Die Suche nach dem Diener des Raben..
Verfasst: Donnerstag 29. Mai 2008, 04:58
.."Frau Amar... Frau Amar, wach auf, oder willst du den ganzen Tag verschlafen?" drang die Stimme in ihr Ohr. Tatsächlich stand die Sonne schon fast wieder dem Untergang geneigt als sie ihre Augen öffnete und zum Himmel empor blickte. Die letzten Nächte waren lang und forderten ihr mehr Kraft ab als sie zugeben vermochte. Der junge Burche den sie vor einigen Tagen im Wald aufgegriffen hatte saß derweil wieder an der Feuerstelle und rührte sichtlich angestrengt in einem leise blubberndem etwas herum. "Das Essen ist gleich fertig" fügte er dann ohne ihr einen Blick zu schenken hinzu.
Die letzten Wochen haben Marie verändert, auf eine Art und Weise die ihr selbst befremdlich vorkam, jedoch empfand sie es weder als schlecht noch in irgend einer Weise für gut, es war einfach da und sie hatte längst das akzeptiert was geschehen war. Kurz schaute sie nachdenklich zu dem Burschen dessen Namen sie nicht einmal kannte, oder hatte sie ihn nur nicht mehr gewust? Es war nicht von Bedeutung, nichts war mehr von Bedeutung, bis auf eines.... Ihn zu finden.
Erschrockenen Blickes schaute sie auf sich selbst dabei ertappt wie sie in Gedanken versunken war. Der Bursche am Lagerfeuer, er brabbelte etwas , oder redete er mit ihr? Es war nicht wichtig. Sie folgte den Bewegungen seiner Lippen, er sagte eindeutig etwas aber sie konnte ihn nicht hören, sie wollte ihn nicht hören. Warum war er überhaupt da? Erneut viel ihr Blick zum Himmel der sich bedrohlich rot zu färben begann... "Die Sonne, sie geht bereits unter" flüsterte sie zu ich selbst. Der Anblick des Himmels hatte etwas in ihren Augen geweckt, ein Wimpernschlag lang konnte man ein funkeln darin erkennen. Instinktiv griff sie nach ihrem Bogen und zuckte mit einer lautlosen Bewegung einen der Pfeile aus dem Köcher der neben ihr lag... "Es tut mir leid".. tat es das? sie konnte sich die Frage auch ebenso selbst beantworten denn im gleich Moment spannte sie den Pfeil in ihrem Bogen und richtete jenen auf den jungen Burschen. Sein Blick hatte etwas befriedigendes, etwas forderndes... "Es tut mir leid..." ..erklang es erneut aus ihrer Kehle jedoch deutlich leiser und weniger zu dem jungen Burschen bestimmt. Dann folgte der Schuss, ein Treffer, mitten durch sein Herz. Der tot legte sich erneut um ihr Gegenüber, war sie diesen Anblick so sehr gewohnt dass er sie kaum mehr berührte? Erneut eine Frage die sie sich folglich im selben Augenblick selbst beantworten konnte.
Ein tiefer, durchdringender Schmerz zerrte sie aus der Realität zurück in eine andere Realität. "Was geschieht mit mir?" hechelte sie leise. Ein aufhusten ihrerseits weckte sie erneut aus ihren Gedanken. Blut, ihr eigenes Blut tropfte aus dem rechten Mundwinkel. Sachte fuhr sie sich mit der Zungenspitze durch jenen Mundwinkel und führte jene ein kleines stückchen weiter die obere Lippe entlang.... "Ich werde euch finden".. sprach sie leise, dennoch entschlossen.
Ein Griff in ihre Gürteltasche, ein kleines gläsernes Fläschchen hervorbringend, es öffnend nippte sie kurz daran. Der Inhalt legte sich warm im innern ihrer Kehle und erfüllte sie kurz mit einem deutlichen verzerren des Gesichts. Ihr Blick wirkte kühl und doch recht erschrocken bei dem Anblick des nun leeren Fläschchens. Ein erneutes Aufhusten drang sie in eine gebückte Haltung, dann auf ihr linkes Knie, ihre Kraft schwand, sie musste ihn finden, doch was dann?
