Wenn Elfen eine Heimat bauen
Verfasst: Sonntag 27. April 2008, 17:42
Viel Zeit war nun verstrichen, seit sie damals am Baum des Lichts ein kleines Ästchen entnommen hatte. Lucenius hatte ihr die Bedeutung genauer erklärt und sie empfand eine gewisse Zufriedenheit über die Eigenheiten dieses Baumes und seiner Herkunft. Und doch sollte dieser kleine Ast nun eine weite Reise machen.
Getragen in ihrem Haar, neben Käfern, Würmern, Erde und anderen Dingen, die ihren Ursprung im Nebelwald hatten, fand jenes Kleinod in die tiefen des Waldes. Dorthin, wo die Elfen ihre Heimat hatten, dort wo die Waldelfen lebten.
Nicht oft hatte sie Kontakt mit den Menschen in der Vergangenheit. Doch diese Male häuften sich in der letzten Zeit wieder und wieder. Immer wichtiger schien es für sie gewesen zu sein diese Wesen, die doch so eigenartig waren, nicht nur zu beobachten, sondern auch an ihrem langen Kampf teilzuhaben. An ihrem Kampf teilhaben? Nein, im Grunde war es mehr der Versuch ein Verständnis für dieses Volk zu finden um ihre Beweggründe zu ergründen, welche sie für und wider ihre gefallenen Brüder und Schwestern streiten ließ. Aber diese Gründe mußte sie an jenen Orten suchen, welche von denjenigen belebt waren, welche die Liedweber waren. Denn in der Kultur der Menschen, so wußte sie, waren dies die Gelehrten. Also jene, die das Wissen an die jeweils nächste Generation weiter gaben und der Allgemeinheit als Berater dienten. Und doch unterscheiden wir auch hier wieder. Die einen nennen sich selbst Magier, die anderen nennen sich Mimir. Aber auch andere Namen fanden sich für ihren Platz in der Gemeinschaft.
"Der Magier, wie ihn viele Menschen sehen ist ein Wissenschaftler, der sich einem Ziel verschreibt, welches er mit logischen Methoden erforscht. So sind wir nicht. Natürlich gibt es auch unter uns jene, welche die Umgebung mehr zu beeinflussen wissen, als andere, aber diese sind eher selten. Aber wenn einmal einer von uns diese Gabe als Geschenk bekommen hat, so wird er sich an den langen und beschwerlichen Weg machen diese, zum Wohle der Allgemeinheit, zu erlernen. Wo der Mensch mit Rationalität arbeitet, da handeln wir eher aus der Intuition heraus."
Dies war einer der ersten Gedanken, den sie gefasst hatte. Und dieser Gedanken verfolgte sie durch die Jahre, welche sie nun wieder hier unter den ihren weilte. Keinen Deut davon ist verloren gegangen. Vielmehr bestätigte er sich sooft wieder.
Der Mimir, wie er genannt wird, ist Mitglied einer meist etwas groberen Sippe. Eine Horde von groß gewachsenen Menschen, die in Pelz und Fell gehüllt hinter einer Wand aus totem Baum schläft und lebt. Er ist ein störrischer, für Menschen, alter Mann mit langem Bart und er hat eine sehr eigene Art das Lied zu verändern. Denn für ihn ist es ein Geschenk der Ahnen. Ein Geschenk der Vorfahren, welche ihm auf seinem Weg helfen und welchen er sein Ohr schenkt. Doch wie wohl unsere finsteren Brüder und Schwestern ist es eine nicht sehr harmlose Art das Lied umzuweben.
Einst war sie hinaus gezogen um die Menschen kennen zu lernen. Und dies hatte sie auch mit mehr oder minder großem Erfolg geschafft.
Sie hatte einen Priester kennen gelernt: Lucenius.
Sie hatte einen Druiden kennen gelernt: Serendo.
Sie hatte eine Frau, die auch so etwas wie Druide war, kennen gelernt: Nuria.
Sie hatte einen Waldläufer kennen gelernt: Rowing.
Sie hatte einen Mimir kennen gelernt: Jall.
Sie hatte einen Magier kennengelernt: Yarin.
All diese Menschen waren in der Lage das Lied zu verändern und dies auf ihre ganz eigene Art und Weise. Manche waren etwas erschreckend, andere wiederum konnte sie sogar verstehen und nicht nur nachvollziehen. Aber was nun am Ende die Essenz des Ganzen war blieb abzuwarten. So oder so zog es sie nun zurück in ihre Heimat zu denen, die ihr wichtig waren. Denn die Zeit war nun gekommen ein neues Heim zu schaffen und dies würde ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen für eine lange Zeit.
Seit der Zeit an der sie aus dem Ästchen einen kleinen Baum sprießen liess sind nun viele Monde vergangen. Vieles ist geschehen auf der Welt. Freunde sind in die Ewigkeit des Liedes eingegangen, andere wurden gefunden oder verloren.
