Das Leben, ein einzig Spiel und Tanz
Verfasst: Montag 19. Mai 2008, 12:55
„Das Leben ist ein einziger Tanz, kennst du die richtigen Schritte, führen sie dich elegant voran“
Zwei verträumte Augen blickten voran, zwei rehbraune Augen welche die Gegend neugierig betrachteten, als ob jeder Blick etwas Neues mit sich bringen würde. Zwei nackte Füße traten auf den dreckigen Grund der Straße entlang, das Ziel der Füße war jedoch nicht einmal dem Kopf so richtig klar. Langes, goldblondes Haar fiel über die Schulter des jugendlichen Mädchens die summend durch die Straßen Varunas schritt, jedes Haus wurde interessiert betrachtet, jede kleine Ecke ausgekundschaftet und auch der große Brunnen inmitten des Marktplatzes wurde genauestens gemustert und mit großen Augen bestaunt.
Städte waren schon immer etwas Faszinierendes gewesen für die junge Velya, sie waren groß, voll mit Menschen und sie alle waren beschäftigt und hektisch. Nun nicht alle, aber die meisten. Eine Stadt voll mit Leben, das war Varuna und eine Stadt voll mit Spielgefährten, wenn man es so wollte, denn Velya war eine Spielerin und Tänzerin. Sie spielte ihr Spiel, und immer wenn sie gewann, zeigte sie das stolz den Menschen, welche aber selten davon begeistert waren. Den Grund dafür verstand der recht naive und fast schon kindliche Verstand des Mädchens nie so recht, es war doch alles nur ein Spiel, wieso regten sich die Menschen dann so oft darüber auf? Immer wieder wollte man ihr weismachen dass ihr Spiel nicht richtig sei, das es falsch sei Menschen Dinge aus ihren Taschen zu entwenden, zu stehlen. Aber das tat sie doch nicht einmal, stehlen war, wenn man nichts sagte und alles für sich behielt, Velya gab alles zurück wenn sie es hatte, und doch hatte man sie oft gejagt danach, sie schlagen wollen oder zu den Wachen gezerrt die sich ihrer annahmen, welche sie des Öfteren in ein Waisenhaus verfrachteten.
„Hast du denn keine Familie?“ war die Frage dann immer gewesen oder „Wo sind denn dein Vater und deine Mutter?“, immer das Gleiche und immer sagte sie schulterzuckend, dass Leonald nicht mehr lebe. Leonald, das war ein besonderer Mensch gewesen. Er war damals, als Veyla noch kleiner war, in ihr Zimmer gekommen eines Abends, hatte sie gepackt und mit sich gezerrt und in eine Hütte gebracht, ihre Mutter und ihr Vater waren zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause und so wurde das Mädchen verschleppt. Anfangs konnte Velya Leonald nicht leiden, er war verschwiegen, grimmig und sagte immer sie würde wieder zurückkommen wenn ihre Eltern endlich das „Gold rausrücken würden“, aber das schien nie der Fall gewesen zu sein, was damals genau passierte wusste das Mädchen nicht mehr wirklich, es schien eine Ewigkeit her zu sein.
Leonald war von da an für sie da, auch wenn er, wie er immer sagte, sie einfach hätte „irgendwo verkaufen sollen“, er tat es nie. Veyla hatte ihre eigenen Erklärungen dafür, die einfachste war, dass Leonald sie halt doch mochte und nicht so ein Griesgram war wie er immer tat. Lange Zeit konnte sie ihn jedoch trotz allem nicht leiden, er hatte sie schließlich von ihren Eltern fortgenommen, aber Zeit verändert vieles und die Bilder der Eltern wurden schwammiger, verschwommener und letztendlich war Leonald jeden Tag da. Von ihm hatte sie das Spielen gelernt, damals sagte er noch immer wieder, sie müsse die Sachen die sie gefunden hatte, zu ihm bringen, aber Velya fand es nicht sonderlich gerecht und nett, und so änderte sie die Spielregeln etwas ab und kam öfters mit leeren Händen Heim, Leonald störte es letztendlich nicht wirklich, sie schienen immer genug zu haben um was zu essen zu haben.
Mit den Jahren ging es dem alten Griesgram nicht gut, er hustete viel, konnte kaum noch gehen und damals, kurz bevor er einschlief für immer murmelte er jene Worte „Das Leben ist ein einziger Tanz, kennst du die richtigen Schritte, führen sie dich elegant voran“, wieso er sie damals murmelte, wieso er sowas überhaupt das erste mal sagte, wusste das junge Mädchen nicht aber sie behielt sie im Kopf und dann, ja dann war sie alleine.
„Hast du denn gar nichts gelernt?“ das war auch eine Frage die sie immer mal hörte. Sicher hatte sie das, sie konnte ja ihr Spiel sehr gut und wieso sollte sie nun damit aufhören? Für Velya war das Leben ein einziges Spiel, ein Spielen und ein Tanzen, und sie wanderte umher, tanzte durch die Welt und spielte mit den Menschen. Jetzt war sie hier auf Gerimor, viele neue Menschen, viele Spielpartner und auch viele Wege, durch die man sich durchtanzen musste. Sie lächelte oft, sie wirkte immer fröhlich und gelassen. Manch einer hatte sie hinter vorgehaltener Hand naiv, beschränkt oder verdummt genannt, aber Velya war all dies nicht, sie war einfach nur eines: Unbeschwert und simpel. Und so konnte das Spiel auch hier beginnen, so würde sie auch hier die richtigen Tanzschritte finden … denn spielen und tanzen, DAS konnte sie gut.
