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Der neu Anfang

Verfasst: Mittwoch 23. April 2008, 13:17
von Moira Liathar
Es war schon spät am Abend als sie zusammen mit ihren Bruder in neuem Haus saß.
Bei einem Krug Wein und einer dicke decke Sprachen die beiden über die frühere zeit .
Nicht lange war es her als sie bei Ragenzo und ihren Kindern zu Besuch war sie sprach über die
Scheidung und über ihr neues leben .
Sie könnte nicht mehr bei ihm bleiben und die Kinder sollten gut bei ihm und seiner Familie aufgehoben sein . Auch ihren Mädchen Namen wollte sie wider an nehmen um so die Kinder
und ihn von den Räubern zu schützen .
Die suche nach ihre Schwester machte sie fertig mit den Nerven kein Zeichen von ihr kein Brief aber auch nichts hat sie von ihr bekommen .
Und so sprach sie mit Akron und bat ihn ihr zu helfen vielleicht wird sie so ihre Schwester finden und wen alles gut geht würde sie ihr auch ein Schlaf platz bei ihr anbieten .
Sehr früh am morgen machten sich die beiden auf den weg um sie zu suchen und auch ihr über Moiras Scheidung zu berichten.

Verfasst: Montag 28. April 2008, 21:22
von Eliane Liathar
Auf leisen Sohlen schlich die dunkel verhüllte Gestalt durch die Gassen. Sie hatte ihre Versprechen gebrochen, wieder und wieder. Ihr Versprechen Moira gegenüber, nicht zurück zu kehren in die Vergangenheit... Ihr Versprechen Xervath gegenüber, auf sich aufzupassen... Fröstelnd zog sie die schwarze Kutte enger um den mageren Körper. Doch auch das konnte nichts gegen die Kälte in ihrem Inneren ausrichten. Diese Kälte trug ihren Ursprung andern orts. Wann hatte sie das letzte mal Nahrung zu sich genommen? Sie erinnerte sich nicht. Ihre Schritte führten sie weiter durch die Gosse der Stadt. War es feige, so aufzugeben? Sicher war es das... Doch sie hatte nicht mehr die Kraft, weiter zu machen. Jene Hoffnung, die sich wie ein glitzernder Streifen an ihrem Horizont gespiegelt hatte, war erloschen. Tränen hinterließen eine schwarze Spur in ihrem dreckverschmierten Gesicht. Wann hatte sie das letzte mal geweint? Doch auch diese Tränen wegzuwischen, fehlte ihr die Kraft. Was kümmerte es auch jetzt noch? Weiter und weiter trugen sie ihre Schritte, hinaus aus der Stadt. Jemand wartete auf sie... der letzte Mensch, dem sie auf Erden ins Angesicht blicken wollte. Erst, als sie an einem Hügel ankam, verlangsamten sich ihre Schritte. Ein junges Mädchen trat aus dem Schatten der naheliegenden Bäume auf sie zu. Gekleidet war sie in ein loses, weich fallendes Gewand. Das lange, silbrig schimmernde Haar fiel ihr in seidigen Strähnen bis weit über den Rücken hinab. Wenn man sie so sah, konnte man sie fast für eine Geistergestalt halten, dachte Eliane bei sich. Die junge Frau hob den Blick zu ihr an. Helle Augen, es schien gar als durchschaue dieser Blick alles. Eliane trat zu ihr, an den Rand des Hügels. Ein Blick aufs Meer hinaus. "Du bist dir sicher...?" fragte die junge Frau mit leiser melodischer Stimme. Sie nickte blos. Ihre Hände, die die schwarze Kutte bisher krampfhaft umklammert gehalten hatten, lockerten sich und das Gewand glitt ihre schmalen Schultern hinab. Die junge Frau hob die Hand und schlanke zierliche Finger strichen Eliane über die Wange. "Du wirst es ihnen sagen..." flüsterte jene heiser. Wiederum nickte die Frau nur. Elianes Finger gaben den rauhen Stoff frei und die Kutte sank vollends zu Boden. Darunter trug sie nichts, als ein paar trostlose Fetzen Stoff, die einst vielleicht ein Nachthemd dargestellt hatten. Über ihre blassen Arme verteilten sich Blutstriemen sowie einige Wunden, manche älter, manche noch ganz frisch. Die andere Frau schüttelte nur mit undeutbarer Miene den Kopf. Dann zog sie einen silbrigen Dolch aus dem Gewand und reichte ihn Eliane. "Mein letztes Geschenk an dich... Schwester im Geiste..." sprach sie leise und senkte die langen, silbrigen Wimpern über die hellen Augen. Fast schon flehend griffen Elianes Finger nach der filigranen Klinge. "Danke..." hauchte sie. Dann wendete sich ihr Blick gen der aufgehenden Sonne und gerade als die ersten Strahlen über das Meer hinweg ihren Weg fanden, fand die schicksalshafte Klinge ihren Weg in das Herzen der verzweifelten Frau. Mit einem Seufzer, in dem Erleichterung und Freiheit mitschwangen, sank sie gen der Klippe. "Friede mit dir..." sprach die andere Frau leise und hauchte ihr einen federleichten Kuss auf die Stirn. Dann ließ sie los, und Eliane, Zwillingsschwester von Moira, Geliebte von Xervath fiel in die Fluten...