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Noblesse Oblige - Vom Fall einer Edeldame

Verfasst: Dienstag 29. Januar 2008, 20:54
von Aykira von Vynterstein


Aykira von Vynterstein war tot, sie hatte nie gelebt.
Mit einem sanften, zufriedenen Lächeln auf den Lippen blickte Chiara aus dem Fenster desjenigen Zimmers, das sie sich vor langer Zeit in der Schlummernden Jungfrau angemietet hatte. Die Fensterläden waren weit geöffnet; der kalte Morgenwind säuselte ohne Unterlass durch die Ritzen der Luke um wenig später Chiaras hochgestecktes Haar zu umspielen. Es war noch ruhig an den Docks. Die wenigen Segel, die gerade zum Aufbruch ausgerollt wurden, reflektierten das junge Sonnenlicht in ihr Zimmer und verwandelten es in eine unwirkliche Lichterhölle.
Chiara schloss die Augen und ließ die Strahlen ihr mattes, rußbedecktes Gesicht streicheln. Hatte sie jemals versucht, Aykira von Vynterstein leben zu lassen?
Die Ketten der Herkunft sind aus Stahl. Sie konnte sich noch so sehr anstrengen, edel zu sein, den Usus zu verinnerlichen, hübsche Kleider zu tragen, immer ein Lächeln für die Menschen dieser kleinen Insel auf den Lippen zu haben… und doch bleibt sie, was sie ist; ein verruchtes Mädchen mit Gespür für all jene Dinge, die sündhaft und verboten waren.
Rika, Raphael, Adrian… was hatte sie ihnen beweisen wollen? Das sie es auch anders konnte? Das sie für Höheres bestimmt war? War sie wirklich so naiv, zu glauben, dass sie ein paar Stofffetzen zu einer Edeldame machen würden? Nein… sie wussten es von Anfang an – wenn sie in die Augen dieser jungen Freiin blickten, sahen sie alle - wenn nicht auf den ersten Blick, so doch auf den zweiten - die niederträchtige, nichtswürdige Diebin, die sie war und immer sein würde.
Chiara öffnete die Augen; das gleißende Licht breitete sich schmerzvoll auf ihrer Netzhaut aus, doch sie blinzelte nicht, denn alles war gut. Aykira von Vynterstein war tot, sie hatte nie gelebt.

Chiara zog die Feder aus dem Tintenfass, strich die überschüssige Tinte vom Kiel und setzte die Spitze kratzend ans Pergament. Als der Zettel vollständig beschrieben war, faltete sie ihn ohne das Geschriebene nochmals zu überfliegen, und versiegelte den Brief mit dem freiherrlichen Siegelring, den ihr der Gildenmeister damals geschenkt hatte.






Dem Reich und Kronprinz Ador I. zu Ehr,
An Graf Adrian von Hohenfels,
Verwalter & Protektor des Reiches unter Kronprinz Ador I.,
Oberhaupt der Grafschaft von Hohenfels,



Dunkle Schatten ziehen sich über der Freiherrschaft Vynterstein zusammen, muss ich Euch doch von dem viel zu frühzeitigen Ableben unserer geliebten Freiin Aykira von Vynterstein in Kenntnis setzen. Ausgerechnet ihre größte Leidenschaft, das Reisen, wurde ihr zum Verhängnis, als ein Sturm ihre Kogge am gestrigen Abend auf Hoher See erfasst und niedergerungen hatte.



In tiefer Trauer,

Alexandre Karvesir
Erster Sekretär und Schriftführer der Freiherrschaft Vynterstein



[img]http://www.traenenmaske.de/Vynterstein.jpg[/img]



Als Chiara den Blick von ihrem Schreibtisch erhob, musste sie unweigerlich lächeln. Sie würde den Brief abschicken. Sie würde ihn abschicken und wieder in ihre alte Heimat zurückkehren, aber zuerst musste sie sich von Aykira verabschieden. Vielleicht würde sie noch einmal in die Wälder Gerimors ausreiten, vielleicht würde sie noch einmal die unzähligen Orte aufsuchen, mit denen sie so viele Erinnerungen verband, vielleicht würde sie aber auch einfach nur einen letzten Rotwein bei Fremont genießen. All das war völlig egal, denn sie hatte nur einen Gedanken, als sie die Zimmertür hinter ihr schloss, um in die Welt hinaus zu schreiten.

