Verstoßen
Verfasst: Dienstag 4. März 2008, 19:35
Es war ein warmer Abend in der Wüste, als Sahlim mit seiner Frau in die Wüste gebracht wurden. Nicht viel ließ man ihnen... eine Robe... und den Glauben an Eluives. Doch war das nicht schon genug für einen Menekaner?
Eluives Kinder würden von Eluive gestützt werden und würden von ihr genährt. Ja, Eluives Kinder waren sie, selbst wenn ihre Mütter lange nicht Eluive hießen, waren sie Kinder der Schöpferin.
Die Nacht brach hinein und die Ausgestoßenen schlichen um Sahlim, der seine Frau fest im Arm hielt, herum. Neugirig waren sie und doch trauten sie sich nicht ihn anzusprechen, sah man ihn doch noch vor einigen Monaten als Sajneen herumstreichen.
Ein Mann mit solch hoher Position kam in das Lager?
Unverständlich für die Anderen war es und doch traute man sich nicht den ausgebildeten und trainierten Kämpfer zu nahe zu kommen.
Erst nach einigen ruhigen Stunden die Sahlim und Baheera am Feuer verbrachten, welches immerwieder mit Holzstücken befeuert wurde, verstand Sahlim worauf die umstehenden warteten. Mit einer einladenen Geste deutete Sahlim den Ausgestoßenen an sich zu setzen, was sie offenbar nur erwartet hatten. Baheera schaute hin und wieder scheu auf, waren ihre Augen doch von Tränen, kummer und Zweifel durchzogen.
Munter fing ein Mann an Fragen zu stellen, was geschehen sei, warum... wesshalb... wieso bloß? ...
Schier endlos bis spät in die Nacht redeten die Männer am Lagerfeuer, die wenigen Frauen waren schon lange schlafen gegangen, nur eine saß noch auf dem Schoß ihres Mannes, ihren Kopf an dessen Schulter gelegt, schien sie beinahe zu schlafen.
Die Männer respektierten Sahlim auf anhieb, war es doch eher unüblich das einem "Neuling" sofort achtung geschenkt wurde... Sahlim war anders, er war weder verbrecher noch war er Eluive untreu geworden... nur sein Stolz war zu groß und damit zu leicht angreifbar. Die Männer des Lagers lernten an jenem Abend bloß Sahlims eiserne, militärische Fassade kennen, gefallen schienen sie dennoch daran zu finden.
~~~~ Der Morgen bricht herein ~~~~
Langsam wurde der Sternenhimmel von den zarten roten Strahlen übertönt, langsam wurden die schwarzen Dünen wieder heller und manches Gesicht immer müder. Lange Schatten zogen durch die Wüste, leise das rieseln des Sandes in eine schaurige Kulisse hüllend. Baheera schlief bereits tief in Sahlims Armen, genoss sie doch sehr wieder in seiner Nähe sein zu können. Ein Zelt würde man gleich am nächsten Tag für Sahlim und Baheera frei machen, sauber und windgeschützt würde es sein. Versprechen um versprechen drang an Sahlims Ohr, waren es wahrlich versuche es dem Ehepaar recht zu machen? Oder wollten sie sich gar bei Sahlim einschmeicheln? Villeicht waren es auch bloß leere versprechen...
Die Männer gingen nun ebenfalls nach und nach in ihre Zelte, nur Sahlim blieb mit Baheera im Arm auf dem Stamm sitzen. Sein Ehe-versprechen würde er nicht nocheinmal brechen, nicht nocheinmal würde er sich von Baheera trennen lassen, selbst wenn sie Geistig immer beisammen waren. Der warme Hauch von Baheera's Atem weckte Sahlim nach seinem kurzen Schlaf wieder, eine Decke war um das Paar gehüllt und das Feuer war erloschen. Nur Baheeras ruhiger Atem ließ Sahlim wieder seine Augen schließen. Genoss er ihre Nähe doch genau so sehr wie sie die seine genoss.
