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Ein Strich unter der Vergangenheit
Verfasst: Freitag 16. Mai 2008, 21:17
von Rafael von Arganta
Ohne sich zu rühren, saß er am Bett seiner schlafenden Tochter, sie mit einem Zärtlichen Blick betrachtend.
Sein eigen Fleisch und Blut ... seines und Felicitas.
Kurz schloss er die Augen als er an sie dachte und dieses alles zerfressende Gefühl wieder in ihm aufstieg.
Bevor es überhand nehmen konnte, hauchte er Rehya einen liebevollen Kuss auf die Stirn und ging die Treppe hinab
Feli war fort.
Zuviel war in der letzten Zeit auf sie eingestürzt.
Die dauernde Angst um ihn, dann der Verlust des Sohnes... der Gedanke daran das Rafael hatte entscheiden müssen wer leben wer sterben musste, all das ... zuviel für sie.
Sie hatte sich für ein Leben ohne ihn entschieden.
Ihr leben jener gewidmet die ihr Leben gerettet hatte. Eluive.
Und ihr zu dienen war sie nach Stolzenfels zurückgekehrt.
Rafael hatte sie ziehen lassen. Er wusste das er sie nicht aufhalten konnte... und er wollte es vielleicht auch nicht mehr.
Zu Groß war das Gefühl des Versagens in ihm.
Er hatte sie nicht schützen können, er war dafür verantwortlich das sein Sohn nun tot war.
Jedenfalls gab er sich die Schuld dafür.
Ein Ritter der so sehr mit Leib und Seele dem Reich diente sollte wohl besser alleine bleiben.
Erst Angelina, die ein paar mal an ihm verzweifelt war, und nun Felicitas.
So stark sie am Anfang auch gewesen war.
Langsam schritt er gen Fenster. Es regnete immer noch.
2 Monate war es nun schon her. 2 Monate die er sich alleine fühlte.
Aber er hatte Freunde. Sehr Gute Freunde.
Und mit ihnen ertrug sich alles leichter.
Sehr viel Leichter.
Adrian, Darna ... Rahel. Sie sorgten schon dafür das er auf andre Gedanken kam.
Rehya hatte er vier Leibwächter zur Seite gegeben die sie unauffällig überwachten.
Sie sollte es nicht einmal bemerken. Rafael, liebte seine Tochter abgöttisch.
Er würde es nicht ertragen wenn ihr was zustoßen würde, er sie auch noch verlieren würde.
Sie zauberte stets ein zärtliches Lächeln auf seine Züge und ließ ihn wahrlich alles vergessen.
Sie wusste schon wie sie ihren Vater um den Finger wickeln konnte.
Er lächelte bei dem Gedanken an sie versonnen.
„Rita“ wollte sie werden. Wie ihr Vater, und Rafael wusste das das noch ein sehr langer Weg werden würde.
Aber er würde ihr helfen so wo er nur konnte.
Und das erste würde sein das er versuchen wollte das sie normal aufwachen konnte. Normal wie viele andere Kinder auch, ohne ete petete Gehabe.
Sich mal dreckig machen und all diesen Modischen Schnick Schnack ablegen.
Rehya musste lernen nicht nur wie man sich benahm sondern auch wie er das man zweierlei Mensch sein musste.
Freunde, Gefährten oder aber Gesellschaftlich, es bedurfte jederzeit andere Verhaltensmaßregeln, und Rafael wusste das es nicht sehr einfach werden würde.
Aber er war sich sicher... nein hoffte wohl eher das Rehya begreifen würde.
Klug genug war sie jedenfalls.
Und dann würde sicherlich nichts im Wege stehen das sie eines Tages so wie er Ritter des Reiches werden würde.
Eine Mischung aus Felicitas und ihm ... Himmel, das Reich sollte sich in Acht nehmen.
Der Gedanke daran besserte jedenfalls seine Laune, und so setzte er sich zufrieden fast mit einem Glas Wein an den Kamin.
Die Zukunft konnte beginnen.
Mit ihm, Rehya und ... seinen Freunden.
Verfasst: Freitag 16. Mai 2008, 21:48
von Rafael von Arganta
Er blickte Rahel nach als sie ins Haus ging, drehte sich dann nachdenklich um und ging zurück zum Schloss.
Vor Tagen noch waren sie ... Sandeln gewesen in Menk’hur mit Rehya ....
Sandeln ... Sandburgen bauen wie Rehya zu sagen pflegte, und Rafael hatte es zugegebener Maßen genossen, seiner Tochter, zu zu sehen wie sie die vier Türme auf die Sandburg baute.
Er hatte die Ruhe genossen und das Bild wie Rahel, Rehya half beim Burgbau, und auch wie sie Rehya den Stachel der Kaktee aus dem Finger gezogen hatte.
Mehr und mehr wurde Rahel ein Teil seines Lebens.
Freundin erst ... Vertraute und langsam ... mehr.
Doch durfte es sein?
Sie war so herrlich normal so unsagbar liebenswert.
Brachte ihn nach all dem wieder zum Lachen, brachte ihn auf andere Gedanken, und erfüllte ihn mit Freude, wann immer er sie sah.
„Sie tut dir gut...“ hatte jemand zu ihm gesagt und dieser Jemand hatte nicht einmal gewusst wie Recht er damit hatte.
Ja, sie tat ihm gut. Nach dem Allen, brachte sie wieder Ruhe in sein Leben.
Ruhe und Zuneigung.
Nie würde er vergessen wie sie einfach im Thronsaal auf dem Boden gesessen hatten, und über Temora und die Welt gesprochen hatten.
Details die Rafael kaum jemand anderem mitgeteilt hätte, teilten sie bald und ohne es wirklich zu merken waren Stunden vergangen, in denen sie sich einfach durch die Gespräche Nah waren.
Rafael wusste warum er sie an den Hof geholt hatte.
Damals schon war sie ihm durch ihr leibenswertes Wesen aufgefallen, und er hatte die leise Hoffnung gehegt sie könnte Adrian Glück bringen, ihm gut tun.
Und Tatsächlich war es anfangs auch so gewesen das sie ihn auf andere Gedanken brachte, später aber als Adrian sich klar entschieden hatte, verbrachte Rafael mehr Zeit mit Rahel, und er fühlte sich darin bestätigt, was er damals auf den ersten Blick in ihr gesehen hatte.
Eine Frau die gelitten hatte und nun das Glück verdient hatte.
Unweigerlich, gerade weil er viel Zeit im Schloss verbrachte, sahen sie sich oft, sprachen viel mit einander, so das aus Freunde bald Vertraute wurden.
Als er wegen einem Streit mit Feli bald aus der Haut fahrend gen Bajard reiten wollte, brachte sie ihn dazu sich stattdessen... „nur“ zu betrinken.
Sie wurde bald zur guten Seele, und bald schon vermisste er sie wenn sie nicht da war.
Nur Freunde wollten sie sein ... aber ging das wirklich?
Wollte er selber nicht langsam viel mehr?
Er war alleine ...
Also stürzte er sich in die Arbeit.
Erneut die Allianz war es die er beleben wollte.
Anfangs die Garde, doch geriet er dabei dauernd mit Oberstleutnant Kabo in die Quere.
Sicher er hatte mehr Befugnisse als dieser, aber es war nun einmal Marlans Hauptaufgabe.
Daher zog er sich davon wieder zurück, um erneut mit den Allianzlern gemeinsam etwas zu bewegen.
Die Gebeine der Königin... er wollte sie zurückerobern. Aber er wusste das dieser Plan mit Bedacht angegangen werden musste, wollte man nicht von vorneherein verlieren.
Das Leben ging weiter.
Ja. Und vielleicht war es gar nicht so schlecht wie es noch vor Wochen ausgesehen hatte.
Mit einem Lächeln und einen letzten Gedanken an Rahel, ging er schlafen.
Verfasst: Samstag 25. Oktober 2008, 11:20
von Rafael von Arganta
Veränderungen
Alt und runzelig war sie nicht ... die neue Gräfin, so wie er sich es vorgestellt hatte.
Sie schien gerecht und machte sich von allem und vor allem von Allen ihr eigenes Bild.
Wenn auch sie Zeit darin investieren musste. Sie begann neu und beließ nichts beim Alten oder dem Zufall.
Sie wollte involviert sein, sie gab sich wirklich Mühe ... und ...
Sie konnte Tanzen.
Rafael schmunzelte bei dem Gedanken an den Tanz mit ihr. .
Was vielleicht für ihn als Pflicht gedacht war, hatte als wirkliches Vergnügen geendet.
Lange nicht mehr hatte er so viel Freude auf einem Ball gefunden.
Wenn es ihm auch schmerzte das er selber alleine war.
Damals Angelina ... sie mochte den Tanz weniger ...