Aykira von Vynterstein war tot, sie hatte nie gelebt.

Verfasst: Montag 4. Februar 2008, 17:18
von Aykira von Vynterstein
Klimpern. Ihre Hand wühlte vergeblich in der Seitentasche ihres Mantels. Sie hatte eindeutig zu viele Schlüssel – von vielen wusste sie wahrscheinlich nicht einmal mehr, zu welchem Schloss sie passten, aber das war auch nicht von Belang. Chiara schmiss ungern Dinge weg, die sie womöglich noch würde gebrauchen können, auch wenn die Aussichten schlecht dafür standen.
Als sie endlich einen Schlüssel hervorgekramt hatte, schenkte sie ihm nur einen knappen, prüfenden Blick und versengte ihn einen Augenblick später im Schloss ihrer Zimmertür. Ein leises Kratzen drang aus dem Schlüsselloch und obgleich Chiara den Schlüssel immer wieder drehte, fand er keinen Widerstand.
Mit nervös aufeinander gepressten Lippen begutachtet sie den Schlüssel – selbst wenn es der falsche gewesen wäre, hätte zumindest das Schloss greifen müssen. Unweigerlich tastete sich ihre Hand in Richtung des Dolches, der in einer unscheinbaren Lederscheide an ihrem Hüftgurt baumelte. Als sie den Schlüssel dann einfach tiefer ins Schloss drückte, setzte sich die ganze Tür in Gang und öffnete sich einen Spalt weit.
Ein beißender Geruch kam ihr entgegen, eine Mischung aus Schweiß und dem süßlichen Geruch von verrottetem Fleisch. Mit vorgehaltener Hand, stieß Chiara die Zimmertür auf und blickte sich um. Das schleichende Gefühl der Unsicherheit kroch in ihr hoch – nicht, weil sie etwas Ungewöhnliches vorfand, sondern vielmehr, weil sich nichts verändert hatte.
Mit holprigen Schritten ging sie zur Kommode, um alle Schubladen und schließlich sogar ihren Kleiderschrank zu prüfen. Alles beim Alten. Welcher Dieb würde den Tatort freiwillig ohne sein Diebesgut verlassen?
Plötzlich schoss ihr das Blut aus dem Kopf, und die aufeinander gepressten Lippen lösten sich langsam. Chiara betrachtete ihre kreidebleiche Fratze im Spiegel der Kommode; sie sah, wie sich ihre Lippen bewegten, doch drang kein Ton aus ihrer trockenen Kehle. „Der Brief…“
Die Diebin wendete sich um und ihr Blick fixierte den auseinander gefalteten Zettel, der auf dem Schreibtisch lag. Erst jetzt bemerkte sie den großen Lederbeutel, der prall gefüllt neben dem Schreiben auf dem Tisch lag. Er musste etwas Feuchtes enthalten, zumindest glänzte das speckige Leder, als wäre es schon seit Tagen mit einer dunklen Flüssigkeit durchtränkt worden.
Es hatte keinen Sinn, wie ein kleines Kind, trotzig und eingeschnappt, einfach stehen zu bleiben, nichts zu tun - als wäre alles in Ordnung, als hätte man sie nicht ertappt. Also tat sie, was sie tun musste, hob der Zettel auf und las sich jedes einzelne Wort genau durch.





Dem Reich und Kronprinz Ador I. zu Ehr,
An Graf Adrian von Hohenfels,
Verwalter & Protektor des Reiches unter Kronprinz Ador I.,
Oberhaupt der Grafschaft von Hohenfels,


Ich schreibe Euch diesen Brief mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend deshalb, weil meine lange Reise über Khorfu zu unbekannten Ländern am heutigen Tage ein Ende gefunden hat - der Tatsache zum Trotz, dass mein Wissensdurst und meine Neugierde, obgleich die neuen Eindrücke fremder Kulturen noch immer ganz frisch seien mögen, weiterhin nicht gestillt sind.
Lachend, weil ich meine Zeit endlich wieder meinen Aufgaben in Varuna widmen kann, weil ich gemerkt habe, wie wertvoll das gewohnte Umfeld sein kann, wie wertvoll ein Gleichgesinnter.

