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Lehrabende im Kloster

Verfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 12:24
von Nevyn Silberhand
Es war soweit, die erste Lehrstunde stand an.
Eigentlich war es als eine simple Aufklärung einiger Missverständnisse geplant gewesen, jedoch war
es offensichtlich, dass doch recht reges Interesse bestand.
So kam es, dass das Ganze kurzerhand in den Lehrsaal des Klosters verlegt wurde, wo eine entsprechende
Anzahl an Zuhörern Platz fand.
Als Referent des ersten Abends eine Reihe von geplanten Vorträgen war Hochgeboren Yarin von Wolfenfels
eingeladen, die Tugendhaftigkeit und Ehrbarkeit in Hinsicht auf den Einsatz von Magie zu erläutern.
Lady Darna und Lady Sorcha waren ebenfalls zugegen, auch Hochwürden Mecandis schien sich für das Thema erwärmen zu können, denn wann fand man schon einmal die Gelegenheit, derlei Informationen und ansichten in entspannter Runde zu erläutern.
Und da es Temora war, die Horteras gebeten hatte, seine Söhne zu ihrer Unterstützung nach Alathair zu entsenden, schien es mehr als nur naheliegend, dass sowohl die Anhänger der Temorakirche als auch die Magiebegabten einander besser kennen und verstehen lernten.
Hochgeboren von Wolfenfels begann seinen Vortrag, indem er darstellte, als was die Magie zu sehen war, als ein Werkzeug neutraler Natur, dass erst durch den Willen und die Ansichten des Zauberkundigen zu einem Werk des Guten oder Bösen wurde, ähnlich wie ein Schwert entweder zum Schutz oder zur Unterdrückung eingesetzt werden konnte.
Gebannt lauschten die Versammelten seinen Erzählungen, stellten Fragen und debattierten über verschiedene Szenarien.
War es letztendlich immer nur der Wille des Menschen, der seinen Weg bestimmte?
Oder konnte man dem Werkzeug eine gewisse Mitschuld zusprechen, weil es ohne seine Existenz auch keine Versuchung gegeben hätte, es zu benutzen?
Was war, wenn ein rechtschaffender Mensch ein korrumpiertes Werkzeug benutze?
Lady Darna nahm hier den vergifteten Dolch als Beispiel, der in den Augen aller aufrichtigen Gläubigen ein absolutes Tabu darstellte und stellte klar, dass sie derartiges nie benutzen würde.
Aber würde sie sich daran halten, selbst wenn der Gebrauch eines solchen Dolches die einzige Möglichkeit wäre, jemanden zu retten?
Heiligte der Zweck die Mittel?
Es war gut, eine solche Lehrstunde abzuhalten, denn sie warf Fragen auf, über die man in der Tat gründlich nachdenken sollte...

[img]http://galerie.alathair.de/albums/userpics/12095/Lehrabend_I.JPG[/img]

Verfasst: Donnerstag 31. Januar 2008, 11:47
von Nevyn Silberhand
Ein paar Tage waren ins Land gezogen und nun war es soweit, dass die nächste Lehrstunde anstand.
Diesmal sollte sich alles eher um einen weltlichen Aspekt drehen.
Metall, unerlässlich für das fertigen von Waffen und Rüstungen, doch eine große Auswahl an Legierungen,
die alle unterschiedliche Wirkungen hatten, je nachdem welche Metalle zusammengefügt wurden.
Das Ganze erinnerte Nevyn an die kurze Einführung in die Kunst der Alchemie, die Bruder Esgaron ihm...nunja...
'versucht hatte' zu vermitteln traf es wohl am besten.

Als Gastredner hatten sie den Schmied Corian Radon aufgetan, der auch einige ihrer Aufträge in der letzten Zeit
ausgeführt hatte und sich auf eine Anfrage hin sofort dazu bereiterklärt hatte, einen Vortrag zu halten.
Und das tat er auch, erklärte die Unterschiede zwischen den verschiedenen Erzen, die Möglichkeiten der
Legierungen, wofür sie sich besonders gut eigneten und worauf man besser achten sollte.

Leider konnte die Lehrstunde nicht am ursprünglich geolanten Termin abgehalten werden und so waren die meisten Brüder und Schwestern bereits mit anderen Aufgaben betreut worden, doch würden jene, die teilgenommen hatten, ihr erworbenes Wissen sicherlich gern mit den anderen teilen.

[img]http://galerie.alathair.de/albums/userpics/12095/lehrstunde_II.JPG[/img]