~~~~ Die Sonne geht auf ~~~~
Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten Sahlims Gesicht, der noch immer seine Frau im Arm hielt. Mit einem leisen, unzufriedenen ausschnauben öffnete Sahlim seine Augen, war es doch viel schöner mit seiner Frau im Arm zu schlafen. Eine Gruppe Männer wie Frauen kamen gerade wieder aus der Wüste zurück in das Lager, mit einem Lächeln sahen sie zu dem Paar, gaben jedoch keinen Laut von sich.
Es wurden Schüsseln bereitet. einige mit Früchten gefüllt, andere mit Wasser. Vor Sahlims Füßen wurden zwei Schüsseln mit Wasser gestellt, waren sie wohl dafür gedacht das Sahlim und Baheera sich damit etwas frisch machen können.
Mit vorsichtigem Streicheln und einem zarten Kuss weckte Sahlim seine schlafende Frau schließlich. Mit funkelnden Augen sah sie in Sahlim seine, doch vertrübte es rasch wieder als ihr klar wurde wo sie war. Es dauerte eine Weile bis Sahlim und Baheera damit begonnen sich zu waschen, während dessen ein Feuer entzündet wurde.
Nach und nach sammelten sich wieder alle an dem Lagerfeuerplatz, alle schauten wieder wie gebannt zu Baheera und Sahlim. Ein Ritus wäre es, die waschschüssel des ersten Morgens in das entzündete Feuer zu ergießen. Sollten die Flammen das Wasser besiegen, würden auch die auf den Schultern lastenden Taten von Eluive verbrannt. Würde das Feuer nicht siegen, würde man sicher sein können das die Seele der Person von Eluive verlassen wurde, so hieß es laut alter und langer Tradition. Hached, offenbar eine Art Anführer, erklärte den Beiden diesen Ritus und forderte die Beiden auf die Waschschüsseln gleichzeitig in das Feuer zu ergießen. Etwas bibbernd schütteten die Beiden ihre Waschschlüssel schließlich in das Feuer...
Natürlich... es kam wie es kommen musste. Das Feuer erlisch. Schweigend sah man sich lange an, bis ein Kind voller Freude aufquiekte und zur Feuerstelle deutete.
Es war Glut die das Holz wieder rot färbte und die Luft in angenehme Schwingungen versetze. Erleichtert blickte auch Hached zu dem Paar, welchem dieser auch knapp zunickte. Eine art Aufnahmeprüfung war es, spielte es doch eher mit Glück als mit dem Gewissen, es war Tradition.
Eluives Kinder würden von Eluive gestützt werden und würden von ihr genährt. Ja, Eluives Kinder waren sie, selbst wenn ihre Mütter lange nicht Eluive hießen, waren sie Kinder der Schöpferin.
Die Nacht brach hinein und die Ausgestoßenen schlichen um Sahlim, der seine Frau fest im Arm hielt, herum. Neugirig waren sie und doch trauten sie sich nicht ihn anzusprechen, sah man ihn doch noch vor einigen Monaten als Sajneen herumstreichen.
Ein Mann mit solch hoher Position kam in das Lager?
Unverständlich für die Anderen war es und doch traute man sich nicht den ausgebildeten und trainierten Kämpfer zu nahe zu kommen.
Erst nach einigen ruhigen Stunden die Sahlim und Baheera am Feuer verbrachten, welches immerwieder mit Holzstücken befeuert wurde, verstand Sahlim worauf die umstehenden warteten. Mit einer einladenen Geste deutete Sahlim den Ausgestoßenen an sich zu setzen, was sie offenbar nur erwartet hatten. Baheera schaute hin und wieder scheu auf, waren ihre Augen doch von Tränen, kummer und Zweifel durchzogen.
Munter fing ein Mann an Fragen zu stellen, was geschehen sei, warum... wesshalb... wieso bloß? ...
Schier endlos bis spät in die Nacht redeten die Männer am Lagerfeuer, die wenigen Frauen waren schon lange schlafen gegangen, nur eine saß noch auf dem Schoß ihres Mannes, ihren Kopf an dessen Schulter gelegt, schien sie beinahe zu schlafen.
Die Männer respektierten Sahlim auf anhieb, war es doch eher unüblich das einem "Neuling" sofort achtung geschenkt wurde... Sahlim war anders, er war weder verbrecher noch war er Eluive untreu geworden... nur sein Stolz war zu groß und damit zu leicht angreifbar. Die Männer des Lagers lernten an jenem Abend bloß Sahlims eiserne, militärische Fassade kennen, gefallen schienen sie dennoch daran zu finden.
