So wunderschön, wie sie erblühte.
Verfasst: Sonntag 6. April 2008, 20:16
Die letzten Gluten waren noch nicht gelöscht, wehrten sich verbissen dagegen, endgültig zu vergehen, als der Feuersturm vorüber war. Sie glommen noch und fraßen sich weiter in das, was einst eine Seele gewesen sein mochte, schwächten beharrlich Gewissen und Vernunft, ließen die Wahrnehmung verschwimmen. Trotzdem trieb Q’in die Echse vorwärts, weiter durch den Wald, das Sinnbild all der Schöpfung, die es zu vernichten galt. Noch immer krallte sich die Linke in den rechten Unterarm. Das Gefühl nach diesem Rausch war stets ein enttäuschendes. Das Zittern wollte nicht vergehen.
Die Augen der Brut… weit und glänzend.
Der Geruch war überall. Kupfer. Er lag so schwer und süß in der Nase, ließ heiße und kalte Schauer über den buckligen Rücken blitzen, während Q’in sich auf eine Meditation zu konzentrieren versuchte. Es galt, die schönsten Bilder eines wahrhaft hingebungsvoll erschaffenen Kunstwerks zu verdrängen, die Begeisterung dafür gegen Reserviertheit und Objektivität einzutauschen. Diese Forderung war Teil einer höheren Pflicht, welche sich in diesen schweren Momenten nach all der Lust und Verzückung wieder stärker zu Wort meldete. Sie war Teil des Damms, der im Inneren des pervertierten Geistes immer wieder neu errichtet werden musste, um das allverzehrende Feuer des Wahnsinns hinter eine Grenze zu drängen, wo es warten musste bis zur nächsten, gezielten Entfesselung.
Die Augen des Weibchens… voll von naivem Unverständnis. Von Hoffnung durchdrungen.
Obgleich der Ara’thrax Q’in bereits vor die Mauern Rahals trug, waren die Gedanken bei der jungen Brut. Bei der Beute. Sie war ihm förmlich in die Arme gelaufen, hatte im Zufall ihr Verderben gefunden, denn der Lethrixor war an diesem sonnigen Tag keineswegs auf Jagd gewesen. Eigentlich suchte er nur, seiner Langeweile Raum zu geben. Da war es wieder...
Q’in sah diesen morbiden Tanz zweier Verhasster vor seinem geistigen Auge und ließ sich zu einem weiteren, verzerrten Lächeln hinreißen: Der Moment, als er ihren Dolch gegen seine Rüstung trieb, das Metall an einem fast unüberwindlichen Schutz brach, war so ergötzend gewesen! Mit dem glockenhellen Gesang ihrer Waffe schien auch etwas in ihrer Wahrnehmung zerbrochen zu sein – jeder Augenblick war wie süßer Nektar für den wahnsinnigen Letharfen, jedenfalls, bis die Erinnerungen undeutlich wurden, die Bilder verschwammen zu einem Schwall an Eindrücken und Farben. Erst mit dem Vorstürmen der kontrollbringenden Ruhe und Beherrschtheit klärte sich der Blick wieder.
Das Weibchen war aufgeblüht und zum schönsten Werk seit langem geworden - Schönheit kam wahrlich von innen, brach hinaus und schlängelte sich in fleischigen Schläuchen um den Leib, tränkte die grüne Seide, sodass sie schwarz wurde.
Mit geschlossenen Augen genoss der Lethrixor das Bild wieder und wieder. Er gab sich einer innigen Zufriedenheit hin, die das Werk der Zerstörung mit sich brachte. Ein Parasit weniger, ein weiterer kleiner Schritt zur absoluten Herrschaft des All-Einen. Zumindest kurz kämpfte die Erinnerung an einen zerfetzten Frauenleib seine Unzufriedenheit nieder – für den Moment war dieses pervertierte Schuldgefühl der Untätigkeit fort und so labte sich das innere Auge noch weiter an den letzten Momenten mit seiner Beute. Als er Es weiter mit Hieben malträtierte, den leeren Blick im schmerzverzerrten Gesicht eingehend studierte, schließlich den Ring fand und die jugendliche Haut mit einem Reigen aus roten Wolfsköpfen überzog…
Der Ring! Schnell hatten die behandschuhten Finger das kleine Ding wieder aus der ärmlich bepackten Gürteltasche hervorgeholt, sodass die letzten, goldenen Sonnenstrahlen sich auf das mit krustigem Blut überzogene Metall legen konnten. Es war eine feine Arbeit, äußerst erstaunlich für die grobe Art der Goblinoiden – der Menschen. Vielleicht war es eine Art von stillschweigend ausgelebtem Trophäenkult, vielleicht auch nur eine Laune oder die allgegenwärtige Langeweile, die dafür sorgte, dass sich der Lethrixor seine magere Beute über den Ringfinger zog. Das Metall passte perfekt – somit musste es gewollt sein!
