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Die Angriffspläne schreiten voran
Verfasst: Samstag 10. Mai 2008, 20:29
von Rafael von Arganta
Zufrieden ging Rafael die Reihe der Katapulte ab.
Vier waren es.
Das Brandöl war auch schon da, gut versteckt und bewacht von der doppelten Anzahl an Gardisten.
Einige Berichte, auf die man ungeduldig warteten fehlten noch aber die daran beteiligten waren bereit.
Der Orden der Temora wollte Varuna schützen, während das Hohenfelser Regiment, die Allianz, Thelors Leute und auch die Bruderschaft, gemeinsam gegen die Angurer ziehen wollten.
Einer solchen Armee konnten jene gar nicht widerstehen. Aber wer den Mund soweit aufmachte, musste nun mal mit Konsequenzen rechnen.
Man sollte sie zurück zu ihrer Eisinsel schicken, wenn sie nicht zu schätzen wussten was das Reich für sie getan hatte.
Jall war auf seine eigene Forderung ihm gegenüber nicht eingegangen.
Aber Rafael war Klug genug diesen Schlachtzug nicht für seine eigene Rache zu missbrauchen. Dann würde sehr schnell Hass und Zorn ihn leiten, und jene waren noch nie ein guter Berater gewesen.
Zu den Angurern kam noch diese Bedrohung durch diese Räuberbande, auch jene wollte man sich Gemeinsam annehmen.
Das Reich würde einmal wieder Zusammenhalt zeigen, und das war Rafael, gerade nach den Querelen der letzten Tage zwischen der Gemeinschaft Sir Thelors und dem Regiment, sehr wichtig.
Es würde bergauf gehen, das erhoffte er sich.
Nicht nur durch den hoffendlichen Sieg der Lichten und Reichstreuen, sondern vor Allem durch das gemeinsame Agieren miteinander.
Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 15:33
von Jall-Argayth MacAgrona
Auch die Anguren bereiteten sich vor - das Lager war in Aufruhr. Späher wurden ausgesandt und gleich zwei Mimir suchten mit "anderen" Augen in der Ferne, als sich der Tross aufmachte. Die Rückbesinnung auf die alten Werte ging noch sehr viel tiefer, als man es als Unwissender gedacht hätte: Anguren waren nach ihrem Verständnis nicht nur große Krieger - sondern auch Nomaden. Kaum einer verstand sich auf die Verteidigung eines Ortes, dessen Vorteile kaum ausgenutzt werden konnten. Was blieb, war das Verlassen des Lagers.
Jeder Angure wusste, dass die Lage der neuen Heimat den Feind anziehen würde, welcher durch sein Leben hinter Mauern sicherlich eine Möglichkeit hätte, die Palisaden zu erklimmen - und sei es über einen Berg von varunesischen Leichen. Belagerungen waren strategisches Fremdland für die wilden Stämme des Nordens, welche in den letzten Wochen nichts anderes als Schiffe gebaut hatten. Zwei lange Rümpfe, stabil und ebenso mit Riemen wie auch Segeln anzutreiben, verließen an einem seltsam nebligen Morgen eine weitere Heimat. Wohin es die letzten des Volkes treiben würde, wusste man bisher noch nicht - die Worte des alten Mimir Jall waren schlecht zu deuten.
Er würde Svartving, den Winterbringer, den Schwarzdrachen, von der Insel der Ahnen vertreiben - aber wie sollte er dies tun? Übernahm er sich mit diesen Plänen? Zweifel war nicht die Natur der alten Anguren, doch ein paar Junge waren kaum daran interessiert, das verfluchte Eiland Fuachtero abermals zu betreten. Trotzdem machte man die Überfahrt - und erblickte tatsächlich wieder Grün vor den weiten Felsmassiven und Gletschern der einzig wahren Heimat. Kaum, dass sie angelandet waren, erwartete man das Brummen des alten Bären der MacAgrona. Man erwartete das Meckern, Mosern, Beschweren einer augenscheinlich von den Ahnen selbst gesegneten Gestalt. Man wurde enttäuscht.