~~~~ Der Morgen bricht herein ~~~~
Langsam wurde der Sternenhimmel von den zarten roten Strahlen übertönt, langsam wurden die schwarzen Dünen wieder heller und manches Gesicht immer müder. Lange Schatten zogen durch die Wüste, leise das rieseln des Sandes in eine schaurige Kulisse hüllend. Baheera schlief bereits tief in Sahlims Armen, genoss sie doch sehr wieder in seiner Nähe sein zu können. Ein Zelt würde man gleich am nächsten Tag für Sahlim und Baheera frei machen, sauber und windgeschützt würde es sein. Versprechen um versprechen drang an Sahlims Ohr, waren es wahrlich versuche es dem Ehepaar recht zu machen? Oder wollten sie sich gar bei Sahlim einschmeicheln? Villeicht waren es auch bloß leere versprechen...
Die Männer gingen nun ebenfalls nach und nach in ihre Zelte, nur Sahlim blieb mit Baheera im Arm auf dem Stamm sitzen. Sein Ehe-versprechen würde er nicht nocheinmal brechen, nicht nocheinmal würde er sich von Baheera trennen lassen, selbst wenn sie Geistig immer beisammen waren. Der warme Hauch von Baheera's Atem weckte Sahlim nach seinem kurzen Schlaf wieder, eine Decke war um das Paar gehüllt und das Feuer war erloschen. Nur Baheeras ruhiger Atem ließ Sahlim wieder seine Augen schließen. Genoss er ihre Nähe doch genau so sehr wie sie die seine genoss.
~~~~ Die Sonne geht auf ~~~~
Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten Sahlims Gesicht, der noch immer seine Frau im Arm hielt. Mit einem leisen, unzufriedenen ausschnauben öffnete Sahlim seine Augen, war es doch viel schöner mit seiner Frau im Arm zu schlafen. Eine Gruppe Männer wie Frauen kamen gerade wieder aus der Wüste zurück in das Lager, mit einem Lächeln sahen sie zu dem Paar, gaben jedoch keinen Laut von sich.
Es wurden Schüsseln bereitet. einige mit Früchten gefüllt, andere mit Wasser. Vor Sahlims Füßen wurden zwei Schüsseln mit Wasser gestellt, waren sie wohl dafür gedacht das Sahlim und Baheera sich damit etwas frisch machen können.
Mit vorsichtigem Streicheln und einem zarten Kuss weckte Sahlim seine schlafende Frau schließlich. Mit funkelnden Augen sah sie in Sahlim seine, doch vertrübte es rasch wieder als ihr klar wurde wo sie war. Es dauerte eine Weile bis Sahlim und Baheera damit begonnen sich zu waschen, während dessen ein Feuer entzündet wurde.
Nach und nach sammelten sich wieder alle an dem Lagerfeuerplatz, alle schauten wieder wie gebannt zu Baheera und Sahlim. Ein Ritus wäre es, die waschschüssel des ersten Morgens in das entzündete Feuer zu ergießen. Sollten die Flammen das Wasser besiegen, würden auch die auf den Schultern lastenden Taten von Eluive verbrannt. Würde das Feuer nicht siegen, würde man sicher sein können das die Seele der Person von Eluive verlassen wurde, so hieß es laut alter und langer Tradition. Hached, offenbar eine Art Anführer, erklärte den Beiden diesen Ritus und forderte die Beiden auf die Waschschüsseln gleichzeitig in das Feuer zu ergießen. Etwas bibbernd schütteten die Beiden ihre Waschschlüssel schließlich in das Feuer...
Natürlich... es kam wie es kommen musste. Das Feuer erlisch. Schweigend sah man sich lange an, bis ein Kind voller Freude aufquiekte und zur Feuerstelle deutete.
Es war Glut die das Holz wieder rot färbte und die Luft in angenehme Schwingungen versetze. Erleichtert blickte auch Hached zu dem Paar, welchem dieser auch knapp zunickte. Eine art Aufnahmeprüfung war es, spielte es doch eher mit Glück als mit dem Gewissen, es war Tradition.