Seite 1 von 1

Wie der Wind stetig weiter zieht so...

Verfasst: Montag 17. März 2008, 14:27
von Eldir
... ziehen auch Menschen ihrer Wege, doch was Wind und Mensch unterscheidet,
der Wind kehrt niemals dorthin zurück wo er schon war.

Heimreise

Nachdenklich saß Eldir im Wald von Lameriast, zu seiner Seite lag ein toter Ork aus dem noch der Rapier ragte, ihm gegenüber lagt einer am Baum mit einem Pfeil zwischen den Augen und um ihn herrum lagen noch weitere verstreut, an denen teilweise Wölfe nagten. Den Blick zu Himmel gewandt erhob sich Eldir mit einem seufzten und ein letzter Ruck ließ den Rapier den toten Ork verlassen, leise schlich er wieder zurück zu seinem Bau, begleitet von einer Wölfin zu seiner linken und dem noch von schwarzem Orkblut tropfenden Rapier in der Rechten.
Sein Entschluss stand, er würde die Reise angehen, zu seiner Familie, dieser Familie von der er mit neun Sommern weggeschickt wurde, es war an der Zeit zu erfahre warum. Auch wenn er nie zugegeben hätte das es ihn belastet, war es ihm dennoch bei weitem nicht gleichgültig, so sehr er sein jetziges Leben in den Wäldern genoß, so sehr fehlte ihm auch die Antwort auf seine Fragen.

Langsam sammelte er seine Sachen zusammen, nur das Nötigste nur was er wirklich brauchen würde, den Bogen, einwenig Kleid und Rüstzeug, Verpflegung für die Reise und einpaar kleine Andenken, den einzigen Ring den er besaß "Wahre Liebe", die Muschelhalskette und schließlich ein rotes Band, das er seit einer Weile stets um sein Handgelenk trug.
Nachdem er nun alles beisammen hatte, kniete er sich hinab zu der Wölfin und schlung die Arme um sie, von einem leisen Jaulen und Wimmern begleitet, schien sie zu begreifen und schleckte Eldir's Gesicht mit der rauen Zunge ab. Als er sich wieder erhab huschte sie immernoch jaulend irgendwo unter die Felle in denen beide sonst gemeinsam schliefen.

Mit seinem Ärmel wischte Eldir sich über die tropfende Nase, von einem leisen Schluchtzen begleitet verließ er schließlich den Bau und wand sich zum Hafen der Insel.Von wo aus er das Schiff nach Bajard bestieg, dort angekommen ging er Richtung Taverne, er hatte noch einige Schreiben aufzusetzen...

Eines zu Händen von Taralea Mirrosil,

Du Tara, ich werd in meine Heimat zurückkehren,
bin kein Freund vieler Abschiedsworte,
werd auf mich aufpassen, pass du auf dich auf...
Ich werd dich nicht vergessen und irgendwann komm ich wider!
Bist für mich immer neben meiner Wölfin,
die engste Freundin gewesen, ich nehme dein Band mit mir,
als Erinnerung.
Des Waldes Schutz mit dir,
dein Waldschrat, Eldir


Eines zum Heim der Waldläufer,

Brüder und Schwester, ich reise in die Heimat.
Gebt mir acht auf die Wälder und Tier.
Siobhan schau ab und an in meinem Bau vorbei,
was dort ist kannst du ruhig verwenden,
es wäre schlimmer wenn es brach liegt.
Fuchs, pass mir auf Miriam fein auf und auf ihre Murmel!
Und auch ihr anderen gebt auf euch acht,
mögen die Wälder euch Schutz bieten.
Eldir


Eines zu den Gefährtinnen des Waldes an "Xin" adressiert,

He da kleine Xin, auch wenn es kein guter Zeitpunkt dafür ist,
ich werd Heim kehren, es gibt zuviel was mich beschäftigt.
Pass gut auf dich auf und auf die anderen Schwestern,
wem soll ich den sonst Äpfel mitbringen,
wenn du mal einen Rückzugsort suchst, steht mein Bau dir offen.
Du weist wo er liegt.
Bewahr die Wälder, so bewahren sie auch dich.
Dein Eldir


...nachdem alle Schreiben fertig waren und hinterlegt, machte sich Eldir auf den Weg zurück gen Hafen, das Schiff das ihn in die Heimat bringen sollte würde mit der Flut auslaufen.

