Der letzte Tag im Leben von Elina Hinrah
Verfasst: Freitag 21. März 2008, 15:42
Es war der 20. Lenzing im Jahre 251 und für Elina begann der Tag wie jeder andere.
Sie war schon das dritte Mal zum Hof geritten und hatte Gemüse und Obst nach Grimwould geschafft.
Sie ging in den Arbeitsraum der Hinrahs und als sie diesen betrat, sah sie, wie Spjall und Svenja sich intensiv miteinander unterhielten.
Schnell ging sie auf ihn zu, küsste ihn auf die Wange und fragte ihn, ob er ihr beim Reintragen der Waren helfen würde. Und wie immer war er, wenn er entweder mit Svenja oder mit Jolinn zusammen war, sehr unfreundlich und unnahbar.
Elina spürte, dass er da völlig verändert war, und doch fragte sie nie nach, und da er sonst immer sehr lieb zu ihr war, sah sie auch keinen Grund dazu.
Erst die letzten Tage hatte er ihr wieder gezeigt, wie sehr er sie liebte.
Nun kamen auch noch Roghvatr und Jolinn dazu. Svenja verschwand in den Keller und Spjall folgte ihr bei Fuß. Elina bemerkte das sehr wohl, doch sie hatte Vertrauen zu Spjall, und deshalb wollte sie einfach nicht hinterher.
Roghvatr, er war in letzter Zeit ein wirklich guter Freund geworden, stellte sich sogleich zur Verfügung Elina zu helfen und so ritten sie beide zum Bauernhof.
Sie ernteten gemeinsam das Gemüse, packten die Taschen der Pferde voll und marschierten nun langsam, die Pferde an den Zügeln haltend, zurück nach Grimwould.
Dort angekommen war es völlig still.
Elinas erster Gedanke war wohl, dass die beiden wohl noch immer im Keller waren und daran was sie nun unten im Keller tun würden, und ein flaues Gefühl machte sich in ihr breit.
Da trabte auf einmal Spjall die Stufen hoch, rann sie fast um und raus zur Türe. Elina sah ihm erschrocken nach, da sie nicht wusste, was ihm über die Leber gelaufen sein konnte.
Und siehe da, kurz darauf folgten ihm Svenja und Jolinn.
Es waren bloß einige Momente vergangen, und Elina konnte kaum fassen was da passierte, als Spjall ihr etwas vor die Füsse warf, und zu ihr sagte, "Hiermit löse ich die Verlobung auf, denn du bist wie Evja!"
Elina war einen Moment sprachlos, sie verstand überhaupt nicht, was nun los war, jedoch als er wieder aus dem Raum marschierte, eilte sie ihm hinterher.
Sie wollte noch einmal hören was er da sprach und sie wollte den wahren Grund dafür wissen, doch er verweigerte eine Antwort, und so hetzte sie wieder rein und stellte Svenja und Jolinn zur Rede.
Es kam zu einem wüsten Disput zwischen den vieren, und Roghvatr, wohl auch ziemlich mit der Situation überfordert verließ langsam das Zimmer.
Sie war sich klar, dass Svenja und Jolinn damit zu tun hatten, und als sie es ihnen auf den Kopf zusagte, begann Svenja Elina heftig zu beschimpfen. Elina hörte nur, wie sie zu ihr sagten, dass sie eine Kuh sei, und dass sie nichts dafür können, wenn Elina zu dumm sei um einen Mann zu halten. Als dann jedoch noch Spjall ihr an den Kopf warf, dass sie Ziege zu ihren Ziegen gehen soll, da war es genug für Elina, das hatte sie nicht verdient.
Sie liebte Tiere, und für Elina waren all diese Tiere etwas Besonderes, aber sie spürte genau, dass Spjall, Svenja und Jolinn sie damit verletzen, beleidigen und treffen wollten.
Als es für Elina nicht mehr ertragbar war, wie sie sie beschimpften, und den Arbeitsraum verließ, hörte sie nur mehr die letzten Worte von Spjall, "Los…raus da, verschwinde!"
So schnell es ihre Beine zuließen, lief sie auf ihr Pferd Mani zu, schwang sich hoch und verließ Grimwould.
Im wilden Galopp, sie bemerkte nicht mal wie sich sie die Arme und Beine an den Ästen der Bäume aufriss, ritt sie zum Bauernhof.
Man hatte sie aufs Tiefste beleidigt, man hatte ihr die Liebe, und man hatte ihr auch ihre Ehre genommen.
Wie sollte es nun weiter gehen?
Als sie so an ihr Pferd Mani gelehnt da stand, das Gesicht voller Tränen hörte sie das Traben eines Pferdes.
