Spiel um Spiel...
Verfasst: Sonntag 4. Mai 2008, 12:12
Kenne die Regeln eines Spiels, achte sie...und benutze sie zu deinen Gunsten, um zu gewinnen...
Die schlanken, blassen Finger fuhren sanft über den Stoff des seidenen Nachthemdes während der Blick durch das noch beleuchtete Zimmer fuhr. In der Ecke des Zimmers verharrte er, blieb auf dem Kleiderhaufen, der wohl immer noch nach Schweiß und Blut riechen sollte. Das Rot des Blutes hatte dem Stoff während der Zeit dem Stoff einen seltsamen Schimmer gegeben; es war fast eine ganz eigene, besondere Schönheit daraus geworden.
Automatisch wanderte die Rechte gen ihres Oberschenkels und löste die Schnalle der Dolchhalterung, um im nächsten Moment jenen herauszuholen und den Blick darauf zu richten. Sie hatte ihn noch immer nicht poliert gehabt, sodass ein leicht blassroter Schimmer über der Klinge lag. Und auch hier: Ein Funkeln und Schimmern, dass dem ganzen etwas ästhetisches verlieh.
Es war ein überaus ergiebiger Abend für sie gewesen. Sie hatte nicht zu viel preis gegeben und doch einen ebenbürtigen Gegner gefunden gehabt. Die Regeln... sie waren in der Erprobungsphase und hatten dem Spiel eine gewisse Eigendynamik eingehandelt.
Wie weit darf man gehen? Wann ist ein Regelbruch gefährlich? Genau jenes galt es auszutesten und zu erproben. Seine Hände hatten sie so sehr an ihn erinnert...
Ab jenem Moment war ihr Kopf ausgeschaltet, achtete nicht mehr auf die Schritte, die sie aus dem Sessel getan hatte, achtete nicht mehr darauf, ob sie die Flasche in die Hand nahm und zerschellen ließ....achtete nicht mehr darauf, ob die Scherbe über die sonnengegerbte Haut fuhr oder nicht.
Blut ist ein ganz besondrer Saft...
Die Wärme hatte sich über ihren Arm, über die Schultern und das gesamte Kleid ergossen. Es war ein seltsames Gefühl und ließ in gewisser Weise Ehrfurcht in ihr aufsteigen. Die Worte schossen ohne nachzudenken in ihr auf, verließen den Mund und trafen auf die Statur, die hinter ihr stand. Sie im Sessel, hilflos und ausgeliefert, wie es von aussen wohl schien; er ahnte nicht, dass der Dolch in greifbarer Nähe war.
In der Nacht stößt ein gellender Schrei durch die Strassen Rahals. Hunde schlagen an, fallen in das Jaulen mit ein.
Wäre es Tag, so hätten sicherlich auch die Vögel reagiert und wären auseinandergestoben während ihrer Mittagsruhe auf den Bäumen. Ein zweiter Schrei, voller Kraft, lässt einem Orientierung zu. Die Oberstadt..nahe des Tempels.
Der Schrei verklingt, die Hunde bellen. Unruhig scharren die Pferde mit den Hufen vor dem Anwesen der Familie Tecklenstein. Ein sanfter Frühlingswind weht auf, als wolle er helfen, zu verdecken, was nicht mehr rückgängig zu machen ist. Elendige Stille folgt, bis endlich ein Schatten aus dem Hause tritt. Vermummt in die Nacht flieht, um jemanden zu finden.
Sich selbst?
Die schlanken, blassen Finger fuhren sanft über den Stoff des seidenen Nachthemdes während der Blick durch das noch beleuchtete Zimmer fuhr. In der Ecke des Zimmers verharrte er, blieb auf dem Kleiderhaufen, der wohl immer noch nach Schweiß und Blut riechen sollte. Das Rot des Blutes hatte dem Stoff während der Zeit dem Stoff einen seltsamen Schimmer gegeben; es war fast eine ganz eigene, besondere Schönheit daraus geworden.
Automatisch wanderte die Rechte gen ihres Oberschenkels und löste die Schnalle der Dolchhalterung, um im nächsten Moment jenen herauszuholen und den Blick darauf zu richten. Sie hatte ihn noch immer nicht poliert gehabt, sodass ein leicht blassroter Schimmer über der Klinge lag. Und auch hier: Ein Funkeln und Schimmern, dass dem ganzen etwas ästhetisches verlieh.
Es war ein überaus ergiebiger Abend für sie gewesen. Sie hatte nicht zu viel preis gegeben und doch einen ebenbürtigen Gegner gefunden gehabt. Die Regeln... sie waren in der Erprobungsphase und hatten dem Spiel eine gewisse Eigendynamik eingehandelt.
Wie weit darf man gehen? Wann ist ein Regelbruch gefährlich? Genau jenes galt es auszutesten und zu erproben. Seine Hände hatten sie so sehr an ihn erinnert...
Ab jenem Moment war ihr Kopf ausgeschaltet, achtete nicht mehr auf die Schritte, die sie aus dem Sessel getan hatte, achtete nicht mehr darauf, ob sie die Flasche in die Hand nahm und zerschellen ließ....achtete nicht mehr darauf, ob die Scherbe über die sonnengegerbte Haut fuhr oder nicht.
Blut ist ein ganz besondrer Saft...
Die Wärme hatte sich über ihren Arm, über die Schultern und das gesamte Kleid ergossen. Es war ein seltsames Gefühl und ließ in gewisser Weise Ehrfurcht in ihr aufsteigen. Die Worte schossen ohne nachzudenken in ihr auf, verließen den Mund und trafen auf die Statur, die hinter ihr stand. Sie im Sessel, hilflos und ausgeliefert, wie es von aussen wohl schien; er ahnte nicht, dass der Dolch in greifbarer Nähe war.
In der Nacht stößt ein gellender Schrei durch die Strassen Rahals. Hunde schlagen an, fallen in das Jaulen mit ein.
Wäre es Tag, so hätten sicherlich auch die Vögel reagiert und wären auseinandergestoben während ihrer Mittagsruhe auf den Bäumen. Ein zweiter Schrei, voller Kraft, lässt einem Orientierung zu. Die Oberstadt..nahe des Tempels.
Der Schrei verklingt, die Hunde bellen. Unruhig scharren die Pferde mit den Hufen vor dem Anwesen der Familie Tecklenstein. Ein sanfter Frühlingswind weht auf, als wolle er helfen, zu verdecken, was nicht mehr rückgängig zu machen ist. Elendige Stille folgt, bis endlich ein Schatten aus dem Hause tritt. Vermummt in die Nacht flieht, um jemanden zu finden.
Sich selbst?