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Benat

Verfasst: Sonntag 1. Juni 2008, 13:49
von Savira
Der süßliche Gestank der einsetzenden Verwesung waberte wie das Bouquet eines guten Weines durch das Kistenlager im Keller der Bank zu Bajard.

Ein Mann rief um Hilfe, Benat sei krank, und sie konnte nicht anders, als diesem dicken Narr, der dem Sternenvater huldigte zu folgen, als dieser dem Hilferuf des Maskierten folgte.

Doch der Anblick der sich unten bot war ein Schock für ihn und die anderen Narren, und eine Offenbarung für sie.

Benat aß bereits seine eigene Hand, hatte seine eigenen Augen ausgestochen (und vermutlich ausgelutscht), doch sein Hunger nach frischem Fleisch war noch nicht gestillt, als des dicken Priesters angesichtig wurde.

Der dicke Priester wollte ihm tatsächlich helfen, konnte er nicht sehen, daß ihm nichtmehr zu helfen war?
Die Seele des Bankmenschen steckte zwar noch in seinem Körper, jedoch war für jeden unübersehbar, wem sie bestimmt war, was ihr Schicksal sein würde, sobald sie den Körper vrließ.
Für sie galt es nun zu verhindern, daß ein Narr sich diesem Schicksal in den Weg stellte. Der druide neben ihm, war ein noch sehr viel größerer Narr, weil er nicht erkannte worum der Streit der Beiden wirklich ging - die Seele.

Doch, dennoch, der Dicke setze an, Seele und Leib mit eigener Handvoneinander zu trennen , verbunden mit einem Segen...
Zeit, keine Zeit zu reagieren..
Schnell etwas schnelles, das ihn in seinem Vorhaben stört.
Eine kleine Veränderung im Lied, schwach, kaum spürbar, schnell bewirkt, doch mit großer Auswirkung auf das Tun des Dicken, als diesen ein heftiger Schmerz ins Kreuz schoß.

Nun war der Kampf natürlich unvermeidbar, aber der war in Kauf zu nehmen, wenn nur.. das Werk getan wurde.
Sie hate sichtlich Schwierigekeiten sich der beiden und ihren Angriffen zu erwehren, so schnell und so heftig wie sie ihre Harmonien gegen sie richteten, konnte sie gar nicht reagiren, und wenn zusätzlich der Fleischberg mit erhobenem Stab auf sie zurollte, gab es wenig, daß ihm Einhalt gebiten konnte.

Doch ihr Plan ging auf. Die närrischen Menschen zogen Waffen, Äxte. Armbrüste, sie bekam es aus den Augenwinkeln mit, daß sie den Leichnam töteten, während sie zunehmend von den Zweien in die Ecke gedrängt wurde.

DAS war der Sieg, das Ziel der riskanten Aktion.
Andere hatten Seele und Körper getrennt und der Dicke war zu sehr mit ihr beschäftigt, die Seele SEINEM Zugriff zu entziehen.

Draußen, vor der Bank rächte sich der Dicke dann an ihr, nun rief er seine Avatare und ihr Versuch sich dagegen zu wehren, es zu unterbinden, war zum Scheitern verurteilt. Die Luftgeister trugen sie hinaus aus dem Ort - und beschädigten nebenher noch einige Dächer in der Umgebung.

Dennoch. Die Seele war ihrer Bestimmung zugeführt worden.
So schien es.

Denn als die draußen vor dem Ort ihren brummenden Kopf und ihre wackeligen Beine sortierte, kam es zu etwas unerwartetem.
Die Seele, sie geisterte noch immer durch den Keller, und während sie sich sortierte, ging der Dicke in den Keller und exorzierte sie.
Sie kam zu spät zurück, in Verkleidung um es nochmals verhindern zu können.

Doch verloren.

Verfasst: Sonntag 1. Juni 2008, 17:55
von Tithus Hemmel
Die Seele war befreit, Horteras nahm sich ihrer an.

Eine Seele die von Horteras genommen wird lebt ewig, sie lebt im Sternenlicht, sie reist mit dem Sternenlicht durch Raum und zeit, und dort wird sie ewig leben, denn nur das Licht ist wahrlich ewig.

Und so wird Benat mit dem Sternenlicht reisen, unter Horteras' Schutz.

Die Rabendienerin war lästig, sie keifte und laberte wirres Zeug, da war es nur gut und recht, sie aus Bajard herauszukomplimentieren - wo sie hingehörte? Unter die Erde natürlich. Elendes Pack, Titus hatte mit diesem Gesindel wahrlich genug ärger.

Aber eines war ihr nicht geglückt. Dass diese Seele dem Raben anheim fiel. Da war der Dicke schneller.

Er war geschwächt, dieser Abend war zuviel für ihn.

Doch er war durchaus zufrieden.

Nur eines blieb noch offen, das ihm Sorge bereitete.

Was bei Horteras' Stern war mit diesem Dorf geschehen?