Feli konnte zwar Tanzen, aber meistens war sie auch als Harfnerin dabei, und beim Letzten Fest schwanger so das sie ihm nur einen Tanz hatte schenken können.
Damals bei den Festen hatte er viel mit der Schwester Calors getanzt.
Aber da er da noch verheiratet war galt die Regel
Zwei Tänze bedeuten Interesse, drei Tänze ein Werben nicht.
Und zugegebener Maßen ... hätte er gestern sicher gerne noch ein zweites Mal mit der Gräfin getanzt.
Das Fest jedenfalls gestern, war interessant gewesen, gelungen konnte man wohl sagen.
Arenvirs Tilianas Edelung ... Überraschend aber vollkommen nach zu empfinden.
Hatte er selbst doch auch diesen Mann anempfohlen.
Arenvir war ein Mann der sich sichtbar für das Reich einsetzte, als Diplomat, Magier, Feldcher. Oftmals Hilfe in der Not.
Und er war es der auch immer bereit war zu Helfen, sich Gedanken machte, und sich engagierte.
Rafael gönnte es ihm vom Herzen.
Der „kleine“ Streit mit ihm vergessen, aus der Welt geschaffen, im Wissen auch in ihm einen Mann zu haben den man auch mit Problemen belasten konnte und durfte. Der versuchen würde Lösungen zu finden.
Arenvir würde noch seinen Weg machen, dessen war er sich sicher.
Der Abend klang für ihn mit vielen Tänzen aus.
Darna, die Gräfin, Mara, Finja... nur Selissa die er als Begleitung gewählt hatte kam zur kurz.
Doch wenn er sie auffordern wollte, war sie entweder schon in Begleitung oder fort.
Das sie später gehen wollte bekam er nur am Rande mit, und erst als Darna ihn zu sich bat und ihn... gelinde gesagt zusammenstauchte, (Es wäre nicht Darna wenn sie es nicht getan hätte,) wurde er wirklich darauf aufmerksam.
Die Schwertschwester fuhr ihn an das es ja wohl seine Aufgabe wäre sie heim zu bringen, und das er sich den ganzen Abend nicht um sie gekümmert hätte...
Aber wie hätte er auch sollen.
Natürlich wollte er sie heim geleiten.
Darna führte sich auf als würde er ihre kleine Schwester etwas antun... verletzen, und egal wie, verletzt hatte er Selissa wohl.
Womit auch immer.
Fast glaubte Rafael das Darna glauben würde er wolle mehr von der Ritterin und sie schien Angst darum zu haben.
Somit versuchte er sie zu beruhigen.
„Ich mag Selissa, aber ich glaube nicht wie du meinst,“
Darna starrte ihn an und meinte einfach „Dann bist du zwar ein Dummkopf, aber wehe ...“
Aber Wehe?
Verstand Darna hier wirklich etwas falsch?
„Und sie mag mich auch nicht so wie du meinst.“
Darna unterbrach sich und sah ihn nun eigentümlich an. „Ach meinst du ? Das krieg mal besser raus, ehe du das denkst.“
Rafael sah sie vollkommen verwirrt an.
Was meinte sie nur? Würde Selissa ... er schüttelte den Kopf. Nein, sie ...
Er brach den Gedanken ab, für den Moment etwas ernüchternd wirkend, und perplex.
Darna nickte ihm nur noch einmal zu und er eilte gen Selissa die im Gehen begriffen war.
Ihren Mantel konnte sie nicht finden, und so legte er ihr den seinen um bevor er sie heim geleitete.
Sie war sichtlich verstimmt, ohne ihm zu erklären was es war.
Rafael fragte zwar nach, doch ließ sie ihm keine Antwort zukommen.
So schwiegen sie den gesamten Ritt über, und erst als sie an ihrem Haus angekommen waren, begann er erneut das Gespräch zu suchen.
„Ich schulde euch übrigens noch ein Abendessen,“
Zwei mal war sie durch seine, sagen wir Schuld nicht zum Essen gekommen.
Beim Essen mit den Sturzensteins und an seinem Geburtstag.
Ihr Gesicht hellte sich auf.
War es wohl wirklich wie Darna sagte ... war es vielleicht weil er ihr einen Tanz versprach und dieses nicht einhielt?
Die Nächste Möglichkeit war fern und so trat er nun auf sie zu.
„Und einen Tanz ist es den ihr mir schuldet.“
Somit verneigte er sich vor ihr und bot ihr die Hand da.
„Aber das gedenke ich nach zu holen, hier und jetzt. Wenn ich bitten darf?“
Selissa sah ihn vollkommen perplex an, dann jedoch knickste sie und nahm die dargebotene Hand.
Ihr Flüstern das sie nicht gut tanzen könne überhörte er geflissentlich, und so begann er eine Melodie summend sie über die Wiese vor ihrem Haus zum Tanze zu führen.
Erst als eine Gestalt hinter der Hausmauer hervortrat, der ihnen wohl zugesehen hatte, wendeten sie sich diesem zu.
Eine Hochelf, die durch Zufall vorbeikam und die gute Nachricht brachte das
Ered Luin wieder aufgebaut war.
Man sprach noch kurz miteinander, dann verabschiedete sich die Elfe, und auch Rafael tat dieses von der Ritterin.
Ihr noch eine wohle Nacht wünschend, stieg er auf Rymis und ritt zurück gen Schloss.
Vielleicht ergab sich noch das eine oder andre gute Gespräch.
Schließlich hatte man ja nicht oft Zeit einander zu treffen, und vielleicht war dies auch die Möglichkeit einander besser kennen zu lernen.
Außerdem wollte Antarian noch etwas von ihm.
Es war zwar spät aber er hoffte noch nicht spät genug, das noch einige Freunde da sein würden.
Verfasst: Montag 17. November 2008, 11:56
von Rafael von Arganta
Geifer tropfte auf sein Gesicht herab, nur mir aller Mühe hielt er das Werwesen davon ab in sein Gesicht zu beißen, nachdem es immer wieder Schnappte, doch viel fehlte nicht mehr, seine Kraft erlahmte, auf dem Boden liegend, das Tier über ihm... auf ihm... sie waren vollkommen alleine ... Alleine? Er war nicht alleine gewesen. Er spürte die Gefahr so nah.
Mit einem Aufschrei fuhr er aus dem Schlaf aus diesem Traum auf, für den Moment etwas verständnislos auf die ebenfalls kreischende Rehya blickend die er fest an der Taille gepackt hatte.
„Verdammt noch mal was tust du hier, bist du denn vollkommen des Wahnsinns!“ brüllte seine Tochter an.
Es war wohl das erste Mal das er sie wirklich voller Rage so anschrie und Rehya brach natürlich in Tränen aus.
Hatte sie ihn doch nur wecken wollen, ganz vorsichtig mit ein paar Spritzern Wasser ins Gesicht ... der Geifer in seinem Traum.
Nur mit Mühe schaffte er es Rehya zu beruhigen und er nahm sich dieses Mal viel Zeit um mit ihr zu frühstücken. Schokomilch, Kuchen ... und danach ... Schwerttraining.
Spielerisch eher lehrte Rafael seiner Tochter mit der Waffe um zu gehen, und die Übungspuppe musste heute viel leiden.
Anschließend tobte er so noch mit ihr im Garten herum. Zufällig vorbeikommende Zuschauer mochten denken was eine glückliche, normale Familie sie wohl wären.
Normal, war sie sicher nicht.
Er, der Graf von Arganta, sie ... Titelerbin und mit Auge darauf Ritterin zu werden.
Nein, normal waren sie sicher nicht. Glücklich?
Rafael hoffte das Rehya es war, auch wenn sie sich kaum ohne Wachen bewegen konnte.
Obwohl sie es immer wieder schaffte diese stehen zu lassen.
Rafael konnte ihr einfach nicht wirklich böse deswegen sein. Er konnte sie verstehen, doch waren die Wachen nun einmal notwendig.
Sie war sein einzigstes Juwel, für die er wirklich alles geben würde.
Wollte ihn jemand verletzen .. hier war seine Schwachstelle.
Drohungen gab es genug.
Aber er konnte ihr einfach kaum böse sein, und hoffte einfach darauf das Temora gnädig war und sie schützte. Er wollte sie nicht einsperren, noch zur Burg Arganta schicken.
Sie war so schnell groß geworden, er wollte einfach nichts mehr verpassen in ihrem Leben.
Für sie da sein und es ihr jede Minute zeigen die er es vermochte.
Er selber ...
War er glücklich?
Er wusste es nicht. Er lebte im Moment von einem Tag in den Anderen. Ging seinen Aufgaben nach und versuchte nicht daran zu denken das er ... Alleine war.
Das er die beiden Werwesen, die Gräfinnen hatte töten müssen nagte tief in ihm.
