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Der letzte Dienst
Verfasst: Mittwoch 23. Januar 2008, 02:03
von Dracon Alando
Wie schon so oft, galt es auch Heute die Gerüchteküche in Bajard mit dem Lethrixor Ryx'asar Lae'ras zu erkunden und Informationen zu beschaffen.
Als sie die Bank in Bajard verließen und Richtung Dorfausgang schritten, spürte man die Erschütterungen schwerer Kavallerie. Ehe die beiden in einer Seitengasse des Dorfes verschwinden konnten Standen die berittenen schwer gepanzerten Varunesen angeführt von drei Rittern auch schon vor ihnen. Sie waren scheinbar recht erfreut über die Zahlen mäßige Unterlegenheit.
Dracon wusste das Bajard sie nicht aufhalten könnte sollten sie versuchen den Auserwählten zu entführen. Nun galt es ihn hier lebendig weg zu bringen und nach wenigen Worten mit dem Feind war ihm bereits klar, das der Feind sie nicht ziehen lassen würde.
Der Lethrixor wusste ebenso, eine Flucht wäre unmöglich gewesen gegen die Berittenen.
Dracon zog noch bevor der Lethrixor ihm den Befehl zum Angriff geben konnte Schild und Axt.
Dracon wusste schon zuvor, was er zu tun hatte und das es sein Schicksal war sich dieser mächtigen Übermacht entgegen zu stellen. Die berittenen Feinde zogen ebenso Blank und Dracon setzte sich in Bewegung. Nach wenigen Augenblicken hörte man auch schon das Klirren von Stahl der auf Stahl schlug. Den ersten Reiter holte er mit ein paar gezielten kraftvollen Schlägen seiner Kriegsaxt aus dem Sattel doch waren es zu viele und die Ritter setzten ihm zu sehr zu als das er hätte ewig unter dem Schlaghagel jener Ritter stand halten können. Sie hatten ihn bereits umzingelt und schlugen von allen Seiten auf ihn ein. Sein Fleisch brannte und Sekunde um Sekunde je länger sie auf ihn einschlugen und je öfter der Stahl seine Rüstung durchdrang war ihm klar, er würde diesmal nicht lebendig vom Schlachtfeld zurück kehren wie schon so oft.
Doch da sah er das Banner des Feindes am Himmel wehen, jenes Banner was er hassen gelernt hatte.
Der Hass in ihm kochte über und mit einem Gesichtsausdruck der blanken Hass wieder spiegelte, bäumte er sich noch ein letztes aus seiner Deckung auf. Der Schild wurde empor gerissen und dem Pferd vor ihm gegen den Schädel gerammt, worauf hin dieses scheinbar bewusstlos zu Boden ging und dessen Reiter unter sich begrub. Eine Schneise war geschaffen und diese nutzte er sogleich indem er über das Pferd hinweg stieg. Wieder trafen ihn die Klingen der Ritter diesmal im Rücken und an der Schulter. Er hatte über all die Jahre in denen er von Schlachtfeld zu Schlachtfeld wanderte gelernt, das es nur Fleisch war und der Wille und der Glaube stärker als Metall oder die Anzahl der Feinde sein konnte. Sichtlich schwer angeschlagen stürmte er weiter auf den Flaggenträger zu, doch für diesen war es zu spät, gerade als der Reiter seinem Pferd die Sporen geben wollte traf ihn auch schon Dracons Axt und holte ihn aus dem Sattel. Die Flagge ging mit dem Reiter zu Boden und für einen Moment huschte ein breites Lächeln über Dracons Lippen.
Als er sich umdrehte waren auch schon die anderen Reiter zur Stelle und gaben ihm den Gnadenstoss. Nach etlichen Minuten der Gegenwehr ging der Hüne mit einem seltsamerweise zufriedenen Gesichtsausdruck zu Boden. Er war dabei gestorben wofür er geboren wurde, jenes schien ihn in den seinen letzten Augenblicken seines Lebens bewusst geworden zu sein.
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Verfasst: Mittwoch 23. Januar 2008, 03:11
von Ryx´asar Lae´ras
Eigentlich ist es ganz einfach. Fressen und gefressen werden. So war es schon immer. Doch was, wenn nun eine weitere Macht hinzustösst, die fressen lässt bis das Objekt der Begierde gemästet und fett ist, nur um selbst mehr Freude zu haben wenn sie gefressen wird? So etwas geschah erst heute wieder.
