Trauert mit euren Brüdern im Tode....
Verfasst: Samstag 22. März 2008, 14:34
Zwei Brüder in ihrem ewigen Schlaf. Zwei Männer bis zur Unkenntlichkeit von den Flammen verzehrt. Könnte er doch nur in ihre Gesichter blicken...
Nur wenige Kerzen spendeten Licht in der Ruhekammer des Tempels. Zu Füßen der steinernen Tische mit den aufgebahrten Körpern der zwei Gefallenen, knieten ihre lebenden Brüder. Jonath spürte den Schmerz den die Rüstung in dieser Haltung verursachte. Fühlte den Schmerz die pulsierende Pein der Brandwunde an seiner Rechten, welche er sich zuzog als er Brutus toten verkohlten Leib aus den Flammen zog. Nun hielt seine Hand den Griff seines Schwertes umschlossen, auf welches er sich, ebenso wie die anderen Greifen, bei der Totenwache stützte. Es war schwer die Augen offen zu halten. Müdigkeit und Erschöpfung hatten schon vor Stunden ihren Ansturm auf Leib und Geist begonnen.
Das Unglück hatte sie gewählt. Timoth und Brutus waren diejenigen, welche die kürzesten Halme zogen als die Verteilung der Wache vorgenommen wurde. Cregan sollte den vorranschreitenden Bau der Feste beobachten, während Jonath Bronn und Ivan anwies ihn in den Tempel zu begleiten. Vicarius Devetare hatte stets davon gesprochen das nebst dem Leib ach der Geist zu schulen sei. Und kein Ort sollte geeigneter sein als die heiligen Hallen.
Still in sich gekehrt. Ein innerer Frieden war es den Jonath fühlte als er kniend sich der Stille hingab. Eine Stille die jäh von Cregans Stimme unterbrochen wurde. Eine Stimme die eine Kunde mit sich brachte dessen böses Omen weit mehr sein sollte als sie ahnten.
Ein Übergriff aufs Lager....es steht in Flammen. Wie wenige Worte...wie schwer ihre Bedeutung.
Es gab kein Zögern...in Eile war der Tempel verlassen, Reiter in ihren Sätteln. Am Horizont stieg der Rauch empor. Jede emporsteigende Wolke liess sie die Tiere weiter anspornen. Der schnelle Ritt blieb eine Ewigkeit.
Das Holz der Palisaden knackte unter den Bissen des Feuers. Die dünnen Holzkonstrukte des Feldlagers barsten, waren bereits dabei in sich zusammenzufallen. Er musste Befehle gegeben haben. Die anderen Greifen schwärmten aus. Die Flammen tanzten.
Der Feind flieht... Cregans Stimme hallte wie ein Echo in Jonath Gedanken wieder. Rauch und Hitze stachen in Augen und Atemwege. Begannen die Haut der Männer zu schwärzen als sie sich zwischen die Flammen begaben. Brutus ...Timoth... jeder Herzschlag hoffte auf Bronns oder Ivans Stimme die davon kündete das beide Wachenden unbeschadet aus dem nahen Wäldchen traten. Ein einfaches....wir haben sie gefunden.
Nur beiläufig nahmen die Augen das brennende Banner der Greifen war...der Verstand vergaß sofort.
Es war Cregan der sie fand. Das Herz zog sich zusammen als Cregan den schützenden Schild senken ließ...seine Haltung an Hoffnung verlor.
Flammen gerieten in Vergessenheit. Der Körper wurde taub. Wie sehr verlangte er zu schreien, und tief blieb die Klage im Halse stecken. Sein Zorn traf den falschen als er Cregan anherrschte sie hier fort zubringen. Cregan...wie fühlte er sich? Was musste in ihm vorgehen? Doch Cregan verstand, trug nicht nach. Er fasste Timoth behutsam...warf sich den leblosen alten Mann über die Schulter. Brutus hatten seine Mörder noch in seiner Rüstung den flammen übergeben. Jonath fasste zum Stahlkragen, spürte die Schmerzen als das heiße Metall sich in die Handfläche brannte. Die Narbe blieb ein Leben lang. Sie traten aus den Flammen, die Gefallenen dem Hunger des Feuers entzogen. Stimmen....Schemen...andere waren herbeigeeilt.