Es war etwas anderes ob man jemanden tötete, der ein Feind war, oder jemand der von einem Fluch getrieben wurde, und mit dem man an einem Tisch gesessen hatte.
Seine Freunde... er mied sie zur Zeit. Wollte irgendwie zu allem und von allem Abstand.
Vielleicht um zu vergessen was ihm fehlte.
Angelina... vielleicht wenn sie noch hier wäre... aber sie konnte es nicht mehr ertragen wie er lebte, die ständige Angst um ihn, sie ging in ihrer Arbeit auf, flüchtete sich in diese, so das Felicitas damals leichtes Spiel mit ihm gehabt hatte.
Die Rassige Schönheit, der er wohl auch jetzt noch verfallen könnte, wenn er nur dem Gefühl nachgehen würde. Sie hatte es immer verstanden ihn zu verführen, aber sie war zu sehr Adelig nach außen hin zu kalt, zu berechnend manchmal.
Er hatte damals gelernt die Harfnerin zu lieben, die Baronin hätte er gemieden. Aber Feli war Beides gewesen und auf Dauer konnte es nicht gut gehen, auch wenn Feli sich hatte ändern wollen, so war diese Tatsache immer wieder ein Problem für ihn gewesen.
Dann der Tod ihres ungeborenen Sohnes, die Vorfälle davor, hatten auch sie von ihm und ihrer gemeinsamen Tochter weggetrieben. Eluive Priesterin war sie geworden und die Ehe dann als Geschieden erklärt.
Rahel, hatte ihm lange Zeit geholfen, und über vieles hinweggetröstet, aber ihm war klar geworden das sie nur Freunde sein durften.
Zu groß war die gesellschaftliche Kluft, seid er Titelträger war.
Zu groß der Neid Anderer, zu groß die Furcht davor das am Ende sie Leiden würde, weil es nach einem Ausnutzen aussehen würde.
Er hatte Verpflichtungen. Seiner Familie gegenüber seinem Namen.
Ein Faux Pax wie damals mit Felicitas, als er Name und alle Titel verlor, weil er nicht zu Angelina zurückkehren wollte, durfte er sich einfach nicht noch einmal erlauben.
Er musste mit Rehya alleine durchs Leben.
Für einander da, eine Familie... fast so wie am Abend zuvor. Rehya, ihre Freundein Thamara, und Rahel. So wie er es sich immer gewünscht hatte, und doch war er eher unglücklich über diese Erfahrung, eben weil es ihm zeigte was er vermisste.
Vielleicht sollte er sich doch wieder verheiraten. Irgendeine Kandidatin die sein Vater ihm angepriesen hatte.
Oder Selissa... schnell schüttelte er den Kopf.
Das konnte er der Ritterin nicht antun.
Nein, niemand kam wohl in Frage von jenen die er kannte. Er sollte sein Schicksal einfach so hinnehmen wie es war. Er war nicht dafür geschaffen eine Familie zu halten.
Selbst bei Rehya war er abgeschrieben sobald Darna auch nur annähernd in der Nähe war.
Sachte Lächelte er. Sie war eben ihr Vorbild.
Wie sollte er da mithalten.
Murrend fuhr er sich mit den Händen durch sein kurzes Haar, stand auf und goss sich einen neuen Tee ein, den er Trank während er aus dem Fenster sah.
Es war so viel passiert.
Adrian ... weggelobt.
Und nun da er mehr Zeit hatte, hatten sie weniger miteinander zu tun.
Die neue Gräfin ... alt, faltig, snobistisch wie er gedacht hatte ...
Nun war sie nicht.
Er fand sie sogar ausnahmslos sympathisch, auch wenn er es selber nicht wollte. Schließlich hatte sie sich reingedrängt ... oder wurde reingedrängt.
Die Zeit würde zeigen wie sie Hohenfels leiten würde. Bisher ging sie alles mit ausgesprochener Zielsicherheit an, und ... sie konnte gut Tanzen.
Den Tee abstellend, drehte er sich gen Tür, und band sich den Schwertgurt um.
Was sein Vater wohl gerade machte.
Er fehlte ihm. Zu lange hatte er ihn und seine Familie nicht gesehen.
„Ach was!“ fluchend rieb er sich über das Gesicht.
Jetzt wurde er schon sensibel.
Freunde waren wichtig!! Rehya war Wichtig ... und das Reich für ihn!
Arbeit lenkte von so vielem ab. Auch davor das man im Grunde ...
Alleine war.
Verfasst: Montag 27. April 2009, 18:35
von Rafael von Arganta
Schlaf fand er in dieser Nacht gar nicht mehr. Die Schlacht vor Rahal, die Anspannung ob dessen was kommen mochte und vor allem...
Er schloss die Augen.
Nein! Er durfte nicht an so etwas denken.
Valentina ... wie lange schon hatte er sich selber belogen.
Sich nicht eingestanden das er sich zu ihr hingezogen fühlte. Seine Freunde, die Ritterschaft, allesamt hatten sie längst erkannt, was er versucht hatte zu verbergen.
Sie hatten versucht zu vermitteln zogen ihn auf, nur damit er selber erkannte was ihn quälte.
Und als er sich langsam ihr gegenüber öffnete, begannen sich langsam sanfte Bande zwischen ihm und der Regentin zu spinnen.
Ja, sein Herz schlug höher wenn sie ganz Frau war. Unnahbar zwar durch jene Etikette geformt doch immer wieder durch kleine Gesten, Worten und ihren Schreiben ihm bedeutent das auch sie ihm zugetan war.
Wie liebte er jene kleinen Gesten, sanfte vorsichtige Berührungen, ihr Lächeln ihren Blick und dann ... Dann jedoch gab es wieder die Gräfin in ihr, die manchmal gar ... er seufzte, doch, man konnte es nicht anders sagen, Zickig war.
Wie oft hatte er in letzter Zeit ihre Tür, unten im Erdgeschoss, voller Wut zugeschlagen, und wie oft hatte er doch zu ihr zurück gefunden um den sanften Blick ihrer Augen wieder ein zu fangen.
Sie glich in vielem Feli und doch ... unruhig lief er in dem Büro auf und ab.
Dieses hin und her brachte ihn noch um den Verstand.
Doch eines war sicher. Sie war standesgemäß. Jene die zu ihm passen würde, im Gegensatz zu ...
Er fluchte auf.
„Rafael schlag sie dir aus den Kopf! Das kann nicht gut gehen und gibt nur ein böses Ende.“
Und doch musste er zugeben das es ihn wie einen Schlag getroffen hatte, als er ihr gestern begegnete.
Ihre Traurigkeit und gleichzeitig Lebenslust, ihre Freude ihre Vergangenheit, sie hatten sich beide auf der Stelle wie blind verstanden und irgendwie verging der Morgen wie im Fluge, den sie nur mit Reden verbrachten. Er freute sich darauf sie wieder zu sehen, konnte es kaum abwarten und doch ...
„Keine Zukunft!“
Redete er sich erneut ein und presste die Lippen aufeinander, während er die Augen schloss.
Valentina ...
Sie hatte ihn am Abend überrascht.
Eine freudige Überraschung, wie er still lächelnd zugab.
Das Picknick nachgeholt das er vorbereitet hatte, doch ihre Ausführung war um Längen besser gewesen als seine Vorbereitungen.
Der Ort war hergerichtet wie er es noch nie erlebt hatte. Wie im Traum gar fühlte er sich als sie neben ihm im weißem Fell Platz nahm. Mit ihm scherzte, aß und ganz einfach nur Valentina war.
Als sie am Ende sich zu ihm legte, einfach Vertrauensvoll den Kopf auf seinem Buch um zu reden spürte er seit langem das erste mal wieder ein Glücksgefühl.
Warum konnte sie nur nicht immer so sein.
Ganz Frau. Keine Spur von der Gräfin, doch das diese ein Teil von ihr war das wussten beide.
Liebte er sie?
Fragte er sich nun doch eindringlich.
Hatte er Angelina geliebt? Was für eine Frage. Das Ja schoss noch in seinen Kopf bevor er darüber hatte nachdenken können. Sie war auf ihre Art so natürlich, herzlich. Immer für jeden da.
Ihre Ehe hatte nicht gehalten weil sie die Angst um ihn schier wahnsinnig werden ließ. Sie hatte sich in ihre Arbeit gestürzt, so das sie sich kaum noch gesehen hatten, einmal gar für Monate geflohen, und in dem Jahr als sie für Tot galt war Feli in sein Leben getreten.
Hatte er Felicitas geliebt?
