Brennen soll das Räuberpack!
Verfasst: Freitag 16. Mai 2008, 12:24
Ein Räuberlager war da und das mitten im Protektorat der Bruderschaft der Streiter Temoras!
Anfangs ein kaum ernst zunehmender Haufen von drei Trunkenbolden mit Messern in der Hand, war es nun ein mit Holzpalisaden befestigtes Lager, besetzt mit dutzenden Männer, die zwar immer noch versoffene Wegelagerern waren aber immerhin mit ihren Waffen umgehen konnten. Sie überfielen nicht mehr nur kleine verängstigte Laufburschen oder einen in die Jahre gekommen Holzfäller, sondern überfielen auch die Bewohner des Protektorats und die Mitglieder der Bruderschaft.
Es musste etwas geschehen! Das Räuberlager und vor allem die Räuber mussten weg! Verbrennen sollen sie samt ihrem Lager!
Deswegen sollte es eines der Haupthemen der nächsten Versammlung der Bruderschaft sein, aber mit den Vorbereitungen wurde jetzt schon begonnen, denn, dass das Räuberlager angegriffen und niedergerissen werden sollte stand fest nur noch das Wie war zu klären.
Deswegen schlich sich Melakur seit dem Ende der letzten Woche jeden Tag zum Lager der Räuber. Er fertigte einen Grundriss des Lagers, notierte sich die Eigenarten und Gewohnheiten jedes einzelnen Räubers, die vielleicht nützlich werden könnten, welche Waffengattung sie führten, machte ein grobes Schema der Hierarchie dieser Bande und erstellt schon einige grobe Angriffspläne, welche er auf dem Papier niederkritzelte.
15. Eluviar 251
*Schon über eine Stunde hockte Melakur auf einem der Bäume nahe dem Räuberlager an diesem verregneten Morgen. Da er an diesem Tag schon sehr früh aufstand, um das Lager auszukundschaften, hatte er keine Zeit gehabt in der Burg zu frühstücken aber zum Glück hatte er sich ja etwas Proviant mitgenommen. Wie er nun da auf dem Ast sitzt und sich genüsslich ein Stück Fleisch in den Mund schieb, während er beobachtet wie das versoffene Pack ihren Rausch auf dem nun matschigen Erdboden ausschläft, macht er sich seine Gedanken über diese Wegelagerer.
,,Elendes Pack! Ich würde euch alle jetzt gleich erschießen, wenn das nicht gegen die sieben Tugenden verstoßen würde. Aber sowas kennt ihr ja nicht. Ihr verstoßt ja absichtlich gegen jede Tugend.
Tapferkeit. Drei erwachsene Männer, mit Messern und Knüppeln bewaffnet gegen einen kleinen unbewaffneten Laufburschen. Da wäre der kleine Junge tapfer aber nicht diese elenden Räuber.
Ehre. . Einen alten Holzfäller nachts zu dritt überfallen, der Erste lenkt ihn ab, der Zweite schneidet ihm den Goldbeutel vom Gürtel und der Dritte sticht ihm hinterrücks das Messer ins Kreuz. Noch hinterhältiger geht es wohl kaum noch.
Opferbereitschaft.. Raffgierig seine Beute horten und ja keinem anderen etwas davon abgeben. Das einzige was ein Räuber opfern würde wäre einer seiner Kameraden, damit sein eigener Anteil an der Beute noch größer wird.
Mitgefühl.. Einem bis aufs letzte Hemd ausgeraubte Opfer, das um Gnade bettelnd auf den Knien herumrutsch, die Kehle durchzuschneiden zeugt nicht von Mitgefühl, sondern von Kaltherzigkeit.
Gerechtigkeit.,,Wir nehmen es den Reichen und geben es denen, die es brauchen, nämlich uns‘‘ Pah, das ich nicht lache. Wohlstand und Reichtum muss man sich verdienen und nicht anderen rauben.
Geistigkeit.. In eine Kirche zu gehen, um dort den Priester zu verspotten, das Inventar zu rauben, die Gläubigen anzupöbeln und den Göttern zu lästern beweist nicht das man besonders geistlich ist, sondern vom genauen Gegenteil.