Sie blickte kurz auf und sah, dass Roghvatr ihr wohl gefolgt war. Er musste gespürt haben, wie sehr die drei Elina im Tiefsten ihres Herzens getroffen hatten.
Er nahm sie einfach freundschaftlich in seine Arme und versuchte sie zu trösten.
Sie standen so lange Zeit ganz still, und Elina ließ ihren Tränen freien Lauf.
Elina war schrecklich müde, die Beine waren weich wie Butter und sie zitterte am ganzen Körper. So murmelte sie zu ihm dass sie einfach nur schlafen wollte, und hoffte, dass, wenn sie aufwachen würde, sich alles nur als einen bösen Traum herausstellen würde.
So legte sie sich auf die Felle ihres Lagerraumes und schlief völlig entkräftet ein.
Nach einigen Stunden des traumlosen Schlafes erwachte Elina und ihr wurde sofort bewusst, dass die Geschehnisse kein Traum waren sondern Wirklichkeit.
Aber sie wusste nun auch ganz sicher, dass sie weg wollte, weg von Grimwould, weg von den Dreien, sie wollte ihnen nie wieder begegnen.
Also ritt sie leise in der Finsternis ein wenig versteckend zurück, schlich sich zum Haus und dort sah sie, dass Spjall schon ihre Habseligkeiten aus ihrem gemeinsamen Raum geworfen hatte.
Entsetzt griff sie sich an den Kopf.
Was war nur in ihn gefahren?
Er musste verrückt geworden sein.
So schnell sie konnte eilte sie zu Argos und übergab ihm alles Nötige.
Sie umarmte ihn noch, bat ihn, gut auf Evja und ihren Welpen zu achten, nahm Lucas Hund Einohr in ihren Arm, stieg aufs Pferd und ritt eilig ins Freie in Richtung Hafen.
Hier war das Meer voll mit Seeungeheuern.
Zum Glück hatte ein Schiff angelegt, so bat sie den Kapitän, den kleinen Hund nach Berchgard mitzunehmen und ihn an die Dame Blockhart zu übergeben.
Doch zuvor hängte sie Einohr noch eine kleine Muschel in einem Säckchen um den Hals, diese sollte Luca zeigen, wie sehr sie ihn in ihr Herz geschlossen hatte und dass sie ihn nie vergessen würde.
Sie drückte den Hund noch einmal fest, übergab ihn einem Matrosen, sah dem Schiff bekümmert hinterher.
Da zog sie auf einmal eine mächtige Seeschlange ins tiefe Meer.....
Sie war schon das dritte Mal zum Hof geritten und hatte Gemüse und Obst nach Grimwould geschafft.
Sie ging in den Arbeitsraum der Hinrahs und als sie diesen betrat, sah sie, wie Spjall und Svenja sich intensiv miteinander unterhielten.
Schnell ging sie auf ihn zu, küsste ihn auf die Wange und fragte ihn, ob er ihr beim Reintragen der Waren helfen würde. Und wie immer war er, wenn er entweder mit Svenja oder mit Jolinn zusammen war, sehr unfreundlich und unnahbar.
Elina spürte, dass er da völlig verändert war, und doch fragte sie nie nach, und da er sonst immer sehr lieb zu ihr war, sah sie auch keinen Grund dazu.
Erst die letzten Tage hatte er ihr wieder gezeigt, wie sehr er sie liebte.
Nun kamen auch noch Roghvatr und Jolinn dazu. Svenja verschwand in den Keller und Spjall folgte ihr bei Fuß. Elina bemerkte das sehr wohl, doch sie hatte Vertrauen zu Spjall, und deshalb wollte sie einfach nicht hinterher.
Roghvatr, er war in letzter Zeit ein wirklich guter Freund geworden, stellte sich sogleich zur Verfügung Elina zu helfen und so ritten sie beide zum Bauernhof.
Sie ernteten gemeinsam das Gemüse, packten die Taschen der Pferde voll und marschierten nun langsam, die Pferde an den Zügeln haltend, zurück nach Grimwould.
Dort angekommen war es völlig still.
Elinas erster Gedanke war wohl, dass die beiden wohl noch immer im Keller waren und daran was sie nun unten im Keller tun würden, und ein flaues Gefühl machte sich in ihr breit.
Da trabte auf einmal Spjall die Stufen hoch, rann sie fast um und raus zur Türe. Elina sah ihm erschrocken nach, da sie nicht wusste, was ihm über die Leber gelaufen sein konnte.
Und siehe da, kurz darauf folgten ihm Svenja und Jolinn.
Es waren bloß einige Momente vergangen, und Elina konnte kaum fassen was da passierte, als Spjall ihr etwas vor die Füsse warf, und zu ihr sagte, "Hiermit löse ich die Verlobung auf, denn du bist wie Evja!"