Der Besuch des ungleichen Paares, der Hühne in Platte und der kleinere dafür umso hinterhältigere Letharf, in Bajard war eher "friedlicher" Natur. Hier und da jemanden einschüchtern, anderen die Finger brechen und an Informationen gelangen. Ja, in Bajard konnte man sich richtig gut ungestraft austoben wenn es darum ging Alumenern aufzulauern.
Wie Alatars Wille es vorgesehen hatte fand man schnell das erste Opfer. Ein Jünger des Ordens der den beiden in die Hände fiel. Direkt vor der Bank. Doch die Freude währte nicht lange. Schwer gerüstete Berittene trampelten wie eine Herde wild gewordener Ochsen ohne jeglichen Sinn für Taktgefühl zunächst ohne ersichtlichen Grund in das Dorf hinein. Schnell war klar dass die momentane Übermacht ein Abziehen um jeden Preis verhindern wird, doch wozu hat man loyale Diener?
Der Körper ist nur eine Hülle und kann aufgeopfert werden
Selbst für den Lethrixoren der nunmehr seit über 70 Jahresläufen nichts anderes machte als seinen Körper zu stählen und Techniken zu perfektionieren wäre diese Anzahl an Gegnern ein Ding der unmöglichkeit. Zerstörung war seine Aufgabe zu der die Aufopferung für niedere Zwecke seiner Ansicht nach definitiv nicht gehörte. Ein Lethrixor, wertvolles Werkzeug Alatars darf sich nicht von minderen Wesen töten lassen. Nicht ohne den ausdrücklichen Wunsch des Vaters. Diesmal hätte ihn die Täuschung mit den Schatten nicht aus der Situation befreit, also hiess es dem Pöbel einen besonderen Happen vorzuwerfen. Überrascht war er, der Lethrixor, über die Bereitschaft des Leutnants sich aufzuopfern. Unter anderen Umständen wäre er sogar Mael'Rayats Wirkung würdig, doch diese waren nicht gegeben. Es musste nichtmal als Befehl ausgesprochen werden, hatte der Leutnant Alando bereits seine Axt in Händen, bereit sich in die Menge zu stürzen wie ein riesiger vor Hunger ausgezehrter Panther ohne Rücksicht auf Verluste, bereit bis zur Selbstverstümmelung zu kämpfen. Er war wahrlich ein Gläubiger der gar eines Ahads würdig war.
Es war alles im Gange, der Leutnant baute sich vor den Berittenen auf, der Letharf konzentrierte seine Aura um den umherstehenden einer Täuschung zu teil werden zu lassen und die erste Partei kam an die die Sache schlichten wollte. Das perfekte Chaos. Irgentwoher kamen sogar Wortfetzen durch wie Pantherbrut, Temora, Licht, bla bla bla... Selbst der verkommene Humor des Lethrixoren hatte heute ein Hoch erlebt, immerhin hatte der Haufen in ihrer kurzlebigen, jungen Fantasie tatsächlich gedacht die Weltanschauung eines Vergifters mit Worten zu verdrehen. Schliesslich mussten Dracon's Taten in Befehle formuliert werden.
Leutnant, ich wünsche unverzüglich weiter zu reisen. Dieses Geschwafel wiedert mich an. Sorgt dafür dass mir der Weg frei gemacht wird.
Das letzte was der Lethar noch sehen konnte ehe er das Chaos nutzte um zu verschwinden war, wie Dracon Alando, Leutnant der Garde Rahals, im Kampf gegen 10 Mann wie ein Berserker tobte. Die Anerkennung des Letharfen hatte er sich verdient und die Fahrt nach Nileth'Azur war ihm nun gewiss. Später am selben Abend erfuhren zwei weitere Gardisten über das Ableben des Leutnants, und wurden von Ryx gebeten, ihm ein würdiges Grab mit einem Denkmal zu gewähren.