Niemals so wie Angelina, Feli war anders. Halb Baronin halb Harfnerin und bald hatte er begonnen die Baronin in ihr aus dem Wege zu gehen. Er liebte die Harfnerin in ihr aber die Baronin war ihm zu egozentrisch. Dennoch wusste Feli ihn jederzeit zu verführen, das würde ich sicher sogar Heute noch gelingen, wäre sie noch da und hätte sie sich nicht vom weltlichem Leben abgewandt. .
Nein... egal was kam und wahr. Rahel kam noch nah an Angelina heran, aber auch dieses war von vorneherein zum Scheitern verurteilt gewesen.
Und jetzt ? Liebte er?
Abgesehen von Rehya natürlich.?
Liebte er Valentina oder war er ihr nur sehr zugetan? Er sehnte sich danach sie zu sehen, die kostbaren Moment mit ihr wenn sie Valentina war.
Er sehnte ihre Berührungen herbei, auch wenn sie nur sein Gesicht berührte.
Ja.. .dann, Valentina vielleicht, doch war sie auch die Gräfin. Würde sich das wie mit Feli wiederholen? Er fürchtete sich fast davor.
Liebte er.. er dachte den Gedanken nicht zu Ende... schüttelte den Kopf. Jemanden den man erst einen Tag lang kannte, konnte man nicht lieben. Das waren rosa Wolken die einem das denken vernebelten. Oder etwa nicht?!
Fast wütend rieb er sich über das Gesicht, nicht wissend was er tun sollte.
Was ihm vordiktiert war wusste er.
Doch wie sollte es weitergehen?
Vielleicht sollte er sich einfach von seinem Vater eine Braut suchen lassen. Eine die nicht ganz so Adelig war eher Angelina herzlich ähnlich.
Aber gab es das?
Warum musste Adel sich verstellen?
Gab es wirklich nur die Gräfin, Baronin die Egozentrisch auf ihre Titel pochten und beleidigt waren wenn man die Etikette einmal nicht zur Genüge beachtete?
Die erst zur Frau wurden, zur Freundin, zur Geliebten wenn der Vorhang gefallen war und sonst niemand dabei war?
Oder die Gräfin Baronin das Heimchen am Herd, Strickend und ete Pete vor dem Kamin hockend.
Er schüttelte sich unwillkürlich.
„Eluive HILF MIR!“ seufzte er unwillkürlich und fühlte sich alleine wie nie zuvor.
Er sehnet sich danach wieder lieben zu können, doch hatte er auch eine unbändige Angst davor.
Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 18:58
von Rafael von Arganta
Liebevoll deckte er Rehya zu, wollte sich erheben doch Rehya hielt seine Hand fest, zog sie zu sich und kuschelte sich daran. „Nich weggehen.“ Nuschelte sie und Rafael ließ sich mit einem warmen Lächeln wieder auf die Bettkante sinken.
„Nein ich gehe heute nicht mehr fort.“ Wisperte er leise und blieb neben seiner Tochter sitzen, die er eh viel zu wenig zu sehen bekam.
Sachte strich er ihr über ihr Haar und sah ihr zu wie sie langsam einschlief.
Erst als ihr Atem tief und Regelmäßig ging, stand er auf, hauchte ihr noch einen Kuss auf die Schläfe und schlich davon um es sich vor dem Kamin bequem zu machen.
Er liebte den Blick in das Feuer, das helle Knistern wenn dieses das Holz fraß, doch dieses mal verfehlte es seine Wirkung.
Seine Gedanken drehten sich im Kreis.
Tat er das Richtige?
Die Angst war groß Inara zu verletzen, doch sie wussten Beide worauf sie sich einließen, und vor allem ... wollten sie sich darauf einlassen.
Rafael war sich klar darüber das ihm nicht wirklich etwas geschehen konnte. Man würde ihn zwar belächeln aber es war ja nicht unüblich was er tat.
Aber Inara...
Er hatte es schon einmal erlebt wie Fremde jemanden der ihm Nahestand angingen, beleidigten, und doch ...
Er biss sich auf die Unterlippe.
War es egoistisch von ihm?
Er brauchte sie. Ihre Nähe, einfach mit ihr reden können, gemeinsam lachen und sie im Arm halten.
Müde rieb er sich mit beiden Händen durch sein Gesicht.
Seit langem fühlte er sich wieder ausgeglichen und jeden Tag ließ er das Glück mehr und mehr zu.
Lange genug hatte er es verschlossen.
Es schickte sich eben nicht!
Und doch ... was sollte er tun? Er konnte dieses Gefühl nicht einfach abstellen.
Lange hatte er es ignoriert es als Unsinn oder einfach nur Begehren abgetan.
Er hatte sich Valentina zugewandt und in ihr geglaubt das zu finden was er immer gesucht hatte, eine schöne, intelligente Frau.
Außerdem war Inara ja mit diesem Alex beschäftigt, und jener würde eh besser zu ihr passen, hatte er sich eingeredet.
Dann war Valentina fort.
Von einem auf den andren Tag und als er dann noch vernahm das sie geheiratet hätte, wohl bereits froher Erwartung war, war er kurz davor auf zu brechen um sie zur Rede zu stellen.
Erst viel Später erfuhr er das sie nicht einmal gefragt worden war, und sich einfach fügte.
Alleine sich diese Vorzustellen war abwägig gewesen.
Und dann ... traf er erneut Inara.
Nur Freunde wollten sie sein ... Nur Freunde.
Der Vorschlag kam von ihm doch als sie dies einhielt, war er es der Enttäuscht darüber gewesen war.
Einen Moment lang glaubt er, es war weil Valentina nicht mehr da war, doch wurde er eines besseren belehrt.
Wann immer sie sich nah kamen, wuchs in ihm das Verlangen sie zu schützen, was er nicht tun würde, würde er ihr Näher kommen wollen.
Aber genau das war es was er wollte.
Es war verwirrend für ihn.
So lange hatte er jenes Gefühl nicht mehr gespürt. Solange es verschlossen das er das Wort nicht einmal wagte aus zu sprechen, und jetzt?
Nur Freunde ...
Und doch wollte er sie berühren.
Nur Freunde ...
Und doch berauschte ihn ihre Nähe.
Nur Freunde ...
Und doch wollte er mehr, so viel mehr. Doch wagte er nicht es ihr zu sagen.
Wusste sie worauf sie sich einlassen würde?
Ein Leben im Schatten, im Dunkeln ohne eine offene gemeinsame Zukunft?
Konnte er ihr dies Antun?
Aber durfte er für sie entscheiden?
Sie war eine so starke selbstbewusste Frau, die es gewohnt war für sich selber zu entscheiden.
Sie war etwas besonderes.
Und sie mochte es ganz und gar nicht das er für sie entschied.
Als er an jenem Abend bemerkte wie sehr sie unter allem litt, unter dem Streit mit Malachai und aussah als würde in ihr aller Schmerz der Welt vereint sein, hätte er sie am liebsten einfach nur in seine Arme gezogen und gehalten um alle jenen Schmerz und je ne Furcht von ihr fern zu halten.
Doch sie entzog sich seiner Nähe, seinem Schutz und das ließ ihn noch mehr nach ihr verlangen, und endlich redeten sie miteinander.
Was zählte die Zukunft wenn man im Jetzt war. Das hier und heute zählte. Wenn man erst an das Morgen dachte und die Probleme würde sich nichts ändern.
„Der Mutige lebte zwar oftmals nicht lange, doch die Vorsichtigen lebten manchmal gar nicht.“
Hieß es nicht so?
Musste man das Glück wirklich so von sich weisen? Warum konnte man nicht einfach genießen was Eluive ihm darbot.
Denn das Eluive ihn zu ihr geführt hat, mehrfach sogar, wollte er nicht bestreiten.
Sie waren sich so ähnlich.
Ihr Schicksal ihr Schmerz ... ihre Liebe.
Und doch ...
Nicht Standesgemäß ... Hämmerte es in seinem Kopf und er hätte laut fluchen können.
Aber konnte man nicht auch glücklich werden ohne verheiratet zu sein?
Würde sie es können?
Denn das war ihm wichtiger als sein eigenes Glück.
Und dann hatte er es ihr gesagt.
Er wollte mehr als nur Freundschaft, und sie schien erleichtert darüber das er es aussprach.
Was zählte das jetzt ... wenn man im Heute einander hatte.
Gemeinsam das Glück genießen konnte, weit ab von allen Gefahren und Neidern.
Eluive hatte sie zusammengeführt, Eluive würde sie behüten.
Was die Zeit brachte .. .würde sich zeigen, aber er war nicht mehr weiter alleine und sein Herz schlug seit langem wieder schneller und er fühlte sich wie ein kleiner Junge. Wie damals als er sich das erste mal verliebt hatte.
Adrian hatte behauptet, man würde es ihm ansehen.
Sah man es ihm wirklich an wenn er liebte?
Wenn, dann musste er jetzt sicherlich acht geben das er nicht zu laut singend durch die Gegend lief.
