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Von Ogern, Egeln und gebrochenen Rippen

Verfasst: Donnerstag 29. Mai 2008, 00:49
von Zap Teore
Seit einiger Zeit schon, liegt Zap mit offenen Augen im Bett und starrt die Decke des ihm fremden Hauses an. Auch an die ungewohnten Geräusche, der ihm neuen Umgebung, muss er sich erst gewöhnen. Nur gut dass das Schmerzmittel, welches er vorhin von Liliana bekommen hat, schon seine Wirkung tut. Er tastet behutsam den Verband ab, während er in dem dunklen Heilerzimmer auf dem Bett liegt. Zaps Wahrnehmung wird zunehmends trüber und es wird wohl nicht mehr all zu lange dauern bis ihm seine Augen zufallen.

Verfasst: Donnerstag 29. Mai 2008, 14:36
von Zap Teore
Langsm blinzelnd öffnete er seine Augen. Sein Körper war schwach, seine Wahrnehmung noch immer getrübt. Um ihn herum nichts als Dunkelheit. Zap rief, doch niemand kam. Plötzlich hörte er eine Stimme, oder waren es zwei? Ja, es schien so als würden sich zwei Personen miteinander unterhalten. Er konnte die Stimmen hören, ihre Worte verstand er jedoch nicht. Er rief nochmal, doch wieder keine Reaktion. Ein Ruck an die Bettkante und schon standen seine Füsse auf dem Holzboden. Schreckhaft zog er die Beine zurück. Der Boden war kalt, steinkalt. Wie konnte das sein?

Er zog seine Stiefel an und stand auf. Diese Stimmen konnte er nach wie vor hören. Den kalten Holzboden nicht weiter beachtend, tastete er sich mit ausgestreckten Armen aus dem Raum. Fahler Mondschein fiel durch die wenigen kleinen Fenster und gewährte ihm kleine Eindrücke der Umgebung. Nichts weiter ungewöhnlich wenn dieser andauernde Luftzug nicht wäre. Ein leichter Hauch der ständig durch den Raum zog, als würde der Zug Zap den Weg weisen wollen, und ihn wie eine Feder zu seinem entgültigen Ziel tragen. Er dachte nicht nach, er liess sich vom Luftzug treiben. Die Stimmen wurden kräftiger, er konnte jedoch noch immer keines der Worte verstehen.

Der Luftzug führte Zap zu einer Treppe. Feuchter, modernder Geruch stoch ihm in die Nase. Sein Atem stockte, die Stimmen waren nun deutlich auszumachen. Sie kamen aus dem Keller. Zaghaft schritt er, Stufe für Stufe, seinen Weg die Treppe hinab. Erkennen konnte er nichts - kein Fenster durchdass der fahle Mondschein seinen Weg finden kann. Die Stimmen waren zur Gänze verstummt, der Lufthauch nicht mehr zu spüren. Einzig allein der feuchte Gestank liess ihn darauf schliessen, dass er sich in einem Keller befand.

Er machte zwei kleine Schritte - plötzlich ein Scharren gefolgt von einem bedrohlichen Knurren. Er konnte die Bestie nicht sehen, aber er würde sie gleich spüren, soviel war ihm klar. Ein stechender Schmerz durchfuhr seine Rippen. Er blickte gebannt in katzenartige Augen. Die Pranke holte erneut zum Schlag aus.


Aaaaah!!

Ruckartig setzte sich Zap auf. Sein Atem ging schnell und hektisch. Er griff nach seinen Rippen. Der Verband war von Schweiss durchtränkt. Duch den Vorhang drang etwas Licht ins Zimmer - ein neuer Tag begann.