"Verflucht seist du! Ich werde dich töten, ja töten!" .. "aber warum? seine Hilfe und das Angebot waren doch mehr als großzügig?" .. "Du hast mich vergiftet! Du hast mir das angetan!" .. "Selbst hast du dir das angetan, deine momentane Lage hast du dir selber zuzuschreiben" .. "Sei still! Sei endlich still!" .. sie fuhr plötzlich erschrocken auf, den Blick in die Ferne richtend. War dort etwas? War er es? Sie ringte die Stimmen in ihren Gedanken nieder und konzentrierte sich wieder auf ihre Umgebung. Ein kurzes Schmunzeln zierte nun ihre Lippen, ein Griff nach dem Köcher mit den Pfeilen, ein zweiter nach dem Bogen, eine schnelle Bewegung und sie verschwand im Schatten der Bäume die nun gänzlich den Boden füllten da die Sonne sich in ihrem Zyklus nun dem Ende neigte.
"Er wird dich finden, wie er es bis her immer getan hat" .. erklang wieder die Stimme in ihrem Kopf .. "Nicht wenn ich ihm zuvorkomme" .. "Er spielt nur mit dir, du bist nur sein Spielzeug" .. kurz über diese Worte nachdenkend ging sie in die Hocke im Schutze eines Baumes. Keine vierzig Schritt vor ihr, auf einer relativ schmalen Straße zogen einige bewafnette Reiter vorbei... "zwei, vier... acht.... nein warte... ".. sprach sie gänzlich zu sich selbst in Gedanken.. "Schau dort".. fügte sie hinzu. Abseits des Weges war noch eine Bewegung zu erkennen... "ein Späher".. nickte sie sich selbst zu und beobachtete einen Wimpernschlag lang weiter die Reisenden.
"Du musst das nicht tun" .. "was nicht tun?" .. "Du weißt was ich meine" .. "und wenn schon, ich tue es nicht weil er es will" .. "tust du es nicht?" .. "nein... Nein!" .. Mit einer so elleganten Bewegung wie man jene nur einem Elf zutrauen würde spannte sie einen Pfeil in ihrem Bogen. Der Schuß folgte sogleich, Treffer, ein glatter Durchschuß. Der erste Reiter hatte kaum zeit aus seinem Sattel zu rutschen da riss der nächste Pfeil dem zweiten bereits die Kehle auf. Dann folgte ein Scheppern der schweren Rüstung als jenes erste Opfer zu Boden fiel. Doch sie lies ihnen nicht einmal die Zeit zum reagieren geschweigedenn zum realisieren in welcher Situation sie sich geradewegs befunden hatten. Es zischte drei weitere male, nummer drei, vier und fünf glitten leise vom Sattel zu Boden.. "Der Späher, gib Acht.." .. "Halt endlich den Mund!" erwiederte sie in Gedanken. Instinktiv griff sie nach ihrer leicht gebogenen Klinge, eine halbkreisende Bewegung um einen der Bäume reichte um auf Widerstand zu stoßen, der Späher.. "wie ungeschickt".. entwich es ihrer Kehle. Mit einem schmatzenden Geräusch zog sie ihre Klinge zurück und warf jene gegen den sechsten Reiter der sofort vom Pferd gerissen wurde und mit einem scheppernden Laut zu Boden fiel.
Die beiden verbliebenen Reiter waren bereits abgestiegen und suchten Schutz hinter ihren Tieren. Beide mit gezogener Klinge spähten nach dem Angreifer der sich nun vollends aus dem Schatten wagte und kurz die beiden musterte. Marie lies sich auf ihr linkes Knie nieder das eher einer Verbeugung glich, legte dabei den Bogen hinter sich auf den Boden und löste zwei ca. unterarm lange dolche von ihrem Gurt. Mit dem einen eine halbkreisförmige Linie vor sich ziehend winkte sie mit der anderen Hand die beiden auffordernd zu sich. Die beiden Männer blickten sich gegenseitig an, es verging kaum ein Wimpernschlag da stürmten sie zeitgleich auf sie zu mit weit erhobenen Klingen. Donnernd erklangen ihre Kampfschreie...
Ein satz nach vorn ... *zisch* *schlitz* ... Bewegung linksherum ... *stich* ... ein satz zurück ... *kling* ... endend mit einer akrobatisch anmutenden weiteren halbkreisförmigen Bewegung sich schließlich wieder in der Ausgangposition befindend ... *schmatz* *fletsch* ...
Langsam presste sie die luft aus ihren Lungen, ihr Atem nebelte für einen kurzen Augenblick ihr Gesicht in der mittlerweile frischer gewordenen Waldluft ein. Kaum lichtete sich der Atem vielen beide Männer scheppernd zu Boden.