Er hatte seinen letzten Befehl zu voller Zufriedenheit ausgeführt
Verfasst: Mittwoch 23. Januar 2008, 05:53
von Leandro Montego
Am diesen besagtem Abend saß der Bürgermeister von Bajard gemütlich in seinem Büro und fertigte Schreiben für einige Bürger, Freunde und Politikern an, und legte diese bei Seite um sie später abzuschicken. Den Boten schickte er auf Reise und wollte am nächsten Tag nochmals wiederkehren um die Schreiben abzuholen. Er erhebte sich von seinem Stuhl und ging Richtung des Wehrsteines und musterte diesen einen moment. Seine Hand legte er auf diesen und nickte ein wenig. Als er sich dann abwendete ging er erneut zum Schreibtisch und laß sich noch die offenen Dinge durch die er noch zu erledigen hatte. Er verließ sein Büro und ging nach oben, öffnete die Tür des Wehrkellers und betrat die Bank. Er verlaß jene und ging Richtung des Dorfeinganges/ausganges, als er daraufhin die Ansammlung von Temoragläubigen, Alatargläubigen und anderweitgen Personen sah, schaute entsetzt auf die Schwerter…
Sein blick gleitete dann zu Boden, als er dann den leblosen Körper von Dracon Alando sah, schien es ihn ein wenig getroffen zu haben, zumal der Bürgermeister und Dracon Alandro einst auf einer Seite kämpften, aber dieses entsetzte in ihm zeigte er nicht. Sein blick wanderte erneut zu den Schwertern und forderte auf die Schwerter nieder zu legen, was die Temoragläubigen auch taten, aber die Alatargläubigen hatte ihre Waffen weiterhin in der Hand. Bei der dritten Aufforderung gleiteten diese dann zurück zur Schwertscheide. Sein blick wanderte dann auch zu dem Diplomaten des Alkas, Scartyz Blutfaust mit dem er auch einst auf einer Seite kämpfte. Er musterte diesen kurz und seine blicke schweiften zu den anderen beiden von der BST. Er lauschte dem Gespräch und begutachtete die Lage. Viele Fragen schossen ihn in den Kopf. Einige Fragen waren zum Beispiel – Was ist geschehen? – Wieso wurde er getötet? – Wird nun das/die Dorf/Wehr zur Rechenschaft gezogen?
Dies waren einige der vielen Fragen die in seinem Kopf herum geisterten. Er wollte diese beantwortet haben und fragte die Anwesenden, ob jemand von Anfang an dabei war und die ganze Situation beobachtet hatte, woraufhin sich ein Herr Namens “Sebastian“ meldete und er dem Bürgermeister alles erzählen wollte bis in das kleinste Detail. Als die Ansammlung sich auflöste meldete sich ein weiterer Herr, den der Bürgermeister persönlich kannte…
Alle drei gingen in den Wehrkeller und setzen sich in Leandros Büro. Der Bürgermeister machte sich einige Notizen und wollte dem Gespräch zu lauschen, als dann die Glocke mehrfach läutete und er dann die Tür oben aufmachen wollte. Zwei maskierte Damen standen da und ein Pfeil löste sich vom Bogen von dieser die gegenüber stand. Der Pfeil traf den Bürgermeister genau in die Brust und ein weiterer folgte gen sein Bein. Der zweite war ein Streifschuss, da sie wohl von etwas behindert wurde. Später sackte der Bürgermeister zu Boden und wurde verarztet von Bruder Tithus. Als die Wunde gestillt wurde, brachte der Cousin von Leandro, Kentaro ihn mit einem Herren Namens Falkenauge in das Anwesen und legten ihn in sein Schlafgemach, woraufhin der Bürgermeister sofort einnicke um sich auszuruhen.
Seine Augen öffnete er bei Mitternacht und grübelte etwas…
Er bedauerte sehr, dass Dracon von uns ging, aber das Schicksal hatte es so gewollt. Wie wird es mit Bajard weiter gehen, fragte er sich. Ein wenig später nickte er erneut ein und schlief bis zum nächsten Tage aus.
Verfasst: Mittwoch 23. Januar 2008, 12:06
von Atrien Vastolan
"Nileth'Azur" ... Er las hiervon. Früher, als er eine Schrift nach der anderen verschlang, kam ihm oftmals der Begriff dieses Seelenreiches unter, in welches jene Streiter des Panthergottes eingingen, deren letzte gehauchten Worte die Preisung ihres Herren, den Fluch an die "Hure" hervorbrachten. Er sah eine unendlich lange, prunkvolle Straße, gesäumt von den Massen, die im Namen Alatars ihr eigen Blut vergossen. Eine Parade. An der Spitze der edelste Hengst. In seinem verzierten Sattel... Ein Dämon.