Demut. . Sich über alles und jeden lustig zu machen und sich über jedwede Instanz zu setzen, selbst die göttliche, zeigt wie arrogant und selbstüberschätzend ihr seid. ‘‘
Als so in seine Gedanken versunken ist, hört er plötzlich ein unfreundliches ‚, Ey! ‘‘ von unter her zu ihm herauf grollend. Davon völlig überrascht fällt er wie zu Stein erstarrt, rückwärts den Ast hinunter auf den, zum Glück matschigen; Erdboden und seinem Armbrust ihm nach. Die Banditin, der Melakur ungewollt beim Wasserlassen gestört hatte, takelte wutentbrannt mit ihrem Stab auf ihn zu. Was sollte er nun tun? Die Armbrust lag einen Schritt weit weg, außerdem hatte sich durch den Sturz ein Schuss gelöst und der Bolzen flog irgendwo in den Wald hinein. Die noch halb im Rausch stehende Banditin schlug auf ihn ein doch zum Glück traf sie nur die Schulter und nicht wie wohl von ihr gewollt den Kopf von Melakur. Er hatte keine Wahl er musste sich mit den Fäusten verteidigen. Eine Linke, eine Rechte und noch ein linker Hacken mit den von Nieten gespickten Handschuhen und die Banditin taumelte erst einmal angeschlagen vor sich hin. Genug Zeit, um sich seine Armbrust zu schnappen und zu spannen. Kaum den Bolzen eingelegt stürmte sie auch schon wieder auf ihn zu. In dieser Ungünstigen Lage entschloss er sich kurzerhand sie aus dem Waldstück auf die Straße zu führen, hier konnte er besser schießen. Ihm nachstolpernd, traf sie der Bolzen tödlich, als sie gerade dabei war die Straße zu betreten. Kaum berührte der leblose Körper die Straße kam auch schon Moira angeritten. Melakur erzählt ihr kurz was hier vorgefallen war, nachdem er nun endlich das Stück Fleisch heruntergeschluckt hatte, an welchem er vorhin beim Wegrennen beinahe erstickt wäre. Nachdem dann Moira weggeritten war galt es die Leiche der Wegelagerin zu beseitigen, denn wen man sie finden würde, würden die Räuber bald merken, dass man gegen sie vorgehen würde. Danach setzte Melakur seine Observation fort, doch auch wenn die Leiche beseitigt wurde, würde es doch bald auffallen, dass eine Räuberin fehlte. Auch der Bolzen, der sich durch den Sturz vom Baum löste und den er in der Eile völlig vergessen hatte und nun in irgendeinem Baum im Waldstück steckte, war verräterisch. Besonders dadurch das in den seinen Schaft ‚, Für Temora!‘‘ eingeritzt war und er somit eindeutig als Nicht-Räuber Bolzen gekennzeichnet war.*
Anfangs ein kaum ernst zunehmender Haufen von drei Trunkenbolden mit Messern in der Hand, war es nun ein mit Holzpalisaden befestigtes Lager, besetzt mit dutzenden Männer, die zwar immer noch versoffene Wegelagerern waren aber immerhin mit ihren Waffen umgehen konnten. Sie überfielen nicht mehr nur kleine verängstigte Laufburschen oder einen in die Jahre gekommen Holzfäller, sondern überfielen auch die Bewohner des Protektorats und die Mitglieder der Bruderschaft.
Es musste etwas geschehen! Das Räuberlager und vor allem die Räuber mussten weg! Verbrennen sollen sie samt ihrem Lager!
Deswegen sollte es eines der Haupthemen der nächsten Versammlung der Bruderschaft sein, aber mit den Vorbereitungen wurde jetzt schon begonnen, denn, dass das Räuberlager angegriffen und niedergerissen werden sollte stand fest nur noch das Wie war zu klären.
Deswegen schlich sich Melakur seit dem Ende der letzten Woche jeden Tag zum Lager der Räuber. Er fertigte einen Grundriss des Lagers, notierte sich die Eigenarten und Gewohnheiten jedes einzelnen Räubers, die vielleicht nützlich werden könnten, welche Waffengattung sie führten, machte ein grobes Schema der Hierarchie dieser Bande und erstellt schon einige grobe Angriffspläne, welche er auf dem Papier niederkritzelte.
15. Eluviar 251
*Schon über eine Stunde hockte Melakur auf einem der Bäume nahe dem Räuberlager an diesem verregneten Morgen. Da er an diesem Tag schon sehr früh aufstand, um das Lager auszukundschaften, hatte er keine Zeit gehabt in der Burg zu frühstücken aber zum Glück hatte er sich ja etwas Proviant mitgenommen. Wie er nun da auf dem Ast sitzt und sich genüsslich ein Stück Fleisch in den Mund schieb, während er beobachtet wie das versoffene Pack ihren Rausch auf dem nun matschigen Erdboden ausschläft, macht er sich seine Gedanken über diese Wegelagerer.