[OOC: Mein Char geht vorerst auf unbestimmte Zeit auf Reisen näheres für die Waldläufer im Waldläufer Forum, für andere bleibt nur die Frage an mich]

Verfasst: Dienstag 5. August 2008, 01:11
von Lu'araiel
[Bitte löschen falsch gepostet]

Verfasst: Dienstag 5. August 2008, 01:14
von Eldir
Ankunft in der Heimat

Der Himmel war schwarz und schwer hingen die Wolken über dem abendlichen Firmament, als sich die ersten Klippen dunkel aus dem tosenden Meer erhoben, prasselnd ging der schon seit Tagen anhaltende Regen auf das Deck des Schiffes nieder.
Von den Wellen hin und her gepeitscht näherte sich das Schiff unter dem dröhnenden Lärm der nahen Klippen,
einer im dunklen liegenden Hafenstadt, Kilest.
Nachdem das Schiff das ruhigere Hafenbecken erreicht hatte,
lief es eine der vielen Ankerstellen an die noch frei waren unter den durch den Sturm geschrieenen Kommandos des Kapitäns,
wurde das Schiff an der Hafenmauer fest vertäut. Wenige Momente später bloß verließ ein dunkel gerobter,
großer Mann das Schiff, während der Wind überall an seinem Umhang und seiner Robe riss,
stapfte er raschen Schrittes zu den Hafentoren.
Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und von Regen durchspült trat er nun durch die Tore der Stadt,
von der aus er vor vier Jahren seine Reise nach Gerimor begonnen hatte.
Weiter gen Westen reckte sich die Stadt ins Land, im Norden des Hafen lagen die dröhnenden Klippen auf denen finster die Festung des Fürsten trohnte, nur noch wenige Fahnen waren gehisst und zappelten wie Fetzen im Wind. Die Stadt lag im dunklen,
bloß vereinzelnd brannten Lichter in den Fenstern, auf den Straßen war niemand mehr zu sehen.
Festen Schrittes bewegte sich der groß gewachsene Mann auf eine der wenigen noch hell erleuchteten Tavernen zu die sich in Hafen nähe tummelten, beim öffnen der Tür pfiff ein steifer Wind von dünnen Regentropfen durchpeitscht in den Innenraum der Taverne.
Kurz wurde es in der zuvor lebhaften Taverne etwas leiser und die Blicke gingen zur Tür, doch kaum war das Pfeifen des Windes verklungen und seine tobenden Klänge wieder ausgesperrt, wurden Stimmen wieder lauter und die Stimmung wieder ausgelassener.
Langsam strich sich Eldir die Kaputze vom Kopf, und der Blick des Wirtes viel erstmal auf das recht wild wirkende äußere.
„He da, siehst mir fey nen bischen zerzaust aus Bube. Hab dich noch nie hier gesehen, bis mit dem Schiff angekommen wa?“,
langsam näherte sich Eldir nun dem Tresen und schob sich auf einen der freien Hocker.
„Na fey hier hast erstmal was zum warm werden!“ , kaum einen Moment später stand ein kräftiger Krug Met vor Eldir.
„Dank dir, ai bin grad erst angekommen, war lang fern von daheim“, rau lacht der Wirt bei Eldir's Worten auf,
„Na da hast dir fey den schlechtesten Moment ausgesucht wiederzukehren verlorener Sohn des Sumpflandreichs!“
Den Blick fragend schief gelegt nahm Eldir nun einen tiefen Schluck vom Met
und der Wirt lehnte sich zu ihm hin einen Arm auf den Tresen stützend.
„Wir sind im Krieg die es heißt, das die äußeren Dörfer die nah an den Sümpfen liegen schon öfters geplündert werden, die Soldaten des Fürsten tun ihr bestes, aber komm fast immer zu spät.“ tief aufbrummend trank Eldir noch einen tiefen Schluck und sein blick wurde steinern für einen Moment. „Dann muss ich fey los, meine Familie lebt in einem der äußeren Dörfer!“
„Bar Junge wart ab bis es hell wird, bei dem Sturm hats kein Sinn!“
mit einem missmutigen Nicken akzeptierte Eldir die Worte des Wirtes und nahm eines der Zimmer in der Taverne,
runde Blechmünzen hatte er genug gesammelt.
Der nächste Morgen war klar, dennoch strich ein frischer Wind vom Meer auf das Land,
von den Häusern tropfe das restliche Wasser, des nächtlichen Gewitters.
Schon früh verließ Eldir die Taverne, noch lag die Stadt in Morgendlichem Taumel, langsam schritt er gen Westen aus der Stadt,
die Wachen am Tor wirkten müde und heruntergekommen,
so führte Eldirs Weg ihn unbehelligt voran.
Über die grünen Auen vor der Stadt, die matschige Straße verlassend schritt Eldir gen Wald, einem Lichtdurchfluteten Wald,
langsam stieg die Sonne am Himmel. Bis Eldir die Sümpfe erreichte war die Sonne bereits über den Zenit hinweg,
die Nacht würde er mitten in den Sümpfen verbringen müssen. Als würde er den Weg noch vor Augen haben führe ihn sein Schritt zu einem kleinen Haus einer alten Frau, die er schon früher öfter besucht hatte. Aber was er dort vorfand, war der verwilderte Garten und eine aufgebrochene Tür, das Strohdach des Hauses war den in Innenraum gestürzt und überall lagen alte halb verrottete Pfeile herum, die meisten hatten schwarzes Gefieder und waren unsauber gearbeitet. Im Haus selbst war alles geplündert worden und leer,
es schien als wär was auch immer passiert war schon lange her,
so nutzte Eldir das letzte Licht des Tages um die Hütte zumindest zu einem guten Nachtlager zu machen. Zu allererst kehrte er das ehemalige Dach aus dem Haus dann wurde der Karmin neu entfacht und aus ein paar Zaunstreben aus dem Garten wurde ein neues Dach genagelt.
Wie gut das es die Nacht über keinen Regen gab, dem wäre dieses Dach sicher nicht stand gehalten, ruhig war die Nacht.
Es kam Eldir fast so vor als wäre er endlich zuhause, doch mit einem Blick zu den Sternen kam in ihm die Frage auf,
wo sein Zuhause den war?
Hier?
Oder auf Gerimor?
Oder, einfach nur im Wald, egal wo?