Er betastete sein Gesicht.
Und das sein Lächeln nicht zu glücklich wirkte, es musste ja schließlich nicht jeder wissen was in ihm vorging.
Nicht jeder... aber eine.
Und ihr hatte er vor es mehr als nur einmal am Tag zu zeigen, so es die Zeit zuließ.
Das sein Vater immer noch auf einen männlichen Erben wartete, schob er weit weit weg.
Verfasst: Freitag 9. Oktober 2009, 17:34
von Rafael von Arganta
Er streckte sich, den warmen Körper neben sich näher an sich ziehend und das Gesicht an ihrer Halsbeuge vergrabend.
Genussvoll spürte er wie die Geliebte sich zu ihm umdrehte sich näher an ihn schob, und noch während er sie küsste, bemerkte er das er sich nicht einmal sicher war wen er da überhaupt im Arm hielt, mit wem er diese Nacht verbrachte.
Angelina? Felicitas.... oder ... er bemerkte die drängender wordenen Küsse der Geliebten, die ihn wohl noch einmal fordern wollte, aber es war dunkel zu dunkel um sie sofort zu erkennen.
Der Mond schien nur spärlich durch das Fenster, doch als er die Gespielin in das Licht tauchte versetzte es ihn in Panik.
EMMA .... !!!
Mit einem entsetzen Aufschrei sprang er aus dem Bett, schlug lang hin, und erwachte auffahrend und Schweißgebadet.
Was für ein Alptraum.
Wie konnte solch verheißungsvoller Traum in solch Desaster enden?
Wenigstens spürte er die Sehnsucht nicht mehr.
War es doch eher als hätte ihn im Moment jemand einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf gegossen.
Müde und immer noch kopfschüttelnd war er aufgestanden und hinauf zum Kamin gegangen um noch einen Schluck zu trinken.
Die Nacht die er verbracht hatte war kurz gewesen. Lange hatte er keinen Schlaf gefunden und als er dann endlich einschlief, dieser Traum.
Noch einmal schüttelte er sich.
Lange noch saß er nachdenklich vor dem Feuer, starrte hinein als würde dort die Antwort auf viele seine Fragen liegen.
Das Haus lag still da. Eine Stille die schwer auf ihm lastete.
Nur das Knistern des Feuers unterbrach jene als würde es ihm etwas erzählen wollen, doch so sehr er auch versuchte zu verstehen, jedes Wort wäre doch hörlos an ihm vorbei gezogen.
Den Whiskey den er sich eingeschüttet hatte, noch einmal im Glas schwenkend, trank er ihn in einem Zuge aus, in der Hoffnung es würde ihm helfen.
Aber bis auf das warme Gefühl, das sich daraufhin im Magen ausbreitete tat sich nichts anderes.
Die Sehnsucht blieb.
Blieb in seinem Gefühl, in seinem Blick, in seiner Seele.
Auch Rehya fehlte ihm sehr.
Vielleicht war es doch nicht so gut das sie bei seinen Eltern weilte, auch wenn es gut und richtig für sie war.
Andreas würde sicher auf sie aufpassen und auch Michael.
Vielleicht sollte er wirklich einmal heimreisen um sich mit seinem Bruder aus zu sprechen, und seine Mutter zu sehen.
Lange war er nicht mehr dort gewesen, und er wusste nicht einmal wie sein Bruder zu ihm stand, nachdem Rafael den Titel erbte und nicht mehr er.
Der Morgen jedenfalls graute bereits als er hinab in seinen Schlafraum ging.
Seine Tritte hallten auf der Treppe, wie Hohn, ein immer wiederholende Melodie.
Wer war er wirklich? Was wollte er wirklich.
Rafael der Ritter, Rafael der Graf, der Sir .. Erlaucht oder einfach nur ...
Rafael, der Mann.
Hinter wem versteckte er sich, seine Gefühle sein Sein.
Wie lange schon suchte er schon wieder sein Schicksal.
Seit Valentina fort war oder eher schon, oder jetzt erst?
Er wusste es nicht einmal, und seine Freunde waren weit fort.
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung davon.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die
Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das Vergangene und Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
rezitierte er leise, und versuchte an die Worte zu glauben die er da gerade vor sich hin sagte.
Verfasst: Dienstag 13. Oktober 2009, 11:46
von Rafael von Arganta
Es traf ihn nicht vollkommen unerwartet, dennoch hatte er nicht damit gerechnet das man ihn auf dem Fest aufrufen würde. Nur vorsichtig trat er vor und empfing die Worte des Herzoges.
"Eure Liebe zum reich ist eine Konstante die man nicht hinterfragen kann Sire, unzählige Male habt ihr euch auf dem Felde bewährt unzählige Male euren Wert für uns alle bewiesen So wollen wir heute unseren Dank ausdrücken mit einer Aufgabe die vielleicht ein anderer nicht als Dank sondern als Fluch sehen würde
Wir erheben euch zum neuen Grafen des Teiles unseres Reiches was als die ehemalige Grafschaft Hohenfels bekannt ist und übergeben euch die Bürde es mit euren Mannes zu verteidigen gegen die Feinde alles Lebens
So endet eure Markgrafschaft an den Mauern Berchgards und den ganzen Berg entlang auf das ihr dem Grafen von Drachenfels ein guter Hüter für das Land seid was seinen Namen trägt."
Unwillkürlich hatte er schlucken müssen, doch er wusste sehr wohl worauf es ankam.
Eine neue Herausforderung war es die ihn und seine Mannen erwartete.
Wieviel würde wohl von dem alten Rafael übrig bleiben?
Jenem Mann hinter der Rüstung, der er eh so selten hatte sein können.
Bei seinen Freunden, bei jenen die er liebte, zu kurz zu selten waren jene Momente geworden.
Mehr und mehr wurde er zu dem was er so niemals hatte sein wollen, und doch wusste er wo er stand und was seine Pflichten waren.
Wo nur waren seine Träume geblieben die er sich erlaubte hier und da einmal zu leben?
Den letzten zerstörte dann wohl die Gräfin von Liliensee, mit ihren Worten über die Liebe, den Adel.
Durfte denn nicht auch ein Adeliger glücklich sein in dem er wahrlich lieben durfte?
"Die Bürde anzunehmen, jemanden aus Pflicht zu heiraten, ist das erste.
Ihn treu zu lieben, die zweite.
Es gibt gewiss Männer, fern des Standes, die mir überaus sympathisch wären
Aber wir sind von Temora gewählt, auserwählt und begünstigt.
Dies ist eine hohe Bürde, der gerecht zu werden, auch verzicht bedeutet.
Zudem. Kinder, aus unehelichen Verbindenden, zu tiefst Leid erfahren."
„Als Bastarde verschrien oder den Müttern fortgenommen. Ich weiß“ Hatte er trocken geantwortet und ihm war fast schlecht geworden.
„Vielleicht solltet Ihr eine Dame Eures Standes ehelichen, die Euch respektiert, aber in Ruhe lässt.“
Der letzte Satz der Gräfin brachte ihn nun doch mehr und mehr zum Grübeln.
Vielleicht war das wirklich der Weg.
Wo nur war der alte Rafael geblieben der über diese Möglichkeit gelacht hatte.
Hatte er seinem Vater eigentlich je gesagt das er Recht gehabt hatte mit seinem ... Abraten von Feli?
Die Versuche ihm eine Frau zu suchen? Jene Vorschläge die er ihm geschickt hatte?
Den Abend hatte er sich von Josephine verabschiedet.
Ihre Lebensphilosophie war nicht die Seine, doch wusste er das es auch andere gab die ähnlich dachten und doch ...
Er seufzte und ritt gen Hohenfels, die alten Ruinen Varunas bedrückten ihn wie auch die Worte die Gedanken.
So war es das erste mal seit langem das er jene Gedanken zu Hause dann mit Whiskey aus dem Lamm betäubte.
Verfasst: Freitag 16. Oktober 2009, 09:53
von Rafael von Arganta
Ein weiterer Tag, wie er schlimmer nicht hätte sein dürfen.
Die Tage davor die Kämpfe gegen die Pantherbrut, dann die Gedanken
die dauernd durch seinen Kopf schwirrten und der... Kampf am Lamm gegen Kuppelversuche ihn mit Rahel zusammen zu bringen, damit Thancred frei für jemand andren wäre.
Ob es Rahel und Thancred passte, zählte dabei nicht.
Wut hatte ihn erfasst gehabt, aber das merkte jene, die er sonst so schätzte gar nicht.
Dann dachte er immer wieder daran, wie wenig Zeit er selber mit Inara hatte.
Sie hatten sich wirklich nur sehr wenig gesehen, und das Gefühl ließ ihn nicht los das sie immer noch für Malachai empfand wie er für sie.
