Erkundungsritt mit Folgen
Verfasst: Dienstag 27. Mai 2008, 23:34
„Gib Obacht!“, die Worte des Hauptmanns erschienen immer wieder in seinem Kopf.
Am Abend zuvor ritten sie beide gemeinsam aus, um Ihren Aufgaben, der Grenzwacht nachzukommen.
Die Stimmen waren nur dumpf zu vernehmen, Bronns Helm war geschlossen, das Visier bot ihm nur eingeschränkte Sicht und die Rüste, die ihm Schutz vor jedweder Art von Angriffen bieten sollte, trug dazu bei, dass die Erschöpfung stetig zunahm.
Dennoch war er sich seiner Pflicht bewusst und die aufmerksamen Blicke wanderten durchs Unterholz um jedwede Bewegung, die verdächtig wirken könnte, wahrzunehmen.
Auch wenn die Zeit der Trauer vorüber war, der Zorn wuchs zunehmend.
„Das Leid, das den unseren zugefügt wurde, soll jenen im gleichem Maß widerfahren, die sich mit den feigen Taten rühmen, als sie unser Lager den Flammen übergaben!“, kaum ein anderer Gedanke fand in Bronns Alltag Platz, dennoch ermahnte er sich selbst, den Kopf freizubekommen, denn mit getrübtem Blick würde er keinem eine Hilfe sein.
Vieles gab es zu bereden zwischen dem Hauptmann und seinem Adjutanten, nach dem sie ihren Grenzritt absolviert hatten, entschlossen sich Jonath Grauwind und Bronn Siebenschneid den Gerüchten nachzugehen, die sie über das Fischerdorf, dem seiner Meinung nach viel zu viel Aufmerksamkeit bemessen wurde, gehört haben. Wieder mal soll es die Burg Eisenwart um ihren Burgherren Khazkal Deslon sein, die sich mit fragwürdigen Bündnissen das Regime in Bajard sichern wollten.
Auf den Rücken ihrer treuen Rosse, Pilger & Wanderer, passierten sie den Kreuzweg und erreichten die Stallungen. Die roten Wappenröcke, geziert mit dem Greifen, der die Flügel gespreizt und das Maul geöffnet hat, waren für Kundige schon weitem zu erkennen. Der laue Wind in den Abendstunden trug die Umhänge, die sowohl die Rücken der Reiter, aber auch das Hinterteil der Tiere zum Teil bedeckten.
Überbliebende Kadaver und Unrat zierten die Straßen des Fischerdorfes. Übrig geblieben von den Übergriffen untoter Wesen, die aus dem Meer gestiegen waren, hatte Grauwind ihm gesagt, der es seinerseits von einer Schmiedin der auf der Insel Lameriast erfahren hatte. Selbst die Köter aus den Gossen, die der Hunger sicherlich plagte, machten einen weiten Bogen um die Leichenteile.
Mittlerweile stand der Mond am Firmament und die Sterne mimten die treuen Weggefährten der vollen Scheibe am Nachthimmel. Die Wege waren leer und kaum ein Bewohner des Dorfes kreuzte die Wege der beiden Greifen.
Lediglich in der hiesigen Taverne waren noch einige Gäste anzutreffen, die aber keiner weiteren Aufmerksamkeit bedurften und die beiden Greifen bezogen bei einem Krug Wasser und trockenem Brot im hinteren Teil der Taverne Stellung. Das was sie zu bereden hatte, sollte die Ohren Außenstehender nicht erreichen.
Die Wege der beiden trennten sich noch in dem Dorf und Bronn fällte die Entscheidung, die Nacht in einer Herberge am kleinen Hafen zu verbringen, um den Ritt ins Grenzgebiet der alatarischen Hochburg erst am nächsten Tag in Angriff zu nehmen. Auf den Hauptmann warteten noch Aufgaben, die keinen Aufschub duldeten.
