Vorahnungen..
Verfasst: Freitag 13. Juni 2008, 11:39
Shaera ließ sich wieder einmal auf der Oberfläche des Sees treiben, ruhig, träumerisch und baren Körpers, wie üblich. Die weiten Haare der Elfe schmiegten sich an ihren zierlichen Körper und wallten über Hals und Schlüsselbein, den Busen beharrlich verdeckend. Anders als sonst lag jedoch etwas Sorgen- und Gedankenvolles in ihren Augen - matte Blicke und ein flüchtiges Runzeln der Stirn verliehen dem ebenmäßigen Zügen der Elfe etwas unbestimmt Trauerndes und vertrieben die sonstige Unbeschwertheit, als ruhe eine Last auf ihr. Sie störte sich kaum an der Aufmerksamkeit der Wachen im nahen Waldstück. Sie war vergeben und jeder von ihnen wusste das.
„Doch weshalb dann diese Wandlung? Behandelt er sie nicht richtig?“ überlegten die Wächter des Waldes und gelegentlich erkundigten sie sich bei Lu – ihrem Geliebten, denn von ihr selbst erhielten sie nur knappe, wortkarge Antworten, zuweilen reagierte sie nichteinmal auf die Fragerei der Anderen, auch wenn diese es nur Gut meinten.
Lange schon spürte die noch recht junge Elfe, wenngleich sie in der Sala derzeit die Älteste war, ein bedrückendes Gefühl. Irgendetwas sollte geschehen, das wusste sie, sie ahnte auch, was ihr solche Schmerzen bereitete, innere Schmerzen, doch wie könnte sie es verhindern? Ihre Gedanken schweiften ab, bis sie scheinbar friedlich – auf dem Wasser des Sees treibend – eingeschlafen war.
Auch dies war ihnen nichts Neues, einzig über den jähen Wandel ihrer Gefühle von ihrer Realität in jene von ihrer Traum-Welt erschreckten die Elfenwachen.
Sie dachte nach: Über geschehene Dinge der Vergangenheit, über die der Zukunft und über Geschehnisse der Gegenwart.
Vorahnungen..
Schlimm sind sie, blockieren das Denken, verhindern Freude und bringen nur Leid, weshalb nur habe gerade ich öfter Vorahnungen als die meisten anderen?
Verzweiflung..
Eine Elfe sollte keine Verzweiflung verspüren, sie hat in ihrer Sala Genügende, die ihr Rat geben können. Weshalb spüre ich Verzweiflung? Mir kann niemand helfen. Nicht in dieser Sache.
Trauer..
Trauer ist vielfältig und es gibt unzählige Ausdrücke für sie. Man findet sie in Vielem: Unter anderem in der Angst, in der Verzweiflung, sowie in den Vorahnungen.
Als sie wieder aufwachte, war es bereits spät. Anscheinend hatte sie über Stunden auf dem Wasser gelegen und geschlafen. Sie schwamm zum Rand des Sees und rief zwei der Wachen zur Hilfe. Die Eine stützte sie, da ihr durch die lange Zeit im Wasser die Knie weich geworden waren und sie immer wieder hinzufallen drohte. Die zweite Wache half ihr beim abtrocknen, hüllte sie anschließend in eine Toga und brachte sie zu ihrem Zimmer. Sie legte sich nochmals eine kleine Weile nieder und ruhte, ehe sie erneut erwachte, ihr Zimmer verließ und zu dem ihres Geliebten wanderte. Ein sanftes, liebevolles lächeln stahl sich auf ihre Lippen, als sie sah, dass er beim Lesen eines seiner Bücher eingeschlafen war.
„Wie ein kleiner Junge...“ schoss es Shaera durch den Kopf und einen Moment hegte sie wieder jene Fantasie von einer Tochter, deren Vater der Elf vor ihr sein würde. Leise schlich sie zu ihm hin und legte behutsam ihre Hände auf seine Schultern, ihre Wange an seinem Rücken genoss sie die Nähe zu ihm.
„Doch weshalb dann diese Wandlung? Behandelt er sie nicht richtig?“ überlegten die Wächter des Waldes und gelegentlich erkundigten sie sich bei Lu – ihrem Geliebten, denn von ihr selbst erhielten sie nur knappe, wortkarge Antworten, zuweilen reagierte sie nichteinmal auf die Fragerei der Anderen, auch wenn diese es nur Gut meinten.
Lange schon spürte die noch recht junge Elfe, wenngleich sie in der Sala derzeit die Älteste war, ein bedrückendes Gefühl. Irgendetwas sollte geschehen, das wusste sie, sie ahnte auch, was ihr solche Schmerzen bereitete, innere Schmerzen, doch wie könnte sie es verhindern? Ihre Gedanken schweiften ab, bis sie scheinbar friedlich – auf dem Wasser des Sees treibend – eingeschlafen war.
Auch dies war ihnen nichts Neues, einzig über den jähen Wandel ihrer Gefühle von ihrer Realität in jene von ihrer Traum-Welt erschreckten die Elfenwachen.
Sie dachte nach: Über geschehene Dinge der Vergangenheit, über die der Zukunft und über Geschehnisse der Gegenwart.
Vorahnungen..
Schlimm sind sie, blockieren das Denken, verhindern Freude und bringen nur Leid, weshalb nur habe gerade ich öfter Vorahnungen als die meisten anderen?
Verzweiflung..
Eine Elfe sollte keine Verzweiflung verspüren, sie hat in ihrer Sala Genügende, die ihr Rat geben können. Weshalb spüre ich Verzweiflung? Mir kann niemand helfen. Nicht in dieser Sache.
Trauer..
Trauer ist vielfältig und es gibt unzählige Ausdrücke für sie. Man findet sie in Vielem: Unter anderem in der Angst, in der Verzweiflung, sowie in den Vorahnungen.
Als sie wieder aufwachte, war es bereits spät. Anscheinend hatte sie über Stunden auf dem Wasser gelegen und geschlafen. Sie schwamm zum Rand des Sees und rief zwei der Wachen zur Hilfe. Die Eine stützte sie, da ihr durch die lange Zeit im Wasser die Knie weich geworden waren und sie immer wieder hinzufallen drohte. Die zweite Wache half ihr beim abtrocknen, hüllte sie anschließend in eine Toga und brachte sie zu ihrem Zimmer. Sie legte sich nochmals eine kleine Weile nieder und ruhte, ehe sie erneut erwachte, ihr Zimmer verließ und zu dem ihres Geliebten wanderte. Ein sanftes, liebevolles lächeln stahl sich auf ihre Lippen, als sie sah, dass er beim Lesen eines seiner Bücher eingeschlafen war.
„Wie ein kleiner Junge...“ schoss es Shaera durch den Kopf und einen Moment hegte sie wieder jene Fantasie von einer Tochter, deren Vater der Elf vor ihr sein würde. Leise schlich sie zu ihm hin und legte behutsam ihre Hände auf seine Schultern, ihre Wange an seinem Rücken genoss sie die Nähe zu ihm.