Dazu das Wissen wie sehr sie sich verbog und noch verbiegen müsste, wollten sie wirklich eine Beziehung führen. Marrick noch ... er durfte keinen Einfluss auf ihn nehmen, und ob es ihm wirklich so gut tat, wenn er welche auf Inara nahm?
Er schüttelt den Kopf und er hatte den schweren Gang angetreten.
Die Aussprache mit Inara fiel ihm nicht leicht und beide hatten gelitten.
Doch auch sie vermochte die Gedanken nach zu vollziehen, stimmte ihnen gar zu und am Ende nahmen sie einander ein letztes Mal in die Arme, Tränen in den Augen, bevor sie ihn fortschickte.
In Berchgard dann traf er auf Malachai, und bat den Ex Mann von Inara sich um sie zu kümmern.
Als er dem „Freund“ erzählte was er getan hatte war das erste was dieser tat aus zu holen um ihm einen Kinnhacken zu verpassen.
Rafael wich nicht einmal aus.
Er fühlte sich so schlecht das der Schmerz ihm eher eine willkommene Ablenkung war, und auch als Malachai ihm am Kragen packte ließ er es zu.
Hatte er es nicht verdient? Er hatte Inara weh getan, und ehrlich gesagt wäre ihm jetzt jeder Körperliche Schmerz Recht gewesen, als das was in seinem Innerem den ganzen Tag schon vor sich ging.
Malachai ritt zu Inara, und Rafael tat den zweiten schweren Gang an diesem Abend an.
Thancred.
Als er die Schmiede betrat, drehte sich ihm fast der Magen um.
SIE waren schon dort.
Was weiss was sie jetzt noch planten.
In Rafael wuchs der Zorn und es war ein Wunder das er nicht gleich explodierte.
Der nächste absolute Schock kam dann als Thancred ihn noch beleidigte, als er seine Warnung offenbarte. Ob er ihnen keinen Glauben schenkte, das seine Leute die ihm nahestanden so etwas nie tun würden?
Rafael indes war ehrlich enttäuscht.
Dann die Belehrungen über Rahel, über die Liebe ...
Es wurde langsam alles zuviel für nur einen Tag.
Es hätte nicht viel gefehlt und Rafael hätte bereits hier den Kopf verloren und alles zusammengeschlagen.
Nur mit Mühe beherrschte er sich und trat die Flucht an, die Wut in seinem Kopf verrauschte nicht sondern ließ ihn unbeherrscht in der Feste Stühle werfen.
Dann nahm er einige Zwergenbiere zu sich, schrieb einen verhängnisvollen Brief ans einen Vater um sich dann auf zu machen in den Unheilsberg um den Rest des Schmerzes der noch in ihm war hinaus zu prügeln.
Ohne Rüstung, bar jedes Oberteiles schlug er sich durch das Getier, bis ihn eine Gestalt aufhielt und zur Räson brachte.
Ira begleitete ihn hinaus, und zur Adlerfeste wo nun nur noch wenige restliche Zwergenbier genügten und ihn einschlafen zu lassen.
Das Ira ihn noch zu den Schlafräumen zog und über seinen Schlaf wachte, spürte er schon gar nicht mehr.
Verfasst: Freitag 16. Oktober 2009, 10:21
von Rafael von Arganta
-bitte Löschen-
Danke
Verfasst: Freitag 16. Oktober 2009, 20:23
von Ira Lisarias
Die loyale Dienerschaft ist dann zur Stelle wenn man sie am meisten braucht. Er brauchte scheinbar wirklich Hilfe, eine weile war sie ihm schon gefolgt, hatte ihn zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Aber einen Adligen zu finden, war im Reich keine Kunst. Nicht weil sie besonders zahlreich waren, sondern weil die Leute sie erkannten.
In die Grotte war er gegangen. Mit einigen monoton mechanischen Geräuschen lud sie ihre Armbrust, richtete noch die Rüstung und trat ein. Einem blindwütigen Anguren gleich rannte er schreiend auf die Grottenbewohner zu, trieb seinen Schwert in Oger und Trollleiber, schnaufte, rauft und brüllte sich die Seele aus dem Leib. All das wäre nicht so absonderlich bei Adeligen die etwas die Perspektive verloren hatten, doch er kämpfte ohne Brustpanzerung, nicht mal mit einem Hemd bedeckte er seine Haut, fast als würde er den Tod suchen.
Überraschenderweise bedurfte es nur weniger Worte, fast viel zu weniger um ihn aus der Höhle in seine Burg zu bringen. Dort angekommen trank er, sprach, klagte, verfluchte, murrte und trank weiter. Wie viel er Trank oder schon getrunken hatte wurde ihr erst klar als er wie vor den Kopf gedroschen vom Stuhl fiel und am Boden liegen blieb. Sie nahm sich mühsam seiner an ...
Verfasst: Sonntag 18. Oktober 2009, 11:08
von Rafael von Arganta
Manchmal wusste man erst was man verlor hatte, wenn es erst einmal verloren war.
Schlaflos hatte er sich in seinem Bett gedreht.
Müde war er durchaus, doch die Gedanken die in ihm kreisten ließen ihn nicht zufrieden, und hielten ihn wach.
Schließlich stand er noch in tiefer Nacht auf, rüstete sich und ließ sein Pferd satteln um zum Kloster zu reiten.
Dort hatte er bislang immer die Ruhe gefunden die er brauchte.
Bar jeglicher Gedanken nur der Friede die Ruhe die ihn umgab.
Wenn nicht hier wo sonst würde er ein wenig von all dem abgelenkt das ihn bedrückte und beschäftigte.
Cassius öffnete ihm mit einem erstaunten Blick, und Rafael war seiner Eminenz Sandroval dankbar das er noch immer Zugang zum Kloster hatte.
Leise schlich er hinunter zum Baum des Lichtes.
Schon von weitem spürte er diese Präsenz, die ihn schon von weitem umschloss, als würde ihn etwas in die Arme nehmen, doch dieser mal nahm es ihm nicht wie sonst der Gedanke an seine Probleme.
Schmerzlich wurde er sich wieder einmal des Verlustes ihrer Heiligkeit Arnyss bewusst, doch auch die Wärme Temoras.
Sie hatte seinen Weg lange schon vorhergesehen, da war er sich sicher.
Der alte Herr Graf Hohenfels hätte sicherlich im Stillen gelächelt wenn er gewusst hätte was aus dem Jungen geworden war, dem er verholfen hatte Ritter zu werden, und nun Markgraf seines Landes war.
Am Baum knieend hatte er lange gehofft Ruhe zu finden, doch dieses mal ließen ihn die Gedanken nicht zu Frieden, und am Ende setzte er sich einfach auf den Boden vor dem Baum.
Der Rücken an dessen Mauern gelehnt.
Temora hatte Recht ... Temora? Nein die Umstände... er musste sich seinen Gedanken stellen, konnte nicht einfach davor fliehen, und schon gar nicht Schlachten oder Kämpfe nutzen um diesen Gedanken und Gefühlen zu entfliehen.
Zum einen belastete ihn, wie Freunde sich verhielten.
So das er ihnen am liebsten fern bleiben würde. Er ließ sich ungern belügen und hasste Intrigen.
Emma hatte gestern dafür seinen Zorn abbekommen und war kreischend vor ihm in ihren Keller geflohen, hatte sich verbarrikadiert gehabt.
War das wirklich Er gewesen?
Er presste die Lippen zusammen, still Temora um Verzeihung für sein Verhalten bittend.
Zum Glück hatte die zukommende Shedora die Situation entspannen können, und Emma ihm am Ende verziehen.
Rahel selber war es gewesen, die ihn bat seine Rachepläne auf zu geben, obwohl das Ganze gegen sie gegangen war, und er hatte es ihr Zähneknirschend versprochen.
Rahel war auch so eine Sache.
Vor Jahren waren sie ein Paar hatten sich geliebt, und noch heute war Rafael bewusst das die junge Frau ihn mehr kannte als jeder Andere, als er sich selber sogar manchmal, hatte er das Gefühl.
Jeder Blick, jede noch so kleine Nuance verriet ihr seine Gedanken, seine Gefühle.
Und natürlich fühlte er sich noch zu ihr hingezogen, aber Liebe ...
Liebe war es nicht mehr. Dafür war einfach zu viel passiert.
Dennoch hatte er sie noch viel zu gerne als das ihm hätte egal sein können was ihr geschieht.
Nicht zu vergessen Rhys an ihrer Seite, der ihr sicherlich ein wenig Halt gab.
Er wollte ihr noch immer Freund sein, doch hatte er auch Angst davor das seine Einsamkeit seine Sehnsüchte ihn einfach überlisteten und er etwas tun würde, für das er sich irgendwann hasste.