Verfasst: Dienstag 5. August 2008, 01:18
von Eldir
So ging die Nacht zuende und langsam stieg die Sonne wieder am Himmel hinauf, die Sachen wurden gepackt und im laufe des Vormittags verließ Eldir das Haus und schließlich auch den Sumpf um in den dichten Wald einzutreten, wie er damals um sein Heimatdorf stand,
sich immer mehr dem annähernd sank die Sonne bereits wieder, bis Eldir in den Abendstunden im roten Abendlicht schließlich ein Vertrautes Haus erblickte, aus der ferne schien es wie früher zwischen den Bäumen zu stehe, tief atmete er ein.
Das rote Licht ließ das Dach orange erscheinen, die Bäume wankten im Wind und allmählich streifte Eldir seine Kaputze vom Kopf,
langsam fast andächtig schritt er auf das Haus zu, sein Herz pochte wie wild und in seinem Kopf hämmerten die Worte seines Bruders,
„Du musst weg Eldir und komm niemals wieder!“
Da, der Garten, aber es stand kein Gemüse darin wie früher, blos vier graue Steine. Ruhig streiften seine Schritte um die Steine herum bis er schließlich vor ihnen stand und inne hielt. Da waren Inschriften auf jedem Stein, langsam beugte sich Eldir herrab und strich die Pflanzen zurück, als er mühsam das einzige Schriftbild erkannte, das ihm wirklich bekannt war,

„Eldir“

eine Weile dauerte es bis Eldir begriff, er hatte den Brauch der Städter im Kopf die Toten zu vergraben, „sie haben, mich für tot erklärt“ kamen ihm leise Worte über die Lippen, trunken von dem Moment blieb Eldir hocken, bis unsanft ihn ein Schwert an seinem Hals ihn aus den Gedanken holte. „Hier gibt es keine Grabbeigaben zu plündern, Streuner!“
„Das ... ist mein Grab“, gab Eldir trocken zurück, sich mit dem Schwert am Hals langsam erhebend und ebenso langsam umwendend,