Dort lagen sie im Gras....Brutus...Timoth. Die Flammen hatten ihr übriges getan ihnen ihr Gesicht zu rauben. Ihren Stolz und ihre Würde. In Brutus Brust prangte ein tiefes Loch in der Panzerung. Wenigstens die Klinge hatte ihm den Tod gegeben. Doch Timoth....sein Hals...als hätten sie ihn wie einen elenden Hund die Kehle durchtrennt. Wie Blitze preschten Bilder vor Jonath inneres Auge, malten sich aus wie die letzten Momente im Leben seiner Brüder gewesen sein mussten. Derweil das brennende Banner der Greifen von seiner Standarte fiel , tot wie die beiden Greifen auf dem Boden zusammensackte und verbrannte.
Es gab kein Welt um sie, Cregan, Bronn, Jonath, Brutus und Timoth...für diesen Moment gab es nur sie. Ivan bemühte sich derweil die anderen Kämpen der Heiligen Stadt mit dem möglichsten an Worten zu beschäftigen.
Sie hatten die Kerker T´hralors überlebt. Sie hatten zehn Jahre auf dem Feld überstanden. Sie waren dabei als sie ihren neuen Weg fanden. Ihre Stimmen erklangen in den Nächten, erklangen am Tag. Man lachte mit ihnen, man blutete mit ihnen. Jedesmal hatte Brutus Jonath im Armringen besiegt, jedes Mal überheblich gegrinst. Und jedes Mal war Jonath mürrisch geworden. Nur ein einziges Mal noch....nur ein einziges überhebliches Grinsen.
Zittrige Finger legten sich an Brutus Stirn und während sich die ersten Tränen den weg bahnten, fand der Zorn und der Haß seinen Weg aus den Lippen. „Wer war es?“ hauchte er vor sich. „WER?!“ gellte er gen Cregan. „Die Bruderschaft....“ war die Antwort von Verachtung getragen. Der Rest war Schweigen.
Sie nahmen die Umhänge von den Schultern, kleideten ihre Brüder im Rot wie es ihnen gebührte.
„Hauptmann!“ irgendwo in der Ferne der Gedanken konnte er Ivan vernehmen. „Hauptmann!“ Jonath sah auf, blickte sich suchend um. Ritter Crain war dort, seine Knappin Aleleya, die Tetrachrin und ein Catulus, Gardisten und die Kommandantin Tefra... -hatte er sie vor wenigen Augenblicken angeschrieen? Jonath kniff die Augen zusammen....Hauptmann...das war das letzte was er jetzt sein wollte. Dann fand sein Blick Ivan, welcher mit einer Bewegung des Kopfes zu einem Letharen an seiner Linken deutete. Ein Lethar...solches hatte ihm noch gefehlt. Arroganz, Selbstherrlichkeit und aufgedrückte Demutspflicht....nein nicht jetzt. Doch alles war anders. Er musste armselig aussehen als er vor dem Erzlethyr stand, zumindest fühlte er sich so. Fast wie ein Kind, hilflos ohne feste Gedankengänge. Es war ein kurzes Vorneigen des Kopfes, die Worte die er sprach. Es war das erstemal in seinem Leben das er tiefste Dankbarkeit gegenüber einem Kind des Herrn. Hatte er sich geirrt? Hier war Rahal...hier war die Wiege des Heiligen Reiches. Hier war kein Platz für Kummer und Mitgefühl. Dennoch...zwischen den Versprechen auf Vergeltung und der distanzierten Art wie mit dem Tod umgegangen wurde, war etwas wie Respekt vorhanden. Unausgesprochene Anteilnahme. Nur das nötigste wurde gesagt, man ließ sie für die Momente allein.
Die Tetrarchin gestatte es die Körper im Tempel aufzubahren. Dennoch unterließ sie es nicht zu schelten. „...und wir hoffen das die Greifen daraus lernen.“ - Nicht jetzt...kein Disput...kein Streit...nicht mit der Tetrarchin. Stattdessen Dank. Er wollte nur weg. Die Ruhe des Tempels spüren. Sich Fragen und Racheplänen entziehen. Seine Brüder waren jetzt wichtiger...die Lebenden und die Toten.
Sie ließen das Lager zurück, nur noch Rauch stieg von den Trümmern empor. Sie führten ihre Pferde an den Zügeln zur Heiligen Stadt. Über den Sätteln lagen die Leiber der toten Greifen. Sie taten ihren letzten Ritt.
Still betrachteten sie die verhüllten Körper wie sie auf den Bänken harrten. Die Greifen an ihrer Seite. Der Tempel war still und ruhig. Wirkte verlassen als würde das Gebäude selbst ihnen die Ruhe schenken die sie benötigten.
