Sarah oder wie man Familienzuwachs bekommt
Verfasst: Sonntag 13. Januar 2008, 15:06
Eigentlich war es ein ganz normaler Tag gewesen, nun ja ganz so normal auch nicht, schließlich war es der Tag des Winterturniers gewesen. Ich war erstaunt gewesen wie viele Leute den Weg zur Akademie gefunden hatten trotz Schnee und Eis, ich selbst hätte mich sicher nicht dem eisigen Wind auf einem Schiff wegen eines Turniers ausgesetzt. Gut früher hätten mich die prallen Goldbeutel der Zuschauer angezogen, aber diese Zeiten sind ja schon lange vorbei. Das der Sieger ein Mene’kaner war überraschte sicher nicht nur mich, aber die Schwertkünste der Wüstenleutchen nötigten mir doch Respekt ab. Argos Hinrah freilich schmeckte das ganze gar nicht, zog er doch im Endkampf den Kürzeren, aber ich bin überzeugt davon beim nächsten Turnier wird er diesen Wüstenfloh ungespitzt in den Boden rammen. Jemand dem nur der Sieg zählt passiert so was nur einmal, dann nicht wieder.
Es war schon spät am Abend als Selina und ich uns endlich auf den Heimweg machen konnten, man musste ja all jene die man begrüßt hatte auch wieder verabschieden. Ich wollte gar nicht darüber nachdenken was mir mehr weh tat… meine Hände vom Hände schütteln oder meine Füße vom Rumstehen. War auch kein großer Unterschied würde ich in nach hinein sagen. Wenigstens mein Hintern war noch in Ordnung dass ich vergnügt Heimreiten konnte, wenn auch vergnügt nicht das richtige Wort war. Zufrieden traf es besser schließlich bedeutet es eine Menge Arbeit so ein Turnier und wenn am Ende solch eine Menge Leute dabei sind kann man durchaus zufrieden sein. Aber nun freute ich mich auf einen gemütlichen Abend mit Selina, doch es kam völlig anders als gedacht.
Als wir am Haus ankamen tummelte sich ein zerlumptes Etwas am Teich neben dem Haus, oder war es doch schon mehr im Teich? Es musste wohl eher das zweite gewesen sein denn auf einmal flog ein Fisch durch die Luft und landete nach Luft schnappend im Schnee und da ich bis zu dem tag fliegende Fische vergeblich in unserem Teich gesucht hatte musste es wohl diese Gestalt gewesen sein die ihn aus seinem Element befördert hatte. Als nun die Schritte unserer Pferde immer lauter wurden kletterte dieses Etwas mit einer solchen Behändigkeit auf einen der Apfelbäume dass selbst einen Katze Mühe gehabt hätte hinterher zu kommen. Ich hätte das ganze ja nicht weiter beachtet aber leider war meine Frau anderer Meinung. Dieses Ding saß auf einem unserer Apfelbäume also musste man nachsehen was es dort wollte… leb wohl ruhiger Abend am Kamin!
Nun standen wir also unter dem Baum und das Etwas oben über uns, muss sicher amüsant ausgesehen haben zum Glück war niemand in der Nähe um das zu beobachten. Die nächste Frage war wie bringt man etwas auf die Erde zurück was eigentlich gar nicht vom Baum herunter will solange man davor steht. Ich versuchte es mit dem Fisch der auf dem Boden lag in dem ich ihn zum Baum emporhob, aber mehr wie ein Näherrücken auf einem Ast erreichte ich nicht. Hm nein, stimmt nicht, ein alter, speckiger Beutel fiel zu Boden, was mit einem Laut beantwortet wurde der wohl so zwischen Maunzen und Fauchen liegen mochte. So gut kannte ich mich mit Katzen ja auch nicht aus, von Wildkatzen der Sorte Selina mal abgesehen. Nun versuchte es Selina mit eben diesem Beutel und dieser schien wichtiger zu sein als erwartet denn ein Arm wurde weit nach unten gestreckt, um den Beutel zu erreichen, weit genug um Selina die Gelegenheit zu gebe den Arm zu packen und ihn mitsamt dem Rest zu sich herunter zu ziehen.
Da stand nun das ängstliche Bündel, bei dem man unter all den Haaren und dem Dreck eine junge Frau vermuten konnte, kaum dem Mädchenalter entwachsen. Was nun kommen würde war eigentlich klar, trotzdem wagte ich die Frage ob wir dieses dreckige Etwas mit ins Haus nehmen würden. „Natürlich oder willst du sie hier draußen erfrieren lassen?“ war Selinas entschiedene Antwort. Fast hätte ich mit ja geantwortet, aber ich kannte den Sturkopf meiner Frau und die letzten Missstimmungen waren noch nicht lange her also schwieg ich lieber und sah zu wie sie der jungen Frau den Umhang um die zitternden Schultern legte und sie langsam, aber bestimmt in Richtung Haus schob. Ich kümmerte mich lieber um die Pferde, was mich jeglicher Aufmerksamkeit unserem neuen Hausgast gegenüber enthob, zumindest vorerst. Selina würde schon einiges an Verantwortung auf mich abwälzen, dessen konnte ich mir sicher sein, und als wir später endlich im Bett lagen und mein schläfriger Blick noch einmal auf die zusammengerollte Gestalt dort am Feuer fiel, ging mir nur noch ein Gedanke durch den Kopf bevor ich einschlief: ‚Wo mag das nur wieder enden!’