Zwei verträumte Augen blickten voran, zwei rehbraune Augen welche die Gegend neugierig betrachteten, als ob jeder Blick etwas Neues mit sich bringen würde. Zwei nackte Füße traten auf den dreckigen Grund der Straße entlang, das Ziel der Füße war jedoch nicht einmal dem Kopf so richtig klar. Langes, goldblondes Haar fiel über die Schulter des jugendlichen Mädchens die summend durch die Straßen Varunas schritt, jedes Haus wurde interessiert betrachtet, jede kleine Ecke ausgekundschaftet und auch der große Brunnen inmitten des Marktplatzes wurde genauestens gemustert und mit großen Augen bestaunt.
Städte waren schon immer etwas Faszinierendes gewesen für die junge Velya, sie waren groß, voll mit Menschen und sie alle waren beschäftigt und hektisch. Nun nicht alle, aber die meisten. Eine Stadt voll mit Leben, das war Varuna und eine Stadt voll mit Spielgefährten, wenn man es so wollte, denn Velya war eine Spielerin und Tänzerin. Sie spielte ihr Spiel, und immer wenn sie gewann, zeigte sie das stolz den Menschen, welche aber selten davon begeistert waren. Den Grund dafür verstand der recht naive und fast schon kindliche Verstand des Mädchens nie so recht, es war doch alles nur ein Spiel, wieso regten sich die Menschen dann so oft darüber auf? Immer wieder wollte man ihr weismachen dass ihr Spiel nicht richtig sei, das es falsch sei Menschen Dinge aus ihren Taschen zu entwenden, zu stehlen. Aber das tat sie doch nicht einmal, stehlen war, wenn man nichts sagte und alles für sich behielt, Velya gab alles zurück wenn sie es hatte, und doch hatte man sie oft gejagt danach, sie schlagen wollen oder zu den Wachen gezerrt die sich ihrer annahmen, welche sie des Öfteren in ein Waisenhaus verfrachteten.
„Hast du denn keine Familie?“ war die Frage dann immer gewesen oder „Wo sind denn dein Vater und deine Mutter?“, immer das Gleiche und immer sagte sie schulterzuckend, dass Leonald nicht mehr lebe. Leonald, das war ein besonderer Mensch gewesen. Er war damals, als Veyla noch kleiner war, in ihr Zimmer gekommen eines Abends, hatte sie gepackt und mit sich gezerrt und in eine Hütte gebracht, ihre Mutter und ihr Vater waren zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause und so wurde das Mädchen verschleppt. Anfangs konnte Velya Leonald nicht leiden, er war verschwiegen, grimmig und sagte immer sie würde wieder zurückkommen wenn ihre Eltern endlich das „Gold rausrücken würden“, aber das schien nie der Fall gewesen zu sein, was damals genau passierte wusste das Mädchen nicht mehr wirklich, es schien eine Ewigkeit her zu sein.
Leonald war von da an für sie da, auch wenn er, wie er immer sagte, sie einfach hätte „irgendwo verkaufen sollen“, er tat es nie. Veyla hatte ihre eigenen Erklärungen dafür, die einfachste war, dass Leonald sie halt doch mochte und nicht so ein Griesgram war wie er immer tat. Lange Zeit konnte sie ihn jedoch trotz allem nicht leiden, er hatte sie schließlich von ihren Eltern fortgenommen, aber Zeit verändert vieles und die Bilder der Eltern wurden schwammiger, verschwommener und letztendlich war Leonald jeden Tag da. Von ihm hatte sie das Spielen gelernt, damals sagte er noch immer wieder, sie müsse die Sachen die sie gefunden hatte, zu ihm bringen, aber Velya fand es nicht sonderlich gerecht und nett, und so änderte sie die Spielregeln etwas ab und kam öfters mit leeren Händen Heim, Leonald störte es letztendlich nicht wirklich, sie schienen immer genug zu haben um was zu essen zu haben.
Mit den Jahren ging es dem alten Griesgram nicht gut, er hustete viel, konnte kaum noch gehen und damals, kurz bevor er einschlief für immer murmelte er jene Worte „Das Leben ist ein einziger Tanz, kennst du die richtigen Schritte, führen sie dich elegant voran“, wieso er sie damals murmelte, wieso er sowas überhaupt das erste mal sagte, wusste das junge Mädchen nicht aber sie behielt sie im Kopf und dann, ja dann war sie alleine.
„Hast du denn gar nichts gelernt?“ das war auch eine Frage die sie immer mal hörte. Sicher hatte sie das, sie konnte ja ihr Spiel sehr gut und wieso sollte sie nun damit aufhören? Für Velya war das Leben ein einziges Spiel, ein Spielen und ein Tanzen, und sie wanderte umher, tanzte durch die Welt und spielte mit den Menschen. Jetzt war sie hier auf Gerimor, viele neue Menschen, viele Spielpartner und auch viele Wege, durch die man sich durchtanzen musste. Sie lächelte oft, sie wirkte immer fröhlich und gelassen. Manch einer hatte sie hinter vorgehaltener Hand naiv, beschränkt oder verdummt genannt, aber Velya war all dies nicht, sie war einfach nur eines: Unbeschwert und simpel. Und so konnte das Spiel auch hier beginnen, so würde sie auch hier die richtigen Tanzschritte finden … denn spielen und tanzen, DAS konnte sie gut.