um direkt in die Augen eines Mannes in lederner Unterrüstung zu blicken, seine Augen waren braun, lang fielen die haselnußbraunen Haare gepflegt wirkend über seine Schultern, es war als würde Eldir sein jüngeres Spiegelbild erblicken. Der Blick des Mannes ging erst an Eldir vorrüber zu den Steinen, dann ungläubig auf ihn zurück, doch sank das Schwert von Eldir's Hals, „E... Eld Eldir?!“ „Ai, so ist es und wer bist du, war fei lang weg.“ „Arano... Eichenstamm, dein Bruder,“ stammelte der Mann und es verging ein Moment, den sich die beiden Männer blos anstarrten, ehe sie sich schließlich in die Arme fielen und fest drückten. „Wir dachten du wärst tot, als du damals plötzlich verschwunden bist!“ „Arbin sagte ich soll gehen...“, „Arbin? Ich glaube, wir haben viel zu besprechen, komm rein ich muss dir jemanden vorstellen.“
Die Hand auf Eldir's Schulter schob ihn Arano langsam in das alte Haus hinein, es war ganz anders innen, wirkte mehr wie ein Lagerraum als wie ein Wohnhaus, überall standen Waffen Rüstungen und dergleichen, doch am Karmin, der noch immer wie früher aussah stand eine Frau in einfachem Kleid und kochte. „Naisha, sieh mal wer von den Toten zurückgekehrt ist, Eldir dein Bruder!“ Weiter wurden Eldir's Augen als er die Worte im Kopf wiederholte und ungläubig zur Seite murmelte, „Ich habe... eine Schwester?!“
„Mutter war mit ihr schwanger als du verschwandest, sie ist jetzt 16 Jahre alt“
Die junge Frau kam auf Eldir zugestürmt und fiel ihm um den Hals, nur langsam schwand seine Verwunderung und er nahm auch sie sanft in den Arm.
Später am Abend saßen sie zu dritt draußen und Eldir erzählte wie es ihm wiederfahren war, von Elfen von Drachen und schönen Frauen, seinem Rudel, dem großen Wolf und vielem mehr. So würde es immer dunkler und sie sprachen bis tief in die Nacht herein,
Eldir erfuhr das sein Arbin nicht mehr war, genauso waren Vater und Mutter gestorben.
Eldir's Herz war schwer als er erkannte,
das der Grund für seine Reise, heraus zu finden warum er weggeschickt wurde, sich ihm nie erschließen würde.

Verfasst: Dienstag 5. August 2008, 08:42
von Siobhan Dandreon
Sie hockte in seiner Höhle,

sah sich verloren darin um, es roch noch immer nach ihm. Aber sie musste ihre Augen schliessen, um das zu erkennen.
Sie hatte Ly nicht mitgebracht, er würde sicher irgendwo im Wald draussen auf der Jagd sein. Und Lamiro zeigen wohin sie entschwunden war. Aber sie brauchte diesen Ort, der ein wenig etwas von vertrautem hatte. Naja eigentlich war sie hier, weil sie in ihrem innersten gehofft hatte, der Geruch von Eldir wäre wieder aufgefrischt. Wie lang war er nun schon fort? Jetzt wo auch die anderen so langsam entschwanden, merkte sie erst, wie sehr sie sie alle vermisste.
Lamiro war da, aber irgendwie mit seinen Gedanken auch so weit weg. Eldir war ihr immer sehr weise in seinen Entscheidungen erschienen. Und genau das fehlte ihr auch. Während sie so an die Höhlenwände starrte, kullerten ihr klitzekleine Tränen die Wangen hinab.
Zu viel war einfach geschehen, Kanubio fort um noch mehr Krieger zu werden, bei den starrsinnigen Tiefländern. Nadua ebenso, weil sie... ja wieso eigentlich. Simon hatte sich in die Wälder verkrochen und wart auch kaum noch zu sehen... Lamiro versuchte sie zu trösten, und hatte sie lange Zeit diese Nacht im Arm gehalten. Doch ihre Innere Unruhe hatte sie aufstehen lassen und nach Lameriast fahren.

Sie die so lange brauchte, bis sie den Zweibeinern vertrauen schenkte, und die jahrelang ohne jene gut klargekommen war, mit ihren Weggefährten den Wölfen, ja genau sie hockte nun irgendwie verloren in der leeren Behausung von Eldir, und wünschte sich nichts mehr, als das sie ein paar bekannte Gesichter wieder sehen konnte. Dann würde sie vielleicht auch mit dem verseuchten Wald von Ostgerimor weiterkommen. Das erste mal schien ihr alles über den Kopf zu wachsen. Sonst hatte sie nur für sich und das Rudel sorgen müssen, ein paar Räuber vertreiben, oder gar jagen müssen, aber das war auch schon das schlimmste, was ihr begegnet war. Hier auf den Inseln, war es weit mehr, als das es eine handvoll allein schaffen könnten.