,,Elendes Pack! Ich würde euch alle jetzt gleich erschießen, wenn das nicht gegen die sieben Tugenden verstoßen würde. Aber sowas kennt ihr ja nicht. Ihr verstoßt ja absichtlich gegen jede Tugend.
Tapferkeit. Drei erwachsene Männer, mit Messern und Knüppeln bewaffnet gegen einen kleinen unbewaffneten Laufburschen. Da wäre der kleine Junge tapfer aber nicht diese elenden Räuber.
Ehre. . Einen alten Holzfäller nachts zu dritt überfallen, der Erste lenkt ihn ab, der Zweite schneidet ihm den Goldbeutel vom Gürtel und der Dritte sticht ihm hinterrücks das Messer ins Kreuz. Noch hinterhältiger geht es wohl kaum noch.
Opferbereitschaft.. Raffgierig seine Beute horten und ja keinem anderen etwas davon abgeben. Das einzige was ein Räuber opfern würde wäre einer seiner Kameraden, damit sein eigener Anteil an der Beute noch größer wird.
Mitgefühl.. Einem bis aufs letzte Hemd ausgeraubte Opfer, das um Gnade bettelnd auf den Knien herumrutsch, die Kehle durchzuschneiden zeugt nicht von Mitgefühl, sondern von Kaltherzigkeit.
Gerechtigkeit.,,Wir nehmen es den Reichen und geben es denen, die es brauchen, nämlich uns‘‘ Pah, das ich nicht lache. Wohlstand und Reichtum muss man sich verdienen und nicht anderen rauben.
Geistigkeit.. In eine Kirche zu gehen, um dort den Priester zu verspotten, das Inventar zu rauben, die Gläubigen anzupöbeln und den Göttern zu lästern beweist nicht das man besonders geistlich ist, sondern vom genauen Gegenteil.
Demut. . Sich über alles und jeden lustig zu machen und sich über jedwede Instanz zu setzen, selbst die göttliche, zeigt wie arrogant und selbstüberschätzend ihr seid. ‘‘
Als so in seine Gedanken versunken ist, hört er plötzlich ein unfreundliches ‚, Ey! ‘‘ von unter her zu ihm herauf grollend. Davon völlig überrascht fällt er wie zu Stein erstarrt, rückwärts den Ast hinunter auf den, zum Glück matschigen; Erdboden und seinem Armbrust ihm nach. Die Banditin, der Melakur ungewollt beim Wasserlassen gestört hatte, takelte wutentbrannt mit ihrem Stab auf ihn zu. Was sollte er nun tun? Die Armbrust lag einen Schritt weit weg, außerdem hatte sich durch den Sturz ein Schuss gelöst und der Bolzen flog irgendwo in den Wald hinein. Die noch halb im Rausch stehende Banditin schlug auf ihn ein doch zum Glück traf sie nur die Schulter und nicht wie wohl von ihr gewollt den Kopf von Melakur. Er hatte keine Wahl er musste sich mit den Fäusten verteidigen. Eine Linke, eine Rechte und noch ein linker Hacken mit den von Nieten gespickten Handschuhen und die Banditin taumelte erst einmal angeschlagen vor sich hin. Genug Zeit, um sich seine Armbrust zu schnappen und zu spannen. Kaum den Bolzen eingelegt stürmte sie auch schon wieder auf ihn zu. In dieser Ungünstigen Lage entschloss er sich kurzerhand sie aus dem Waldstück auf die Straße zu führen, hier konnte er besser schießen. Ihm nachstolpernd, traf sie der Bolzen tödlich, als sie gerade dabei war die Straße zu betreten. Kaum berührte der leblose Körper die Straße kam auch schon Moira angeritten. Melakur erzählt ihr kurz was hier vorgefallen war, nachdem er nun endlich das Stück Fleisch heruntergeschluckt hatte, an welchem er vorhin beim Wegrennen beinahe erstickt wäre. Nachdem dann Moira weggeritten war galt es die Leiche der Wegelagerin zu beseitigen, denn wen man sie finden würde, würden die Räuber bald merken, dass man gegen sie vorgehen würde. Danach setzte Melakur seine Observation fort, doch auch wenn die Leiche beseitigt wurde, würde es doch bald auffallen, dass eine Räuberin fehlte. Auch der Bolzen, der sich durch den Sturz vom Baum löste und den er in der Eile völlig vergessen hatte und nun in irgendeinem Baum im Waldstück steckte, war verräterisch. Besonders dadurch das in den seinen Schaft ‚, Für Temora!‘‘ eingeritzt war und er somit eindeutig als Nicht-Räuber Bolzen gekennzeichnet war.*