In der Hoffnung, die Erfahrungen der vergangenen Wochen zur gegebenen Stunde bei einem guten Glas Rotwein Revue passieren lassen zu können, verbleibe ich


mit Hochachtung

Aykira, Freiin von Vynterstein





Chiara wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Dieser Brief war… absurd; er würde sie zum Gespött des varunesischen Hofes machen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass ihr Leumund am Hofe vollkommen belanglos war, denn sie hatte ein weitaus größeres Problem: Jemand wusste von ihrem Geheimnis.

Das vergilbte Papier verschwamm vor ihren Augen, die nun den Beutel auf dem Schreibtisch fixierten. Zögernd legte sie die Finger um die Schlaufen des Sackes; sie wollte ihn nicht aufmachen, aber sie hatte keine andere Wahl.
Als der Beutel geöffnet war, lockerte sie den geschnürten Bund etwas und hielt die Öffnung ins Licht, das durch das Fenster fiel. Haare. Eine blutgetränktes Auge, aufgedunsene, schwammige Haut. Ein Kopf.
Chiara ließ erschrocken den Beutel fallen und als dieser über den Tisch in ihre Richtung kugelte, wich sie völlig erschöpft zurück. Der Würgereiz übermannt sie und ihre zittrigen Beine schienen dem Körper einfach nachgeben zu wollen. Kraftlos stürzte die Schurkin gegen die Kommode, die so kräftig wackelte, dass einige Bücher aus dem Regal zu Boden fielen.
Chiara sank ausgezehrt zu Boden, schloss die Augen und atmete tief durch. Als sie die Augen wieder öffnete, blickte sie in die Öffnung des Beutels, der mittlerweile unter dumpfen Lauten zu Boden gefallen war. Die toten Augäpfel ihres Gildenmeisters starrten sie an – vorwurfsvoll, missfällig, rachlüstern.
Chiara wandte den Blick auf die Bücher ab. Ihr Interesse galt diesem dicken, alten Wälzer im roten Ledereinband; jenes Buch, in dem sie ihr ganzes Leben als Edeldame versteckt hatte… Adelsbrief, Siegelring, Stammbaum, Familiengeschichte. Hatte er ihr auch ihre Identität geklaut? Sie musste es wissen – sie musste wissen, was er gegen sie in der Hand hatte.
Hastig kauerte sie über den Boden, durchwühlte den Bücherhaufen, bis sie schließlich das Objekt ihrer Begierde in der Hand hielt. Als sie es öffnete, fiel aus dem kleinen Geheimkästchen, das fachmännisch in die ausgeschnittenen Seiten des Buches implementiert worden war, lediglich ein kleines Zettelchen, auf dem dieselben krakeligen Buchstaben vorzufinden waren, wie auf dem Schreiben, das sie zuvor auf ihrem Tisch gefunden hatte.




Es tut mir leid Schätzchen, aber du musst noch eine Weile die Stellung halten.
Ich brauche dich in Varuna, also tu’ mir und dir den Gefallen und versuche nicht zu flüchten. Sobald du auch nur einen Fuß in ein Schiff setzt, werden die kleinen Schätze, die ich in diesem Buch gefunden habe (übrigens: du solltest ein anderes Versteck für deine Wertsachen in Erwägung ziehen… warum müssen Diebe ihre Alltagsdinge immer in Büchern verstecken? Das ist ja schon fast tragisch), postwendend an den Grafen weitergeleitet. Ich bin kein Advokat, aber Hochverrat am Königreich, Urkundenfälschung, Kindesentführung und Mord scheinen mir ein ganz schönes Sümmchen an Straftaten zu sein. Höre ich da den Galgen baumeln?