Elina war einen Moment sprachlos, sie verstand überhaupt nicht, was nun los war, jedoch als er wieder aus dem Raum marschierte, eilte sie ihm hinterher.
Sie wollte noch einmal hören was er da sprach und sie wollte den wahren Grund dafür wissen, doch er verweigerte eine Antwort, und so hetzte sie wieder rein und stellte Svenja und Jolinn zur Rede.
Es kam zu einem wüsten Disput zwischen den vieren, und Roghvatr, wohl auch ziemlich mit der Situation überfordert verließ langsam das Zimmer.
Sie war sich klar, dass Svenja und Jolinn damit zu tun hatten, und als sie es ihnen auf den Kopf zusagte, begann Svenja Elina heftig zu beschimpfen. Elina hörte nur, wie sie zu ihr sagten, dass sie eine Kuh sei, und dass sie nichts dafür können, wenn Elina zu dumm sei um einen Mann zu halten. Als dann jedoch noch Spjall ihr an den Kopf warf, dass sie Ziege zu ihren Ziegen gehen soll, da war es genug für Elina, das hatte sie nicht verdient.
Sie liebte Tiere, und für Elina waren all diese Tiere etwas Besonderes, aber sie spürte genau, dass Spjall, Svenja und Jolinn sie damit verletzen, beleidigen und treffen wollten.
Als es für Elina nicht mehr ertragbar war, wie sie sie beschimpften, und den Arbeitsraum verließ, hörte sie nur mehr die letzten Worte von Spjall, "Los…raus da, verschwinde!"
So schnell es ihre Beine zuließen, lief sie auf ihr Pferd Mani zu, schwang sich hoch und verließ Grimwould.
Im wilden Galopp, sie bemerkte nicht mal wie sich sie die Arme und Beine an den Ästen der Bäume aufriss, ritt sie zum Bauernhof.
Man hatte sie aufs Tiefste beleidigt, man hatte ihr die Liebe, und man hatte ihr auch ihre Ehre genommen.
Wie sollte es nun weiter gehen?
Als sie so an ihr Pferd Mani gelehnt da stand, das Gesicht voller Tränen hörte sie das Traben eines Pferdes.
Sie blickte kurz auf und sah, dass Roghvatr ihr wohl gefolgt war. Er musste gespürt haben, wie sehr die drei Elina im Tiefsten ihres Herzens getroffen hatten.
Er nahm sie einfach freundschaftlich in seine Arme und versuchte sie zu trösten.
Sie standen so lange Zeit ganz still, und Elina ließ ihren Tränen freien Lauf.
Elina war schrecklich müde, die Beine waren weich wie Butter und sie zitterte am ganzen Körper. So murmelte sie zu ihm dass sie einfach nur schlafen wollte, und hoffte, dass, wenn sie aufwachen würde, sich alles nur als einen bösen Traum herausstellen würde.
So legte sie sich auf die Felle ihres Lagerraumes und schlief völlig entkräftet ein.
Nach einigen Stunden des traumlosen Schlafes erwachte Elina und ihr wurde sofort bewusst, dass die Geschehnisse kein Traum waren sondern Wirklichkeit.
Aber sie wusste nun auch ganz sicher, dass sie weg wollte, weg von Grimwould, weg von den Dreien, sie wollte ihnen nie wieder begegnen.
Also ritt sie leise in der Finsternis ein wenig versteckend zurück, schlich sich zum Haus und dort sah sie, dass Spjall schon ihre Habseligkeiten aus ihrem gemeinsamen Raum geworfen hatte.
Entsetzt griff sie sich an den Kopf.
Was war nur in ihn gefahren?
Er musste verrückt geworden sein.
So schnell sie konnte eilte sie zu Argos und übergab ihm alles Nötige.
Sie umarmte ihn noch, bat ihn, gut auf Evja und ihren Welpen zu achten, nahm Lucas Hund Einohr in ihren Arm, stieg aufs Pferd und ritt eilig ins Freie in Richtung Hafen.
Hier war das Meer voll mit Seeungeheuern.
Zum Glück hatte ein Schiff angelegt, so bat sie den Kapitän, den kleinen Hund nach Berchgard mitzunehmen und ihn an die Dame Blockhart zu übergeben.
Doch zuvor hängte sie Einohr noch eine kleine Muschel in einem Säckchen um den Hals, diese sollte Luca zeigen, wie sehr sie ihn in ihr Herz geschlossen hatte und dass sie ihn nie vergessen würde.
Sie drückte den Hund noch einmal fest, übergab ihn einem Matrosen, sah dem Schiff bekümmert hinterher.
Da zog sie auf einmal eine mächtige Seeschlange ins tiefe Meer.....