„Wir alle wissen was nun geschehen wird. Wir werden Klingen schmieden lassen, die nur einen Sinn kennen werden. Und ich möchte wissen wer die Bruderschaft anführt.“
„Ein toter Mann...“
„Ich vermute ihr meint den Anführer der Bruderschaft?“ Die Stimme des Catulus erklang neben ihnen. „In diesem Fall, so ich nicht irre, ist ihr Patriarch ein Mann Namens Silberhand.“Silberhand....ja sie kannten ihn....Sein Name klang wie ein Echo im inneren wieder und brannte sich in die Seele.
Es war der erste Beistand den Catulus Taakis den Greifen spendete. Ihre Verwünschungen hatten ein Ziel. Die Worte des Catulus waren ruhig, die Art wie er sie vortrug beruhigend. Hier waren ihre Brüder am Ort ihrer Ruhe. Fern von Blasphemie und Frevel. Catalus Taakis lenkte die Gedanken der Greifen dorthin wo sie sein sollten. Bei ihren Toten. Es hiess Abschied nehmen.
„Für die kommenden Tage habt ihr einen einzigen Befehl. Gedenkt eurer Brüder. Wer sie waren, was sie taten. Vergesst nicht ihre Namen, ihre Stimmen, ihren Mut und ihr Herz. Ihre Treue und die Erinnerungen die sie uns auf unserem Weg gaben. Trauert mit ihnen im Tode.“
Der Catalus veranlasste das man die Toten zum Ort ihrer Aufbahrung brachte. Die Greifen folgten. Diese Nacht sollte es keine Ruhe geben. Das Fasten vom Leib und Verstand. Demut und Respekt.
Hier harrten sie nun. Auf ewig sollten sie ihrer Gedenken. Und wie die Gedanken schweiften. Wie der Zorn aufglimmte. Sie hatten diesen Männern die Würde genommen. Kein steinerner Sarg würde das Abbild Brutus tragen, keine Grabplatte das Gesicht Timoth zeigen wie es zu Lebzeiten war. Wie lang würden die letzten Erinnerungen an sie die von den Feuern verzerrten haarlosen Fratzen sein. In dieser Nacht war Nileth Azur der einzige Trost. Und die Hoffnungen sie dort wiederzusehen sollte ein Leben dauern. Timoth Vasaii und Brutus Eisinger...die Greifen hatten ihre Märtyrer. Und Silberhand einen bitteren Feind.
Nur wenige Kerzen spendeten Licht in der Ruhekammer des Tempels. Zu Füßen der steinernen Tische mit den aufgebahrten Körpern der zwei Gefallenen, knieten ihre lebenden Brüder. Jonath spürte den Schmerz den die Rüstung in dieser Haltung verursachte. Fühlte den Schmerz die pulsierende Pein der Brandwunde an seiner Rechten, welche er sich zuzog als er Brutus toten verkohlten Leib aus den Flammen zog. Nun hielt seine Hand den Griff seines Schwertes umschlossen, auf welches er sich, ebenso wie die anderen Greifen, bei der Totenwache stützte. Es war schwer die Augen offen zu halten. Müdigkeit und Erschöpfung hatten schon vor Stunden ihren Ansturm auf Leib und Geist begonnen.
Das Unglück hatte sie gewählt. Timoth und Brutus waren diejenigen, welche die kürzesten Halme zogen als die Verteilung der Wache vorgenommen wurde. Cregan sollte den vorranschreitenden Bau der Feste beobachten, während Jonath Bronn und Ivan anwies ihn in den Tempel zu begleiten. Vicarius Devetare hatte stets davon gesprochen das nebst dem Leib ach der Geist zu schulen sei. Und kein Ort sollte geeigneter sein als die heiligen Hallen.
Still in sich gekehrt. Ein innerer Frieden war es den Jonath fühlte als er kniend sich der Stille hingab. Eine Stille die jäh von Cregans Stimme unterbrochen wurde. Eine Stimme die eine Kunde mit sich brachte dessen böses Omen weit mehr sein sollte als sie ahnten.
Ein Übergriff aufs Lager....es steht in Flammen. Wie wenige Worte...wie schwer ihre Bedeutung.
Es gab kein Zögern...in Eile war der Tempel verlassen, Reiter in ihren Sätteln. Am Horizont stieg der Rauch empor. Jede emporsteigende Wolke liess sie die Tiere weiter anspornen. Der schnelle Ritt blieb eine Ewigkeit.