Der Aufmarsch der Streiter beider Reiche. Direkt vor seinen Augen. Als wolle ihm das Schicksal durch derlei Schauspiel eines ganz deutlich bewusst machen. Er war klein... unbedeutend. Der Versuch, die Parteien an die Gesetze des Dorfes zu erinnern. Er hätte sich den Atem für besseres aufsparen können. Die alumenische Streitmacht war imposant in ihrem Aufmarsch. Wehende Banner und Rittersleut in strahlender Rüstung. Ihr gegenüber stand... Die Nacht hindurch fragte er sich, ob er einer geschickten Illusion zum Opfer gefallen war. War es wirklich ein einzelner Streiter? Gut... Ein Letharf stand ihm zur Seite. Doch ob des darauf folgendem, konnte man seine Anwesenheit ruhigen Gewissens aus jeder Erwähnung heraushalten. Wenn er berichten würde, zwei, sich ebenbürtige Heere gesehen zu haben, die sich gegenüberstanden, die Leute würden ihm den klaren Geist absprechen. Doch war genau dies der Fall.
"Dracon Alando. Leutnant der Garde Rahals. Beschützer der heiligen Stadt des Einen; seiner Streiter; seiner Kinder." Er erinnerte sich gut an ihr erstes Zusammentreffen. Damals schon, inmitten Rahals, als dem Leutnant seine autoritären Worte und der sichere Blick genügten, um dem Wahnsinn der Gardistin Herr zu werden, die dem rotgewandeten Magier mit dem Tode drohte, wusste er, dass ein Meister des Krieges vor ihm stand. Weder konnte er der Gier nach Kampf, noch den schalen Lobpreisungen von Ehre und Aufopferung etwas abringen, doch konnte sich der Herr, in seiner mattschwarzen Offiziersrüstung, seines Respekts versichert sein. Lächerlich, verglichen mit der gestrigen Begegnung.
"Für Alatar!" ... Ohrenbetäubend sein Schrei. Unmerklich wich der Magier zurück, fiel geradezu auf die Bank zurück. Eine Aura der Magie, fern all dem, was er über das Lied gelernt hatte. Und dennoch... Niemand, der Anwesenden hätte es bestreiten können. Der Klang krachenden Stahles riss ihn zurück in die Wirklichkeit. Das erste Kreuzen der Klingen. Für einen Moment wohl stand die Zeit still. Als solle das Folgende deutlich hervorgehoben sein. In den Augen der alumenischen Streiter stand die Überraschung, das Entsetzen. Ihr Blick spiegelte seine Gedanken wieder.
Kein Fehler. Kein Makel. Jeder Schritt, jeder Hieb näher der Perfektion, als er es jemals erlebt hatte. Er hatte seine größte Mühe, der entbrannten Schlacht mit seinen Augen zu folgen. Warum nur riss er, einen Hieb auf einen der Ritter zu Pferd ausführend, seinen hohen Schild zurück? Der Angriff eines weiteren Kriegers in die Flanke Alandos brachte die Antwort. Wie konnte er dies Vorausgesehen haben. Er tat die Berichte alter Veteranen, die davon berichteten, dass die Zeit im Kampfe fast zum stehen kommen; ein Schwertmeister die Angriffe der Gegner erahnen könne, als nicht mehr als Märchen ab. Nun doch, wollte er dem Ganzen nicht nur die Möglichkeit der Existenz einräumen... Die verletzten Streiter, die vor die Füße des Leutnants fielen, ließen keine andere Erklärung zu. Der Punkt, an dem er, die Gesetze des Dorfes im Blick, hätte eingreifen wollen, lag schon weit hinter ihm. Er fühlte sich nicht würdig, diesen Kampf zu unterbrechen. Vielleicht war es sogar die Angst, er könne der nächste sein, den die unmenschlich schnellen Hiebe trafen mögen.