"Bist du nun zufrieden?" .. Marie fuhr sich mit ihrer Zungenspitze kurz über ihre Lippen, ein seichtes, verschlagenes Lächeln schmückte nun ihre Gesichtszüge.. "zufrieden? wovon redest du?" .. "schau dich um, was ist aus dir geworden?" .. "ich weiß nicht was du meinst" .. "warum hast du diese männer getötet?" .. "weil 'ER' es verlangt" .. "Er? also bist du doch nur sein Spielzeug?!" .. "nein, er wird mich zu 'IHM' führen"....
Die letzten Wochen haben Marie verändert, auf eine Art und Weise die ihr selbst befremdlich vorkam, jedoch empfand sie es weder als schlecht noch in irgend einer Weise für gut, es war einfach da und sie hatte längst das akzeptiert was geschehen war. Kurz schaute sie nachdenklich zu dem Burschen dessen Namen sie nicht einmal kannte, oder hatte sie ihn nur nicht mehr gewust? Es war nicht von Bedeutung, nichts war mehr von Bedeutung, bis auf eines.... Ihn zu finden.
Erschrockenen Blickes schaute sie auf sich selbst dabei ertappt wie sie in Gedanken versunken war. Der Bursche am Lagerfeuer, er brabbelte etwas , oder redete er mit ihr? Es war nicht wichtig. Sie folgte den Bewegungen seiner Lippen, er sagte eindeutig etwas aber sie konnte ihn nicht hören, sie wollte ihn nicht hören. Warum war er überhaupt da? Erneut viel ihr Blick zum Himmel der sich bedrohlich rot zu färben begann... "Die Sonne, sie geht bereits unter" flüsterte sie zu ich selbst. Der Anblick des Himmels hatte etwas in ihren Augen geweckt, ein Wimpernschlag lang konnte man ein funkeln darin erkennen. Instinktiv griff sie nach ihrem Bogen und zuckte mit einer lautlosen Bewegung einen der Pfeile aus dem Köcher der neben ihr lag... "Es tut mir leid".. tat es das? sie konnte sich die Frage auch ebenso selbst beantworten denn im gleich Moment spannte sie den Pfeil in ihrem Bogen und richtete jenen auf den jungen Burschen. Sein Blick hatte etwas befriedigendes, etwas forderndes... "Es tut mir leid..." ..erklang es erneut aus ihrer Kehle jedoch deutlich leiser und weniger zu dem jungen Burschen bestimmt. Dann folgte der Schuss, ein Treffer, mitten durch sein Herz. Der tot legte sich erneut um ihr Gegenüber, war sie diesen Anblick so sehr gewohnt dass er sie kaum mehr berührte? Erneut eine Frage die sie sich folglich im selben Augenblick selbst beantworten konnte.
Ein tiefer, durchdringender Schmerz zerrte sie aus der Realität zurück in eine andere Realität. "Was geschieht mit mir?" hechelte sie leise. Ein aufhusten ihrerseits weckte sie erneut aus ihren Gedanken. Blut, ihr eigenes Blut tropfte aus dem rechten Mundwinkel. Sachte fuhr sie sich mit der Zungenspitze durch jenen Mundwinkel und führte jene ein kleines stückchen weiter die obere Lippe entlang.... "Ich werde euch finden".. sprach sie leise, dennoch entschlossen.
Ein Griff in ihre Gürteltasche, ein kleines gläsernes Fläschchen hervorbringend, es öffnend nippte sie kurz daran. Der Inhalt legte sich warm im innern ihrer Kehle und erfüllte sie kurz mit einem deutlichen verzerren des Gesichts. Ihr Blick wirkte kühl und doch recht erschrocken bei dem Anblick des nun leeren Fläschchens. Ein erneutes Aufhusten drang sie in eine gebückte Haltung, dann auf ihr linkes Knie, ihre Kraft schwand, sie musste ihn finden, doch was dann?
"Verflucht seist du! Ich werde dich töten, ja töten!" .. "aber warum? seine Hilfe und das Angebot waren doch mehr als großzügig?" .. "Du hast mich vergiftet! Du hast mir das angetan!" .. "Selbst hast du dir das angetan, deine momentane Lage hast du dir selber zuzuschreiben" .. "Sei still! Sei endlich still!" .. sie fuhr plötzlich erschrocken auf, den Blick in die Ferne richtend. War dort etwas? War er es? Sie ringte die Stimmen in ihren Gedanken nieder und konzentrierte sich wieder auf ihre Umgebung. Ein kurzes Schmunzeln zierte nun ihre Lippen, ein Griff nach dem Köcher mit den Pfeilen, ein zweiter nach dem Bogen, eine schnelle Bewegung und sie verschwand im Schatten der Bäume die nun gänzlich den Boden füllten da die Sonne sich in ihrem Zyklus nun dem Ende neigte.