Das Holz der Palisaden knackte unter den Bissen des Feuers. Die dünnen Holzkonstrukte des Feldlagers barsten, waren bereits dabei in sich zusammenzufallen. Er musste Befehle gegeben haben. Die anderen Greifen schwärmten aus. Die Flammen tanzten.
Der Feind flieht... Cregans Stimme hallte wie ein Echo in Jonath Gedanken wieder. Rauch und Hitze stachen in Augen und Atemwege. Begannen die Haut der Männer zu schwärzen als sie sich zwischen die Flammen begaben. Brutus ...Timoth... jeder Herzschlag hoffte auf Bronns oder Ivans Stimme die davon kündete das beide Wachenden unbeschadet aus dem nahen Wäldchen traten. Ein einfaches....wir haben sie gefunden.
Nur beiläufig nahmen die Augen das brennende Banner der Greifen war...der Verstand vergaß sofort.
Es war Cregan der sie fand. Das Herz zog sich zusammen als Cregan den schützenden Schild senken ließ...seine Haltung an Hoffnung verlor.
Flammen gerieten in Vergessenheit. Der Körper wurde taub. Wie sehr verlangte er zu schreien, und tief blieb die Klage im Halse stecken. Sein Zorn traf den falschen als er Cregan anherrschte sie hier fort zubringen. Cregan...wie fühlte er sich? Was musste in ihm vorgehen? Doch Cregan verstand, trug nicht nach. Er fasste Timoth behutsam...warf sich den leblosen alten Mann über die Schulter. Brutus hatten seine Mörder noch in seiner Rüstung den flammen übergeben. Jonath fasste zum Stahlkragen, spürte die Schmerzen als das heiße Metall sich in die Handfläche brannte. Die Narbe blieb ein Leben lang. Sie traten aus den Flammen, die Gefallenen dem Hunger des Feuers entzogen. Stimmen....Schemen...andere waren herbeigeeilt.
Dort lagen sie im Gras....Brutus...Timoth. Die Flammen hatten ihr übriges getan ihnen ihr Gesicht zu rauben. Ihren Stolz und ihre Würde. In Brutus Brust prangte ein tiefes Loch in der Panzerung. Wenigstens die Klinge hatte ihm den Tod gegeben. Doch Timoth....sein Hals...als hätten sie ihn wie einen elenden Hund die Kehle durchtrennt. Wie Blitze preschten Bilder vor Jonath inneres Auge, malten sich aus wie die letzten Momente im Leben seiner Brüder gewesen sein mussten. Derweil das brennende Banner der Greifen von seiner Standarte fiel , tot wie die beiden Greifen auf dem Boden zusammensackte und verbrannte.
Es gab kein Welt um sie, Cregan, Bronn, Jonath, Brutus und Timoth...für diesen Moment gab es nur sie. Ivan bemühte sich derweil die anderen Kämpen der Heiligen Stadt mit dem möglichsten an Worten zu beschäftigen.
Sie hatten die Kerker T´hralors überlebt. Sie hatten zehn Jahre auf dem Feld überstanden. Sie waren dabei als sie ihren neuen Weg fanden. Ihre Stimmen erklangen in den Nächten, erklangen am Tag. Man lachte mit ihnen, man blutete mit ihnen. Jedesmal hatte Brutus Jonath im Armringen besiegt, jedes Mal überheblich gegrinst. Und jedes Mal war Jonath mürrisch geworden. Nur ein einziges Mal noch....nur ein einziges überhebliches Grinsen.
Zittrige Finger legten sich an Brutus Stirn und während sich die ersten Tränen den weg bahnten, fand der Zorn und der Haß seinen Weg aus den Lippen. „Wer war es?“ hauchte er vor sich. „WER?!“ gellte er gen Cregan. „Die Bruderschaft....“ war die Antwort von Verachtung getragen. Der Rest war Schweigen.
Sie nahmen die Umhänge von den Schultern, kleideten ihre Brüder im Rot wie es ihnen gebührte.
