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Ein Strich unter der Vergangenheit

Verfasst: Samstag 19. April 2008, 16:12
von Rafael von Arganta
Ohne sich zu rühren, saß er am Bett seiner schlafenden Tochter, sie mit einem Zärtlichen Blick betrachtend.
Sein eigen Fleisch und Blut ... seines und Felicitas.
Kurz schloss er die Augen als er an sie dachte und dieses alles zerfressende Gefühl wieder in ihm aufstieg.
Bevor es überhand nehmen konnte, hauchte er Rehya einen liebevollen Kuss auf die Stirn und ging die Treppe hinab
Feli war fort.
Zuviel war in der letzten Zeit auf sie eingestürzt.
Die dauernde Angst um ihn, dann der Verlust des Sohnes... der Gedanke daran das Rafael hatte entscheiden müssen wer leben wer sterben musste, all das ... zuviel für sie.
Sie hatte sich für ein Leben ohne ihn entschieden.
Ihr leben jener gewidmet die ihr Leben gerettet hatte. Eluive.
Und ihr zu dienen war sie nach Stolzenfels zurückgekehrt.
Rafael hatte sie ziehen lassen. Er wusste das er sie nicht aufhalten konnte... und er wollte es vielleicht auch nicht mehr.
Zu Groß war das Gefühl des Versagens in ihm.
Er hatte sie nicht schützen können, er war dafür verantwortlich das sein Sohn nun tot war.
Jedenfalls gab er sich die Schuld dafür.
Ein Ritter der so sehr mit Leib und Seele dem Reich diente sollte wohl besser alleine bleiben.
Erst Angelina, die ein paar mal an ihm verzweifelt war, und nun Felicitas.
So stark sie am Anfang auch gewesen war.

Langsam schritt er gen Fenster. Es regnete immer noch.
2 Monate war es nun schon her. 2 Monate die er sich alleine fühlte.
Aber er hatte Freunde. Sehr Gute Freunde.
Und mit ihnen ertrug sich alles leichter.
Sehr viel Leichter.
Adrian, Darna ... Rahel. Sie sorgten schon dafür das er auf andre Gedanken kam.
Rehya hatte er vier Leibwächter zur Seite gegeben die sie unauffällig überwachten.
Sie sollte es nicht einmal bemerken. Rafael, liebte seine Tochter abgöttisch.
Er würde es nicht ertragen wenn ihr was zustoßen würde, er sie auch noch verlieren würde.
Sie zauberte stets ein zärtliches Lächeln auf seine Züge und ließ ihn wahrlich alles vergessen.
Sie wusste schon wie sie ihren Vater um den Finger wickeln konnte.
Er lächelte bei dem Gedanken an sie versonnen.
„Rita“ wollte sie werden. Wie ihr Vater, und Rafael wusste das das noch ein sehr langer Weg werden würde.
Aber er würde ihr helfen so wo er nur konnte.
Und das erste würde sein das er versuchen wollte das sie normal aufwachen konnte. Normal wie viele andere Kinder auch, ohne ete petete Gehabe.
Sich mal dreckig machen und all diesen Modischen Schnick Schnack ablegen.
Rehya musste lernen nicht nur wie man sich benahm sondern auch wie er das man zweierlei Mensch sein musste.
Freunde, Gefährten oder aber Gesellschaftlich, es bedurfte jederzeit andere Verhaltensmaßregeln, und Rafael wusste das es nicht sehr einfach werden würde.
Aber er war sich sicher... nein hoffte wohl eher das Rehya begreifen würde.
Klug genug war sie jedenfalls.
Und dann würde sicherlich nichts im Wege stehen das sie eines Tages so wie er Ritter des Reiches werden würde.
Eine Mischung aus Felicitas und ihm ... Himmel, das Reich sollte sich in Acht nehmen.

Der Gedanke daran besserte jedenfalls seine Laune, und so setzte er sich zufrieden fast mit einem Glas Wein an den Kamin.
Die Zukunft konnte beginnen.
Mit ihm, Rehya und ... seinen Freunden.