Die Suche erstreckte sich über mehrere Tage, in denen Trupps vereinter Clans die Insel nach dem Alten durchsuchten, während andere sich daran machten, die Bestattungen ihrer Verwandten, Freunde und Familien vorzubereiten. Was die Suchenden jedoch unter weichendem Eis fanden, waren nur halberfrorene, teils zerrupfte Tote. Anguren, die dem verfluchten Winter zum Opfer gefallen waren. Viele davon waren bereits angenagt worden von den nun ausgezehrten Bären, welche sich auch über schwarzes, ledriges Fleisch hermachten nach diesen vernichtenden Monaten. Von Jall jedoch fehlte jede Spur.
An der heiligen Eiche, dem wohl wichtigsten Ort der Insel, sollte man schließlich einen Hinweis finden: Der knorrige Stab, den der Alte immer und überall mit sich herumschleppte, steckte dort vor dem Baum, neben dem Eingang in die Höhle Slains. Müder Wind ließ die dutzenden Knochen, Krallen, Geweihstücke und Zähne ein weiteres Mal, scheinbar nun endlos, das leise Lied des Jalls spielen.
Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 20:05
von Marlan Kabo
*mit einem verkniffenem Gesicht schritt Marlan die Formation der 2. Kampfgruppe des 3. Zuges ab. Alles erfahrene Kämpfer welche schon den einen oder anderen Kampf ausgefochten hatten. Sie waren bereit den Kampf gegen die Anguren aufzunehmen.
Das ganze Gebiet war erfüllt von der Melodie des Krieges. Von einem Ende des Lagers war in regelmäßigen Abständen das dumpfe aufprallen der Katapultgeschüsse zu hören und das daraus resultierende Geschrei und Gejohle wenn mal wieder ein Schütze voll daneben lag, es lag Marlan auch nicht daran dies zu Unterbinden. Schnell genug würde es schwer werden, sollen die Männer soviel von ihrem Frieden bewahren wie nur möglich.
Neben den Katapultschützen standen Reih um Reih von Bogenschützen, welche mit ihren Langbogen den Beschuß auf eine weite Entfernung übten.
Es war wahrlich nerven aufreibend, das ewige surren der Pfeile zu ertragen, doch wäre dies nicht das letzte gewesen, so gab es und was besonders wichtig war. Die Nahkämpfergruppen, schwer gepanzerte Krieger welche mit ihren Übungswaffen aufeinander einschlugen, und der Schmied am ende des Lagers welcher mit seinem Hammer am laufenden Bande die Beulen wieder raushaute.
nach einem tiefen durchatmen lies Marlan die Kampfgruppe vor ihm abtreten auf das sie ihren Aufgaben nachgingen.
Immer mehr der erfahrenen Soldaten wurden aus Varuna abgezogen, hoffentlich hält der zugesagte Schutz.
Es war jedoch an der Zeit das auch er seine Knochen mal ein wenig arbeiten ließ, so ließ er sich seinen Kürass bringen und sein Pferd rüsten, auf das er sich mit der Kavellerie der Truppen auf zur nächsten Übung machten.
Dies alles für das eine Reich, das einzig wahre von Alumenas.
*
Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 21:09
von Elayoe War´svalvar
“Er ist in das reine Lied gestürzt.”
Das waren die worte der Elfe, als sie die Geschosse verfolgte, welche sich ihren weg an den Bäumen vorbei auf das Lager der Anguren bahnten. Nein, es hatte kein gutes Ende gegeben. Viele Tage lang hatte sie die Anguren nun beobachtet und ihr Tun. Ihr Rüsten für den Kampf und den Fortgang einiger von ihnen.
„Ich werde Dich missen, Jall, Mimir der MacAgrona. Und eines Tages werden wir wieder zusammen einen Weg beschreiten.“
Recht dicht an ihr vorbei rauschte nun einer dieser Steine. Sie erhob sich nun um das Ausmaß der Verwüstung, welches die Menschen wieder einmal anrichteten zu begutachten. Und wieder konnte sie die Bösartigkeit dieses Volkes sehen, welcher sie sich nicht einmal bewußt waren.