Instruktionen folgen.
Ich liebe dich.

L.D

Post Scriptum: Daheim geht es allen gut… naja, bis auf dem Meister vielleicht.

Verfasst: Samstag 1. März 2008, 00:21
von Aykira von Vynterstein
Es war dunkel und der Gestank von Alkohol und Fisch lag in der Luft, als Chiara aus der Taverne stürmte. Sie kniff die Augen zusammen… noch einmal, doch die vielen Lichter der Straßenlaternen und Fackeln verschwammen vor ihren feuchten Augen zu einem unwirklichen Wirrwarr aus Lichtern. Als sie die Treppen hinab stieg, bemerkte sie das Zittern in ihren Beinen.
Die Wahrheit in seinen Worten hatte sie hart getroffen – sie wusste es schon vorher, aber sie wollte es nicht wahrhaben. Niemand wagte es jemals zuvor, so mit ihr zu reden; nicht der Gildenmeister, nicht einmal Raphael. Und nun wurde ihr die Realität unwiderlegbar vor Augen geführt… von jemandem, den sie kaum kannte, von dem sie selbst nicht einmal wusste, welches Interesse sie an ihm hegte.
Mit flacher Hand wischte sie sich die Tränen von den Wangen und als sie im Schein einer Fackel auf ihre Handteller blickte, wurde sie des nachtschwarzen Ruß’ gewahr, das sie der Unkenntlichkeit halber auf ihr Gesicht gesalbt hatte, und nun wie Pech an ihren Fingern klebte. Warum hatte sie sich ihm gezeigt? Warum hatte sie sich versteckt?
Weil ihr dieser Zustand gewöhnlich erschien. Das hat nichts mit Anstand zu tun, wie Gillian vermutet hatte… es war einfach normal. Zumindest gewöhnlicher, als sich jeden Tag in enge Kleider zu zwängen, hier ein Kettchen, dort ein Ohrring, nur um die Oberen und ein paar gierige Männer zu beeindrucken. Sie brauchte diesen Ausgleich mehr als alle andere auf dieser Welt.
Sie war in einer der vielen dunklen Gassen Bajards angekommen, ohne genau zu wissen, wo sie überhaupt hin wollte. Sie wollte nur weg aus dieser Taverne, von diesem Mann, der ihre unerschütterliche Härte und Selbstüberzeugung ins Wanken gebracht hatte. Plötzlich geisterten Gillians Worte in ihren Gedanken: „Ihr treibt ein Spiel, das ihr selbst nicht zu verstehen in der Lage seid…“, sie bebten mehrmals in ihrem Kopf und ohne zu wissen warum, trieben sie ihr die Tränen in die Augen. Er hatte recht…
Warum tat sie das alles? Warum hatte sie versucht, diesen Mann von ihren Ansichten zu überzeugen? Warum hatte sie versucht, mehr über ihn in Erfahrung zu bringen? Warum ging er ihr nicht mehr aus dem Sinn? Warum schaffte er es, sie derartig aus der Bahn zu werfen?
Chiara öffnete die Lider und die Welt verschwamm vor ihren Augen.
Sie spürte zwei Hände auf ihren Schultern. Irgendetwas packte sie und warf sie zurück. Nachdem ihre Hände die Wucht des Sturzes dämpfen konnten, landete sie reglos im Dreck der Gasse. Benommen schob sie das Gemisch aus Müll, Laub und Erde von sich weg; ein leises Stöhnen, dann brach sie wieder in sich zusammen. „Was…?“ drang es leise aus ihrem Mund.
„Wieso tust du nie das, was man dir sagt, Chiara?“, ertönte die Stimme in der Nacht. Die Assassine wendete sich um, rieb sich die Tränen aus den Augen und blickte zu einer hünenhaften Gestalt hinauf. Die fahle Straßenbeleuchtung gab nur einen Bruchteil seines Gesichtes preis, doch wusste sie genau, wer vor ihr stand, denn seine Größe konnte über nichts hinwegtäuschen. „Liam? Bist du das?“
„Wir hatten eine Abmachung, Chiara. Warum hältst du dich nicht an Abmachungen? Ist dir dein Leben so wenig wert?“
„Nein, ich…“, sie stammelte noch einige Worte bevor sie sich halbwegs aufrichten und auf Knien vor seine Füße rutschen konnte. Von unten blickte sie in die eisblauen Augen des Hünen, hielt einen Moment inne, bis er mit der Rechten ausholte um ihr eine Ohrfeige zu verpassen, die ihren zierlichen Körper einige Schritte nach hinten schleuderte. Mit voller Wucht knallte ihr Körper gegen eine der Hauswände, dann sank sie schluchzend in sich zusammen. Das Gesicht im Dreck vergraben, fasste ihre Hand nach ihrer Wange. Blut. Er musste einen Ring getragen haben, der ihr diesen Schmiss zugefügt hatte.
„Nun liegst du genau dort, wo du hingehörst. In einer stinkenden Gasse an diesem gottverlassenen Ort. Und was hast du erreicht?“
Blut und Tränen liefen ineinander und bahnten sich ihren Weg über Chiaras matte Wangen. Sie war ausgezehrt, sie wollte – nein, sie konnte nicht mehr, also ließ sie die schändliche Prozedur über sich ergehen.
„Ich weiß nicht was es mit diesen Tecklensteins auf sich hat, ich will es auch gar nicht wissen. Du wirst dich von ihnen fernhalten, denn sie sind nicht deine Aufgabe… du hast dich mit der falschen Seite beschäftigt, Chiara.“ Der Hüne trat einige Schritte auf sie zu und der Schatten auf seinem Gesicht wurde größer und größer, bis sein Antlitz ganz hinter einer schwarzen Fassade verschwand.
„Liam… bitte… ich muss… ich kann nicht mehr, verstehst du?“ Chiara drehte sich zu ihm um, und blickte dorthin, wo sie sein Gesicht vermutete. „Ich möchte weg von hier, Liam… ich möchte weg… ich tue alles… ich möchte nur… weg… bitte!“ Zitternd stießen sich ihre Hände vom Boden ab, ein stechender Schmerz durchfuhr ihren Körper und das Blut färbte ihre Zähne rot. Als sie wieder auf den Knien war, klammerte sie sich an dem Gürtel des Hünen fest und blickte in einem Zustand der absoluten Machtlosigkeit flehend zu ihm auf. „Bitte, Liam. Bitte!“

