er den Eindruck für immer im Geiste konservieren. Dann ging er weiter. Sein Weg führte ihn, am plätschernden lebensspendenden Quell vorbei, in seine kleine Unterkunft. Das Buch auf dem Schreibtisch war noch aufgeschlagen. Er schloss es. Der blaue Ring, der früher so fest am Finger saß, löste sich nun wie von allein und er legte ihn in das kleine Kästchen auf dem Tisch. Er legte seine Kleider ab, die das Siegel des Ordens trugen. Sein letzter Weg in diesen Mauern führte ihn in die Stallung. Er hatte seinen Mustang immer gemocht doch heute war er besonders froh, den treuen Begleiter an seiner Seite zu wissen. Er befestigte sein weniges Hab und gut, dann schwang er sich in den Sattel.
Langsam trabte er durch das offene Tor. Die Sonne schien ihm hell ins Gesicht. Heller den je, so kam es dem Mann der Kirche vor. Und die Worte, die ihm nun in den Sinn kamen, malten ein zufriedenes Lächeln auf die blassen Lippen des Mannes:
Pro lucro tibi pone diem, quicumque sequetur!
Sieh' jeden Tag, der noch kommen wird, als Gewinn an!