Es war schon spät am Abend als Selina und ich uns endlich auf den Heimweg machen konnten, man musste ja all jene die man begrüßt hatte auch wieder verabschieden. Ich wollte gar nicht darüber nachdenken was mir mehr weh tat… meine Hände vom Hände schütteln oder meine Füße vom Rumstehen. War auch kein großer Unterschied würde ich in nach hinein sagen. Wenigstens mein Hintern war noch in Ordnung dass ich vergnügt Heimreiten konnte, wenn auch vergnügt nicht das richtige Wort war. Zufrieden traf es besser schließlich bedeutet es eine Menge Arbeit so ein Turnier und wenn am Ende solch eine Menge Leute dabei sind kann man durchaus zufrieden sein. Aber nun freute ich mich auf einen gemütlichen Abend mit Selina, doch es kam völlig anders als gedacht.
Als wir am Haus ankamen tummelte sich ein zerlumptes Etwas am Teich neben dem Haus, oder war es doch schon mehr im Teich? Es musste wohl eher das zweite gewesen sein denn auf einmal flog ein Fisch durch die Luft und landete nach Luft schnappend im Schnee und da ich bis zu dem tag fliegende Fische vergeblich in unserem Teich gesucht hatte musste es wohl diese Gestalt gewesen sein die ihn aus seinem Element befördert hatte. Als nun die Schritte unserer Pferde immer lauter wurden kletterte dieses Etwas mit einer solchen Behändigkeit auf einen der Apfelbäume dass selbst einen Katze Mühe gehabt hätte hinterher zu kommen. Ich hätte das ganze ja nicht weiter beachtet aber leider war meine Frau anderer Meinung. Dieses Ding saß auf einem unserer Apfelbäume also musste man nachsehen was es dort wollte… leb wohl ruhiger Abend am Kamin!
Nun standen wir also unter dem Baum und das Etwas oben über uns, muss sicher amüsant ausgesehen haben zum Glück war niemand in der Nähe um das zu beobachten. Die nächste Frage war wie bringt man etwas auf die Erde zurück was eigentlich gar nicht vom Baum herunter will solange man davor steht. Ich versuchte es mit dem Fisch der auf dem Boden lag in dem ich ihn zum Baum emporhob, aber mehr wie ein Näherrücken auf einem Ast erreichte ich nicht. Hm nein, stimmt nicht, ein alter, speckiger Beutel fiel zu Boden, was mit einem Laut beantwortet wurde der wohl so zwischen Maunzen und Fauchen liegen mochte. So gut kannte ich mich mit Katzen ja auch nicht aus, von Wildkatzen der Sorte Selina mal abgesehen. Nun versuchte es Selina mit eben diesem Beutel und dieser schien wichtiger zu sein als erwartet denn ein Arm wurde weit nach unten gestreckt, um den Beutel zu erreichen, weit genug um Selina die Gelegenheit zu gebe den Arm zu packen und ihn mitsamt dem Rest zu sich herunter zu ziehen.
Da stand nun das ängstliche Bündel, bei dem man unter all den Haaren und dem Dreck eine junge Frau vermuten konnte, kaum dem Mädchenalter entwachsen. Was nun kommen würde war eigentlich klar, trotzdem wagte ich die Frage ob wir dieses dreckige Etwas mit ins Haus nehmen würden. „Natürlich oder willst du sie hier draußen erfrieren lassen?“ war Selinas entschiedene Antwort. Fast hätte ich mit ja geantwortet, aber ich kannte den Sturkopf meiner Frau und die letzten Missstimmungen waren noch nicht lange her also schwieg ich lieber und sah zu wie sie der jungen Frau den Umhang um die zitternden Schultern legte und sie langsam, aber bestimmt in Richtung Haus schob. Ich kümmerte mich lieber um die Pferde, was mich jeglicher Aufmerksamkeit unserem neuen Hausgast gegenüber enthob, zumindest vorerst. Selina würde schon einiges an Verantwortung auf mich abwälzen, dessen konnte ich mir sicher sein, und als wir später endlich im Bett lagen und mein schläfriger Blick noch einmal auf die zusammengerollte Gestalt dort am Feuer fiel, ging mir nur noch ein Gedanke durch den Kopf bevor ich einschlief: ‚Wo mag das nur wieder enden!’