Sie seufzte schwer und rollte sich in einer Ecke der Höhle zum schlafen zusammen.

Verfasst: Samstag 30. August 2008, 13:29
von Eldir
Ein lautes Hornsignal erschallte im Dorf und als Eldir die Augen auf tat, sah er bereits wie sich Arano und Naisha rüsteten, Naisha trug eine leichte feine Lederrüstung, mit dem Wappen des hiesigen Fürsten in der Front, Arano hingegen war in schwere Platten gerüstet, mit wallendem Umhang und Wappenrock der ebenfalls das Symbol des Fürsten trug.
„Eldir, das Nachbardorf wurde angegriffen, wenn wir uns beeilen schaffen wir es endlich die Plünderer auszumerzen.“ gab Arano ihm zu verstehen, ein kurzes Nicken folgte und auch Eldir machte sich daran seine Rüstung anzulegen und sich kampfbereit zu machen.
„Mhmm du bist Schütze? Ein schöner Bogen.“
„Ai so mag man es nennen können, dieser Bogen zieht mit einer Drachensehne und das Holz ist ein ganz besonderes.“
anerkennend raunte Naisha und grinste dann zu ihm hin.
„Arbin war dir wirklich ein guter Lehrer.“ „Hört auf zu tratschen, wir müssen los, Eldir du nimmst das Pferd eines unserer Gefallenen, keine Sorge es ist ein sanftes Tier“, warf Arano ein eh alle drei das Haus verließen, wo schon eine ganze Truppe an schwerst gerüsteten Reitern auf sie wartete. „Aufsitzen!“ bellte Arano und alle verbleibenden Krieger saßen auf ihre Pferde auch so auch Eldir und Naisha, in schnellem Galopp trieben sie die Pferde nach Süden. Schon aus weiter ferne waren die brennenden Gebäude zu sehen und die Schreie zu hören, der sterbenden Dorfbevölkerung. Als die Reiterei in das Dorf preschte und den Kampf aufnahm lagen bereits überall Leichen doch waren die plündernden Orks noch nicht weiter gezogen so fielen sie überall unter den Schwerthieben der berittenen Krieger und das helle quicken der Orks löste nach und nach die Schreie der Dorfbewohner ab und als es schließlich ruhig um das Dorf wurde trafen sich die Krieger in der Mitte des Dorfes.
„Einige sind nach Nord-Westen geflüchtet, Hauptmann Eichenstamm.“ berichtete einer der Krieger.
„Naisha nimm dir drei Mann und verfolgt sie, sie dürfen das Ödland jenseits des Passes niemals erreichen.“
„Ich begleite sie“, warf Eldir ein „ich bin ein guter Fährtensucher.“
„Gut vergeudet keine Zeit, macht euch auf den Weg!“
Kaum waren die Worte ausgesprochen trieben auch schon die fünf ausgesuchten ihre Pferde in den Wald hinter den fliehenden Orks her.