Die Bedeutung des Ringes schwirrte dem Letharfen irgendwo in seinem lahmen Geist herum – doch war der Gedanke nicht wertvoll genug, um ihn zu bedenken. Eigentum wechselte den Besitzer. Einzig das war Fakt, somit auch Grund genug, den Ring nach eigenem Ermessen zu nutzen, zu tragen als Zeichen eines weiteren, kindlichen Streiches gegen die Masse an Fehlschöpfung und Unwertem, das es noch zu tilgen galt.
Die Augen der Brut… weit und glänzend.
Der Geruch war überall. Kupfer. Er lag so schwer und süß in der Nase, ließ heiße und kalte Schauer über den buckligen Rücken blitzen, während Q’in sich auf eine Meditation zu konzentrieren versuchte. Es galt, die schönsten Bilder eines wahrhaft hingebungsvoll erschaffenen Kunstwerks zu verdrängen, die Begeisterung dafür gegen Reserviertheit und Objektivität einzutauschen. Diese Forderung war Teil einer höheren Pflicht, welche sich in diesen schweren Momenten nach all der Lust und Verzückung wieder stärker zu Wort meldete. Sie war Teil des Damms, der im Inneren des pervertierten Geistes immer wieder neu errichtet werden musste, um das allverzehrende Feuer des Wahnsinns hinter eine Grenze zu drängen, wo es warten musste bis zur nächsten, gezielten Entfesselung.
Die Augen des Weibchens… voll von naivem Unverständnis. Von Hoffnung durchdrungen.
Obgleich der Ara’thrax Q’in bereits vor die Mauern Rahals trug, waren die Gedanken bei der jungen Brut. Bei der Beute. Sie war ihm förmlich in die Arme gelaufen, hatte im Zufall ihr Verderben gefunden, denn der Lethrixor war an diesem sonnigen Tag keineswegs auf Jagd gewesen. Eigentlich suchte er nur, seiner Langeweile Raum zu geben. Da war es wieder...
Q’in sah diesen morbiden Tanz zweier Verhasster vor seinem geistigen Auge und ließ sich zu einem weiteren, verzerrten Lächeln hinreißen: Der Moment, als er ihren Dolch gegen seine Rüstung trieb, das Metall an einem fast unüberwindlichen Schutz brach, war so ergötzend gewesen! Mit dem glockenhellen Gesang ihrer Waffe schien auch etwas in ihrer Wahrnehmung zerbrochen zu sein – jeder Augenblick war wie süßer Nektar für den wahnsinnigen Letharfen, jedenfalls, bis die Erinnerungen undeutlich wurden, die Bilder verschwammen zu einem Schwall an Eindrücken und Farben. Erst mit dem Vorstürmen der kontrollbringenden Ruhe und Beherrschtheit klärte sich der Blick wieder.
Das Weibchen war aufgeblüht und zum schönsten Werk seit langem geworden - Schönheit kam wahrlich von innen, brach hinaus und schlängelte sich in fleischigen Schläuchen um den Leib, tränkte die grüne Seide, sodass sie schwarz wurde.
Mit geschlossenen Augen genoss der Lethrixor das Bild wieder und wieder. Er gab sich einer innigen Zufriedenheit hin, die das Werk der Zerstörung mit sich brachte. Ein Parasit weniger, ein weiterer kleiner Schritt zur absoluten Herrschaft des All-Einen. Zumindest kurz kämpfte die Erinnerung an einen zerfetzten Frauenleib seine Unzufriedenheit nieder – für den Moment war dieses pervertierte Schuldgefühl der Untätigkeit fort und so labte sich das innere Auge noch weiter an den letzten Momenten mit seiner Beute. Als er Es weiter mit Hieben malträtierte, den leeren Blick im schmerzverzerrten Gesicht eingehend studierte, schließlich den Ring fand und die jugendliche Haut mit einem Reigen aus roten Wolfsköpfen überzog…
Der Ring! Schnell hatten die behandschuhten Finger das kleine Ding wieder aus der ärmlich bepackten Gürteltasche hervorgeholt, sodass die letzten, goldenen Sonnenstrahlen sich auf das mit krustigem Blut überzogene Metall legen konnten. Es war eine feine Arbeit, äußerst erstaunlich für die grobe Art der Goblinoiden – der Menschen. Vielleicht war es eine Art von stillschweigend ausgelebtem Trophäenkult, vielleicht auch nur eine Laune oder die allgegenwärtige Langeweile, die dafür sorgte, dass sich der Lethrixor seine magere Beute über den Ringfinger zog. Das Metall passte perfekt – somit musste es gewollt sein!
Die Bedeutung des Ringes schwirrte dem Letharfen irgendwo in seinem lahmen Geist herum – doch war der Gedanke nicht wertvoll genug, um ihn zu bedenken. Eigentum wechselte den Besitzer. Einzig das war Fakt, somit auch Grund genug, den Ring nach eigenem Ermessen zu nutzen, zu tragen als Zeichen eines weiteren, kindlichen Streiches gegen die Masse an Fehlschöpfung und Unwertem, das es noch zu tilgen galt.