"Er wird dich finden, wie er es bis her immer getan hat" .. erklang wieder die Stimme in ihrem Kopf .. "Nicht wenn ich ihm zuvorkomme" .. "Er spielt nur mit dir, du bist nur sein Spielzeug" .. kurz über diese Worte nachdenkend ging sie in die Hocke im Schutze eines Baumes. Keine vierzig Schritt vor ihr, auf einer relativ schmalen Straße zogen einige bewafnette Reiter vorbei... "zwei, vier... acht.... nein warte... ".. sprach sie gänzlich zu sich selbst in Gedanken.. "Schau dort".. fügte sie hinzu. Abseits des Weges war noch eine Bewegung zu erkennen... "ein Späher".. nickte sie sich selbst zu und beobachtete einen Wimpernschlag lang weiter die Reisenden.
"Du musst das nicht tun" .. "was nicht tun?" .. "Du weißt was ich meine" .. "und wenn schon, ich tue es nicht weil er es will" .. "tust du es nicht?" .. "nein... Nein!" .. Mit einer so elleganten Bewegung wie man jene nur einem Elf zutrauen würde spannte sie einen Pfeil in ihrem Bogen. Der Schuß folgte sogleich, Treffer, ein glatter Durchschuß. Der erste Reiter hatte kaum zeit aus seinem Sattel zu rutschen da riss der nächste Pfeil dem zweiten bereits die Kehle auf. Dann folgte ein Scheppern der schweren Rüstung als jenes erste Opfer zu Boden fiel. Doch sie lies ihnen nicht einmal die Zeit zum reagieren geschweigedenn zum realisieren in welcher Situation sie sich geradewegs befunden hatten. Es zischte drei weitere male, nummer drei, vier und fünf glitten leise vom Sattel zu Boden.. "Der Späher, gib Acht.." .. "Halt endlich den Mund!" erwiederte sie in Gedanken. Instinktiv griff sie nach ihrer leicht gebogenen Klinge, eine halbkreisende Bewegung um einen der Bäume reichte um auf Widerstand zu stoßen, der Späher.. "wie ungeschickt".. entwich es ihrer Kehle. Mit einem schmatzenden Geräusch zog sie ihre Klinge zurück und warf jene gegen den sechsten Reiter der sofort vom Pferd gerissen wurde und mit einem scheppernden Laut zu Boden fiel.
Die beiden verbliebenen Reiter waren bereits abgestiegen und suchten Schutz hinter ihren Tieren. Beide mit gezogener Klinge spähten nach dem Angreifer der sich nun vollends aus dem Schatten wagte und kurz die beiden musterte. Marie lies sich auf ihr linkes Knie nieder das eher einer Verbeugung glich, legte dabei den Bogen hinter sich auf den Boden und löste zwei ca. unterarm lange dolche von ihrem Gurt. Mit dem einen eine halbkreisförmige Linie vor sich ziehend winkte sie mit der anderen Hand die beiden auffordernd zu sich. Die beiden Männer blickten sich gegenseitig an, es verging kaum ein Wimpernschlag da stürmten sie zeitgleich auf sie zu mit weit erhobenen Klingen. Donnernd erklangen ihre Kampfschreie...
Ein satz nach vorn ... *zisch* *schlitz* ... Bewegung linksherum ... *stich* ... ein satz zurück ... *kling* ... endend mit einer akrobatisch anmutenden weiteren halbkreisförmigen Bewegung sich schließlich wieder in der Ausgangposition befindend ... *schmatz* *fletsch* ...
Langsam presste sie die luft aus ihren Lungen, ihr Atem nebelte für einen kurzen Augenblick ihr Gesicht in der mittlerweile frischer gewordenen Waldluft ein. Kaum lichtete sich der Atem vielen beide Männer scheppernd zu Boden.
"Bist du nun zufrieden?" .. Marie fuhr sich mit ihrer Zungenspitze kurz über ihre Lippen, ein seichtes, verschlagenes Lächeln schmückte nun ihre Gesichtszüge.. "zufrieden? wovon redest du?" .. "schau dich um, was ist aus dir geworden?" .. "ich weiß nicht was du meinst" .. "warum hast du diese männer getötet?" .. "weil 'ER' es verlangt" .. "Er? also bist du doch nur sein Spielzeug?!" .. "nein, er wird mich zu 'IHM' führen"....