Verfasst: Samstag 30. August 2008, 13:41
von Eldir
„Verdammt wo sind die Biester..“, fragte einer der Männer als Eldir abgesessen war um auf dem Boden die Spuren zu betrachten die ihre Beute hinterlassen hatte. „Dort entlang, sie laufen am Fluß entlang“ „Weiter oben gibt es eine Fuhrt sie werden dahin unterwegs sein!“ Wieder aufgesessen trieben sie die Pferde vorran am Fluß entlang, durch die Fuhrt und weiter, immer weiter den Orken folgend. „Wie können sie dieses Tempo halten, unsere Pferde sind am Ende“ „Sie laufen um ihr Leben, darum halten sie das Tempo, steigt ab wir laufen zufuß weiter, sattelt die Pferde ab und nehmt ihnen das Geschirr“ Zufuß rannten sie weiter, immer der Spur hinterher, mal langsamer mal schneller, so sank die Sonne schon am Himmel als sie schließlich das riesige Felsmassiv erreichten. „Wir sind ganz nah dran, sie können hinter jeder Ecke lauern, seid vorsichtig!“ „Dort ist schon der alte Wachturm, oder zumindest dessen Fuß, direkt daneben führt der Pass durch den Berg! Beeilung! Da sind auch die Orken!“ In vollem lauf rannte Eldir in Richtung des Passes direkt hinter ihm einer der Mannen und Naisha, die anderen beiden rannten die Treppen zum Turm hinauf, den Bogen schon von der Schulter nehmend und einen Pfeil aus dem Köcher reißend trat Eldir in den Pass ein, ein Pfeil flog und verfehlte. Dann rannten sie weiter immer wieder kurz anhaltend um einen Pfeil abzuschießen, doch Pfeil um Pfeil ging daneben oder traf, aber nicht so das es den Ork daran hinderte seine Flucht fortzusetzen. Schließlich stand Eldir am Ende des Passes, ein letzter Pfeil bevor sie ausser Reichweite waren...daneben. „Verdammt!“ als Eldir ansetzte weiter den Orken zu folgen packten ihn Naisha und der verbliebene Krieger. „Nicht weiter, das ist Niemandsland... dort sind sie im Vorteil..“ knurrend ließ Eldir ab. „Wir sollten Kilest warnen, das die Orks uns entkommen sind“ meinte der Mann als sie durch den Pass zurück gingen. „Wenn sie wiederkommen, sollten wir hier bleiben um warnen zu können“ „Ai, ich werd in die Stadt zurück kehren und alle in Alarm versetzen, die umliegenden Dörfer sollen evakuieren.“ „Fein wir vier werden hier bleiben und wache halten über den Pass“ ein einverständliches Nicken ging durch die Runde.
So wurde Feuerholz geschlagen und zu den Ruinen des Wachturms hinauf getragen, Eldir ging jagen und schließlich saßen alle zusammen oben auf dem Turm aßen, unterhielten sich und betrachteten den Horizont, die Nacht war schon angebrochen, als in der Ferne einzelne Lichter zu erkennen waren. Sie schienen immer näher zu kommen, schließlich weckte Eldir Naisha und sie beschlossen die anderen beiden aufzuwecken. „Sie kommen wieder und ich glaube es sind diesmal viele...“ „Zumindest sind wir zu wenige um den Pass zu halten, wann glaubst du werden sie hier eintreffen?“ „Im Morgengrauen sicher...“ „Schafft alles an Trockenem Gestrüpp zusammen und stapelt es im Pass“ sofort zerstreuten sich alle in die Wälder und trugen herbei was diese hergaben, vereinzelt dünne vertrocknete Baum-Reste und allerhand an Laub, alles was sie fanden, bis schließlich eine kleine Wand aus Trockenem Holz aufgestapelt war, doch bald würde die Sonne aufgehen und Naisha meldete immer wieder das die Orks bis zum Horizont reichen und immer näher rücken. Als schließlich nichts mehr zu finden war und in weniger als einer Stunde die Sonne aufgehen würde, schickte Eldir die beiden Mannen und Naisha los um die Stadt zu warnen, er selbst blieb oben auf dem Wachturm sitzen und betrachtete die heran Rückende Arme, in aller Ruhe zog er einen Pfeil aus dem Köcher und sein Blick ging zu dem aufgestapelten Holzhaufen, schließlich die darin bereit gestellte Fackel fixierend, spannte er die Sehne, der Schuß saß. Die Fackel kippte und allmählich entfachte sich im Gestrüpp ein Feuer, das schon bald hell lodernd den Pass versperrte. Kaum mehr wenige Augenblicke später standen Orken im Pass und versuchten immer wieder sich dem Feuer zu nähern oder daran vorbei zu drängen, aber die Furch davor hielt sie im Bann und eine Weile konnte Eldir unbemerkt, Pfeil um Pfeil in die Horde setzen und streckte so einen um den anderen Ork nieder, bis schließlich ein lautes Grunzen durch die Menge ging und von allen Seiten her Bolzen begannen in Eldir's Richtung zu flirren. Einer der Bolzen prallte gar von einer Wand ab und streifte bereits Eldir's Gesicht als sich dieser schließlich eilig daran machte die Treppen hinab zu steigen und in den Wald hinein rannte, das Feuer würde noch eine Weile halten, aber er musste sich beeilen, so rannte er nun immer schneller in den Wald hinein, über die Fuhrt im Fluß und weiter, stetig gen Kilest.