Und so lag sie nun wieder im Gras, ließ sich die Sonne auf den Rücken scheinen und blickte voller Neugier und Freude hinüber zu dem jungen Leben, welches sie dem Boden entrissen hatte. Wenn man genau hinsah und sich die Zeit nahm konnte man den Baum wachsen sehen. Und so würde er ein Teil der Heimat der Elfe werden. Eine Erinnerung und eine Mahnung zugleich.
Getragen in ihrem Haar, neben Käfern, Würmern, Erde und anderen Dingen, die ihren Ursprung im Nebelwald hatten, fand jenes Kleinod in die tiefen des Waldes. Dorthin, wo die Elfen ihre Heimat hatten, dort wo die Waldelfen lebten.
Nicht oft hatte sie Kontakt mit den Menschen in der Vergangenheit. Doch diese Male häuften sich in der letzten Zeit wieder und wieder. Immer wichtiger schien es für sie gewesen zu sein diese Wesen, die doch so eigenartig waren, nicht nur zu beobachten, sondern auch an ihrem langen Kampf teilzuhaben. An ihrem Kampf teilhaben? Nein, im Grunde war es mehr der Versuch ein Verständnis für dieses Volk zu finden um ihre Beweggründe zu ergründen, welche sie für und wider ihre gefallenen Brüder und Schwestern streiten ließ. Aber diese Gründe mußte sie an jenen Orten suchen, welche von denjenigen belebt waren, welche die Liedweber waren. Denn in der Kultur der Menschen, so wußte sie, waren dies die Gelehrten. Also jene, die das Wissen an die jeweils nächste Generation weiter gaben und der Allgemeinheit als Berater dienten. Und doch unterscheiden wir auch hier wieder. Die einen nennen sich selbst Magier, die anderen nennen sich Mimir. Aber auch andere Namen fanden sich für ihren Platz in der Gemeinschaft.
"Der Magier, wie ihn viele Menschen sehen ist ein Wissenschaftler, der sich einem Ziel verschreibt, welches er mit logischen Methoden erforscht. So sind wir nicht. Natürlich gibt es auch unter uns jene, welche die Umgebung mehr zu beeinflussen wissen, als andere, aber diese sind eher selten. Aber wenn einmal einer von uns diese Gabe als Geschenk bekommen hat, so wird er sich an den langen und beschwerlichen Weg machen diese, zum Wohle der Allgemeinheit, zu erlernen. Wo der Mensch mit Rationalität arbeitet, da handeln wir eher aus der Intuition heraus."
Dies war einer der ersten Gedanken, den sie gefasst hatte. Und dieser Gedanken verfolgte sie durch die Jahre, welche sie nun wieder hier unter den ihren weilte. Keinen Deut davon ist verloren gegangen. Vielmehr bestätigte er sich sooft wieder.
Der Mimir, wie er genannt wird, ist Mitglied einer meist etwas groberen Sippe. Eine Horde von groß gewachsenen Menschen, die in Pelz und Fell gehüllt hinter einer Wand aus totem Baum schläft und lebt. Er ist ein störrischer, für Menschen, alter Mann mit langem Bart und er hat eine sehr eigene Art das Lied zu verändern. Denn für ihn ist es ein Geschenk der Ahnen. Ein Geschenk der Vorfahren, welche ihm auf seinem Weg helfen und welchen er sein Ohr schenkt. Doch wie wohl unsere finsteren Brüder und Schwestern ist es eine nicht sehr harmlose Art das Lied umzuweben.
Einst war sie hinaus gezogen um die Menschen kennen zu lernen. Und dies hatte sie auch mit mehr oder minder großem Erfolg geschafft.
Sie hatte einen Priester kennen gelernt: Lucenius.
Sie hatte einen Druiden kennen gelernt: Serendo.
Sie hatte eine Frau, die auch so etwas wie Druide war, kennen gelernt: Nuria.
Sie hatte einen Waldläufer kennen gelernt: Rowing.
Sie hatte einen Mimir kennen gelernt: Jall.
Sie hatte einen Magier kennengelernt: Yarin.
All diese Menschen waren in der Lage das Lied zu verändern und dies auf ihre ganz eigene Art und Weise. Manche waren etwas erschreckend, andere wiederum konnte sie sogar verstehen und nicht nur nachvollziehen. Aber was nun am Ende die Essenz des Ganzen war blieb abzuwarten. So oder so zog es sie nun zurück in ihre Heimat zu denen, die ihr wichtig waren. Denn die Zeit war nun gekommen ein neues Heim zu schaffen und dies würde ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen für eine lange Zeit.
Seit der Zeit an der sie aus dem Ästchen einen kleinen Baum sprießen liess sind nun viele Monde vergangen. Vieles ist geschehen auf der Welt. Freunde sind in die Ewigkeit des Liedes eingegangen, andere wurden gefunden oder verloren.
Und so lag sie nun wieder im Gras, ließ sich die Sonne auf den Rücken scheinen und blickte voller Neugier und Freude hinüber zu dem jungen Leben, welches sie dem Boden entrissen hatte. Wenn man genau hinsah und sich die Zeit nahm konnte man den Baum wachsen sehen. Und so würde er ein Teil der Heimat der Elfe werden. Eine Erinnerung und eine Mahnung zugleich.