Darum war er ihr aus dem Wege gegangen und schenkte ihr erst die erneuet Aufmerksamkeit, als sie selber verbandelt war. So konnte er ihr inniger Freund bleiben, so wie sie es sich erhoffte, wie es war bevor sie sich einander zugewandt hatten.
Dann Inara...
Lange hatte er mit sich gerungen ihr niemals gesagt das er sie liebe, einfach aus der Angst heraus was passieren konnte, oder sich erneut zu verlieren.
Zu lange hatte er die Gefühle tief in sich verschlossen gehabt, wollte niemanden mehr an sich heranlassen.
Am Ende hatte er gewusst das er Inara in den Abgrund reißen würde.
Sie war eine Starke Frau, das war richtig, aber dennoch hätte sie sich verbiegen, hätte doch einiges aufgeben müssen.
Er hatte über sie entschieden!
Inara hätte ihn sicher verprügelt, wenn es nicht eine so schmerzliche Entscheidung gewesen wäre.
Es war besser so.
Er konnte keiner Frau einfach zumuten sich in der Öffentlichkeit ihm gegenüber einfach wie eine Fremde zu benehmen... nein er konnte nicht? Er wollte das nicht mehr.
Zu lange war sein Herz alleine, einsam gewesen.
Dann kam Valentina die die Rüstung zerriss, ohne das wirklich noch etwas hätte geschehen können, und dann Inara.
Wie einen Blitz hatte es sie damals getroffen und doch ...
Keine Zukunft.
Er hatte gespürt das sie noch immer an Malachai hing,
Er hatte gehört gespürt das Malachai sie noch liebte.
Und Malachai war alleine, litt. Denn auch ihn hatte seine Frau alleine gelassen.
Dazu war da noch Marrick der die Beiden verband. Eine Familie ... die ihm wohl fehlte wie Rehya.
War Inara glücklich?
Er glaubte es doch wie lange würde das so noch sein?
Ja er hatte für sie entschieden.
Hatte die Sache beendet, und sogar Malachai zu ihr geschickt, damit er ihr Trost sein konnte, und mit der Zeit vielleicht sogar mehr.
Er wünschte Inara, wie auch Rahel alles Glück dieser Welt, doch war auch er sich im klaren darüber das dieses Glück nicht mit ihm kommen würde oder konnte.
Es zog ihm den Magen zusammen.
Er hatte damals wie heute es sich heraus genommen für jene zu Entscheiden.
Was besser war was richtig war, egal wie es ihm selber damit gehen würde.
Und jetzt sogar der Versuch zu Kuppeln, einfach um Inara wieder das Lächeln zurück zu bringen, das er so an ihr Mochte.
Natürlich hatte er gelitten.
Und als Inara dann auch noch gemeinsam mit Malachai auf das Fest kam, war es ihm doch als würde die Faust ihn niederschmettern.
Vielleicht begriff er erst in diesem Augenblick wie sehr er sie doch geliebt hatte.
Niemals hatte er es ihr gesagt, sie hatte es stets einfach so hingenommen, und jetzt bereute er es ehrlich.
Wusste sie es überhaupt?
Überwältigt von den Gefühlen die auf ihn einstürmten war er ... geflohen.
Das Pferd einfach antreibend, irgendwohin, bis zu dem Turm der dort stand.
Die Treppen hinauflaufend, warf er den Schild in die Ecke und brüllte seine Wut, seinen ganzen Schmerz in sich hinaus.
Warum war das alles immer so kompliziert? Warum bereute er nun seinen Schritt. War er doch Richtig gewesen,, so weh es auch tat.
Warum hatte er damals nicht mit Rahel leben können, und heute .. Inara.
Nein...
Der Adel gab sich nun einmal nicht mit ... Niederen ab.
Er schnaufte wütend fast.
Später war er zum Fest zurück geritten.
Malachai war gegangen und hatte Inara zurück gelassen, die mit der Kutsche zurück wollte.
Rafael hatte sie geleitet, doch noch bevor sie wirklich reden konnte, merkten sie das sie nicht alleine waren.
Jemand der sich Verborgen hielt, hatte sie belauscht und kam näher.
Rafael hatte Inara in die Kutsche gedrängt und sich dem Mann angenommen der wohl gedacht hatte einfaches Spiel mit ihm zu haben, als er ihn aus dem Hinterhalt angriff.
Doch er hatte gekontert. Seine Wut, sein Zorn... hatte ihm zusätzlich Kraft gegeben und am Ende war der Mann verschwunden wie er gekommen war.
Rafael hatte sich gut gefühlt.
Der Kampf ihn gut getan obwohl ... Wut, Zorn waren nicht gerade Göttergefällig. Jedenfalls nicht seinen Göttern gegenüber.
Alatar hätte sich sicherlich gefreut.
Als er zurück kam gab es die nächste Hiobsbotschaft.
Rogan hatte Rahel „entführt.“
Es hatte nicht viel gefehlt und Rafael hätte den Verstand verloren.
Hudgarr jedenfalls musste er versprechen Rogan nicht gleich um zubringen wenn er ihn finden würde.
Gemeinsam suchten sie, und es war jedenfalls später Alexia die sie fand.
Rafael kam erst später hinzu und wusste überhaupt nicht mehr wie ihm geschah.
Er musste Rahel versprechen Rogan kein Haar zu krümmen.
Dann warf jene noch einen Krug nach ihm und verschwand mit Alexia im Keller.
Das Gefühlschaos brach über ihn herein.
Er brauchte dringend seine Rüstung.
Jene die ihn vor körperlichen Schaden schützte aber vor allem jene die ihm helfen sollte endlich alle Gefühle von ihm fern zu halten und seine zu unterdrücken.
Es war manchmal eben doch gut einfach nur der hochnäsige Adelige zu sein, und niemand wissen zu lassen das es noch einen Menschen tief unter der ganzen Maske gab.
Verfasst: Mittwoch 11. November 2009, 10:14
von Rafael von Arganta
Vollkommen erschöpft und Müde wankte er ins Haus, nur am Rande bemerkte er das etwas in seinem Briefkasten steckte.
Als er diesen öffnete hineinsah war es ihm als würde etwas kaltes nach ihm greifen.
Den Teddy den er einmal verschenkt hatte.
Wollte sie ihn nicht mehr oder war es eher das sie meinte er hätte ihn nötiger als sie ihn hatte?
Für den Moment war er ehrlich versucht ihn fort zu werfen, dann jedoch schlich er weiter ins Haus.
Schlafen ...
Nur noch Schlafen. Weit weit weg von all seinen Problemen und vor allem seinen Gefühlen.
Jene waren es auch die ihn heute Nacht wieder hinaus getrieben hatten.
Hatte Bajard nicht Probleme gehabt, wie Alexander ihm berichtete?
So war er dort hin geritten, hatte gegen die blutigen Kreaturen gekämpft.
Himmel er musste aussehen als hätte er in Blut gebadet.
Wenn Rehya ihn nun so sehen würde, wäre das wohl mehr als ein Alptraum wert.
Aber er hatte diese Abwechslung gebracht.
Das Gespräch mit Inara hatte ihn aufgewühlt. Ihm erneut aufgezeigt wer er ... nein WAS er war.
Wenn Adrian und Darna nicht bald zurückkamen würde er wohl bald dem Wahnsinn anheim fallen, so kam er sich vor. Er war zu dem geworden was er nie wirklich hatte sein wollen.
Müde legte er die Rüstung ab.
Cedric würde eine Menge zu tun bekommen wenn er sie reinigen wollte.
Er selber gönnte sich den Luxus eines Bades.
Tauchte im dampfenden Wasser unter und blieb dann blicklos in dem mit duftenden Kräutern angereichertem Wasser liegen.
Schmerzvoll schloss er die Augen.
Rehya brauchte eine Mutter!
Jemanden der sich um sie kümmerte. Der ihr Liebe entgegenbrachte, und den auch Rehya lieb haben konnte.
Und er selber ... Fast wütend stob er aus dem Wasser. Sich nur unzureichend abtrocknend zog er sich die Hose über, nahm sich einen Wein und hockte sich vor den Kamin.
Ja... was war mit ihm selber.
Brauchte er niemanden?
Bitter lachte er auf.
Er hatte sein Glück mit Füßen getreten warum sollte es ihn jetzt wohl wieder anlachen.
Angelina war wahrlich das Glück seines Lebens gewesen ... wäre sie nur damit klar gekommen was er war. Am Ende war sie zwei mal gegangen, sie hatten sich auseinandergelebt. Liebe, jedoch war niemals ihr Problem gewesen.
Felicitas ... die rassige Schönheit aus dessen Verbindung Rehya stammte.
Aber Feli hatte am Ende nach dem Tode ihres gemeinsamen Sohnes der Wahn gepackt und sie war schließlich Eluive Priesterin geworden.
