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Schmieden ist schwer

Verfasst: Dienstag 6. Mai 2008, 17:20
von Anna Savior
Wieder einmal ging Anna in die Mine um Erze, Kohle und Steine zu sammeln. Und wieder sah sie wie schon des öffteren ihre Männlichen Schmiedekolegen, welchen das Schürfen und das Tragen der Erze viel einfacher fiel als Ihr es jemals fallen würde. Diesen Anblick, diese starken Männder, wie einfach es ihnen fällt, deprimierte Anna etwas.
Als sie sich dann ihren Erzsack auf den Rücken schwang und die Mine verlassen wollte gingen einige von den anderen wesendlich schneller und mit wesendlich weniger Kraftaufwand an ihr vorbei. Als sie es dann doch schaffte belud sie ihr Pferd mit den Erzen und erholte sich kurz, wobei sie sich am Pferd abstüzte. Sie sah die Männer wie sie, als wäre es kein Problem, die Erze auf ihre Pferde luden und schnur straks losgingen, mit den, scheinbar voll belandenen, Pferden hinter ihnen.
Als sie dan endlich mit ihrem Pferd am Kontor angekommen war und die Erze in der Truhe verstaute kam ihr eine Idee in den Kopf.
Getrieben von diesem gedanken nahm sie sich ein Naehset aus einer der Truhen im Kontor und begann mit etwas Stoff zu schneidern. Ihr viel sofort auf wie viel weniger anstrengend und wie viel mehr entspannend diese Arbeit ist.
Nach iniger Schneiderarbeit, welche vom Kraftaufwand fast bei Null lag, merkte Anna das es ihr viel mehr Spaß bereitete mit Nadel und Faden umzugehen als das ständige, kraftaufwändige schürfen in der Mine und das vollgende Schmieden. Sie war sich eigendlich schon sicher, doch sie dachte daran, dass sie die Gefolgschaft, wenn sie denn ihre Schmiedekunst aufgeben würde, im Stich lassen würde. Jedoch kam ihr zugleich der Gedanke das sie noch nie im Kontor einen Schneider oder eine Schneiderin gesehen hatte, wodurch sie als Schneiderin der Gefolgschaft sicherlich einen, sicherlich recht großen, Gefallen machen würde, würde sie dem Schneiderhandwerk nachgehen.

Also beschloss sich Anna die Picke und den Schmiedehammer für immer beiseite zu legen und sich nur noch mit dem Schneidern zu befassen.