"Es sind zu viele." ... Er nahm für einen Moment wieder seine Umgebung wahr. Wie gebannt betrachteten die Anwesenden diese einmalige Darbietung höchster Kampfkunst. Doch hatte der Mann neben ihm Recht. Für jeden Streiter der fiel, rückte ein weiterer vor. Front, Rücken und Flanken des Leutnants wurden, Schwertstreich auf Schwertstreich, mit Angriffen bedeckt. Es bedurfte keines Fehlers. Temora selbst wäre es nicht gelungen, ihre Paraden in derlei Abfolge zu vollführen. So kam es, wie es nuneinmal kommen musste. Erste Hiebe in Rücken und Schulter durchbrachen den Tanz Alandos. Sie witterten ihre Chance. Er sah die Axt des Leutnants, einer unheiligen Sense gleich, über die Menge heben und in kraftvollen Schlägen auf Reiter und Pferd niedergehen. Staub und Streiter brachen sein Sichtfeld. Später würde er schwören, das Gesicht Dracons, von seinem Helm beraubt, glich der wutentbrannten Fratze eines Dämons.
"Ein Lächeln?" ... Die trägen Hiebe der Streiter Temoras verebbten. Einer uralten Eiche gleich, ehrenvoll und erhaben, fiel der Körper des Leutnants, Axt und Schild fest umschlossen, auf den Staubigen Weg. Abgebrochene Klingen ragten aus der unwirklich verbeulten Rüstung. Der geschundene Leib, in sein eigenes Blut gebettet, ließ keinen Zweifel um das Ende des Kampfes zu. Das seelige Lächeln sprach Bände. Heil Alatar... Bis in den Tod...
Er hatte es vollbracht, auf ewig in der Erinnerung des Magiers zu verweilen. "Dracon Alando. Leutnant der Garde Rahals. Beschützer der heiligen Stadt des Einen; seiner Streiter; seiner Kinder." Nein... Er wusste es besser...
Dracon Alando... Schlachtendämon Alatars...
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Verfasst: Mittwoch 23. Januar 2008, 13:35
von Haldorio di Rogal
Angst war es was er fühlte, und Schmerz, als die Axt des rahaler Offiziers am unteren Schildrand vorbei in sein Bein drang.
Ächzend fiel er vom Pferd, mit einer letzen mühsamen Bewegung sich am Schild festklammernd und es schützend über sich ziehend.
Doch kein Hieb folgte, ihm den Rest zu geben, wie auch, hatte der Offizier doch gar nicht die Zeit, einem aus dem Sattel sinkenden noch den Gnadenstoß zu verpassen, ohne seine eigene Deckung aufzugeben.
Aus den Augenwinkeln sah er noch, wie der Offizier zu Boden ging, bevor es selbst um ihn herum schwarz wurde.
später im Lazarett der Bruderschaft
Hatten sie sich etwas zu Schulden kommen lassen? War es recht was sie taten? Die Gesetze Bajards brechen, oder ihren Bruch bewusst in Kauf nehmen, den Ketzern keine Möglichkeit geben, sich hinter den Gesetzen eines "neutralen" Ortes zu verstecken?
Ja. Denn die Gesetze der Himmlischen sind erhaben über die Gesetze von irdischer Hand.
Konnte er das Geschehene mit den Tugenden vereinbaren?
Mitgefühl
Sie wollten einen Letharen zu fassen bekommen. Einen Mann, dessen einziger Zweck und Sinn es ist, anderen Menschen Schmerz und Pein zuzufügen. Sie hatten Mitgefühl. Mit allen vorangegangenen und zukünftigen Opfern dieser Kreatur des Panthers.
Hatte man davon etwas bei den Gegnern bemerkt?
Tapferkeit
Natürlich konnten sie nicht weichen. Ein Weichen wäre Frevel gewesen unter diesen Umständen. Hatte der Gegner Tapferkeit bewiesen?
"Es ist leicht im Namen der Herrin den Tod zu finden. Den rechten Zeitpunkt dafür zu finden, bedarf der Weisheit eines ganzen Lebens."
Der lebenswichtige Unterschied zwischen Tapferkeit und grenzenloser Dummheit. Hatte der Offizier diese Grenze nicht überschritten, als er sich unzweifelhaft mutig in die Klingen der Streiter stürzte?
Gerechtigkeit
Seine Gedanken kreisten nur kurz um diese Tugend.