Verfasst: Sonntag 7. September 2008, 15:53
von Eldir
Ein Satz aus dem Wald, die große Hauptstraße entlang, die Tore von Kilest waren nah! Drei Tage war Eldir kaum angehalten, immer voran kein Feuer bei Nacht und kein Blick zurück, eine leise Erschöpfung kam in ihm auf als er auf die Tore zustolperte, ein Pfeil zischte schon an ihm vorrüber als auf den Mauern laute Befehle gebellt wurden, die ihm schließlich das Tor öffneten, in der Stadt angekommen ließ er sich gegen die erste Hausecke fallen und daran hinab sinken.
Kaum einen Moment später stand Arano vor ihm mit einem leichten Lächeln, „Schön das du es geschafft hast, wir haben gesehen wie die äußeren Dörfer zu Rauchsäulen am Himmel wurden... Kilest ist evakuiert, eine Hand voll Männer du und ich sind die letzten in der Stadt, wenn wir die nächsten Tage überstehen kommt vielleicht noch ein Schiff um uns ab zu holen“, tief durchatmend stand Eldir auf und blickte zu den Mauern. „Ich weis nicht wie dich sie hinter mir waren.“ „Werden wir sehen Bruder“, sich von Eldir abwendend brüllte Arano zu den Mauern, „Verdoppelt eure Aufmerksamkeit, die Orks werden bald hier sein,schießt auf alles was in Reichweite kommt!“

So verging der Tag, abwechselnd standen Eldir und Arano auf der Mauer und blickten auf den Waldrand, schließlich am Abend des nächsten Tages kam Bewegung in den Waldrand und hier und da verließen Orks das Dickich, überall entlang der Mauern standen sie, schlugen Bäume und bauten Baracken, riesige Feuer wurden entfacht und in der Nacht war das Gegrunze so laut, das keiner der Männer schlafen konnte, im Morgengrauen griffen sie an, von allen Seiten stürmten Orks auf die Mauern zu, Pfeile sausten hin und her vereinzelt kippten Männer getroffen von den Zinnen, brennende Pfeile steckten die Stadt hinter ihnen an und als die Feuer begannen aufzulodern und zum Himmel zu ragen, zogen die Orks sich wieder zurück. „Sie räuchern und aus..“ brummte einer der Männer gen Eldir als er die in Flammen stehende Stadt betrachtete. „Bringt die Verletzten zum Hafen!“ rief Arano und trat zu Eldir, „Die Stadt ist verloren, ... jetzt müssen wir hoffen, dass ein Schiff zu uns zurück kehrt.“

Eldir saß auf den Zinnen und betrachtete den Waldrand, die Orken die langsam Leitern zu bauen begannen und sich langsam wieder für den Angriff rüsteten, ruhig kontrollierte er den Köcher, schließlich fiel der Blick hinab auf sein Handgelenk, das rote Band von Taralea war ganz dreckig geworden, hatte gelitten und viel hier und da halb auseinander. „Ob ich dich jemals wieder sehen werde...“ murmelte Eldir leise, als ihn ein lautes aufgrunzen der Orken aus den Gedanken riss, sie greifen wieder an! Die Schlacht war kurz und blutig als das Horn Signal ertönte und verkündete das sich alle von den schon von Orks überfluteten gefallenen Mauern zurückziehen sollen, Eldir sprang von den letzten Stufen hinab, der Köcher war leer der Rapier gezogen so rannte er durch die Straßen hier und da kamen aus den Seitengassen Orks geschossen und wurden mit schnellen Stichen niedergemacht. Durch das Hafentor tretend fiel sein Blick auf Arano und zwei weitere Männer, von denen einer zum horizont zeigte wo die weißen Segel eines Schiffes zu erkennen waren. Die Orks waren direkt hinter Eldir, an ihm vorüber schossen Pfeile der Mannen am Steg und schließlich sprangen die verbleibenden ins Meer und schwammen auf das Schiff zu in der Hoffnung es würde sie aufgreifen, überall schlugen Pfeile auf das Wasser auf und Eldir spürte sie ihn einer streifte, der Schmerz brannte überall, die drohende Ohnmacht überkam ihn und als sie schließlich vom Schiff aus dem Meer gefischt wurden...