Rahel und Inara ...
Zwei Frauen zu denen er eine innige Freundschaft gehabt hatte.
Doch beide Frauen würden in den Augen des Adels nicht bestehen, deswegen hatte er den Abstand gesucht gehabt, und irgendwie allen damit weh getan.
War es wirklich sinnvoll für sie entschieden zu haben?
Rahel ... sie verstand ihn auch ohne Worte, ein Blick eine Geste reichte, doch Rehya hatte ihre Probleme mit ihr, und auch er, so er auch sich nach ihrer Nähe sehnte, hatte ein oder zwei Bedenken, Dinge die ihm missfielen bei ihr.
Auch wenn er zugab das sie ihn, so sie es darauf anlegen würde, sehr schnell zu Fall bringen konnte.
Inara ...
Sie glich ihm in ihrer Vergangenheit. Hatte so viel durchgemacht und war doch so eine starke Frau geworden.
Das erste Treffen mit ihr war schon wie ein Blitz gewesen. Als hätte man nur aufeinander gewartet gehabt, und doch hatten sie sehr wenig Zeit miteinander verbringen können.
Sie waren einander Stütze gewesen doch glaubte er zu ahnen wie sehr sie an ihrer Familie hing. Ihrem Sohn, ihrem Ex Mann, und oft genug mochte er das Glück sehen wenn die Drei zusammen waren, wie eine kleine Familie.
Das was ihm fehlte, obwohl er es haben konnte durch ... Rhys.
Er war sich jedoch sicher das bei Inara und Malachai die Liebe längst nicht erloschen war.
Soviel hatten sie miteinander geteilt, soviel erlebt, und Malachai war ... alleine.
Also hatte er erneut entschieden, ... dieses mal für Inara.
Doch hatte er es bereut.
Bereut wie in der heutigen Nacht als sie redeten und er sich erneut bewusst wurde welch wundervolle Frau da vor ihm stand.
Die ihn jedoch nun mit Fakten belud die er so nicht abstreiten konnte, und in der sie mit Rahel einer Meinung war.
Er hatte kein Recht für einige Menschen die ihm nah waren, Entscheidungen zu treffen.
Wenn sie Glücklich waren und er glaubte das das Glück niemals anhalten konnte, jenes Glück einfach zu zerstören.
Einfach aus dem Willen heraus sie zu schützen.
Wen war es den er sich herbeisehnte.
Wen bei dem er am liebsten auf die Knie fallen würde und um Vergebung bitten wollte, und warum?
War es denn nicht Richtig wie er entschieden hatte?
Er war nun einmal wer er war. Er konnte nicht einfach lieben wen er wollte ... oder doch?
Eine Mätresse ... war in den Augen des Adels ein Spielzeug, aber das war es nie was Rafael darin sehen würde, denn mit der Liebe sollte man nicht spielen.
„Eluive steh mir bei.“ Seufzte er und streckte sich längst neben dem Kamin aus.
Wußte er überhaupt noch was er wollte?
Wußte er überhaupt noch wer er war?
Gab es diesen Rafael, der er früher war, eigentlich noch?
Der im Schloß zu Varuna so viel von sich selber zeigen konnte?
Ja... vielleicht gab es ihn noch, aber wenn ... war er irgendwo tief unter seiner Rüstung verborgen.
Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2009, 16:51
von Rafael von Arganta
SIE WAREN WIEDER DA!
Nur einen Moment hatte er sich gegönnt, sich auf den Heuballen gesetzt und Rymis die Schnauze gerieben wie er liebevoll in ihm durchs Haar prustete.
Man konnte diesem Pferd gar nicht böse sein.
Stellte er noch so viel an auf der Jagd nach seinen Heißgeliebten Äpfeln.
Irgendwie gequält lächelnd sah er seinem Pferd zu, wie es dann doch sich dem Hafer zuwendete und diesen dann genussvoll zwischen den Zähnen zermalmte.
Zu lange waren Adrian und Darna nun schon fort, und ... verdammt noch mal er vermisste sie.
Vermisste sie als wären sie nicht nur Freunde sondern Familie.
Obwohl ... waren sie das denn nicht auch?
Gab es denn noch sonst wen dem er sich so öffnen konnte wie seinen Freunden?
Wohl kaum.
Nachdenklich und über so manchen Gedanken brütend, musste er wohl eingeschlafen sein, denn er erwachte als ihn irgendetwas an der Nase kitzelte.
Sofort hochfahrend blickte er in das vergnügte Gesicht Adrians und für den Moment glaubte er sich in einem Traum gefangen, dann begriff er, sprang auf und eilte auf seinen Freund zu, nur um im letzten Moment inne zuhalten.
Eine stürmiche Umarmung würde sich hier wohl nicht ziemen.
So streckte er ihm mit Freude die Hand entgegen, die vom Grafen auch ergriffen wurde, doch nur um ihn daran in die Arme zu ziehen.
Sofort erwiederte er die Freundschaftliche Umarmung des „Bruders“.
„Mensch bin ich froh das ihr wieder da seid. .. Du hast die Lady doch auch wieder mitgebracht?“
Adrian grinste, und deutete nur nach draußen, und Rafael folgte dem Wink sofort.
Trat hinaus und auf Darna zu, nur um dann gespielt zu schimpfen.
„Sag mal, wie konntest du nur!!!“
Adrian hob eine Braue wärend Darna nur Konsterniert antwortete „Ich freue mich auch, Euch wiederzusehen, Sire.“
Rafael schmunzelte und vollendete den Satz. „Wie konntest du es nur verantworten mich so lange hier alleine zu lassen!!!“ Mit diesen Worten zog er Darna einfach freudig in die Arme, und die Paladina ließ es stoisch über sich ergehen.
Nur leicht bemerkte er das sie die Umarmung unauffällig mit einem Arm erwiderte.
Er konnte kaum in Worte fassen wie sehr es ihn freute seine Freunde wieder zu sehen. Es gab so viel zu berichten, so viel war geschehen, doch erst einmal wollte er Reiseberichte hören, und anhand der Sticheleien seines Freundes über Blutwurst, wurde ihm durchaus klar das irgendwer die Reisenden schon über so einiges aufgeklärt hatten.
Der Abend selber wurde noch sehr lang.
Gegenseitig berichtete man sich noch über die neuesten Geschehnisse, doch das was Rafael wirklich auf der Seele lag, verschwieg er.
Vielleicht war irgendwann einmal Zeit dafür.
Später dann verabschiedete man sich, und Rafael stieg hinauf in das für ihn vorbereitete Gästezimmer.
Ein Cognac gönnte er sich noch bevor er sich auf das Bett setzte.
Sie waren wieder da ...
Was hatte er erwartet, das sich alle Probleme mit einem Knall in Nichts auflösten?
Er nahm Inaras Brief aus der Westentasche, blickt hinauf und schon spürte er wie erneut sich die Tränen in seinen Augen bildeten.
Er verfluchte sich leise.
Warum herrschte in seinem Inneren nur so viel Unruhe.
Warum tat das alles so weh?
Er brauchte den Brief nicht zu lesen um doch zu wissen was drin stand.
Wort für Wort.
Müde und innerlich leer, alleine, lehnte er sich zurück.
Der Brief entglitt seiner Hand als er einschlief, doch das bemerkte er nicht mehr wirklich.
Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2009, 17:03
von Ira Lisarias
Ja, nein, ja, nein, ja, nein. Sie konnte sie nicht entscheiden, schon eine Weile war sie wieder wach. Es ging ihr grauenhaft aber doch musste sie ihren Aufgaben nachkommen und sie verpflegte sie rasch die Tiere im Stall während Savea sich um das Frühstück in der Küche kümmerte. Einige Personen mehr im Haus erforderten auch wieder mehr Arbeit. Die ruhigen Tage waren vorbei. Aber war das bedauernswert?
Egal, sie konnte den armen Sire nicht verschlafen lassen, was er vermutlich zwanghaft tun würde. Man erwartete ihn bald und so machte sie sich rasch, als das Haus sonst noch schlief und Savea sich auf den Weg machte die edlen Herrschaften zu wecken zum Sire. Gewohnt leise schob sie sich durch die Tür, ging in das Zimmer, verschloss das Fenster und öffnete langsam die Gardinen. Der Kissen-Decken-Haufen der sich in der Gemütlichkeit auf dem Bett verschanzt hatte murrte etwas. Ihr Blick huschte zum Bett als sie schon ansetzen wollte ein "guten Morgen" zu schmettern. Doch ob des Zettels hielt sie inne, leise schlich sie hinüber und statt ihn etwas zu rütteln und nachdrücklich sein Erwachen zu fordern nahm sie den Brief auf und überflog rasch die Zeilen ....