„Hauptmann!“ irgendwo in der Ferne der Gedanken konnte er Ivan vernehmen. „Hauptmann!“ Jonath sah auf, blickte sich suchend um. Ritter Crain war dort, seine Knappin Aleleya, die Tetrachrin und ein Catulus, Gardisten und die Kommandantin Tefra... -hatte er sie vor wenigen Augenblicken angeschrieen? Jonath kniff die Augen zusammen....Hauptmann...das war das letzte was er jetzt sein wollte. Dann fand sein Blick Ivan, welcher mit einer Bewegung des Kopfes zu einem Letharen an seiner Linken deutete. Ein Lethar...solches hatte ihm noch gefehlt. Arroganz, Selbstherrlichkeit und aufgedrückte Demutspflicht....nein nicht jetzt. Doch alles war anders. Er musste armselig aussehen als er vor dem Erzlethyr stand, zumindest fühlte er sich so. Fast wie ein Kind, hilflos ohne feste Gedankengänge. Es war ein kurzes Vorneigen des Kopfes, die Worte die er sprach. Es war das erstemal in seinem Leben das er tiefste Dankbarkeit gegenüber einem Kind des Herrn. Hatte er sich geirrt? Hier war Rahal...hier war die Wiege des Heiligen Reiches. Hier war kein Platz für Kummer und Mitgefühl. Dennoch...zwischen den Versprechen auf Vergeltung und der distanzierten Art wie mit dem Tod umgegangen wurde, war etwas wie Respekt vorhanden. Unausgesprochene Anteilnahme. Nur das nötigste wurde gesagt, man ließ sie für die Momente allein.
Die Tetrarchin gestatte es die Körper im Tempel aufzubahren. Dennoch unterließ sie es nicht zu schelten. „...und wir hoffen das die Greifen daraus lernen.“ - Nicht jetzt...kein Disput...kein Streit...nicht mit der Tetrarchin. Stattdessen Dank. Er wollte nur weg. Die Ruhe des Tempels spüren. Sich Fragen und Racheplänen entziehen. Seine Brüder waren jetzt wichtiger...die Lebenden und die Toten.
Sie ließen das Lager zurück, nur noch Rauch stieg von den Trümmern empor. Sie führten ihre Pferde an den Zügeln zur Heiligen Stadt. Über den Sätteln lagen die Leiber der toten Greifen. Sie taten ihren letzten Ritt.
Still betrachteten sie die verhüllten Körper wie sie auf den Bänken harrten. Die Greifen an ihrer Seite. Der Tempel war still und ruhig. Wirkte verlassen als würde das Gebäude selbst ihnen die Ruhe schenken die sie benötigten.
„Wir alle wissen was nun geschehen wird. Wir werden Klingen schmieden lassen, die nur einen Sinn kennen werden. Und ich möchte wissen wer die Bruderschaft anführt.“
„Ein toter Mann...“
„Ich vermute ihr meint den Anführer der Bruderschaft?“ Die Stimme des Catulus erklang neben ihnen. „In diesem Fall, so ich nicht irre, ist ihr Patriarch ein Mann Namens Silberhand.“Silberhand....ja sie kannten ihn....Sein Name klang wie ein Echo im inneren wieder und brannte sich in die Seele.
Es war der erste Beistand den Catulus Taakis den Greifen spendete. Ihre Verwünschungen hatten ein Ziel. Die Worte des Catulus waren ruhig, die Art wie er sie vortrug beruhigend. Hier waren ihre Brüder am Ort ihrer Ruhe. Fern von Blasphemie und Frevel. Catalus Taakis lenkte die Gedanken der Greifen dorthin wo sie sein sollten. Bei ihren Toten. Es hiess Abschied nehmen.
„Für die kommenden Tage habt ihr einen einzigen Befehl. Gedenkt eurer Brüder. Wer sie waren, was sie taten. Vergesst nicht ihre Namen, ihre Stimmen, ihren Mut und ihr Herz. Ihre Treue und die Erinnerungen die sie uns auf unserem Weg gaben. Trauert mit ihnen im Tode.“
Der Catalus veranlasste das man die Toten zum Ort ihrer Aufbahrung brachte. Die Greifen folgten. Diese Nacht sollte es keine Ruhe geben. Das Fasten vom Leib und Verstand. Demut und Respekt.
Hier harrten sie nun. Auf ewig sollten sie ihrer Gedenken. Und wie die Gedanken schweiften. Wie der Zorn aufglimmte. Sie hatten diesen Männern die Würde genommen. Kein steinerner Sarg würde das Abbild Brutus tragen, keine Grabplatte das Gesicht Timoth zeigen wie es zu Lebzeiten war. Wie lang würden die letzten Erinnerungen an sie die von den Feuern verzerrten haarlosen Fratzen sein. In dieser Nacht war Nileth Azur der einzige Trost. Und die Hoffnungen sie dort wiederzusehen sollte ein Leben dauern. Timoth Vasaii und Brutus Eisinger...die Greifen hatten ihre Märtyrer. Und Silberhand einen bitteren Feind.