Die Fehde, die es auszutragen galt, richtete sich gegen die Streiter der Bruderschaft Temoras, doch war es dem Adjutanten gleich, wem er seinen Zorn entgegenbringen konnte, sofern es sich um einen der Jünger der Götterhure handelte.
Er sei hier um nach dem Rechten zu sehen und für Gerechtigkeit im Namen Temoras zu sorgen, um das Leid abzuwenden,
Gerechtigkeit in einem Atemzug mit Temora zu nennen. Willkür würde es wohl treffender bezeichnen.
Ein Wort gab das andere und die Floskeln des Priesters, die er an die Hafendirne, deren Götze er anbetete, richtete, bescherten dem Adjutanten zwei zusätzlich Gegner, die es zu bezwingen galt.
Avatare der Flammen, welch Ironie?!
Die Klinge an die Stirn gerichtet, folgten die Ausfallschritte, um dem Priester nicht noch mehr Zeit zu gewähren, die Scharlatanerie fortzusetzen.
Die Erde gab unter seinen Schritten nach, als er festen Stand suchte, und den Schild vor sich hob, um sich selbst vor den züngelnden Flammen der beiden Avatare abzuschirmen. Mit der Klinge würde er wenig gegen sie ausrichten können, aber wenn er die Quelle des Übels erreichen würde, seine Klinge in den Leib des jungen Priesters stoßen und ihm mit einem weiteren Hieb die Kraft nehmen würde, dann würden auch die Elemente, die er befehligte schwinden… da war sich Bronn sicher.
Die Hitze stieg ins Unerträgliche, und der Schweiß stieg ihm ins Gesicht, als er sich mit energischen Bewegungen gegen die Flammen warf, um sie zu durchbrechen.
Die Parade des Priesters, als die beiden Waffen aufeinander trafen, waren das Einzige, was dem Greifen verriet, dass er seinen Gegner in dem Flammentanz gefunden hatte. Die Schlagfolge verlor an Stärke, jeder folgende Hieb fiel ihm schwerer als der vorherige und er sah nichts mehr, außer den Flammen vor sich, neben und hinter sich…
Am Abend zuvor ritten sie beide gemeinsam aus, um Ihren Aufgaben, der Grenzwacht nachzukommen.
Die Stimmen waren nur dumpf zu vernehmen, Bronns Helm war geschlossen, das Visier bot ihm nur eingeschränkte Sicht und die Rüste, die ihm Schutz vor jedweder Art von Angriffen bieten sollte, trug dazu bei, dass die Erschöpfung stetig zunahm.
Dennoch war er sich seiner Pflicht bewusst und die aufmerksamen Blicke wanderten durchs Unterholz um jedwede Bewegung, die verdächtig wirken könnte, wahrzunehmen.
Auch wenn die Zeit der Trauer vorüber war, der Zorn wuchs zunehmend.
„Das Leid, das den unseren zugefügt wurde, soll jenen im gleichem Maß widerfahren, die sich mit den feigen Taten rühmen, als sie unser Lager den Flammen übergaben!“, kaum ein anderer Gedanke fand in Bronns Alltag Platz, dennoch ermahnte er sich selbst, den Kopf freizubekommen, denn mit getrübtem Blick würde er keinem eine Hilfe sein.
Vieles gab es zu bereden zwischen dem Hauptmann und seinem Adjutanten, nach dem sie ihren Grenzritt absolviert hatten, entschlossen sich Jonath Grauwind und Bronn Siebenschneid den Gerüchten nachzugehen, die sie über das Fischerdorf, dem seiner Meinung nach viel zu viel Aufmerksamkeit bemessen wurde, gehört haben. Wieder mal soll es die Burg Eisenwart um ihren Burgherren Khazkal Deslon sein, die sich mit fragwürdigen Bündnissen das Regime in Bajard sichern wollten.