Der Hüne blickte hinunter in die schmerzverzerrte Fratze dieses dreckigen Mädchens. „Du verstehst es nicht, oder?“ Mit diesen Worten setzte er seinen Fuß auf ihre Brust und stieß sie mit einem wuchtigen Tritt in den Dreck der Gasse. Denn dort gehörte sie hin…

Verfasst: Montag 3. März 2008, 16:25
von Gillian von Tecklenstein
Einen kleinen Moment verharrte er noch, der Kerzenschein flackerte in den grau-blauen Augen und er spührte noch immer den kühlen Windhauch über seinen Rücken streichen..

Er hatte mehr gewollt und unerwartetes bekommen, als er merkte wie sie sich anspannte bei den Worten, ließ er nicht locker und setzte Hieb für Hieb nach..
Immer kleiner wurde sie immer verletzlicher, bis sie schließlich dies nicht mehr aushalten konnte und flüchtete..
Er hatte erwartet das sie mit ihrer kühlen, starken Fassade stand hielt den Angriffen und ihm etwas gegensetzte..

Sie war interessant für ihn, anders als die normalen Püppchen denen er oft in Bajard begegnete..Sie besaß einen ausgefuchsten Verstand, den er nur zu gerne um sich und nicht gegen sich wüsste..

Ein Spiel zu spielen war ihre Leidenschaft scheinbar, er wollte mitspielen, nur für einen Moment und hatte schon zuviel gesetzt..
Würde er sie überhaupt noch einmal wiedersehen?
Langsam verschwand er aus den Toren Bajards, die Gedanken wichen mal zu seiner Schwester, seinen Blutsgetreuen und öfter mal zu der seltsamen Unterhaltung in der Taverne..