Die Panthersknechte hatten bekommen, was sie verdienten.
Opferbereitschaft
Für die Opferbereitschaft galt dasselbe wie für die Tapferkeit:
"Es ist leicht im Namen der Herrin den Tod zu finden. Den rechten Zeitpunkt dafür zu finden, bedarf der Weisheit eines ganzen Lebens."
Wenn sein Ende heute gekommen wäre, wäre das ihr Wille gewesen. Eine verirrte Klinge, ein glücklich getroffener Pfeil im Getümmel. Dieses Risiko geht jeder ein, der sich in einen Kampf stürzt. Sich sinnlos und voll Lebensverachtung in den sicheren Tod zu stürzen - das ist etwas anderes.
Der Offizier hatte diese Weisheit nicht, weil er die Tugenden verachtet, ist er einen sinnlosen Tod gestorben.
Ehre
Hier war nun sein stummes Grübeln am stärksten.
War es nicht unehrenhaft, sich mit so vielen Mannen auf einen zu stürzen?
Oder ist es nicht vielmehr so, daß er sich auf uns stürzte?
Dann war es die Verteidung, die jedem zusteht, der angegriffen wird.
Zumindest für seinen Fall, gab es da keinen Zweifel, wer auf mein Schild hämmert, bekommt meine Klinge zurück. Und wenn er das bei vier oder fünf Leuten tut, kann ihm die Ehre nicht als Versteck dienen.
Zudem gibt es genug unter uns, die meinen, daß man einen unehrenhaften Mann, nicht ehrbar behandeln muß.
Das sah er selbst etwas kritischer, aber Ehre kann nicht etwas sein, auf das der Ehrlose pocht. Ehre, wem Ehre gebührt.
Geistigkeit
Geistigkeit und der Kampf sind scheinbar so weit von einander entfernt, wie die Pantherstadt und das Kloster der Herrin, so scheint es.
Doch siehe. Hier und jetzt überlegst du, prüfst deine Taten im Angesicht der Tugenden: "Die Geistigkeit ist der Wunsch der Seele, sich stetig zu verbessern."
Demut
Kein Wort fiel ihm dazu ein. Demut und Panthersknechte war nun wirklich nichts, was sich miteinander vereinbaren ließe.
Am Mangel an Demut spätestens bemerkte man jene, die bewusst oder unbewusst dem Panther ihre Seele schon geopfert hatten. Er hatte sie noch nie anders erlebt, als voller Hochmut.
Eines war gewiß:
Diese Beinwunde, die vermutlich nie mehr ganz und richtig verheilen würde, würde ihn an diesen Kampf und diese Gedanken nach dem Kampf sein ganzes Leben erinnern.
Verfasst: Freitag 25. Januar 2008, 17:42
von Victor Sternfaust
Dracon Alando - ein Mann der als einer der wenigen in der Garde Rahal's seinen Respekt verdient hatte, nicht nur ein Mann von gewaltiger Statur, nein auch ein Manne der wusste wie man seine Waffe einsetzt um gegen eine vermeindliche Übermacht zu gewinnen.
Der Kampf war bereits abgeklungen, wie eine Horde tollwütiger Wölfe hatten sie sich auf das vermeindliche hilflose Reh gestürzt das versuchte sein Kitz zu verteidigen, doch das Reh stellte sich gegen die Wölfe als überaus Widerspinnstig da. Auch wenn es in einen Kampf zog den es nicht gewinnen konnte so entbrannte eine Schlacht die an ein Massaker erinnerte - lange klirrten die Waffen, bis weit über Gerimor waren sie zu hören. Ein Wolf nach dem anderen ging zu Boden, doch so waren es schlichtweg zuviele und in einem letzten wutentbrannten Schrei ging der Mann den man als einen Titan unter den Kämpfern hätte bezeichen können Leblos zu Boden..
Dracon Alando - Kriegsmaschine - Berserker - und zuletzt auch das was man als die geballte Faust Rahals bezeichnen könnte.
Wenn jene die ihn kannten sich einst an ihn zurück erinnern würden wäre das Bild das sie vor Augen hätten wohl bei allen das gleiche....
[img]http://www.incorruttibili.com/images/blog/berserk_by_dreadpirateandrew.jpg[/img]