Auf den Rücken ihrer treuen Rosse, Pilger & Wanderer, passierten sie den Kreuzweg und erreichten die Stallungen. Die roten Wappenröcke, geziert mit dem Greifen, der die Flügel gespreizt und das Maul geöffnet hat, waren für Kundige schon weitem zu erkennen. Der laue Wind in den Abendstunden trug die Umhänge, die sowohl die Rücken der Reiter, aber auch das Hinterteil der Tiere zum Teil bedeckten.
Überbliebende Kadaver und Unrat zierten die Straßen des Fischerdorfes. Übrig geblieben von den Übergriffen untoter Wesen, die aus dem Meer gestiegen waren, hatte Grauwind ihm gesagt, der es seinerseits von einer Schmiedin der auf der Insel Lameriast erfahren hatte. Selbst die Köter aus den Gossen, die der Hunger sicherlich plagte, machten einen weiten Bogen um die Leichenteile.
Mittlerweile stand der Mond am Firmament und die Sterne mimten die treuen Weggefährten der vollen Scheibe am Nachthimmel. Die Wege waren leer und kaum ein Bewohner des Dorfes kreuzte die Wege der beiden Greifen.
Lediglich in der hiesigen Taverne waren noch einige Gäste anzutreffen, die aber keiner weiteren Aufmerksamkeit bedurften und die beiden Greifen bezogen bei einem Krug Wasser und trockenem Brot im hinteren Teil der Taverne Stellung. Das was sie zu bereden hatte, sollte die Ohren Außenstehender nicht erreichen.
Die Wege der beiden trennten sich noch in dem Dorf und Bronn fällte die Entscheidung, die Nacht in einer Herberge am kleinen Hafen zu verbringen, um den Ritt ins Grenzgebiet der alatarischen Hochburg erst am nächsten Tag in Angriff zu nehmen. Auf den Hauptmann warteten noch Aufgaben, die keinen Aufschub duldeten.
Die Fehde, die es auszutragen galt, richtete sich gegen die Streiter der Bruderschaft Temoras, doch war es dem Adjutanten gleich, wem er seinen Zorn entgegenbringen konnte, sofern es sich um einen der Jünger der Götterhure handelte.
Er sei hier um nach dem Rechten zu sehen und für Gerechtigkeit im Namen Temoras zu sorgen, um das Leid abzuwenden,
Gerechtigkeit in einem Atemzug mit Temora zu nennen. Willkür würde es wohl treffender bezeichnen.
Ein Wort gab das andere und die Floskeln des Priesters, die er an die Hafendirne, deren Götze er anbetete, richtete, bescherten dem Adjutanten zwei zusätzlich Gegner, die es zu bezwingen galt.
Avatare der Flammen, welch Ironie?!
Die Klinge an die Stirn gerichtet, folgten die Ausfallschritte, um dem Priester nicht noch mehr Zeit zu gewähren, die Scharlatanerie fortzusetzen.
Die Erde gab unter seinen Schritten nach, als er festen Stand suchte, und den Schild vor sich hob, um sich selbst vor den züngelnden Flammen der beiden Avatare abzuschirmen. Mit der Klinge würde er wenig gegen sie ausrichten können, aber wenn er die Quelle des Übels erreichen würde, seine Klinge in den Leib des jungen Priesters stoßen und ihm mit einem weiteren Hieb die Kraft nehmen würde, dann würden auch die Elemente, die er befehligte schwinden… da war sich Bronn sicher.
Die Hitze stieg ins Unerträgliche, und der Schweiß stieg ihm ins Gesicht, als er sich mit energischen Bewegungen gegen die Flammen warf, um sie zu durchbrechen.
Die Parade des Priesters, als die beiden Waffen aufeinander trafen, waren das Einzige, was dem Greifen verriet, dass er seinen Gegner in dem Flammentanz gefunden hatte. Die Schlagfolge verlor an Stärke, jeder folgende Hieb fiel ihm schwerer als der vorherige und er sah nichts mehr, außer den Flammen vor sich, neben und hinter sich…